Samstag, 27. Februar 2010

27.02.10: Leinen los für Flottenerneuerung

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein AG (URh) erhält das benötigte Kapital für die Modernisierung ihrer Flotte, wie Heute das Thurgauer Tagblatt (Martin Sinzig) berichtet.

Schaffhausen - Mit einer Kapitalerhöhung wollte die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) Kapital für die Erneuerung der Flotte beschaffen. Nachdem sich die Kantone Thurgau und Schaffhausen sowie zahlreiche Gemeinden zu finanziellen Engagements bereit erklärt hatten, konnte die ausserordentliche Generalversammlung darüber befinden. Sie bejahte einstimmig die Kapitalerhöhung um 2,2 Millionen auf 3,42 Millionen Franken. (Fahrplan 2010 >)

Verwaltungsratspräsident Walter Sommer hatte in seinen Begrüssungsworten von einem «ausserordentlich freudigen Tag» gesprochen. Besonders freute sich der Verwaltungsratspräsident auch über die Gemeinde Büsingen, die sich als weitere deutsche Gemeinde an der URh beteilige.

Mit der ordentlichen Kapitalerhöhung verschiebt sich das Verhältnis zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Aktionären auf 35 zu 65 Prozent. Dieses Übergewicht der öffentlichen Hand sei aus Sicht des Verwaltungsrates nicht optimal, sagte Sommer. Die URh soll noch breiter in der Bevölkerung verankert werden. Deshalb habe der Verwaltungsrat beschlossen, weitere Aktien für 100 000 Franken auszugeben. Bereits im vergangenen Jahr was es gelungen, ohne grosse Werbung 290 Aktionäre zu gewinnen und das Kapital um 100 000 Franken aufzustocken. Die letzte Generalversammlung hatte genehmigtes Kapital von 560 000 Franken geschaffen. (Zeichnungsschein >)


MS Konstanz Baujahr 1925 (Foto: urh.ch)

Freitag, 26. Februar 2010

26.02.10: IWGB mit neuen Merkblättern

Auf der Homepage vom IWGB (Blauer Anker - ein Programm der IWGB) sind ab sofort neue Merkblätter Online.

Einmal ist das erneuerte Merkblatt über "Antifoulings" mit neuer Liste abrufbar und neu "Gift und Sonderabfälle aus dem Bereich Wassersport" und "Korrekte Entsorgung von Gift und Sondermüll im Wassersport".

Unterstützen Sie die Bemühungen des IWGB zur Rein- und Sauberhaltung unseres beliebten Bodensees!

26.02.10: Innovatives Forschungsprojekt zur Nutzung von Sonnenenergie

KIEL - Mit der Enthüllung des 31 Meter langen und 15 Meter breiten Katamarans, der ausschließlich von Sonnenenergie angetrieben wird, feierte das Projekt PlanetSolar am Donnerstag (25. Februar) einen weiteren Meilenstein. Fast 60.000 Bootsbaustunden der Kieler Knierim-Werft stecken in dem futuristischen E-Motorboot, das im kommenden Jahr ganz ohne fossile Brennstoffe die Welt umrunden soll. Möglich wird dies durch ein Forschungsinvestment des Darmstädter Unternehmers und Solar-Pioniers Immo Ströher als Eigner des Riesen-Kats. Der Stapellauf ist in einigen Wochen geplant.

Siebeneinhalb Meter hoch steht der mächtige, weiße Hauptrumpf über den Köpfen der rund 200 Gäste in Halle 11 der Kieler Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW), als Bootseigner Immo Ströher gemeinsam mit den Skippern der Weltumrundung, dem Schweizer Raphaël Domjan und Gérard d’Aboville aus Frankreich, den schwarzen Vorhang aufzieht. Die unverwechselbare Form nach einem Design des Neuseeländers Craig Loomes dürfte auf allen Weltmeeren neugierige Blicke auf sich ziehen, zu allererst aber auf der Kieler Förde.

„Die Entwicklung eines innovativen, hoch effizienten Antriebssystems auf Basis einer regenerativen Energiequelle war Herausforderung und Grund genug, das ehrgeizige Projekt PlanetSolar zu unterstützen“, erklärt Immo Ströher, dem kluges Energiemanagement nicht zuletzt durch seine Firma Immosolar am Herzen liegt. „Und es ist auch eine technologisches Spitzenleistung des Bootsbauteams“, lobt der Auftraggeber. Seit Januar vorigen Jahres waren bis zu 31 Werftarbeiter mit dem etwas mehr als 10 Millionen Euro teuren Bau beschäftigt, an dessen Entwurf und Konzeption Knierim maßgeblich mitgewirkt hat.

Der 31-Meter-Kat entstand in besonders leichter, aber gleichzeitig extrem durabler Karbon-Sandwich-Bauweise, ein Markenzeichen des Unternehmens Knierim, das seinen Sitz am Nordostseekanal hat. Dort hatte der zehntelmillimetergenaue Formbau für den Hauptrumpf in einer der eigenen, hochmodernen Fünf-Achs-Fräsen des Geschäftszweigs Knierim Tooling begonnen. Auch die Schwimmer entstanden in der Knierim-Werft, ehe der Bau im August 2009 in die HDW-Halle 11 zur Endfertigung umzog.

Insgesamt wurden für die Form und das Boot selbst 20,6 Tonnen Kohlefasern, elfeinhalb Tonnen Schaumkern sowie gut 30 Tonnen Harz und Härter verwendet. „Das war auch für unsere Mitarbeiter keine alltägliche Aufgabe“, sagen die Geschäftsführer Gunnar Knierim und Steffen Müller nicht ohne Stolz, haben sie ihren Betrieb nicht schon durch den Bau der ersten deutschen America’s Cup-Yacht „Germany I“ in 2006 und weitere namhafte Hochseeyachten bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht.

Die Besonderheit dieses riesigen Zweirumpfboots wird aus der Vogelperspektive deutlich. An Deck liegen Solarpaneele der Berliner Solon AG. Insgesamt 825 bestückt mit 38.000 einzelnen Photovoltaikzellen werden es sein, wenn der Kat es mit seinen seitlichen Auslegern und einem „Heckflügel“ auf 550 Quadratmetern Fläche bringt. Sie sollen die Energie einfangen, die in sechs Blöcken mit jeweils zwölf Batterien, also 648 Zellen neuster, wartungsfreier Lithium-Ionen-Technik von „GAIA“ aus Nordhausen gespeichert wird. Jeder der sechs Stränge ist knapp zwei Tonnen leicht – herkömmliche Bleibatterien mit gleicher Kapazität hätten das Siebenfache gewogen. Außerdem ist die Lebensdauer länger. Diese Technologie soll auch eine neue Generation von Energiespeichern begründen, die HDW zukünftig auf nicht-nuklearen U-Booten einsetzen will. PlanetSolar dient als Pilotprojekt, an dem HDW vor allem am Sicherheitskonzept beim Betreiben der Batterien mitgewirkt hat.

Angetrieben wird PlanetSolar durch zwei gegenläufig drehende Karbon-Propeller von „AIR“ aus Hohen Luckow bei Berlin. Der Durchmesser beträgt zwei Meter und ist damit doppelt so groß wie sonst für diese Schiffsgröße üblich. „Das ist effizienter, und wir nutzen gleichzeitig das Drehmoment zum Steuern“, erklärt Steffen Müller, denn die Naben befinden sich in Höhe der Wasserlinie. Über die zudem in der Steigung einzeln verstellbaren Schrauben wird der Solar-Kat bei normalen Bedingungen ohne Ruder gesteuert. Vier Elektromotoren aus der Schweiz – je zwei pro Antriebswelle – haben eine Höchstleistung von insgesamt 176 Kilowatt (239 PS) sowie eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz von weit mehr als 90 Prozent. Für eine Marschfahrt von acht Knoten (etwa 15 km/h) sollen im Idealfall (ohne Gegenwind und -wellen) nur 20 kW gebraucht werden.

Wie sich der rund 65 Tonnen schwere Katamaran auf dem Wasser verhält, werden die Praxistests im Frühjahr zeigen. Der so genannte Wavepiercer soll bei entsprechendem Seegang mit den beiden schwimmenden Rümpfen die Wellen durchstechen. Das wurde nicht nur im Computer der Konstrukteure berechnet und vom Germanischen Lloyd (GL) geprüft, sondern auch in Schlepptankversuchen auf Tasmanien simuliert. „Bei stürmischen Bedingungen treten enorme Belastungen auf“, sagt Gunnar Knierim, „deshalb fangen wir die Scherkräfte an den Verbindungen zwischen Schwimmern und Rumpf teils mit Volllaminat auf. Beim Bootsbau sind wir keine Kompromisse eingegangen.“ Ein eindrucksvolles Bild wird PlanetSolar erneut abgeben, wenn der Solar-Kat erstmals seinem Element übergeben wird.


Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von acht Knoten (15 Kilometern in der Stunde) soll die
"Planetsolar" ab März 2010 zu ersten Tests in See stechen.
© PlanetSolar

26.02.10: Online-Melden für die Kieler Woche 2010

Die größte Segelregatta der Welt erwartet auch in diesem Jahr wieder bis zu 5.000 Teilnehmer in Kiel.

Um bei der Kieler Woche dabei zu sein haben Regattasegler ab sofort wieder die Möglichkeit Ihre Meldung online auf der offiziellen Homepage unter kieler-woche.de abzugeben. Das Meldesystem macht es den Seglern dabei leicht in nur wenigen Schritten die Meldung sowie auch die Bezahlung der Meldegebühren online abzuwickeln. Wer dazu noch mal in die aktuelle Ausschreibung gucken möchte, kann dies auch gleich im Internet erledigen.

Vom 19. bis 27. Juni 2010 werden wieder nationale und internationale Spitzensegler in Kiel um die begehrten Kieler-Woche-Trophäen segeln. Den Auftakt machen vom 19. bis 23. Juni die Athleten der olympischen Segelklassen, die wiederholt zur Kieler Woche auch um Punkte im Sailing World Cup kämpfen. Sie werden am 24. Juni von den Internationalen Klassen abgelöst, die bis zum 27. Juni ihre Kieler-Woche-Sieger ermitteln.

Melden >


Starboot: Die Lübecker Johannes Barbendererde und Timo Jacobs (links)
Fotohinweis/Photo credit: Kieler Woche/CBeeck

Donnerstag, 25. Februar 2010

25.02.10: Aphrodite 101 mit Infos

Liebe Mitglieder und Freunde, leider gab es nach der Terminkonferenz und nach unserer Hauptversammlung noch Veränderungen im Terminkalender, die auch unsere Regattasegler betreffen.

Die Altnauer Tag-Nachtregatta wurde eine Woche nach hinten verschoben, jetzt auf den 13./14. August.

Um eine Überschneidung zu vermeiden, hat danach auch der SMCÜ das Überlinger Schatzkistle um ein Wochenende verschoben auf den 21./22. August, also unmittelbar vor der WorldCup Woche. Das wollen wir nützen, um von der Vereinigung noch einige Boote mehr sozusagen zum Training nach Überlingen zu bewegen, Nähres werden wir rechtezitig bekannt geben.

Hier also der neue Terminkalender zum Runterladen, der alte auf der Hauptversammlung verteilte ist nicht mehr gültig.

In Kürze werden wir die Sammelmeldungen aktualisieren, dann kann über unsere Webseite zu den Regatten gemeldet werden; für den WorldCup liegen aktuell bereits zwei Meldungen vor, Vorbildlich! Bis bald, Euer Klaus-Peter.

25.02.10: IBN - neue Bootstest Online

Auf dem Internetportal von IBN, dem Wassersportmagazin für den Bodensee, sind zahlreiche neue Tests Online. Vielleicht finden Sie so zu Ihrem Traumboot - unter anderen zwei Renner der J-Boote und die neue Sunbeam 30.1.

Auch unter "1000 Tipps zum Boot" gibt es neue Beiträge.

Test >


Foto: sunbeam.at

Dienstag, 23. Februar 2010

23.02.10: Überlinger Schatzkistle

Die Überlinger Schatzkistle Traditionsregatta wurde neu auf den 21./22. August 2010 verschoben. Ausgeschrieben ist diese Regatta für ORC-Club / First Class 8 / Aphrodite 101 / 8m Onedesign und Einheitsklassen.

23.02.10: Arboner Hafen macht Fortschritt

Nachdem die Feinjustierung bei den Betonelementen beim künftigen Hafenabschluss behoben sind, kommt das Schlosshafen-Projekt zügig voran. Zwar wird die Crew bei der Mole einen Rückstand, den man sich eingehandelt hat, noch wettzumachen haben.

Parallel ist dafür bereits mit dem Bau der Schwimmstege begonnen worden. Ein erster von insgesamt sechs Stegen, die parallel zu liegen kommen werden, ist bereits "gewassert" worden. Zugänglich sein werden diese Stege via Hafendamm über Brückenköpfe. Am 30. April soll der um 150 Plätze erweiterte Hafen fertig erstellt sein.


Der erste Steg ist montiert (Foto: Bodensee-News)


Der Schlipf vor der Vollendung(Foto: Bodensee-News)


Die Betonelemente, die den Bau verzögerten (Foto: Bodensee-News)

Montag, 22. Februar 2010

22.02.10: Ölverlust

(IBN) Vermutlich durch einen technischen Defekt an der Antriebsanlage der Fähre Friedrichshafen kam es am Sonntagmorgen zu einer Verunreinigung des Wassers.

Der Schiffsführers hatte bei Betriebsbeginn einen dünnen Ölfilm neben der Fähre bemerkt. Er nahm die Fähre sofort aus dem Betrieb. Hierdurch konnte eine größere Verunreinigung verhindert werden. Die Feuerwehr Friedrichshafen war vor Ort, Sofortmaflnahmen waren aufgrund der geringen Menge nicht notwendig. Auswirkungen auf den Bodensee sind aufgrund der geringen Menge nicht zu erwarten.

Sonntag, 21. Februar 2010

21.02.10 - INWATER-BOATSHOW in Gohren

Mit einer neu konzipierten INWATER-BOATSHOW gibt es in ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren, eine bisher am Bodensee einmalige Präsentation von Segel- und Motorbooten. Die Schiffe und Yachten werden an den beiden Messetagen, 1. und 2. Mai 2010, dort gezeigt, wo sie hingehören - im Wasser. Probefahrten auf dem See inklusive. An Land gibt es Zubehör, Ausrüstungen und maritime Kleidung zu sehen. Das Rahmenprogramm umfasst Fachvorträge und Workshops.

"Stillstand ist Rückschritt", nennt ULTRAMARIN-Geschäftsführer Clemens Meichle die Gründe, in dem mit über 1.400 Segel- und Motorbooten größten Freizeithafen am Bodensee eine erweiterte Hausmesse zu organisieren. Damit soll nicht nur der seit Jahren gepflegte Start in die Wassersport-Saison Ende März entfallen, beziehungsweise einen attraktiveren Rahmen bekommen, sondern auch den Besuchern und Liegeplatzinhabern rechtzeitig zum Saisonbeginn einen ersten Blick auf die Neuigkeiten der Saison 2010 geboten werden. "Die Schiffe gehören ins Wasser, also zeigen wir sie auch dort", sagt Clemens Meichle dazu, die neuesten Segel- und Motorboote im Hafenbecken, festgemacht an modernen und breiten Schwimmpontons, zu präsentieren. Diese Methode wird an Nord- und Ostsee oder am Mittelmeer schon in mehreren Marinas gepflegt.

An Land, ebenfalls direkt am Wasser und somit jederzeit im Element auszuprobieren, sind die Produkt- und Informationsstände der Zubehörlieferanten und Ausrüster oder in der Marina angesiedelten Service-Betriebe aufgebaut. Dazu gibt es noch Stände von Versicherern und Charterunternehmen. Auch für den Fall der Fälle, für schlechtes Wetter am ersten Mai-Wochenende ist vorgesorgt und bereits Zelte reserviert, in denen die Besucher sich im Trockenen informieren können. Mit der INWATER-BOATSHOW will Clemens Meichle die "wirklich interessierten Zuschauer" ansprechen und deren Neugier für die neue Saison wecken. Vielleicht könne er auch einige davon für den prinzipiellen Einstieg in den Wassersport gewinnen. Dafür wird es neben neuen auch gebrauchte Boote zu sehen geben.

Zur Messe im und am Hafenbecken werden rund 30 Aussteller erwartet. Darunter viele namhafte Bootsmarken, wie Bavaria, Bénéteau, J-Boats, X-Yachts, Galeon, Windy und die Bodenseewerften. Die Ausrüster werden unter anderem mit Gaastra, Musto, Harken, Geonav und Raymarine vertreten sein. Für die Besucher, die am 1. und 2. Mai 2010 mit dem Boot in die Marina kommen, werden genügend Liegeplätze zur Verfügung stehen. Wer mit dem Auto anreist, findet allemal großzügige Parkplätze vor. Auch für das leibliche Wohl wird an den beiden INWATER-BOATSHOW-Tagen gesorgt sein. Und das alles bei freiem Eintritt. "Nur so können wir unter den Seglern und Motorbootfahrern die Freude auf die neue Saison auch wirklich wecken", sagt ULTRAMARIN-Geschäftsführer Clemens Meichle. Flyer >

Info: www.ultramarin.com/inwaterboatshow.html

Donnerstag, 18. Februar 2010

18.02.10: X99 WM 2010 in Langenargen

2010 findet vom 2. bis 10. Juli bei ULTRAMARIN, die Meichle + Mohr-Marina, in Kressbronn-Gohren die X-99 Weltmeisterschaft statt.

Als Veranstaltungsorganisator freuen wir von ULTRAMARIN uns auf spannende Wettkampftage mit einem interessanten Rahmenprogramm. Veranstaltet werden die Wettfahrten vom Yacht-Club Langenargen in Kooperation mit der X - 99 Klassenvereinigung mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Bereits haben sich 7 Skipper eingeschrieben.

Homepage > / Flyer > / Ausschreibung > / Meldung Online >

X99 Jahresprogramm 2010 >

Mittwoch, 17. Februar 2010

17.02.10: Alinghi auch nächstes Mal dabei?

Ernesto Bertarelli will sich noch Zeit geben, um eine weitere Teilnahme am America's Cup ins Auge zu fassen. Vor den Medien in Genf schloss der Alinghi-Chef aber nicht definitiv aus, dass das Schweizer Syndikat bei der 34. Austragung starten wird, wie heute das Onlineportal sport.ch berichtet.

Noch keine Kampfansage
"Es ist schwierig zu wissen, wie die 34. Austragung des America's Cup aussehen wird", erklärte der 44-Jährige, "das Jahr 2013 ist noch ziemlich weit weg. Aber wenn Titelverteidiger BMW Oracle ein ausgewogenes Regelwerk vorlegt, in welchem auch die Challenger gut repräsentiert werden, ist Alinghi wieder dabei."

Der Stolz vergangener Zeiten
Die Schlappe gegen BMW Oracle in Valencia hat Bertarelli offenbar gut weggesteckt: "Wenn man eine Niederlage nicht akzeptiert, kann man auch niemals Erfolg haben", so der gebürtige Römer. Er sei stolz darauf, die Phalanx der USA im America's Cup als erst drittes Land neben Australien und Neuseeland durchbrochen zu haben. Alinghi holte 2003 die älteste Segeltrophäe der Welt erstmals nach Europa und verteidigte den Titel 2007 erfolgreich.

17.02.10: Aus Lebensgefahr gerettet

KREUZLINGEN (kapo) Die Kantonspolizei Thurgau rettete am Mittwoch zwei Personen, die im Kreuzlinger Hafenbecken im Eis eingebrochen waren.

Gegen 13 Uhr entfernte sich beim Kreuzlinger Hafenbecken ein handicapiertes 8-jähriges Mädchen von seinen Betreuern und schritt auf der dünnen Eisschicht im Hafenbecken rund 30 Meter hinaus bis es schliesslich einbrach. Um das Kind zu bergen, robbte darauf eine der beiden jungen Betreuerinnen, ohne sich vorgängig zu sichern, auf dem Eis in Richtung des verunfallten Kindes. Die 30-Jährige brach ebenfalls ein.

Die Verunfallten konnten dann durch zwei Polizisten der Kantonspolizei Thurgau auf ein Boot gezogen und geborgen werden. Stark unterkühlt wurden die beiden darauf an Ort durch den Rettungsdienst betreut und schliesslich in Spitalpflege gebracht.

17.02.10: Boots-Klassiker und die richtige Ausrüstung

Motoren, Pflegemittel, historische Segel - von Freitag, 26. Februar, bis Sonntag, 28. Februar 2010, finden Bootsbesitzer und Fans von maritimen Klassikern in der Messe Bremen wieder Zubehör, Anregungen für ihre Restaurierung oder vielleicht sogar ein neues altes Boot. Dann lädt die BOATFIT, Deutschlands einzige REFIT- und Klassiker-Messe, in die Hallen 4 und 5 an der Bürgerweide ein. (Besucherbroschüre >)

„Mit der fünften BOATFIT feiern wir ein kleines Jubiläum. Die Veranstaltung hat sich als Spezialmesse fest unter den Großen etabliert“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. „Unter den Besuchern hat sich die Qualität der BOATFIT herumgesprochen. Mittlerweile kommen rund 10.000 Bootsfans aus allen Bundesländern und den Nachbarstaaten nach Bremen. Das große Interesse und die hohe Fachlichkeit des Publikums überzeugen jedes Jahr auch neue Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen auf der BOATFIT anzubieten.“ So konnten dieses Jahr neben langjährigen Ausstellern Neue wie der Deutsche Wetterdienst, die Firma Marblu, Anbieter von Energiesparlampen für Boote, der Innenausstatter Dieter Lübke Schaumdesign und die Seebestattungs-Reederei Albrecht hinzugewonnen werden. Insgesamt präsentieren 151 Unternehmen aus Deutschland, Holland, Dänemark, Österreich, Schweden, aus der Schweiz und Brasilien Boots-Klassiker und alles rund ums Boot.

Dazu kommen mehr als 130 Vorträge, Seminare und Workshops. Dieses Jahr neu im Vortragsprogramm ist die Psychologie. So hält Prof. Dr. Michael Stadler, Psychologe an der Universität Bremen und Autor des Buches „Psychologie an Bord“, zwei Vorträge, bei denen er sich dem Umgang mit den Bedingungen an Bord und den positiven Auswirkungen des Segelns auf die Persönlichkeit widmet. „Für den Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung bleibt im Alltag nur wenig Raum: Durch Fähigkeiten, wie sie auf See gefordert werden, wo man bei einem auftretenden Problem keine Handwerker anrufen oder ein Ersatzteil aus dem Kaufhaus holen kann, sondern mit eigener Kraft, Nachdenken und mit der eigenen Geschicklichkeit das Problem lösen muss, entwickelt der Segler Selbstvertrauen und nimmt es von seinem Urlaubstörn mit in den Alltag“, erklärt der Psychologe.

Bereits etabliert hat sich das Thema Sicherheit. Hier wird es unter anderem das Thema „Sicherheit durch Seefunk“ geben. Darüber hinaus stellt Klaus Schlösser von der Sportboot- und Segelschule Bootsausbildung.com die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger vor. „Ein Blick hinter die Kulissen ist für das Verständnis der Arbeit der Seenotretter hilfreich, denn es baut die Berührungsängste ab“, so Schlösser. „Für die Sicherheit auf See ist es wichtig, dass Skipper und Mannschaft sich nicht scheuen, auch bei kleineren Problemen Rat zu suchen. Dafür müssen sie sich aber auch am Funkgerät sicher fühlen, denn im Notfall hat man keine Zeit, sich an Theoriewissen zu erinnern.“ Praktische Erfahrungen kann man bei einem Funkworkshop, bei Seenotsignalmittellehrgängen und einem Wetter-Workshop und auf der BOATFIT erwerben.

Am Messesonntag findet in der Halle 4.1 der stets sehr gut besuchte Nautische Flohmarkt statt. Vom historischen Globus über Öllampen und anderes Zubehör bis zu Seefahrergeschichten findet man dort allerlei Schätzchen und Liebhaberstücke. Geschichten erzählt auch der Museumspädagoge Niels Dresing, wenn er sich mit den jüngeren Besuchern auf die Piratenführung „Augenklappe und Holzbein“ begibt. Danach können sie in der Kinderwerft ihr eigenes Piratenboot bauen.

Für Groß und Klein ist die BOATFIT von Freitag, 26. Februar, bis Sonntag, 28. Februar 2010, in den Hallen 4 und 5 der Messe Bremen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Regulärer Eintritt 9 Euro. Kinder bis 12 Jahre erhalten in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es online unter boatfit.de.

Dienstag, 16. Februar 2010

16.02.10: 34. AC - Coutts will Austragungsort mit viel Wind

Russell Coutts, CEO des neuen America's Cup-Sieger BMW Oracle Racing bestätigte derweil, dass Mascalzone Latino mit dem Reale Yacht Club Cannottieri Savoia (R.Y.C.C.) neuer Challenger of Record ist.

Offen bleibt der neue Bootstyp und der Zeitpunkt, wann der 34. America's Cup in Szene geht. "Wir wollen die Fehler, die Alinghi machte, nicht wiederholen und uns zuerst die Meinungen der interessierten Challenger anhören", sagte Coutts.

Alinghi:
"Kein Kommentar, heute ist ein Day off", hiess es von Alinghi-Seite, nachdem die Fragen nach der Zukunft des Schweizer Syndikats schon am Vortag von Alinghi-Boss Ernesto Bertarelli abgeblockt worden waren. Er wolle abwarten und sehen, wie sich der Cup entwickle, sagte der Genfer an der Pressekonferenz.

Montag, 15. Februar 2010

15.02.10: Heute IBN mit Ausgabe 2/2010

Heute erscheint die IBN Ausgabe 2/2010 mit einem interessanten Leitartikel, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Lesen Sie den Artikel von Hans-Dieter Möhlhenrich, Chefredakteur:

Kein Rütteln an den Sicherheitsstandards

Das ist das Band um Messe- und Universitätsstadt zu verbinden, die schwimmende Brücke über den See, die geniale Verbindung, das einzigartiges Erlebnis, der neue Goldesel, der, von 0 auf 1800 Passagiere täglich beschleunigt, die Kassen der Städte voll spült - so feierten die Kommunalgrößen die neue Schnellfährlinie zwischen Konstanz und Friedrichshafen. Im politischen Utopia losgefahren ist der Katamaran inzwischen auf der Untertiefe "Realität" aufgerumpelt. Vom Untergang der Titanic bis zur Havarie der Andrea Doria wissen wir allerdings, an Bord braucht es manchmal lange Zeit, bis die Schiffsführung den navigatorischen Fehler realisiert. Manfred Foss, als Geschäftsführer sozusagen Oberkapitän der Reederei, hat jetzt öffentlich schwere Kursfehler eingestanden.

Die finanzielle Schlagseite der Schnellfähre wird wohl dauerhaft sein. Von den einst groß angekündigten schwarzen Zahlen nach den Anlaufzeiten ist man weiter entfernt als von der Hebung der Titanic. Die Fahrgastzahlen haben seit zwei Jahren Schwindsucht fast wie das Rumfass auf einem Großsegler und die Reederei hat seit 2005 ein Verlust von etwa drei Millionen Euro eingefahren. Schuld für die finanzielle Havarie, so zeige sich im nachhinein, sei die Abhängigkeit vom Tourismus sowie die Entwicklung der Betriebskosten, insbesondere des Ölpreises, die keiner hätte vorhersehen können. Und auch die Sicherheitsauflagen wie z. B der zweite Mann auf der Brücke hätten auf der Kostenseite für Vertrimmung gesorgt.

Kritiker werden sich einzig über die späte Einsicht, denn über das Eingeständnis wundern. Oder allenfalls darüber, dass Foss bisher der einzige ist, der bei den Gewinnaussichten abgemustert hat. Der Kurs anfänglichen Schönfärberei, mit der man viele Leichtgläubige schanghait hat, hat sich heute als eine Position krasser Fehleinschätzung und völlig fehlender Weitsicht erwiesen. Dabei konnten Kalkulation wie sie z.B. die IBN veröffentlichte und Einschätzungen unabhängiger Fachleute zu den Fahrgastzahlen von Anfang an nachweisen, dass man von falschen Voraussetzungen ausging. Der Irrglaube, die Erde sei eine Scheibe, hätte auch Columbus nie nach Amerika gebracht.

Völlig aus dem Ruder gelaufen ist die Kalkulationen der Reederei, als man in einer unsichtigen Nacht und Nebel-Aktion auch noch einen dritten Katamaran anmietete, weil man hoffte, mit Ausflugs- und Charterfahrten einen Teil der Verluste auffangen zu können. Den Wassersportler braucht das alles nicht weiter zu stören, sofern er nicht Konstanzer oder Friedrichshafner ist, aus deren Stadtsäckel die Reederei und ihr Seeabenteuer auf Jahre subventioniert wird.

Auf dem See fahren dank eines aufwändigen Wasserrechtsverfahrens, das durch den Einsatz vieler erreicht wurde, alle sicher. Und die gewünschte Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehr der Katamarane mit allen anderen Schiffen und Booten wird heute nicht zuletzt durch die Katamarankapitäne und die erstrittenen Sicherheitsauflagen garantiert. So soll es auch weiter bleiben, wenn Ende 2011 die wasserrechtliche Erlaubnis erneuert werden muss. Die Besatzung auf der Brücke aus Kostengründen zu reduzieren, hat noch nie der Sicherheit gedient. Hier sollte die Reederei nicht versuchen ihre Kostenseite nachzujustieren, das ist sicher der falsche Weg.

Bodensee-News schreibt dazu:
Mit immer neuen Aktion versucht die Reederei Personen auf die Schnellfähre zu locken. Vergebens, wie der Artikel zeigt. Jetzt müssten die Oberen von Konstanz und Friedrichshafen den Mut haben, vor der neue wasserrechtlichen Erlaubnis, diese Fähren aufzugeben und somit den Schaden in Grenzen zu halten. Verkaufen Sie diese unsinnigen Boote und sparen Sie Steuerfranken für Ihre Bürgerinnen und Bürger.

15.02.10: Alinghi zur Niederlage

Der zweifache America's-Cup-Champion Alinghi verliert den America's Cup 2:0

Valencia, Spanien - (2010-02-14) - Alinghi zeigte heute einen enormen Effort im Versuch, den 33. America's Cup zu verteidigen. Das Schweizer Team der Société Nautique de Genève lag den grössten Teil des ersten Teilstückes des Dreieckskurses in Führung, konnte aber den Challenger BMW Oracle Racing nicht abschütteln und verlor das Rennen mit einem Rückstand von 5 Minuten 26 Sekunden und den America's-Cup-Match mit 2:0.

Teampräsident und Hauptsteuermann Ernesto Bertarelli gratulierte dem Gegner nach dem Rennen: „Gratulation an das Team von BMW Oracle. Das Boot war schneller, da gibt es nichts zu diskutieren.“

Der geplante Start des heutigen Rennens um 10:06 wurde um mehr als sechs Stunden verschoben, da das Rennkomitee, ähnlich wie am Freitag, darauf wartete, dass sich der Wind einpendelte. Um 16:10 Uhr setzte das Rennkomitee eine Luvmarke auf 100 Grad, ein wenig südlich des Ostpunktes, und die zwei Crews starteten um 16:25. Teampräsident Ernesto Bertarelli lenkte Alinghi 5 auf Steuerbordbug etwa in der Mitte der Startlinie in den Rennkurs, obwohl er eine Strafe erhalten hatte. Die Crew wollte die rechte Seite des Kurses, wo sie sich einen günstigen Windwechsel erhofften. Fast 14 Minuten nach dem Start wendete Alinghi auf Steuerbord und in einen Rechtsdreher, der den 90-Fuss-Kat in Führung brachte. Die nächsten 35 Minuten segelten die beiden Boote auf Backbordbug. Alinghi, jetzt von Loïck Peyron gesteuert, war auf der Luvseite des Challengers und hielt die Führung.

Alinghi kreuzte den Challenger in der Nähe der Luvmarke, verlor allerdings die Führung, als sie auf Steuerbord wendeten, um die Marke anzusegeln. Der Challenger führte bei der ersten Marke mit 28 Sekunden und baute diese Führung dann, angetrieben durch seinen Flügel, auf mehr als zwei Minuten bei der zweiten Marke aus.

Alinghi wurde 2000 von Ernesto Bertarelli gegründet und gewann 2003 den 31. America's Cup bei seinem ersten Versuch, als sie Team New Zealand 5:0 schlugen. Das Schweizer Team verteidigte 2007 erfolgreich den 32. America's Cup in Valencia mit einem 5:2-Sieg über Team New Zealand.

Quotes von Alinghi:

Ernesto Bertarelli, Teampräsident und Hauptsteuermann
„Woran ich jetzt denke ist, dass jeder, der in den letzten zehn Jahren jemals mit dem Alinghi-Team zu tun hatte, versteht, was ich jetzt fühle. Eine einzigartige Wärme, ein einzigartiger Spirit und eine einzigartige Freundschaft verbindet alle, die mit Alinghi gearbeitet, für Alinghi gejubelt, das Alinghi-Team getroffen haben und uns nahe waren – so bin ich sehr stolz auf unser Team und auf das, was wir über die letzten 10 Jahre erreicht haben.“

Der bedeutendste Moment: „ Das Beste ist nicht, die silberne Trophäe effektiv zu haben, sondern das Beste ist, ein Team zu haben, das erfolgreich ist, das einen Spirit hat, das gewinnt ... und wir haben wahrlich gewonnen! Wenn es ein Team gibt, das in den letzten zehn Jahren gewonnen hat, dann ist das Alinghi. Jetzt haben wir diese zwei letzten Rennen nicht gewonnen. Wir waren benachteiligt. Wir hatten ein Boot, das nicht ganz schnell genug war. Aber unter den gegebenen Voraussetzungen, mit den Karten, die wir hatten, haben wir unser Bestes gegeben und gezeigt, dass wir nicht nachlassen und aufgeben. Wir wollten einfach so hart kämpfen, wie wir konnten, und das haben wir getan. Wir gehen erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb und sind stolz auf das, was wir bis hierhin erreicht haben.“

Werden Sie weitermachen? „Es liegt nicht mehr an mir, die Zukunft des Cups zu bestimmen. Ich werde abwarten und schauen, wohin die Zukunft uns führt, und dann entscheiden.“

Rolf Vrolijk, Chefdesigner
„Das ganze Team ist verständlicherweise enttäuscht. Wir haben zehn Jahre darauf hin gearbeitet und am Ende will man gewinnen. Deshalb macht man das. Alle haben tolle Arbeit geleistet. Ich denke, wir haben in der Zeit, die uns zur Verfügung stand, alles getan, was wir konnten. Wir sind glücklich, dass das Boot heute eine gute Leistung gegen das andere Boot zeigte. Vielleicht wäre es besser gelaufen, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, aber wir werden alle wieder überleben!“

Brad Butterworth, Teamskipper und Taktiker
„Wir sind ein bisschen enttäuscht, dass das Ganze nach zwei Rennen vorbei ist, aber man muss Oracle Respekt zollen. Was sie da gebracht haben, ist ein Flugzeug, kein Boot. Sie verdienen es, uns zu schlagen. Sie sind sehr schnell gewesen und gut gesegelt. Sie haben es verdient.“

Über den Vorstart-Penalty: „Wir hatten ein kleines Problem; von unserer Seite war es schwierig zur Startlinie zu kommen. Es hatte in der Nähe des Backbord-Endes viele Boote und wir mussten herumhalsen und wir waren zu spät am Steuerbord-Ende. Und dort war ebenfalls alles voller Boote. Wir waren einige Sekunden zu spät und bekamen eine Strafe, aber die hätte das Rennen nicht entschieden.“

Über die letzten zehn Jahre: „Es war immer eine tolle Zeit. Der heutige Abend ist schon eine Enttäuschung, weil wir verloren haben, aber wir sind seit 2001 zusammen gesegelt – und jetzt schreiben wir 2010. Wir hatten einen fantastischen Lauf. Ich war immer sehr gerne in diesem Team. Die Leute, die wir hier hatten, sind fantastisch. Diese Zeit wird für immer zu meinen schönsten Erinnerungen gehören.“

Sonntag, 14. Februar 2010

14.02.10: Steganlage in Konstanz Egg wird saniert

Ein Teil der Steganlage in Konstanz Egg wird trotz der kalten Temperaturen saniert. Auf dem Bild wird die Unterkonstruktion für den Steg gesetzt.


Photo: Peter Nietsch

14.02.10: BMW Oracle holt sich den 33. AC

Die Amerikaner holen hoch überlegen den 33. America's Cup. Die Teilnahme am Cup holten sie sich am grünen Tisch. Alinghi muss neidlos zugestehen, dass BMW Oracle einfach viel schneller auf dem Wasser liegt, obwohl sie sich bei diesen Verhältnissen einen Vorteil ausrechneten. Dazu kam heute noch eine sehr dummer Fehler, da sie vor der 5 Minuten-Marke in der Vor-Start-Zone waren! Der Rückstand beim Zieleinlauf beträgt 5'26''.

Alinghi setzte kurz vor der Luveboje die Protestflagge, vermutlich gegen die Rennleitung. Kommt da noch etwas?

Ob der America's Cup je wieder in Europa segelt, ist den amerikanern überlassen. Sie bestimmen, wo die nächste Austragung stattfindet. Und ob Alinghi der Herausforderer sein wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es könnt auch sein, das Bertarelli aufhört. Das Interesse vor Ort war zudem äusserst gering.

Auf jeden Fall sollten solch teuren Boote nicht mehr zugelassen werden. Warum segeln nicht einmal "Einhänder" um den AC? Diese Boote werden zum Teil selber gebaut und sind viel billiger. Etwas muss ich noch zugeben: Blumi Scherrer hatte recht, er favorisierte die Amerikaner! Den Sieg von BMW Oracle sahen am Livestream über 19'400!

14.02.10: BMW Oracle auf dem Weg zum Sieg!

Alinghi sieht vor sich BMW Oracle davon segeln und liegen bei der letzten Boje 2'44'' zurück und haben erst noch einen Kringel zu segeln! BMW Oracle läuft cs. 2 kn schneller...

Auf dem Live Stram von BMW Oracle sind über 17'000 Besucher und verfolgen das Rennen!

LIVE: http://bmworacleracing.com/en/news/livestream/index.html?track.refer=/en/news/livestream/index.html&track.type=sn

14.10.02: Alinghi führt mit Penalty

Unbedrängt holt sich Alinghi eine Strafe weil sie beim 5-Minuten-Signal schon in der Pre-Start-Zone waren! Das Rennen läuft aber gut und Alinghi führt zur Zeit mit ca. 300 m Vorsprung. Durchschnittlich laufen sie 1 - 2 kn schneller!

LIVE: http://bmworacleracing.com/en/news/livestream/index.html?track.refer=/en/news/livestream/index.html&track.type=sn

An der Luveboje liegt Alinghi mit 28 Sekunden zurück!

Alinghi auf dem 2. Schenkel des Dreieckskurses mit über 800 m zurück und erst noch eine Strafe!

14.02.10: Alinghi wird alles versuchen, um auszugleichen

Alinghi versucht im 33. America's-Cup-Match auszugleichen. Für den Dreieckskurs wird ein südlicher Wind erwartet.

Auf dem Livestream von BMW Oracle sind Sie dabei >

Valencia, Spanien - Ein weiterer kalter Tag auf dem Wasser erwartet das Team, wenn Alinghi zum Rennkurs hinausfährt, wo die Schweizer versuchen werden, im 33. America's-Cup zum 1:1 auszugleichen. Der heutige Kurs ist, wie in der Deed of Gift festgelegt, ein 39 Seemeilen langes gleichschenkliges Dreieck, und das Rennen soll um 12:06 gestartet werden.

Nach dem ersten Rennen am Freitag liess Teampräsident und Hauptsteuermann Ernesto Bertarelli die letzte Dekade seines Teams Revue passieren. „Bedenkt man die letzten zehn Jahre, das Team, das ich habe, und die Tatsache, dass wir die Gelegenheit haben, noch ein, vielleicht noch zwei Rennen im America's Cup zu segeln, kann man nicht sagen, dass ein Tag im America's Cup hart ist. Jeder Tag ist gut.“ (Alinghi.com)

Quotes vom Rennboot
Juan Vila (ESP), Navigator

Wie sieht das Wetter aus?
„Heute können wir hoffen, da die Prognosen eher leichte Winde ankündigen. Bis heute hatten wir mittlere bis starke Bedingungen und wir hoffen jetzt auf leichter Bedingungen für Rennen 2.“
Was hat sich seit Freitag verändert?

„Wir haben besprochen, was wir auf dem Boot tun können und wir haben das, was wir haben, optimiert. Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir haben bereits am ersten Tag mit leichten Bedingungen gerechnet, also sind wir heute mit ziemlich derselben Konfiguration unterwegs.“

Murray Jones (NZL), Stratege
Wie ist die Stimmung im Team?
„Die Stimmung ist gut, sie sind bereit. Wir werden sehen, was drin liegt und ob wir es besser machen können als am Freitag.“

Was ist nötig, damit ihr ausgleichen könnt?
„Wir müssen das Rennen gewinnen.“

Nils Frei (SUI), Trimmer
Ein Wort zum heutigen Rennen?
„Wir hatten vor zwei Tagen einen schwierigen Tag, aber alles ist möglich. Es werden leichte Bedingungen vorhergesagt und es wird taktisch werden. Wir hoffen, wir können alles geben und ein gutes Rennen segeln.“

Defender vs. Challenger
Alinghi 5, Société Nautique de Genève (SUI) vs. BMW Oracle Racing, Golden Gate Yacht Club (USA)

Alinghi, der Titelverteidiger des America's Cup, fährt auf Backbordbug in die Startbox, was durch einen gelben Kleber am Ende des Baums signalisiert wird.

Wettervorhersage
Wind aus Westen mit 5–10 Knoten am Morgen, dann wechselnd auf Süd mit 4–10 Knoten, am späten Nachmittag. Sonnig, am späten Nachmittag bewölkt, 6 Grad Celsius, Wellengang bis 1 Meter

Crewliste
Bow 1: Piet van Nieuwenhuijzen (NED)
Bow 2: Curtis Blewett (CAN)
Bow 3: Jan Dekker (RSA/FRA)
Pitman: Rodney Ardern (NZL)
Trimmer Amwind: Simon Daubney (NZL)
Trimmer Vorwind: Nils Frei (SUI)
Grosssegeltrimmer: Warwick Fleury (NZL)
Traveller: Pierre-Yves Jorand (SUI)
Steuermann: Ernesto Bertarelli (SUI)
Taktiker: Brad Butterworth (NZL)
Stratege: Murray Jones (NZL)
Navigator: Juan Vila (ESP)
Floater: Loïck Peyron (FRA)
Vorstart: Peter Evans (NZL)

14.02.10: Wechsel an der Spitze des Freiwilligen Seenot-Dienst e.V. (FSD) am Bodensee

Zum Ende der Wassersportsaison übergibt Hans-Roland Becker aus persönlichen Gründen das Amt des Revierobmanns Bodensee an Thomas Ball, Lindau. Herr Becker hat als Revierobmann den Freiwilligen Seenot-Dienst (FSD) Bodensee seit 2006 geleitet und bleibt ihm als aktives Mitglied auch weiterhin treu. Der Vorstand dankte ihm auf der Jahreshauptversammlung am 29. Januar 2010 in München für seinen unermüdlichen Einsatz in den vergangenen Jahren.

Der FSD mit seinen 125 Mitgliedern hat am Bodensee, wo er seit 1982 vertreten ist, derzeit ein Segelboot und acht Motorboote im Einsatz. Er versteht sich nicht als ein weiterer klassischer Rettungsdienst, sondern als gemeinnütziger Verein, der es seinen ehrenamtlich tätigen Schiffsführern auf den bayerischen Seen ermöglichen will, sowohl routiniert „Erste Hilfe“ zu leisten, als auch anderen in Not geratenen und der Hilfe bedürftigen Wassersportlern zu helfen. Dies nach Möglichkeit ohne die Unterstützung der anderen Rettungsdienste und wenn, dann in guter kooperativer Zusammenarbeit.

Der Vorteil des FSD besteht darin, dass er nicht von festen Stützpunkten aus operiert, sondern dass sich die aktiven Mitglieder durch die Ausübung Ihres Wassersports wie Wachdienstes bereits in Mitten des Geschehens befinden und dadurch schnelle Hilfe gewährleistet ist. So wurde 2009 am Bodensee eine Person aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet und in neun Fällen konnten die Einsatzschiffsführer anderen Wassersportlern in weiteren Gefahrensituationen zur Hilfe eilen.


Das Foto zeigt eine MOB Übung auf dem Bodensee mit einem unserer Schiffe.
(Foto: Roland Kiesecker)

Dazu verpflichten sich die aktiven Einsatzschiffsführer regelmäßig ihre „Erste Hilfe“ Kenntnisse aufzufrischen. Eine ständige Weiterbildung erfahren die aktiven Schiffsführer und Crewmitglieder des FSD auch während der Saison durch „rettungstechnische Seemannschafts-Übungen“ (RTS-Übungen) mit Mann-über-Bord Manövern, der richtigen Schlepphilfe, Bergung von Bewusstlosen bzw. Behinderten, Feuerlöschübungen mit Handfeuerlöschgeräten und der richtigen Handhabung von Signalmitteln. In 2009 wurde dies noch durch ein Hallenbadtraining mit einer Rettungsinsel in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft für Seefahrt/Fachabteilung für Hochseesegeln (GfS) abgerundet.

Thomas Ball zu den Aktivitäten des FSD am Bodensee:
Das Schöne an unserem gemeinnützigen Verein ist, dass eine aktive Mitgliedschaft als Schiffsführer keinen besonderen Arbeits- und Zeitaufwand für die Mitglieder erfordert, denn es gibt keine für den Einzelnen festgesetzte Einsatzwachpläne, jedoch hilft die verschiedene Weiterbildung, die Übungen und der Wacheinsatz den verantwortungsvollen Skippern, besser auf Notsituationen vorbereitet zu sein!

Zwar erfreuen sich die drei oder vier jährlichen Übungen großer Beliebtheit, aber verpflichtend ist in erster Linie die alle zwei Jahre angebotene Auffrischung der „Erste Hilfe“ Kenntnisse. Dies sollte aber eigentlich für jeden verantwortungsvollen Skipper selbstverständlich sein. Auch für 2010 sind wieder spannende Aktionen geplant. Neben den üblichen Rettungsübungen (RTS-Übungen) steht auch wieder eine Feuerlöschübung auf dem Programm.

Mitglied werden kann jeder, der ein Boot am Bodensee besitzt und die Bereitschaft zur uneigennützigen Nächstenhilfe, nach dem Motto „bewusst nicht weg sondern bewusst hinschauen“ mitbringt. Die Mitgliedschaft steht gleichwohl für Segler und Motorbootfahrer aus dem ganzem Bodenseegebiet (neben Deutschland auch Österreich und Schweiz) offen.

Gerne beantwortet der neue Revierobmann, Thomas Ball Ihnen weitere Fragen zur Mitgliedschaft unter fsd-bodensee@gmx.de.

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.fsd-info.de. Das nächste Treffen der FSD-Mitglieder am Bodensee findet im April 2010 statt. Gäste und Interessenten können sich hierzu gerne unverbindlich beim Revierobmann anmelden.

14.02.10: Simmi holt Gold und was macht Alinghi?

Nach dem gestern eine Kaltfront das Wetter in Valencia prägte, wird sich die Lage heute erst im Verlaufe des Tages beruhigen, am Nachmittag sollte es dann wieder eine leichte Seabreeze zwischen 6 und 8 kn geben. Der Start wurde deshalb auf vorläufig 12 Uhr verschoben, weitere Verzögerungen wie bereits am Freitag sind möglich.

Alinghi steht bekanntlich unter Sieg-Zwang. Die vorhergesagten etwas leichteren Winde, der Dreiecks-Kurs, die Optimierungen am Schweizer Katamaran und die vertauschten Rollen beim Eintauchen in die Startbox mit Wegrecht für Alinghi könnten durchaus für ein spannendes und ausgeglichenes Rennen sorgen.

Samstag, 13. Februar 2010

13.02.10: Eisiges aus Warnemünde

Bild des Tages heute im Südkurier Konstanz.: Im Alten Strom des Ostseebades Warnemünde sind die Fisch- und Angelkutter vom Eis blockiert! Foto: Bernd Wüstneck, dpa.

13.02.10: Alinghis Bericht zum ersten Tag

(12.02.10) Alinghi verlor heute nach einem hart umkämpften Vorstart und einem Rennen über 40 Seemeilen das 1. Duell des 33. America’s Cup, der in einer Best-of-3-Serie ausgetragen wird. Der Titelverteidiger ging mit einer frühen Führung auf die Strecke, aber konnte den Vorsprung nicht halten.

„Die Crewarbeit lief gut. Der Unterschied lag in der Bootsgeschwindigkeit. Die Lösung, die sie auf Oracle umgesetzt haben, ist sehr schnell. Es ist ziemlich schwierig, sie an einem Tag wie dem heutigen zu schlagen“, sagte Brad Butterworth, Team-Skipper und Taktiker.

Das Rennen begann um 14.35 Uhr mit Südwind von zwischen 6 und 8 Knoten und ruhigem Meer - gute Bedingungen für die Mehrrümpfer mit einer Wasserlinie von 90 Fuss. Die Luvtonne wurde in einer Distanz von 20 Seemeilen auf 180 Grad in Richtung Süden gesetzt.

Alinghi, die auf Steuerbordbug in die Startbox segelte, erhielt von den Schiedsrichtern auf dem Wasser im Vorstart einen Penalty, weil man nicht genügend Abstand gehalten hatte. Aber die Alinghi-Crew ging mit einer Führung über die Startlinie, nachdem BMW Oracle für einen Moment blockiert und nicht mehr steuerbar war.

„Wir hatten nie die Gelegenheit, sie zu kreuzen, das kann es geben. Wir versuchten auf die andere Seite zu gelangen, aber konnten es nicht. Als wir das realisierten, kamen wir hoch und wendeten und erhielten einen Penalty. Das war ein wenig überraschend, aber am Ende hatte es auf das Rennen keinen Einfluss“, sagte Butterworth.

Alinghi 5 mit Teampräsident Ernesto Bertarelli am Steuer umrundete das Pin-Ende, segelte auf den Kurs hinaus und hatte schon früh einen Vorsprung von 1 Minute 27 Sekunden, was in etwa 660 Metern entsprach. Der Katamaran hielt zu Beginn das Tempo des Trimarans, aber wurde schliesslich überholt. Alinghi lag bei der Luvtonne 3 Minuten 21 Sekunden zurück. Bei der Ziellinie betrug der Rückstand 15 Minuten 28 Sekunden, nachdem Alinghi auch den Penalty-Turn aus dem Vorstart komplettiert hatte.

Mit Blick auf das Rennen von Sonntag sagte Brad Butterworth: „So lange man am Leben ist, hat man eine Chance. Wir werden uns sammeln und über Rennen 2 nachdenken. Das Rennen vom Sonntag wird anders werden. Wir werden sehen, was für Bedingungen wir bekommen. Sie waren auf dem Amwind-Kurs sehr stark und es war schwierig für uns, dranzubleiben. Wir haben einiges an Arbeit vor uns.“

Morgen ist gemäss der Deed of Gift, dem Dokument, das den America’s Cup regelt, ein rennfreier Tag. Das nächste Rennen findet also am Sonntag, 14. Februar statt, falls das Wetter mitspielt.

Fotos vom Tage >

13.02.10: Alinghi ist geschockt !

(BN) Das Alinghi-Team scheint dermassen von der gestrigen Niederlage geschockt zu sein, dass sie bis heute 7 Uhr nicht einmal ihre Homepage nachgetragen und Pressenews versandt haben.

Die Schweizer Presse kommentiert das Rennen von gestern recht einheitlich: Alinghi wird kaum eine Chance haben, den Cup zu verteidigen. Das ist hart aber leider die Realität.

Noch müssen die Amerikaner am Sonntag einen Dreieckskurs gewinnen, bevor sie den 33. America's Cup als Sieger beeenden können. Alinghi wird aber alles daran setzen, dieses zweite Rennen zu gewinnen, um noch eine Chance auf die Verteidung zu haben. Wer weiss, vielleicht montieren sie noch grössere Segel oder einen noch höheren Mast!

Freitag, 12. Februar 2010

12.02.10: Taktik- und Regelkunde-Seminar am 6. März

Das Taktik- und Regelkundesemar mit Eckhard Kaller, Willii Gohl und Mufti Kling am 21. Februar 2010 ist völlig ausgebucht.

Es wird ein weiterer Termin am 6. März 2010 angeboten, wiederum im Yachthotel Schattmaier in der Ultramarin Marina in Kressbronn-Gohren.

Seminareinladung > / Programm >

Die Referenten stehen für höchste Kompetenz und unterhaltsame Seminare.

Anmeldungen: www.sailing-media.com/index.php?/seminar2010.html

12.02.10: 33. AC - BMW Oracle gewinnt überlegen

BMW Oracle gewinnt die erste Regatta hoch überlegen (Zieldurchgang 17h07 - Alinghi Rückstand ca. 3200 m beim Zieldurchgang von BMW Oracle ohne "Kringel") und geht 1:0 in Führung.

BMW Oracle lag optimal am und vor dem Wind auf einem Schwimmer und James Spithill steuerte den Trimaran wie auf Schienen. Alinghi zeigte bei zunehmendem Wind mehr Probleme zu haben, dies vor allem vor dem Wind. Der Speed war bei den Amerikanern durchwegs höher.

Alinghi konnte in keinerweise dagegenhalten. Damit hat BMW Oracle am Sonntag in einem Dreieckskurs, sofern gesegelt werden kann, bereits den erst Matchpunkt.

12.02.10: 33. AC - Alinghi bei der Luvebjoe zurück

Gleich kommen die beiden Kontrahenden zur Lubveboje und BMW Oracle führt mit über 1200 m Vorsprung und Alinghi hat beim Start erst noch einen "Kringel" eingefangen. Dabei hat Alinghi BMW Oracle am Start gleich um über 400 m abgehängt.

BMW Oracle scheint aktiver zu segeln. Kann Alinghi vor dem Wind wieder aufholen?

12.02.10: 33. AC - gelingt heute der 1. Lauf?

Weiter ist das Wetter ein Unsicherheitsfaktor und eine weitere Verschiebung auf Sonntag ist wahrscheinlich. Damit geht aber das Interesse weiter verloren, beginnen doch heute die Olympischen Spiele in Vancouver.

Offiziell ist der Start heute auf 12h00 angesetzt und Eurosport wird die Regatta LIVE übertragen. Ob es dazu kommt, werden wir sehen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

11.02.10: Mehr Sicherheit beim Bootskauf

Kreuzer-Abteilung hilft mit Informationen und Spezial-Seminaren. Wer plant, sich ein Boot zu kaufen, steht vor einer großen Auswahl von Neu- und Gebrauchtyachten. Wie aber findet man das für seine persönlichen Wünsche passende Boot? Wie vermeidet man finanzielle Risiken beim Kauf? Was unterscheidet die Angebote der Werften? Worauf muss man besonders bei gebrauchten Booten achten? Lohnt sich zum Beispiel auch ein Kauf im Ausland?

Eins der auf den ersten Blick nicht erkennbaren Probleme bei gebrauchten GFK-Booten ist zum Beispiel die Osmose, die in fortgeschrittenem Stadium zur „Auflösung“ der Rumpfoberfläche führen kann. Eine Sanierung kann sehr aufwendig und teuer werden.

Jürgen Feyerabend von der Kreuzer-Abteilung: „Ein anscheinend günstiger Kaufpreis, ob Neu- oder Gebrauchtboot, kann sich durch eventuelle Folgekosten für Reparaturen oder notwendige Zusatzausrüstung sehr schnell relativieren. Man sollte einen Sachverständigen ins Boot holen oder sich selbst gründlich informieren.

Fachkundigen Rat bekommen Bootskäufer in speziellen Seminaren der Kreuzer-Abteilung. Ein Wochenende lang werden die entscheidenden Fragen zunächst in der Theorie behandelt. Dann kommt die Praxis. An vor Ort liegenden Yachten demonstriert der Seminarleiter welche „Problemzonen“ man bei den verschiedenen Yachttypen besonders unter die Lupe nehmen sollte, wie man die Qualität von Rumpf und Innenausbau, von Rigg, Ausrüstung und Yachttechnik beurteilt.

Wegen des großen Interesses hat die Kreuzer-Abteilung zwei zusätzliche Seminartermine im März und April in Hamburg ins Programm genommen.

Weitere Informationen über das gesamte Ausbildungs-, Informations- und Serviceangebote finden interessierte Wassersportler unter www.kreuzer-abteilung.org. Telefonische Informationen gibt es unter 0049 (0)40 / 6 32 00 90.

11.02.10: Hafenbau in Arbon schreitet voran

Beim Bau der Mole des Schlosshafens hatten die Betonelemente im geschwungenen Bereich des Hafenabschlusses nicht auf die Spundwand gepasst. Diese musste nachvermessen werden, damit die Verkleidung neu aufgesetzt werden konnte, wie heute das Thurgauer Tagblatt (Max Eichenberger) berichtet.


Hafenbauer mussten beim Setzen der Betonelemente aufwendig nachjustieren:
Die Stahlspundwand hat sich deformiert und wurde nachvermessen.
Bild: Max Eichenberger


Die Erstellung der neuen Mole beim Schlosshafen, der um 150 Liegeplätze oder um eine Fläche von 13 500 Quadratmetern erweitert wird, ist nicht problemlos verlaufen. Dies räumt man bei der Stadt ein. Beim Vorhängen und Setzen der tonnenschweren Betonplatten im Bogen der künftigen Mole habe sich gezeigt, dass die «Genauigkeit bei der Vermessung ungenügend» gewesen und es zu Abweichungen gekommen sei, wie Bauverwalter Hermann Jordan bestätigt. Eine Feinjustierung bei solchen Bauten sei üblich. Nur habe diese beim Schlosshafen mehr Zeit als üblich beansprucht.

Einzelne bereits gesetzte Betonelemente, die der Spundwand vorgehängt werden und den Hafenabschluss bilden, mussten demontiert und zweimal neu eingepasst werden. Das Vermessen und Arbeiten auf dem Wasser sei «nicht einfach» – und besonders im Bereich des Molebogens heikel. «Die Genauigkeiten der eher groben Spundwand und der mit Millimetertoleranz hergestellten Elemente haben sich », so Jordan. Deshalb musste nachkorrigiert werden.

Es sei vorstellbar, dass es beim Rammen der Stahlprofile und den dabei entstehenden Vibrationen zu Abweichungen kommen könne. Gemäss Bauleiter Jan-Thilo Hippmann habe wohl auch der Einfluss von Kälte und Wärme seit der Erstvermessung vor drei Monaten neben Setzungen zu «gewissen Deformationen» geführt. Die Spundwand wurde nach dem Hafenaushub auf der einen und der Anschüttung seewärts nochmals mit GPS und konventionell vermessen. Auf dieser neuen Basis hätten nun die Korrekturen vorgenommen werden können.

Ungenauigkeiten können auch davon herrühren, dass der Hafen kein fester Arbeitsuntergrund ist. Beim Setzen der Betonelemente geht es um Toleranzwerte im Millimeterbereich. Das «Trägerskelett» bilden in den Seegrund gerammte Stahlprofile, die an den jeweiligen Enden ineinandergreifen und so eine rund 300 Meter lange zusammenhängende Spundwand bilden. Aussen wird diese durch die ebenfalls aneinander gefügten Betonelemente verkleidet.

Klar ist bei der Stadt: «Wir haben die Mole beim Generalunternehmer so bestellt», sagt Jordan. Und entsprechend dem Projekt und den vorgegebenen Toleranzen sei sie auch auszuführen. Jetzt komme die Sache aber auf die Reihe, beruhigt Jordan: «Die Elemente im schwierigen Bogen sind mittlerweile richtig gesetzt.» Gestern wurde der letzte Teil verschweisst. «Jetzt wird mit den geraden Elementen begonnen. » Auf den Baufahrplan hätten die notwendig gewordenen Korrekturen aber keinen Einfluss, sagt Jordan.

Fertigstellungstermin bleibe der 1. Mai. Eine Woche später wird dann der erweiterte Schlosshafen eingeweiht. Beim Bau der Hafenmole werden 92 solcher vorfabrizierter Betonelemente, die Hälfte davon in Bogenform, plaziert. Vom Transport bis zum Setzen ist das eine logistische Herausforderung. Die Betonteile sind 9 bis 18 Tonnen schwer und bis zu 4,8 Meter lang. Die Bogenelemente sind entsprechend kürzer. 90 Grad abgewinkelt, bilden diese in der Horizontale einen 2,6 Meter breiten Gehweg. Der Molenkopf wird einen markanten Akzent setzen und laut Jordan rund ausgestaltet.

11.02.10: 33. AC - Fotos vom 3. Tag

Alinghi bietet schöne Fotos vom 3. Tag in Valencia an.

www.flickr.com/photos/alinghiteam/sets/72157623273086763/show

Mittwoch, 10. Februar 2010

10.02.10: "Der America’s Cup ist nur noch provinziell"

Die Verschiebungen des Starts zum 33. America’s Cup kosten die beiden Crews nicht nur Nerven, sondern vor allem die Besitzer noch mehr Geld, wie heute die Thurgauer Zeitung (Sascha Rhyner) berichtet.

450 Millionen Dollar kostete der 30-monatige Rechtsstreit die beiden Milliardäre Ernesto Bertarelli und Larry Ellison. Und beigelegt ist das Duell auf juristischer Ebene noch lange nicht. Weitere Kosten drohen. "Es wird sie sehr viel Geld kosten", erklärte Gary Jacobson, der America’s-Cup-Sieger von 1977.

Noch schlimmer ist indes der Imageverlust für den America’s Cup selber. Die rechtliche Verzögerung vertrieb namhafte Sponsoren wie Louis Vuitton, UBS, Nestlé, Allianz oder die Banco Santander von Bord. Der Interesse des Publikums ist drastisch gesunken. Dass sich BMW Oracle am liebsten in seiner nicht öffentlich zugängliche Basis im Frachthafen verbarrikadiert, hilft dem Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt auch nicht.

Zu seinen besten Zeiten zählte der America’s Cup zu einem der fünf grössten Sportanlässe. Doch nach der Einschätzung von Tom Cannon, Professor für Sportwirtschaft an der Universität in Liverpool, verlor der Anlass verglichen mit den insgesamt 7 Milliarden Dollar Wirtschaftsschöpfung 2007 rund zehn Prozent. "Der America’s Cup hat die nationale Bedeutung verloren. Er ist nicht mehr einer der grössten Events, sondern nur noch provinziell", so Cannon.

"Der Event wird untergraben»"
Weil nur noch zwei Syndikate involviert sind, ist auch das Interesse gesunken. Das Budget für das Rennen in Valencia sank von 230 Millionen Euro 2007 auf nun noch 8 Millionen Euro. Vor drei Jahren verdienten die zwölf teilnehmenden Teams zusammen 66 Millionen Euro.

Diesmal ist mit Gewinn nicht zu rechnen. Der Tourismus ist in Valencia zu dieser Jahreszeit überhaupt kein Faktor, Medien und Sponsoren haben das Interesse während des ewigen Rechtsstreits verloren. Alinghi hat die kommerziellen Rechte der Stadt Valencia abgetreten; die TV-Rechte wurde gratis oder praktisch gratis abgegeben. "Es gibt ein grosses Risiko, dass der 160 Jahre alte Event untergraben wird."

10.02.10: Auch heute kein Rennen

Rennen 1 des America's-Cup-Matchs auf Freitag verschoben
Wellenhöhen von über einem Meter auf dem Rennkurs zwingen die Organisatoren zur zweiten Verschiebung...

Valencia - Rennen 1 des 33. America's-Cup-Matchs wurde auf Freitag verschoben. Der heutige Versuch, den „Deed of Gift“-Match im Best-of-3-Modus zwischen dem Titelverteidiger Alinghi und Challenger BMW Oracle Racing zu starten, scheiterte wegen der rauen Meeresbedingungen auf dem Mittelmeer vor Valencia.

„Die Wellen waren das grösste Problem. Wir hatten im Startbereich eine durchschnittliche Wellenhöhe von 1.3 Metern“, sagte Alinghi-Stratege Murray Jones. „Das heisst, wir hätten mit Spitzen von 1.8 Metern rechnen müssen, was ein echtes Problem ist.“

„Es hatte eine Strömung von einer Seite und dagegen kamen Wellen aus einer um 90 Grad anderen Richtung. Wir waren schon einmal draussen, als die Bedingungen nicht ganz so schlecht waren wie heute, aber es ist garstig. Die Entscheidung, uns nicht da raus zu schicken, war richtig“, sagte Jones.

Jones erklärte, dass heftige Winde nördlich von Spanien in der Nähe von Frankreich das Meer aufwühlten, was per Telefon von Alinghi-Teammember Will McCarthy bestätigt wurde, der am Mittag draussen auf Beobachtungstour war: „Es ist sehr unruhig, unberechenbar und kalt hier draussen und wir hatten heute Morgen 20 Knoten.“ Der nächste Versuch, den Match zu starten, ist auf Freitag, 10.06 festgesetzt.

Gemäss dem mit dem Challenger abgesprochenen Rennplan folgt auf jeden Renntag ein rennfreier Tag. Absatz 6.5 der Notice of Race hält fest, dass: „Wenn ein Rennen abgesagt, abgebrochen oder verschoben wird, wird dieses Rennen am nächsten vorgesehen Datum gesegelt und die folgenden Rennen werden entsprechend verschoben.“

Der erste Versuch musste am Montag wegen instabilen Windbedingungen auf heute verschoben werden. (Alinghi)

10.02.10: Optimismus bei Linssen Yachts

Die BOOT in Düsseldorf war in diesem Jahr mehr denn je ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand der Branche: Das Fieber scheint zu sinken ...

Die Linssen-Werft aus Maasbracht stellte gleich sieben neue Motorjachten aus ihrem Programm vor und war damit der größte niederländische Aussteller der Messe.

Yvonne Linssen, zuständig für Marketing und Sales bei Linssen Yachts BV: "Der Star unseres Messeauftritts war die Linssen Grand Sturdy 25.9 Sedan. Dieses neue Schiff war schließlich nur eine Woche vor der Eröffnung der Boot in Düsseldorf auf der London Boat Show zum Power Boat of the Year 2010 gekürt worden. Die 25.9 ist mit 8,20 x 3,15 m das kleinste Schiff unserer Serie '9'. Es ist ein (mit einem Preis von € 145.000,-- einschl. MwSt.) beliebtes und vor allem großzügig geschnittenes Schiff mit viel Komfort - ideal für junge Familien, aber auch für Senioren, die auf ein kleineres Schiff umsteigen möchten.

Die Serie '9' umfasst jetzt 6 Basismodelle zwischen 8,20 und 14,45 m in zehn Varianten. Und wir arbeiten schon wieder an neuen Entwürfen, um eine noch größere Zielgruppe ansprechen zu können. Auf unserem Linssen Summer Festival im Juni stellen wir bereits ein neues Modell im 11,5-Meter-Segment vor!"

Linssen Yachts organisiert in diesem Jahr folgende Veranstaltungen:

- das Linssen Collection Weekend (Freitag, 13.3. bis Sonntag, 14.3.2010)
Von Freitag, den 12., bis Sonntag, den 14. März 2010, öffnet die Linssen-Werft die Türen ihres Showrooms zur Linssen Collection Show 2010. Unter dem Motto "In diesem Sommer aufs Wasser!" gibt Linssen damit den Startschuss für die Saison 2010. In angenehmem Ambiente erwartet die Besucher eine große Auswahl an eleganten und gepflegten Gebrauchtschiffen der Linssen Yachts Collection, die von der hauseigenen Refit-Abteilung sorgfältig geprüft und in einen hervorragenden Zustand gebracht wurden.

Die Linssen Collection umfasst verschiedene Modelle zwischen 8 und 15 Metern. Zum Beispiel eine besonders gut gepflegte Dutch Sturdy 380 AC (10,50 x 3,95 m), Baujahr 2000. Oder wie wäre es mit einer Grand Sturdy 500 Variotop Mark II, Baujahr 2005 (15,55 x 4,88 m)? Mit ihrer Vollausstattung bietet sie jeden erdenklichen Komfort und Luxus - ideal für lange Reisen. Die großzügig geschnittene Eignerkabine, vier weitere Schlafplätze und der große Salon garantieren einen angenehmen Aufenthalt an Bord. Und nicht zu vergessen das einzigartige, hydraulisch betriebene und hervorragend isolierte und wasserdichte Variotop®.

Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr einige Schiffe der Linssen-Serie "9" in unserer Linssen Collection. Diese Serie ist mittlerweile in Revieren in ganz Europa zu Hause. In Maasbracht warten u.a. zwei hervorragend gepflegte Grand Sturdy 29.9 AC auf Ihren Besuch. Die Linssen Collection Show findet von Freitag, den 12., bis Sonntag, den 14. März 2010, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr im Showroom von Linssen Yachts statt.

- das Linssen Summer Festival (Freitag, 4.6. bis Montag, 7.6.2010)

- die Linssen Yachts Boat Show (Freitag, 26.11. bis Montag, 29.11.10)

10.02.10: 33. AC - Start auf 12 Uhr verschoben

Der Start des für heute angesetzten ersten Rennens im 33. America's Cup wurde auf 12.00 Uhr verschoben. Principal Race Officer Harold Bennett hofft, dass er ein Mittags-Wetterfenster nutzen kann, um die Serie zwischen dem Defender Alinghi und dem Challenger BMW Oracle Racing zu starten. Das Rennen war auf 10.06 angesetzt, doch jetzt wird vor 11.54 kein Warnsignal gegeben.

Der PRO sagte, er werde um 08.30 Uhr am Mittwochmorgen eine weitere Einschätzung der Lage vornehmen.


Alinghi 5 (rechts) und BMW Oracle Racing warten am Montag vergeblich auf Wind.
Rennen 1 musste verschoben werden. (Photo credit: Guido Trombetta / Alinghi)

Dienstag, 9. Februar 2010

09.02.10: Für Training zu starker Wind

Den Ruhetag am 33. America's Cup nach der Rennabsage vom Montag konnten weder Alinghi noch BMW Oracle zu einem Training nutzen. Die Winde vor Valencia waren zu stark.

Die Teams begnügten sich damit, Wartungs-Arbeiten an ihren Hightech-Booten zu verrichten. Die im Vorfeld befürchteten Wetter-Kapriolen an der spanischen Mittelmeerküste halten weiter an. Am Montag hatte der Mangel an Wind die erste Regatta der Best-of-3-Serie verhindert. Einen Tag später blies der Wind so stark, dass nicht an ein gefahrloses Training auf dem Meer zu denken war. Am Mittwoch soll um 10.06 Uhr ein zweiter Anlauf unternommen werden, um das Rennen um den America's Cup zu eröffnen. Die erste Regatta wird 37 km gegen den Wind und nach einem Wendemanöver 37 km mit dem Wind gefahren.

Obwohl die Wettervorhersagen mit grosser Vorsicht zu geniessen sind, ist es aber eher unwahrscheinlich, dass zur geplanten Zeit gestartet werden kann. Es wird erwartet, dass die starken Winde sich erst gegen den frühen Nachmittag abschwächen. Davon ausgehend, dass die Wettfahrt zweieinhalb bis drei Stunden dauern wird, muss der Start wohl vor 16 Uhr erfolgen, damit die Boote vor Einbruch der Dunkelheit wieder im sicheren Hafen eintreffen.

Montag, 8. Februar 2010

08.02.10: Heute unstabiles Wetter

Valencia - Eine vorüberziehende Kaltfront verhinderte den lange erwarteten Showdown zwischen den zwei gigantischen Mehrrümpfern...

Das Alinghi-Team hatte sich darauf gefreut, mit dem 90-Fuss-Katamaran Alinghi 5 nach sieben Monaten Tests und Trainingsfahrten zum Rennen anzutreten. Doch nun müssen sie auf die nächste Gelegenheit am Mittwoch warten.


Wenig Begleitboote (Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)

„Es hatte sehr wenig Wind“, sagte Navigator Juan Vila. „Wir hatten einige Böen mit bis zu 6 Knoten, aber die waren nicht von Dauer. Auch die Windrichtung war sehr wechselhaft; meist kam der Wind von Westen, aber er war nicht zuverlässig genug für ein faires Rennen. Die Prognose sah nicht gut aus, als der Wind so wechselhaft wurde, und die Entscheidung, heute nicht zu segeln, war richtig.“ Das Alinghi-Wetterteam sagte heute Winde von ungefähr 10 Knoten voraus, aber Regen von einer vorüberziehenden Kaltfront machten diese Vorhersage zunichte.

„Vor der Kaltfront war ein schwaches südliches Gefälle mit vielen Wolken und einigen Regenschauern“, erklärte Teammeteorologe Jack Katzfey. „Die Berge in Valencia unterbrachen die Winde und verunmöglichten die Bildung eines konstanten Windflusses. Es war klar, dass der Wind abnehmen würde, aber er nahm sehr stark ab.“

Um 13.50 Uhr, nachdem die Alinghi-Segler mehr als sieben Stunden auf dem Wasser gewesen waren, wurde das Rennen definitiv abgesagt und verschoben. Die Segler waren am Morgen um 06.30 von der Basis ausgelaufen. Da es zu dieser Zeit noch dunkel war, hatte man für den Weg zum Start provisorische Lichter auf den Rümpfen und auf der hinteren Querstrebe angebracht.

Das heutige Rennen wäre für Alinghi das 13. Rennen in einem America's-Cup-Match seit 2003 gewesen. Stattdessen wurde es zur insgesamt achten Verschiebung für den Titelverteidiger der Société Nautique de Genève.

„Wir wussten, dass die Bedingungen hier so sein würden. Wir können nicht damit rechnen, dass wir jeden Tag perfektes Rennwetter haben“, sagte Vila. „Heute war leider kein Rennwetter, aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen anderen Tag finden, an dem ein faires Rennen möglich ist. Wenn der Startschuss fällt, ist es wichtig, dass es ein faires Rennen für alle Beteiligten wird.“

Rennen 1 des 33. America's Cup ist nun auf Mittwoch angesetzt – vorausgesetzt das Wetter spielt mit. (Alinghi)


Alinghi 5 (Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)

08.02.10: Erstes Segelduell wegen Flaute abgeblasen

Das 1. Rennen zum 33. America's Cup zwischen Alinghi und BMW Oracle ist wegen zu wenig Wind vor Valencia verschoben worden. Die 1. Regatta soll nun am Mittwoch, 10. Februar stattfinden.

08.02.10: Kein Wind in Valencia

Abbruch und Verschiebung auf Nachmittag - das ist das Fazit aus Valencia. Schade, war doch ein toller Wind angesagt. Aber wer nicht warten kann, sollte das segeln lassen! Eurossport will sich nochmals um 12 bzw. 14 Uhr melden.

08.02.10: Endlich: der 33. America's Cup beginnt!

Heute Morgen um 06.30 Uhr legte Alinghi 5 ab für das erste Rennen des 33. America's Cup.

Begleitet von wildem Glockengeläut und dem Jubel von Alinghi-Fans, Freunden und Familien der Teammitglieder legte Alinghi 5, die titelverteidigende Yacht im 33. America's Cup, heute Morgen von der Alinghi-Basis ab auf dem Weg zu Rennen 1 des 33. America's Cup. Dieser Moment wurde lange erwartet.

„Wir haben diesem Moment schon lange entgegengefiebert“, sagte Ernesto Bertarelli, Alinghi-Teampräsident und Hauptsteuermann. „Es ist gut, dass wir endlich segeln können. Die Designer haben mit der Kreation dieses Bootes einen hervorragenden Job gemacht und die Landcrew hat beim Bau ganze Arbeit geleistet. Es ist Zeit, Rennen zu segeln.“

Rennen 1 des 33. America's Cup ist ein 40 Seemeilen langer Luv-Lee-Kurs (20 Seemeilen gegen den Wind, 20 Seemeilen mit dem Wind) und beginnt planmässig um 10.06 Uhr heute Morgen, falls das Wetter mitspielt.

Quotes vom Rennboot

Nils Frei (SUI), Vorwind-Trimmer

Wie ist die Stimmung im Team heute Morgen?
„Sie ist gut, sehr gut. Wir freuen uns auf das Rennen. Wir haben die letzten paar Wochen gut trainiert und wir sind zuversichtlich, was die Wetterprognosen betrifft. Wir freuen uns.“

Wie wichtig ist dieses Rennen mit BMW Oracle? Was wird das Team daraus lernen?
„Wir werden heute viel lernen, denn wir werden sehen, wie die Boote laufen. Bis jetzt haben wir sie beobachtet und sie uns, aber wir sind nicht hundertprozentig sicher, wie es auf dem Wasser laufen wird. Ich denke, etwa 20 Minuten nach Start werden wir viel mehr wissen – das wird interessant werden.“

Was war der interessanteste Aspekt dieser Kampagne?
„Diese Boote sind so riesig. Sie sind schnell und es ist etwas Neues für alle hier. Wir konnten das Boot stetig weiterentwickeln und wir machen es jeden Tag noch schneller. Das ist Hightech pur und sehr, sehr spannend.“

Murray Jones (NZL), Runner

Rennen 1 um den America's Cup: Wie sieht die Wetterprognose aus und wie wird sie das Segeln beeinflussen?
„Es ist ziemlich viel Brise angekündigt: 5 bis 12 Knoten. Wir werden sehen, was läuft, wenn wir da draussen ankommen. Wind und Wetter wechseln ständig hier in Valencia und es kommt sehr darauf an, wo genau wir sein werden. Wir gehen an den Start und schauen, wie wir zurechtkommen.

Defender vs. Challenger
Alinghi 5, Société Nautique de Genève (SUI) vs. BMW Oracle Racing, Golden Gate Yacht Club (USA)
Alinghi, der Titelverteidiger des America's Cup, hat die blaue Flagge und fährt auf Steuerbordbug in die Startbox.

Wetterprognosen
Wind aus WSW, 5–12 Knoten
Bewölkt
Eventuell Regen
Maximal 12 °C

Crewliste
Bowman: Piet van Nieuwenhuijzen (NED)
Midbow: Curtis Blewett (CAN)
Pitman: Rodney Ardern (NZL)
Trimmer Amwind: Simon Daubney (NZL)
Trimmer Vorwind: Nils Frei (SUI)
Grosssegeltrimmer: Warwick Fleury (NZL)
Traveller: Pierre-Yves Jorand (SUI)
Steuermann: Ernesto Bertarelli (SUI)
Taktiker: Brad Butterworth (NZL)
Runner: Murray Jones (NZL)
Navigator: Juan Vila (ESP)
Floater: Jan Dekker (RSA/FRA)
Floater: Loïck Peyron (FRA)
Vorstart: Peter Evans (NZL)

Hätten Sie's gewusst?
Das letzte – und bisher einzige – Mal, dass ein Katamaran in einem America's-Cup-Match segelte, war 1988, als der 60-Fuss-Kat Stars&Stripes den Einrümpfer KZ-1 mit einer Wasserlinienlänge von 90 Fuss besiegte.

An einem normalen Trainingstag in der Woche vor dem 33. America's-Cup-Match legte Alinghi 5 ungefähr 100 Seemeilen zurück.

Alinghi war 2003 das erste europäische Team, das den America's Cup gewinnen konnte, und wurde 2007 zum ersten Team, das den Cup in Europa erfolgreich verteidigen konnte.
Alinghis Bilanz bei America's-Cup-Rennen liegt bei 10:2.

Alinghi 5 ist 90 Fuss respektive 28 Meter lang. Seine Breite entspricht zwei nebeneinander liegenden Tennisplätzen und der Mast ist 17 Stockwerke hoch. Die gesamte Segelfläche entspricht der Fläche von neun Tennisplätzen.

Heute in der America's-Cup-Geschichte
1990 – Das New Yorker Berufungsgericht bekräftigte das erstinstanzliche Urteil und bestätigte den umstrittenen Sieg von Dennis Connors Stars and Stripes für den San Diego Yacht Club im 27. America's-Cup-Match. Unter dem Spitznamen „Mismatch“ segelten im Match der Challenger New Zealand in einer Einrümpfer-Schaluppe mit einer Wasserlinienlänge von 90 Fuss gegen den Katamaran Stars&Stripes des Titelverteidigers. Der Entscheid beendete einen fast drei Jahre langen Rechtsstreit um den America's Cup.

2009 – Alinghi schlägt BMW Oracle Racing in Round Robin 2 der Louis Vuitton Pacific Series in Aucklands Waitemata Harbour. Dies war der erste von drei Matchracing-Siegen gegen BMW Oracle Racing in der Regatta – damit hat Alinghi gegen BMW Oracle seit dem 4. Oktober 2005 in Trapani, Sizilien, nie ein Rennen verloren. (Alinghi.com)

08.02.10: Bodensee-News unterstützt Clubs am Bodensee

Durch die Verlinkung auf Ihre Homepage auf meinen Seiten (BSVb-/IBMV-Clubs) unterstütze ich Sie. Wenn Sie mir dann noch Ihre News zur Veröffentlichung zustellen, haben Sie noch mehr Präsenz auf Ihrer Page. Das heisst schlussendlich auch mehr Akzeptanz für Ihren persönlichen Einsatz in Ihren Clubs.

Dazu unterstütze ich das swiss-sailing-team bodensee mit einem Logo und Verlinkung auf meiner ersten Seite. Dass sollte eigenlich alle Webmaster der BSVb/IBMV-Clubs veranlassen, mein Logo von Bodensee-News auf Ihrer ersten Seite mit Verlinkung zu plazieren. Ich möchte mich schon zum voraus dafür herzlich bedanken. Logos finden Sie auf der Impressum-Seite.

Zudem unterstütze ich den "Blauen Anker" ein Umweltprogrammder IWGB. Mit dem Programm BA kommt die IWGB dem Anliegen der Betreiber von Anlagen des Wassersports am Bodensee entgegen, die ein umfassendes, anspruchsvolles und realistisches Programm für die umweltgerechte Gestaltung und Führung von Hafen- und Steganlagen suchen.

08.02.10: 33. AC - Erster Start um 10 Uhr

Heute um 10 Uhr soll, sofern die Wetterverhältnisse dies zulassen, der erste Lauf um den 33. America's Cup ausgesegelt werden. Wer gewinnt hat bereits für den Mittwoch einen Matchpunkt, denn wer zuerst 2 Läufe gewinnt, ist der Sieger.

Sollte dies Alinghi sein, wird mit Bestimmtheit eine weitere Prozesslawine von den Amerikanern in Bewegung gesetzt. Um den Cup in Europa und allenfalls in Valencia zu halten, ist es wünschenswert, wenn nochmals Alinghi gewinnt. Sind soch Anzeichen da, mit günstigeren Booten und neuen Ideen viele Teams zum Mitmachen zu bewegen.

Gewinnen die Amerikaner, wird die Zukunft zeigen, wann, wo und wie sie den America's Cup weiter gestalten. Es ist aber zu befürchten, dass sie weiterhin mit sehr teuren Booten segeln wollen um so den Cup für die nächsten Jahre an sich zu binden.

08.02.10: 32 Boote aus Seenot gerettet

Bei der Schweizerischen Lebensretter-Gesellschaft Arbon stellen sich 18 von 71 Mitgliedern für Rettungen auf dem See zur Verfügung. Die Schiffe "Sirius" und "Pollux" sind schuldenfrei.

Froh über die Unterstützung
Urs Eberli, Dienstchef Seepolizei, im Kreis der Seeretter. "Die Seepolizei ist froh, auf die Dienste der Sektion zählen zu dürfen", stellte Eberli fest. 2009 gehe als ereignisreiche Saison mit mehr Bergungen als zuvor in die Statistik ein.


MS Sirius, im Dienst seit 1990 (Foto: SLRG)

104 Einsätze geleistet
Kilchmann notierte 2009 104 Einsätze mit 450 Mannstunden auf Schiff. 32 Boote wurden abgeschleppt, 39 Mal war Tauchen angesagt. Ausgerückt wurde sieben Mal unter starkem Sturm und Wind. Trotz aller Herausforderung betrachten die Seeretter ihre Einsätze als Hobby. Sie erhielten von der Stadt den Auftrag, dem Molo entlang Hafenreinigung zu betreiben. "Wir haben viele Dinge heraufgeschafft", erklärte der Einsatzleiter, "nebst alten Velos auch eine Tasche mit Münz." Als ein Segler einen Bienenschwarm an Bord entdeckte, wussten SLRG-Mitglieder auch mit diesen ungebetenen Passagieren umzugehen.

Als Gönner können auch Sie unterstüzten
Als Gönner der SLRG Arbon geniessen Sie folgende kostenlosen(!) Vorteile: Hilfe bei Seenot, Abschleppdienst für Boote, Bergung von Material, Tauchaufträge (Wertsachen). Unterstützung Online >

Seerettung Bodensee
Beschten Sie auf der Seite "Seerettung" die weiteren Rettungsteams am Bodensee.

Sonntag, 7. Februar 2010

07.02.10: Keine Gelegenheit zum Händeschütteln

Alinghi-Präsident Ernesto Bertarelli war an der heutigen (06.02.) Pressekonferenz der Besitzer, die Möglichkeit, seinem Gegenüber die Hand zu schütteln, wurde ihm indes verweigert...

In der Gesichte der America's-Cup-Pressekonferenzen hat es schon viele theatralische Momente gegeben und in der heutigen Pressekonferenz der Besitzer, durchgeführt vom 33. America's Cup, wurde ein neues Kapitel geschrieben.

Die vorgesehene Pressekonferenz der Team-Besitzer Ernesto Bertarelli von Alinghi und Lawrence J. Ellison von BMW Oracle Racing hatte schliesslich nur einen Teilnehmer, da Letzterer die Teilnahme verweigerte. Ellison gab zu Protokoll, er verweigere die Teilnahme, weil der CEO und Skipper seines Teams, Russell Coutts, nicht eingeladen sei.

“Ich kam heute hierher, entschlossen, seine Hand zu schütteln”, sagte Bertarelli an der Pressekonferenz. “Ihr alle habt mich gefragt, wie oft ich zu einem Treffen bereit gewesen bin. Jetzt bin ich wieder da und er nicht. Alles andere steht jetzt schon in den Geschichtsbüchern. Wenn sich Larry nach dem Cup mit mir treffen will, um die Zukunft zu besprechen, bin ich gerne dazu bereit.”

Paco Tormo, der Pressechef des 33. America's Cup, erklärte, es liege von Seiten von BMW Oracle Racing ein Missverständnis vor. Er sagte, Coutts sei nie von der Pressekonferenz ausgeschlossen worden.

“Wir sagten nicht, Russell sei nicht willkommen”, sagte Tormo. “Wir sagten, es gebe keine zweite Wahl. Es waren Ernesto Bertarelli und Herr Ellison. Es war eine Pressekonferenz der Besitzer. Eine Pressekonferenz mit Herr Coutts und Herr Bertarelli wäre keine Pressekonferenz der Besitzer gewesen.”

Nachdem er erste Fragen beantwortet hatte, lud Bertarelli Alinghis Teamskipper und Taktiker Brad Butterworth aufs Podium ein, der eine Frage zur Höhenlimite der Wellen von einem Meter beantwortete. Butterworth berief sich dabei auf seine Erfahrung aus einem Meeressicherheits-Seminar des Rennens von Newport nach Bermuda, bei dem die Instruktoren erzählen, dass die grösste Gefahr bestehe, wenn das Meer schluderig sei.

“Das ist sicherlich ein Sicherheitsbedenken”, sagte Butterworth. “Meiner Meinung nach ist ein Meter eine gute Zahl, weil die Welle hoch genug ist, dass man sie ernst nehmen muss und es ist eine Welle, die an jedem Tag eine beachtenswerte Grösse erreicht. Wenn die Brise stark ist und man 20 oder 30 Knoten macht und dann auf diese stösst, passt man sicher auf.”

Butterworth freut sich auf das auf Montag angesetzte erste Rennen und sagte, dass die Geschwindigkeit der Mehrrümpfer für ein aufregendes Rennen sorgen wird, unabhängig von der Windgeschwindigkeit.

“Die Boote können auch bei schwachen Winden hohe Geschwindigkeiten erreichen und sie schaffen immer die doppelte, zweieinhalbfache oder sogar dreifache Windgeschwindigkeit”, sagte Butterworth. “Es sind grosse Boote und schwer, zu kontrollieren. Es sind grosse Boote und wenn man auf den Rennkurs kommt, werden wohl beide Teams aufs Gaspedal drücken. Es wird vermutlich ein Krieg der Landcrews, die sicherstellen müssen, dass die Boote, in jedem Rennen, das wir bestreiten, zu hundert Prozent bereit sein werden.”

Gerade in Anbetracht der bestehenden Gefahr war Bertarelli des Lobes voll für sein Team. “Wir müssen daran denken, dass dies ein Yacht-Rennen ist”, sagte Bertarelli. “Persönlich war ich schon immer stolz auf jeden einzelnen, aber jene, die diese Kampagne geführt haben, sind jene, welche die Pläne für das Boot bekommen und es dann gebaut haben. Ein solches Boot zu bauen, verlangt viel mehr, als nur davon zu träumen und es zu entwerfen. Man muss es zusammensetzen und dann von den Freunden verlangen, dass sie rausgehen und segeln. Und man hofft, dass alles, was man gemacht hat, sicher ist und nicht kaputtgehen wird. Alinghi 5 funktionierte am Anfang auf dem See sehr gut. Wir haben das Boot seither viel weiter ans Limit getrieben und bis jetzt ist es immer noch in einem Stück. Sie haben gut gearbeitet.”


Brad Butterworth (Photo credit: Guido Trombetta / Alinghi)


Ernesto Bertarelli (Photo credit: Carlo Borlenghi / Alinghi)

Freitag, 5. Februar 2010

05.02.10: Möge das beste Team auf dem Wasser gewinnen ...

... Ernesto Bertarelli zum 33. America's Cup!

Der 33. America's Cup hatte gewisse Startschwierigkeiten, aber nach zweijährigen Rechtsstreitigkeiten seitens des Challengers, steht der Match zwischen zwei der extremsten Mehrrümpfern der Welt kurz bevor.

Teampräsident Ernesto Bertarelli lobte sein Team anlässlich einer Pressekonferenz am Freitag: „Was wirklich schön ist, ist die Tatsache, dass ich die letzten zehn Jahre mit den gleichen Leuten segeln durfte, und das war an der ganzen Erfahrung sehr wichtig. Drei Kampagnen mit beinahe der gleichen Gruppe machen jeden Tag interessanter und bereichernder. Die Tatsache, dass das Herz des Teams seit den allerersten Anfängen dasselbe geblieben ist, macht diese America's-Cup-Kampagne so speziell, und ich wäre heute nicht hier ohne alle die Mitglieder des Alinghi-Teams. Ich werde am Steuer stehen, aber ich werde das Steuer mit Loïck Peyron teilen. Keiner von uns beiden könnte seinen Job machen ohne die anderen Jungs an Bord oder das Team an Land.“

Alinghi hat Alinghi 5 designt und gebaut, einen 90-Fuss-Katamaran mit einer Wasserlinienlänge von insgesamt 110 Fuss, mit einem Mast, der 17 Stockwerke hoch ist und auf einer Basis von der Grösse eines Tennisballs ruht. Für den Bau des Bootes waren ungefähr 100 000 Mannstunden nötig und es basiert auf der Mehrrümpfer-Tradition, für welche die Schweiz so bekannt ist.

„Das Design und der Bau von Alinghi 5 waren eine Riesenaufgabe in einer solch kurzen Zeit, und die Jungs vom Design- und Landteam haben wirklich ihr Bestes gegeben, um dieses Boot zu erschaffen. Unser Gegner ist sehr stark: BMW Oracle hat mit James Spithill einen sehr guten Segler und ihr Boot ist ein Gütesiegel für ihr Designteam. Ich spreche für alle von uns im Segelteam, wenn ich sage, dass wir uns freuen auf die Rennen und darauf, den Sport zurück aufs Wasser zu bringen – dorthin, wo er hingehört“, sagte der Teamskipper und vierfache America's-Cup-Sieger Brad Butterworth.

Die Rennen sollen am Montag beginnen, mit einem Warnsignal für das erste Rennen um 10.00, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Das ganze Team wird zuschauen, wie Designteam-Koordinator Grant Simmer beschreibt: „Wir vom Designteam schauen dem Montag fieberhaft entgegen. Seit beinahe zwei Jahren arbeiten wir an Alinghi 5, und es wird grossartig, sie endlich an der Startlinie zu sehen. Dafür gebührt jedem einzelnen Team-Mitglied grosser Dank.“

05.02.10: Nach dem langen Vorspiel folgt der kurze Spuk - vielleicht

Heute berichtet die Thurgauerzeitung in Ihrer Onlineausgabe über den kommenden 33. America's Cup. Nach meiner Meinung ein sehr gute Betrachtung eines Kenners. Aber lesen Sie selbst:

Endlich! Nach zweieinhalb Jahren juristischer Wettkämpfe kehrt der America's Cup aufs Wasser zurück.
Am Montag um 10.06 Uhr starten Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer BMW Oracle vor Valencia zur Regatta um die älteste Sport-Trophäe der Welt.


Alinghi 5 (Photo credit: George Johns / Alinghi)

Die 33. Austragung des America's Cup erfolgt im Best-of-Three- Modus. Die ersten drei Rennen finden am 8., 10. und 12. Februar statt. Aufgrund des unbeständigen Wetters, das um diese Jahreszeit in Valencia herrscht, ist es aber auch wahrscheinlich, dass sich der Wettkampf länger hinzieht und an Ersatz-Tagen gesegelt wird.

Alinghi vs. BMW Oracle wird nach einer jahrelangen Justiz- Odyssee als Duell der sturen Milliardäre in die Geschichte eingehen. Dabei hat vor allem Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli mit seinem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen Segel-Projekt dafür gesorgt, dass die Schweiz zur «Segel-Nation» wurde. 2003 holte er mit Alinghi den seit 1851 ausgetragenen America's Cup erstmals nach Europa; 2007 wiederholte er diesen Exploit für die Société Nautique de Genève (SNG).

Nun steht der gebürtige Römer selbst am Steuer seines Millionen-Bootes: «Ich habe genügend Erfahrung und werde das Boot steuern», sagte Bertarelli. Ein direktes Duell mit Oracle-Besitzer Larry Ellison wird es aber nicht geben. Bei BMW Oracle steht der Australier James Spithill am Steuer. Ellison gilt im Vergleich der Milliardäre als weniger guter Segler; ob er selbst während des Wettkampfs auf dem Boot sein wird, ist noch ungewiss.

Zudem kommt es zum Zweikampf zwischen den beiden derzeit besten Seglern der Welt. Die beiden Neuseeländer Brad Butterworth (50) und Russell Coutts (47) gewannen gemeinsam 1995 und 2000 den America's Cup mit dem Team New Zealand und wechselten dann zu Alinghi. Mit dem Schweizer Syndikat waren sie 2003 erfolgreich. Danach trennten sich ihre Wege: Coutts verliess im Sommer 2004 Alinghi nach Streitereien mit Bertarelli und ist nun bei Oracle als Skipper tätig. Er könnte bei einem Sieg von BMW Oracle mit seinem Landsmann Butterworth gleichziehen, der bereits viermal den America's Cup gewinnen konnte.

Wunder der Segelboot-Technik
Keine Frage: Ab Montag stehen sich die modernsten und teuersten Segelboote der Welt gegenüber. Alinghi ist ein über 27 Meter langer Katamaran (Zweirumpf-Boot) mit einem rund 50 Meter hohen Mast - so hoch wie ein 17-stöckiges Gebäude. Die genauen Masse des Bootes hält das Schweizer Syndikat geheim. 100 000 Stunden wurden zum Bau von «Alinghi 5» investiert, 30 000 Quadratmeter Karbonfaser wurden dafür benötigt. Das Segel von Alinghi ist so gross, dass 20 Leute gebraucht werden, um es zu tragen.

Demgegenüber steht BMW Oracle mit seinem Trimaran (Dreirumpf-Boot). Bei diesem Boot imponiert das 57 Meter hohe Flügelsegel: es ist grösser als die Tragfläche einer Boeing 747. Allein für den Bau dieses Segels wurden 40 000 Arbeitsstunden benötigt. Der Trimaran, mit dem laut Oracle im Training Geschwindigkeiten von 40 Knoten (rund 74 km/h) erreicht wurden, ist schwerer als der Alinghi-Katamaran; es ist deshalb zu erwarten, dass BMW Oracle bei höheren Windstärken einen Vorteil gegenüber dem Schweizer Syndikat hat.

Gerade deshalb ist die Frage nach der erlaubten Windstärke während des America's Cup besonders relevant. Alinghi hat in der Notice of Race (NOR) festgehalten, dass die Rennen gesegelt werden, wenn der Wind nicht stärker als mit 15 Knoten - gemessen auf einer Höhe von 60 Metern - bläst. Bei weniger starken Winden hat Alinghi gegenüber seinem Gegner Vorteile. Das weiss auch Russell Coutts: «Wenn auf 60 Metern Höhe 15 Knoten gemessen werden, sind das auf der Meeresoberfläche 11 bis 12 Knoten - das ist gar nichts.» Deshalb hat BMW Oracle gegen diese Regelung interveniert und zumindest soweit Recht bekommen, als dass jeweils die Renn-Jury darüber entscheiden kann, ob ein Rennen gestartet wird oder nicht.

Klage bedroht sportliches Happy-Ende
Segel-Fans können sich also auf spannende Wettfahrten zwischen den beiden Mega-Booten freuen. Gleichzeitig müssen sie aber auch mit der absurden Situation rechnen, dass der sportliche Sieger am Schluss doch nicht gewinnt. Sollte Alinghi den America's Cup zum dritten Mal in Folge auf dem Wasser gewinnen, könnte den Schweizern der Erfolg am grünen Tisch wieder aberkannt werden. Derzeit ist eine Klage von BMW Oracle betreffend der Alinghi-Segel hängig, die nach Meinung der Amerikaner nicht regelkonform sind. Sollte das Gericht in New York am 25. Februar gegen Alinghi entscheiden, wäre mit Sicherheit mit einem weiteren juristischen Tauziehen zu rechnen. (Muriel Muino-Fiechter/si)