Donnerstag, 31. Dezember 2009

31.12.09: "Alfa Romeo" holt zweiten Sieg beim Rolex Sydney Hobart Race

Mit einem taktisch hervorragenden Rennen hat sich der Neuseeländer Neville Crichton mit seiner "Alfa Romeo", einem 100 Fuß langen Reichel/Pugh-Design, nach 2002 seinen zweiten Sieg beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2009 gesichert.

In den wechselhaften Bedingungen, die zwischen 25 Knoten Wind und einer ruppigen See sowie einer schwachwindigen Phase in der sonst stürmischen Bass-Strait schwankten, benötigte Crichton zwei Tage, neun Stunden, zwei Minuten und zehn Sekunden für den 628 Seemeilen langen Kurs vom Sydney Harbour nach Tasmanien. Der Tattersalls Cup für den Sieg über alles nach berechneter Zeit ging an den Australier Andrew Saies mit seiner "Two True". Die Beneteau First 40 erreichte als 41. Yacht nach drei Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten und drei Sekunden das Ziel.

Den Streckenrekord von Bob Oatley (Australien) mit seiner "Wild Oats XI", ebenfalls eine Reichel/Pugh 100, verfehlte Neville Crichton zwar deutlich, aber immerhin gelang es ihm, die Siegesserie von vier Erfolge in Folge des Konkurrenten zu durchbrechen, der beim Zieldurchgang der "Alfa Romeo" 17 Seemeilen zurücklag und schließlich zwei Stunden und drei Minuten später die Ziellinie kreuzte. Die drittschnellste Yacht war die britische "ICAP Leopard" (Mike Slade), ein 100 Fuß Farr-Design, weitere fünf Stunden und 40 Minuten zurück.

"Alfa Romeo" führte das Feld der 100 Yachten bereits kurz nach dem Start an einem ungewöhnlich nassen und kalten Zweiten Weihnachtstag in Sydney an und gab diese Führung mit gutem Speed, einer starken Crew-Leistung und taktischem Geschick nicht mehr ab. Die Befürchtungen, auf den letzten elf Meilen im schwachen Wind den River Derwent nach Hobart hinauf noch von der Konkurrenz abgefangen zu werden, erwiesen sich als unbegründet. Kurz nach 22 Uhr am 28. Dezember hörte die "Alfa"-Crew den Böllerschuss für den Zieldurchgang der schnellsten Yacht und wurde von mehreren hundert Fans begeistert empfangen. "Es ist fantastisch und die Begrüßung hier in Hobart ist einfach unglaublich", sagte Crichton, der seine Crew, die jeweils zur Hälfte aus Neuseeländern und Australiern besteht, lobte: "Die 22 Jungs sind die beste Crew der Welt. Die zwei Tage die Küste hinunter waren harte Arbeit. Die Kerle haben einen Höllen-Job gemacht und es war ein sehr, sehr starkes Rennen."

Auf die Frage, ob es ein besonderer Triumph über die "Wild Oats" sei, nachdem diese ihn 2005 knapp geschlagen hatte, sagte Crichton: "Jeder Sieg ist ein schöner Sieg. Aber es hat mich vier Jahre gekostet, um nach der Niederlage zurückzukommen, daher ist es umso schöner. Das Rolex Sydney Hobart Rennen zu gewinnen, ist ohnehin das Größte im Ocean-Racing."

Mark Richards von der "Wild Oats" musste den Sieg der Konkurrentin anerkennen. "In der ersten Nacht waren sie nur ein Stück voraus, und am nächsten Morgen lagen wir gemeinsam in einem Flautenloch. Sie kamen als erste raus. Und bevor wir überhaupt wussten, was los war, hatten sie bereits 30 Seemeilen zwischen uns gelegt." Auch Mike Slade von der "ICAP Leopard", der schnellsten Yacht beim Rolex Fastnet Race 2009, war beeindruckt: "Ich fühle mich ein bisschen wie Napoleon in Waterloo. Es war ein fantastisches und sehr gutes Rennen der ,Alfa' - teuflisch gut."

Bis zum Schluss war die Entscheidung über die wichtigste Trophäe des Rolex Sydney Hobart Yacht Race, den Tattersalls Cup für den Sieger über alles nach IRC-Handicap-Wertung umstritten. Denn während die großen Yachten über weite Strecken des Rennens mit dem schwachen Wind zu kämpfen hatten, wurden die kleinen Schiffe zum Ende hin von einer strammen Brise dem Ziel entgegen gepeitscht. Niklas Zenntroms "Ran", eine Judel/Vrolijk 72, Siegerin über alles beim Rolex Fastnet Race, musste daher alle Chancen auf den Gesamtsieg begraben, obwohl sie bereits als fünfte Yacht Hobart erreicht hatte. Stattdessen jagten die kleinen Yachten die berechnete Siegerzeit.

Saies mit seiner "Two True" wusste nach der Zielankunft am 30. Dezember, dass er sehr gut im Rennen lag, dennoch musste auch er lange um seiner Erfolg zittern. Denn im Ziel erfuhr er, dass die tasmanische Yacht "She's the Culprit" von Todd Leary wegen einer Kollision kurz nach dem Start, durch die sie aufgeben musste, Protest eingereicht hatte. Erst am Silvester-Nachmittag wurde er zum Sieger über alles erklärt. "Es war ein absolutes Hochgefühl, nachdem der Protest zu unseren Gunsten entschieden worden ist", erzählte ein erleichterter Saies, der sich absolut unschuldig an der Kollision fühlte. "Ich bin sehr, sehr glücklich mit dieser Entscheidung der internationalen Jury", so Saies, der ergänzte: "Das Rennen ist eine Kultveranstaltung und jeder australische Yacht-Segler möchte es gewinnen. Ich bin sehr stolz, dass es mir gelungen ist, dieses Lebensziel zu erreichen."

Fünf Yachten mussten mit Problemen an Rigg oder Rumpf das Rennen aufgeben. Darunter Grant Wharingtons Jones 98 "Etihad Stadium" (die ehemalige "Skandia Wild Thing"). Sie musste kurz nach dem Start mit Rigg-Problemen aufgeben. Es war ohnehin ein Wunder, dass die "Etihad Stadium" am Start war. Denn auf der Überführungsfahrt zum Rennen war ihr der Mast gebrochen. In zwei Wochen Tag-und-Nacht-Arbeit war der Ersatzmast der "Alfa Romeo" gestellt worden, der zuvor in zwei Teilen per Luftfracht aus Frankreich geliefert worden war. Doch zehn Minuten vor dem Rennen musste die Crew feststellen, dass sich das Segel nicht einwandfrei setzen ließ. "Es waren sehr unglückliche Umstände, aber wir brauchten 100 Prozent, um nach Hobart zu kommen. Es war toll zu sehen, wie weit wir es geschafft hatten, aber am Ende fehlten vielleicht ein bis zwei Prozent", sagte Wharington.

Das Rolex Sydney Hobart Race war auch 2009 ein spektakuläres Ereignis, auch für die Zuschauer. Unter ihnen weilten auch die Teilnehmer an den Weltmeisterschaften der internationalen 14er, und der Kieler Felix Weidling war schlicht begeistert: "Der Start war einfach toll. Der Harbour war gefüllt mit bunten Spinnakern und Zuschauerbooten, und das obwohl die Einheimischen meinten, dass es aufgrund des schlechten Wetters relativ wenige waren." Andreas Kling. Resultate >


ALFA ROMEO, passiert Tasmanien (Photo credit: Rolex / Kurt Arrigo) Weitere Fotos >

31.12.09: Wetterwechsel steht bevor - Pegel über 3.00

Silvester mild, 2010 startet deutlich kälter und der Konstanzer - Pegel bei 3.03!

Silvester geht in der Bodenseeregion mild und zeitweise nass weiter. Vor allem von Schaffhausen über den Bodensee bis nach Oberschwaben und ins Allgäu fällt zeitweise Regen. Zwischendrin gibt es trockene Pausen. In den Alpen sind die Schauer seltener und ab und zu lockern die Wolken etwas auf. Die Temperaturen erreichen 5 bis 8 Grad, auf der Ebenalp 2 und auf dem Säntis -4 Grad.

Der Jahreswechsel geht mild über die Bühne, im Laufe des Freitags wird es aber immer kühler und spätestens am Abend geht der Regen bis ins Flachland in Schnee über. Am Samstag gibt es noch einige, teils kräftige Schneeschauer, der Sonntag dürfte trocken und winterlich kalt weiter gehen. Meteomedia.

31.12.09: Ein gutes neues Jahr 2010

Bodensee-News wünscht Ihnen ein gutes neues Jahr 2010 und dass alle Ihre Wünsche und Vorstellungen in Erfüllung gehen und bleiben Sie gesund. Seien Sie mit Ihren Gedanken immer auf der positiven Seite, dann wird das Jahr super!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Partnern und Lesern von Bodensee-News für die tolle Zusammenarbeit im 2009 herzlich bedanken. Ich wünsche mir von Seiten der Clubs am Bodensee etwas mehr Akzeptanz und Zusammenarbeit. Hörbi Brüllmann.

Will das Glück nach seinem Sinn dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüsst, doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen.
(Wilhelm Busch)

Dienstag, 29. Dezember 2009

29.12.09: Webmaster der BSVB- und IBMV-Clubs

Nutzen Sie das kostenlose Angebot von Bodensee-News, Ihre Club-News mit Fotos zu veröffentlichen, damit auch Ihre Nachbar-Clubs von Ihren Aktivitäten erfahren. Senden Sie uns einfach ein Email mit Fotos und wir setzen Ihre Clubinfos unter BN online.

Wenn Sie sich unter top100bodensee.com kostenlos anmelden und den Button auf Ihre erste Seite plazieren, setzen Sie ein Zeichen der Solidarität und bekommen erst noch mehr Besucher auf Ihre Seite. Wir haben Ihren Club auf BN verlinkt. Anmeldung >

Wenn Sie noch mehr Teilnehmer an Ihren Regatten möchten, versuchen Sie doch eine Ausschreibung unter Bodensee-News. Es z.B. der Bodensee Quer dank BN gelungen, einen absoluten Teilnehmerrekord im Jahr 2009 zu verbuchen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Club ein gutes neues und erfolgreiches Jahr 2010, Ihre Bodensee-News, Hörbi Brüllmann.

29.12.09: Kursprogramm 2010

Nutzen Sie das vielfältige Kursprogramm des Regionalverbandes Bodensee/Rhein von Swiss Sailing für das Jahr 2010. Alle Kurse finden noch vor Beginn der Regattasaison statt und bietet Ihnen damit ein Auffrischung Ihrer Kenntnisse im Regattansport. Notieren Sie die Daten in Ihrem Kalender!

Kursangebot >

29.12.09: "Wassertemperaturen ganz angenehm"

Zwei Neuseeländer nahmen dieses Jahr am traditionellen Silvesterschwimmen im Bodensee teil und verliehen dem internationalen Teilnehmerfeld besonderen Glanz. 66 Frauen und 159 Männer schwammen - begleitet von Hunderten Zuschauern - vom Zeppelindenkmal bis zum Rheinstrandbad, wie heute morgen der Südkurier Konstanz berichtet.


Nicht abschrecken liessen sich am Montagabend über 200 Schwimmer von den kühlen Temperaturen von Luft und Wasser und stiegen mit ihren Fackeln in den neun Grad kalten Bodensee. Foto: Oliver Hanser. Weitere Fotos >

Konstanz – Die Neuseeländer Mathew Saunders und Ben Arlidge sind derzeit bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Weil am Rhein zu Gast. Sie nutzen die günstige Gelegenheit, um an diesem außergewöhnlichen Ereignis in Konstanz teilzunehmen. Ähnlich hält es Elvis Pereira aus Panama, der Freunde der Feuerwehr Tübingen besucht. Die Tübinger stellen übrigens dieses Jahr mit der achtjährigen Maren Oser die jüngste Teilnehmerin. Kurt Noll von der DLRG Konstanz darf mit seinen 71 Jahren den Titel des ältesten Teilnehmers beanspruchen. Die teilnehmerstärkste Gruppe stammt aus dem Schwarzwald: Die DLRG Sankt Georgen entsandte 14 Frauen und 26 Männer an den Bodensee.

DLRG-Tauchausbilder Tessen von Glasow, der am Hallenbad das Eintreffen der Teilnehmer und den Bustransport zum Hafen koordiniert, ist überrascht, dass die Teilnehmerzahl deutlich die 200 überschreitet. „Wegen des frühen Termins am Wochenanfang und da viele Leute arbeiten müssen, habe ich mit weniger gerechnet“, erklärt er. Die Wassertemperaturen von rund sechs Grad sind ganz angenehm, berichtet er weiter. Mit einem Neoprenanzug sowie Handschuhen, Füßlingen, Flossen und Maske schützen sich die Schwimmer gut gegen die kalten Temperaturen. Als sie pünktlich um 19 Uhr von Thomas Hofert, dem verantwortlichen Organisator, mit einem lauten Knall aus einer Signalpistole ins Wasser geschickt werden, hat die Luft nur knapp über Null Grad.

Mit lautem Gejohle tauchen die Schwimmer ins Wasser ein. Ihre Fackeln erhellen das Geschehen und machen es für die Zuschauer sichtbar. Von Flößen werden Feuerwerksraketen in den Himmel gesandt. Nach kurzer Zeit gleicht der Fackelzug einer riesigen Schlange, die über die Wasseroberfläche schleicht. Knapp eine halbe Stunde benötigt sie für die rund 900 Meter, bis ihr Kopf am Rheinstrandbad das Ufer erreicht. Viele Teilnehmer sind Stammgäste. So auch Kerstin Labor von der DLRG Ravensburg. Sie freut sich auf das Zusammentreffen mit ihren Freunden aus Loßburg im Landkreis Freudenstadt. Diese hatte sie beim Landesjugendtreffen kennengelernt. Für Hermann Schunter von der Malteser Höhlenrettung im Landkreis Göttingen bildet das Silvesterschwimmen den Ausklang der Wassersaison. Der Mann aus Wäschenbeuren kommt seit rund 15 Jahren an den See. „Zuhause haben wir nur Pfützen, daher müssen wir weiter wegfahren“, scherzt er. Marion Rapp aus Schramberg ist zum erstem Mal dabei: Sie hat sich von begeisterten Sporttaucherkollegen anstecken lassen.

Samstag, 26. Dezember 2009

26.12.09: Langeweile?

Ich habe Ihnen einen Link aufgeschaltet, der am vergangenen Mittwoch in der Sendung "Reporter" im schweizerischen Fernsehen lief. Dieser hat nichts mit der christlichen Seefahrt zu tun, aber alleweil interessant (Bericht teilweise auf schweizerdeutsch).

Der Weihnachtsmann in Mexiko
Der 83-jährige Zürcher wanderte vor über 60 Jahren nach Mexiko aus. Zuerst reinigte er Teppiche, heute besitzt er Touristen-Attraktionen, ein Hotel, zwei Restaurants, eine Hazienda aus dem 16. Jahrhundert, eine Schule für Fernstudium mit über 18‘000 Schülern, 670 Hektaren Land, auf dem sich drei Vulkane befinden sowie die weltweit grösste Weihnachtsbaum-Plantage, auf der die Besucher ihre Tannen selber schlagen können.

http://videoportal.sf.tv/video?id=e6a7c9a6-ce1b-4ed9-b469-eff952713b40

Freitag, 25. Dezember 2009

25.12.09: News von tiefgang-bodensee.ch

Missverständnis beim Einsatz unserer WEB-Site - In verschiedenen Gesprächen mit Motor- und Segelboot Skippern stellte sich heraus, dass viele Personen davon ausgehen, dass unserer WEB-Site nur mit einem Online Zugang auf See genutzt werden kann.

Der Online Zugang wird nur zur Anmeldung und Eingabe der Schiffsdaten (z.B. zu Hause benötigt) für den Einsatz auf See werden in der einfachsten Variante nur die auf das eigene Schiff abgestimmte Ausdrucke mit verschiedenen Pegeln Konstanz (z.B. 2.80 - 4.20) benötigt.

Diese können je nach Wunsch alle 5/10/20/.. cm als Bodenseegrafik oder Tabelle erstellt werden.

Muster:
www.tiefgang-bodensee.ch/hilfe/images/Muster_Tabelle_2.87.pdf
www.tiefgang-bodensee.ch/hilfe/images/Muster_grafisch_2.87.pdf

Daten können auch über ein Handy abgefragt werden.

Im September 2009 wurden von uns diverse Häfen neu gemessen / aktualisiert und fotografiert.Unter den gemessenen Häfen sind:
- Schloss Kirchberg
- Horn Ost
- Überlingen Bahnhof Therme
- Hard Auhafen
- Konstanz Staad ARGE
- Altenrhein Hafen am Rheinspitz
- Rohrspitz
- Immenstaad Schloss Helmsdorf
- Bodman Wagner Hafen
- Arbon alter Hafen (Achtung, Abstandstafel bei der Einfahrt beachten)

Aktuelle Messungen und Fotos:
www.tiefgang-bodensee.ch/?a=news#Haefen_a-z

Zusätzlich zu den Messungen wurden weitere Häfen fotografiert, inkl. interessante Aussichtspunkte. Diese können jeweils über den Hafenpunkt auf der Startseite oder über News "gratis" angeschaut oder LegAn tauglich ausgedruckt werden.

- Radolfzell, Waschbrück
- Bodmann, Gemeindehafen
- Bodmann, YC (inkl Kloster Frauenberg + Ruine Altbodmann)
- Bottighofen

Es lohnt sich sicher im Frühling 2010 die Datenblätter auf die neue Saison aus zudrucken. Helfen Sie uns etwas mit Ihrer Werbung bei Freunden, Bekannten oder im Club.

Werbeprospekt:
www.tiefgang-bodensee.ch/hilfe/images/Werbeprospekt_Tiefgang6.pdf

Muster unsere Messungen:
www.tiefgang-bodensee.ch/?a=news#Berichte

Berichte in der Fachpresse:
www.tiefgang-bodensee.ch/?a=news#Berichte

Für evtl. Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüssen. Ihr www.tiefgang-bodensee.ch Team.

Wir wünschen Ihnen schöne und erholsame Festtage und einen guten Rutsch ins 2010. B. Rauber.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

23.12.09: Kieshaufen am Hafen verschwinden

(TTB) Seit fast hundert Jahren wird in Arbon Kies umgeschlagen – am derzeitigen Standort Hafendamm seit 1971. Aus touristischer Sicht waren die Kiesberge und Sandhaufen in der öffentlichen Hafenzone keine Augenweide. In den nächsten Wochen werden sie aus dem Ortsbild verschwinden, wie heute das Thurgauer Tagblatt berichtet.

Max Eichenberger
Einvernehmlich verständigt darauf haben sich die Stadt und die Hans Kugler AG als Betreiberin und Kiesbewirtschafterin. Die Pacht läuft per 31. Dezember aus. Die Firma Kugler macht den Weg frei für eine Neunutzung des Hafendamms und hat den Vertrag auf diesen Zeitpunkt hin aufgekündigt. Entschieden hat dies die Kugler AG bereits im Sommer.

«Privilegierte Erholungslage»
Zum einen aus wirtschaftlichen Überlegungen – zum andern, weil die Stadt schon länger eine Freizeitnutzung anstrebt. Im Zuge der Erweiterung des Schlosshafens, die mit einer Sanierung einhergeht, wuchs der Druck, auch den Hafendamm «an dieser privilegierten Erholungslage» (Stadtammann Martin Klöti) gestalterisch aufzupeppen. Der neue Schlosshafen wird im Mai 2010 in Betrieb gehen.

Lagerplatz künftig in Steinach
Die Familie Kugler – Vreni und Sohn Thomas Kugler führen den Betrieb in vierter beziehungsweise fünfter Generation – wird den Lagerplatz nach Steinach verlegen, wie die Stadt mitteilt. Die Baumaterialien werden künftig auf dem ehemaligen NAW-Areal auf Steinacher Boden gelagert – in kleinerem Umfange, wie es heisst. Der Firmensitz verbleibe aber in Arbon: an der Hafenstrasse 10. Dort ist 2005 die stattliche Liegenschaft zu einem Bijou renoviert worden. Der Kieshandel hat zunehmend an Stellenwert verloren und ist heute längst nicht mehr das Kerngeschäft der alteingesessenen Arboner Firma. Ihre Haupttätigkeit liegt im Transportwesen, in der Kehrichtabfuhr sowie im Muldenservice für die Entsorgung verschiedener Materialien. Vorerst gibt es beim Arboner Hafendamm eine Zwischenlösung.

Provisorium als erster Schritt
Wenn die Kieshaufen abgeführt sein werden, wird das bisherige Lagergelände plan gemacht und werden die Betonumfriedungen abgebrochen. «Es wird technisch instand gestellt. Wasser und Strom kommen unter den Boden. Das Areal wird mit einem provisorischen Belag versehen, aber noch nicht mit gestalterischen Elementen oder Sitzbänken. Es wird auch kein Baum gefällt und keiner neu gepflanzt», macht Klöti deutlich, dass es sich bei diesen Massnahmen erst um einen ersten Schritt zu einer einladenden Neugestaltung handelt.

Zuerst «Nutzungsplanung Quai»
Noch gibt es nämlich weder konkrete Vorstellungen noch gar Pläne. Gestaltungsvarianten werde dann erst die sogenannte Nutzungsplanung aufzeigen. Diese sei derzeit über den ganzen Arboner Seequai im Gange. Klöti zufolge wird sie Ende 2010 abgeschlossen sein. Auf dieser Basis könnte dann 2011ein Wettbewerb über das Teilgebiet Hafendamm lanciert werden und dieser dann 2012 gestaltet werden – und zwar verkehrsfrei. «Der Zonenplan gibt uns dazu allerdings einen geringen Spielraum», räumt Klöti ein. Das zeigte sich schon vorgängig der Aufstockung des Hafengebäudes, als von dritter Seite die Überbauung des Damms als Idee ins Spiel gebracht worden war. Das Departement Bau und Umwelt des Kantons Thurgau hatte damals prophylaktisch schon mal abgewinkt.

In Parkhaus konzentrieren
Bis auf Kurzzeitparkierer sollen 2012 die Autos vom Hafendamm verbannt und die Parkfelder dort aufgehoben werden. Ebenso diejenigen beim Adolph-Saurer-Quai. Die Parkplätze sollen künftig konzentriert werden in einem bewirtschafteten dreistöckigen Parkhaus beim Engelplatz zwischen Bahnhofstrasse und Jakob-Züllig-Park. Zwei Parkebenen sind über Terrain, eines unterirdisch vorgesehen. Ein Projektwettbewerb dazu ist vor drei Wochen ausgeschrieben worden. Klöti: «Wir werden dann dort künftig insgesamt etwas mehr Parkplätze zur Verfügung haben, als das heutige Angebot am Quai mit Hafendamm ausmacht.»

23.12.09: Statement der Société Nautique de Genève

Genf, Schweiz - (2009-12-23) Die Société Nautique de Genève und Alinghi danken dem Golden Gate Yacht Club und BMW Oracle für ihr Weihnachtsgeschenk und ihren Wunsch für weitere Rechtsstreitigkeiten im neuen Jahr!

"Nachdem sie durch ihre juristische Strategie alle anderen Challenger im 33. America's Cup ausschlossen haben, versucht Larry Ellisons Team nun, das gleiche mit dem Schweizer Titelverteidiger zu tun. Er versucht weiterhin, den America's Cup vor Gericht anstatt auf dem Wasser zu gewinnen", sagt Fred Meyer, Vice-Commodore der SNG.

"Wir befürchten, dass dies ein Versuch von BMW Oracle ist, dem Rennen gegen Alinghi am 8. Februar aus dem Weg zu gehen", ergänzt Alinghi-Designkoordinator Grant Simmer.BMW Oracles Anschuldigungen gegen die titelverteidigende Yacht sind schlicht und einfach falsch: Alinghi 5 erfüllt die Anforderung "gebaut im Land" der Deed of Gift; das Boot wurde in der Schweiz gebaut, genau wie die Segel auch.

Hintergrund

Die Streitereien zwischen den America's-Cup-Kontrahenten BMW Oracle und Alinghi nehmen kein Ende. In der Stiftungsurkunde stehe, dass die Yacht inklusive Rumpf, Mast und Segel in jenem Land hergestellt werden müsse, das der Club repräsentiere, sagte Marcus Young, Commodore des San Francisco Golden Gate Yacht Club.

Gemäss Young soll Alinghi im Training Segel gebraucht haben, die in Minden, Nevada (USA), hergestellt worden seien. Als «schlicht und einfach falsch» betitelte Alinghi die Anschuldigungen des Herausforderers. Die Yacht Alinghi 5 erfülle die Anforderungen der «Deed of Gift»; das Boot sei in der Schweiz gebaut worden, genau wie die Segel auch, liess der Titelverteidiger in einem Statement verlauten.

BMW Oracle versuche weiterhin, den America's Cup vor Gericht anstatt auf dem Wasser zu gewinnen, sagte Fred Meyer, Vice-Commodore der Société Nautique de Genève. Momentan befinden sich die beiden Boote auf dem Weg nach Valencia. Vor der spanischen Hafenstadt findet ab dem 8. Februar in einem Best-of-7-Duell zwischen Alinghi und BMW Oracle die 33. Austragung des America's Cup statt. (si)

23.12.09: Schöne Weihnachten

Bodensee-News wünscht Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und bleiben Sie gesund.

Dienstag, 22. Dezember 2009

22.12.09: Fischer planen DEMO

In letzter Sekunde wurde die neue Kormoranverordnung verhindert und der NABU hat öffentlich zu drastischen Einschränkungen bis hin zu gänzlichen Verboten der Angelfischerei aufgerufen!

Am 03. bis 06. Januar 2010 veranstalten NABU und BUND die Naturschutztage in Radolfzell. Diese Gelegenheit wollen die Fischer nutzen, um auf ihre Anliegen und Interessen hinzuweisen. Geplant ist eine Kundgebung, bei der die Äsche von den Berufsfischern am Bodensee symbolisch zu Grabe getragen wird. Die Fischerei im Lande hofft auf viele Teilnahme an der Kundgebung.

Die Kundgebung soll am 4. Januar 2010 um 9 Uhr am Bahnhof in Radolfzell beginnen und dann durch die Stadt am Rathaus und dem Marktplatz vorbei bis zur Tagungsstätte Milchwerk führen, um dort symbolisch die Äsche zu beerdigen.

22.12.09: Gasthaus Krone Altnau am Hafen mit neuem Pächter

Im Bewerbungs- und Auswahlverfahren, unter Beteiligung von Kronenkommission und Gemeinderat, konnte dieser Tage ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen werden. Ab März 2010 werden Frau Bernadette Sauter-Dähler und Herr Karl Ramsauer das Gasthaus Krone führen!

Sie, aufgewachsen in Mammern und gelernte Gastwirtin - Er, Metzgermeister aus Herisau mit breiter Berufserfahrung - arbeiten seit vier Jahren als Team. Das Pächterpaar hat gemeinsam das Seegarten-Restaurant Paradiesli in Altenrhein geführt und ist wohl vielen Wassersportlern bereits bestens bekannt.

Kommission und Gemeinderat sind überzeugt, mit dieser Besetzung eine gute Basis für einen geordneten Neustart geschaffen zu haben. Wir freuen uns auf die kommende Saison und wünschen den neuen Pächtern eine gute Vorbereitungszeit. Gerne werden wir die zukünftigen Krone-Gastwirte im neuen Jahr an einem Pressetermin vor Ort vorstellen. Gemeinderat Altnau.

22.12.09: Altnau hat einen neuen Hafenmeister

Auf dem Hafenareal wird ab nächster Saison ein neues Gesicht anzutreffen sein. Die Hafenkommission konnte Herrn Marco Füllemann aus Güttingen für die Funktion als Hafenmeister gewinnen!

Der gelernte Heizungsmonteur arbeitet seit 2007 bei der Bodenseeschifffahrtsgesellschaft in Romanshorn, wo er im Sommer im Schiffsdienst und im Winter in der Werft tätig ist. Als gebürtiger Güttinger ist Marco Füllemann kein Unbekannter. Einen Teil seiner Schulzeit hat er in Altnau absolviert und einige kennen ihn sicherlich auch als engagierten Feuerwehrkollegen.

Die Hafenkommission und der Gemeinderat freuen sich, in der Person von Marco Füllemann einen Hafenmeister gefunden zu haben, welcher sich dieser neuen Herausforderung an unserem Seeufer gerne stellt. Dem neuen Hafenmeister wird Peter Stäheli weiterhin als erfahrener Stellvertreter zur Verfügung stehen. Gemeinderat Altnau.

22.12.09: Das Rennen der Schnellsten

(ibn) Der Bregenzer SC ein hat ein neues Segelevent der Spitzenklasse am Bodensee aus der Taufe gehoben. Am Start sollen die schnellsten Yachten sein.

Termin für das "Race of Racers", wie die neue Regatta heisst , ist der 29. und 30. Mai 2010, also exakt eine Woche vor der "Rund um 2010". Race of Racers 2010 >

22.12.09: Rolex Sydney Hobart Yacht Race

Rekordfeld beim Rolex Sydney Hobart Yacht Race auf Rekordjagd.

Es ist die Kultveranstaltung des australischen Sportsommers! Mit Ausnahme des America's Cups und des Volvo Ocean Race erzielt keine Segelregatta der Welt ein derartiges Medieninteresse wie dieses Rennen: Am Zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) startet das Rolex Sydney Hobart Yacht Race, und TV-Anstalten aus aller Welt werden davon berichten, wenn sich 100 Yachten vor der beeindruckenden Kulisse des Sydney Harbour auf den 628 Seemeilen langen Kurs nach Tasmanien machen. Und die 65. Auflage dieses Segelklassikers verspricht eines der spannendsten in seiner Geschichte seit 1945 zu werden.

Das Rennen wird mithin als einer der härtesten Tests in punkto Seemannschaft betrachtet, den der Segelsport bieten kann. Fast jedes Jahr trifft das Teilnehmerfeld auf seinem Weg nach Süden nach Hobart am Derwent River in der Tasmanischen See beim Überqueren der östlichen Bass-Straße auf Schwerwetterbedingungen. Teams aus Großbritannien, Neuseeland, Neu Kaledonien, den Niederlanden, Spanien, den USA und allen australischen Bundesstaaten werden sich in diesem Jahr dieser Herausforderung stellen. Dabei wird die aktuell weltgrößte und beste Flotte von Maxi-Jachten ins Rennen gehen.

Sieben Maxis führen das Feld an, und fünf von ihnen habe eine reelle Chance, nach den 628 Seemeilen als erste in Hobart einzulaufen. Der australische Renn-Rekordhalter Bob Oatley strebt mit seiner „Wild Oats XI“ seinen fünften Sieg in Folge an. Die größte Konkurrenz werden im Schwesterschiff „Alfa Romeo“ von Neville Crichton (Neuseeland), ebenfalls ein Reichel/Pugh-Design, und in der britischen „ICAP Leopard“ (Mike Slade), ein Farr-Design, erwartet.

Ambitionen auf den Titel der schnellsten Yacht haben zudem Sean Langman (Neuseeland) mit seiner Maxi „Investec Loyal“ und der Australier Grant Wharington mit der „Etihad Stadium“, die ehemals als „Skandia Wild Thing“ bekannt war. Wharington muss allerdings um seinen Start bangen, nachdem ihm bei der Überfahrt von Melbourne nach Sydney der Mast brach. Aber der ständige Optimist Wharington orderte per Luftfracht den Ersatzmast von der „Alfa Romea“ aus Frankreich.

All diese Maxis sind mit einem Kanting-Kiel ausgestattet, und die „Leopard“, die „Wild Oats“, die „Alfa Romeo“ sowie die „Loyal“ wurden von ehemals 98 Fuß auf 100 Fuß verlängert, die beim Rolex Fastnet Race und Rolex Sydney Hobart Race nunmehr maximal erlaubt sind. Der Wettkampf zwischen diesen fünf Booten sollte - die nötigen Rückenwinde vorausgesetzt - einen neuen Streckenrekord möglich machen, den die „Wild Oats XI“ 2005 mit einem Tag, 18 Stunden, 40 Minuten und zehn Sekunden aufgestellt hat.

Auch der Wettstreit um die wichtigste Trophäe, den Tattersalls Cup für den Sieger über alles nach der IRC-Handicap-Wertung, ist völlig offen und wetterabhängig. In der Favoritenrolle ist eine starke Gruppe von TP-52-Yachten, darunter die Vorjahressiegerin „Quest“ von Bob Steel (Australien), und die beiden 62 bis 63 Fuß großen Reichel/Pugh-Designs „Limit“ (Alan Brierty, Australien) und „Loki“ (Stephen Ainsworth, Australien), die beim Warm-Up, derRolex Trophy Rating Serie, gerade auf den Rängen eins und zwei landeten. Außerdem ist auch noch Niklas Zennstroms „Ran“ am Start, ein Judel/Vrolijk-Design von 72 Fuß Länge. Die „Ran“ ist zwar das erste Mal auf der südlichen Halbkugel unterwegs, kommt aber mit der Empfehlung der Sieges über alles beim Rolex Fastnet Race und des Klassensieges beim Maxi Yacht Rolex Cup in der Mini-Maxi-Division. An Bord werden diverse Profis vom America's Cup und Volvo Ocean Race sein. Ein weiterer heißer Kandidat auf den IRC-Handicap-Sieg ist die „Living Doll“ von Michael Hiatt (Australien), ein gerade ein Jahr altes Schiff aus der Farr-Feder. Und auch Geoff Ross (Australien) will mit der „Yendy“ in den Kampf um die Spitze eingreifen. Die Reichel/Pugh 55 hat extra einen neuen, einen halben Meter tieferen Kiel erhalten.

Die Flotte, die zweitgrößte in dieser Dekade, umfasst auch zwölf Yachten aus Übersee wie die „Rapture“, ein weiterer 100-Fuß-Maxi des Amerikaners Brook Lenfest, oder die niederländische „Pinta-M“ von Atse Blei. Die Sparkman&Stephens 41 sorgte im vergangenen Jahr für Aufsehen, als sie in der IRC-Division 4 auf Platz drei segelte und nun einen weiteren Anlauf auf den Tattersalls Cup unternimmt.

An der Spitze der Flotte wird aber das Duell zwischen der „Wild Oats XI“ und der „Alfa Romeo“ in eine weitere Runde gehen, deren Wege sich seit der ersten Begegnung beim Rolex Sydney Hobart Race 2005, als die „Wild Oats XI“ mit einem Vorsprung von einer Stunde und 16 Minuten den Bug vorn hatte, immer wieder auf den verschiedenen Regatten gekreuzt haben. So etwa 2006 im Mittelmeer, wo die „Alfa Romeo“ den Maxi Yacht Rolex Cup gewonnen hat, mit der „Wild Oats“ auf Rang drei.

2007 kämpften die beiden Yachten beim Giraglia Rolex Cup und Superyacht Cup um die Dominanz im Mittelmeer. Diesen Wettstreit entschied die „Alfa Romeo“ mit einem 38-Sekunden-Sieg im ersten Rennen und einem klaren Erfolg im zweiten Rennen für sich, da die „Wild Oats“ nur kurz nach dem Start den Mast verlor.

Während die „Wild Oats XI“ anschließend nach Australien zurückkehrte, blieb die „Alfa Romeo“ zunächst im Mittelmeer. In diesem Jahr aber brachte der in Sydney ansässige Neuseeländer Neville Crichton die „Alfa Romeo“ zurück nach Australien, gewann auf dem Weg dahin das 2225 Seemeilen lange Transpac Race von Los Angeles nach Honolulu in einer Zeit von fünf Tagen, 14 Stunden und 36 Minuten, die über einen Tag unter der bisherigen Rekordzeit lag. Zuvor hatte die Yacht einen leichteren und windschlüpfigeren Mast erhalten. Ansonsten wurde sie nur wenig verändert, wie Crichton berichtete: „Es waren lediglich ein paar Kleinigkeiten, die sich aber zu ein paar Sekunden pro Seemeile addieren. Wir haben Gewicht gespart, wo immer es ging, und haben ein paar neue Segel.“

Crichton sieht die „Alfa Romeo“ und die „Wild Oats XI“ als die größten Favoriten auf den Titel der schnellsten Yacht an, erklärte aber auch: „In einem starken Südwind ist der Vorteil auf Seiten der ,Leopard'. Allround-Bedingungen passen besser zur ,Etihad Stadium', der ,Wild Oats' und uns.“

Obwohl die „Wild Oats XI“ auf 100 Fuß verlängert wurde, wird sie mit einer kleineren Crew gesegelt. 18 statt der 24 Segler im vergangenen Jahr werden an Bord sein, und das bringt laut Skipper Mark Richard eine Einsparung von rund einer Tonne an Crew- und Ausrüstungsgewicht. Während sich die Crewzahl verringert hat, ist die der Starsegler angestiegen. So sind die Volvo-Ocean-Race-Sieger Mike Sanderson, Robbie Naismith, Ian Murray, Adrienne Cahalan, und Ian Burns mit an Bord.

In der direkten Vorbereitung zeigten die „Wild Oats XI“ und die „Alfa Romeo“ bereits, dass sie auf Augenhöhe agieren. Beim 14-Seemeilen-Rennen der SOLAS Big Boat Challenge vor Sydney trennten sie an fast jeder Marke nicht mehr als zwei Bootslängen. Und lediglich ein verpatztes Spinnaker-Manöver der „Wild Oats“ an der letzten Tonne bescherte der „Alfa Romeo“ den Sieg. „Da ist kein Unterschied in der Bootsgeschwindigkeit zwischen diesen beiden Schiffen“, sagte „Wild Oats“-Skipper Richard. „Beim Hobart-Rennen wird es auf die richtige Segelwahl und die Segelwechsel ankommen.“

Auch die „ICAP Leopard“ kann erneut ihre Klasse unter Beweis stellen. Beim Rolex Fastnet Race 2007 unterbot die „Leopard“, ein starkes Farr-Design, den alten Rekord um acht Stunden und 50 Minuten, während die „Alfa Romeo“ in den damals brutalen Bedingungen bei 40 Knoten Wind unter den Ausgeschiedenen war. Im gleichen Jahr beendete die „Leopard“ das Rolex Sydney Hobart als Zweiter nur 27 Minuten hinter der „Wild Oats“, die sie die ganze Zeit unter Druck setzte. Und in diesem Jahr war die „Leopard“ erneut die schnellste Yacht beim Rolex Fastnet Race, zudem beim Rolex Middle Sea Race.

2007 wurde die Yacht auf 100 Fuß verlängert und mit einem Doppelruder ausgestattet, für das Hobart-Rennen hat sie zudem eine neue Segel-Garderobe erhalten. „90 Prozent der Segel, die wir in diesem Rennen einsetzen werden, sind brandneu“, erklärte Boot-Captain Chris Sherlock.

Das Feld ist also bereitet für ein hochspannendes Event, wenn am 26. Dezember um 13 Uhr (Ortszeit) für die 100 Yachten der Startschuss fällt zum 65. Rennen vom Sydney Harbour gen Süden an der australischen Küste entlang bis nach Hobart auf Tasmanien.

Yacht Tracker, das innovative Satellitensystem des veranstaltenden Cruising Yacht Club of Australia (CYCA), wird erneut dafür sorgen, dass die aktuellen Positionen der Yachten auf der preisgekrönten offiziellen Website des Rolex Sydney Hobart Yacht Race 2008, www.rolexsydneyhobart.com online aktuell zu verfolgen sind. Andreas Kling.


Winner ALFA ROMEO with Sydney Opera House SOLAS Big Boat Challenge 2009 (Photo credit: Rolex / Daniel Forster )

Montag, 21. Dezember 2009

21.12.09: Nochmals ein Aufruf

Unterschreiben Sie als Thurgauer und Thurgauerin die beiden Thurgauer Energieinitiativen. Es ist für unseren Kanton äusserst wichtig, jetzt die Weichen zu Stellen. Wenn Kopenhagen das nicht fertig brachte - der Thurgau geht mit gutem Beispiel voran!

Verfassungsinitiativbogen >

Gesetzesinitiativbogen >

Das grösste Problem ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die fossilen Energien haben keine Zukunft, denn sie gehen zur Neige. Da sind sich alle Experten einig. Unterschiedliche Meinungen bestehen einzig über den Zeithorizont, während dem noch fossile Energien zur Verfügung stehen. Je eher wir umstellen, desto länger können wir die endlichen Reserven noch für Bereiche nutzen, die den Umstieg auf erneuerbare Quellen nicht schnell genug schaffen. Weitere Argumente >

21.12.09: Ein eindrücklicher Wetterwechsel findet statt

Atlantische Luft verdrängt die sibirische: Nachdem es gestern im Flachland bis zu minus 17 Grad kalt war, schnellen in der Schweiz nun die Temperaturen nach oben.

Am Sonntagmorgen zeigte das Thermometer im Thurgau/Bodensee minus 17 Grad an, in Zürich waren es noch minus 14 Grad. Doch die Kälte ist vorläufig vorbei: Es wird innert Stunden bis zu 20 Grad wärmer. Atlantische Luft von Spanien und Frankreich verdrängt die russische Kälte.

Keine weisse Weihnacht
Es ist ein eindrücklicher Wetterwechsel, der heute stattfindet. Doch im Winter ist das nicht ungewöhnlich. Morgen Dienstag wird es dann noch wärmer. In den Föhntälern gibt es bis zu 13 Grad. Dort wird der Schnee innert Kürze verdunsten. Im Flachland gibt es am Dienstag 5 bis 7 Grad. Das wird eine pflotschige Angelegenheit.

Das gibt Wasser für den Bodensee und wer weiss, vielleicht ist gerade dieses Schmelzwasser wichtig für den Frühjahreswasserstand!

21.12.09: Laser "Urgestein" Werner Winter feierte den 70ten!

Für eine gelungene Überraschung sorgten einige Masters Segler der Laserflotte Baden Württemberg. Sie standen unangemeldet vor der Tür um Werner zum 70. Geburtstag zu gratulieren.

Die Delegation überreichte dem ältesten aktiven Regattasegler der Laserflotte Baden-Württemberg ein Bündel an Geschenken für die viele Mitglieder der Flotte spontan ihren Beitrag geleistet hatten.

Werner Winter segelt seit Anfang der 70 er Jahre erfolgreich Laser Regatten. Von 1993 bis zum Herbst 2009 war er auch Bereichssprecher Baden-Württemberg in der Deutschen Laser Klassenvereinigung.


Von Links nach rechts: Petra Kiehn, Werner Winter, Peter Nietsch,
Peter Kraus, Wolf-Peter Niessen und Peter Dietmüller


Werner, besser gesagt seine Frau Hedi, revanchierte sich gleich mit einer Einladung zu einem gemütlichen Abend mit Speis und Trank!

Samstag, 19. Dezember 2009

19.12.09: Alinghi zum Jahresende

Zusammenfassung am Jahresende mit Murray Jones. Während für Alinghi 5, den gigantischen Katamaran des Titelverteidigers, die letzte Trainingswoche in Ras al-Khaimah zu Ende geht und das Packen in hohem Tempo voranschreitet, hat Alinghi.com bei Murray Jones, der das gesamte Segelprogramm überwacht hat, ein Update eingeholt.


Murray Jones, Alinghi 5 skipper
(Photo credit: George Johns/Alinghi)

Was hat das Team in den letzten paar Wochen in Ras al-Khaimah erreicht?
Murray Jones: Das Wetter hier war fantastisch und hat es uns erlaubt, fast jeden Tag zu segeln. Wir haben praktisch alles von der Liste streichen können, was wir wollten. Natürlich wäre es grossartig, mehr Zeit zu haben, aber wir sind ziemlich zufrieden mit dem Erreichten. Wir müssen auch in den nächsten paar Wochen viel machen, wenn wir endlich nach Valencia kommen, aber alle wichtigen Entscheidungen sind getroffen worden.

Welche Pläne hat das Team in den nächsten Wochen?
MJ: Zum Glück kommen wir dank dem Verschiffen des Materials zu einer Pause während der Weihnachtszeit und ich denke, alle freuen sich darauf. Das Team hat sehr hart gearbeitet und braucht nun einige Wochen Pause. Es ist gut, wenn wir im Januar frisch zurückkommen, weil es bis am Schluss ein Sprint sein wird, wenn wir endlich in Valencia ankommen.

Zum ersten Mal nach langer Zeit besteht eine Gewissheit: Valencia im Februar: Wie passt sich das Team diesem Plan an?
MJ: In Valencia wird es anders sein, weil die Windbedingungen unvorhersehbar sind. Sogar während eines Rennens werden die Bedingungen punkto Stärke und Richtung stark ändern. Die Winterzeit in Valencia ist ziemlich schwierig, wir müssen anpassungsfähig sein und wechseln können und die richtigen Segel benützen, je nach Windwinkel und -Stärke. Wir werden das Boot auch stärker an die Grenzen führen als vorher - dies gilt für beide Teams. Unsere Grenzen zu kennen, wenn wir gegen ein anderes Boot segeln, könnte der Faktor sein, der letztlich das Resultat bestimmt.

Ein Wort zum 33. America’s Cup?
MJ: Es ist hart, den Leuten zu erklären, wie es ist, auf der Alinghi 5 zu segeln; es ist eine andere Welt draussen auf diesen Booten. Ich denke, sie werden das Vorstellungsvermögen des Publikums in Beschlag nehmen.

19.12.09: America's Cup in Best-of-7-Serie

Der 33. America's Cup wird definitiv nicht im Best-of-3-Modus, sondern im Best-of-7-Format ausgetragen. Darauf haben sich der Schweizer Cupverteidiger Alinghi und US-Herausforderer BMW Oracle definitiv geeinigt.

Beide Syndikate haben viel Geld in die Entwicklung ihres Katamarans (Alinghi) und Trimarans (Oracle) investiert und wollen deshalb ihre Boote in mehreren Regatten dem Publikum präsentieren wollen, obschon es auf Grund der unsicheren Witterungsbedingugen zu einer langgezogenen Serie kommen könnte.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Einspeisetarife der EW des Kantons TG für Photovoltaikstrom

17.12.09 - Ich möchte Ihnen im Zusammenhang mit den leidigen Diskussionen in Kopenhagen einen sehr gute Medienmitteilung nicht vorenthalten. Die Energiefachleute Thurgau (EFT) bilden seit 1991 einen Verein. Seine Mitglieder - derzeit gut 50 - sind meist selbständig erwerbende Fachleute verschiedener Fachrichtungen, die auf unterschiedliche Art mit Energiefragen am Bau zu tun haben.

Der politische Wille - zur Reduktion des CO2-Ausstosses - wird in Kopenhagen gezeigt. 65 Staats- und Regierungschefs reisen an die Klimakonferenz. Es gilt als symbolisches Signal für die Wichtigkeit, die ein Land dem Klimaschutz zukommen lässt. „Der Klimawandel kennt keine Grenzen, er betrifft uns alle“, sprach der dänische Ministerpräsident in seiner Eröffnungsrede an der UNO-Klimaschutzkonferenz.

Wir müssen nicht warten, bis ein Beschluss verabschiedet wird und dann auch in der Schweiz langsam aber sicher umgesetzt wird. Jeder einzelne kann dazu beitragen, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt stösst jährlich 10.8 t CO2 aus. Dabei verursacht das Wohnen 27% der Emissionen. Das ist nahe am Mittel der Gesamtbevölkerung. Da das Wohnen fast einen Drittel des CO2-Ausstosses verursacht, ist hier auch ein grosses Sparpotential. Die Energiefachleute Thurgau haben auf unterschiedlicher Art mit Energiefragen um den Bau zu tun.

Da Photovoltaikanlagen umweltschonend Energie aus Sonnenstrahlen produzieren, hat der Verein der Energiefachleute eine Umfrage bei den Elektrizitätswerken im Kanton Thurgau gestartet. In der Auswertung können Interessierte vergleichen, in welchen Gemeinden wieviel für Stromrückvergütungen bezahlt wird. Die Liste antwortet einem interessieren Hausbesitzer auf die Frage: Wie viel Geld bekomme ich im Hochtarif inkl. Mwst für den gelieferten Strom vergütet?

Bei der Aufstellung wurden nur der Einspeisetarif aufgeführt. Irgendwelche Vergütungen von Zählern, Subventionen etc. sind nicht aufgelistet und bei jedem Werk zu erfragen. Die Anfrage hat gezeigt, dass sehr viele Werke ihre Einspeisetarife für alternative Stromerzeugung nicht kennen oder diese bewusst sehr tief halten. Dabei wäre dies absolut eine Möglichkeit, die Erzeuger von solchem Strom für ihr vorbildliches Verhalten zu belohnen.

Der Verein der Energiefachleute wird in Zukunft vermehrt auf die Vorbildfunktion von öffentlichen Werken schauen und deren „Bemühungen“ auch Kundtun. Die Elektrizitätswerke der einzelnen Gemeinden sind politischen Gemeinderäten unterstellt. Es wäre an der Zeit, wenn den Worten der Politiker auch Taten folgen würden. Liste >

Damit auch in Zukunft vermehrt Energieeffizienz und alternative Energieerzeugung gefördert werden können, hat sich der EFT für die Zwillingsinitiative (auf der ersten Seite rechts, Anmerkung BN) von Josi Gemperle engagiert. Diese steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Stimmensammlung. Bei einer Annahme durch das Volk, wäre die Finanzierung von alternativen Stromerzeugungsanlagen gesichert. Es bräuchte dann nur noch, wie jetzt, einen fairen Einspeisetarif durch die Werke!

Die Klimakonferenz wurde mit einer gehörigen Portion Optimismus eröffnet. Genau diesen Optimismus will der Verein mit dieser Aufstellung weitertragen und den Einen oder Anderen auf dieses Thema aufmerksam machen. Auf der Homepage energie-thurgau.ch unter Einspeisegebühren EW’s Kanton Thurgau können Sie sich informieren.

Wir müssen nicht warten, bis die Welt und die Schweiz ein Abkommen umgesetzt hat. Jeder einzelne kann jetzt schon etwas tun für die Umwelt!

Dienstag, 15. Dezember 2009

15.12.09: America's Cup definitiv in Valencia

Um den 33. America's Cup wird ab dem 8. Februar 2010 definitiv vor Valencia gesegelt. Der Suprême Court in New York wies gemäss der Nachrichtenagentur AFP die Beschwerde von Alinghi ab.

Stellungnahme alinghi.com:
Die Berufungskammer des New York Supreme Court hat heute den Entscheid von Richterin Kornreich vom 30. Oktober 2009 gestützt, der den vom America's-Cup-Titelverteidiger Société Nautique de Genève gewählten Austragungsort für den 33. America's Cup, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, für nicht statthaft erklärte. Das Vierergremium stützte auch den Entscheid von Richterin Kornreich, dass das Ruder von der Vermessung der Wasserlinienlänge der Rennyacht auszuschliessen ist.

"Einmal mehr war BMW Oracle's Strategie, den America's Cup vor Gericht anstatt auf dem Wasser zu gewinnen, erfolgreich. Zum ersten Mal in der Geschichte des America's Cup wurde der Defender seines fundamentalen Rechts, den Austragungsort zu wählen, beraubt. Die Société Nautique de Genève akzeptiert den Entscheid und Alinghi freut sich, im Februar 2010 in Valencia auf dem Wasser um den Cup zu segeln", sagte Fred Meyer, Vice Commodore der SNG.


Alinghi 5 in Ras al-Khaimah, VAE (Photo credit: Alinghi)

15.12.09: Finanzielle Schieflage abgewendet

Geld für Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Die in finanzielle Schieflage geratene Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) erhält frisches Geld vom Kanton Schaffhausen.

Der Schaffhauser Kantonsrat hat am Montag einen Kredit über 575'000 Franken für eine Kapitalerhöhung einstimmig bewilligt. In finanzielle Schwierigkeiten war die URh durch die Pensionskasse ASCOOP geraten. Die beiden Standortkantone Thurgau und Schaffhausen stimmten im vergangenen Jahr unter anderem einem Schuldenerlass von je 1,125 Millionen Franken zu, das Aktienkapital wurde um die Hälfte gesenkt.

Die Beseitigung der Altlasten ist inzwischen weitgehend gelungen und der Wechsel zur Pensionskasse Thurgau auf Ende 2010 beschlossen. Nun benötigt das Unternehmen jedoch zusätzliches Kapital, um liquide zu bleiben, unter anderem für die Sanierung eines Motorschiffs.

Die finanzielle Unterstützung der URh war im Kantonsrat unumstritten. Allerdings bemängelte bereits die vorberatenden Kommission, dass die öffentliche Hand, die bislang 44 Prozent der Anteile inne hat, nun die Mehrheit übernimmt.

Das Unternehmen hat zugesagt, sich um weitere private Aktionäre zu bemühen. Einen ersten Schritt dahin unternahm die URh bereits am Montag, indem sie an der Kantonsratssitzung Zeichnungsscheine verteilte.

Samstag, 12. Dezember 2009

12.12.09: Die Beach Boys aus dem Thurgau

Das Herz der Aadorfer Familie Schenk schlägt fürs Windsurfen. Mit internationalen Spitzenplätzen machten Vater und Sohn diesen Sommer auf sich aufmerksam.

Von Andrina Speziale, Thurgauerzeitung
Aadorf - Diese Saison belegte Werner Schenk bei den Super-Grand-Masters (Ü55) den ersten Platz und sein 18-jähriger Sohn Fabian verpasste in der Gesamtwertung des Jahres 2009 als Vierter nur knapp das Podest im Schweizer Cup. Nun feierten sie dies an der Jahresabschlussfeier.

Die Familie Schenk aus Aadorf hat sich mit Leidenschaft dem Windsurfen verschrieben. Vater Werner Schenk stand vor fast 30 Jahren das erste Mal auf einem Brett, nachdem ihn ein Kollege dazu motiviert hatte. Mit seiner Begeisterung für diesen Wassersport steckte er auch seine beiden Kinder Fabian und Mirjam an. Nur seine Frau Ursula konnte er von diesem Sport noch nicht überzeugen. Trotzdem unterstützt sie ihre Familie und fährt gerne an die Regatten mit, selbst wenn dafür weite Wege in Kauf zu nehmen sind. Denn es stehen auch internationale Wettkämpfe auf dem Programm.

Wind gibt grünes Licht
Ab Ostern freut sich die Familie Schenk über jede Brise, da im Frühjahr mit dem Schweizer Cup die offizielle Saison beginnt. Als Mitglied des Windsurfing-Clubs Steckborn brettern die Schenks meistens über den Untersee. «Wir fahren aber auch an den Urner- oder Walensee», sagt Werner Schenk. Bei diesem Hobby müsse man flexibel sein und sich an die Wetterverhältnisse anpassen. Deshalb transportieren die Schenks ihre Bretter und Segel mit Wohnmobil und Anhänger – eine zeitaufwendige Angelegenheit. Jetzt im Winter wird die komplette Ausrüstung erst einmal verstaut.

Um sich in Form zu halten, wird statt auf Wasser auf Schnee gefahren. Vor allem die 15-jährige Mirjam nimmt mit Begeisterung an Ski-Rennen teil. Lachend meinen sie und ihre Mutter: «Dann sind wir noch in den Bergen, während die anderen beiden schon wieder am Surfen sind.»
Vernünftiger Ehrgeiz

Fabian Schenk fiel diese Saison immer wieder durch Spitzenplätze auf. Bei den Junioren wurde er trotz einer Fussverletzung im Frühjahr Zweiter in der Disziplinen-Gesamtwertung Formula. Und am internationalen Surfmarathon in Steckborn belegte er hinter Profi und Olympiateilnehmer Richard Stauffacher den hervorragenden 2. Platz. Doch zufrieden gibt sich der ehrgeizige Wassersportler mit diesen Resultaten nicht.

Für das Jahr 2010 hat er schon klare Ziele vor Augen: «An der Junioren-Weltmeisterschaft in Südfrankreich will ich im Slalom unter die ersten Zehn fahren», sagt Fabian bestimmt. Auf seine letzte Saison als Junior will er sich sorgfältig vorbereiten. «Leider haben wir keinen geregelten Trainingsbetrieb, da es in der Region zu wenig junge Windsurfer gibt», erklärt Fabian. Mit Sebastian Kördel und Florian Bandel aus Deutschland habe er aber zwei gute Trainingskollegen gefunden.

Ursprünglich hatte Fabian Schenk den Wunsch gehegt, an den Olympischen Spielen 2012 in London teilzunehmen. Dieses Ziel muss der Aadorfer aber vorerst zurückstecken, da er eine Lehre als Konstrukteur macht, was für ihn momentan Priorität hat. «Windsurfen ist in der Schweiz eine Randsportart», verdeutlicht der junge Wassersportler. Da sei es vernünftiger, nicht alles auf eine Karte zu setzen.


Fabian (l.) und Werner Schenk surfen nicht nur auf dem Bodensee - sondern wie hier auch auf dem Silvaplanersee. Bild: wcs

12.12.09: Thurgauer Sportlerwahl 2009

Heute Samstag erfolgt der Start zur Thurgauer Sportlerwahl 2009. Neben acht Einzelsportlern und sechs Mannschaften sind auch drei Newcomer nominiert.

Die Thurgauer Sportlerwahl wird 2009 bereits zum 31. Mal unter dem Patronat der «Thurgauer Zeitung», des «Tagblatt Thurgau» und des kantonalen Sportamtes in Frauenfeld durchgeführt. Abgeschlossen wird sie mit einer Feier am Freitag, 19. Februar 2010, im Amriswiler Pentorama, die das Lokalfernsehen Tele D live überträgt.

Alle nominierten Einzelsportler, Mannschaften und Newcomer werden zur Schlussfeier eingeladen. Die Ränge 1 bis 3 bleiben bis zuletzt ein gut gehütetes Geheimnis. Erst an der Feier selbst wird bekannt gegeben, wer welchen Podestplatz belegt. Am Unterhaltungsabend mit sportlichen und musikalischen Einlagen wird auch der von der Sportlerwahl-Jury gewählte Sportförderer des Jahres geehrt. Dieser wird am 30. Dezember in den Medien porträtiert.


Titelverteidiger wieder dabei
An der Sportlerwahl 2008 nahmen rund 10'000 Leserinnen und Leser teil. Sie erkoren den OL-Weltmeister Daniel Hubmann zum Sportler des Jahres. Er verwies die Titelverteidigerin Linda Züblin (Leichtathletik) und Andrea Brühlmann (Schiessen) auf die Ehrenplätze. In der Teamwertung setzte sich der amtierende Schweizer Meister Volley Amriswil vor den Arboner Kanuten David und Remo Gubser sowie dem Frauenfelder Beachvolleyball-Duo Sascha Heyer/Patrick Heuscher an die Ranglistenspitze.

Die Nomination für die Thurgauer Sportlerwahl 2009 nahm Mitte November eine 14-köpfige Jury vor. Diese setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Peter Bär (Chef Sportamt Thurgau), Willi Hauser (Präsident Thurgauer Turnverband), Rolf Sonderegger (Präsident Vereinigung Thurgauer Sportverbände), Annemarie Keller (Technische Leiterin Plusport Thurgau), Mirko Spada (Schulleiter Nationale Elite Sportschule Kreuzlingen), Ruedi Stettler, Sportchef Thurgauer Zeitung); Ueli Däpp, (Sportredaktor Anzeiger Thurgau), Stefan Bernhard (Sportmoderator Tele D); Bruno Giger (Sportreporter Radio Top), Thomas Bächle (Tele Ostschweiz), James Wehrli (Sportreporter Radio aktuell), Markus Scherrer (Sportchef St. Galler Tagblatt), Patrick Hug (Tagblatt Thurgau) und Markus Rutishauser (Sportredaktor Tagblatt Thurgau).

Neu per SMS
Für die Thurgauer Sportlerwahl gibt es in diesem Jahr drei Möglichkeiten zur Stimmabgabe: den Zeitungstalon (siehe Sonderseite 17) abschicken, per Internet (www.thurgauer-sportlerwahl.ch) oder per SMS an die Nummer 266 (Keyword auf der Sonderseite). Die Wahl läuft bis am 16. Januar 2010. Alle Stimmenden nehmen automatisch am Wettbewerb teil, bei dem es drei attraktive Preise zu gewinnen gibt. Zudem werden wiederum jeweils 100 Leser der «Thurgauer Zeitung» und des «Tagblatt Thurgau» zur exklusiven Wahlfeier vom 19. Februar 2010 in Amriswil eingeladen.

An der Wahl online teilnehmen >

12.12.09: Brad Butterworth zum 33. America's Cup

Brad Butterworth gibt ein Update zu Alinghi und den Vorbereitungen auf den 33. America's Cup.

Brad Butterworth, der Team-Skipper von Alinghi, gab am Donnerstag am World Yacht Racing Forum in Monte Carlo vor 350 Vertretern der Segel-Gemeinschaft ein Update über Alinghi und die Vorbereitungen auf den 33. America's Cup. Der vierfache Gewinner des America's Cup erinnerte das Publikum an die Grundregeln des America's Cup: "Das Gründungsdokument des America's Cup ist die Deed of Gift. Die Regeln können angepasst werden, falls die Parteien gegenseitig übereinstimmen, ein Beispiel dafür ist der sehr erfolgreiche 32. America's Cup. In diesem Fall liegt jedoch keine gegenseitige Übereinstimmung vor und das bedeutet, dass die Regeln des titelverteidigenden Klubs gelten und dass der Defender den Austragungsort wählt. Der Challenger bestimmt das Boot und das Datum."


Brad Butterworth (Photo credit: Gianni Armiraglio)

Er sprach enthusiastisch über den Katamaran Alinghi 5 und strich einige der grossen Zahlen heraus, mit denen sich die Segelcrew an Bord täglich konfrontiert sieht: Der Gennaker ist 1100 Quadratmeter - einer der drei Grössten weltweit - der Druck auf den Mast entspricht 50 Geländewagen, die übereinandergelegt sind auf einem Grund kaum grösser als ein Tennisball... Die Hauptbotschaft war, dass diese Boote das Hochmodernste punkto Technologie sind und es Spass macht, auf ihnen zu segeln: "In Zukunft", sagte Brad, "sollten wir ernsthaft überlegen, einen Multi-Challenger-America's Cup auf Mehrrümpfern durchzuführen." Er bestätigte, dass Alinghi bereit sein wird, am 8. Februar 2010 zu segeln, egal ob das Rennen in Valencia oder Ras al-Khaimah stattfindet und äusserte einen Wunsch: "Ich würde hoffen, dass der Verlierer grossmütig ist und beiseite tritt, um dem neuen Defender und den Challengern zu erlauben, vorwärtszugehen, ungestört von Rechtsklagen."

Er unterstrich Alinghis Zukunftsvision mit dem Challenger-Diskussionspanel, welches folgte und sagte: "Ich denke, alle haben realisiert, welcher Erfolg der 32. America's Cup war und das wäre ein tolles Modell, auf dem man aufbauen könnte. Falls wir genügend Glück haben und erneut gewinnen, hätten wir sehr gerne einen 34. America's Cup mit vielen Teams aus vielen Nationen und wir möchten den Bootstyp mit den Challengern diskutieren."


Alinghi 5 segelte am 4. Dezember 2009 mit neuem Bugspriet in Ras al-Khaimah, VAE.
(Photo credit: Javier Salinas / Alinghi)

Freitag, 11. Dezember 2009

11.12.09: America's Cup soll länger dauern

Der 33. America's Cup, um den ab dem 8. Februar 2010 voraussichtlich vor Valencia (Sp) gesegelt wird, soll nicht nur über zwei Gewinn-Regatten (best of 3), sondern im Best-of-Five oder Best-of-Seven-Modus bestritten werden.

Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer BMW-Oracle einigten sich offenbar am Donnerstag während einer Sitzung in Valencia auf einen längeren Wettkampf. Nächste Woche wird das Gericht in New York bekannt geben, ob der America's Cup wirklich im Februar vor der spanischen Küste stattfinden wird.

Beide Syndikate begründeten den Schritt damit, dass sie viel Geld in die Entwicklung ihres Katamarans (Alinghi) und Trimarans (Oracle) investiert hätten und deshalb ihre Boote in mehreren Regatten dem Publikum präsentieren wollen. Der traditionelle America's Cup, bei dem mehrere Syndikate teilnehmen, wird im Best-of-Seven-Modus ausgetragen.

11.12.09: Schiffsaufbrüche geklärt

ARBON. Die Kantonspolizei Thurgau hat drei 15-jährigen Jugendliche zahlreiche Schiffsaufbrüche im September und Oktober nachgewiesen.

Bei den im Kanton Thurgau wohnhaften Jugendlichen handelt es sich um zwei Portugiesen und einen Brasilianer, wie die Polizei mitteilt. Sie haben der Polizei gestanden, bei den Hafenanlagen in Arbon in rund 20 Schiffe eingestiegen zu sein. Die Straftaten verübten sie zwischen Ende September und Anfang Oktober 2009 in wechselnder Zusammensetzung.

Dabei stahlen sie unter anderem Feldstecher, Taschenmesser und elektronische Geräte im Gesamtwert von einigen tausend Franken. Weiter verköstigten sie sich teilweise an Bord. Ein Teil des Deliktsgutes konnte laut Polizei sichergestellt werden.

Als Motiv gaben die Täter Langeweile an. Sie richteten insgesamt einen Sachschaden von mehreren tausend Franken an. Die Jugendlichen wurden bei der Jugendanwaltschaft des Kantons Thurgau angezeigt. (kapo)



Idyllische Winterpause Fährehafen Romanshorn (Bild: Andrea Kern)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

09.12.09 - 50 Jahre Polizeichef-Vereinigung Bodensee

Im Rahmen eines Festaktes wurde am heutigen Mittwoch, dem 09.12.2009, das 50-jährige Bestehen der Polizeichef-Vereinigung Bodensee gewürdigt. Der Feierstunde im Friedrichsaal der Polizeidirektion Konstanz wohnten der Generaldirektor der österreichischen Polizei, Dr. Herbert Anderl, der Inspekteur der Polizei Baden-Württemberg, Dieter Schneider, sowie die Leiter der Landespolizeidirektionen Freiburg und Tübingen, Bernhard Rotzinger und Dietrich Moser von Filseck, und natürlich die Polizeichefs rund um den Bodensee bei.

Der derzeitige Präsident der Polizeichef-Vereinigung Bodensee, Adrian Hasler aus Liechtenstein begrüsste die Gäste. Während Inspekteur Dieter Schneider in seiner Festansprache über die Entwicklung und Zukunft der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit in Europa referierte, informierte der Leiter der Polizeidirektion Konstanz Uli Schwarz über 50 Jahre Polizeiarbeit am See. Musikalisch untermalt wurde der Festakt durch das Blechbläserquintett des Freizeitmusikkorps der Polizeidirektion Konstanz. Mit einer Sternfahrt mehrerer Polizeiboote wurde die beispielhafte polizeiliche Zusammenarbeit rund um den Bodensee symbolisiert.

Inspekteur der Polizei Dieter Schneider würdigte in seiner Festrede die für ganz Europa modellhafte und sehr erfolgreiche Arbeit der Polizeichef-Vereinigung Bodensee. Er sagte: “In den vergangenen 50 Jahren sind in der Bodensee-Region entschlossene Polizeiführer den Problemen nie aus dem Weg gegangen, sondern haben im Interesse der Sicherheit und des Schutzes der Menschen gemeinsam und konstruktiv pragmatische Lösungen erarbeitet. Nicht umsonst ist die polizeiliche Zusammenarbeit am Bodensee herausragend gut.“

Schneider betonte, dass sich die polizeiliche Zusammenarbeit in Europa von bescheidenen Anfängen ausgehend sehr dynamisch entwickelt habe. Der Durchbruch sei mit der Aufhebung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen gelungen. Schengen stehe einerseits für die uneingeschränkte Reisefreiheit der Menschen in Europa und habe zugleich die polizeiliche Zusammenarbeit ganz ent­scheidend vorangebracht. Europol, der Vertrag von Prüm, die Einrichtung gemeinsamer Zentren der Polizei- und Zollzusammenarbeit und nicht zuletzt die wegweisenden Polizeiverträge zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich seien weitere Meilensteine gewesen. Auf das Erreichte könne man zu Recht stolz sein. Ganz entscheidend sei jedoch die praktische Umsetzung der Zusammenarbeitsregelungen vor Ort. Inspekteur Schneider: „In der Bodenseeregion ist die enge, direkte, unbürokratische und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Polizeien aus vier Staaten über Jahrzehnte gewachsen und Beispiel gebend.“

In die Zukunft gerichtet stellte Schneider fest: „Bei all den positiven Entwicklungen sehe ich auf der europäischen Ebene weiteren Handlungsbedarf. Eine europaweite gemeinsame Strategie für die innere Sicherheit ist grundlegende Voraussetzung, um die zukünftigen Herausforde­rungen zu meistern. Ziel muss es sein, die Europäische Union auch zu einer Sicherheitsunion auszubauen. Hierzu zähle ich die Einführung eines europaweiten modernen Informationsmanagements, das darauf ausgerichtet ist, den grenz­überschreitenden polizeilichen Informationsaustausch weiter zu ver­einfachen, zu intensivieren und zu beschleunigen.“ Schneider stellte ferner fest, dass es inzwischen zu viele einzelne, sich teilweise überschneidende Regelungen für die polizeiliche Zusammenarbeit gebe. „Die Polizeien in Europa brauchen dringend einen einheitlichen Polizeikodex, ein praxisorientiertes Regelwerk aus einem Guss mit transparenten und praktikablen Vorschriften, die ihnen die erforderliche Handlungssicherheit und die notwendigen Handlungsspielräume geben“, so der baden-württembergische Inspekteur.

Uli Schwarz erinnerte an die Geburtsstunde der Polizeichef-Vereinigung. Am 9. Dezember 1959 fand in Konstanz die erste Sitzung statt. Sie ist somit die dienstälteste Vereinigung dieser Art in Europa. Herr Schwarz wies daraufhin, dass zahlreiche wegweisende Absprachen und Beschlüsse durch das Gremium getroffen wurden. So wurde 2001 ein Sicherheitslagebild für die Bodenseeregion entwickelt. Auf der operativen Ebene fanden in den letzten Jahren zahlreiche gemeinsame Einsätze, beispielsweise anlässlich der Fußball WM und EM, der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf oder bei regelmäßig wiederkehrenden Ereignissen wie dem Konstanzer Seenachtfest oder den internationalen Messen in Friedrichhafen, statt.

Samstag, 5. Dezember 2009

05.12.09: Alinghi-Fans aufgepasst !

Die neue Odlo-Alinghi Technical Clothing Kollektion wurde gestern an der Pariser Bootsmesse präsentiert.


Loïck Peyron, Mitglied des Alinghi-Segelteams, und Yves Loisance, Manager Odlo Frankreich
(Photo credit: Alinghi)

Die technische Segelbekleidung, die Odlo, Alinghis offizieller Bekleidungsausrüster, für den 33. America’s Cup kreiert hat, wurde heute am Salon Nautique in Paris präsentiert. Zur Kollektion von Alinghi gehören eine Salopette und ein Smock sowie Funktionsunterwäsche, die das Team bei kälteren Temperaturen tragen wird.

Loïck Peyron vom Alinghi-Segelteam erklärte, weshalb Odlo anders ist als andere Marken: „Odlo ist ein Brand mit echter Erfahrung unter Winterbedingungen, die ähnlich sind, wie die Bedingungen, die auf solch schnellen Booten herrschen. Sehr interessant ist beispielsweise die Arbeit, die mit Alinghi zu Trockenanzügen gemacht wurde. Auf einem Mehrrümpfer hat es immer viel Wind, deshalb brauchen wir Bekleidung, die dem standhalten kann und atmungsaktiv ist. Die Qualität und die Verarbeitung aller Odlo-Produkte ist beeindruckend.“

„Diese Bekleidungslinie haben wir über den ganzen Entwicklungsprozess mit Alinghi kreiert, um die Performance der Bekleidung zu verbessern. Entstanden ist eine Linie, die bequem, flexibel, atmungsaktiv sowie wasser- und windfest ist. Wo immer der Cup gesegelt wird: Das Team wird das perfekte Outfit haben“, sagte Yves Loisance, Manager von Odlo Frankreich.

Eine limitierte Serie dieser technischen Kollektion sowie eine brandneue Herren- und Damenkollektion wird nach Weihnachten auf www.alinghishop.com und bei ausgewählten Odlo-Händlern verfügbar sein.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

03.12.09: Trainingsalltag von Sebastian Wiedemann, Laser Segler mit Ziel London 2012

Traumziel Olympia! Der Stuttgarter Laser-Segler erzählt von seinem neuen Trainingsumfeld in Kiel.

Sebastian, du wohnst nun seit Anfang September fest in Kiel am Trainingsstandort für olympisches Segeln. Wer/Was hat dich maßgeblich zu diesem Schritt beeinflusst?
Maßgeblich beeinflusst hat mich die Tatsache, dass hier in Kiel optimale Bedingungen für Segelsportler vorhanden sind. Es hat jeden Tag Wind und ich kann mit den besten deutschen Seglern trainieren. Hinzu kommt eine hervorragende Infrastruktur wie Bootshalle, Kraftraum, Sporthalle, Physiotherapie, Sauna. Nicht zu vergessen der kompetente Trainerstab am Stützpunkt. Besser geht es also nicht!

Wenn wir gerade bei Infrastruktur sind. Wie lange brauchst du von deiner Wohnung bis du auf dem Wasser bist?
Wenn ich mich beeilen würde wäre ich wahrscheinlich innerhalb von 15min. umgezogen an der Slipanlage. Das Boot steht immer segelfertig in der Bootshalle und hinter der wohne ich quasi. Hinzukommt, dass ich von meiner Wohnung aus aufs Meer hinausschauen kann. Wenn es also mal windstill sein sollte, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist, kann ich gleich Sportsachen anziehen und eine Konditionseinheit in der Sporthalle einschieben.

Du bist ja zur Zeit in zwei Vereinen Mitglied. Wie ist das geregelt, für welchen Verein startest du?
Momentan gibt es da keine Zweifel. Ich komme aus Stuttgart und starte auch für den Stuttgarter Segel-Club. Anfang diesen Jahres bin ich zusätzlich noch in Yacht-Club Langenargen eingetreten, das ist richtig. Eventuell besteht da die Möglichkeit einer zukünftigen Kooperation beider Vereine. Wir werden sehen.

Was genau hat sich nun hinsichtlich Deines Trainings verändert?
Der große Unterschied zu meinem früheren Trainingsalltag besteht in der Anzahl und Intensität der Wassereinheiten. Wie bereits erwähnt hat es quasi jeden Tag Wind und Welle und das nicht zu wenig. Somit steht einem täglichen Wassertraining eigentlich nichts im Weg. Momentan habe ich aber schwerpunktbedingt „nur“ vier Wassereinheiten in der Woche.

Was meinst du mit „schwerpunktbedingt“?
Damit meine ich, dass mein Trainingsschwerpunkt momentan auf einer Gewichtszunahme liegt. Ich absolviere dreimal in der Woche ein spezielles Krafttraining, was mit langen Regenerationszeiten verbunden ist, wodurch mehr Wassereinheiten sich kontraproduktiv auf das Muskelwachstum auswirken würden. Das angepeilte Ziel heißt 80kg bis zur nächsten Saison, dabei werden mich die Produkte von PowerBar unterstützen. Momentan zeigt die Waage 76,5kg an. 2kg sind schon geschafft!

Ich gehe einmal davon aus, dass zu einer Gewichtszunahme auch eine ordentliche Ernährung gehört. Musst du nun selbst für dich kochen?
Ja das muss ich leider. Es hat aber auch positive Seiten. Man lernt etwas fürs Leben und gleichzeitig muss man sich zwangsweise mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Dies ist grundsätzlich für jeden Sportler ein wichtiges Thema. Zum Glück wohne ich aber mit einem Finnsegler zusammen, der auch noch ein hervorragender Koch ist. Das erleichtert das Ganze natürlich auch, sodass es an einer ausgewogenen Ernährung nicht mangelt.

Du hast uns bereits einen kleinen Einblick in deinen Trainingsalltag gegeben. Das ist aber bestimmt noch nicht alles. Wie genau sieht momentan eine komplette Trainingswoche bei dir aus?
Mein wöchentlicher Trainingsumfang beträgt 26 Stunden. Am Montagmorgen startet die Woche mit der ersten Krafteinheit von 10-12 Uhr. Anschließend geht es von 14-16.30 Uhr aufs Wasser. Der Dienstag beginnt etwas entspannter mit einer lockeren Radeinheit. Nachmittags geht es dann wieder für gut zwei Stunden aufs Wasser. Im Anschluss daran werden dann noch für zwei Stunden die koordinativen Fähigkeiten in der Halle trainiert. Wenn dieser lange Tag geschafft ist kann ich mich schon wieder auf die nächste Krafteinheit am Mittwochmorgen freuen. Am Nachmittag stehen dann nur noch Stabilisationsübungen für den Rumpf auf dem Programm. Der Donnerstag ist mein persönlicher Lieblingstag der Woche. Zwei Wassereinheiten und anschließend zwei Stunden Fußball in der Sporthalle zum Lockern. Dieser Tag macht am meisten Spaß! Nun ist die Woche auch schon fast vorbei. Am Freitagvormittag gibt es nochmals eine letzte Krafteinheit. Nach zwei Stunden Mittagspause stehen dann nochmal Stabilisationsübungen für den Rumpf an. Das Wochenende dient dann größtenteils der Entspannung mit ein paar Theorieeinheiten. Die Regeneration der Muskeln steht aber im Vordergrund, d.h. Saune, Physiotherapie, gutes Essen und Beine hochlegen!

Wenn wir nun über deinen Trainingsalltag gesprochen haben, wofür bereitest du dich vor?
Mein Saisonhöhepunkt 2010 ist die Junioren-Weltmeisterschaft in England Anfang September. Darauf wird alles ausgerichtet sein. Die Saison werde ich Anfang März mit einem Trainingslager und anschließendem Worldcup in Palma beginnen. Ansonsten wird die Saison stärker aus Trainings als aus Wettkämpfen bestehen, da die optimalen Bedingungen nun vor meiner Haustür sind.

Und was ist dein sportliches Ziel?
Mein sportliches Traumziel ist ganz klar die erfolgreiche Teilnahme an den olympischen Spielen 2012 und/oder 2016. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Momentan bin ich noch auf der Suche nach weiteren Partnern und Sponsoren, die mein Projekt begleiten und unterstützen.

Zur Person: Sebastian Wiedemann
- 1990 wird Sebastian am 14. April in Stuttgart geboren.
- 1997 beginnt er beim Stuttgarter Segel-Club auf dem Max-Eyth-See mit dem Segeln.
- 2004 wechselt er von der Einsteiger-Bootsklasse Optimist in die vorolympische Bootsklasse Laser Radial und wird dort 2007 sowohl bei der Jugend als auch bei den Aktiven Internationaler Deutscher Vizemeister.
- Seit 2008 segelt er in der olympischen Klasse Laser Standard
- Schule: allgemeine Hochschulreife 2009 (1,8)
- Beruf: Sportzivildienstleistender
- Vereine: Stuttgarter Segel-Club Sport: Leistungssport Segeln, D4-Kadermitglied, OSP Stuttgart Team London 2012, Laser Team Germany, RotWeiss-Sailingteam
- Weitere Infos unter www.hp-sailing.com



Mittwoch, 2. Dezember 2009

02.12.09: Segler begrüssen Hafensanierung

Die Liegeplätze der SBS AG werden teurer und auch die Hafenmiete wird steigen. Ein Sturm der Entrüstung blieb an der GV des Yachtclubs Romanshorn (YCRo) vom vergangenen Samstag allerdings aus.

Alois Degenhardt
Einen Jahrerückblick mit negativen und positiven Vorzeichen hatte Yachtclub-Präsident Ruedi Schellenberg für die GV angekündigt und überliess Gemeinderat Peter Eberle als Präsident der Hafenkommission eine der eher negativen Mitteilungen. Die erste schlechte Nachricht: die Gemeinde muss die Hafenmiete um fünf Prozent ehrhöhen. "Gemeinderat und Hafenkommission mussten diesen Schritt nach der 1,65 Millionen teuren Hafensanierung beschliessen, um Schulden zu tilgen und neue Substanz aufbauen zu können", begründete Eberle die Massnahme.

Spürbarer, nämlich um 60 Prozent, wird sich die Mieterhöhung für Segler auswirken, die an der Mole 1 im Fährhafen liegen. Dies SBS müsse nach der Realisation der 70 neuen Plätze ihre Investitionen wenigstens teilweise auf diesem Wege amortisieren, heisst es. "Sie wollte die Liegeplätze anfänlich direkt an die Bootsbesitzer vermieten, doch zum Glück konnten wir wie bisher einen 10jährigen Kollektivvertrag aushandeln", teile Ruedi Schellenberg mit. Fällig für Parkplatznutzer wird überdies eine Jahresvignette von 100 Franken, ohne Anspruch auf einen freien Platz allerdings. Der Vorstand, so Schellenberg weiter, habe im Zuge seiner Beratungen Pläne über einen Anbau am Vereinshaus Mole inzischen auf Eis gelegt.

Dass im Vereinsjahr vor allem das Segeln im Mittelpunkt stand, geht aus den Berichten der Ressortleiter hervor. Unter dem Motto "cool and clean" trafen sich Jugendliche aus verschiedenen Vereinen bereits Ende März bei anspruchsvollen Wetterverhältnissen zum Intensivtraining mit Alinghi-Mitgliedern. Unter kurzfristig auftretenden Terminkollisionen litt die Beteiligung an der Bodenseemeisterschaft der Traditionsklassen, nachdem bereits zuvor die Jollenregatta mangels Anmeldungen abgesagt werden musste. Dass Segeln ein Sport fürs Leben ist, erlebte die Versammlung am Beispiel von Rolf Hügli, der für seine 50jährige Aktivmitgliedschaft geehrt wurde.

"Blauer Anker" für die Umwelt
Dass Wassersportler entscheidend zur Reinhaltung des Bodensees beitragen können, schilderte Hans-Lucius Studer, Präsident des internatinalen Wassersportvereingiung Bodensee (IWGB) in seinem Referat zum Umweltprogramm "Blauer Anker". Nachdem ein gemeinsames Vorgehen mit den Initianten der "Blauen Flagge" nicht möglich war, werde dies von 25 Verbänden getragene Umweltauszeichung speziell für die Bedürfnisse des Bodensees immer begehrter. Ehrenamtliche Auditoren zertifizieren die Hafen- und Wassersportanlagen nach einem strengen Kriterienkatalog, der vor allem die Themen Sicherheit und Umweltverträglichkeit in den Mittelpunkt stellt. Hafenbetreiber werden durch Merkblätter und Fachliteratur unterstütz, aber auch an Fahtagungen für Umweltbeauftragte sensibilisiert.