Segeln mit Lenkrachen auf Booten. Erster Test mit TeamGaebler auf der Kieler Förde.
Viel Spass, Adrenalin und Emotionen. Das waren die spontanen Reaktionen bei der Deutschland Premiere und dem Test des neuen KiteTenders zur Kieler Woche.
Die Idee ist nicht neu. Doch es mal mit einem wirklich ausgereiften und Serien-Boot zu präsentieren ist ein großer Schritt nach vorne für einen neuen und spektakulären Actionsport. TeamGaebler ist immer offen für Innovationen und hatte die Chance es auf der Kieler Woche zu präsentieren.
Jeder der mal einen modernen profilierten Lenkdrachen auf dem Wasser oder an Land in der Hand gehabt hat, kann dieses fliegende Segel nicht mehr los lassen. Es ist einfach Spaß pur mit dem Wind und einem Lenkdrachen zu spielen. Die Kite-Surfer zeigen es schon lange vor, was man damit alles mit anstellen kann (Freestyle, Wave, Speed, Race u.a.).
Wir fahren seit rund 15 Jahren mit dem Kite-Buggy an den Stränden der Nordsee- und Atlantik Küste. So lag es nahe, dass wir es auch auf dem Wasser ausprobieren müssen. Jetzt hatten wir die Chance auf der Kieler Förde. Es hat 30min Training gereicht und wir flogen über das Wasser.
Mit dem KiteTender ist wirklich ein schlüssiges Konzept gekommen. Daraus wird sicher eine neue Trendsportart entstehen sowie auch Fun- und Race Events. Der KiteTender bringt das Segeln mit Lenkdrachen auf Booten in einer professionellen Weise zusammen.
Es ist relativ leicht zu erlernen. Die Idee es zu zweit an Bord zu erleben ist auch sehr interessant. Der Kite Lehrer kann bei den ersten Versuchen direkt an Bord mitfahren. Es ist praktisch ein 1:1 Coaching möglich. Schneller kann man das Kiten auf dem Wasser nicht lernen. Let´s have some Fun!
So ein KiteTender kostet rund 6.000€ Wer hat´s erfunden? Die fliegenden Holländer Peter Renssen.
Mehr Info gibt es hier www.kitetender.nl
Ein einfacher Foiler für Lenkdrachen ist auch schon in Planung. Dazu werden in den nächsten Wochen erste Design Ideen vorgestellt. Lenkdrachen mit ultraschnellen Booten und Foilern. Ein neuer Action- und Funport ist auf dem Wege die Segelwelt zu erobern…..
Bericht: Roland Gaebler
Sonntag, 28. Juni 2015
Donnerstag, 25. Juni 2015
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| Harder Cup 20./21.06.2015 - Lacuster beim Start, Foto © Kempter |
Dienstag, 23. Juni 2015
J70-Segler wollen sich eine heiße „Schlacht“ liefern
Bodensee-Meisterschaft „Lake Constance Battle“ beim WYC in Friedrichshafen.
WYC / Rund 20 Mannschaften werden beim dritten Lauf der Bodenseemeisterschaft der J70-Klasse – die „Lake Constance Battle, Vol. 3“ – am Wochenende (27. und 28. Juni) zum Württembergischen Yacht-Club nach Friedrichshafen kommen. Die Teilnehmer stammen aus allen drei Bodensee-Anrainerstaaten, zwei der jeweils vierköpfigen Teams kommen vom Starnberger See. Maximal 15 kurze Wettfahrten sind geplant.
Für die Bodenseemeisterschaft der J70 – seit zwei Jahren als Einheitsklasse am See propagiert – zählt das Boot. Da liegen nach den ersten beiden Läufen (in Lindau und Langenargen) die „Touring Junior“ aus Tutzing und die „Königin Teresa“ des Lindauer Segler-Clubs in Führung. Beide Boote sind auch beim WYC am Start. Das Lindauer Boot wird wie gewohnt von Veit Hemmeter gesteuert, bei den Tutzingern geht diesmal Marco Tarabochia ins Rennen. Tino Mittelmeier vom SMC Überlingen, Vorjahressieger der Häfler Regatta, ist ebenso gemeldet wie die zweitplatzierte Crew mit WYC-Lokalmatador Max Rieger.
Dass die Wahl der J70 die richtige Entscheidung für eine neue Einheitsklasse war, zeigt sich an den steigenden Meldezahlen: Neun Boote mehr als vergangenes Jahr stehen beim WYC auf der Meldeliste. Nicht weniger als acht Bundesliga-Teams (die erste Liga segelt ebenfalls auf J70) werden in Friedrichshafen erwartet, alle nutzen die Regatta als Trainingstermin vor dem unmittelbar folgenden Bundesliga-Wochenende an der Ostsee. Mit sehr engen, spannenden Rennen kann also gerechnet werden.
Der WYC schickt zwei Teams ins Rennen. Auf der von Sponsoren und der Stadt Friedrichshafen mitfinanzierten „Led Zeppelin“ (Vorjahressieger der Bodenseemeisterschaft) segeln Max Rieger, Felix Diesch, Anian Schreiber und Marvin Frisch, auf der privaten „Jai“ gehen Sophia Diesch als Steuerfrau, Kevin Mehlig und Yannik Hafner an den Start.
Der erste Start soll am Samstag um elf Uhr sein. Die Regattabahn wird voraussichtlich in Sichtweite des Yachthafens an der Uferstraße liegen. Wettfahrtleiter ist Conrad Rebholz. Das Wetter könnte – glaubt man den Langfrist-Prognosen – recht wechselhaft werden: viel Wind mit viel Regen am Samstag, kein Wind ohne Regen am Sonntag. Man wird sehen ...
Die Bodensee-Meisterschaft der J70 wird fortgesetzt mit zwei Regatten im August und September in Bregenz und Konstanz. Bericht: Oswald Freivogel.
WYC / Rund 20 Mannschaften werden beim dritten Lauf der Bodenseemeisterschaft der J70-Klasse – die „Lake Constance Battle, Vol. 3“ – am Wochenende (27. und 28. Juni) zum Württembergischen Yacht-Club nach Friedrichshafen kommen. Die Teilnehmer stammen aus allen drei Bodensee-Anrainerstaaten, zwei der jeweils vierköpfigen Teams kommen vom Starnberger See. Maximal 15 kurze Wettfahrten sind geplant.
Für die Bodenseemeisterschaft der J70 – seit zwei Jahren als Einheitsklasse am See propagiert – zählt das Boot. Da liegen nach den ersten beiden Läufen (in Lindau und Langenargen) die „Touring Junior“ aus Tutzing und die „Königin Teresa“ des Lindauer Segler-Clubs in Führung. Beide Boote sind auch beim WYC am Start. Das Lindauer Boot wird wie gewohnt von Veit Hemmeter gesteuert, bei den Tutzingern geht diesmal Marco Tarabochia ins Rennen. Tino Mittelmeier vom SMC Überlingen, Vorjahressieger der Häfler Regatta, ist ebenso gemeldet wie die zweitplatzierte Crew mit WYC-Lokalmatador Max Rieger.
Dass die Wahl der J70 die richtige Entscheidung für eine neue Einheitsklasse war, zeigt sich an den steigenden Meldezahlen: Neun Boote mehr als vergangenes Jahr stehen beim WYC auf der Meldeliste. Nicht weniger als acht Bundesliga-Teams (die erste Liga segelt ebenfalls auf J70) werden in Friedrichshafen erwartet, alle nutzen die Regatta als Trainingstermin vor dem unmittelbar folgenden Bundesliga-Wochenende an der Ostsee. Mit sehr engen, spannenden Rennen kann also gerechnet werden.
Der WYC schickt zwei Teams ins Rennen. Auf der von Sponsoren und der Stadt Friedrichshafen mitfinanzierten „Led Zeppelin“ (Vorjahressieger der Bodenseemeisterschaft) segeln Max Rieger, Felix Diesch, Anian Schreiber und Marvin Frisch, auf der privaten „Jai“ gehen Sophia Diesch als Steuerfrau, Kevin Mehlig und Yannik Hafner an den Start.
Der erste Start soll am Samstag um elf Uhr sein. Die Regattabahn wird voraussichtlich in Sichtweite des Yachthafens an der Uferstraße liegen. Wettfahrtleiter ist Conrad Rebholz. Das Wetter könnte – glaubt man den Langfrist-Prognosen – recht wechselhaft werden: viel Wind mit viel Regen am Samstag, kein Wind ohne Regen am Sonntag. Man wird sehen ...
Die Bodensee-Meisterschaft der J70 wird fortgesetzt mit zwei Regatten im August und September in Bregenz und Konstanz. Bericht: Oswald Freivogel.
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Die J70 beim Start zur „Battle“ im vorigen
Jahr. Diesmal werden rund 20 Mannschaften erwartet – deutlich mehr als im
Vorjahr. Foto: © WYC/Göbner
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Die J70 beim Start zur „Battle“ im vorigen
Jahr. Diesmal werden rund 20 Mannschaften erwartet – deutlich mehr als im
Vorjahr. Foto: © WYC/Göbner
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Montag, 22. Juni 2015
Segeln wie auf der Ostsee
12 Grad Lufttemperatur und Dauerregen - das waren die Bedingungen beim Harder Cup der Lacustre, 30 qm Schärenkreuzer und 45er Nationale Kreuzer am Wochenende (20./21. Juni).
Und dazu kam so viel Wind, dass es für sechs Wettfahrten reichte. Am Samstag stand ein Gewitter wie festgenagelt über dem Appenzell und brachte dauernd zwei bis vier Beaufort, mit ständigen Drehern von 20 Grad. Dazu goss es streckenweise wie aus Kübeln. Trotz der widrigen Bedingungen konnten die beiden Wettfahrtleiter Thomas und Jürgen Peter vom gastgebenden Yachtclub Hard vier Wettfahrten über die Bahn bringen. Am Sonntag war das Wetter ähnlich. Und pünktlich zum Ende der beiden Läufe klarte es auch auf.
15 Lacustres hatten gemeldet, am besten kam Erich Buck vom Yacht Club Langenargen mit den wechselnden Bedingungen zu Recht. Er hat sogar in der zweiten Wettfahrt seinen Vorschoter verloren und trotzdem noch den Lauf als Erster beendet. Der Vorschoter konnte sich gerade noch an der Spischot festhalten und kletterte übers Heck an Deck. Zweiter wurde Martin Zobl vom Zürcher Yacht Club. Den dritten Platz belegte Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club. Die ersten drei hatten einen deutlichen Vorsprung vor dem Feld. Hemmeter kam in der Endabrechnung auf 13 Punkte, der Vierte hatte bereits 31.
Bei den elf 30 qm Schärenkreuzern siegte Rolf Winterhalter von den Jollenseglern Reichenau vor Kurth Huppenkothen vom Bregenzer Segel-Club und Mike Rösch vom Yachtclub Insel Reichenau.
Die 45 qm Nationale Kreuzer hatten acht Schiffe im Wettbewerb, es siegte Christian Severens vom Württembergischen Yacht-Club vor Michael Good vom Yacht Club Kreuzlingen und Florian Schmid vom Yacht Club Langenargen. Bericht: Stephan Frank. Ergebnisse >
Und dazu kam so viel Wind, dass es für sechs Wettfahrten reichte. Am Samstag stand ein Gewitter wie festgenagelt über dem Appenzell und brachte dauernd zwei bis vier Beaufort, mit ständigen Drehern von 20 Grad. Dazu goss es streckenweise wie aus Kübeln. Trotz der widrigen Bedingungen konnten die beiden Wettfahrtleiter Thomas und Jürgen Peter vom gastgebenden Yachtclub Hard vier Wettfahrten über die Bahn bringen. Am Sonntag war das Wetter ähnlich. Und pünktlich zum Ende der beiden Läufe klarte es auch auf.
15 Lacustres hatten gemeldet, am besten kam Erich Buck vom Yacht Club Langenargen mit den wechselnden Bedingungen zu Recht. Er hat sogar in der zweiten Wettfahrt seinen Vorschoter verloren und trotzdem noch den Lauf als Erster beendet. Der Vorschoter konnte sich gerade noch an der Spischot festhalten und kletterte übers Heck an Deck. Zweiter wurde Martin Zobl vom Zürcher Yacht Club. Den dritten Platz belegte Veit Hemmeter vom Lindauer Segler-Club. Die ersten drei hatten einen deutlichen Vorsprung vor dem Feld. Hemmeter kam in der Endabrechnung auf 13 Punkte, der Vierte hatte bereits 31.
Bei den elf 30 qm Schärenkreuzern siegte Rolf Winterhalter von den Jollenseglern Reichenau vor Kurth Huppenkothen vom Bregenzer Segel-Club und Mike Rösch vom Yachtclub Insel Reichenau.
Die 45 qm Nationale Kreuzer hatten acht Schiffe im Wettbewerb, es siegte Christian Severens vom Württembergischen Yacht-Club vor Michael Good vom Yacht Club Kreuzlingen und Florian Schmid vom Yacht Club Langenargen. Bericht: Stephan Frank. Ergebnisse >
| Buck-Hemmeter-Zobel, Foto © Kempter |
| Lacuster beim Start, Foto © Kempter |
| baden..., Foto © Kempter |
| baden..., Foto © Kempter |
Samstag, 20. Juni 2015
Riva Classics in der Bodensee-Marina ULTRAMARIN
Die schwimmenden Schönheiten treffen sich zum vierten Mal auf dem Bodensee.
Der Bodensee mit seinen romantischen Badebuchten und der herrlichen Kulisse der Alpenkette muss es den Besitzern der Riva-Boote aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden angetan haben. Zum vierten Mal bringen sie vom 25. bis 28. Juni ihre teils über 50 Jahre alten Aquarama, Ariston oder Superflorida in die ULTRAMARIN-Marina in Kressbronn-Gohren. Dort feiert der Riva Club Deutschland vier Tage lang die „Riva Classics 2015“ am Bodensee. Beim größten Riva-Treffen Deutschlands sind die Boote auch in Unteruhldingen, Friedrichshafen oder vor der Insel Mainau zu bewundern.
„My Old Ladies“ nannte Carlo Riva die von ihm zwischen 1950 und 1996 in der Werft in Sarnico am norditalienischen Iseosee entworfenen und gebauten Boote. Seine Ladies wurden schon früh zu Symbolen für Noblesse und Geschwindigkeit auf den Seen Europas, aber auch in den Häfen am Mittelmeer oder vor der Küste Floridas. Die „Rolls Royce des Meeres“ fuhren in den 1960er Jahren Gunter Sachs, Sean Connery und Sophia Loren. Selbst Diven wie Brigitte Bardot räkelten sich in der Blütezeit des Jetset auf der Liegewiese des Riva-Flaggschiffs Aquarama. Diese Prominenz und die Schönheit der Boote mögen wohl Gründe sein, wieso die Rivas heute zu den beliebtesten Oldtimern auf dem Wasser gehören, exorbitant hohe Anschaffungs- und Restaurierungspreise inklusive. Für die von 1962 bis 1996 in drei unterschiedlichen Varianten lediglich 768 Mal gebaute und jeweils mit zwei V8-Motoren angetriebene Aquarama muss man schon den Preis einer Immobilie investieren.
Auch die Ariston, Corsaro und Florida sind weltweit gesucht. „Insgesamt soll es nur noch 2.000 fahrbereite Rivas geben, gut 50 davon liegen am Bodensee“, schätzt der Vizepräsident des Riva-Club Deutschland, Jan Leuschke, der eine Olympic besitzt. Kein Wunder, dass bei den Riva Classics 2015 in der Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren immer Motorenexperten oder Riva-Restauratoren in greifbarer Nähe sind: Andreas Hagner aus Mühlhofen wird die Boote auch am Samstag (27. Juni) bei ihrem großen Ausflug über den See, von Gohren nach Unteruhldingen zu den Pfahlbauten und dann weiter zur Insel Mainau, begleiten. „Es kann immer Ausfälle geben, wie beim rollenden Oldtimer auch“, sagt der Bootsbauer, der seit 15 Jahren Rivas teils aus Wracks neu aufbaut oder in den Originalzustand zurückversetzt. Der Meister-Restaurator bekam 2013 in Sarnico aus den Händen Carlo Rivas den Preis für die „originalgetreueste Restaurierung einer Riva“ überreicht. „Der Handschlag von Carlo Riva und die Gratulation, das war für mich der Ritterschlag“, erzählt Hagner noch heute von der Überraschung. Ähnlich weiche Knie habe er auch bekommen, als er vor zehn Jahren erstmals das Werftgelände besucht habe, und der „Ingegnere“ aus seinem Büro kam, um „buon giorno“ zu sagen. Über 4.300 Mahagoni-Boote sind dort entstanden, bevor die Werft verkauft wurde.
Für den Friedrichshafener Rudolf Rück, der das Treffen des Riva-Clubs organisierte und sich über 70 Teilnehmer mit 27 Booten freut, steht fest: „Der Bodensee ist das ideale Revier für diese wunderschönen und sehr seltenen Klassiker. Wenn diese am Donnerstagabend sicher im Hafen der Marina liegen, bin ich überglücklich“. Dann freuen sich auch die Mitglieder nicht nur über die Ausfahrten auf dem See, sondern auch über den Besuch im Schloss von S.K.H. Herzog von Württemberg in Friedrichshafen. Sonntags fahren fünf Riva-Besitzer mit ihren auf Trailern und Lastwagen festgezurrten Schätzen weiter nach Venedig, um dort ein Wochenende lang mit dem italienischen Club zu feiern, den Mythos Riva weiter zu pflegen und die Schönheiten der Öffentlichkeit vorzuführen.
Die Rivas begutachten können Bootsliebhaber von Donnerstagnachmittag bis Sonntagmittag in der Meichle + Mohr Marina ULTRAMARIN in Kressbronn-Gohren (25. bis 28. Juni). Dort liegen die Boote immer bis die Ausfahrten um 11.00 beginnen. Mittags sind sie wieder ab 16.00 Uhr im Hafen. Am Freitag liegt die Riva-Flotte mittags im Hafen des WYC in Friedrichshafen, am Samstag fahren die Rivas nach Unteruhdlingen und zur Insel Mainau. Am Sonntag steht um 11.30 Uhr der Concours d’ Elégance in der Marina ULTRAMARIN auf dem Plan. Danach fahren die Boote in die Fussacher Bucht. Ab 16.00 Uhr werden sie im Hafen verladen. Info: www.ultramarin.
Der Bodensee mit seinen romantischen Badebuchten und der herrlichen Kulisse der Alpenkette muss es den Besitzern der Riva-Boote aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden angetan haben. Zum vierten Mal bringen sie vom 25. bis 28. Juni ihre teils über 50 Jahre alten Aquarama, Ariston oder Superflorida in die ULTRAMARIN-Marina in Kressbronn-Gohren. Dort feiert der Riva Club Deutschland vier Tage lang die „Riva Classics 2015“ am Bodensee. Beim größten Riva-Treffen Deutschlands sind die Boote auch in Unteruhldingen, Friedrichshafen oder vor der Insel Mainau zu bewundern.
„My Old Ladies“ nannte Carlo Riva die von ihm zwischen 1950 und 1996 in der Werft in Sarnico am norditalienischen Iseosee entworfenen und gebauten Boote. Seine Ladies wurden schon früh zu Symbolen für Noblesse und Geschwindigkeit auf den Seen Europas, aber auch in den Häfen am Mittelmeer oder vor der Küste Floridas. Die „Rolls Royce des Meeres“ fuhren in den 1960er Jahren Gunter Sachs, Sean Connery und Sophia Loren. Selbst Diven wie Brigitte Bardot räkelten sich in der Blütezeit des Jetset auf der Liegewiese des Riva-Flaggschiffs Aquarama. Diese Prominenz und die Schönheit der Boote mögen wohl Gründe sein, wieso die Rivas heute zu den beliebtesten Oldtimern auf dem Wasser gehören, exorbitant hohe Anschaffungs- und Restaurierungspreise inklusive. Für die von 1962 bis 1996 in drei unterschiedlichen Varianten lediglich 768 Mal gebaute und jeweils mit zwei V8-Motoren angetriebene Aquarama muss man schon den Preis einer Immobilie investieren.
Auch die Ariston, Corsaro und Florida sind weltweit gesucht. „Insgesamt soll es nur noch 2.000 fahrbereite Rivas geben, gut 50 davon liegen am Bodensee“, schätzt der Vizepräsident des Riva-Club Deutschland, Jan Leuschke, der eine Olympic besitzt. Kein Wunder, dass bei den Riva Classics 2015 in der Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren immer Motorenexperten oder Riva-Restauratoren in greifbarer Nähe sind: Andreas Hagner aus Mühlhofen wird die Boote auch am Samstag (27. Juni) bei ihrem großen Ausflug über den See, von Gohren nach Unteruhldingen zu den Pfahlbauten und dann weiter zur Insel Mainau, begleiten. „Es kann immer Ausfälle geben, wie beim rollenden Oldtimer auch“, sagt der Bootsbauer, der seit 15 Jahren Rivas teils aus Wracks neu aufbaut oder in den Originalzustand zurückversetzt. Der Meister-Restaurator bekam 2013 in Sarnico aus den Händen Carlo Rivas den Preis für die „originalgetreueste Restaurierung einer Riva“ überreicht. „Der Handschlag von Carlo Riva und die Gratulation, das war für mich der Ritterschlag“, erzählt Hagner noch heute von der Überraschung. Ähnlich weiche Knie habe er auch bekommen, als er vor zehn Jahren erstmals das Werftgelände besucht habe, und der „Ingegnere“ aus seinem Büro kam, um „buon giorno“ zu sagen. Über 4.300 Mahagoni-Boote sind dort entstanden, bevor die Werft verkauft wurde.
Für den Friedrichshafener Rudolf Rück, der das Treffen des Riva-Clubs organisierte und sich über 70 Teilnehmer mit 27 Booten freut, steht fest: „Der Bodensee ist das ideale Revier für diese wunderschönen und sehr seltenen Klassiker. Wenn diese am Donnerstagabend sicher im Hafen der Marina liegen, bin ich überglücklich“. Dann freuen sich auch die Mitglieder nicht nur über die Ausfahrten auf dem See, sondern auch über den Besuch im Schloss von S.K.H. Herzog von Württemberg in Friedrichshafen. Sonntags fahren fünf Riva-Besitzer mit ihren auf Trailern und Lastwagen festgezurrten Schätzen weiter nach Venedig, um dort ein Wochenende lang mit dem italienischen Club zu feiern, den Mythos Riva weiter zu pflegen und die Schönheiten der Öffentlichkeit vorzuführen.
Die Rivas begutachten können Bootsliebhaber von Donnerstagnachmittag bis Sonntagmittag in der Meichle + Mohr Marina ULTRAMARIN in Kressbronn-Gohren (25. bis 28. Juni). Dort liegen die Boote immer bis die Ausfahrten um 11.00 beginnen. Mittags sind sie wieder ab 16.00 Uhr im Hafen. Am Freitag liegt die Riva-Flotte mittags im Hafen des WYC in Friedrichshafen, am Samstag fahren die Rivas nach Unteruhdlingen und zur Insel Mainau. Am Sonntag steht um 11.30 Uhr der Concours d’ Elégance in der Marina ULTRAMARIN auf dem Plan. Danach fahren die Boote in die Fussacher Bucht. Ab 16.00 Uhr werden sie im Hafen verladen. Info: www.ultramarin.
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