WYC / Der Sommer im Norden ist kurz und so steht von Samstag bis Montag (18. bis 20. Juli) bereits der vierte Event der 1. Segel-Bundesliga an. Diesmal wird in Travemünde gesegelt. Für den Württembergischen Yacht-Club gehen Marvin Frisch und Anian Schreiber, Mathias Rebholz und Felix Diesch an den Start. Im Rahmen der am Samstag beginnenden Travemünder Woche wird wiederum auch in der zweiten Liga gesegelt, so dass alle sechs Liga-Vereine vom Bodensee in den Norden aufbrechen.
Montag, 13. Juli 2015
Mehr als eine halbe Million Besucher, drei neue Deutsche Meister
WW / Der letzte Segel- und Veranstaltungstag verlangt stets ein Fazit. Dies ohne Erwähnung des Wetters zu erbringen, ist nach der 78. WARNEMÜNDER WOCHE nahezu unmöglich.
Immerhin muss man erwähnen, dass an vier Tagen fast gar nicht gesegelt werden konnte, weil wahlweise zu viel oder zu wenig Wind war. Auch zwei Tage des Landprogrammes fielen dem Sturm zum Opfer und die 550.000 Besucher mussten ihr gesamtes Kleidungsrepertoire abrufen. Insgesamt waren 200 ausländische Segler im Ostseebad und ein Trend war vor allem dahingehend zu verzeichnen, dass mehr jüngere Segler an den Regatten teilnahmen. Zufrieden zeigte sich auch Tourismusdirektor Matthias Fromm, der feststellte, „dass sich die langjährige Trennung oder gar Abschottung des segelsportlichen Teils der Veranstaltung von dem Landprogramm allmählich auflöse.“ Natürlich nicht von selbst, sondern durch Aktivitäten in unmittelbarer Strand- und Seglernähe.
Titelverteidiger bei den 470ern, Jugendmeisterinnen bei den 29ern und Familienglück bei den Piraten Die frisch gebackenen Europameister Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski der Olympischen Klasse 470er freuen sich nun über ihren zweiten Deutschen Meister-Titel in Folge: „Das ist momentan einfach eine geile Zeit. Wir waren eigentlich nach der EM total k.o., konnten jetzt aber noch mal alles rausholen“, sagt Gerz. Ende Juli geht es für das Team noch einmal nach Warnemünde, um sich für die Olympischen Testrennen in Rio de Janeiro im August vorzubereiten. Malte Winkel und Matti Cipra aus Schwerin und Wismar werden im Gesamtklassement Dritte. „Unser Ziel war ganz klar eine Medaille, wir sind also zufrieden. Richtig gut war das große Teilnehmerfeld, das findet man nicht überall“, sagt Winkel und Cipra ergänzt: „Wir konnten uns glücklicherweise nach einem nicht so guten Rennen wieder konzentrieren – das ist wichtig, wenn man gewinnen will.
Nach neun Stunden auf dem Wasser gestern war das keine leichte Aufgabe.“ Das Rostocker Duo Max Schuberth und Silas Oettinghaus liegt auf einem sehr guten zehnten Platz. Annika Bochmann und Marlene Steinherr aus Berlin sind die Meisterinnen der Frauenwertung. In der Gesamtplatzierung rangieren sie auf dem zweiten Platz.
Die Münchener Titelverteidiger Manuel Wunderle und Felix Wieland konnten den Ansprüchen nicht gerecht werden und landeten bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der 29er auf Platz acht. Neue Deutsche Jugend-Meisterinnen sind Safia und Anisha Schuchmann aus Bremen. Gwendal Lamay und Luke Willim folgen auf Rang zwei. Rang drei, vier und fünf sind punktgleich. Die Berliner Paul Pietzcker und Linus von Oppen schafften es somit knapp aufs Treppchen und siegten sogar in der U17-Wertung.
Sehr familiär ging es bei der Siegerehrung der Piratenklasse zu. Der Vereinsvorsitzende des Warnemünder Segel-Clubs, Jürgen Bohn, gratulierte seiner Tochter Ines Pingel-Heldt (Teterow) mit einem herzlichen Kuss zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Sie und ihr Mann Thomas behaupteten sich zum zweiten Mal in Folge in dem Feld von 31 anderen Piraten. „Im nächsten Jahr wartet ein Fass Bier auf euch“, rief die Siegerin vom Podest der Piraten-Familie zu. Karl-Herrmann Wildt und Kai Arendholz konnten sich trotz Punktgleichheit die Silbermedaille vor Svenja Thoroe und Karsten Bredt sichern.
Lasse Klötzing konnte sich am zweiten Wettfahrttag der kleinen Kielboote der 2.4mR noch auf das Siegertreppchen vorarbeiten und liegt hinter dem ebenfalls aus Berlin kommenden Jürgen Freiheit auf Platz drei. Heiko Kröger aus Hamburg gewinnt mit deutlichem Abstand erneut auf der WARNEMÜNDER WOCHE.
Die Finn-Dinghy-Klasse wird von den Seglern aus MV dominiert. Ulli Kurfeld
(Wismar) siegt mit acht Punkten Vorsprung und der Schweriner Lars Haverland steht auf Platz drei. Dirk Meid aus Remagen gewinnt Silber.
Martin von Zimmermann setzt sich bei den OK-Jollen gegen die Favoriten André Budzien (2.) aus Schwerin und den Neuseeländer Greg Wilcox (3.) durch.
Beim Endergebnis der 505er gab es einen überraschenden Führungswechsel.
Kai Bertallot und Jan Reifferscheidt aus Flensburg/Kiel kämpften sich vor die Rostocker Mannschaft Lutz Stengel und Frank Feller. Dritte wurden Alexander Holzapfel und Tobias Neumayer aus Koblenz.
Thilo Keller aus Berlin schaffte den Sprung an die Spitze des A-Cat-Feldes und verwies Matthias Dietz auf Rang zwei. Der Wismaraner Guido Schulte musste sich mit Rang drei begnügen.
Das Siegerpodest der Skippi 650 wird von den Polen um Tobiasz Zajaczkowski und dem Team von Pawel Nawrocki dominiert. „Dies ist eigentlich eine Polnische Meisterschaft mit deutscher Behinderung“, sagt Frank Piotrowski, Wettfahrtleiter der Klasse. Dritter wird die Berliner Crew um Stefan Koppin. Ebenfalls aus der Deutschen Hauptstadt kommen die Gewinner aus der 420er-Klasse, Daniel Göttlich und Linus Klasen. Bronze konnten sich die Warnemünder Lennart Kuss und Paul Arp sichern, die in ihrem Heimatrevier in ihrer noch jungen 420er-Karriere damit ein hervorragendes Endergebnis einfuhren.
Abschlusstag der 78. WARNEMÜNDER WOCHE bei „normalem“ Wetter Trachtentreffen und nicht unzufriedene Händler Früher Sonnenschein und Mittagsregen, das ist sicher normal für Warnemünde. Und auch die Akteure der mehr als 20 Gruppen des 15.
Trachtentreffens aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nahmen den einsetzenden Regen gelassen hin.
Die Bühne am Leuchtturm ist ohnehin überdacht und das Publikum war mit Schirm und Regenumhang ebenso gut gerüstet wie Mitglieder der „Warnemünder Trachtengruppe“, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert.
30 Akteure sind Mitglied im Trachtenverein und anlässlich des Trachtentreffens gibt es insofern eine gute Nachricht, als dass zwei „Neue“ Mitglied geworden sind. Sie sind 30 und 34 Jahre „jung“, waren also bei Vereinsgründung noch nicht geboren.
Die Händler auf der Strandpromenade zwischen Leuchtturm und Hotel „Neptun“ und auch das Medienzelt mussten Donnerstag und Freitag im wahrsten Sinne des Wortes „dicht machen“. Auch die Berlinerin Norma Kralisch musste die „Schotten“ ihres Mobils mit der Spezialität Flammkuchen schließen. Und sie lacht dennoch, „denn damit muss man schon mal rechnen und die Verluste halten sich in Grenzen.“
20. Drachenbootrennen mit Gewinner „Seebären Uni Rostock“
150 Schläge die Minute, 200 Meter Strecke und 1400 Teilnehmer – das war das 20. Drachenbootrennen im Alten Strom. Am Samstag und Sonntag ging es für 72 Teams wieder um den Sieg des LT-Cups. Nach kräftezehrenden Rennen waren die Seebären Uni Rostock am Ende mit 1:08,76 min die Sieger des LT-Cups. Auch beim 100m Sprintrennen konnten sich die Seebären gegen die harte Konkurrenz durchsetzen.
Akrobaten der Lüfte
Nach dem stürmischen Auftakt-Tag legte sich der Wind und die Teilnehmer der Kitesurf-Trophy genossen die karibische Seite der Veranstaltung. Der 16-jährige Sören Cordes aus Bremerhaven landete am Event-Freitag mit 12,2 Meter den mit „Woo“ offiziell gemessenen höchsten Sprung der Kitesurf-Trophy. Auch zeigte er mit einer offiziell gemessenen „Air Time“ (also den in der Luft befindlichen Anteil des 10-minütigen Laufes) von insgesamt einer Minute und 31 Sekunden die ausdauerndste Luft-Akrobatik.
Er befand sich damit ganze 15% seines „Heats“ in der Luft und begeisterte so die Jury der Kitesurf-Trophy. Bericht: Gesine Schuer.
Immerhin muss man erwähnen, dass an vier Tagen fast gar nicht gesegelt werden konnte, weil wahlweise zu viel oder zu wenig Wind war. Auch zwei Tage des Landprogrammes fielen dem Sturm zum Opfer und die 550.000 Besucher mussten ihr gesamtes Kleidungsrepertoire abrufen. Insgesamt waren 200 ausländische Segler im Ostseebad und ein Trend war vor allem dahingehend zu verzeichnen, dass mehr jüngere Segler an den Regatten teilnahmen. Zufrieden zeigte sich auch Tourismusdirektor Matthias Fromm, der feststellte, „dass sich die langjährige Trennung oder gar Abschottung des segelsportlichen Teils der Veranstaltung von dem Landprogramm allmählich auflöse.“ Natürlich nicht von selbst, sondern durch Aktivitäten in unmittelbarer Strand- und Seglernähe.
Titelverteidiger bei den 470ern, Jugendmeisterinnen bei den 29ern und Familienglück bei den Piraten Die frisch gebackenen Europameister Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski der Olympischen Klasse 470er freuen sich nun über ihren zweiten Deutschen Meister-Titel in Folge: „Das ist momentan einfach eine geile Zeit. Wir waren eigentlich nach der EM total k.o., konnten jetzt aber noch mal alles rausholen“, sagt Gerz. Ende Juli geht es für das Team noch einmal nach Warnemünde, um sich für die Olympischen Testrennen in Rio de Janeiro im August vorzubereiten. Malte Winkel und Matti Cipra aus Schwerin und Wismar werden im Gesamtklassement Dritte. „Unser Ziel war ganz klar eine Medaille, wir sind also zufrieden. Richtig gut war das große Teilnehmerfeld, das findet man nicht überall“, sagt Winkel und Cipra ergänzt: „Wir konnten uns glücklicherweise nach einem nicht so guten Rennen wieder konzentrieren – das ist wichtig, wenn man gewinnen will.
Nach neun Stunden auf dem Wasser gestern war das keine leichte Aufgabe.“ Das Rostocker Duo Max Schuberth und Silas Oettinghaus liegt auf einem sehr guten zehnten Platz. Annika Bochmann und Marlene Steinherr aus Berlin sind die Meisterinnen der Frauenwertung. In der Gesamtplatzierung rangieren sie auf dem zweiten Platz.
Die Münchener Titelverteidiger Manuel Wunderle und Felix Wieland konnten den Ansprüchen nicht gerecht werden und landeten bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der 29er auf Platz acht. Neue Deutsche Jugend-Meisterinnen sind Safia und Anisha Schuchmann aus Bremen. Gwendal Lamay und Luke Willim folgen auf Rang zwei. Rang drei, vier und fünf sind punktgleich. Die Berliner Paul Pietzcker und Linus von Oppen schafften es somit knapp aufs Treppchen und siegten sogar in der U17-Wertung.
Sehr familiär ging es bei der Siegerehrung der Piratenklasse zu. Der Vereinsvorsitzende des Warnemünder Segel-Clubs, Jürgen Bohn, gratulierte seiner Tochter Ines Pingel-Heldt (Teterow) mit einem herzlichen Kuss zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Sie und ihr Mann Thomas behaupteten sich zum zweiten Mal in Folge in dem Feld von 31 anderen Piraten. „Im nächsten Jahr wartet ein Fass Bier auf euch“, rief die Siegerin vom Podest der Piraten-Familie zu. Karl-Herrmann Wildt und Kai Arendholz konnten sich trotz Punktgleichheit die Silbermedaille vor Svenja Thoroe und Karsten Bredt sichern.
Lasse Klötzing konnte sich am zweiten Wettfahrttag der kleinen Kielboote der 2.4mR noch auf das Siegertreppchen vorarbeiten und liegt hinter dem ebenfalls aus Berlin kommenden Jürgen Freiheit auf Platz drei. Heiko Kröger aus Hamburg gewinnt mit deutlichem Abstand erneut auf der WARNEMÜNDER WOCHE.
Die Finn-Dinghy-Klasse wird von den Seglern aus MV dominiert. Ulli Kurfeld
(Wismar) siegt mit acht Punkten Vorsprung und der Schweriner Lars Haverland steht auf Platz drei. Dirk Meid aus Remagen gewinnt Silber.
Martin von Zimmermann setzt sich bei den OK-Jollen gegen die Favoriten André Budzien (2.) aus Schwerin und den Neuseeländer Greg Wilcox (3.) durch.
Beim Endergebnis der 505er gab es einen überraschenden Führungswechsel.
Kai Bertallot und Jan Reifferscheidt aus Flensburg/Kiel kämpften sich vor die Rostocker Mannschaft Lutz Stengel und Frank Feller. Dritte wurden Alexander Holzapfel und Tobias Neumayer aus Koblenz.
Thilo Keller aus Berlin schaffte den Sprung an die Spitze des A-Cat-Feldes und verwies Matthias Dietz auf Rang zwei. Der Wismaraner Guido Schulte musste sich mit Rang drei begnügen.
Das Siegerpodest der Skippi 650 wird von den Polen um Tobiasz Zajaczkowski und dem Team von Pawel Nawrocki dominiert. „Dies ist eigentlich eine Polnische Meisterschaft mit deutscher Behinderung“, sagt Frank Piotrowski, Wettfahrtleiter der Klasse. Dritter wird die Berliner Crew um Stefan Koppin. Ebenfalls aus der Deutschen Hauptstadt kommen die Gewinner aus der 420er-Klasse, Daniel Göttlich und Linus Klasen. Bronze konnten sich die Warnemünder Lennart Kuss und Paul Arp sichern, die in ihrem Heimatrevier in ihrer noch jungen 420er-Karriere damit ein hervorragendes Endergebnis einfuhren.
Abschlusstag der 78. WARNEMÜNDER WOCHE bei „normalem“ Wetter Trachtentreffen und nicht unzufriedene Händler Früher Sonnenschein und Mittagsregen, das ist sicher normal für Warnemünde. Und auch die Akteure der mehr als 20 Gruppen des 15.
Trachtentreffens aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nahmen den einsetzenden Regen gelassen hin.
Die Bühne am Leuchtturm ist ohnehin überdacht und das Publikum war mit Schirm und Regenumhang ebenso gut gerüstet wie Mitglieder der „Warnemünder Trachtengruppe“, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert.
30 Akteure sind Mitglied im Trachtenverein und anlässlich des Trachtentreffens gibt es insofern eine gute Nachricht, als dass zwei „Neue“ Mitglied geworden sind. Sie sind 30 und 34 Jahre „jung“, waren also bei Vereinsgründung noch nicht geboren.
Die Händler auf der Strandpromenade zwischen Leuchtturm und Hotel „Neptun“ und auch das Medienzelt mussten Donnerstag und Freitag im wahrsten Sinne des Wortes „dicht machen“. Auch die Berlinerin Norma Kralisch musste die „Schotten“ ihres Mobils mit der Spezialität Flammkuchen schließen. Und sie lacht dennoch, „denn damit muss man schon mal rechnen und die Verluste halten sich in Grenzen.“
20. Drachenbootrennen mit Gewinner „Seebären Uni Rostock“
150 Schläge die Minute, 200 Meter Strecke und 1400 Teilnehmer – das war das 20. Drachenbootrennen im Alten Strom. Am Samstag und Sonntag ging es für 72 Teams wieder um den Sieg des LT-Cups. Nach kräftezehrenden Rennen waren die Seebären Uni Rostock am Ende mit 1:08,76 min die Sieger des LT-Cups. Auch beim 100m Sprintrennen konnten sich die Seebären gegen die harte Konkurrenz durchsetzen.
Akrobaten der Lüfte
Nach dem stürmischen Auftakt-Tag legte sich der Wind und die Teilnehmer der Kitesurf-Trophy genossen die karibische Seite der Veranstaltung. Der 16-jährige Sören Cordes aus Bremerhaven landete am Event-Freitag mit 12,2 Meter den mit „Woo“ offiziell gemessenen höchsten Sprung der Kitesurf-Trophy. Auch zeigte er mit einer offiziell gemessenen „Air Time“ (also den in der Luft befindlichen Anteil des 10-minütigen Laufes) von insgesamt einer Minute und 31 Sekunden die ausdauerndste Luft-Akrobatik.
Er befand sich damit ganze 15% seines „Heats“ in der Luft und begeisterte so die Jury der Kitesurf-Trophy. Bericht: Gesine Schuer.
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| Wurden erneut Deutsche Meister bei den Piraten, Ines Pingel-Heldt und ihr Ehemann, Foto: © Pepe Hatmann |
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| Hohe Konzentration beim Sieg der IDJM der 29er bei Safia und Anisha Schuchmann, Foto: © Pepe Hatmann |
| Packende Rennen im Alten Strom mit einem Rostocker Sieg, Foto: © Klaus-Dieter Block |
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| Die deutschen 470er segeln auf der Erfolgswelle: 2., 1. und 3. Platz (v.l.), Foto: © Pepe Hatmann |
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| Malte Winkel und Matti Cipra (l.) wurden Dritter bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der 470er, Foto: © Pepe Hatmann |
Sonntag, 12. Juli 2015
Segeln, Paddeln, Werfen… viele Sportarten im Ostseebad
WW / Ganz früh aufgestanden sind gestern die 1300 Drachenboot-Fahrer, welche schon um kurz nach acht Uhr morgens ihren Tag mit einer Erwärmung auf der Bahnhofsbrücke begannen. Wenige Minuten später starteten sie ihre Rennen im Alten Strom, mit vielen Zuschauern und Sonnenschein.
Früh aufstehen mussten auch die Segler, denn bereits um zehn Uhr ertönten die ersten Startsignale für die 290 Jollen und 25 Jachten, die sich heute auf der Ostsee vor Warnemünde befanden. Am Sonntag starten alle Regatten der zehn verschiedenen Bootsklassen sogar noch früher.
Die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der 29er war heute medial sehr präsent, denn sie wurde erstmals auf der WARNEMÜNDER WOCHE simultan getrackt und im Live-Stream von SportSupreme.de ins Internet sowie auf eine große LED-Leinwand am Strand übertragen. Die 31 Teams aus Deutschland und Dänemark lieferten sich spannende Rennen, bis der Wind am Nachmittag leider nachließ. Überraschend wird das Feld von den Bremerinnen Safia und Anisah Schuchmann angeführt. Sie haben zehn Punkte Vorsprung vor den Kielern Gwendal Lamay und Luke Willim. Diese gewannen Bronze bei der Kieler Woche und gehören zum Favoritenkreis.
Titelverteidiger der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Piraten, Ines Pingel-Heldt und ihr Mann Thomas, stehen nach drei Wettfahrten auf dem ersten Platz.
Ebenso eine IDM fahren die 470er. Annika Bochmann und Marlene Steinherr liegen zurzeit in der Gesamt- und Frauenwertung auf Platz 1. Bei den Herren liegen Malte Winkel und Matti Cipra hinter den amtierenden Europameistern Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski. „Zum Glück konnten wir heute vier Wettfahrten durchziehen und haben somit die Bedingungen für die Durchführung einer Meisterschaft erfüllt“, freut sich Hartmut Oback, Wettfahrtleiter der 470er.
Vom Schwachwind betroffen war auch die Mecklenburgische Bäderregatta, an der 25 Jachten teilnahmen. Leider fand der ausgelegte Kurs lediglich vor dem Ostseebad statt und nicht entlang der Küstenlinie Richtung Kühlungsborn. Grund war, dass die Segler nicht durch die ebenfalls durch Flautenlöcher geplagten Jollenfelder kreuzen sollten. In der Gruppe ORC 2 konnte sich eine Jacht aus Warnemünde, die „MAIKO“, um Skipper Victorin Albrecht gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Die Schwachwindexperten der 2.4mR-Klasse freuten sich über die Abwesenheit der hohen Wellen des gestrigen Tages. Der Silbermedaillen-Gewinner der Paralympics 2012, Heiko Kröger, belegte gewohnt souverän fünf erste Plätze in fünf Wettfahrten.
In der Jugendbootsklasse 420er konnten die Warnemünder Lennart Kuß und Paul Arp in der dritten Wettfahrt den ersten Platz erkämpfen und liegen im Gesamtklassement auf Rang acht.
Die Polen um Tobiasz Zajaczkowski führen mit drei Siegen das Feld der Skippi 650 an.
Seit Jahren kämpfen bei den A-Cats Thilo Keller und Guido Schulte um den Sieg bei der WARNEMÜNDER WOCHE. In diesem Jahr führt nach zwei Wettfahrten der Berliner Matthias Dietz und verweist eben genannte auf Platz zwei und drei.
Die Olympische Bootsklasse Finn wird nach zwei Wettfahrten vom Wismeraner Ulli Kurfeld, der im ersten Teil der Segelwoche schon für das heimische Segel-Bundesliga-Team an den Start ging, angeführt. Der Schweriner Lars Haverland liegt derzeit auf Rang fünf.
Nach nur zwei Wettfahrten bei den OK-Jollen ist Martin von Zimmermann aus Wedel vor dem Dänen Bo Reker Andersen. Der Schweriner André Budzien folgt auf Rang drei.
Gewohnt unüberraschend ging es im Feld der 505er zu. Lutz Stengel und Frank Feller holten sich alle ersten Plätze und wollen in diesem Jahr endlich wieder einen Gesamtsieg in ihrem Heimatrevier ergattern.
Die Wüste lebt!
Man fühlte sich die letzten Tage wie in der Wüste. Nicht nur die Wege waren kaum zu erkennen, sondern auch die Spielflächen des 2. AHOI Kubb- und Beachhandball-Nachwuchs-Turniers waren dünenartig zugeweht.
In einem Kraftakt am Samstagmorgen wurden die Flächen mit Technik aber auch mit der Schaufel wieder freigelegt bzw. planiert, so dass die geplanten Sportaktionen zwar mit Verspätung, aber eben stattfinden konnten. „Nur ein ‚Hafenschwein‘ haben wir noch nicht gefunden und ausgebuddelt“, merkt Aufbauhelfer Steffen Oestreich an. Nach dem Sandsturm fing die „Wüste wieder an zu leben“, die Bühne beim Kubb-Turnier war gut und stimmungsvoll besetzt, die 12- bis 13-Jährigen probten, viele zum ersten Mal, den Beachhandball-Reiz. Auch der Kinder-Beach-Biathlon hatte hier Premiere; noch nicht als Wettkampf sondern zunächst zum „Schnuppern“. Die Bühne am Leuchtturm war bereits am Freitagabend mit der „Oldie Company“ & „Jackbeat“ mit großem Publikumsinteresse zurück im Leben. Und so konnte am Samstag auch problemlos das 17. Shantychor-Treffen stattfinden.
Kein Tag der Weltmeister… Das im letzten Jahr so erfolgreich gestartete AHOI Beachkubb-Turnier ging zur diesjährigen WARNEMÜNDER WOCHE in die zweite Runde. Es ging mit etwas Verspätung an den Start. Organisator Klaus Riedel war froh, dass nach den vergangenen Tagen überhaupt gespielt werden konnte. Insgesamt reisten 33 Teams aus dem Norden und Osten Deutschlands an. Nach zahlreichen Stunden Kubben im Sand standen sich zwei Rostocker Teams, die Weltmeister „Kubb’Ings“ und die „Biersekte“, in einem spannenden Finale gegenüber. Am Ende dann die Überraschung – nicht die Weltmeister sondern die „Biersekte“ durfte jubeln und den Wanderpokal in Form des Warnemünder Leuchtturms mit nach Hause nehmen. Der vierte Platz und somit auch der neue Pokal die „Goldene Ananas“ ging an die „Paradiesische FSKB Beach Kolonne“. Das Rostocker Prominenten-Team „Rostocker Kubbaner“ um Hanse Sail Chef Holger Bellgardt konnte sich in diesem Jahr steigern und den 10. Platz sichern. Weiteres Highlight neben einer ausgebuchten Teilnehmerliste und der „Goldenen Ananas“ war ein neuer Contest: „King of the Beach“. Ziel war es den König aus einer größtmöglichen Entfernung umzuwerfen. Aus dem King wurde jedoch eine Queen – Kathi aus Leipzig traf selbst noch aus 16 Metern Entfernung und brachte den König zum Fallen. Bericht: Gesine Schuer.
Vorschau des Landprogrammes für Sonntag, den 12. Juli:
10 Uhr 15. Trachtentreffen, Bühne am Leuchtturm
10-14 Uhr Schnupper-Kubb: Wikingerschach für Jedermann
11-16 Uhr 20. Drachenbootrennen, am Alten Strom
16.30-18 Uhr Kurkonzert zum Abschluss der WARNEMÜNDER WOCHE, Bühne am
Leuchtturm
Vorschau der Segelhighlights für Sonntag, den 12. Juli:
11 Uhr Wettfahrten: IDM Pirat, IDM 470er, IDJM 29er, 505er, Skippi 650, A-Cat,
2.4mR, Finn, OK-Jolle, 420er
Früh aufstehen mussten auch die Segler, denn bereits um zehn Uhr ertönten die ersten Startsignale für die 290 Jollen und 25 Jachten, die sich heute auf der Ostsee vor Warnemünde befanden. Am Sonntag starten alle Regatten der zehn verschiedenen Bootsklassen sogar noch früher.
Die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft der 29er war heute medial sehr präsent, denn sie wurde erstmals auf der WARNEMÜNDER WOCHE simultan getrackt und im Live-Stream von SportSupreme.de ins Internet sowie auf eine große LED-Leinwand am Strand übertragen. Die 31 Teams aus Deutschland und Dänemark lieferten sich spannende Rennen, bis der Wind am Nachmittag leider nachließ. Überraschend wird das Feld von den Bremerinnen Safia und Anisah Schuchmann angeführt. Sie haben zehn Punkte Vorsprung vor den Kielern Gwendal Lamay und Luke Willim. Diese gewannen Bronze bei der Kieler Woche und gehören zum Favoritenkreis.
Titelverteidiger der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Piraten, Ines Pingel-Heldt und ihr Mann Thomas, stehen nach drei Wettfahrten auf dem ersten Platz.
Ebenso eine IDM fahren die 470er. Annika Bochmann und Marlene Steinherr liegen zurzeit in der Gesamt- und Frauenwertung auf Platz 1. Bei den Herren liegen Malte Winkel und Matti Cipra hinter den amtierenden Europameistern Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski. „Zum Glück konnten wir heute vier Wettfahrten durchziehen und haben somit die Bedingungen für die Durchführung einer Meisterschaft erfüllt“, freut sich Hartmut Oback, Wettfahrtleiter der 470er.
Vom Schwachwind betroffen war auch die Mecklenburgische Bäderregatta, an der 25 Jachten teilnahmen. Leider fand der ausgelegte Kurs lediglich vor dem Ostseebad statt und nicht entlang der Küstenlinie Richtung Kühlungsborn. Grund war, dass die Segler nicht durch die ebenfalls durch Flautenlöcher geplagten Jollenfelder kreuzen sollten. In der Gruppe ORC 2 konnte sich eine Jacht aus Warnemünde, die „MAIKO“, um Skipper Victorin Albrecht gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Die Schwachwindexperten der 2.4mR-Klasse freuten sich über die Abwesenheit der hohen Wellen des gestrigen Tages. Der Silbermedaillen-Gewinner der Paralympics 2012, Heiko Kröger, belegte gewohnt souverän fünf erste Plätze in fünf Wettfahrten.
In der Jugendbootsklasse 420er konnten die Warnemünder Lennart Kuß und Paul Arp in der dritten Wettfahrt den ersten Platz erkämpfen und liegen im Gesamtklassement auf Rang acht.
Die Polen um Tobiasz Zajaczkowski führen mit drei Siegen das Feld der Skippi 650 an.
Seit Jahren kämpfen bei den A-Cats Thilo Keller und Guido Schulte um den Sieg bei der WARNEMÜNDER WOCHE. In diesem Jahr führt nach zwei Wettfahrten der Berliner Matthias Dietz und verweist eben genannte auf Platz zwei und drei.
Die Olympische Bootsklasse Finn wird nach zwei Wettfahrten vom Wismeraner Ulli Kurfeld, der im ersten Teil der Segelwoche schon für das heimische Segel-Bundesliga-Team an den Start ging, angeführt. Der Schweriner Lars Haverland liegt derzeit auf Rang fünf.
Nach nur zwei Wettfahrten bei den OK-Jollen ist Martin von Zimmermann aus Wedel vor dem Dänen Bo Reker Andersen. Der Schweriner André Budzien folgt auf Rang drei.
Gewohnt unüberraschend ging es im Feld der 505er zu. Lutz Stengel und Frank Feller holten sich alle ersten Plätze und wollen in diesem Jahr endlich wieder einen Gesamtsieg in ihrem Heimatrevier ergattern.
Die Wüste lebt!
Man fühlte sich die letzten Tage wie in der Wüste. Nicht nur die Wege waren kaum zu erkennen, sondern auch die Spielflächen des 2. AHOI Kubb- und Beachhandball-Nachwuchs-Turniers waren dünenartig zugeweht.
In einem Kraftakt am Samstagmorgen wurden die Flächen mit Technik aber auch mit der Schaufel wieder freigelegt bzw. planiert, so dass die geplanten Sportaktionen zwar mit Verspätung, aber eben stattfinden konnten. „Nur ein ‚Hafenschwein‘ haben wir noch nicht gefunden und ausgebuddelt“, merkt Aufbauhelfer Steffen Oestreich an. Nach dem Sandsturm fing die „Wüste wieder an zu leben“, die Bühne beim Kubb-Turnier war gut und stimmungsvoll besetzt, die 12- bis 13-Jährigen probten, viele zum ersten Mal, den Beachhandball-Reiz. Auch der Kinder-Beach-Biathlon hatte hier Premiere; noch nicht als Wettkampf sondern zunächst zum „Schnuppern“. Die Bühne am Leuchtturm war bereits am Freitagabend mit der „Oldie Company“ & „Jackbeat“ mit großem Publikumsinteresse zurück im Leben. Und so konnte am Samstag auch problemlos das 17. Shantychor-Treffen stattfinden.
Kein Tag der Weltmeister… Das im letzten Jahr so erfolgreich gestartete AHOI Beachkubb-Turnier ging zur diesjährigen WARNEMÜNDER WOCHE in die zweite Runde. Es ging mit etwas Verspätung an den Start. Organisator Klaus Riedel war froh, dass nach den vergangenen Tagen überhaupt gespielt werden konnte. Insgesamt reisten 33 Teams aus dem Norden und Osten Deutschlands an. Nach zahlreichen Stunden Kubben im Sand standen sich zwei Rostocker Teams, die Weltmeister „Kubb’Ings“ und die „Biersekte“, in einem spannenden Finale gegenüber. Am Ende dann die Überraschung – nicht die Weltmeister sondern die „Biersekte“ durfte jubeln und den Wanderpokal in Form des Warnemünder Leuchtturms mit nach Hause nehmen. Der vierte Platz und somit auch der neue Pokal die „Goldene Ananas“ ging an die „Paradiesische FSKB Beach Kolonne“. Das Rostocker Prominenten-Team „Rostocker Kubbaner“ um Hanse Sail Chef Holger Bellgardt konnte sich in diesem Jahr steigern und den 10. Platz sichern. Weiteres Highlight neben einer ausgebuchten Teilnehmerliste und der „Goldenen Ananas“ war ein neuer Contest: „King of the Beach“. Ziel war es den König aus einer größtmöglichen Entfernung umzuwerfen. Aus dem King wurde jedoch eine Queen – Kathi aus Leipzig traf selbst noch aus 16 Metern Entfernung und brachte den König zum Fallen. Bericht: Gesine Schuer.
Vorschau des Landprogrammes für Sonntag, den 12. Juli:
10 Uhr 15. Trachtentreffen, Bühne am Leuchtturm
10-14 Uhr Schnupper-Kubb: Wikingerschach für Jedermann
11-16 Uhr 20. Drachenbootrennen, am Alten Strom
16.30-18 Uhr Kurkonzert zum Abschluss der WARNEMÜNDER WOCHE, Bühne am
Leuchtturm
Vorschau der Segelhighlights für Sonntag, den 12. Juli:
11 Uhr Wettfahrten: IDM Pirat, IDM 470er, IDJM 29er, 505er, Skippi 650, A-Cat,
2.4mR, Finn, OK-Jolle, 420er
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| Malte Winkel und Matti Cipra sind derzeit in der Herrenwertung auf dem 2. Platz, Foto © Pepe Hartmann |
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| Die Jungs vom Würtembergischen Yacht-Club (l.) im Duell gegen die Mädchen vom Berliner Yacht-Club (r.), Foto: © Pepe Hartmann |
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| Nicht anspruchsvoll, aber trotzdem imposant, die Mecklenburgische Bäderregatta, Foto: © Pepe Hartmann |
| Fünf Jungs- und Mädchenteams schlugen sich wacker beim Beachhandball- Turnier, Foto: © Klaus-Dieter Block |
Samstag, 11. Juli 2015
Segeln unmöglich, Kiten gefährlich
Wochenende setzt zum Marathon an.
WW / Von einem gemütlichen Strandtag war man in Warnemünde in diesen Tagen weit entfernt. „Sandtag“ trifft es schon eher und der Ratschlag aus der Presseabteilung der WARNEMÜNDER WOCHE an den Medienpartner NDR ist eine Umbetitelung der Sendung am frühen Abend in „Sand und Leute“. Grund: der heftige Sturm mit bis zu neun Windstärken ließ nicht nur erneut alle Wettfahrten ausfallen, sondern führte auch zu regelrechten Verwehungen.
Auf Sand angewiesen sind hingegen die Junioren des Beachhandball Cups 2015. Nachdem die „Großen“ vergangenes Wochenende beim Beachhandball-Turnier ordentlich ins Schwitzen kamen, sind morgen nun die Kids dran. Von 10.00 bis 15.00 Uhr kämpfen fünf Mädchen- und fünf Jungenmannschaften im Sand gegeneinander. Gespielt werden 2x10 min, bei einem Gleichstand gibt es ein Penaltywerfen. Ab 15.15 Uhr werden dann auf der Bühne am Leuchtturm die Gewinner gekürt.
Ausblick: Die Windprognose für den morgigen Sonntag steht, und da bleibt die 78. WARNEMÜNDER WOCHE ihren Umschwüngen treu. Für die Mecklenburgische Bäderregatta haben sich derzeit 25 Yachten angemeldet. Die Bäderregatta – die traditionell von Warnemünde nach Kühlungsborn und wieder zurück führt – bildet den Abschluss der beliebten Seeregatten innerhalb der WARNEMÜNDER WOCHE. Beginn ist am Samstag um 10.00 Uhr. Um den Rückstand etwas aufzuholen, sind die Starts der Wettfahrten vorsorglich zwei Stunden nach vorn gezogen worden, um am Ende mehr Rennen als geplant durchführen zu können.
Kitesurfer performen als einzige „Bootsklasse“ im Sturm
Am ersten Wettkampftag der Kitesurf-Trophy zeigte sich die Ostsee von seiner harten Seite. Nachdem im gestrigen Training ein Höhenrekord von über 15 Metern gemessen wurde (digitale Messung „Woo“) entschied Headjudge Moe Homolla aus Sicherheitsgründen, die Teilnehmer abweichend vom geplanten Team-Format einzeln gegeneinander antreten zu lassen. Mit spektakulären Sprüngen performten die Kitesurfer der Kitesurf-Trophy in den ruppigen Bedingungen. „Solche Bedingungen – vielleicht nicht ganz so extrem – haben wir uns immer für die Kitsurfer gewünscht. Die für jeden beeindruckenden hohen und weiten Sprünge heute kommen toll bei unseren Besuchern an – man fühlt sich fast wie bei einer Moto-Cross-Show, nur am Wasser“, so Mike Knobloch, Projektmanager der WARNEMÜNDER WOCHE.
Zum Ende der spektakulären Heats in der Disziplin „Big Air“, steigerte sich das Niveau ein weiteres Mal. Style und sichere Landung saßen trotz extremer Bedingungen. Die Sieger der Big Air-Wertung bzw. die Gesamtsiegerehrung findet am Sonntag den 12. Juli um 16.00 Uhr statt.
Krönendes Ende des Tages war eine „Supersession“ aller Teilnehmer bei der die einzige angetretene Dame im Feld, Sinja Kersberg, und der leider aufgrund eines Materialfehlers unglücklich gestürzte Christian Hinrichs eine tolle MARINEPOOL-Windjacke mit nach Hause nehmen konnten. Der Tag der Kitesurfer klang mit einem Riders Beer in der Sport & Beach Arena aus. Die Windvorhersage für morgen besagt, dass die Sportler Zeit haben werden, sich vom heutigen Tag zu erholen.
Empfang des Oberbürgermeisters als politischer Höhepunkt der Segelwoche Neben der Eröffnung ist der Empfang des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock, Roland Methling, der protokollarische und politische Höhepunkt der 78. WARNEMÜNDER WOCHE.
Aufgrund des Sturmes konnte der Empfang notgedrungen nicht in der viel gelobten Sport & Beach Arena stattfinden, sondern wurde kurzfristig in den Lokschuppen auf der Mittelmole verlegt. Schnell stellte sich heraus, dass auch hier eine besondere Stimmung entstehen kann. Das lag nicht zuletzt an der optimistischen Lockerheit der kurzen Reden von Roland Methling, Jürgen Bohn und Jürgen Missing. Mit auf dem Podium stand John Braedder, Bürgermeister der Guldborgsund Kommune, der sich freute, dass er einen touristischen Flyer vorstellte, der dazu animieren soll, die Fähre zu nutzen und Süddänemark und Nordostdeutschland zu erkunden.
Trotz aller Lockerheit war die Hauptbotschaft der Ansprachen, insbesondere des Stadtoberhauptes, klar: Lasst uns gemeinsam den Segelstandort Rostock & Warnemünde stärken und den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, um für die internationalen Segelwettbewerbe und die Olympischen Spiele 2024 und 2028 den Nachwuchs erfolgreich zu qualifizieren. Zwei Segeltrainer und jährliche finanzielle Zuschüsse der Stadt sind hier ebenso wichtige Bausteine wie das dankenswerte Engagement von Sponsoren und langjährigen sowie neuen Partnern.
Ihnen galt der Dank Methlings ebenso wie der neuen Vereinsspitze des WSC sowie allen Helfern des maritimen Festes.
Locker und professionell präsentierten sich zwischen den Reden und dem Buffet als „Augenschmaus“ die Models unter der Regie von Ulrike Klein, die eigentlich im Rahmen der „2. FashionWeek“ in der Arena am Strand auftreten sollten. (Sie wurde auf den 19. Juli 2015, Einlass 18.30 Uhr, verlegt.) Auch hier war der Lokschuppen keine „Notlösung“, sondern der hölzerne „Laufsteg“ zwischen den Schienen war wie dafür gemacht. Bericht: Gesine Schuer.
WW / Von einem gemütlichen Strandtag war man in Warnemünde in diesen Tagen weit entfernt. „Sandtag“ trifft es schon eher und der Ratschlag aus der Presseabteilung der WARNEMÜNDER WOCHE an den Medienpartner NDR ist eine Umbetitelung der Sendung am frühen Abend in „Sand und Leute“. Grund: der heftige Sturm mit bis zu neun Windstärken ließ nicht nur erneut alle Wettfahrten ausfallen, sondern führte auch zu regelrechten Verwehungen.
Auf Sand angewiesen sind hingegen die Junioren des Beachhandball Cups 2015. Nachdem die „Großen“ vergangenes Wochenende beim Beachhandball-Turnier ordentlich ins Schwitzen kamen, sind morgen nun die Kids dran. Von 10.00 bis 15.00 Uhr kämpfen fünf Mädchen- und fünf Jungenmannschaften im Sand gegeneinander. Gespielt werden 2x10 min, bei einem Gleichstand gibt es ein Penaltywerfen. Ab 15.15 Uhr werden dann auf der Bühne am Leuchtturm die Gewinner gekürt.
Ausblick: Die Windprognose für den morgigen Sonntag steht, und da bleibt die 78. WARNEMÜNDER WOCHE ihren Umschwüngen treu. Für die Mecklenburgische Bäderregatta haben sich derzeit 25 Yachten angemeldet. Die Bäderregatta – die traditionell von Warnemünde nach Kühlungsborn und wieder zurück führt – bildet den Abschluss der beliebten Seeregatten innerhalb der WARNEMÜNDER WOCHE. Beginn ist am Samstag um 10.00 Uhr. Um den Rückstand etwas aufzuholen, sind die Starts der Wettfahrten vorsorglich zwei Stunden nach vorn gezogen worden, um am Ende mehr Rennen als geplant durchführen zu können.
Kitesurfer performen als einzige „Bootsklasse“ im Sturm
Am ersten Wettkampftag der Kitesurf-Trophy zeigte sich die Ostsee von seiner harten Seite. Nachdem im gestrigen Training ein Höhenrekord von über 15 Metern gemessen wurde (digitale Messung „Woo“) entschied Headjudge Moe Homolla aus Sicherheitsgründen, die Teilnehmer abweichend vom geplanten Team-Format einzeln gegeneinander antreten zu lassen. Mit spektakulären Sprüngen performten die Kitesurfer der Kitesurf-Trophy in den ruppigen Bedingungen. „Solche Bedingungen – vielleicht nicht ganz so extrem – haben wir uns immer für die Kitsurfer gewünscht. Die für jeden beeindruckenden hohen und weiten Sprünge heute kommen toll bei unseren Besuchern an – man fühlt sich fast wie bei einer Moto-Cross-Show, nur am Wasser“, so Mike Knobloch, Projektmanager der WARNEMÜNDER WOCHE.
Zum Ende der spektakulären Heats in der Disziplin „Big Air“, steigerte sich das Niveau ein weiteres Mal. Style und sichere Landung saßen trotz extremer Bedingungen. Die Sieger der Big Air-Wertung bzw. die Gesamtsiegerehrung findet am Sonntag den 12. Juli um 16.00 Uhr statt.
Krönendes Ende des Tages war eine „Supersession“ aller Teilnehmer bei der die einzige angetretene Dame im Feld, Sinja Kersberg, und der leider aufgrund eines Materialfehlers unglücklich gestürzte Christian Hinrichs eine tolle MARINEPOOL-Windjacke mit nach Hause nehmen konnten. Der Tag der Kitesurfer klang mit einem Riders Beer in der Sport & Beach Arena aus. Die Windvorhersage für morgen besagt, dass die Sportler Zeit haben werden, sich vom heutigen Tag zu erholen.
Empfang des Oberbürgermeisters als politischer Höhepunkt der Segelwoche Neben der Eröffnung ist der Empfang des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock, Roland Methling, der protokollarische und politische Höhepunkt der 78. WARNEMÜNDER WOCHE.
Aufgrund des Sturmes konnte der Empfang notgedrungen nicht in der viel gelobten Sport & Beach Arena stattfinden, sondern wurde kurzfristig in den Lokschuppen auf der Mittelmole verlegt. Schnell stellte sich heraus, dass auch hier eine besondere Stimmung entstehen kann. Das lag nicht zuletzt an der optimistischen Lockerheit der kurzen Reden von Roland Methling, Jürgen Bohn und Jürgen Missing. Mit auf dem Podium stand John Braedder, Bürgermeister der Guldborgsund Kommune, der sich freute, dass er einen touristischen Flyer vorstellte, der dazu animieren soll, die Fähre zu nutzen und Süddänemark und Nordostdeutschland zu erkunden.
Trotz aller Lockerheit war die Hauptbotschaft der Ansprachen, insbesondere des Stadtoberhauptes, klar: Lasst uns gemeinsam den Segelstandort Rostock & Warnemünde stärken und den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen, um für die internationalen Segelwettbewerbe und die Olympischen Spiele 2024 und 2028 den Nachwuchs erfolgreich zu qualifizieren. Zwei Segeltrainer und jährliche finanzielle Zuschüsse der Stadt sind hier ebenso wichtige Bausteine wie das dankenswerte Engagement von Sponsoren und langjährigen sowie neuen Partnern.
Ihnen galt der Dank Methlings ebenso wie der neuen Vereinsspitze des WSC sowie allen Helfern des maritimen Festes.
Locker und professionell präsentierten sich zwischen den Reden und dem Buffet als „Augenschmaus“ die Models unter der Regie von Ulrike Klein, die eigentlich im Rahmen der „2. FashionWeek“ in der Arena am Strand auftreten sollten. (Sie wurde auf den 19. Juli 2015, Einlass 18.30 Uhr, verlegt.) Auch hier war der Lokschuppen keine „Notlösung“, sondern der hölzerne „Laufsteg“ zwischen den Schienen war wie dafür gemacht. Bericht: Gesine Schuer.
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| Die Kitesurfer waren mutig, aber auch sie hatten zu tun mit den rauhen Bedingungen, Foto © Pepe Hermann |
| Der wirbelnde Sand sorgte für regelrechte „Verwehungen“ in Warnemünde, Foto © Pepe Hermann |
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| WW neues Logo, Foto © Pepe Hermann |
Freitag, 10. Juli 2015
Stürmische Zeiten… an Land
WW / Siegerehrung verlegt, Bühne geschlossen, FashionWeek verschoben.
Theoretisch wären drei Internationale Deutsche Meisterschaften Teil des zweiten seglerischen Parts der 78. WARNEMÜNDER WOCHE gewesen, wenn der störrische Rasmus nicht etwas gegen diesen Auftakt gehabt hätte. Zu viel Wind verhinderte nicht nur das Auslaufen aller Segler, sondern sogar die Siegerehrung der hanseboot Rund Bornholm Regatta auf der Bühne am Teepott.
Kurzfristig wurde jene auf die Mittelmole verlegt, um die Sicherheit der Akteure durch die direkt in der Windschneise liegende Bühne nicht zu gefährden. Auch das NDR/OZ-Medienzelt auf der Promenade wurde geschlossen.
Ab 16.00 Uhr fand auch kein weiteres Programm auf der Hauptbühne mehr statt. Traurige Stimmung herrschte auch bei Organisatorin Ulrike Klein, da die seit Monaten geplante FashionWeek auf den 19. Juli verschoben werden musste. „Es ging nicht anders, aber alle Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. 18.30 Uhr ist Einlass und auch der Ort bleibt bestehen“, sagt die sympathische Frau, die nun vieles umorganisieren muss.
Bereits erwähnte Siegerehrung der hanseboot Rund Bornholm Regatta fand kurzfristig aber durchaus stilecht im Jugendschuppen des Warnemünder Segel-Clubs statt. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel moderierte in gewohnt lockerer Art: „Die ersten, die ins Ziel kamen, hatten genügend warme Suppe und Bier – die letzten Zieldurchläufer dafür mehr von ihrem Startgeld.“ Den begehrten hanseboot-Pokal für die schnellste gesegelte Zeit des Jahres ersegelte sich die „Glashäger“ mit Skipper Oliver Schmidt-Rybrandt.
Selbiger nahm auch den Sonderpreis für das beste Boot mit Heimathafen Rostock entgegen. Die „Phoenix II“ mit Skipper Thomas Kaul bekam als Siegeryacht aller Boote nach gerechneter Zeit nach Yardstick den „Kyria-Pokal“ überreicht. Der Knurrhahn-Pokal für die Siegeryacht nach gerechneter Zeit nach ORC schnappte sich Holger Streckenbach mit der „Imagine“. Den Sonderpreis „Double Hand“ holte sich die „RubiX“ aus Hamburg mit dem jungen Skipper Hans-Christoph Burmeister. Er segelte nur zu zweit und war trotz mehrerer zerschlissener Segel sichtbar stolz beim Empfang seines Preises. Ebenfalls jung und daher mit dem Sonderpreis für Jugendmannschaften geehrt wurde Robert Kewitz mit der „Kataja“. Den Preis bekommt diejenige Mannschaft, die mindestens zur Hälfte unter 21 Jahren alt ist. Auch das beste Charterschiff wurde geehrt. Glückliche Sieger waren Frank Matschukat und seine Crew auf der „Enjoy“. Prominenter Teilnehmer und wiederkehrender Gewinner der Trophäe für die älteste Mannschaft ist Walfried Luksch, der sich mit seiner Crew auf der „Lucky Star“ zwei Tage und sieben Stunden den Weg rund um die dänische Insel und wieder zurück in den Warnemünder Hafen erkämpfte. Die Gesamtwertung des WARNEMÜNDER WOCHE-Cups, ebenfalls gestiftet von der „hanseboot“, gewann die „Imagine“. Die Wertung setzt sich zusammen aus den Ergebnissen, die die Yachten beim Warnemünde Cup, den 2 Up & Down Regatten und der hanseboot Rund Bornholm Regatta einfahren.
Der Skipper der Rostocker Yacht „Universitas“ Hauke Sponholz (24) war das dritte Mal bei der hanseboot Rund Bornholm dabei. An Bord waren sieben weitere Mitsegler, die allesamt das Kreuzen ab Darßer Ort seit Dienstagnacht als besonders ermüdend empfanden. „Bei 30 Knoten Wind von vorn und 2 Meter Welle bewältigt man keine großen Strecken. Wir mussten neun Stunden lang kreuzen. Zwei Mitsegler waren seekrank.“ Der böige und drehende Wind in der Nacht setzte allen teilnehmenden Yachten zu, da ständig die Segel gewechselt werden mussten, um möglichst den besten Speed zu fahren.
Strand kontra Land? Sturm kontra Protokoll? - Eine Zwischenbilanz Halbzeit bei der 78. WARNEMÜNDER WOCHE. Besucher standen an den ersten fünf Tagen vor der Entscheidung: Strand oder „Land“. Klar, dass bei diesem Superbadewetter oft der Strand und das Wasser gewinnen. „Aber“, so Inge Regenthal vom Warnemünde Verein e.V., „dort, wo etwas passiert, sind Zuschauer da. Und auch die Händler sind zufrieden. Und unsere Vereinsmitglieder, die am Glashäger-Stand gesponserte Getränke für die Vereinskasse verkaufen, sind es auch.“ Jörg Bludau, der im Auftrag des Vereins das Kultur- und Marktprogramm seit vielen Jahren organisiert, bestätigt die Einschätzung von Inge Regenthal.
„Viele Besucher kommen nach Warnemünde, um das Sommerfest der WARNEMÜNDER WOCHE zu erleben und zu genießen. Die Bühne am Leuchtturm ist dabei das Zentrum des Besucherinteresses, wohl auch, weil hier für Jung und Alt, für alle Geschmäcker, von Popmusik bis Shantys alles dabei ist.“ Einschließlich attraktiver Angebote für den Nachwuchs, wie die „Kinderpiratenshow“, die durchaus Anlass war, am Strand zu fordern: „Mama, ich will zur Bühne!“ Der erfahrene „Kulturarbeiter“ Bludau hat 85 Programmpunkte mit 850 Mitwirkenden zu bieten, die sich trotz der Hitze wirklich professionell präsentieren, so der immer – auch bei Stress, Hitze und Sturm – freundliche Warnemünder.
Mike Knobloch, Spiritus Rector der Sport & Beach Arena, blickt ebenfalls zufrieden auf die erste Hälfte des maritimen Festes zurück, allerdings auch mit Sorge in die zweite Halbzeit.
„Unsere Grundidee der Arena mit Möglichkeiten für Sport, Events, Chillen und hautnahem Erleben der Wettkämpfe auf dem Wasser hat sich im 2. Jahr wunderbar in der Praxis bestätigt. Die LED-Leinwand mit Liveübertragungen ist der ‚Hammer‘. Das gesamte Zelt ist größer als im Vorjahr und wir haben bisher rund ein Drittel mehr Gäste. Der Ansturm am Samstag war so groß, dass die Hamburger schon 17.30 Uhr alle waren und unser Caterer nachordern musste.“ Nicht nur die Idee ist innovativ, sondern auch die Art und Weise, wie Trendsportarten zum Selbermachen angeboten werden, wie z.B. KUBB, Skimboarding oder Beach-Biathlon für Kinder. Und die Sorgen? Die Sturmverhältnisse entwickelten sich so, dass der beliebte Empfang des Rostocker Oberbürgermeisters, Roland Methling, am Donnerstag nicht in der Arena stattfinden kann, sondern in den Lokschuppen auf der Mittelmole verlegt werden muss. Auch wenn der Sturm das Protokoll und weitere Vorhaben am Strand durcheinander wirbelt: Die Sport & Beach-Arena ist eine attraktive Bereicherung der WARNEMÜNDER WOCHE. Und sie hat Zukunft! Bericht: Gesine Schuer.
Vorschau des Landprogrammes für Freitag, den 10. Juli:
14.30-16 Uhr Coffee-Chilling mit „Swing for Fun“, NDR/OZ-Medienzelt
16-18.30 Uhr „Jackbeat- Oldies der 60er“, Bühne am Leuchtturm
19.30 Uhr „FashionWeek Warnemünde“, Sport & Beach Arena
20-23.30 Uhr Kultparty mit beschwingter Party Musik, NDR/OZ-Medienzelt
20-23.30 Uhr Sommerparty mit „Oldie Company“, Bühne am Leuchtturm
Vorschau der Segelhighlights für Freitag, den 10. Juli:
11 Uhr Wettfahrten: IDM 470er, IDM Pirat, IDJM 29er
13+14 Uhr Wettfahrten: OK-Jolle, Finn, Korsar, 420er, 505er, Skippi 650, A-Cat, 2.4mR
Theoretisch wären drei Internationale Deutsche Meisterschaften Teil des zweiten seglerischen Parts der 78. WARNEMÜNDER WOCHE gewesen, wenn der störrische Rasmus nicht etwas gegen diesen Auftakt gehabt hätte. Zu viel Wind verhinderte nicht nur das Auslaufen aller Segler, sondern sogar die Siegerehrung der hanseboot Rund Bornholm Regatta auf der Bühne am Teepott.
Kurzfristig wurde jene auf die Mittelmole verlegt, um die Sicherheit der Akteure durch die direkt in der Windschneise liegende Bühne nicht zu gefährden. Auch das NDR/OZ-Medienzelt auf der Promenade wurde geschlossen.
Ab 16.00 Uhr fand auch kein weiteres Programm auf der Hauptbühne mehr statt. Traurige Stimmung herrschte auch bei Organisatorin Ulrike Klein, da die seit Monaten geplante FashionWeek auf den 19. Juli verschoben werden musste. „Es ging nicht anders, aber alle Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. 18.30 Uhr ist Einlass und auch der Ort bleibt bestehen“, sagt die sympathische Frau, die nun vieles umorganisieren muss.
Bereits erwähnte Siegerehrung der hanseboot Rund Bornholm Regatta fand kurzfristig aber durchaus stilecht im Jugendschuppen des Warnemünder Segel-Clubs statt. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel moderierte in gewohnt lockerer Art: „Die ersten, die ins Ziel kamen, hatten genügend warme Suppe und Bier – die letzten Zieldurchläufer dafür mehr von ihrem Startgeld.“ Den begehrten hanseboot-Pokal für die schnellste gesegelte Zeit des Jahres ersegelte sich die „Glashäger“ mit Skipper Oliver Schmidt-Rybrandt.
Selbiger nahm auch den Sonderpreis für das beste Boot mit Heimathafen Rostock entgegen. Die „Phoenix II“ mit Skipper Thomas Kaul bekam als Siegeryacht aller Boote nach gerechneter Zeit nach Yardstick den „Kyria-Pokal“ überreicht. Der Knurrhahn-Pokal für die Siegeryacht nach gerechneter Zeit nach ORC schnappte sich Holger Streckenbach mit der „Imagine“. Den Sonderpreis „Double Hand“ holte sich die „RubiX“ aus Hamburg mit dem jungen Skipper Hans-Christoph Burmeister. Er segelte nur zu zweit und war trotz mehrerer zerschlissener Segel sichtbar stolz beim Empfang seines Preises. Ebenfalls jung und daher mit dem Sonderpreis für Jugendmannschaften geehrt wurde Robert Kewitz mit der „Kataja“. Den Preis bekommt diejenige Mannschaft, die mindestens zur Hälfte unter 21 Jahren alt ist. Auch das beste Charterschiff wurde geehrt. Glückliche Sieger waren Frank Matschukat und seine Crew auf der „Enjoy“. Prominenter Teilnehmer und wiederkehrender Gewinner der Trophäe für die älteste Mannschaft ist Walfried Luksch, der sich mit seiner Crew auf der „Lucky Star“ zwei Tage und sieben Stunden den Weg rund um die dänische Insel und wieder zurück in den Warnemünder Hafen erkämpfte. Die Gesamtwertung des WARNEMÜNDER WOCHE-Cups, ebenfalls gestiftet von der „hanseboot“, gewann die „Imagine“. Die Wertung setzt sich zusammen aus den Ergebnissen, die die Yachten beim Warnemünde Cup, den 2 Up & Down Regatten und der hanseboot Rund Bornholm Regatta einfahren.
Der Skipper der Rostocker Yacht „Universitas“ Hauke Sponholz (24) war das dritte Mal bei der hanseboot Rund Bornholm dabei. An Bord waren sieben weitere Mitsegler, die allesamt das Kreuzen ab Darßer Ort seit Dienstagnacht als besonders ermüdend empfanden. „Bei 30 Knoten Wind von vorn und 2 Meter Welle bewältigt man keine großen Strecken. Wir mussten neun Stunden lang kreuzen. Zwei Mitsegler waren seekrank.“ Der böige und drehende Wind in der Nacht setzte allen teilnehmenden Yachten zu, da ständig die Segel gewechselt werden mussten, um möglichst den besten Speed zu fahren.
Strand kontra Land? Sturm kontra Protokoll? - Eine Zwischenbilanz Halbzeit bei der 78. WARNEMÜNDER WOCHE. Besucher standen an den ersten fünf Tagen vor der Entscheidung: Strand oder „Land“. Klar, dass bei diesem Superbadewetter oft der Strand und das Wasser gewinnen. „Aber“, so Inge Regenthal vom Warnemünde Verein e.V., „dort, wo etwas passiert, sind Zuschauer da. Und auch die Händler sind zufrieden. Und unsere Vereinsmitglieder, die am Glashäger-Stand gesponserte Getränke für die Vereinskasse verkaufen, sind es auch.“ Jörg Bludau, der im Auftrag des Vereins das Kultur- und Marktprogramm seit vielen Jahren organisiert, bestätigt die Einschätzung von Inge Regenthal.
„Viele Besucher kommen nach Warnemünde, um das Sommerfest der WARNEMÜNDER WOCHE zu erleben und zu genießen. Die Bühne am Leuchtturm ist dabei das Zentrum des Besucherinteresses, wohl auch, weil hier für Jung und Alt, für alle Geschmäcker, von Popmusik bis Shantys alles dabei ist.“ Einschließlich attraktiver Angebote für den Nachwuchs, wie die „Kinderpiratenshow“, die durchaus Anlass war, am Strand zu fordern: „Mama, ich will zur Bühne!“ Der erfahrene „Kulturarbeiter“ Bludau hat 85 Programmpunkte mit 850 Mitwirkenden zu bieten, die sich trotz der Hitze wirklich professionell präsentieren, so der immer – auch bei Stress, Hitze und Sturm – freundliche Warnemünder.
Mike Knobloch, Spiritus Rector der Sport & Beach Arena, blickt ebenfalls zufrieden auf die erste Hälfte des maritimen Festes zurück, allerdings auch mit Sorge in die zweite Halbzeit.
„Unsere Grundidee der Arena mit Möglichkeiten für Sport, Events, Chillen und hautnahem Erleben der Wettkämpfe auf dem Wasser hat sich im 2. Jahr wunderbar in der Praxis bestätigt. Die LED-Leinwand mit Liveübertragungen ist der ‚Hammer‘. Das gesamte Zelt ist größer als im Vorjahr und wir haben bisher rund ein Drittel mehr Gäste. Der Ansturm am Samstag war so groß, dass die Hamburger schon 17.30 Uhr alle waren und unser Caterer nachordern musste.“ Nicht nur die Idee ist innovativ, sondern auch die Art und Weise, wie Trendsportarten zum Selbermachen angeboten werden, wie z.B. KUBB, Skimboarding oder Beach-Biathlon für Kinder. Und die Sorgen? Die Sturmverhältnisse entwickelten sich so, dass der beliebte Empfang des Rostocker Oberbürgermeisters, Roland Methling, am Donnerstag nicht in der Arena stattfinden kann, sondern in den Lokschuppen auf der Mittelmole verlegt werden muss. Auch wenn der Sturm das Protokoll und weitere Vorhaben am Strand durcheinander wirbelt: Die Sport & Beach-Arena ist eine attraktive Bereicherung der WARNEMÜNDER WOCHE. Und sie hat Zukunft! Bericht: Gesine Schuer.
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| In Warnemünde wurde jeder und alles „gesandstrahlt“, Foto: © Pepe Hartmann |
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| Felix Streckenbach und Konrad Nehrenberg nahmen den WARNEMÜNDER WOCHE-Cup von Heiko Zimmermann (hanseboot) entgegen, Foto: © Pepe Hartmann |
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| Ausschließlich die Kitesurfer starteten heute vom Strand aus und Hannes Neumann und seine Kollegen sprangen dabei über 15 Meter hoch, Foto © Pepe Hartmann |
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| Nicht nur der Wind auch die Wellenentwicklung vor Warnemünde war heute zu gefährlich, um die Segler auslaufen zu lassen, Foto: © Pepe Hartmann |
14.30-16 Uhr Coffee-Chilling mit „Swing for Fun“, NDR/OZ-Medienzelt
16-18.30 Uhr „Jackbeat- Oldies der 60er“, Bühne am Leuchtturm
19.30 Uhr „FashionWeek Warnemünde“, Sport & Beach Arena
20-23.30 Uhr Kultparty mit beschwingter Party Musik, NDR/OZ-Medienzelt
20-23.30 Uhr Sommerparty mit „Oldie Company“, Bühne am Leuchtturm
Vorschau der Segelhighlights für Freitag, den 10. Juli:
11 Uhr Wettfahrten: IDM 470er, IDM Pirat, IDJM 29er
13+14 Uhr Wettfahrten: OK-Jolle, Finn, Korsar, 420er, 505er, Skippi 650, A-Cat, 2.4mR
Mittwoch, 8. Juli 2015
„Ruhetag“ auf der WARNEMÜNDER WOCHE
WW / Am Mittwoch setzte sich das wechselhafte Wetter fort, was zur Absage von allen Regatten führte.
Die für heute in der Sport & Beach Arena geplante Unternehmer-Regatta der IHK entfiel aufgrund des zu starken und böigen Windes mit Spitzen bis zu 35 Knoten. Selbst die Skimboarder konnten heute nicht ihre Bretter auf das flache Wasserbecken werfen, denn die leichten Boards entwickeln eine Eigendynamik im Starkwind und sind nicht zu beherrschen. Die einzige Klasse, die heute noch Wettfahrten gehabt hätte, sind die Dyas. Jene entschieden sich mit ihrem Wettfahrtleiter gegen ein Auslaufen und somit für die Sicherheit von Mensch und Material. „Am Sonntag hatten wir zu wenig Wind, Montag und Dienstag war er schwer berechenbar und heute ist es zu viel – aber wir hatten trotzdem Spaß und ein wenig Glück gehört halt auch immer zum Segeln dazu“, resümiert Thomas Eckardt die vergangenen Tage. Zusammen mit seinem Vorschoter Jan-Peter Hein steht er nach sechs Wettfahrten ganz oben auf dem Treppchen.
Einzige Segler auf dem Wasser waren die Rückkehrer der hanseboot Rund Bornholm Regatta, welche live im Internet verfolgt werden kann. Die Siegerehrung findet am Donnerstag um 17.00 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm statt. Bis zum Redaktionsschluss waren 16 Teilnehmer der hanseboot Rund Bornholm im Ziel und sicher in den Warnemünder Hafen zurückgekehrt. Zehn Yachten hatten zu dem Zeitpunkt schon aufgegeben und sind andere Häfen angelaufen bzw. unter Maschine weiter gefahren. Das „first ship home“ war die „Glashäger“, welche am Dienstag um 23.50 Uhr die Ziellinie passierte. Sie war somit 31 Stunden und 15 Minuten unterwegs. „Wenn man selbst Segler ist, dann ist man froh über jede Yacht, die heil ins Ziel kommt. Ich fühle da mit“, sagt Petra Müller und fügt an, dass einige Segler auch nur mit Vorsegel einliefen, weil ihr Großsegel zerrissen war. Hinter den Kulissen findet Segeln im Übrigen auch an Land statt, beispielsweise im Fall der Jury.
Segeln an Land - Zwei Schweizer an der Ostsee
Die Schweiz liegt bekanntlich nicht am Meer, verfügt aber über eine lebendige Seglerszene und zahlreiche Segelreviere auf den erstaunlich vielen Seen der Alpenrepublik. Und dennoch: Das Meer ruft! Das warme Mittelmeer, aber zunehmend auch die „kalte Ostsee“. Peter Stucki (69) kennt das Seebad der Hansestadt und die WARNEMÜNDER WOCHE und ist zum dritten Mal Mitglied der Internationalen Jury. Der erfahrene und auch international erfolgreiche Regatteur, so heißen die Regattasegler in der Eidgenossenschaft, ist seit zwölf Jahren internationaler Segelschiedsrichter und
wirbt zu Hause für das Segelrevier an der Mündung der Warnow. „Starker Wind, schönes Wellenbild, da müsst ihr hin!“ Die Schweizer Segler sind seit vielen Jahren Stammgäste, bestätigt die Warnemünderin Jutta Mohr. In diesem Jahr sind 17 dabei.
Für den Züricher Dr. Pierre M. Hoch ist es das erste Mal, dass er in der Internationalen Jury der Segelwoche in Warnemünde mitwirkt. Darüber freut sich der 82-jährige sichtlich. Seit 1945 ist er Mitglied des Zürcher Yacht Clubs, also 70 Jahre, und hat ebenfalls viel „regattiert“. Seine erste Regatta nach dem Krieg gab es 1949 in Schweden, also in dem Jahr, als der „Redaktor“ (= Redakteur) dieser Zeilen geboren wurde.
Beide Schweizer halten die eigene Segelerfahrung für ihre Schiedsrichtertätigkeit als enorm wichtig: „Man muss wissen, wie die Regatteure ticken.“ Zum Ticken gehört hin und wieder wohl auch das „Tricksen“. Wer mit dem Wasser und dem Segeln als Akteur und Schiedsrichter so lange verbunden ist, muss schon „inneres Feuer“ haben. Natürlich denken die beiden gestandenen Schweizer an das Ende ihrer Schiedsrichterlaufbahn. Peter Stuckli will mit 70 aufhören und Pierre M. Hoch im Jahre 2017, auch um jüngeren Platz zu machen. Hier stutzt der Redaktor, weiß er doch um die Nachwuchssorgen bei den Segelschiedsrichtern. Und er verkneift sich die Frage: „Na, vielleicht doch noch ein Jährchen?“, auch weil beide in unserem Gespräch von ihren „Plänen danach“ gesprochen haben. Und darunter sind natürlich auch nicht wenige Segelpläne. Bericht: Gesine Schuer.
Die für heute in der Sport & Beach Arena geplante Unternehmer-Regatta der IHK entfiel aufgrund des zu starken und böigen Windes mit Spitzen bis zu 35 Knoten. Selbst die Skimboarder konnten heute nicht ihre Bretter auf das flache Wasserbecken werfen, denn die leichten Boards entwickeln eine Eigendynamik im Starkwind und sind nicht zu beherrschen. Die einzige Klasse, die heute noch Wettfahrten gehabt hätte, sind die Dyas. Jene entschieden sich mit ihrem Wettfahrtleiter gegen ein Auslaufen und somit für die Sicherheit von Mensch und Material. „Am Sonntag hatten wir zu wenig Wind, Montag und Dienstag war er schwer berechenbar und heute ist es zu viel – aber wir hatten trotzdem Spaß und ein wenig Glück gehört halt auch immer zum Segeln dazu“, resümiert Thomas Eckardt die vergangenen Tage. Zusammen mit seinem Vorschoter Jan-Peter Hein steht er nach sechs Wettfahrten ganz oben auf dem Treppchen.
Einzige Segler auf dem Wasser waren die Rückkehrer der hanseboot Rund Bornholm Regatta, welche live im Internet verfolgt werden kann. Die Siegerehrung findet am Donnerstag um 17.00 Uhr auf der Bühne am Leuchtturm statt. Bis zum Redaktionsschluss waren 16 Teilnehmer der hanseboot Rund Bornholm im Ziel und sicher in den Warnemünder Hafen zurückgekehrt. Zehn Yachten hatten zu dem Zeitpunkt schon aufgegeben und sind andere Häfen angelaufen bzw. unter Maschine weiter gefahren. Das „first ship home“ war die „Glashäger“, welche am Dienstag um 23.50 Uhr die Ziellinie passierte. Sie war somit 31 Stunden und 15 Minuten unterwegs. „Wenn man selbst Segler ist, dann ist man froh über jede Yacht, die heil ins Ziel kommt. Ich fühle da mit“, sagt Petra Müller und fügt an, dass einige Segler auch nur mit Vorsegel einliefen, weil ihr Großsegel zerrissen war. Hinter den Kulissen findet Segeln im Übrigen auch an Land statt, beispielsweise im Fall der Jury.
Segeln an Land - Zwei Schweizer an der Ostsee
Die Schweiz liegt bekanntlich nicht am Meer, verfügt aber über eine lebendige Seglerszene und zahlreiche Segelreviere auf den erstaunlich vielen Seen der Alpenrepublik. Und dennoch: Das Meer ruft! Das warme Mittelmeer, aber zunehmend auch die „kalte Ostsee“. Peter Stucki (69) kennt das Seebad der Hansestadt und die WARNEMÜNDER WOCHE und ist zum dritten Mal Mitglied der Internationalen Jury. Der erfahrene und auch international erfolgreiche Regatteur, so heißen die Regattasegler in der Eidgenossenschaft, ist seit zwölf Jahren internationaler Segelschiedsrichter und
wirbt zu Hause für das Segelrevier an der Mündung der Warnow. „Starker Wind, schönes Wellenbild, da müsst ihr hin!“ Die Schweizer Segler sind seit vielen Jahren Stammgäste, bestätigt die Warnemünderin Jutta Mohr. In diesem Jahr sind 17 dabei.
Für den Züricher Dr. Pierre M. Hoch ist es das erste Mal, dass er in der Internationalen Jury der Segelwoche in Warnemünde mitwirkt. Darüber freut sich der 82-jährige sichtlich. Seit 1945 ist er Mitglied des Zürcher Yacht Clubs, also 70 Jahre, und hat ebenfalls viel „regattiert“. Seine erste Regatta nach dem Krieg gab es 1949 in Schweden, also in dem Jahr, als der „Redaktor“ (= Redakteur) dieser Zeilen geboren wurde.
Beide Schweizer halten die eigene Segelerfahrung für ihre Schiedsrichtertätigkeit als enorm wichtig: „Man muss wissen, wie die Regatteure ticken.“ Zum Ticken gehört hin und wieder wohl auch das „Tricksen“. Wer mit dem Wasser und dem Segeln als Akteur und Schiedsrichter so lange verbunden ist, muss schon „inneres Feuer“ haben. Natürlich denken die beiden gestandenen Schweizer an das Ende ihrer Schiedsrichterlaufbahn. Peter Stuckli will mit 70 aufhören und Pierre M. Hoch im Jahre 2017, auch um jüngeren Platz zu machen. Hier stutzt der Redaktor, weiß er doch um die Nachwuchssorgen bei den Segelschiedsrichtern. Und er verkneift sich die Frage: „Na, vielleicht doch noch ein Jährchen?“, auch weil beide in unserem Gespräch von ihren „Plänen danach“ gesprochen haben. Und darunter sind natürlich auch nicht wenige Segelpläne. Bericht: Gesine Schuer.
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| Die stolzen Segler des „first ship home“ „Glashäger“ kurz nach ihrem Zieleinlauf nach mehr als 31 Stunden, Foto: © Pepe Hartmann |
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| Sieger der Dyas: Thomas Eckardt (v.l.) und Jan-Peter Hein mit Wettfahrtleiter Piotrowski und Hauptwettfahrtleiter Niemczewski, Foto: © Pepe Hartmann |
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| Die 29er nutzten den nicht ganz so starken Wind am Vormittag, um für ihre IDJM zu trainieren. Es haben 34 Teams gemeldet, Foto: © Pepe Hartmann |
| Die zwei Schweizer sind Mitglieder der Jury der 78. WARNEMÜNDER WOCHE, Foto: © Klaud-Dieter Block |
Warnemünde mit extremen Gegensätzen
WW / „Die Laser sind gestern um 9.00 Uhr rausgefahren und standen dann vier Stunden auf der Ostsee herum. Sie taten mir ehrlich gesagt leid. Ich hätte ihnen weniger Wind als gestern, aber mehr Wind als heute gewünscht“, sagt Hauptwettfahrtleiter Robert Niemczewski und fügt den Wunsch an, im nächsten Jahr dennoch möglichst viele Teilnehmer erneut begrüßen zu dürfen. Die Dyas und Seascapes bekamen trotz Schwachwind einige Wettfahrten zusammen, da auf den östlichen Bahnen etwas mehr Wind vorherrschte. Ebenso von der Flaute betroffen waren die Teilnehmer an der hanseboot Rund Bornholm Regatta, die nach dem gestrigen Start und ordentlichem Tempo des nächtens anschließend im Laufe des Dienstags südlich der dänischen Insel „abparkten“. Fünf Teilnehmer gaben zum Redaktionsschluss bereits auf. „Alles okay, nichts Dramatisches“, bestätigt Wettfahrtleiter Uwe Wenzel.
Die „Glashäger“ lag in Front und die ersten Ankünfte werden am späten Dienstagabend bzw. in der Nacht zum Mittwoch erwartet. Ein Großteil wird das Festland im Laufe des Mittwochs erreichen und hoffentlich nicht allzu viel von dem vorhergesagten Starkwind abbekommen.
Laser Europa Cup beendet
Aufgrund der Absage der Wettfahrten änderte sich beim Laser Europa Cup nichts an den Platzierungen des Vortages. Bei den „Nachwuchsseglern“ der Laser 4.7 gewinnt die Ukrainerin Kateryna Gumenko deutlich mit vier Punkten Vorsprung vor Julia Büsselberg. Die Berlinerin gewinnt in der U16-Wertung. Bei den Jungs konnte Nico Naujock von der Jüngsten-Nationalmannschaft den zweiten Platz in der U16-Wertung belegen.
Im Gesamtklassement der Laser 4.7 siegte der Schweizer Gregoire Peverelli.
In der Olympischen Bootsklasse Laser Radial weiblich gingen Gold und Silber nach Frankreich. Für Pernelle Michon war es bereits der zweite Sieg beim Europa Cup in diesem Jahr nach ihrem Sieg in Frankreich. Beste Deutsche wurde Lisa Fasselt. In der U17-Wertung konnte sich Lokalmatadorin Hannah Anderssohn vom Warnemünder Segel-Club in diesem Jahr auf den ersten Platz schieben und gewinnt diese mit 23 Punkten Vorsprung.
Der Brite Jon Emmett steht bei den Herren ganz oben auf dem Treppchen, dicht gefolgt vom Berliner Philipp Loewe, welcher in der U21-Wertung wiederum den ersten Platz belegt.
Die anspruchsvolle Laser Standard-Klasse wurde von dem Polen Jakub Marciniak vor seinem Teamkollegen Tadeusz Kubiak gewonnen. Den Preis, der Pokal des Oberbürgermeisters, überreichte Senator Dr. Chris Müller.
Mecklenburgs Olympiahoffnung Max Wilken belegte Platz 15 in der Gesamtwertung, sicherte sich in der U19-Wertung jedoch Bronze. Sieger in dieser Kategorie wurde der Kieler Johann Kohlhoff. Die Siegerehrung der Laser-Klasse dauerte auch aufgrund der vielen U-Wertungen über eine Stunde. Robert Niemczewski bedankte sich aber für die Geduld bei der größten Klasse der WARNEMÜNDER WOCHE.
Die Seascape 18 sind heute noch eine Wettfahrt gesegelt und haben damit insgesamt drei Wettfahrten bei ihrer German Open geschafft. Nachdem am gestrigen Tag die Greifswalder Crew um Steuerfrau Anne Krüger noch knapp Erster war, setzte sie sich heute gegen die Rostocker Segler durch und holte sich Gold. Bei den Dyas führen nach sechs Wettfahrten Thomas Eckardt aus Berlin und Jan-Peter Hein aus Ratzeburg.
Sportliche Zwischenbilanz
Aus sportlicher Sicht absolvierten bis heute bei einem durchwachsenen Mix aus schwachem Wind und stürmischen Bedingungen insgesamt 728 Teilnehmer auf 433 Booten und Surfbrettern innerhalb von zwölf Bootsklassen 106 Wettfahrten. Unter den Sportlern aus 27 Nationen sind die Segler aus Großbritannien und Frankreich (je 21 Teilnehmer), Polen (20) und Litauen (18) die teilnehmerstärksten internationalen Starter. Laser-Seglerin Susannah Pyatt aus Neuseeland nahm die weiteste Distanz aus ihrem Heimatland nach Warnemünde auf sich. Bis zum Abschluss der 78. WARNEMÜNDER WOCHE sind weitere 99 Wettfahrten in elf Bootsklassen geplant. Die Kitesurfer schließen sich ab Freitag mit bis zu zwölf Dreier-Teams, jeweils zwei Herren und eine Dame, den Segelsportlern auf der Ostsee an und ergänzen das Starterfeld. Bis Sonntag treten sie bei der Team Challenge der Kitesurf Trophy in den drei Disziplinen „Slalom“, „Big Air“ und „Best Trick“ gegeneinander an. Bericht: Gesine Schuer WW. Fotos: ©WW.
Die „Glashäger“ lag in Front und die ersten Ankünfte werden am späten Dienstagabend bzw. in der Nacht zum Mittwoch erwartet. Ein Großteil wird das Festland im Laufe des Mittwochs erreichen und hoffentlich nicht allzu viel von dem vorhergesagten Starkwind abbekommen.
Laser Europa Cup beendet
Aufgrund der Absage der Wettfahrten änderte sich beim Laser Europa Cup nichts an den Platzierungen des Vortages. Bei den „Nachwuchsseglern“ der Laser 4.7 gewinnt die Ukrainerin Kateryna Gumenko deutlich mit vier Punkten Vorsprung vor Julia Büsselberg. Die Berlinerin gewinnt in der U16-Wertung. Bei den Jungs konnte Nico Naujock von der Jüngsten-Nationalmannschaft den zweiten Platz in der U16-Wertung belegen.
Im Gesamtklassement der Laser 4.7 siegte der Schweizer Gregoire Peverelli.
In der Olympischen Bootsklasse Laser Radial weiblich gingen Gold und Silber nach Frankreich. Für Pernelle Michon war es bereits der zweite Sieg beim Europa Cup in diesem Jahr nach ihrem Sieg in Frankreich. Beste Deutsche wurde Lisa Fasselt. In der U17-Wertung konnte sich Lokalmatadorin Hannah Anderssohn vom Warnemünder Segel-Club in diesem Jahr auf den ersten Platz schieben und gewinnt diese mit 23 Punkten Vorsprung.
Der Brite Jon Emmett steht bei den Herren ganz oben auf dem Treppchen, dicht gefolgt vom Berliner Philipp Loewe, welcher in der U21-Wertung wiederum den ersten Platz belegt.
Die anspruchsvolle Laser Standard-Klasse wurde von dem Polen Jakub Marciniak vor seinem Teamkollegen Tadeusz Kubiak gewonnen. Den Preis, der Pokal des Oberbürgermeisters, überreichte Senator Dr. Chris Müller.
Mecklenburgs Olympiahoffnung Max Wilken belegte Platz 15 in der Gesamtwertung, sicherte sich in der U19-Wertung jedoch Bronze. Sieger in dieser Kategorie wurde der Kieler Johann Kohlhoff. Die Siegerehrung der Laser-Klasse dauerte auch aufgrund der vielen U-Wertungen über eine Stunde. Robert Niemczewski bedankte sich aber für die Geduld bei der größten Klasse der WARNEMÜNDER WOCHE.
Die Seascape 18 sind heute noch eine Wettfahrt gesegelt und haben damit insgesamt drei Wettfahrten bei ihrer German Open geschafft. Nachdem am gestrigen Tag die Greifswalder Crew um Steuerfrau Anne Krüger noch knapp Erster war, setzte sie sich heute gegen die Rostocker Segler durch und holte sich Gold. Bei den Dyas führen nach sechs Wettfahrten Thomas Eckardt aus Berlin und Jan-Peter Hein aus Ratzeburg.
Sportliche Zwischenbilanz
Aus sportlicher Sicht absolvierten bis heute bei einem durchwachsenen Mix aus schwachem Wind und stürmischen Bedingungen insgesamt 728 Teilnehmer auf 433 Booten und Surfbrettern innerhalb von zwölf Bootsklassen 106 Wettfahrten. Unter den Sportlern aus 27 Nationen sind die Segler aus Großbritannien und Frankreich (je 21 Teilnehmer), Polen (20) und Litauen (18) die teilnehmerstärksten internationalen Starter. Laser-Seglerin Susannah Pyatt aus Neuseeland nahm die weiteste Distanz aus ihrem Heimatland nach Warnemünde auf sich. Bis zum Abschluss der 78. WARNEMÜNDER WOCHE sind weitere 99 Wettfahrten in elf Bootsklassen geplant. Die Kitesurfer schließen sich ab Freitag mit bis zu zwölf Dreier-Teams, jeweils zwei Herren und eine Dame, den Segelsportlern auf der Ostsee an und ergänzen das Starterfeld. Bis Sonntag treten sie bei der Team Challenge der Kitesurf Trophy in den drei Disziplinen „Slalom“, „Big Air“ und „Best Trick“ gegeneinander an. Bericht: Gesine Schuer WW. Fotos: ©WW.
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