Montag, 22. Mai 2017

Matchrace-Weltmeister Phil Robertson in Langenargen!

Im Zeichen des America’s Cup: Match Race Germany feiert das Duellsegeln – und der Weltmeister kommt!

Während vor Bermuda der 35. America’s Cup beginnt, kämpft die internationale Matchrace-Elite im Match Race Germany um den Großen Preis von Deutschland. Zwölf Crews aus zehn Ländern nehmen Kurs auf die 20. Jubiläumsauflage über Pfingsten auf dem Bodensee. In Langenargen wird der Duellsegelsport zelebriert und an Land ein Pfingstfest unter Segeln gefeiert. Nach den Zusagen von vier Top-Ten-Skippern und der Meldung von Markus Wieser, der das Match Race Germany vor sechzehn Jahren gewinnen und dabei Jochen Schümann im packenden Finale knapp schlagen konnte, gibt es weitere gute Neuigkeiten: Der amtierende Matchrace-Weltmeister und Publikumsliebling Phil Robertson, der die bekannteste deutsche Matchrace-Regatta 2012 gewinnen konnte, ist auch im Jubiläumsjahr dabei. Der Neuseeländer startet als Taktiker für das finnische Team um Steuermann Olli-Pekka Lumijärvi, den die Konkurrenz damit doppelt „auf dem Schirm“ haben dürfte.
20. Match Race Germany 1. - 5. Juni 2017, Foto: © mrg
„Matchracing ist einzigartig im Segelsport“
Eines eint alle zwölf Teams im Match Race Germany sowie die Veranstalter, Fans und Partner: Sie lieben das Duellsegeln, diese ganz besondere Mischung aus Schach und Boxen auf dem Wasser. „Das Matchracing basiert auf Teamwork, taktischen Entscheidungen und schnellem Denken gepaart mit einem rasanten zuschauerfreundlichen Duell“, sagt der junge schwedische Steuermann Kling, „Matchracing ist einzigartig im Segelsport!“

Schirmherr Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, sagte: „Das Match Race Germany gehört mittlerweile zu den traditionellen Ereignissen im Baden-württembergischen Sportkalender und verspricht auch in diesem Jahr wieder erstklassigen Segelsport. Als Ministerpräsident freue ich mich, dass unsere schöne Bodensee-Region jedes Jahr aufs Neue das Interesse der Weltöffentlichkeit findet und Segelsportler wie auch Fans und Interessierte gleichermaßen einlädt. Die Regatta steht damit auch für die wachsende Bedeutung des Segelreviers Bodensee.“

Warum es die besten Matchrace-Steuerleute und die Stars von morgen jedes Jahr über Pfingsten an den Bodensee zieht, bringt der Finne Olli-Pekka Lumijärvi auf den Punkt: „Das Match Race Germany ist eines DER Events in der Matchrace-Welt. Ich verfolge es seit vielen Jahren im Internet. Es ist ein Privileg, jetzt erstmals bei so einem großartigen Event dabei sein zu dürfen.“ Dafür hat er sich mit seiner Stamm-Crew und Weltmeister Phil Robertson ein starkes Team an Bord geholt. Auch der Este Matti Sepp fiebert seiner Premiere entgegen: „Vor 13 Jahren habe ich zuletzt mit einer X-99 auf dem Bodensee gesegelt. Wir hatten damals viel Spaß und ich freue mich aufs Comeback. Und das bei einer der bekanntesten Matchrace-Regatten der Welt!“

Mindestens die Hälfte der Skipper im Match Race Germany 2017 hat einen Podiumsplatz im Visier. Bei nur drei Plätzen wird es also hoch hergehen. Darauf freut sich auch ZDF-Reporter und Matchrace-Moderator Nils Kaben: „Die Zuschauer werden die spannenden Duelle lieben! Vor uns liegen fünf tolle Segelsporttage und ein großes Fest im Langenargener Gondelhafen.“ Das sieht Sportdirektor Eberhard Magg genau so: „Unser Teilnehmerfeld ist im Jubiläumsjahr sehr attraktiv und ganz typisch Match Race Germany: Die richtige Mischung aus Stars, aufgehende Sterne und ehrgeizigen Newcomern. Sie alle können es kaum erwarten, bis die ersten Startschüsse fallen. Ich bin ganz sicher, dass wir vor der Bilderbuch-Kulisse von Schloss Montfort und den Alpen auch in diesem Jahr spektakuläre Duelle und ein paar faustdicke Überraschungen erleben werden.“

Die kleine Regattastadt am Langenargener Bodensee-Ufer und im Gondelhafen ist für die große Jubiläumsparty bestens gerüstet. Dazu haben intensiv die Partner von Deutschlands bekanntester Matchrace-Regatta beigetragen. So wie Sponsoring-Partner und Ausrüster Würth. Geschäftsniederlassungsleiter Thomas Garz sagt: „Das Match Race Germany ist für uns ein einzigartiges Erlebnis für Groß und Klein vor traumhafter Kulisse. Das ganze Würth-Team freut sich, auch in Zukunft technischer Ausrüster zu sein und wünscht allen Crew und Besuchern ein sonniges Fest und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!“

„Unsere Partner kommen. Und bleiben.“
Mit dabei ist zum zweiten Mal in Folge die Biketec AG. Der Premium-Elektrobike-Hersteller aus der Schweiz setzt mit der bekannten Traditionsmarke Flyer als Matchrace-Partner ganz bewusst auf das Erlebbar- und Erfahrbar-Machen der hauseigenen Qualitätsprodukte. Pascal Arnold, Projektleiter Sponsoring und Events, sagt: „Zur 20. Jubiläumsauflage des Match Race Germany werden wir daher, nebst der Vorstellung der Produktneuheiten, wiederum mit zahlreichen Testfahrrädern vor Ort sein, welche von den Besuchern ausprobiert und auf Herz und Nieren getestet werden können.“ Die Biketec AG ist ein gutes Beispiel für das, was Matchrace-Eventchef Harald Thierer seit zwei Jahrzehnten erlebt: „Unsere Partner kommen. Und bleiben. So ist seit der Premiere 1997 eine Sponsorenfamilie wie eine erfolgreiche Segel-Crew zusammengewachsen, mit der die Zusammenarbeit nicht nur Spaß macht, sondern die Veranstaltung auch ein ums andere Jahr weiter nach vorne bringt.“

Zu den langjährigen Partnern zählt auch die weit über das Bodensee-Revier hinaus bekannte Brauerei Meckatzer Löwenbräu. Edmund Nussbäumer sagt: „Die Meckatzer Löwenbräu ist eine Brauerei, die nicht nur aus der Region schöpft, sondern ihr auch etwas zurückgeben möchte. Daher engagieren wir uns seit jeher in unserer Heimatregion. Das Match Race Germany ist ein regionales Event mit enormer überregionaler Ausstrahlung. Für uns das führende Segelevent am Bodensee. 20 Jahre – darauf könnt’ Ihr wirklich stolz sein!“ Mehr als zwei Dutzend internationale, nationale und regionale Unternehmen sind Teil der Geschichte des Match Race Germany, das in diesem Jahr sein 20. Kapitel schreiben wird und sich auf zigtausende Zuschauer freut, die das umfangreiche Festprogramm mit viel Infotainment auf dem Wasser und an Land, Band-Auftritten und langen Partynächten bei durchweg freiem Eintritt genießen.

Segel-Bundesliga: Event 2 auf dem Bodensee

WYC-Team soll locker segeln.

Der zweite „Spieltag“ der 1. Segel-Bundesliga 2017 vom 25. bis 27. Mai (Donnerstag bis Samstag) steht buchstäblich „vor der Tür“: Erste wie zweite Liga segeln diesmal vor Lindau auf dem Bodensee. Für den Württembergischen Yacht-Club werden Yannick Hafner, Dennis und Kevin Mehlig sowie Max Bäurle segeln. Dazu organisiert der WYC die Rennen auf der Bahn der 2. Liga, Wettfahrtleiter dafür ist Conrad Rebholz.
Das Team Yannick Hafner, Max Bäurle, Dennis und Kevin Mehlig (vlnr) wird für den Württembergischen Yacht-Club beim zweiten Event der Segel-Bundesliga 2017 ab Donnerstag vor Lindau segeln. Foto: © Mehlig/WYC
„Yannick Hafner und sein Team haben in den vergangenen Wochen seit dem Training am Gardasee eine gute Performance gezeigt. Sie haben es sich verdient, diesmal für den WYC starten zu dürfen“, sagt Klaus Diesch, Team-Manager des WYC. „Die Jungs sind voll motiviert und freuen sich, für den WYC in Lindau vor heimischer Kulisse anzutreten“. Bei der „Battle“ vor zwei Wochen in Friedrichshafen kam das Hafner-Team auf den zweiten Platz. „Wenn sie sich selber nicht zu sehr unter Druck setzen und einfach in der Form segeln, in der sie zur Zeit sind, dann ist eine Platzierung ganz vorne drin“, macht Diesch dem jungen Team Mut, locker zu segeln. „Das sind immer ganz enge Rennen. Wenn Du gut drauf bist, kommst Du vorne durch“, weiß Yannick Hafner, der voriges Jahr bei leichtem Wind auf dem Wannsee für den WYC auf Platz vier steuerte.

Der WYC führt in Lindau die Wettfahrten in der 2. Liga durch, wie schon in den vergangenen beiden Jahren in Überlingen und Konstanz. Im Tross von Wettfahrtleiter Conrad Rebholz werden etwa 25 Helfer (mit Startschiff, zwei Tonnenlegern und acht Schlauchbooten) nach Lindau fahren, um die Regattabahn und die Mannschaftswechsel auf den Liga-Booten zu managen.

Auf dem heimatlichen Revier werden – zumal wohl durchgehend sommerlich sonniges Wetter herrschen soll – viele WYC-Mitglieder auf eigenem Kiel bei der Regatta zuschauen.

Per Tracking und am Samstag auch per Live-Video wird man die Bundesliga-Wettfahrten in Lindau unter www.segelbundesliga.deverfolgen können. Bericht, Max Rieger, WYC.

Rolf Winterhalter und Willi Egger gewinnen

Vier Wettfahrten wurden bei der „Pokalregatta“ des Württembergischen Yacht-Clubs am Wochenende (20. und 21. Mai 2017) im Rahmen der 34. Friedrichshafener Segelwochen in beiden Klassen – 30 qm-Schärenkreuzer und Int. 806er – gesegelt. Während bei den 806ern Willi Egger (WYC) seinen Vorjahressieg eindrucksvoll verteidigen konnte, gab es bei den Schärenkreuzern eine knappe Entscheidung. Letztlich gewann der Reichenauer Bootsbauer Rolf Winterhalter (Yachtclub Ludwigshafen/Bodensee) den Herzog-Carl-Pokal.

20 Yachten – elf Schärenkreuzer und neun 806er – waren am Start. Wettfahrtleiter Markus Finckh konnte bei sehr leichten Südwestwinden am Samstagnachmittag zwei eher kurze Läufe segeln lassen. Bedrohlich wirkende schwarze Wolken umgaben da die Häfler Bucht. „Aber wir waren die Sonneninsel im Bodensee“, schilderte WYC-Regattaobmann Günther Widmer. Die Vorjahressieger beider Klassen lagen im Zwischenstand in Führung.

Am Sonntagmorgen frischte dann unter heiter bis wolkigem Himmel der Nordostwind etwas auf, so dass zwei weitere Läufe wie geplant gesegelt wurden. „Wunderschön, wie vorhergesagt, herrliches Segelwetter“, schwärmte Widmer. Erst drei bis vier, später sogar bis fünf Windstärken entschädigten für die Leichtwindrennen vom Samstag. Die Teilnehmer segelten fair, so dass die Jury unter Obmann Ulf Hampel arbeitslos blieb.

Mit dem vierten Lauf wurde ein Streicher möglich – und so manches Team konnte ein schlechtes Ergebnis eliminieren. Auch Rolf Winterhalter (mit Klaus Eiermann, Christian und Jürgen Leonards) konnte einen achten Platz aus dem ersten Rennen streichen – und kam so mit den übrigen Plätzen 2-1-2 auf nur fünf Punkte. Je zwei Zähler mehr hatten Vorjahressieger Michael Hund (YC Immenstaad, mit Silvia Schenk, Valentin Zeller und Barbara Schorr) und Andreas Thorn (BYCÜ/WYC, mit Volker Bernicken, Andreas Fundinger und Jana Hopfenzitz). Beide Teams hatten mit den Plätzen 1, 3, 3 und 4 auch noch die gleichen Ergebnisse gesegelt. In diesem Fall wird nach dem letzten Rennen entschieden: Da war Thorn Dritter, Hund Vierter. Rang zwei ging also an die Crew von Andreas Thorn. Auf Rang vier kam das Team von Dieter Leimenstoll (WYC, mit Klaus Bogner, Hans Eckhard Suessmann und Jürgen Flemming) mit 12 Punkten.

Überreicht wurde der 1987 gestiftete „Herzog-Carl-Pokal“ vom Enkel des Stifters, S.K.H. Wilhelm Herzog von Württemberg. Auch S.K.H. Herzog Friedrich besuchte die Regatta. Dreimal in Folge müsste man den Wanderpreis gewinnen, um ihn behalten zu dürfen. Doch bisher kam kein Skipper über mehr als zwei Siege in Serie hinaus.

Bei den 806ern waren Willi und Patrick Egger – Vater und Sohn segelten nur zu zweit – gar nicht angewiesen auf einen Streicher. Drei erste und ein zweiter Platz hätten auch so locker zum Sieg gereicht. Auf Rang zwei kamen Günter Samland und Markus Laubheimer vom YC Langenargen mit den Plätzen 4-1-2-2 (fünf Punkte) vor dem Schweizer Jürg Stäheli (mit Daniel Köppel und Helga Stubbe) vom YC Arbon mit neun Punkten. Die Vorjahresdritte, Sylva Barholz (YCL), segelte diesmal auf Rang vier. Bericht: Max Rieger, WYC.
Ergebnisse: 30er > / International 806 >
Die Schärenkreuzer bei der „Pokalregatta 2017“ des Württembergischen Yacht-Clubs. Sieger nach vier Wettfahrten war Rolf Winterhalter auf GER 139 (links). Bei den 806ern gewann Willi Eger. Foto: © Ben Decker/WYC
Unter dunklen Wolken wurde am Samstag bei der „Pokalregatta 2017“ des Württembergischen Yacht-Clubs gesegelt. Sieger nach vier Wettfahrten war Rolf Winterhalter. Bei den 806ern gewann Willi Eger, Foto: © Ben Decker/WYC
In der Klasse der 806er haben Willi und Patrick Egger (unser Foto) die Pokalregatta des Württembergischen Yacht-Clubs gewonnen. Bei den Schärenkreuzern gewann Rolf Winterhalter, Foto: © Ben Decker/WYC
WYC-Präsident Oswald Freivogel gratulierte bei der Pokalregatta des Württembergischen Yacht-Clubs dem Sieger bei den 806ern, Willi Egger (rechts), Foto: © Ben Decker/WYC
Den Herzog-Carl-Pokal für die Schärenkreuzer bei der Pokalregatta des Württembergischen Yacht-Clubs gewann das Team von Rolf Winterhalter. Überreicht wurde der Pokal vom Enkel des Stifters, S.K.H. Wilhelm Herzog von Württemberg (links), Foto: © Ben Decker/WYC
Den Herzog-Carl-Pokal für die Schärenkreuzer bei der Pokalregatta des Württembergischen Yacht-Clubs gewann Rolf Winterhalter. Überreicht wurde der Pokal vom Enkel des Stifters, S.K.H. Wilhelm Herzog von Württemberg (links)
Foto: © Ben Decker/WYC

Club Nautique de Versoix gewinnt die zweite Spielrunde

Romanshorn: Mit sechs Laufsiegen in zehn Rennen dominierte der Club Nautique de Versoix die zweite Spielrunde der Swiss Sailing Challenge League vor Romanshorn klar und siegte mit 8 Punkten Vorsprung. Die weiteren Podestplätze waren dagegen hart umkämpft. Erst in der direkten Begegnung im letzten Rennen fiel die Entscheidung. Mit einem Laufsieg erkämpfte sich der Yachtclub Kreuzlingen den zweiten Platz vor dem SC Männedorf.

Die Regatten der zweiten Schweizer Segel-Nationalliga starteten am Samstag bei leichten Winden. Mit drei Laufsiegen in Folge setzte sich Team Versoix mit Victor Casas am Steuer gleich an die Spitze der Rangliste. Die übrigen Teams hatten Mühe bei diesen Bedingungen eine konstante Leistung abzuliefern. Männedorf, Murten und Thalwil konnten zwar jeweils einen Lauf gewinnen, mussten aber auch Plätze in der zweiten Ranglistenhälfte in die Wertung nehmen.

Mangels Wind wurden die Rennen am Mittag unterbrochen. Gegen Abend entwickelte sich im Soge einer Gewitterfront dann endlich wieder ein segelbarer Wind, der weitere fünf Rennen erlaubte. In der herrlichen Abendbrise fanden Kreuzlingen und Tribschenhorn/Luzern mit Top Platzierungen gut ins Rennen. Nach dem ersten Regattatag lag damit Versoix vor Tribschenhorn und Kreuzlingen in Führung.

Am Sonntag zeigte sich dann ein völlig verändertes Bild. Während der Wind vor Romanshorn noch drehte, legte die Wettfahrtleitung mitten auf dem Bodensee bei 220 Metern Wassertiefe eine Bahn in den frischen Ostwind von 3-4 Windstärken (Bf). Der Lohn waren 10 herrliche Rennen mit rasanten Wellenritten unter dem bunten Gennackersegel. Der Bodensee bot den Segelteams aus der ganzen Schweiz einen perfekten Segeltag. Team Versoix zeigte, dass sie ihre schnelle Segelyacht auch bei kräftigem Wind beherrschen und dabei den Überblick über Winddreher und Windböen nicht verlieren.

Während Versoix unangefochten und überlegen zum Sieg fuhr, entwickelte sich dahinter ein spannender Dreikampf um die Plätze. Im zwanzigsten und letzten Rennen der Spielrunde traten der YC Kreuzlingen, der SC Männedorf und der SC Enge (Zürich) direkt gegeneinander an. Der Sieger dieses Laufes würde den zweiten Platz der Spielrunde hinter Versoix belegen, der Zweitplatzierte des Laufes würde den dritten Podesplatz der Spielrunde mit nach Hause nehmen. Den Kreuzlingern gelang ein optimaler Start und sie konnten sich an der ersten Wendemarke an die Spitze des Feldes setzen. Männedorf attackierte, konnte aber die taktisch sauber segelnden Kreuzlinger (Stefan Lion, Hermann Lion, Marc Buchmann, Thierry Dobler) nie überholen.

Die Schlussrangliste:
  1. Club Nautique de Versoix
  2. Yacht-Club Kreuzlingen
  3. Segelclub Männedorf
  4. Segel Club Enge
  5. Segelclub Tribschenhorn Luzern
  6. Segelclub Murten
  7. YC Luzern
  8. Seglervereinigung Thalwil
  9. YC Locarno
10. SV Bottighofen
11. Segel Club Cham
12. Club Nautique Morgien (Forfait)

Im Jahres-Zwischenklassement der Swiss Sailing Challenge League hat Versoix die Führung vor dem SC Enge und dem YC Kreuzlingen übernommen. Bilder: © Claudia Somm/SSL

Föhnwetter bei den 35. Internationalen Eichhornregatten

Vom 13. bis 14. Mai segelten beim Seglerverein Staad 18 Drachen, 11 Trias und 11 Folkeboote um den Sieg und Punkte in der DSV-Rangliste. Gespanntes Warten am Samstag nach der Steuermannsbesprechung, welches von zwei Windsystemen sich durchsetzen würde: Der Föhn aus den Alpen oder eine sich nähernde Westfront. Gegen Mittag stand ein warmer Süd-Ost aus 125 Grad so stabil, dass Wettfahrtleiter Jürgen Birkle mit seinem Team drei Startgruppen hintereinander ins Rennen schicken konnte. Doch der Wind wurde noch einmal „kippelig“, die Wettfahrt musste auf dem letzten Schenkel abgebrochen werden, weil viele Boote nicht mehr innerhalb des Zeitfensters ins Ziel gekommen wären.

Nach einer kleinen Pause und Anpassung der Bahnachse wurde erneut gestartet und diese Wettfahrt ging abgekürzt in die Wertung, gefolgt von zwei weiteren, die ganz gefahren werden konnten. So standen pünktlich vor dem Einsetzen der Abendflaute drei Wettfahrten zu buche. Bei den Drachen gab es einige OCS, außerdem protestierte die Wettfahrtleitung gegen einen der Teilnehmer wegen Nichtabsegeln des Kurses; dieser kam seiner Disqualifikation durch nachträgliches Aufgeben der Wettfahrt zuvor. Somit war die Spannung groß, wie sich die Ergebnisse mit einer weiteren Wettfahrt und damit einem Streichergebnis verändern würde.

Am Sonntag setzte sich aus der Stauwetterlage nach und nach die Westfront mit Regen gegen den im Osten noch immer stehenden Föhn durch - allerdings so zaghaft, dass es für eine vierte Wettfahrt zu spät wurde.

So siegte bei den Drachen Dr. Helmut Schmidt (GER 1071, DTYC) vor Hans-Dieter Lang (GER 942, YCI) und Hannes Braun (GER 1161, MYC). Bei den Trias wurde Jürgen Greis (GER 586, SVS) Erster, gefolgt von Andy Löwe (GER 539, MYCUE) und Wolfgang Mohr (GER 154, YCIR), bei den Folkebooten Alexander Denn (GER 631, KS) vor Claudius Schlumberger (GER 995, LSC) und Erika Beyerle (GER 220, KYC).
Bericht: Jürgen Birkle, SVS. Ergebnisse >
Drachen, Foto: © SVS

Trias, Foto: © SVS

Graf-Zeppelin-Regatta eröffnet die Friedrichshafener Segelwochen

Stolze 34 Boote folgten dem Ruf des Segel-Motorboot Clubs Friedrichshafen (SMCF) und kämpften sich bei durchwachsenen Winden auf einem Dreieckskurs auf die Schweizer Seite des Sees und wieder zurück.

Am Samstag Morgen läutete SMCF Präsident Ralf Steck die Friedrichshafener Segelwochen an und übergab dann die Moderation an Wettfahrtleiter Timo Seifert für die Segelanweisung. Gegen 10 Uhr erfolgte der Start der 34 teilnehmenden Boote vor Friedrichshafen nach Immenstaad, dann über den See nach Uttwil und wieder zurück.

Bei wechselhaften Windverhältnissen galt es die richtige Taktik zu verfolgen und über viele Stunden konzentriert zu bleiben. Während die schnellste Yacht in unter 4 Stunden geradezu über den See raste, kamen die letzten Boote erst nach der doppelten Zeit zurück. Da nicht klar war, ob es alle Boote bis zum offiziellen Ende um 18 Uhr ins Ziel vor Friedrichshafen schaffen, wurden 2 der 5 Gruppen bereits an der Tonne vor Uttwil gewertet. Diese Entscheidung wurde nach der Siegerehrung noch kontrovers diskutiert.

Das „First Ship Home“ und auch Sieger in der Gruppe ORC 1 wurde die „Wild Lady“ mit Wolfgang Palm vom Yacht Club Langenargen. In der Gruppe ORC 2 gewann Stefan Eckstein auf der „EMMA“ für den Club der Kreuzerabteilung, bei ORC 3-4 war Wilhelm Gorbach auf der „VIVA“ vom Bregenzer Segelclub erfolgreich. Bei den ORC Sportbooten freute sich David Wagner von den Kressbronner Seglern mit der „Kalliste“ über den Sieg. In der Wertungsgruppe nach Yardstick konnte Dietmar Salzmann mit der „GoOn“ den Sieg und den Wanderpokal nach Österreich holen.

Im Rahmen der 34. Friedrichshafener Segelwochen werden bis Ende Juni noch mehrere Regatten vom Württembergischen Yacht Club und vom Wassersportverein Friedrichshafen-Fischbach ausgetragen. Martin Händler, SMCF. Ergebnis >
Trotz vieler Boote und wechselnder Winde klappte der Start auf Anhieb
Neun Mann arbeiteten auf der "Wild Lady" Hand in Hand
hier beim Bergen des riesigen Gennaker Segels im Ziel
Die Sieger in der Yardstick Gruppe von der "GoOn" (von links):
Bruno Mathis, Steuermann Dietmar Salzmann und Johannes Rinn
David Wagner (links) freut sich mit Dietrich Schütze und Heiko Krauss mit Sohn
über den Sieg seiner "Kalliste" bei den ORC Sportbooten

Samstag, 20. Mai 2017

America’s Cups mit Team Tilt Sailing

In wenigen Tagen beginnt die Wettkampfphase des America’s Cups, eines der wohl bedeutensten Segelsportereignisses in diesem Jahr. Am Youth Cup nimmt das Schweizer Team Tilt teil.

Am 15. bis 17. Juni kämpfen sie gegen 5 andere Teams um den Einzug ins Final und hoffentlich dann vom 20. bis am 22. Juni um den Sieg. Neben 6 Romands ist als siebtes Mitglied der YCRo Junior, Florian Trüb als Trimmer und Grinder dabei.

Am vergangenen Wochenende nahm das Team Tilt am Gardasee beim Riva Cup teil.  Sie belegten im Feld von 11 fliegenden Katamaranen den fantastischen 2 Rang. weiter >

Team Tilt (links) am Riva Cup, Foto: © GC32 Racing Tour
Team Tilt, Foto: © GC32 Racing Tour