Dienstag, 7. Juli 2015

Yamila 13m

Mit der 'Yamila 13m' lanciert unsere Werft (Bootswerft Heinrich AG) eine neue Yacht-Familie im Exklusiv-Bereich. Die Yamila-Familie ergänzt unsere Palette oberhalb der 'sagitta 11m'.

Kompromisslos auf Einhand-Tauglichkeit ausgelegt, besticht die neue Yacht durch eine Fertigung ausschliesslich in Carbon und unter Verwendung der neuesten Materialien/Technologien/Technik. Die aufwändige Voll-Carbon-Bauweise resultiert in einem enorm niedrigen Gewicht. Gepaart mit ein tiefgehenden Hub-Kiel und entsprechend hohem aufrichtenden Moment resultieren Segelflächen, welche bis anhin nur auf kompromisslosen Renn-Yachten denkbar waren. Bei der Yamila liegt der Fokus aber nicht auf ‘Racing’ sondern auf 'gediegenem und extrem schnellen Segeln alleine oder mit Gästen'. Das Cockpit-Layout mit einer gediegenen 'Gäste-Lounge' und die ausgeklügelte Leinenführung und das Beschläge-Inventar machen das Boot einmalig. Der Stapellauf erfolgt Ende Juli 2015. Das Boot wird an der In-Water-Boatshow in Bottighofen erstmals der breiten Oeffentlichkeit vorgestellt.

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Dritter Platz für die Bayern II

LSC / Die erste Reise der Bayern II geht zu Ende und eine fantastische Zeit liegt hinter ihrer Crew. Die Societé Nautique de Genève war ein hervorragender Gastgeber beim 8-Metre World Cup, der nicht nur mit einer herausragenden Wettfahrtleitung und kulinarischen Genüssen beeindrucken konnte. Besonders die kostenlose Bereitstellung des Zivilbunkers von Cologny war ein Zeichen von großer Gastfreundschaft und von fast allen First Rule Crews die Basis für ein freundschaftliches Zusammenleben.

Die letzten Wettfahrttage schlossen sich wettertechnisch den Vorausgegangenen an und so war es nur unsere Platzierung die unerwarteten Jubel über den Lac Léman schallen ließ. Wir beendeten die letzten Wettfahrten auf den Plätzen eins und drei und sind mit unserer Endplatzierung auf Rang drei durchaus zufrieden.

Die Fahrt der Bayern nach Genf wurde von allen Seiten mit Hochachtung und Begeisterung begrüßt und wir sind sehr stolz diejenigen gewesen zu sein, die unseren Club vertreten durften. Bei einem Projekt von jener Größe ist die Besatzung natürlich nur die Spitze des Eisberges und so möchten wir uns herzlich bei all unseren Unterstützern, Sponsoren und natürlich unserem Club, dem LSC bedanken.

Ohne die unglaubliche Unterstützung vieler Clubmitglieder, die zusammen an einem Strang zogen wäre dieses Projekt undenkbar und niemals so erfolgreich gewesen. Ein großes Dankeschön geht an Robby Nietsche und Werni Hemmeter, die uns telefonisch und vor Ort mit Rat und Tat zur Seite standen, und natürlich an Klausi Oesten und Gigi Thorbecke, die uns über den kompletten Zeitraum immer wieder tatkräftig unterstützten. Ein besonderer Dank geht an Andi Lochbrunner, der uns seinen Tieflader mit Diesel stellte und vor allem an die Fahrer, Achim Holz, Werner Breyer und Thommes Michalek, die mit ungeheurem Aufwand ein Schiff nach dem anderen transportiert haben.

Auch Andi Ober und der kompletten Vorstandschaft möchten wir besonders danken. Sie haben mit Ihrer Entscheidung eine moderne Denkweise bewiesen und nicht nur uns, sondern der ganzen Klasse geholfen. Jugendliche sind in der 8mR-Klasse eine Seltenheit und gerade deshalb so wichtig für den Erhalt einer starken Flotte.

Selbstverständlich konnten wir dieses Projekt nicht selbst finanzieren, deshalb danken wir an dieser Stelle herzlich unseren Sponsoren. Die Allianz AG und Angelo Brecht von Windpark.eu haben uns beim Startgeld, bei den Mautgebühren und den Team-Shirts unterstützt. Zu guter Letzt möchten wir der Meichle & Mohr Marina für den fantastischen Spinnacker danken, den so manches Schiff von hinten lesen musste.

Die Bayern wird am Dienstag den Heimathafen erreichen und wir blicken gespannt nach vorne auf die restliche Saison und natürlich auf die kommende Weltmeisterschaft 2018 in Langenargen. Eure Bayern-Crew.

Stürmisches Fahrwasser

hanseboot Rund Bornholm mit 46 Startern, IDJM der Bic Techno & Bundesliga-Finale im stürmischen Fahrwasser.

Mit schönstem Sonnenschein und anständig Wind starteten heute die Regatten vor Warnemünde erneut etwas verspätet, da erst mit dem abflauenden Wind der Mittagszeit gesicherte Startbedingungen für alle Teilnehmer hergestellt waren. So auch bei den Surfern der Bic Techno 293. „Da heute bis zu 25 Knoten Windgeschwindigkeit auf unserer Bahn gemessen wurden, haben nur die sechs erfahrensten Jungs an den Wettfahrten teilgenommen.

Allgemein waren es aber super Segeltage und die Kinder sind jetzt einfach erschöpft.“ Mit diesen Worten resümiert Wettfahrtleiterin Anja Müller die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft (IDJM) der Bic Techno. Die mutigen Surfer, die sich heute auf die Ostsee trauten, waren alle unter 17 Jahre alt. Stephan Hecker vom Chiemsee konnte seinen Titel auch in diesem Jahr nach insgesamt fünf Wettfahrten verteidigen. Der Schüler hat somit gute Voraussetzungen für einen Spitzenplatz bei der Europameisterschaft, die Ende des Monats in Lettland stattfinden wird. In der U15 Wertung siegte der Zwölfjährige Felix Kupky aus Berlin.

Auch die Segler in der Bootklasse Streamline beendeten heute ihre Regatta.

Als souveräne Sieger gingen mit drei ersten und einem zweitem Platz Adrian Mertens, Konstantin Gänge und Tilo Müller aus Berlin hervor.

Da viele Piratensegler ihre Boote und Energie für die anstehende IDM schonen wollten, segelten heute nur acht der 23 Crews raus. Somit gewannen überraschend Christopher Jantz und Christian Eckart aus Finow/Brandenburg.

Unter den gleichen Bedingungen gingen auf der selben Bahn stark dezimiert die Flying Junior an den Start. Die „fliegenden Holländer“ Bart van den Hondel und Jori Vermeij behaupteten ihren ersten Platz. Bei den Seascape führt am zweiten Segeltag punktgleich die Greifswalder Crew um Anne Krüger vor dem Rostocker Team von Wolfgang Gutacker. Andreas Linke und Andreas Malcher führen das Feld der Dyas nach zwei Wettfahrten am ersten Regattatag an.

hanseboot Rund Bornholm mit kompaktem Teilnehmerfeld „Bis Donnerstag solltet ihr zurück sein“, riet Wetterexpertin Anett Mickoleit vom Deutschen Wetterdienst aus Hamburg vor der Hochseeregatta hanseboot Rund Bornholm. Bei der Steuermannsbesprechung analysierte sie die Wettervorhersagen und -verhältnisse vor den Seglern im Yachthafen Hohe Düne. Ein Raunen ging durch die versammelte Seglergemeinde, als einzelne Windrichtungen und Wetterprognosen vorgestellt werden. Stürmische 40 Knoten in Böen, Schauer und Gewitter sowie eine maximale Welle von drei Metern sind für die kommenden Tage angesagt. Das Wetter ist „wechselnd“, kommentierte Mickoleit knapp. „Von viel Wind bis zur Flaute ist für alle was Passendes dabei“, scherzt Wettfahrtleiter Uwe Wenzel und ergänzt:

„Taktisch anspruchsvoll.“ Für Segler Tom Bernstein von der „Imagine“-Crew ist der Umgang mit der Flaute der Schüssel zum sportlichen Erfolg. „Am Wind haben wir sehr gute Chancen“, prognostiziert der Greifswalder, der die Regatta mit seiner Crew als Training unter vollen Regattabedingungen für das international bekannte Fastnet Race in England bestreitet.

Insgesamt sind 46 Boote von ursprünglich 63 angemeldeten um 16.00 Uhr gestartet. Grund für das vergleichsweise eher kompakte Teilnehmerfeld ist die Wetterprognose. Viele Segler haben sich daher entschieden, auf anderen Booten anzuheuern und fremde Crews aufzufüllen.

Die Crew um Sergey Pavlenko der „BLAGODARNOST‘ 2“ aus Russland bringt einen internationalen Charakter in die Wettfahrt, bei der mit Heiko Zimmermann auf der „Uijuijui“ auch der hanseboot Projektleiter dabei ist.

Aufgrund des Standortwechsels auf die Hohe Düne wurde die Ziellinie etwas weiter südlich verschoben. Die ersten Rückkehrer werden für Dienstag erwartet, am Donnerstag sollten sie spätestens zurück sein. Ein Grund ist neben der Wetterprognose auch die Siegerehrung um 17.00 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm.

Segel-Bundesliga-Finale mit glücklichen Seglern im Ostseebad Das zweite gemeinsame Wochenende der laufenden Saison der Deutschen Segel-Bundesliga verlangte den 36 Clubs der beiden Ligen in Warnemünde (4. bis 6. Juli 2015) ihr ganzes Können ab. Die besten Allrounder setzten sich am Ende eines hochspannenden Wochenendes durch. In der 1. Bundesliga gewinnt der Deutsche Meister, der Norddeutsche Regatta Verein aus Hamburg, in der 2. Liga dominiert der Bayerische Yacht-Club. Tabellenführer der 1.

Bundesliga bleibt der Deutsche Touring Yacht-Club vom Starnberger See, in der 2. übernimmt der Lindauer Segler-Club den Top-Platz. Am heutigen Finaltag gab es nach dem Warten der letzten Tage wieder einen dieser Segeltage, an dem einfach alles passt und bei traumhaften Wind- und Wetterbedingungen die Sportler das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Dass der abgestiegene Bayerische Yacht-Club dieses Jahr den direkten Wiederaufstieg ins Oberhaus des deutschen Segelsports schaffen möchte, hat die Crew mit Steuermann Philipp Hibler, Andreas Plettner, Andreas Achterberg und Leopold Lindner an der Ostsee beeindruckend bewiesen. Mit sieben Siegen in neun Rennen und zwei zweiten Plätzen bleibt die Weste fast weiß. Die Lokalmatadoren des Akademischen SegelVereins Warnemünde wurden in ihrer Heimat hervorragende Sechste und liegen in der Tabelle der 2. Bundesliga nun an fünfter Stelle. „Wir sind nicht grundlegend enttäuscht und haben uns jedes Mal wieder ganz gut nach vorn gemöhlt“, sagt Alexander Willsch. „Es wäre mehr für uns drin gewesen, aber am Ende gewinnt nun mal der, der am wenigsten Fehler macht.“  Bericht: Gesine Schuer. Fotos: © WW.
Laser
Bic
Rund Bornholm
DSBL-Team
Sieg Buli

LSC führt die zweite Bundesliga an

Die Mannschaft des Lindauer Segler-Clubs steht in der zweiten Bundesliga auf Platz eins. Die Mannschaft um Fabian Gielen, Martin und Jojo Hostenkamp und Max Blume belegte am Montag nach dem letzten Lauf in Warnemünde Platz drei. Nachdem Veit Hemmeter im Mai in Tutzing auf Platz zwei gesegelt war, hat der LSC in der Gesamtwertung fünf Punkte. Der zweitplatzierte, der Klub am Rupenhorn weist acht Punkte auf dem Konto auf, der Hamburger Segel-Club elf.

“Das war super,” sagte der Lindauer Steuermann Fabian Gielen nach der letzten Wettfahrt am Montag. “Dass wir das geschafft haben. Wir sind konservativ gesegelt und damit sehr gut gefahren.” Die Mannschaft vermied Frühstarts und segelte in allen Wettfahrten konstant zweite und dritte Plätze. Nach zwei eher flauen Tagen hatte es am letzten Wettfahrttag noch einmal richtig Wind. “Wir hatten am Montag 20 Knoten, das sind fünf bis sechs Beaufort. Wir sind gut durchgekommen, keiner hat sich verletzt oder wehgetan.” Bericht: Stephan Frank, LSC.

Der nächste Regattatermin in der zweiten Bundesliga ist am 18. Juli in Travemünde.
LSC in Warnemünde mit Fabian Gielen, Martin und Jojo Hostenkamp und Max Blume
Foto © Lars Wehrmann

Montag, 6. Juli 2015

Starkes Comeback des Titelverteidigers

Deutscher Touring Yacht-Club führt Tabelle der 1. Bundesliga vor Flensburg und dem Norddeutschen Regatta Verein an.

Lindauer Segler-Club übernimmt Führung in 2. Bundesliga vor Berliner Klub am Rupenhorn und Hamburger Segel-Club.


Das zweite gemeinsame Wochenende der laufenden Saison der Deutschen Segel-Bundesliga verlangte den 36 Clubs der 1. und 2. Segel-Bundesliga in Warnemünde (4. bis 6. Juli 2015) ihr ganzes Können ab. Die besten Allrounder setzten sich am Ende eines hochspannendes Wochenende durch. In der 1. Bundesliga gewinnt der Deutsche Meister, der Norddeutsche Regatta Verein aus Hamburg, in der 2. Bundesliga dominiert der Bayerische Yacht-Club. Tabellenführer der 1. Bundesliga bleibt der Deutsche Touring Yacht-Club vom Starnberger See, in der 2. Bundesliga übernimmt der Lindauer Segler-Club den Top-Platz.

Am bisher wärmsten Wochenende des Jahres kamen auch die Seglerinnen und Segler der 36 Vereine der Deutschen Segel-Bundesliga ordentlich ins Schwitzen. An den ersten beiden Tagen mit sehr leichten Winden mussten die Clubs lange Wartezeiten an Land in Kauf nehmen. Am heutigen Finaltag gab es wieder einen dieser Segeltage, an dem einfach alles passt und bei traumhaften Wind- und Wetterbedingungen die Sportler das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Mit jedem Rennen verschoben sich die Platzierungen im Gesamtklassement, sodass bis zum Ende Hochspannung auf dem Wasser garantiert war.

1. Segel-Bundesliga: Der Titelverteidiger aus Hamburg legt starkes Comeback hin
Nach einem mittelmäßigen Auftakt hat sich der amtierende Deutsche Meister aus Hamburg, der Norddeutsche Regatta Verein (NRV), mit einem souveränen Auftritt am letzten Tag in Warnemünde den Sieg der dritten Station der 1. Bundesliga gesichert. „Meine Mannschaft ist einfach sensationell gesegelt. Der heutige tage war der perfekte Abschluss und es hat tierisch Spaß gemacht – bei dem Wind und der Welle“, resümiert Steuerman Johannes Polgar, der mit Niklas von Meyerinck, Florian Weser und Miklas Meyer den Meister wieder aufs Podium geführt hat. Auf Rang zwei folgen der Württembergische Yacht-Club und der Tabellenführer vom Deutschen Touring Yacht-Club (DTYC) als Dritter.

In der Tabelle verbessert sich der NRV mit dem Sieg auf den dritten Platz. Zwischen dem DTYC und dem NRV liegt der Flensburger Segel-Club auf dem zweiten Tabellenplatz. Der bisherige Tabellenführer vom Chiemsee Yacht Club findet sich nach einem 17. Platz in Warnemünde nur auf dem fünften Tabellenplatz wieder.
2. Segel-Bundesliga: Bayerischer Yacht-Club dominiert in Warnemünde
Dass der abgestiegene Bayerische Yacht-Club dieses Jahr den direkten Wiederaufstieg ins Oberhaus des deutschen Segelsports schaffen möchte, hat die Crew mit Steuermann Philipp Hibler, Andreas Plettner, Andreas Achterberg und Leopold Lindner an der Ostsee beeindruckend bewiesen. Mit sieben Siegen in neun Rennen und zwei zweiten Plätzen bleibt die Weste fast weißt. „Ein besseres Ergebnis hätten wir uns natürlich nicht wünschen können. Wir waren als Team perfekt aufeinander abgestimmt und das hat am Ende vielleicht den Ausschlag gegeben“, so Andreas Plettner. Damit verbessert sich der BYC auf den siebten Tabellenplatz. Zweiter in Warnemünde wird die Entdecker- und Seefahrerfördervereinigung aus Hamburg vor dem neuen Tabellenführer der 2. Bundesliga, dem Lindauer Segler-Club.

Hinter dem LSC folgen in der Tabelle der 2. Bundesliga der Berliner Klub am Rupenhorn und der Hamburger Segel-Club.

Der nächste Termin für die 36 besten Segelclubs Deutschlands steht schon in zwei Wochen zum Auftakt der Travemünder Woche vom 18. bis zum 20. Juli 2015 wieder an der Ostsee an. Dank der Partnerschaft von SAP und der Travemünder Woche werden die Rennen der Deutschen Segel-Bundesliga in einer großen Live-Übertragung mit dem mobilen TV-Studio, dem SAP Sail Cube, für die Zuschauer und Fans zu Hause an Land geholt.


Finale Ergebnisse aus Warnemünde:
1. Segel-Bundesliga
2. Segel-Bundesliga

Aktuelle Tabelle:
1. Segel-Bundesliga
2. Segel-Bundesliga

WYC-Team segelt in Warnemünde auf Rang zwei

Auf Rang zwei ist das Team des Württembergischen Yacht-Clubs – Max und Moritz Rieger, Marvin Frisch und Anian Schreiber – beim dritten Event der 1. Segel-Bundesliga in Warnemünde gesegelt! Die Segler vom Bodensee mussten nur dem amtierenden Meister, dem Norddeutschen Regatta-Verein aus Hamburg mit Steuermann Johannes Polgar, den Vortritt lassen. Auf Rang drei kam der DTYC aus Tutzing, knapp vor dem SMC Überlingen (mit Steuermann Michael Zittlau). In der Tabelle klettert der WYC damit nach drei „Spieltagen“ nach oben auf Rang acht.
Zwei Tage extrem leichte Winde, vier bis fünf Beaufort dann am gestrigen Montag sorgten für unterschiedliche Bedingungen. Nur wer mit beiden Windverhältnissen zurecht kam, hatte eine Chance auf einen Platz an der Spitze. Insgesamt kamen neun komplette Flights für die 18 Erstliga-Mannschaften zustande.

„Wir sind ordentlich in die Regatta gestartet“, blickt Steuermann Max Rieger auf die ersten beiden Tage. Drei erste und ein fünfter Platz, dazu ein Frühstart, sorgten für eine gute Ausgangsposition. Mit Ansage kam dann nach einem starken Gewitter in der Nacht zum Montag frischer Westwind. „Das waren traumhafte Bedingungen, die uns entgegen kamen“, sagte Rieger und strahlte übers ganze Gesicht. „Wir waren schnell, segelten gute Manöver“, so der Häfler Hotelier weiter. Einen dritten und drei erste Plätze erkämpfte sich das WYC-Team an diesem Montag – und schloss damit zum NRV auf, der ebenfalls eine meisterhafte Leistung zeigte. Dabei war das WYC-Team beim ersten Rennen des Tages gehandicapt: „Wir hatten einen Knoten im Gennaker und haben die Service-Flagge gezeigt“, erläutert Max Rieger. Doch weder Wettfahrtleitung noch Jury reagierten und verschoben den Start. Bis das Problem – von einer Crew im Rennen vorher auf dem Boot verursacht – behoben war, war der Startschuss schon gefallen. „Wir sind eine Minute später gestartet, konnten aber noch auf Platz drei nach vorne segeln.“

War das Segeln an den ersten beiden Tagen fast ohne Kraftaufwand zu bewältigen, so gab es durch die vier Starkwindrennen dicke Arme. „Die Jungs mussten ganz schön ziehen. Die haben einen Hammer-Job gemacht“, lobt Rieger seine Crew. „Wir haben eine gute Teamleistung gezeigt, die Absprachen waren super und alles ist sehr geschmeidig gelaufen“, fasst der Skipper zusammen. Vorschoter Anian Schreiber, in den vergangenen Jahren als Kadersegler einer Einhandjolle international unterwegs, ordnet die Leistung ein: „Es wird oft belächelt, dass wir nur bei wenig Wind segeln können“, spielt er auf die Winde am Bodensee an, „aber wir haben heute gezeigt, dass wir auch bei viel Wind mit den Norddeutschen sehr gut mithalten können“, betont er.

Sechs erste Plätze in neun Rennen – soviel Wettfahrtsiege wie der WYC hatte kein anderer Club in der ersten Liga. Nur der fünfte Platz und ein Frühstart (bestraft mit sieben Punkten) drückten aufs Punktekonto. „Eine tolle Leistung der Jungs. Der WYC ist mächtig stolz auf diese Truppe“, gratulierte Team-Manager Klaus Diesch.

Opfer des wenigen Windes am Sonntag wurde der SMCÜ, der ein Rennen gewonnen hatte – doch mit 21 Minuten war das Zeitlimit um eine gute Minute überschritten. Das Rennen wurde annulliert und durch die Vergabe von Durchschnittspunkten zog der DTYC im Endergebnis an den Überlingern vorbei – sonst wären zwei Teams vom Bodensee auf dem Treppchen gestanden. Auf Rang 14 segelte der BYC Überlingen mit Hubert Merkelbach an der Pinne. Für den vierten Erstliga-Verein vom Bodensee, den Konstanzer Yacht-Club, reichte es nur für Rang 16.

Eine gute Leistung zeigten die süddeutschen Segler auch in der parallel segelnden zweiten Liga. Hier gewann der Bayerische Yacht-Club aus Starnberg mit einer absolut souveränen Leistung. Der Lindauer Segler-Club kam auf Rang drei, also wiederum aufs Treppchen – und eroberte somit die Tabellenspitze. Der YC Langenargen musste sich mit Platz 16 zufrieden geben.

In zwei Wochen wird erneut im Norden gesegelt: Dann steht der vierte „Spieltag“ der ersten Liga in Travemünde auf dem Programm.Bericht: Oswald Freivogel, WYC.

1. Segel-Bundesliga, 3. Event in Warnemünde - Endergebnis
1. Norddeutscher Regatta-Verein, Hamburg, 21,11 Punkte
2. Württembergischer Yacht-Club, Friedrichshafen, 23,33 Punkte
3. DTYC Tutzing, 27,94 Punkte
4. Segel- und Motorboot-Club Überlingen, 28,59 Punkte
14. Bodensee Yacht-Club Überlingen, 43,72 Punkte
16. Konstanzer Yacht-Club, 46,0 Punkte

1. Segel-Bundesliga (18 Vereine), Tabelle nach 3 von 7 Events
1. DTYC Tutzing, 8 Punkte
2. Flensburger SC, 15 Punkte
3. Norddeutscher Regatta-Verein, Hamburg, 21 Punkte (Meister 2014)
8. Württembergischer Yacht-Club, 26 Punkte
11. Segel- und Motorboot-Club Überlingen, 28 Punkte
16. Bodensee Yacht-Club Überlingen, 41 Punkte
17. Konstanzer Yacht-Club, 42 Punkte
Foto 1. Segelbundeliga
Foto 1. Segelbundeliga
Segelte auf Platz zwei in Warnemünde: Das WYC-Team, von rechts Max Rieger, Anian Schreiber und Marvin Frisch, vorne Moritz Rieger. Foto: © WYC

Sonntag, 5. Juli 2015

Hitzeschlacht am Bodensee

Die ULTRAMARIN – Internationale Lacustre Schweizermeisterschaft brachte die Beteiligten an ihre Grenze. Die extreme Hitze mit weit über 30 Grad belastete die 40 angetretenen Mannschaften kräftig.

Insgesamt konnte Wettfahrtleiter Rudi Magg vom Yacht Club Langenargen sechs Wettfahrten durchbringen, fünf von ihnen in hitzebedingter Flaute, bei der letzten brachte der Ausläufer eines Gewitters mittleren Wind. Internationaler Schweizermeister wurde Markus Bilgeri vom Yachtclub Hard mit Hans Jörg Grutsch und Markus Schobel. Bilgeri hatte seine ‚tesoro mio‘ erst zwei Tage vor dem ersten Startschuss eingewassert. „Es ist unglaublich,“ jubelte der Sieger. „Seit 30 Jahren segle ich auf dem Lacustre. Zuerst als Vorschoter bei Erich Buck. Und jetzt hat es endlich auch als Steuermann geklappt.“ Auf dem zweiten Platz landeten die Titelverteidiger Jan und Piet Eckert mit Hans-Peter Kistler vom Zürcher Segel Club. Dritter wurde Lokalfavorit Erich Buck vom Yacht Club Langenargen.

„Es war eine wunderschöne Schweizermeisterschaft“, fasste Klassenpräsident Thomas von Gunten die vom 1. – 5. Juli ausgeschriebene Wettfahrtserie zusammen. Auch wenn uns alle die Hitze sehr geschlaucht hat. Das Warten auf den Wind in praller Sonne war nicht einfach.“ Das sah auch Michael Nöltge so, der die ULTRAMARIN – Internationale Lacustre Schweizermeisterschaft zusammen mit dem Patronatsverein SC Rietli organisiert hatte. „Aber dafür, dass es so heiß wurde, haben das die Segler und die Regattahelfer erstaunlich gut überstanden.“ Unter den Extrembedingungen brachte Wettfahrtleiter Rudi Magg insgesamt sechs Wettfahrten über die Bahn. „Am Donnerstag ging nur eine, aber am Freitag konnte ich fünf starten. Ich habe mir schon gedacht, dass es am Samstag wieder zu flau zum segeln würde.“ Vor allem am zweiten Wettfahrttag starteten die Lacustre-Steuerleute ausgesprochen nervös.

Immer wieder wurde an der Startlinie gedrängelt, Wettfahrtleiter Rudi Magg zog mehrfach die schwarze Flagge, im vierten Lauf wurden gleich elf Frühstarter erkannt und disqualifiziert.

Nach den am Freitagabend beendeten Regatten wurde am Samstag die Steuermannbesprechung erneut auf sieben Uhr morgens angesetzt. Die Mannschaft hatte aber Ruhe - es herrschte Flaute, die bis zum späten Nachmittag auch nicht einen Hauch Wind bringen sollte.

„Aber das macht nichts,“ meinte der langjährige Lacustre-Segler Günter Reisacher. „Dafür habe ich so viel gebadet wie noch nie in meinem Leben.

Das hast du eigentlich nur im Wasser ausgehalten.“ Stephan Frank, Presse Lacustre Bodensee.

Ergebnis >
warten auf Wind, Foto © Störkle
Team Markus Bilgeri YCH, Foto © Störkle