Samstag, 24. September 2016

Kommt der Schweizermeister vom Bodensee?

Der Regattaclub Oberhofen führt nach 6 Regatten das Finale der Swiss Sailing Super League an!

Der Zürichsee hat überrascht. Die Wetterprognosen verhiessen einen schönen aber windlosen Herbsttag und bei der Eröffnung war es auf dem See dann auch windstill. Kurz vor 15 Uhr spürte Wettfahrtleiter Rolf Frey den Wind und schickte die Flotte auf den See, wo sich ein schöner Südwestwind entwickelte der bis zu 8 Knoten Windgeschwindigkeit erreichte. Dieser erlaubte, dass eine Wettfahrt nach der anderen gestartet werden konnte. Bis 18 Uhr wurden 6 spannende Wettfahrten gesegelt.

Die Favoriten machten sofort klar, dass er Weg zum Sieg nur über sie führt. Mit zwei Laufsiegen liegt der Regattaclub Oberhofen mit Skipper Alain Stettler auf Rang 1. Punktegleich aber mit nur einem Laufsieg folgt die Société Nautique Rolloise auf Platz 2. Auf dem dritten Platz folgt der in der Gesamtwertung führende Regattaclub Bodensee aus St.Gallen. Die Verfolger um den Gesamtsieg in der Jahreswertung, die Société Nautique de Genéve fand nur langsam ins Rennen und liegen derzeit auf Platz 5. Nach zwei vierten Plätzen zeigten die Genfer in der sechsten Wettfahrt dann aber ihre Klasse und gewannen überlegen mit eine Vorsprung von 51 Sekunden auf das Team aus Rolle, welches dieses Rennen als Zweite beendete.

Der Kampf um den Finalsieg bleibt spannend. Alle Top Teams konnten Wettfahrten gewinnen. Die anspruchsvollen Windverhältnisse auf dem Zürichsee verlangen aber auch für die kommenden zwei Wettkampftage höchste Konzentration von den Teams. Schon ein kleiner Fehler entscheidet über Sieg oder Niederlage.

Über unser Live Tracking (http://swiss-sailing-league.ch/race-tracking/ ) können die Regatten im Internet direkt mitverfolgt werden. Die heutigen Rennen sind als Wiederholung abrufen. Besonders spannend sind die Rennen direkt vom Race Village beim Lake Side Casino am Zürichhorn zu verfolgen. Auf dem Grossbildschirm können die Zuschauer das Tracking verfolgen und so jederzeit die aktuelle Platzierung, die Geschwindigkeit jedes Bootes und den Abstand zwischen den einzelnen Teams sehen. Parallel dazu sieht man die Regattaboote in Ufernähe im Wettkampf und natürlich hoffen die Teams auf engagierte Unterstützung durch die am Zürichhorn versammelten Fans.
Bericht: Felix Somm; Bilder: Claudia Somm.


Zwischenrangliste nach Tag 1 >

Freitag, 23. September 2016

Peter Gregor holt sich den Pokal der Feierabend-Serie

Mit beeindruckenden Zahlen wurde die diesjährige Serie von „Mittwochsregatten“ im Württembergischen Yacht-Club abgeschlossen. 17 solcher Feierabend-Wettfahrten wurden zwischen Mai und Ende August durchgeführt. 63 verschiedene Boote starteten insgesamt. Im Schnitt waren 29 Boote an jedem Mittwochabend auf dem See vor Friedrichshafen. Rund 1400 Seglerinnen und Segler aus dem WYC und den Nachbarvereinen machten bei diesen Wettfahrten mit.

Auch im 23sten Jahr ist die Mittwochsregatta bei den Seglern beliebt, weil alle auf ihre Kosten kommen: Erfahrene Regattierer frönen ihrem Hobby ohne Reiseaufwand, sportliche Fahrtensegler sowie Neulinge schnuppern Regattaluft und auch das WYC-Bundesligateam nutzt diesen wöchentlichen Event, um Handling und Material zu testen.

Bis auf zwei Langstrecken-Wettfahrten (die zweite Langstrecke war zugleich die Stadtmeisterschaft im Segeln) wurden alle Mittwochsregatten im Känguru-Verfahren gestartet: Das Boot mit dem geringsten Geschwindigkeits-Potenzial startet als erstes, das schnellste Boot zuletzt. Nutzen alle Segler das Potenzial ihres Bootes optimal, so müssten sie zur vereinbarten Zielzeit (jeweils um 20.15 Uhr) gleichauf sein. Das sind sie natürlich seltenst – und so schreibt jede Crew auf, welches Boot vor und hinter ihr gerade war. An Land werden die Zettel sortiert und schon steht jeden Mittwochabend die Ergebnisliste.

Um in die Jahreswertung zu kommen, genügen fünf Teilnahmen – respektive die besten fünf Ergebnisse. 38 Boote hatten diese fünf Ergebnisse in die Wertung einbringen können, obwohl die Monate Mai und Juni ziemlich verregnet waren. Die Saison 2016 verbuchte keine nennenswerten Schäden an Teilnehmer und Material. Einzig ein Seezeichen wurde verbogen, weil Strömung in diesem Bereich bei Flaute ein Schiff auf selbiges drückte. Mittwochsregatten wie in Friedrichshafen haben sich auch rund um den See etabliert, doch kein Verein kommt gleich auf 17 solcher Wettfahrten.

Zur Siegerehrung, einem beliebten Abschluss dieser Serie, waren über 50 Teilnehmer ins WYC-Clubhaus am Hafen gekommen. Für viele gab es neben den Siegerpokalen zahlreiche Sonderpreise, die von der Interboot, Marinesport Kösling und Pfeiffer-Segel in Meersburg gestiftet waren. Präsident Oswald Freivogel, der die Siegerehrung vornahm, dankte bei dieser Gelegenheit dem kompletten Regattateam und den Helfern für ihr Engagement bei dieser Regattaserie. Bericht: Max Rieger, WYC.

Jahreswertung Mittwochsregatta 2016:
(38 Boote haben an mindestens fünf Mittwochsregatten teilgenommen)

1. Peter Gregor mit der Dehler 28 „Pemanini“ (WYC)
2. Philip Wieland mit dem 45 qm Nationalen Kreuzer „Argo“ (WYC)
3. Willi Egger mit dem 806er „Strahl“ (WYC)
4. Walter Müller mit der Nissen 42 „Scylla“ (WYC)
5. Peter Veit mit der Diamant 3000 „Voila !“ (ESC)
6. Fam. Rütten mit der M1 „Erpel“ (WYC)
7. Gabriele Oberhanss-Decker u.a. mit der J80 „Anima Due“ (WYC)
8. Klaus Vonbach mit der Dynamic „Fun No. 1“ (WYC
... Rangliste >

Seit 22 Jahren begehrt: Der Pokal für die Mittwochsregatten des Württembergischen Yacht-Clubs. 2016 hat ihn wieder einmal Peter Gregor mit der Dehler 28 „Pemanini“ gewonnen.
Foto: © Ben Decker

Team Hazel gewinnt den Blu26 Cup Bayern

Alle Teams trafen sich am Freitag - nach einer Trainingssession am Nachmittag - im Bräustüberl in Tegernsee für mindestens ein gemeinsames Bier und ein typisch bayrisches Abendessen. Gekleidet in Lederhosen und Dirndl und guter Stimmung wurde der Start des diesjährigen Bayern Cups (und Oktoberfest) ausgiebig gefeiert.

Für das Wochenende haben sich 14 Boote mit Mannschaft gemeldet. Neu dabei war ein Team um Wolfgang Nemetz vom Wolfgangsee/AUT und eine Team um Petra Brendle vom Bodensee/GER. Bei dieser grossen Flotte konnte im Voraus ein spannender Wettkampf erwartet werden. Nach der offiziellen Begrüssung und dem Skippersmeeting machten sich die Teams segelbereit. Da es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt, war der Regen soweit auch kein Problem.

Kurz nach Mittag konnte die erste Wettfahrt gestartet werden. Die Bedingungen waren nicht einfach. Bei schönen 2-3 Beaufort forderten die Winddreher volle Konzentration. Der erste Lauf über 3 Runden und einer Laufzeit von 57’ konnte das Team Hazel für sich entscheiden.

Leider wurde das Wetter nicht besser und der von SO nach SW drehende Wind erlaubte der Wettfahrtleitung nicht, gleich anschliessend eine zweite Wettfahrt zu starten. Eine Startverschiebung musste signalisiert werden. Diese Pause wurde genutzt um sich im Restaurant Seepferdchen aufzuwärmen und mit einem etwas verspäteten Mittagessen zu stärken.

Gegen 16 Uhr wurde das Signal zum Auslaufen gegeben. Bei einer Windstärke von 3 Beauforts wurde der zweite Lauf der Regatta ausgetragen, wieder über 3 Runden und herrlichen Segelbedingungen, welche ebenfalls Team Hazel für sich entschied. Die dritte Wettfahrt musste wegen den sich stark ändernden Windverhältnissen nach der ersten Luvtonne abgeschossen werden.

Am Abend traf man sich wieder bei ausgelassener Stimmung zum gemeinsamen Abendessen im Yacht Club. Der Sonntag kündigte sich mit vereinzelten Sonnenstrahlen an. Jedoch hatte der Wind stark nachgelassen. An diesem Tag konnte leider keine weitere Wettfahrt durchgeführt werden. Pünktlich zum Auswassern und der Siegerehrung erhöhte sich wieder die Luftfeuchtigkeit... Wir können auf ein leider verregnetes, aber trotzdem gelungenes Wochenende zurückblicken.

Herzlichen Dank an das Herzogliche Bayerische Brauhaus Tegernsee und den weiteren Preissponsoren für die tollen Preise, an die Wettfahrtleitung um Wolfgang Kordes, der Jury um Uli Gasch, dem Sailingcenter mit Stefan Eder, dem Präsidenten des YCBW Peter Kathan und allen Beteiligten, die einen tollen Event auf die Beine gestellt haben.

Der nächste Event ist der Saisonabschluss mit dem Blu26 Cup Zürich am 01/02 Oktober 2016.

Rangliste > 
Bild: © Sailingcenter & Andreas Leder; weitere Bilder >

Blick auf das zweite Interboot-Wochenende

Noch bis Sonntag, 25. September, kann in acht Messehallen die ganze Bandbreite des Wassersports erlebt werden.

Die Interboot ist noch bis Sonntag, 25. September 2016 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Halle B1 ist am Donnerstag zum Sunset Shopping bis 21 Uhr geöffnet. Die Interboot wird über den Eingang West an der Rothaushalle/A1 zugänglich sein. Bus-Shuttles verkehren zwischen Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen an der Messe. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Die Familienkarte ist für 28 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

Sailing Champions League – Showdown in Sardinien

Zwei österreichische Teams im Kampf um Europas Krone.

Von 23. bis 25. September wird Porto Cervo (ITA) wieder das große Finale der Sailing Champions League hosten. Unter Europas Top-Segelclubs rittern auch zwei österreichische Teams um die begehrte Silber - Trophäe. Neben dem amtierenden Österreichischen Meister Yacht Club Bregenz qualifizierte sich der SCTWV Achensee über den CL-Event in St. Petersburg Ende August ebenfalls für das Finale. Insgesamt 32 Teams aus 12 Nationen gehen an diesem Wochenende an der Costa Smeralda an den Start.
Österreichischen Segel-Bundesliga run by SAP am Neusiedlersee, Foto © SBL/David Pichler
Ziel Top-Ten
Für Max Trippolt und seine Crew vom Yacht Club Bregenz ist es bereits die dritte Saison in der Sailing Champions League. Nach einer Wild-Card im Jahr 2014 reisten die Bregenzer letztes Jahr und auch heuer als amtierende Österreichische Meister nach Italien. Das Revier vor der Costa Smeralda ist damit kein neues für YCB-Steuermann Max und sein eingespieltes Team mit Lukas Mähr, Hanno Sohm und Benedikt Höss.

Trotzdem zeigt sich Trippolt zurückhaltend:
„Laut Wettervorhersage sind für das Wochenende thermische Winde prognostiziert, was am Wasser relativ große Wellen bedeutet. Naturgemäß können wir bei solchen Bedingungen mit unserem Bodensee als Flachwasserrevier auf wenig Erfahrung mit der J/70 zurückgreifen. Wir werden das Hauptaugenmerk auf den Start und gute Bojenmanöver legen, dies wird für den Wettfahrtsverlauf entscheidend sein.“

Es wird also keine leichte Aufgabe sein, den 8. Platz vom letzten Jahr zu verteidigen, ist man sich bei den Bregenzern bewusst: „Das Startfeld ist gegenüber 2015 größer und stärker geworden. Wie auch bei der Segel-Bundesliga hat sich die Konkurrenz gesteigert. Zudem fehlt uns heuer auch ein bisschen die Trainingspraxis auf der J/70. Lukas Mähr konnte verletzungsbedingt erst vor zwei Tagen das erste Mal wieder mit uns aufs Boot steigen. Da haben wir bei schönem Wind unsere einzige Trainingseinheit zu Viert absolviert.“

Nichtsdestotrotz blickt Max Trippolt positiv in Richtung erste Wettfahrten: „Wir sind voll motiviert und peilen definitiv wieder einen Top-Ten-Platz an!“

Insgesamt 32 Teams aus 12 Nationen, darunter Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien und Schweden gehen an diesem Wochenende vor Porto Cervo auf die Jagd. Das Startfeld setzt sich aus den jeweiligen Meistern 2015 aus den nationalen Ligen sowie den besten Mannschaften aus der CL-Vorrunde in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Teams können auf die Unterstützung durch Top-Segler verschiedener olympischer Klassen setzen.

Olympiareife Verstärkung
So auch das zweite österreichische Team, das in Sardinien an den Start geht. Der SCTWV Achensee, seines Zeichen auch frischgebackener Österreichischer Vizemeister 2016 , holte beim Qualifikationsevent in St. Petersburg Ende August den hervorragenden sechsten Platz und sicherte sich damit die Teilnahme am Finale in Porto Cervo. Dafür hat sich das Team rund um Steuermann Michael Meister mit Nico Delle Karth einen vierfachen Olympiateilnehmer an Bord geholt.

"Wir haben mittlerweile das für uns etwas enttäuschende SBL Finale in Bregenz verdaut und freuen uns jetzt auf ein tolles Champions League Finale in Porto Cervo. Im Unterschied zu Bregenz werden Stefan Warminger und ich durch Nico Delle Karth als Taktiker und Thomas Warminger am Vorschiff verstärkt. Speziell das Engagement von Nico freut uns sehr. Wir wollen die Möglichkeit nutzen von seiner umfassenden seglerischen Erfahrung sowohl hier in Porto Cervo als auch für unsere zukünftige seglerische Entwicklung zu profitieren,“ so Simon Meister über die Erwartungshaltung für Sardinien.

Die Sailing Champions League live erleben
Gejagter an diesem Wochenende ist Titelverteidiger „Royal Norwegian Yacht Club“, der sich beim Finale 2015 mit sieben Siegen in 10 Wettfahrten überlegen die Trophäe sicherte.

Gesegelt wird auf der Einheitsbootsklasse J/70, die der Yacht Club Costa Smeralda zur Verfügung stellt.
Die kurzen, schnellen Fleetraces sind von Freitag bis Sonntag angesetzt, heute Donnerstag stand für die Teams noch ein Trainingstag am Programm, um sich mit der renommierten Regattastrecke vor Porto Cervo vertraut zu machen.

SAP ist nicht nur Partner und Hauptsponsor der heimischen Segel-Bundesliga, sondern auch der Sailing Champions League. Der Startschuss für das erste Rennen ist für Freitag 11.30 Uhr geplant, die gesamte Regatta wird über SAP Sailing Analytics getracked und kann auf https://scl2016.sapsailing.com live mitverfolgt werden.
Bericht: Mag. Anna Sollereder SBL.

Alle Informationen und Ergebnisse auch unter sailing-championsleague.com

Sailing Champions League 23. – 25. September 2016
Yacht Club Smeralda, Porto Cervo, Italien

Aktuelle Startliste
Austria - SCTWV Achensee
Austria - Yacht Club Bregenz
Denmark - Skovshoved Sejlklub
Denmark - Hellerup Sejlklub
Finland - Wasa Segelförening
France - Centre de Voile de Saint Quentin
Germany - Berliner Yacht-Club
Germany - Deutscher Touring Yacht-Club
Germany - Münchner Yacht-Club
Germany - Norddeutscher Regatta Verein
Great Britain - Hayling Island Sailing Club
Italy - Club Canottieri Roggero Di Lauria
Italy - Società Velica di Barcola e Grignano
Italy - Yacht Club Costa Smeralda
Italy - Yacht Club Adriaco
Norway - Åsgårdstrand Seilforening
Norway - Arendals Seilforening
Norway - Royal Norwegian Yacht Club
Poland - Yacht Club Sopot
Russia - St. Petersburg Yacht Club
Russia - Yacht Club Navigator
Sweden - Halmstad Segelsällskapet
Sweden - Värmdö Jolleseglare
Switzerland - Regattaclub Bodensee
Switzerland - Regatta Club Oberhofen
Switzerland - Société Nautique de Genève
The Netherlands - RR & ZV Maas en Roer
The Netherlands - WV Uitdam

Mittwoch, 21. September 2016

Genfersee oder Bodensee?

Showdown am Zürichhorn: Genfersee oder Bodensee - wohin geht der Cup für den besten Schweizer Segelclub?

Mit hauchdünnen zwei Punkten Vorsprung auf die Société Nautique de Genève geht der Regattaclub Bodensee in die Finalrunde der Schweizer Segel-Nationalliga, welche vom 23. bis 25. September beim Zürcher Segel Club stattfindet. Um die Führung zu erobern, müssen die Genfer in der Finalrunde mindestens drei Plätze vor dem St.Galler Regattaclub Bodensee klassiert sein. Die Genfer haben sich für diese Mission u.a. das Nachwuchstalent Guillaume Rigot ins Boot geholt. Rigot gehört auch zum Schweizer Team Tilt, welches nächstes Jahr am Youth America’s Cup teilnimmt.

Um Platz 3 kämpft der Titelverteidiger Regattaclub Oberhofen (Thunersee) mit dem erfahrenen Match Race Segler Alain Stettler als Steuermann gegen die nachdrängenden Segler der Société Nautique Rolloise und des Yachtclubs Bielersee. Beim Yachtclub Bielersee sitzt mit Lorenz Müller ein weiterer Spitzen-Match-Race-Segler am Ruder. Beim Thunersee Yachtclub steuert Patrick Zaugg, der gerade eben Europameister in der Melges24 Bootsklasse geworden ist. Spannende Segelduelle zwischen den besten Seglern der Schweiz und den besten Schweizer Segelclubs sind also garantiert.

Sportinteressierte können die Regatten im Race Village am Zürichhorn mitverfolgen. Die Regatten werden dort auf einem Grossbildschirm live übertragen. Genauso können sich Interessierte die Regatten live auf’s Smartphone, Tablet oder den Computer holen. Neu gibt es einen interaktiven Chat direkt mit dem Startschiff und den anderen Zuschauern. So sind die Zuschauer interaktiv mit in die Regatten eingebunden -> http://swiss-sailing-league.ch/race-tracking/

Die Swiss Sailing Super League wurde dieses Jahr über fünf Spielrunden ausgetragen. Locarno, Neuenburg, Genf, Kreuzlingen waren die bisherigen Austragungsorte, und nun folgt das Finale in Zürich. Die zwölf Clubs der obersten Schweizer Segel-Nationalliga mussten sich mit den unterschiedlichsten Wind- und Wetterbedingungen auseinandersetzen - Flaute und Sturmböen, Wellen und Strömung, Regen und Sonnenschein. Am Saisonfinale in Zürich wird nun der beste Segelclub der Schweiz gekürt. Der Club, der über die ganze Saison die beste Leistung gezeigt hat, kann den begehrten Swiss Sailing League Cup für ein Jahr mit nach Hause nehmen. Die drei Topplatzierten der Swiss Sailing Super League werden die Schweiz zudem im kommenden Jahr an der Sailing Champions League repräsentieren.

Die drei letztplatzierten Clubs hingegen steigen in die zweite Liga, die Swiss Sailing Challenge League, ab und werden durch die Seglervereinigung Kreuzlingen, BT La Neuveville und den Zürcher Yachtclub ersetzt, welche das Podest der Sailing Challenge League 2016 gebildet und sich damit für die Super League 2017 qualifiziert haben.
Bericht: Felix Somm, SSL.
Foto: © Claudia Somm /SSL

Dienstag, 20. September 2016

Finale der SAILING Champions League auf Sardinien

Am Freitag starten die 32 besten Segelclubs Europas im Finale der SAILING Champions League in Porto Cervo/Sardinien. Es geht um die begehrte Silberschale von Robbe & Berking und den Titel des besten Segelclub Europas.

An der Costa Smeralda kommt es an diesem Wochenende erneut zum Stelldichein der besten Segelclubs Europas. Unter anderem aus Finnland, Italien, Großbritannien, Russland, Dänemark, Schweden und Deutschland kommen die 32 Clubs nach Sardinien, um dem amtierenden Champion, dem Königlich Norwegischen Yacht-Club, den Titel streitig zu machen.

Für das große Finale auf Sardinien haben sich die Sieger der nationalen Segel-Ligen qualifiziert sowie die besten Vereine aus der Vorrunde in St. Petersburg vor knapp vier Wochen (Act 1). Vier deutsche Clubs haben sich ebenfalls für das Finale qualifiziert: Der Deutsche Touring Yacht-Club als amtierender Deutscher Meister, der Berliner Yacht-Club, der Norddeutsche Regatta Verein und der Münchner Yacht-Club.

Zahlreiche Top-Segler aus verschiedenen olympischen und internationalen Klassen besetzen die Wettkampfboote in diesem international beachteten Wettkampf um die europäische Meisterschale. Darunter z.B. Petter Mørland Pedersen (Arendals Seilforening, Norwegen) vierter Platz bei den Olympischen Spielen in London 2012 im Starboot, Bo Petersen (Hellerup Yachtclub, Dänemark) Europameister im Dinghy 2016 oder Konrad Floryan (Hellerup Sejlklub, Dänemark) Weltmeister im Yngling 2015.

Der Startschuss für das erste Rennen fällt Freitag um 10.00 Uhr. Alle Wettfahrten inklusive der Ergebnisse können im SAP Live Center unter scl2016.sapsailing.com verfolgt werden. Am Samstag und Sonntag startet die Live-Berichterstattung jeweils um 12.00 Uhr. Die Rennen live und alle weiteren Informationen auf sailing-championsleague.com.
Bericht: Sophie-Karolin Wehner, SAILING Champions League.