Mittwoch, 24. August 2016

Schweizer Tradition als Garant für Spaß auf dem Wasser

Symbiose: Schweizer Tradition und Innovation auf der Interboot.

Friedrichshafen - Für das nautische Gewerbe in der Schweiz ist die Interboot die Hausmesse. „Direkt vor dem Schweizer Ufer im Dreiländereck des Bodensees, schafft es keine andere Messe in Europa, die Schweizer Bootsbauer, Importeure und Serviceleistungen rund um den Bootssport so umfangreich in Szene zu setzen“, betont David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer- Verbandes. Das wird auch vom 17. bis 25. September wieder so sein, wenn von den 500 Ausstellern rund 60 aus der Schweiz kommen. Traditionell bilden die Schweizer in Halle A4 einen Schwerpunkt auf der Interboot und sind die besucherstärkste ausländische Nation.

Als Schweizer „Urgestein“ wird auch die Brunnert-Grimm AG in diesem Jahr wieder dabei sein. „Wir sind der Interboot bereits seit 1951 treu – und das aus gutem Grund!“ stellt Geschäftsführer Peter Grimm klar. „Keine andere Messe bietet uns einen derart idealen zeitlichen Rahmen. Interessierte Bootskäufer haben noch das ‚Summer- Feeling‘ der ausklingenden Saison im Gedächtnis und können sich sicher sein, dass ihr neu bestelltes Boot aus unserem Hause rechtzeitig für die nächste Saison am Steg liegt.“ Das mag sich lapidar anhören, erläutert der Werftchef, sei aber ein wichtiger verkaufsstrategischer Aspekt, zumal es sich beim Interboot-Publikum eben nicht ausschließlich um die berüchtigten Seh-Leute handle, sondern um solche, die bald mit eigenem Boot über die Seen fahren wollen. „Die Interboot ist für uns eindeutig das wichtigste Ereignis des Jahres“, unterstreicht Grimm. Die Brunnert Grimm AG wird als Importeur der US-amerikanischen Cobalt-Motorboote und der finnischen Marke Grandezza acht Boote auf der Interboot ausstellen. Darunter bietet der „Grandezza- Händler des Jahres 2016“ exklusiv zwei Weltpremieren: Die Grandezza 25 und 28. Über Einzelheiten wollte sich Peter Grimm im Vorfeld noch nicht auslassen.

Dass Schweizer Bootsbauer trotz einer gewissen traditionellen Verbundenheit immer wieder für Überraschungen gut sind, beweist die Edel-Motorbootmarke Boesch. „Bei unseren klassischen Produkten kann es nicht jedes Jahr eine Neuheit geben“, erklärt Managing Director Markus Boesch, „wir haben unsere Bootstypen normalerweise 15 bis 20 Jahre in Produktion.“ Doch dieses Jahr könne man mit einem exquisiten Kleinod im durchaus doppelten Wortsinne aufwarten. „Wir haben zur Feier der zweiten Auflage der von IWC Schaffhausen gefertigten ‚Boesch-Uhr‘ ein Boot im Look der Uhr gebaut. Dieses Schmuckstück wird auf der Interboot zu sehen sein und exklusiv mit der Uhr angeboten.“

Einen Trend zu größeren Motorbooten in der Schweiz hat in den letzten Jahren die Herzog Marinecenter AG ausgemacht. „30 bis 50 Fuß-Motorboote sind ein Segment, in dem wir richtig stark sind“, sagt Geschäftsführer Leander Herzog und macht deutlich, dass er auch in Zukunft genau diesen Markt im Fokus behalten möchte. Als exklusiver Schweizer Importeur der Marken Galeon, Sealine und Crownline will Herzog hohe Aufmerksamkeitswerte unter den Motorboot-Liebhabern erzielen. Publikumsmagnet dürfte der Premieren-Auftritt der Galeon 35 HTS werden.

Dass für die Schweizer Segelgemeinde die Zukunft längst begonnen hat, beweist Michi Aeppli mit seiner futuristisch anmutenden Quant 23, die als neuestes Serienboot aus dem Hause Quant-Boats vorgestellt wird. Die „fliegende Flunder“ gilt als das derzeit ausgereifteste Foil-Boot mit Ballastkiel. Es lässt sich in allen „Flugphasen“ – wenn also das Boot auf den seitlich ausfahrbaren DSS-Foils und dem Flügelschwert abhebt – stabil und sicher steuern. Die Quant 23 ist nicht nur ein Eyecatcher für alle, die exotischen Bootsbau lieben und zu schätzen wissen, sondern auch ein technischer Leckerbissen: Die Kombination aus seitlich aktivem DSS (Dynamic Stability System) und Auftrieb gebendem Foilerschwert ist weltweit einmalig. Und gilt in der „wilden“ Foiler-Szene als System mit den besten Chancen für die Zukunft.

Vor allem der Interboot-Donnerstag wird mit speziellen Aktionen, Events und Testmöglichkeiten ganz im Zeichen der Schweiz stehen – alle eidgenössischen Besucherinnen erhalten freien Eintritt. David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, sieht die Vorteile der Interboot für „seine“ Branche gerade in solchen, jährlich wiederkehrenden Erlebnis-Aktionen. „Das Besucherinteresse wird konsequent gefördert“, ist sich Clavadetscher sicher, „was wiederum die Interboot so einzigartig unter allen Messen macht und die Schweizer Aussteller Jahr für Jahr in stabiler Anzahl nach Friedrichshafen ziehen lässt.“

Die Interboot ist von Samstag, 17. bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West n der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Am ersten Wochenende findet parallel die Tauchmesse Interdive statt, die ausschließlich über den Eingang Ost zu erreichen ist. Zwischen Eingang Ost und West ist ein Shuttle-Bus-Verkehr eingerichtet, Shuttles verkehren auch zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.