Mittwoch, 13. Januar 2016

J/70 GER 772 - "Neues" Boot am Bodensee

J/70 GER 772 - Das ehemalige Bundesligaboot geht an den Bodensee.

Anfangs Januar 2016 hat die Eignergemeinschaft Buck/Winkelhausen ihre neue J/70 übernommen. Die Crew wird in Zukunft die Bodensee Einheitsklassen Regatten segeln, aber auch internationale Regatten wie der Primo Cup 2016 und die Europameisterschaft 2016 in Kiel sind fest geplant.
Quelle: J/70 Deutsche Klassenvereinigung

Foto: © J/70 Deutsche Klassenvereinigung 'Sven Jürgensen'

Montag, 11. Januar 2016

ROTWEISS Sprühwachs im 5 Liter Kanister

ROTWEISS Produkte aus Wasserburg am Bodensee bringt gleich zu Beginn des Jahres 2016 auf vielfachen Wunsch eine Erweiterung des Produktangebotes.

Das ROTWEISS Sprühwachs im 5 L Gebinde für den „Großeinsatz“ für Objekte wie Reisemobile, Boote und Fluggeräte und zum Wiederbefüllen der 500 ml Sprühflasche.

Das Sprühwachs ist sehr gefragt, wenn besonderer Wert auf topgepflegte und gutaussehende Oberflächen gelegt wird, ohne viel Zeit und Mühe zu investieren. Es ist somit eine hervorragende und schnelle Alternative zur konventionellen Politur und Oberflächenversiegelung.

Gerade im Wassersportbereich werden durch die Sonneneinstrahlung und das Salzwasser besondere Anforderungen an die Pflegemittel gestellt, ebenso bei Reisemobilen und Wohnwagen.

Die Verarbeitung von ROTWEISS Sprühwachs ist dabei besonders angenehm, weil so leicht und einfach wie Staubwischen. Mit der Sprühflasche lässt sich das Pflegemittel flächig oder punktgenau aufbringen. Das Produkt kann auf trockenen wie auf feuchten Oberflächen angewendet werden. Nur aufsprühen, mit Mikrofasertuch verteilen, mit zweitem, trockenem Mikrofasertuch abtrocknen - fertig! Wichtig: nicht antrocknen lassen.

So entsteht ein lang anhaltender Schutzfilm mit außergewöhnlich gutem Abperleffekt. Durch die gute wasser- und schmutz abweisende Wirkung lassen sich die Regenstreifen und Salzrückstände deutlich leichter entfernen. Das ROTWEISS Sprühwachs kann durch sein spezielles Wachs jedoch auch auf Mattlacken und -folien verwendet werden. Während bei polierten Oberflächen der Glanzgrad durch das Wachs gesteigert wird, wird der Matteffekt dagegen nicht beeinflusst.

Die kristallklare Zusammensetzung hinterlässt keine weißen Rückstände auf dunklen Kunststoffteilen, somit ist das Sprühwachs ebenfalls zur Pflege aller Kunststoff- und Gummiteile geeignet. ROTWEISS verzichtet übrigens bewusst auf die Zugabe von umstrittenen Nano-Partikeln!

ROTWEISS Produkte können im Fachhandel oder über den ROTWEISS Online-Shop http://rotweiss24.de bezogen werden. Der empfohlene Verkaufspreis für den 5 Liter Kanister beträgt 99,50 EUR.

ROTWEISS Produkte Josef Zürn
Sandgraben 8 (Gewerbegebiet)
D-88142 Wasserburg am Bodensee
Telefon: +49 (0)8382 890 44
ROTWEISS ist ein Werbepartner von Bodensee-News (BN) und wir freuen uns, wenn Sie ROTWEISS bei Ihrem nächsten Einkauf berücksichtigen.

Regattatraining mit Chris Scherrer

Bluboats und das sailingcenter Tegernsee organisieren nun zum siebten Mal das Winter-Regattatraining am Gardasee.

Während vier Tagen vom 31. März bis am 3. April 2016 stehen Trainingseinheiten auf dem Wasser und zu Land mit Profisegler Christian Scherrer und Stephan Eder auf dem Programm. Neben dem Segeln und der Theorie soll auch das Gesellschaftliche und Kulinarische nicht zu kurz kommen. Das Training wird abgeschlossen mit einer kleinen Regattaserie. Team- und Einzelanmeldungen mit oder ohne Boot sind möglich.
Die Ausschreibung mit allen Infos und Daten ist unter folgendem Link erhältlich: Ausschreibung Regattatraining Garda 2016. Anmeldungen per Email an: info@bluboats.com.

Nach dem Regattatraining am Gardasee folgt an Auffahrt das Blu26 Race Montenegro, welches die Blu26 Klasse mit dem Porto Montenegro Yacht Club und der lokalen Blu26 Flotte in Montenegro organisiert.

Nur zwei Wochen nach der Regatta in Montenegro wird die Jahreswertung, der Bluboats Cup 2016, mit dem Blu26 Cup Zug am Zugersee eröffnet. Zum Bluboats Cup zählen gesamthaft fünf Regatten. Die erste offizielle Schweizermeisterschaft, welche auf dem schönen St. Moritzersee stattfindet, wird bestimmt ein Höhepunkt in der Saison. Für diesen Fleet Race Battle werden die Boote von der Klasse zur Verfügung gestellt und der Event ist auch für Segler ausserhalb der Klasse zugänglich. Für den Bluboats Cup werden vier der fünf Regatten gewertet, die Schweizermeisterschaft in St. Moritz kann nicht gestrichen werden. Quelle: bluboats.com.

BN: Anlässlich des Silbercups beim Yacht-Club Romanshorn (YCRo) findet eine weitere Regatta am 11./12. Juni statt.

Samstag, 9. Januar 2016

Rasanter Ritt mit offener Rechnung

Der Hamburger Hochseesegler Boris Herrmann ist nach 47 Tagen von seiner Weltumseglung zurückgekehrt. Am Freitagabend (8. Januar), um 17.50 Uhr deutscher Zeit, überquerte der 34jährige Navigator mit dem 31,50 Meter langen Trimaran „IDEC Sport“ unter Skipper Francis Joyon (Frankreich) die Ziellinie am Westausgang des Ärmelkanals.
Boris Herrmann am Kap Hoorn
Die Crew der IDEC freut sich auf die Ankunft
Dort war die sechsköpfige Crew am 22. November zur Jules Verne Trophy gestartet. Den Weltrekord von 45 Tagen und knapp 14 Stunden verpasste das Team zwar aufgrund ungünstiger Wetterlagen im Südatlantik. Die Zeit der IDEC Sport liegt bei 47 Tagen, 14 Stunden, 47 Minuten und 38 Sekunden. Dennoch zog auch der einzige Deutsche an Bord trotz enormer Strapazen eine positive Bilanz voller ganz besonderer Höhepunkte, darunter eine neue Rekordzeit für die schnellste Passage durch den Indischen Ozean.

„Die Erschöpfung und Anstrengung ist unbeschreiblich und sitzt allen an Bord tief in den Knochen“, schrieb Boris Herrmann in der siebten und letzten Woche von unterwegs.

„Es war eine lange Zeit ein sehr kalter Kampf mit goldenen Momenten zwischen Himmel und See, wenn das Boot in einer glitzernden Schaumwolke mit unbeschreiblichen 90 km/h über die Weite des Ozeans prescht, tausende Kilometer vom Land und jeder vermeintlichen Rettung entfernt.”

Literweise Adrenalin sei dabei durch ihre Adern geflossen. “Der erste Kaffee und der erste Orangensaft”.
Worauf sie sich am Ende am meisten freuten? „Auf ein Toastbrot mit Marmelade zum Beispiel“, schwärmt der geborene Oldenburger. Das Leben fange quasi noch mal wieder neu an nach fast 50 Tagen totaler Entbehrung. Herrmann: „Der erste Kaffee und der erste Orangensaft, der erste Duft einer Pflanze, das erste Geräusch von Menschen, von Zivilisation, der erste Kuss – das scheint so banal, und ist doch für uns ein langersehnter Hochgenuss.“ Da bleibt der Hochseesegler, der sieben Tage die Woche 24 Stunden funktionieren musste, vor allem auch Mensch. Die sportliche Analyse liefert er dazu.

„Für mich bleibt dieser Rekordversuch rundum ein Erfolg“, sagte Herrmann schon auf den letzten von fast 30.000 Seemeilen, die er nonstop unter Segeln zurückgelegt hatte. Einen neuen Weltrekord habe St. Helena verhindert, jenes Standard-Hochdruckgebiet auf dem Südatlantik, das sich auf Hin- und Rückweg so breit gemacht hat, dass die Passage schlichtweg zu lange dauerte. Dennoch hatte die „IDEC Sport“ bis kurz vor Weihnachten noch auf Rekordkurs gelegen. Mehr als 300 Seemeilen betrug der Vorsprung auf die Rekordhalterin von 2012, „Banque Populaire V“, am 22. Dezember. Nach gut zwei Dritteln der Strecke am berüchtigten Kap Horn schien noch alles drin. Herrmann: „Aber da ahnten wir schon, dass das Wetter uns nicht hold sein würde.“

Nur genau das lasse sich halt nicht so lange im Voraus planen. „Mehr als sechs Tage, also vom Start bis zum Äquator, ist trotz modernster Meteorologie-Daten keine seriöse Vorhersage möglich“, erklärt der Navigator, „danach sind wir ein Stück weit in Gotteshand – oder Spielball einer großen Lotterie.“ Die Weltumsegler teilten den Globus durch die Ozeane in sechs Hauptgewinne ein. „Dabei haben wir zweimal die gleiche Niete gezogen“, so Herrmann.

Rekorde und Durststrecken
Der Nordatlantik hatte der „IDEC Sport“ zunächst die zweitschnellste jemals gesegelte Zeit beschert, knapp hinter der zwölf Meter längeren „Spindrift 2“, die unter Skipper Yann Guichard (ebenfalls Frankreich) parallel zur Jules Verne Trophy gestartet war, den Rekord aber ebenfalls verpasste. Und den Indischen Ozean durchquerte der kleinere der beiden Trimarane in der zweiten Dezember-Woche in sechs Tagen, 23 Stunden und vier Minuten so zügig wie niemals ein Boot zuvor.

Das einzige strategische Fragezeichen setzte die IDEC-Crew hinter den Pazifik, der Licht und Schatten bot. „Wir hätten hinter Neuseeland auf eine extreme südliche Route in Höhe des 62. Breitengrads abbiegen können“, berichtet Boris Herrmann, „aber das hat Francis (der Skipper, d. Red.) zu meiner persönlichen Überraschung schnell verworfen, weil es schlicht und ergreifend viel zu gefährlich gewesen wäre.“ Denn in diesen Breiten des Südpolarmeers droht ständig Eisgang, der dem mehr 80 km/h schnellen Mehrrumpfboot hätte zum Verhängnis werden können. Joyon, der Mann, der seit 2008 den Solo-Weltrekord mit 57 Tagen hält, übernahm Verantwortung und ließ die Vernunft siegen.

Zu jeder Zeit war der Franzose der unangefochtene Leitwolf an Bord, getrieben von seiner unbändigen Motivation, die seine kleine, aber feine Mannschaft mitriss. „Wir haben uns ohne Worte verstanden“, so Boris Herrmann, „haben miteinander und füreinander gekämpft.“ Obwohl schon nach Kap Horn klar war, dass sie am Rekord scheitern würden, wurde weiter verbissen getrimmt, gewinscht, konzentriert gesteuert und manövriert, bis zur totalen Erschöpfung. Mehr noch, es wurde gehämmert, geflext, laminiert, geschraubt, geknotet, gebastelt und erfunden, Gewinde geschnitten, Lager wurden gangbar gemacht, gefeilt, gebohrt und, und, und, um immer wieder technische Probleme aus dem Weg zu räumen.

“Wofür das Ganze?”
Wofür das Ganze, fragte sich Herrmann manches Mal. Es liege zwar in den Genen, „wir können gar nicht anders“. Doch es gab auch moralische Tiefpunkte. „Weihnachten hat mich das Essen so angeekelt bei dem Gedanken an die Familienfeier zuhause, dass ich kurz Tränen in den Augen hatte.“ Doch es seien immer wieder unvergleichlich schöne Momente, die dafür wettmachten. Mutter Natur hielt einen riesigen, etwa 700 Meter breiten Eisberg bereit, der im Sonnenlicht des Südatlantiks geheimnisvoll tief blau leuchtete. Vielleicht wird den Koloss nie wieder jemand erblicken angesichts von 14 Grad Wassertemperatur in der Region.

Auch die Halbzeit-Begegnung auf Sichtweite mit der vermeintlich deutlich überlegenen Konkurrentin „Spindrift 2“, die mit einer 14-köpfigen Crew unterwegs war, zählt Boris Herrmann zu den Highlights seiner dritten Weltumseglung. Die erste hatte er 2009 mit dem Hamburger Felix Oehme beim Portimão Global Ocean Race über Etappen gewonnen; die zweite beim Barcelona World Race 2010/2011 nonstop mit Ryan Breymeier (USA) als Fünfter beendet. Seitdem ist der 34jährige weltweit als Navigator gefragt und hatte voriges Jahr mehrere Streckenrekorde aufgestellt.

Drittschnellste Zeit der Jules Verne Trophy
Der schnellste Deutsche rund um die Welt ist Boris Herrmann allemal mit derdrittschnellsten Zeit, die jemals auf der theoretisch gut 22.000 Seemeilen langen Strecke gesegelt wurde, und das ausschließlich mit Hilfe von Wind- und etwas Sonnenenergie. „Niemals könnte das ein motorgetriebenes Boot schaffen angesichts der Unmengen von benötigtem Kraftstoff“, vergleicht er auch ökologisch, „ein Denkanstoß in punkto Leistungsfähigkeit regenerativer Energiequellen.“

Und wird er noch einen Anlauf nehmen auf die Jules Verne Trophy? Der rasante Ritt lässt eine Rechnung offen. „Als wir schon wussten, dass es diesmal nicht klappen würde, haben wir am Äquator schon lebhaft über Verbesserungspotential diskutiert“, verrät Herrmann, „für einen Rekord braucht es meist drei Versuche.“ Von 28 Anläufen führten bisher nur acht zu einer verbesserten Zeit. Der Navigator sieht bei der Radar- und Infrarottechnik zur Erkennung von Treibeis am meisten Luft nach oben. Dann könnte doch eine kürzere, erfolgversprechendere Südroute eingeschlagen werden. Dann wird es noch einmal wehtun, nochmal diese Entbehrungen, aber eben vor allem unwiederbringliche Glücksmomente schaffen. Bericht: Andreas Kling.

Donnerstag, 7. Januar 2016

SLRG-Arbon: Für die neue Saison bereit

Thurgauer Zeitung / Grund zum Feiern gibt es im neuen Jahr bald einmal für die Crew des Seerettungsdienstes der SLRG Arbon: Die neue Einsatzzentrale am Hafen steht und geht im Frühjahr in Betrieb.

Max Eichenberger / Thurgauer Zeitung
Bei nächtlicher Innenbeleuchtung nehmen Passanten den Pavillonbau mit der ungewöhnlichen achteckigen Grundform auf dem Hafendamm wie einen futuristischen Monolithen wahr. In seiner optischen Erscheinungsform für manche gewöhnungsbedürftig, ist der auf einer Fundation in Leichtbauweise erstellte Pavillon für die Sektion Arbon der SLRG ein Segen.
Im Rohbau steht die neue Einsatzzentrale des SLR-Seerettungsdienstes;
links das Provisorium, das bald ausgedient haben wird. (Bild: © Max Eichenberger/TZ)
Lange erdauert
Denn die zweckdienliche Einsatzzentrale unmittelbar beim Steg, wo ihre Boote liegen, haben die Seeretter der SLRG lange erdauert. Der Rohbau steht plangemäss. Jetzt erfolgt noch der Innenausbau mit der Möblierung, ehe im Laufe des Frühjahres, noch vor Beginn der Wassersportsaison, die Einsatzzentrale in Betrieb genommen werden kann. Damit wird der Baucontainer, der seit beinahe zwanzig Jahren als Provisorium genutzt wird, ausgedient haben. Beim Container hatten sich immer mehr Mängel gezeigt: so war das Dach undicht und der Boden durchgebrochen. Zudem sind die Platzverhältnisse unzumutbar eingeschränkt. Den Bedürfnissen eines modernen Seerettungsdienstes vermochte das Provisorium längst nicht mehr zu genügen. Ein Teil des Rettungsmaterials und auch Taucherausrüstungen lagern heute dezentral. Auch für die Einsatz- und Pikettkräfte ist der Platz im Provisorium mehr als bloss eng.

Eine knappe Viertelmillion
Das wird sich mit dem Bezug des neuen Gebäudes nun bald ändern. Die Gesamtkosten mitsamt Einrichtungen belaufen sich auf rund 230 000 Franken. Knapp zehn Prozent bringt die SLRG Sektion an Eigenleistungen bei. Gönner, Spender und – über Eigenmittel – die Mitglieder tragen zur Hälfte an die Finanzierung des Projektes bei.
Quelle: Thurgauer Zeitung.
Foto: © SLRG Arbon
Projekt Einsatzzentrale SLRG Arbon: Impressionen über den Bau >

Dienstag, 5. Januar 2016

Neujahrsapéro des Yachtclub Romanshorn

Am 2. Januar 2016 trafen sich die Mitglieder des Yacht-Club Romanshorn zum Neujahrsapéro im Clublokal "zur Mole".

Markus Villiger, Präsident, durfte eine grosse Mitgliederschar zum traditionellen Neujahrsapéro des Yacht-Club Romanshorn (YCRo) begrüssen. Er überbrachte die besten Wünsche fürs 2016. Mit der geäusserten Vorfreude auf die nahende Wassersportsaison folgte ein Ausblick auf die ersten Termine im Jahresprogramm. Aber auch ein Vergleich mit dem letztjährigen Pegelstand, welcher sich mit doch klar über drei Metern besser präsentierte als der aktuelle Wasserstand, musste erwähnt werden. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt, dass die Wasserreserven in Form von Schnee in den Höhen wie auch der eine oder andere Regenguss sich regulierend auf den Bodenseepegel auswirken wird. Und somit gilt der seemännische Wunsch, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben, für einmal nicht nur im übertragenen Sinne.

Mit dem Dank fürs Kommen und dem grossen Dank an die Gastgeber, das "Zur Mole"-Team unter der Leitung von Bigi und Walter Jordan, übergab M. Villiger an den neu gewählten Präsidenten des internationalen Bodensee Segler Verbandes (BSVb) Theo Naef. Dieser erinnerte an den Sinn und Zweck des BSVb sowie an den Supporterclub "Welle 6" (Swiss Sailing Region 6). Diesbezüglich herauszustreichen ist, dass damit Jugendliche in der Ausübung des Segelsports unterstützt und gefördert werden .

Nach den einleitenden Grussworten wurden die Gäste vom Team des Cafe und Restaurant „zur Mole“ rundum verwöhnt. Leider wurde es nur zu bald wieder Abend und die begonnenen Gespräche mussten auf einen anderen geselligen Anlass verschoben werden. Mit Sicherheit werden die Glücksbringer 2016, ein „Glücksräppler“, welche das Moleteam jedem Mitglied mit auf den Weg mitgab, in vielen Yachten für das notwendige Glück sorgen. Bericht und Fotos: Yacht-Club Romanshorn, Markus Villiger.
Die Gastgeber Café + Restaurant "Zur Mole"
gutgelaunte YCRo-Mitglieder

Rolex Sydney Hobart Yacht Race - eine feine Balance

Das Rolex Sydney Hobart Yacht Race ist der ultimative Gral für jeden Segler. Bekannt als ‚Das Große Rennen‘ machte die 71. Auflage dieses Hochseeklassikers mit den dramatischsten Wetter- und Regattabedingungen seit mehr als einem Jahrzehnt ihrem Namen alle Ehre. Und zog eine Rekordzahl von 28 internationalen Teilnehmern an, darunter die erste chinesische Yacht überhaupt.

Am Zweiten Weihnachtstag startete das Feld von 108 Yachten im majestätischen Hafen von Sydney bereits unter einem unheilvollen, grauen Himmel, gleichwohl salutiert von einer Überfülle an Begleitbooten und hunderttausenden von Sehleuten an Land. Mit Einbruch der Dunkelheit begann das Rennen seine wahren Farben zu zeigen und verlangte unter den Teilnehmern einen hohen Zoll.

Das Einsetzen des gefürchteten ‚südlichen Knackers‘ brachte Wind von vorn in Sturmstärke. Innerhalb von Minuten mussten die Crews auf eine Winddrehung um 180 Grad reagieren und quasi alle Luken dicht machen für die kommenden 18 Stunden.

Über den gesamten Kurs und die folgenden zwei Tage verteilt gaben 31 Yachten auf. Die Gründe reichten von gebrochenen Steuersystemen über zerrissene Segel bis hin zu strukturellen Schäden als Resultat aus dem ständigen Hämmern der Rümpfe auf den rauen Ozeanwellen.

Amateure und Profis gleichermaßen erklärten dies schnell zu einem ‚echten‘ Hobart, und ergänzten, es seien mit die härtesten Bedingungen gewesen, die sie jemals erlebt hätten. Sicherheit und Seemannschaft, einer für alle, alle für einen – das hatte für das gesamte Feld von mehr als 1.500 Sportlern zu jeder Zeit höchste Priorität, als es die Küste von New South Wales entlang ging.
MATT ALLEN'S ICHI BAN (AUS) SMOKING TOWARDS HOBART
O1, ICHI BAN (NSW), Sail No: AUS01, Design: Carkeek 60, Owner: Matt Allen, Skipper: Matt Allen
Die Favoriten der Gastgeber, die 100 Fuß langen Supermaxis Wild Oats XI und Perpetual Loyal, waren unter den Opfern der ersten Nacht und mussten ihren Hoffnungen auf einen Sieg nach gesegelter Zeit frühzeitig begraben. Bob Oatleys Team kehrte mit zerstörtem Großsegel tief enttäuscht nach Sydney zurück, nach historischen acht Triumpfen mit der Wild Oats XI außer Stande, erneut Erster im Ziel werden zu können.

Das kam Jim Clark und Kristy Hinze-Clark und ihrer Comanche zu pass, jenem 100-Fuß-Maxi, der 2014 beim Rolex Sydney Hobart Race sein Debüt gab. Seitdem war das US-Team rund um die Welt angetreten, hatte Rekorde gebrochen und bei den prestigeträchtigsten Regatten viel „Silber“ abgeräumt, darunter beim Rolex Fastnet Race. Außerdem wurde der 24-Stunden-Weltrekord auf 618 Seemeilen verbessert, was die Comanche unstrittig zum derzeit schnellsten Einrumpfboot der Welt machte. Nur den Titel beim Rolex Sydney Hobart ließ das Team 2014 noch liegen. Als Kristy Hinze-Clark hörte, dass die Rambler 88 gemeldet hatte, fragte sie ihren Mann, ob er unter Umständen damit leben könnte, wenn der amerikanische Rivale möglicherweise den Streckenrekord bräche oder Erster im Ziel wäre.
COMANCHE (USA) LEADING THE CHARGE OFF SYDNEY HARBOUR
58, COMANCHE (USA), Sail No: 12358, Design: Verdier Yacht Design & Vplp, Owner: Jim Clark Kristy Hinze , Skipper: Ken Read
„Niemals“, sagte Jim Clark und setzte alle Hebel in Bewegung, um sein Boot von Genua in Italien rechtzeitig nach Australien zu bringen. Außerdem sicherte er sich seine 20-köpfige Topcrew mit einigen der allerbesten Segler unter Führung des US-Skippers Ken Read. Der zweimal siegreiche America’s Cup-Steuermann und ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2014, der Australier Jimmy Spithill musste nur einmal durch die Stadt fahren, während Navigator Stan Honey, Vorschiffsmann Juggy Clougher sowie die Trimmer Dirk De Ridder und Richard Clarke, um nur einige zu nennen, aus der ganzen Welt einflogen, um dabei zu sein.

Eine Wildcard an Bord besaß Kristy Hinze-Clark, die als Co-Eignerin der Comanche noch nie zuvor an einem Hochseerennen teilgenommen hatte. Gar nicht ängstlich oder verlegen nahm das in Australien geborene Supermodel die Herausforderung an und segelte die 628 Seemeilen mit. Am Ende steuerte sie die 30-Meter-Megayacht vor enthusiastischen Fans über die Ziellinie.

Unabhängig vom geballten Knowhow an Bord war es jedoch kein leichtes Stück Arbeit für Ken Read. Neun Stunden nach dem Start erlitt das Team einen schweren Schaden am linken Steckschwert, das unter dem Boot hin und her schlug. Zu dem Zeitpunkt bestand das Risiko, dass das schlagende Schwert den reinen Kohlefaserrumpf beschädigt. Deshalb beeilte sich die Crew, das Schwert abzuschneiden. Aber als das Schwert abbrach, riss es ein Ruderblatt mit, was das gesamte Steuerungssystem erheblich beeinträchtigte.

Der konsternierte Skipper Ken Read rief den Regattaleiter beim veranstaltenden Cruising Club of Australia an und berichtete vom Missgeschick; aber das Rennen der Comanche war noch nicht vorbei.

„Das ist erst der Fall, wenn wir sagen, wir können nicht mehr weiter. Wir stoppten und nahmen alle Segel runter. Wir begannen tatsächlich, rückwärts nach Sydney zurück zu treiben. Dann sah ich Werkzeug. Und wenn diese Jungs Werkzeug auspacken, ist das üblicherweise das gute Zeichen, dass sie eine Idee haben. Plötzlich hörst du es Sägen und Schleifen“, sagte Read.
COMANCHE (USA) PASSING TASMAN I. TO CLAIM LINE HONOURS
58, COMANCHE (USA), Sail No: 12358, Design: Verdier Yacht Design & Vplp, Owner: Jim Clark Kristy Hinze , Skipper: Ken Read
Während die Reparatur lief, diskutierte Read die Situation mit den Wachführern. Und sie entschieden einstimmig, das Rennen erst im Ziel zu beenden. „Diese Crew würde eine Wettfahrt niemals aufgeben, wenn sie es nicht zwingend müsste“, ergänzte Eigner Jim Clark.

Das Team kämpfte sich zurück, zäh und ausdauernd, und demonstrierte dabei große Geschlossenheit. Bald schon hatte es die Führung von George Davids Rambler 88 zurückerobert, die in der Nacht an die Spitze vorbeigezogen war.

Unglaublich gut gesegelt mit dem australischen Veteran und Navigator Andrew Cape an Bord für die Strategie und Taktiker Brad Butterworth aus Neuseeland schien alles für die Rambler 88 zu sprechen, die sich anschickte, nach dem Sieg bei Rolex Middle Sea Race im Oktober wieder vorne zu sein. Aber die Comanche kam nach der Mitternachtsreparatur wiedererstarkt zurück und lag später klar vorne.
GEORGE DAVID'S RAMBLER 88 (USA) SURFING DOWNWIND
R88, RAMBLER 88 (USA), Sail No: USA25555, Design: Jk 27m Canting Maxi, Owner: George David, Skipper: George David
Am Dock der Constitution Wharf in Hobart feierten Jim Clark und Kristy Hinze-Clark, indem sie den begehrten Illingworth Cup in die Höhe hielten. „Das war wirklich dramatisch, aufregend und nun die totale Genugtuung. Eine der besten Sachen, die ich jemals gemacht habe“, sagte Hinze-Clark stolz und präsentierte die wohlverdiente, gravierte Rolex Yacht Master II für den Sieg nach gesegelter Zeit.
KIRSTY HINZE-CLARK, CO-OWNER OF COMANCHE (USA), RECEIVES THE ROLEX YACHT-MASTER II FOR LINE HONOURS WIN
Patrick Boutellier, Rolex Australia, and Kristy Hinze-Clark, COMANCHE (USA) 58, COMANCHE (USA), Sail No: 12358, Design: Verdier Yacht Design & Vplp, Owner: Jim Clark and Kristy Hinze-Clark, Skipper: Ken Read
Diese Ausgabe des Rolex Sydney Hobart bot eine volle Bandbreite von Bedingungen und forderte alle Teilnehmer heraus, wahre Seemannschaft zu zeigen. Als das Wettersystem mit dem Südsturm durchgezogen war, schlief der Wind ein. Die verbreiteten Windlöcher machten zunächst die Hoffnungen der Rambler 88 auf den Sieg zunichte. Danach verlor die amerikanische Maxiyacht auch noch das Verfolgerduell gegen Syd Fishers Ragamuffin 100, als ein großartiger, taktischer Schachzug nur wenige Meter vor der Ziellinie George Davids Team auf den dritten Platz verwies. Das war eine schöne Überraschung für den 88-jährigen Eigner Syd Fisher, der an seinem 48. Rolex Sydney Hobart Race teilnahm.

Aber das Rennen war noch lange nicht zu Ende. Mit 74 weiteren Booten draußen auf See galt es nun für solche, wie den Franzosen Eric de Turckheim auf der Teasing Machine und die Gesamtsiegerin des Rolex Fastnet Race, Courrier Leon, geskippert von Gery Trentesaux, ihre Chancen zu wahren. Nach langer Anreise von Europa kommend, war Trentesaux einer der kleinsten, aber der mächtigsten im Feld.

In einem Rennen, das nach berechneter Zeit in Handicap-Wertung entschieden wird, ist es je nach Wetterbedingungen wahrscheinlich, dass ein Boot mittlerer Größe gewinnt. Das war dieses Mal nicht anders.
Während die Schnellsten schon lange in Hobart festgemacht hatten, bahnte sich das Gros des Felds noch seinen Weg über die Bass-Straße zur Insel Tasmanien. Einige hofften dabei auf einen Zieleinlauf in Hobart mit einer korrigierten Zeit, die für den Gesamtsieg und den Tattersall’s Cup reichen könnte.

Am Mittwochabend kam Paul Clitheroes TP52 Balance ins Ziel und übernahm die Gesamtführung. Aber es blieb immer noch eine gute Chance für Shane Kearns Sparkman & Stephens 34 Quikpoint Azzurro, die mit neun Knoten vor dem Wind die tasmanische Küste entlang preschte. Sie hätte es schaffen können, die Balance noch zu schlagen.

Clitheroe war eisern: „Sie haben mich die ganze Nacht wach gehalten! In welcher Sportart kannst du mit einem modernen 52-Füßer aus Karbon gegen einen alten 34-Füßer antreten, der mit einer Kreditkarte gekauft wurde. Jeder von uns beiden hätte gewinnen können. Es kam auf die letzten fünf Minuten an. Das war eine tolle Sache!“
SHANE KEARNS' S&S 34 QUIKPOINT AZZURRO (AUS), ORCI DIVISION WINNER
34, QUIKPOINT AZZURRO (AUS), Sail No: 3430, Design: S & S 34, Owner: Shane Kearns, Skipper: Shane Kearns
Dann war klar, dass Australiens berühmtester Finanzguru und seine Crew der Balance Gesamtsieger sind. Nachdem sie schon zurück nach Sydney geflogen war, kehrte die Mannschaft sofort nach Hobart zurück, als sie von der Nachricht erfuhr. Dort bekam das Team den heißbegehrten Tattersall’s Cup und die gravierte Rolex Yacht Master für Clitheroe.
OVERALL WINNER PAUL CLITHEROE AND BALANCE CREW
Prizegiving ceremony - Overall winner Paul Clitheroe (Owner of BALANCE) and Patrick Boutellier (Rolex Australia)
„Ich begann das Segeln im Alter von acht Jahren in einem Holzschuh auf einem Binnensee. Aber es sind Törns wie diese, die dir die Gewissheit geben, dass dies ein außergewöhnlicher Sport ist. Es motiviert Kinder, in ein kleines Dingi zu springen und mit diesem gesunden Sport anzufangen. In welchem anderen Sport weißt du, dass deine direkten Gegner anhalten und dir helfen würden, wenn du mitten in der Nacht in Not gerätst. Ich bin stolz, ein Teil dieses Sports zu sein. Und ich bin stolz auf mein Team und die Menschen in dieser Gemeinschaft. Ich fühle mich geehrt, diese Trophäe zu gewinnen und mit diesen Kerlen zu segeln, meiner Crew. Das ist ein absolutes Privileg“, so Paul Clitheroe.

Gerade noch rechtzeitig für die Siegerehrung kam die Yacht Myuna III ins Ziel. Sie beendete das Rennen in etwas mehr als fünf Tagen und 20 Stunden um 9.09 Uhr Ortszeit am Neujahrstag.

Das Rolex Sydney Hobart Yacht Race ist der Beweis für den Fakt, dass jedes Detail zählt. Nach Monaten der Vorbereitung, mehr als 600 gesegelten Seemeilen und extrem herausfordernden Bedingungen kam es am Ende wieder mal nur auf Minuten an.

Als die 71. Auflage zu Ende ging, einte die Teilnehmer eine tiefe Genugtuung des gemeinsam Erreichten. Ihre Blicke und Hoffnungen richten sich bereits auf eine Wiederkehr zum nächsten Rolex Sydney Hobart am Zweiten Weihnachtstag 2016.
NEW YEARS EVE FIREWORKS IN HOBART
New Years Eve fireworks in Hobart
Über das Rolex Sydney Hobart Yacht Race

Das Rolex Sydney Hobart überwindet sonst erkennbare Grenzen des Segelsports. Es zieht Politiker, Wirtschaftsgrößen, Sporthelden und die Creme der professionellen Segler an. Und trotzdem, getreu seiner Wurzeln, setzt sich der Kern des Felds immer noch aus Amateuren zusammen, die die Herausforderung und das Abenteuer über alles andere stellen. Rolex begleitet dieses Rennen seit 2002 als Partner.

Die schnellsten Boote benötigen üblicherweise nur zwei Tage, während der überwiegende Teil des Felds mit vier bis fünf Tagen auf See rechnen muss. Wetter und Seegang können dramatisch wechseln und beuteln die Aktiven oft. In 1998 verursachten schwere Stürme in Bass-Straße den Untergang von fünf Yachten. Sechs Menschen verloren ihr Leben. Die Antwort der Organisatoren war pro-aktiv: Umgehend nach dem Desaster wurden neue Sicherheitsmaßstäbe und -richtlinien entwickelt, die weltweit berücksichtigt werden.

Das Rolex Sydney Hobart 2015 in Zahlen

5.828 – Gesamtzahl der gestarteten Yachten in der Geschichte des Rolex Sydney Hobart

2015 markierte die 71. Auflage des Rennens.

108 Yachten starteten das Rennen, 77 kamen ins Ziel, 31 gaben auf.

2 Tage, 8 Stunden, 58 Minuten und 30 Sekunden – so lange brauchte die Comache als schnellstes Schiff 2015.

3 Tage, 3 Stunden, 50 Minuten und 45 Sekunden – diese Zeit benötigte die Gesamtsiegerin Balance für das 628 sm lange Rennen.

Syd Fischer, Eigner/Skipper der Ragamuffin 100, war mit 88 Jahren ältester Teilnehmer.

Tony Cable von der Duende baute seinen Teilnahmerekord auf 50 Rennen aus. Die Wild Oats XI hält den Rolex Sydney Hobart-Rekord mit 8 Siegen nach gesegelter Zeit.

WEBSITES
Rolex Press Room
Rolex Sydney Hobart
Cruising Yacht Club of Australia

Bericht und Fotos: Jennifer Hall, Key Partners (KPMS)