Dienstag, 11. August 2015

IOI: Folgenreiche Entscheidung von La Chiappa

Bei der Bearbeitung der Ergebnisse für die Tag/Nacht in Altnau ist mir aufgefallen, das „La Chiappa“ von den Jehles als nicht ins Ziel gekommen gewertet wurden.

Da ich nicht dabei war, bin ich der Sache nachgegangen und habe von Joachim Gensle nachstehende Aufklärung bekommen, Zitat: …der Anfang der Regatta war so zäh, wir waren kurz vor 12:00 erst in KN. Die Jehles waren weit hinten und waren der Ansicht es bis zum Zeitlimit nicht mehr ins Ziel zu schaffen. Das war ein Fehler. Eine Langstrecke ist immer erst zu Ende wenn sie zu Ende ist. Wir waren so weit Voraus, doch Christian Rau der in der Nähe der Jehles war, hat weiter gekämpft und uns sogar um 2sec. überholt. Schade denn, Sie haben somit jede Chance auf Bodensee und Langstreckenmeisterschaft leichtfertig vertan… . Ich kann dem nur beipflichten, schade, liebe Jehles, dass Ihr aufgegeben habt. Bitte in Zukunft daran denken - zusammengezählt wird immer erst am Schluss.

Dieses Zitat beschreibt im Wesentlichen die diesjährige Tag/Nacht in Altnau. Die ersten IOIen benötigten rund sechseinhalb Stunden, d.h., diese waren erst nachts um halb drei im Ziel. Für eine IOI in Altnau eher ungewöhnlich. Mit dem zweiten Platz, nur 2 Sekunden hinter dem Sieger Christian Rau auf Chetan SUI 266 vom ASC (die IOI von Kurt Hess) konnte sich Joachim Gensle die Bodenseemeisterschaft 2015 auf Saltimano GER 421 vom SVS sichern. Christian Rau, früherer Admirals-Cup Sieger mit Rudi Magg ist kein unbekannter am See. Es freut uns, dass er in unsere Klasse segelt und wir hoffen, dass er uns in Zukunft noch öfters fordern wird. Dritter in Altnau, Thomas Peter auf Livan II SUI 424 vom SSCRo, der sich damit die Langstreckenmeisterschaft gesichert hat. So wurden in beiden Wettbewerben die bis dahin führenden Newcomer in der Klasse, die Jehles auf La Chiappa GER 433 vom YCR auf den Vizemeister verwiesen. Dritter in der Endabrechnung der Bodenseemeisterschaft wurde wiederum Thomas Peter, zwar punktgleich mit den Jehles aber eben mit der schlechteren Bestplatzierung. In der Langstreckenmeisterschaft geht der dritte Platz an Joachim Gensle.

Unser Saisonhöhepunkt, der World-Cup beim SVS steht kurz bevor. Es wird eine tolle Veranstaltung, soviel kann ich Ihnen aus Insiderinformationen mitteilen. Der Meldeschluss ist noch nicht vorbei und trotzdem haben bereits 22 Boote gemeldet. Einige Meldung stehen nach Zusagen noch aus. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir 25 Boote am Start erreichen werden. Bericht: Antonius Ott.

Die Ergebnisse: Altnau, Bodenseemeisterschaft, Langstreckenmeisterschft

Foto: Chetan SUI 266 mit Eigner Kurt Hess

Montag, 10. August 2015

Authentisches Bootserlebnis an der InWaterBoatShow

Kommenden Freitag bis Sonntag am 14. / 15. / 16. August 2015 können Sie als Besucher der Messe Boote und Yachten, deren Rümpfe und Beschläge an Bord bestaunen. Der Eintritt ist frei!

Bei einem Gespräch im Cockpit werden Ihnen nautische Informationen zum Ausstellungsgut vermittelt. Bestaunen Sie die neuesten Bootsmodelle der Segel-­ und Motoryachten.

Am Land ist zugleich eine Autoausstellung vorgesehen. Exclusive Porsche und Mercedes Automobile werden ausgestellt -­ so z.B. Green-­Energy, Gelände- oder Sportsfahrzeuge.

Sie können sich vor Ort persönlich über maritimes Zubehör und Service, wie Segel, Sonnenschutz und Bootsversicherungen informieren. Mutige können sich beim Stand-­Up Padeling versuchen oder in der Segelschule vor Ort schnuppern.

Die Sportfischervereinigung feiern das ‚renommierte’ Fischerfest und sorgen mit dem Silo5 Restaurant für das frische Catering.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an der InWater-­BoatShow in Bottighofen bei Kreuzlingen/Konstanz am 14. / 15. / 16. August 2015. Verein InWater-­BoatShow.

InWaterBoatShow:
Hafengelände Bottighofen (CH)
14. bis 16. August 2015
Öffnungszeiten:
Freitag – 11:00 – 19:00 Uhr
Samstag – 10:00 – 19:00 Uhr
Sonntag – 10:00 – 16:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Alle Infos auf www.inwater-boatshow.com

Samstag, 8. August 2015

Entspannte Far Niente

19 Lacustre waren zur 53. Far Niente 2015 gemeldet - fünf Häfen wurden am westlichen Bodensee aufgesucht. Kreuzlingen, Altnau, Immenstaad, Meersburg und Konstanz. „Wir hatten eigentlich immer schönen Wind,“ fasst Wettfahrtleiter Andreas Giger die Woche vom 2. bis 7. August zusammen. „Nur auf einer Etappe war es etwas viel, dafür auf der nächsten zu wenig Wind für eine ordentliche Wettfahrt.“

Die Far Niente der Lacustre-Klasse verläuft so, dass die Überführungsfahrten von Hafen zu Hafen als nicht ganz ernst gemeinte Regatten gesegelt werden. Am Ziel erwartet die Steuerleute ein Fass Freibier, die Kinder bekommen Limonade. Und damit am nächsten Tag der Ehrgeiz nicht überhand nimmt, muss der Sieger des Vortags einen dicken Fender als Bremse hinter sich herziehen. Dementsprechend gibt es auch keine Ergebnisliste, sie wird nach der Siegerehrung sofort vernichtet.

„Eine Besonderheit gab es noch in diesem Jahr,“ darauf legt Präsident der Lacustre-Vereinigung Bodensee, Ernst Zollinger, großen Wert. „Wolfgang Simon mit der Scirocco war das 50. Mal bei der Far Niente der Lacustre dabei.“ Und bekam zum Jubiläum einen kleinen Korb mit einem Basilikum überreicht. Denn Wolfgang Simon fährt seit Jahren mit einem Basilikumtopf am Achterstag hängend die Far Niente. „Die Veranstaltung war wieder wunderschön,“ erinnert sich Wolfgang Simon an die zurückliegende Woche, „aber das einzige, das ich nie geschafft habe in diesen 50 Jahren, war etwas weiter vorn mitzufahren. Aber wenn ich ehrlich bin, macht das auch nichts.“
Bericht und Fotos by Stephan Frank.
Lacustre Lager
Zieldurchgang bei der Far Niente
Lacustre Präsident Ernst Zollinger (r) und Wolfgan Simon

IBMV nimmt Verantwortung für Uferbereiche wahr

Seedienst klärt Bootsführer über neue Ufer-Sperrzonen auf und mahnt, diese zu respektieren.

Lindau/Wasserburg - Naturschutz und motorisierter Wassersport sind aus Sicht des IBMV (Internationaler Bodensee Motorboot Verband) kein Widerspruch: „Uns als Wassersportlern liegt besonders viel an der Umwelt und wir gehen verantwortungsvoll mit ihr um“, erklärt Verbandsvorstand Paul Minz, der sich über den gefundenen Kompromiss mit der Regierung von Schwaben freut. Dieser sieht zwar erweiterte Sperrzonen unter anderem in Uferbereichen von Wasserburg, den Lindauer Stadteilen Bad Schachen, Reutin und Zech vor, die eingeschränkten Ankerflächen seien aber vertretbar. Der IBMV habe im Schulterschluss mit dem Bodensee Seglerverband in den Verhandlungen auf ein ausgewogenes Ergebnis hingearbeitet und sieht nun die Interessen von Mensch und Natur gleichermaßen berücksichtigt.

Bei der Umsetzung der neuen Regelungen setzt die Regierung von Schwaben zunächst nicht auf Repressionen, sondern auf die freiwillige Einhaltung. „Wir nehmen sie jedenfalls sehr ernst und machen Bootsführer direkt auf dem Wasser darauf aufmerksam“, betont Paul Minz und verweist auf den aktiven Einsatz des IBMV-Seedienstes. Der Seedienst ist mit einem eigenen Boot unterwegs und klärt Skipper mit Flugblättern über die neuen Regelungen auf. Paul Minz: „Gemäß unserem Leitsatz ,Ordnung in Freiheit’ nehmen wir damit aktiv unsere Verantwortung für den Erhalt der einzigartigen Fauna und Flora an den Ufern des Bodensees wahr.“ Bericht: Pressebüro Erich Nyffenegger.

INFO
Der IBMV vertritt als internationaler Verband die Interessen von rund 3600 motorisierten Bootsfahrern am Bodensee in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Donnerstag, 6. August 2015

IOI - Jürgen Sauer gewinnt die West-Ost

Von den ersten drei IOIen, die nach einer gesegelten Zeit von knapp fünf Stunden innerhalb von 43 Sekunden ins Ziel kamen hatte Jürgen Saur auf Speedy GER 209 vom StSG die Nase vorn und ging als Sieger in unserer Klasse hervor. Herzliche Gratulation.
Foto: Jörg Brugger auf Blue Kiss

Zweiter wurde Joachim Gensle auf Saltimano GER 421 vom SVS vor unserem Vorstandsmitglied Olivier Grobet auf Fantasea SUI 487 vom ASC. Vom Altenrhein bis ins Ziel im Endspurt lag das Feld bei leichteren Winden so eng zusammen, dass fast jeder noch hätte den Klassensieg machen können. Gestartet wurde die Wettfahrt bei Westwind, der im Laufe des Kurses fast bis auf 4 Beaufort zugelegt hat und am Ende wieder etwas schwächer wurde. Gemeldet waren zehn IOIen, doch wurde eine von diesen in die Wertungsgruppe der offenen Klasse verlegt, da diese mit Topspinnaker, das allerdings sehr schnell, unterwegs war und deshalb nicht in der Klasse segeln durfte. Insofern hatten wir neun Boote am Start, was aber noch immer zur stärksten Einheit klasse gereicht hat. Jetzt hoffen wir natürlich, dass der Sieg von Jürgen Saur Ihn noch dazu animieren kann, am World-Cup bei SVS teilzunehmen, denn dort fehlt noch seine Meldungen wie auch die von Delphin und Blu, beide vom BSC.

In der Bodenseemeisterschaft ist unverändert La Chiappa mit den Jehles vom YCR in Führung, die auch gleichzeitig in der Langstreckenmeisterschaft die Nase vorn haben. Am kommenden Wochenende bei der Tag/Nacht in Altnau werden sich beide Meisterschaften mit unserem letzten Wertungslauf entscheiden. Ein kleines Planspiel am Rande, selbst wenn die Jehles gewinnen, würde Joachim Gensle noch ein dritter Platz zur Bodenseemeisterschaft reichen. Verdient die Meisterschaft zu gewinnen hätten es beide. Sehen wir was rauskommt.

Schnellstes Boot Über alles war der Kat Holy Smoke von Albert Schiess, schnellstes Einrumpfboot die Wild Lady, eine Wilke 49 vom Wolfgang Palm. Bericht: Antonius Ott.

Die Ergebnisse hier /Bodenseemeisterschaft 2015 / Langstreckenmeisterschaft 2015

Wir sind auf Facebook: facebook.com/Ott.Yacht + facebook.com/101Aphrodite

Mittwoch, 5. August 2015

27. "Seebärle-Lager" des WYC in Seemoos

Zuwachs für das Seebärle-Lager des WYC.

Zum 27. Mal veranstaltete der Württembergische Yacht-Club das „Seebärle-Lager“. Wie in den fast drei Jahrzehnten zuvor hatte Harry Belz alles organisiert und eingeladen - und 50 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren aus sechs Segelvereinen (ein Dutzend mehr als im vergangenen Jahr) kamen in des Seemooser Jollenzentrum des WYC.

Nachdem am neuen, auf die Jugend ausgerichteten Clubhaus des WYC in Seemoos noch gebaut wird, konnte dieses Jahr nicht auf dem Gelände gezeltet werden. Im Mittelpunkt stand daher „nur“ das spielerische Segeln lernen. Aber auch da war alles geboten. Am Beginn der vier Tage stand ein Sichtungstraining, nach dem in drei Leistungsgruppen eingeteilt wurde. 20 Betreuer, Trainer und Helfer kümmerten sich um den Flohzirkus zu Wasser und zu Lande. In Trainingseinheiten von maximal 90 Minuten wurde zunächst einfach nur das Geradeaus-Segeln auf verschiedenen Kursen geübt, die Segel richtig eingestellt und auf schnell getrimmt.

Am zweiten Tag ging es nachmittags schon auf „große Fahrt“: Als Flottille steuerte die ganze Schar den Yachthafen des WYC in Friedrichshafen an, wurde dort mit Eis belohnt und trat bei unverändert frischem Wind den Rückweg an. „Die Kinder waren begeistert“, berichtete Chef-Seebärle Harry Belz. Am Samstag ging es dann daran, Luftballons auf dem Wasser einzufangen - eine lustige Aufgabe, in der alles Gelernte noch vertieft wurde. Abends wurden am Lagerfeuer Würstle am Spieß gegrillt.

Am vierten Tag war der Segelnachwuchs schon so mit dem Boots-Handling vertraut, dass es an Startübungen ging. Die Vorfahrtsregeln für Segelboote und wie man sich an den Wendebojen verhält, wurde besprochen - und dann wurde die alles krönende Abschluss-Regatta gesegelt

Natürlich gab es wieder ein bedrucktes T-Shirt für jeden Teilnehmer – das die Kinder sicher mit Stolz den restlichen Sommer tragen werden.
Bericht und Fotos: Oswald Freivogel WYC.

Noch bevorbeim Seebärle-Lager des WYC die erste Optimisten-Jolle ins Wasser kommt,
ist ein Sicherungsboot schon auf dem See.
Die selbstbemalen Flaggen der 50 Kinder beim Seebärle-Lager des WYC wehen,
die Optimisten-Jollen stehen startklar auf der Slipanlage in Seemoos.
Wie eine Invasion sieht es aus, wenn 50 Optimisten als Flottille
von Seemoos nach Friedrichshafen und zurück segeln.

Montag, 3. August 2015

Drachen ÖSTM 2015

UE. Vom 30.7. bis 2.8.2015 fand die Österreichische Staatsmeisterschaft in der Drachenklasse mit 36 Booten aus fünf Nationen im Union-Yacht-Club Attersee statt. Mit 36 Booten ist es die größte Staatsmeisterschaft aller Segelklassen in Österreich.

Nachdem am Donnerstag, 30.07.2015 wegen Windmangels keine Wettfahrt gestartet werden konnte, gelangen am Freitag drei Wettfahrten bei zwei bis vier Beaufort aus Nord und Nordost.
Gestern Samstag konnte die Drachen Staatsmeisterschaft mit drei weiteren Wettfahrten erfolgreich beendet werden. Der Gesamtsieg ging an die deutsche Mannschaft Stephan Link, Felix Butzmann und Michael Lipp, die die 6. Wettfahrt nicht mehr mitsegeln mussten, da sie so überlegen führten, und somit auch das Hafenrace für sich entschieden. Mit vier ersten und einem vierten Platz in der Wertung verwiesen sie den Russen Leonid Altukhov mit Werner Fritz und Peter Liebner, mit einem Vorsprung von elf Punkten ganz klar auf Platz zwei. Der dritte Platz ging an die Schweizer Mannschaft Norbert Stadler (SGYC), Ralph Müntener (YCRo) und Tobias Zimmermann (YCRo).

Hart umkämpft war der Titel des Österreichischen Staatsmeisters: Bis zum Schluss lag die oberösterreichische Mannschaft Dietmar Gfreiner, Martin Fussi und Wollner Helmut vom Veranstalterclub UYCAs voran. Erst auf den letzten Metern vor dem Ziel passierte es - Gfreiner hatte seine Kontrahenten Ernst Seidl, Thomas Priester und Michael Müller vom SCMattsee fest im Griff, wurde aber von der schweizer Mannschaft zu einer Wende gezwungen. Seidl konnte vorbeiziehen und als zweiter die sechste Wettfahrt beenden. Ein dritter Platz hätte Gfreiner für den Titel ausgereicht, doch auch diesmal spielte der Schweizer nicht mit. „Ich wollte die Entscheidung um den Titel nicht so beeinflussen, ich hatte den Punktestand nicht so genau mitgerechnet", verteidigt sich der Schweizer.

Der Titel des österreichischen Staatsmeisters geht damit die Salzburger Mannschaft Ernst Seidl, Thomas Priester und Michael Müller vom SCMattsee. Zweitbeste Österreicher und somit Vizemeister (und gleichzeitig Landesmeister von Oberösterreich) wurden Dietmar Gfreiner, Martin Fussi und Wollner Helmut vom UYC Attersee. Bronze geht an die Mannschaft Albert Sturm, Philip Weiser und Claus Fischer (alle UYCAs).  Ergebnis >
Drachen ÖSTM 2015, Bild: © Sport Consult Gert Schmidleitner
Siegerehrung, Bild: © Sport Consult Gert Schmidleitner.
Auf Platz 3 Norbert Stadler (verdeckt), Ralph Müntener und Tobi Zimmermann