Montag, 4. September 2017

Segelclub Mattsee gewinnt Act 2 in St. Moritz

24 Teams aus 12 Ländern segelten trotz Leichtwindbedingungen und Kälteeinbruch 24 spannende Wettfahrten vor traumhafter Kulisse. Am dritten und letzten Tag der SAILING Champions League Act 2 in St. Moritz (1. bis 3. September 2017) konnte der Segelclub Mattsee (Österreich) seine Tabellenführung verteidigen und sicherte sich so den Gesamtsieg. Platz zwei belegte der Hellerup Sejlklub (Dänemark), dahinter folgte der Verein Seglerhaus am Wannsee (Deutschland) auf Platz drei.

Bei drehenden, leichten Winden segelte das Team aus Mattsee das ganze Wochenende über auf dem St. Moritzsee konstant gute Platzierungen. Besonders das geringe Gewicht der vierköpfigen Crew (Stefan Scharnagl, Anna Scharnagl, Lisa Leimgruber, Hanna Ziegler) zahlte sich bei diesen Windverhältnissen aus.

„Wir sind überglücklich, dass wir unsere Führung von gestern verteidigen konnten. Wir haben absolut nicht damit gerechnet und sind jetzt extrem glücklich und freuen uns über den Sieg“, so Steuermann Stefan Scharnagl. Die Siegertrophäe wurde übergeben vom Presenting Partner Juvia, vertreten durch Judith Dommermuth, Gründerin und Inhaberin von der bekannten Modemarke.

Mit dem Gesamtsieg bei Act 2 in St. Moritz zeigte der Red Bull Youth-America’s Cup Steuermann Stefan Scharnagl, welches Potenzial in ihm und seinem Team steckt. Beim großen Finale der SAILING Champions League in Porto Cervo (22. bis 24. September 2017) wollen sie nun zeigen, dass sie den Titel „Best Sailing Club“ gewinnen können.

Der Hellerup Sejlklub aus Dänemark konnte am letzten Wettkampftag mit drei ersten Plätzen nochmal Druck auf den Segelclub Mattsee ausüben. Dennoch reichte es nicht aus, um an den Österreichern vorbeizuziehen. Am Ende musste sich das Team mit Platz zwei zufrieden geben. Den dritten Platz sicherte sich das deutsche Team vom Verein Seglerhaus am Wannsee. Die Crew aus Berlin gewann zwei der letzten drei Wettfahrten und sicherte sich so einen Platz auf dem Podium. Bei den kurzen, publikumsnahen Rennen mit jeweils acht Kielbooten der J/70 Einheitsklasse kämpften an diesem Wochenende 24 Teams aus ganz Europa vor der wunderbaren Kulisse in St. Moritz um den Einzug ins SAILING Champions League-Finale in Porto Cervo auf Sardinien. Insgesamt qualifizierten sich dafür die besten 16 Teams aus St. Moritz. Unter den Qualifikanten sind auch zwei deutsche Teams (Verein Seglerhaus am Wannsee und Lindauer Segler-Club) sowie ein Schweizer Team (Société Nautique de Genève). Rangliste St. Moritz >

Segelclub Mattsee © SCL/David Pichler
Das Podest in St. Moritz, © SCL/David Pichler

Sonntag, 3. September 2017

Bildstein/Hussl segeln zu WM-Bronze

Allen Wetterkapriolen haben sie getrotzt! Selbst durch eine Kenterung am Donnerstag ließen sie sich nicht aus dem Tritt bringen! Benjamin Bildstein und David Hussl segeln am letzten Tag der 49er WM vor Porto (POR) zu Bronze. „Es ist gewaltig, eigentlich unfassbar, sagen zu können, dass wir es geschafft haben an die Weltspitze zu kommen. Wir sind das drittbeste Team der Welt“, zeigt sich Steuermann Benjamin Bildstein überglücklich über den Erfolg.

Bildstein-Hussl 06, Foto: © David Pichler-www.dapic.rocks
Dabei fing auch der Finaltag wieder mit Problemen an, wie Benjamin Bildstein berichtet: „Wir hatten ablandigen Wind mit gut 20 Knoten. Wir haben in der Wettfahrt geführt, aber sie musste dann abgebrochen werden, was völlig Ok war.“

Doch die beiden ließen sich davon nicht beirren. Nach einer längeren Wartezeit „war es perfekt zu segeln“, wie Bildstein sagt. Das OeSV-Duo knüpfte einfach dort an, wo sie aufgehört hatten und holten sich den Sieg. Mit Platz zwei und sechs in den beiden anschließenden Wettfahrten machte man bereits einen ordentlichen Sprung nach vorne. In der vierten und letzten Wettfahrt entschieden sich Bildstein/Hussl, nach sehr gutem Start, dann für die falsche Seite und wurden durchgereicht. Noch einmal kämpfte man sich nach vorne, musste aber an der Luvtonne einen Penalty nehmen. Platz 18 fiel als Streichergebnis raus, im Gesamtklassement setzte man sich aber klar auf Rang drei.

„Wir waren extrem fokussiert, haben in den letzten Tagen und heute Stärke bewiesen mit dem langen Warten. Das höchste sind natürlich die Olympischen Spiele. Direkt danach folgt eine Medaille bei einer WM. Das sind die großen Ziele die man hat. Wir sind das drittbeste Team der Welt, das gibt uns Motivation und bestätigt uns, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben“, so ein freudestrahlender Benjamin Bildstein. Doch der Vorarlberger blickt bereits wieder nach vorne: „Unser Ziel ist es, noch besser zu werden. Es gibt einige Punkte in denen wir uns verbessern können.“

Bange Minuten aufgrund von Protest
So richtig freuen konnten sich Bildstein/Hussl bei ihrer Rückkehr an Land noch nicht. Das deutsche Boot Justus Schmidt/Max Böhme legte Protest nach dem letzten Rennen ein. In der dritten Wettfahrt will man aufgrund einer Berührung durch ihre Kollegen Nils Carstensen/Jan Frigge angeblich gekentert sein. Schmidt/Böhme richteten ihr Gefährt rasch wieder auf und beendeten die Wettfahrt auf Rang 18, das als Streichergebnis rausfiel. Hätte man recht bekommen, wäre der Durchschnitt aus den bisherigen drei Rennen des Tages errechnet worden, was Rang sechs zur Folge gehabt hätte. Damit wäre Rang zwölf aus der ersten Wettfahrt als Streichergebnis gewertet worden und das deutsche Boot hätte Benjamin Bildstein und David Hussl im Klassement überholt. Dem Protest wurde allerdings nicht stattgegeben.

49er und 49erFX World Championships
28. August – 2. September 2017, Matosinhos, Portugal

Endergebnis 49er
1. Dylan Fletcher-Scott/Stuart Bithell (GBR), 19 Punkte (1/5/16/1/1/1/4/4/2/8)
2. James Peters/Fynn Sterritt (GBR), 23 Punkte (2/2/5/4/2/3/2/16/3/5)
3. Benjamin Bildstein/David Hussl, 28 Punkte (5/3/4/3/4/11/1/2/6/18)
80. Marco Baumann/Jakob Flachberger, 174 Punkte (20/23/21/20/DNF/DNF/DNS/DNF)

Endergebnis 49erFX
1. Jena Mai Hansen/Katja Salskov-Iversen (DEN), 17 Punkte (1/5/1/6/1/2/11/1/2/1/1/2)
2. Martine Grael/Kahena Kunze (BRA), 27 Punkte (6/1/4/2/4/3/1/3/3/10/3/3)
3. Alexandra Maloney/Molly Meech (NZL), 38 Punkte (3/1/1/2/1/1/2/4/7/11/12/8)
38. Tanja Frank/Lorena Abicht, 138 Punkte (12/4/18/17/20/22/25/DNC/6)
43. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek, 155 Punkte (22/6/15/24/21/22/16/DNC/16)
54. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer, 232 Punkte (27/20/28/27/DNF/DNF/DNF/DNC/27)

Event-Website: http://49er.org/event/2017-world-championship/?event_id=12471

Segelclub Mattsee an der Tabellenspitze

Im Gegensatz zum vorgestrigen Wettkampftag wurden den Zuschauern gestern am zweiten Tag der SAILING Champions League Act 2 in St. Moritz spannende Wettfahrten geboten. Der Wind nahm Mittags mehr und mehr zu, sodass die 24 Teams aus 12 Nationen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt 13 Wettfahrten absolvieren konnten. Hierbei mussten die Segler ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Der Segelclub Mattsee (Österreich) liegt aktuell auf Platz eins.

Der Segelclub Mattsee (Österreich) kam am besten mit den herrschenden Wetter- und Windbedingungen zurecht. Die Crew um Steuermann Stefan Scharnagl belegte in ihren vier Rennen die Plätze 2, 1, 1, 1. Mit dieser herausragenden Leistung führen die Österreicher das Feld verdient an (fünf Punkte).

„Wir sind heute mega happy mit unserer Performance auf dem Wasser. Drehende Winde, die Kälte und der Dauerregen machten es uns heute nicht einfach. Es war ein sehr anspruchsvoller Segeltag“, erklärt Stefan Scharnagl, Steuermann vom Segelclub Mattsee. Außerdem mit an Bord waren Anna Scharnagl, Hannah Ziegler und Lisa-Maria Leimgruber.

Auf Platz zwei liegt mit zehn Punkten derzeit der Hellerup Sejlklub aus Dänemark. Dicht gefolgt vom Royal Danish Yacht Club ebenfalls aus Dänemark. Sie liegen mit elf Punkten aktuell auf Platz drei.

Heute geht es bereits um 8.30 Uhr mit der ersten Wettfahrt des Tages weiter. Alle Ergebnisse finden Sie hier: www.sapsailing.com.

Am Sonntag werden die Rennen live ab 12:00 im Internet gezeigt: www.sailing-championsleague.com. Ergebnisse >
Segelclub Mattsee © SCL/ David Pichler
Bayerischer Yacht-Club © SCL/ David Pichler
Lindauer Segler-Club © SCL/ David Pichler
© SCL/ David Pichler
© SCL/ David Pichler
Royal Danish Yacht Club © SCL/ David Pichler

Samstag, 2. September 2017

Das Wetter zwang die Segler in die Knie

Das Schweizer Wetter war heute leider nicht auf der Seite der Segler und Veranstalter. Alles war für einen sportlichen und erfolgreichen ersten Tag der SAILING Champions League Act 2 in St. Moritz vorbereitet. Doch die 24 Segelteams aus insgesamt 12 Ländern sowie die Organisatoren wurden bei Temperaturen um die zehn Grad, Dauerregen und schwachen, wechselnden Winden immer wieder zu Startverschiebungen gezwungen. Bis zum Abend kam lediglich eine Wettfahrt zu Stande.

Schon das zweite Rennen wurde am Mittag aufgrund der Zeitüberschreitung abgesagt. Was darauf folgte war eine dreistündige Rennunterbrechung. Gegen 16.00 Uhr durften die ersten Boote dann wieder aufs Wasser. Nach mehr als einer Stunde ohne Wind entschloss sich die Wettfahrtleitung die Rennen für den heutigen Tag abzusagen und auf Morgen zu verschieben.

Zuversicht für den morgigen Tag (02. September): Mit Wind zwischen sieben und zehn Knoten erwarten die Veranstalter Segelsport vom Feinsten. Eine extra für diesen Event aufgebaute Tribüne lässt die Zuschauer vor Ort die Rennen hautnah miterleben. Segeln vor der traumhaften Kulisse des St. Moritzer Sees. Das erste Rennen ist für Morgen um 9.30 Uhr geplant.

Die SAILING Champions League
In diesem Jahr segeln bei der SAILING Champions League die besten europäischen Clubs in zwei Events (Act 1 - St. Petersburg (August) und Act 2 - St. Moritz (September) um die heißbegehrten Startplätze für das große Finale in Porto Cervo (September). Dort entscheidet sich dann, wer der beste Segel-Club Europas ist. Die Rennen werden im Fleet-Race-Modus auf Booten der One-Design-Klasse J/70 ausgetragen.

Als Technologie-Partner der SAILING Champions League wird SAP für einen professionellen und spannenden Livestream sorgen. Morgen und Sonntag werden die Rennen live ab 12:00 im Internet gezeigt: www.sailing-championsleague.com. Alle Ergebnisse finden Sie hier: www.sapsailing.com.

© SCL/dapics.rocks
© SCL/dapics.rocks

Freitag, 1. September 2017

Vorschau Full Foiling Nacra 17 WM

Kommenden Dienstag, 5. September, startet im französischen La Grande Motte die Weltmeisterschaft der Foiling Nacra 17. Unter österreichischer Flagge mit dabei ist das OeSV-Team Thomas Zajac und Barbara Matz. Zuletzt war die olympische Doppelrumpfklasse Nacra 17 in der neuen voll foilenden Version wegen Materialproblemen in Verruf geraten, nun hofft man auf eine WM ohne Zwischenfälle.

Zajac/Matz04, Foto: © Pedro Martinez Sailing Energy
Keine Verschnaufpause gibt es aktuell für OeSV-Segler Thomas Zajac. Vergangenes Wochenende noch bei der Extreme Sailing Series in Cardiff, England, im Einsatz, wo sich Zajac den Sieg in der Flying Phantom Series sichern konnte, steht ab kommenden Dienstag die Weltmeisterschaft der Foiling Nacra 17 am Terminkalender des Olympia-Bronzemedaillengewinners. In La Grande Motte, Frankreich, steigt Thomas Zajac wieder gemeinsam mit seiner Vorschoterin Barbara Matz ins Boot.

Im Vorfeld zur Weltmeisterschaft gab es zahlreiche kritische Stimmen zu den neuen Booten. Mehrmals machten die foilenden Nacras durch Materialschwierigkeiten von sich Reden, zuletzt beim Event in Aarhus Mitte August. Dort musste die Regatta nach 10 Wettfahrten abgebrochen werden, auch Thomas Zajac und Barbara Matz waren davon betroffen.

Nun wurden vor wenigen Tagen neue Schwerter, Ruder und Bearings an die Teams ausgeliefert, doch Zufriedenheit sieht anders aus, wie Thomas Zajac zu Protokoll gibt: „Leider läuft es mit dem neuem Material noch alles andere als rund. Wir stehen damit nicht alleine da, alle Teams kämpfen damit. Es gilt nun zu improvisieren und wo möglich, das Material selbst zu modifizieren. Das führt aber die Ursprungsidee, dass alle mit den gleichen Booten segeln, ad absurdum.“

Dementsprechend sehen Zajac/ Matz die bevorstehende WM auch primär als letzten Test vor der wichtigen Wintertrainingsphase: „Natürlich werden wir bei dieser WM auch Grenzen ausloten. Wir müssen ans Limit gehen, um die Risiken mit dem neuen Boot einschätzen zu lernen. Auf den foilenden Nacras wiegt jeder Fehler doppelt. Aber es geht bei dieser WM noch um keine Olympiatickets.“

Auch OeSV-Sportdirektor Georg Fundak sieht die bevorstehende WM durchaus kritisch: „Die neuen Boote wurden zu spät ausgeliefert und die Teams, Thomas und Barbara eingeschlossen, hatten einfach zu wenig Zeit, um sich vorzubereiten. Dazu kommen die ganzen Materialprobleme, für die der Hersteller verantwortlich ist. Das drückt natürlich die Qualität und Wertigkeit dieser Weltmeisterschaft, die Ergebnisse werden nicht wirklich aussagekräftig sein.“ Mag. Anna Sollereder.

Full Foiling Nacra 17 World Championship 2017
5. - 10. September 2017, La Grande Motte, Frankreich

Zeitplan:
Dienstag, 5. September – Qualifying Series
Mittwoch, 6. September – Qualifying Series
Donnerstag, 7. September – Qualifying Series
Freitag, 8. September – Fleet Race/ Final Series
Samstag, 9. September – Fleet Race/ Final Series
Sonntag, 10. September – Final Series/ Medal Race

Sämtliche Ergebnisse und Informationen finden Sie unter:
http://nacra17.org/events/2017-world-championship/?event_id=221

La Grande Motte, Foto: © Wikipedia

Bildstein/Hussl segeln souverän in Gold Flotte

20 Knoten Wind und drei Meter hohe Wellen verlangten den Teams bei der 49er/49erFX WM vor Porto (POR) alles ab. Selbst Benjamin Bildstein und David Hussl blieben nicht verschont, schmierten in der letzten Wettfahrt des Tages, in guter Position liegend, auf der letzten Vorwind von der Welle ab und kenterten. Das Ergebnis fällt jedoch als Streichergebnis aus den Punkten. Mit den Plätzen drei und vier am heutigen Tag segelte man auf Zwischenrang zehn und damit souverän in die Gold Flotte. Weniger Glück hatten Tanja Frank und Lorena Abicht im 49erFX, die in der letzten Wettfahrt, fünf Meter vor dem Ziel unter den Top Ten liegend, ebenfalls kenterten und so ins Ziel trieben. Dabei wurden sie noch von einigen Booten überholt und verpassten insgesamt die Teilnahme an der Gold Flotte.

„Über den gesamten Tag hat der Wind enorm zugenommen und auch die Wellen waren enorm hoch. Wir waren in der letzten Wettfahrt des Tages ganz vorne dran. Die drei Meter hohen Wellen und Wind über 20 Knoten, das war eine gefährliche Mischung. Die Kenterung war kein Fehler, wir sind an der Welle abgeschmiert, das Boot ist richtiggehend untergegangen“, erzählt Benjamin Bildstein.

Am Ende kam man auf Platz elf durchs Ziel. „Ohne der Kenterung wären wir heute in allen drei Wettfahrten unter den Top fünf gelandet“, so Bildstein weiter. Da es ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei dieser WM war, fiel Platz elf auch aus der Wertung. Insgesamt zeigt sich das Duo sehr zufrieden, wie Benjamin Bildstein nach zwei Tagen reüssiert: „Wir sind solide unterwegs und gut auf Kurs. In der ersten Wettfahrt hat der Speed noch nicht ganz gepasst, das konnten wir aber gut ausgleichen. Wenn die Top 20 so eng beisammen sind, zählt jeder Punkt beinahe doppelt.“ Auf die in Führung liegenden Briten fehlen Bildstein/Hussl lediglich zehn Punkte, auf Rang drei lediglich sechs.

Frank/Abicht verpassen Gold Flotte
„Bei diesem Wind haben wir uns gefühlt wie beim Volvo Ocean Race“, so Lorena Abicht nach den Wettfahrten am heutigen Donnerstag. Mit den Plätzen 18, 17, 20 und 22 (Streichergebnis) verpasste man die Gold Flotte, das eigentlich gesteckte Ziel: „Darüber sind wir schon traurig. Die erste Wettfahrt war noch OK, auch in der zweiten Wettfahrt waren wir noch im Mittelfeld gut dabei, dann ist der Faden ein wenig gerissen.“

In der letzten Wettfahrt kam dann auch noch Pech hinzu. Unter den Top Ten liegend kenterte das Boot der Österreicherinnen fünf Meter vor dem Ziel. Während man noch über die Linie trieb wurden Frank/Abicht aber von mehr als zehn Booten überholt. „Durch die zwei verlorenen Tage zu Beginn der Woche haben wir nun keine Chance mehr das wieder gut zu machen. Insgesamt haben bei uns heute auch die Starts nicht optimal geklappt. Für die Silber Flotte haben wir uns nun zum Ziel gesetzt, nach Plan zu fahren und uns auf die Starts zu konzentrieren. Wir wollen so viel wie möglich aus den Rennen mitnehmen und haben auch heute schon gesehen, dass wir sehr gute Momente haben“, erklärt Lorena Abicht.

Für Freitag ist erneut Wind um die 20 Knoten vorhergesagt. In beiden Klassen wird dann in der Gold und Silber Flotte gesegelt. Samstagvormittag stehen weitere Wettfahrten in der Gold Flotte am Programm, ehe es ins Medal Race geht.

28. August – 2. September 2017, Matosinhos, Portugal

Zwischenergebnisse 49er
1. Dylan Fletcher-Scott/Stuart Bithell (GBR), 9 Punkte (1/5/16/1/1/1)
10. Benjamin Bildstein/David Hussl, 19 Punkte (5/3/4/3/4/11)
76. Marco Baumann/Jakob Flachberger, 112 Punkte (20/23/21/20/DNF/DNF)

Zwischenergebnisse 49erFX
1. Alexandra Maloney/Molly Meech (NZL), 6 Punkte (3/1/1/2/1/1)
33. Tanja Frank/Lorena Abicht, 71 Punkte (12/4/18/17/20/22)
43. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek, 86 Punkte (22/6/15/24/21/22)
55. Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer, 131 Punkte (27/20/28/27/DNF/DNF)

Event-Website: http://49er.org/event/2017-world-championship/?event_id=12471
 
Bildstein-Hussl, Foto: © Ricardo Pinto - weitere Bilder >

Finale 2017 – Wer holt sich die Krone?

St. Gilgen/ Wolfgangsee - In genau einer Woche kommt es zum großen Showdown der Österreichischen Segel - Bundesliga Saison 2017. Erstmals sind die besten 18 heimischen Segelclubs am Wolfgangsee zu Gast, von Freitag bis inklusive Sonntag geht der Kampf um den Österreichischen Meistertitel ins heiße und alles entscheidende Finale.

Aus der Poleposition an der Tabellenspitze startet der Burgenländische Yacht Club, mit drei Punkten Vorsprung auf den SCTWV Achensee, Vizemeister aus 2016. Zu rechnen ist auch mit dem Gastgeber Union Yacht Club Wolfgangsee, als Aufsteiger der Saison mischt das Team um Steuermann Michael Luschan ganz vorne mit.

Ost – West – Duell
Über drei Regattawochenenden hinweg kämpften die 18 besten Segelclubs Österreichs mit harten Bandagen und vollem Einsatz um jeden Punkt. Nun kommt es in wenigen Tagen zum großen Showdown beim Finale am Wolfgangsee, wo die Österreichische Segel-Bundesliga erstmals zu Gast ist.

Die Vorzeichen weisen klar auf einen Zweikampf zwischen dem Tabellenersten, dem Burgenländischen Yacht Club und den SCTWV Achensee hin.

Mussten sich die Burgenländer in der letzten Saison noch mit Platz Drei zufriedengeben, konnte man heuer mit einer konstant guten Leistung über alle Regatten hinweg die Titelambitionen unterstreichen. Trotzdem gibt man sich vor dem Finale zurückhaltend.

„Aus unserer Sicht ist alles offen, es kann noch alles passieren. Wir haben kein Polster zum Ausruhen. Wir werden das Finale angehen, wie alle Regatten – es gilt wie immer, Fehler zu minimieren und Konstanz zu beweisen. Wenn wir einen Top 3 Platz ersegeln, dann ist es egal, was die anderen Teams machen“, so Clemens Kruse, der gemeinsam mit Skipper Rene Mangold, Valentin Unger und Stefan Glanz – Michaelis in der Stammbesetzung an den Start geht.

Direkter Herausforderer ist der SCTWV Achensee, der bis dato noch in jeder Bundesliga-Saison auf einem Podestplatz zu finden war, sich aber nun endlich ganz oben einreihen will.

„Nach vorne und nach hinten in der Tabelle ist alles drin. Aber klares Ziel ist es natürlich, den Meistertitel nach Hause zu bringen. Wir kommen nicht um Zweiter oder Dritter zu werden. In jedem Fall wollen wir unseren Startplatz für die Champions League im kommenden Jahr nicht verlieren. Ich denke, dass das Revier nicht ausschlaggebend sein wird, denn auf den kurzen Kursen kann man den Heimvorteil nicht ausspielen. Entscheidend ist, wer Nerven zeigen wird und seine Leistung bringen kann“, so Simon Meister, Steuermann vom SCTWV Achensee.

Das Team vom SCTWV Achensee ist dieses Wochenende mit Steuermann Michael Meister bei der Qualifikation für die Sailing Champions League in St. Moritz in der Schweiz im Einsatz.

Top 3 halten
Aktuell auf Platz 3 liegt der Union Yacht Club Wolfgangsee. Mit nur 5 Punkten Abstand zum Tabellenersten ist für die Crew mit Steuermann Michael Luschan zwar noch vieles drin, den Meistertitel sieht man aber laut eigenen Worten schon fast außer Reichweite, so Luschan: „Leider ist es zuletzt am Achensee für uns nicht nach Wunsch gelaufen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir die Top 3 halten können. Minimales Ziel wäre der vierte Platz. Der Saisongesamtsieg ist bei der momentanen Dichte im Feld leider nicht zu erwarten, dafür müssten wir jetzt totale Überlegenheit demonstrieren. Ich sehe auch keinen Heimvorteil für uns. Denn auch wenn sich der Wolfgangsee manchmal durch drehende Winde auszeichnet, so gibt es unter den Österreichischen Seglern fast niemanden, der diese nicht kennt. Es wird in jedem Fall sehr spannenden und wie sich gezeigt hat, sind auf den kurzen Wettfahrten zumeist der Start und die Manöver entscheidend.“

Mit dem nominierten Team setzen die Salzburger beim Finale auf die bewährte Kombination, bestes Saisonergebnis erzielte man mit einem ersten Platz bei der Regatta am Wörthersee.

In Lauerstellung
Mit dem Union Yacht Club Mondsee (aktuell auf Platz 5) und dem Union Yacht Club Wörthersee (aktuell auf Platz 6) haben sich zwei weitere Mannschaften in Angriffsposition gebracht. Beide Vereine konnten vor allem beim vor letzten Bundesligastopp am Achensee klar reüssieren und peilen nun einen Top 4 – Platz im Endklassement an. Denn damit wäre das Tor zur Qualifikation für die Sailing Champions League Saison 2018 offen.

Im Abstiegskampf
Alles oder nichts heißt es hingegen am Wolfgangsee für den Yachtclub Velden, den Nautic Club Austria und Liga-Rookie Segelclub Kammer. Nach einer wenig zufriedenstellenden Saison schwebt über diesen Clubs das Damoklesschwert des Abstiegs. Auch der Union Yacht Club Attersee muss noch um einen fixen Startplatz für die Saison 2018 fürchten.

Die Teams haben am Freitag, 4.August, noch Trainingsmöglichkeiten im Regattarevier, bevor am frühen Nachmittag die erste Startmöglichkeit ist. Bis inklusive Sonntagnachmittag stehen je nach Windverhältnissen bis zu 45 Wettfahrten am Programm, mindestens 9 davon müssen gesegelt werden, um eine gültige Wertung zu erhalten. Der Eintritt für Zuschauer zur Segelbundesliga ist frei. Die Wettfahrten können von Land aus mit verfolgt werden.

An Land können die Regatten von den Fans und den Teams live oder im Replay über das Internet verfolgt werden. Mag. Anna Sollereder, Österreichische Segelbundesliga.

Aktueller Tabellenstand Österreichische Segel-Bundesliga 2017 >