Sonntag, 31. Mai 2009

31.05.09: Die Finalisten stehen fest

Nach einem langen Tag stehen die Finalisten endlich fest. Damien Iehl und Ben Ainslie konnten sich nach jeweils 5 Matches durchsetzen und ziehen morgen früh ins Finale ein. Semi-Fianl 1 >, Semi-Final 2 >


Olympiasieger „Big Ben“ Ainslie fordert Titelverteidiger Iehl am Pfingstmontag zum Finalduell auf dem Bodensee.

Fast zehn Stunden dauerten die dramatisch spannenden Viertel- und Halbfinalrennen am Pfingstsonntag an, dann erst war das Traumfinale im Match Race Germany perfekt: Der erfolgreichste Olympiasegler des dritten Jahrtausends fordert am Pfingstmontag Titelverteidiger Damien Iehl zum Duell. Der dreimalige Goldmedaillengewinner „Big Ben“ Ainslie und sein America´s Cup-Team Origin kämpfen gegen das französische French Match Racing Team um Damien Iehl um den Sieg im einzigen deutschen Matchrace Grand Prix.

Die beiden anderen Halbfinalisten dagegen mussten ihre Träume vom Sieg beim Großen Preis von Deutschland begraben. Das Yanmar Racing Team des viermaligen australischen Weltmeisters Peter Gilmour, der das Match Race Germany in der Vergangenheit drei Mal gewinnen konnte, unterlag Ben Ainslie mit 2 : 3. Der französische Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard musste sich im Halbfinale dem selbst gewählten Gegner und Trainingspartner Iehl mit 1.5 : 3 knapp geschlagen geben. Gilmour und Richard segeln am Montag um den verbleibenden dritten Platz auf dem Matchrace-Podium.

Altmeister Peter Gilmour zeigte sich aber als fairer Verlierer: „Wir haben heute zwei Starts verrissen. Ich kann Ben nur zu seinem Sieg gratulieren.“ Ainslies eigene Analyse des umkämpften Duells gegen den fast 20 Jahre älteren fünfmaligen America´s Cup-Teilnehmer klang so: „Wir waren heute zehn Stunden auf dem Wasser. Es war ein langer Tag. In den ersten beiden Rennen haben wir gut gesegelt. Dann gab es ein Fleetrace mit uns und einigen Gästen. Wir haben dadurch unseren Roten Faden verloren, aber Peter hat die Unterbrechung offenbar stark gemacht. So nutzte er die Möglichkeit, zwei Rennen in Folge zu gewinnen. Im letzten Rennen hatten wir dann einen guten Start. Und Ian Percy hat einen fantastischen Job gemacht und jede Böe perfekt angesagt. Nun freuen wir uns auf die morgige Herausforderung. Damien Iehl ist offenbar sehr gut im Umgang mit diesen Booten...“

Das bislang spannendste Duell der Serie hatten sich im Viertelfinale Ben Ainslie und sein Landsmann und Doppel-Weltmeister Ian Williams geliefert. Die beiden britischen Segelschwergewichte schenkten sich nichts, zogen alle Register ihres Könnens. In ihrem „Battle of Britain“ verhängten die Schiedsrichter in sechs Duellen ein halbes Dutzend Penalties. Von Ainslies Boot ging Crew-Mitglied und Olympiasieger Ian Percy unfreiwillig baden und klagte lächelnd: „Das war viel zu kalt.“ In einer Kollision rasierte Ainslies Mast das Achterstag (Masthalterung) auf dem Boot von Williams ab. Der wiederum musste nach einer Kollision einen Punktabzug durch die Jury hinnehmen.


Finale Duelle am Montag morgen

Das Finale werden am Montag früh Damien Iehl und Ben Ainslie bestreiten. Alle Zuschauer, die morgen die Duelle live verfolgen möchten, sollten sich bereits morgen früh vor Ort einfinden. Die Siegerehrung wird am frühen Nachmittag stattfinden.

31.05.09: Richard, Gilmour, Iehl & Ainslie im Halbfinale:Richard wählt Traininspartner Iehl zum Gegner

Olympiasieger Ben Ainslie hat sich seinen Platz im Halbfinale erkämpft. Im rein britischen Duell gegen den amtierenden Matchrace-Weltmeister Ian Williams bewies der 32-jährige dreimalige Goldmedaillengewinner Ainslie bessere Nerven als sein Gegner und gewann das spektakuläre Duell am Samstag Vormittag mit 3:2.25 Punkten.

Der „Battle of Britain“ bot auf dem Bodensee im Viertelfinale alles, was ein hochkarätiges Matchrace bieten kann: Die Schiedsrichter vergaben allein in den sechs leidenschaftlich umkämpften Begegnungen der beiden Briten ein halbes Dutzend Penalties. Von Ainslies Boot ging nach einem verunglückten Manöver am Freitag Nachmittag Olympiasieger Ian Percy unfreiwillig baden. In einer Kollision rasierte Ainslies Mast das Achterstag von Williams Mast ab. Doch auch Williams musste den Abzug von einem Dreiviertelpunkt verkraften. Die beiden smarten Engländer schenkten sich nichts: Enge Manöver, Proteste und viel Geschrei beim Runden der Tonnen prägten das Prestige-Duell der beiden Segelschwergewichte.

Die zweite Viertelfinalbegegnung zwischen dem italienischen Team von Francesco Bruni und dem französischen Titelverteidiger Damien Iehl verlief ruhiger. Iehls Crew segelte mit 3:1 Siegen souverän ins Halbfinale, für das sich der Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard und der viermalige Weltmeister Peter Gilmour (Australien) am Vortag bereits direkt qualifiziert hatten.

Dem Reglement entsprechend durfte sich Richard als Spitzenreiter der Vorrunde seinen Gegner aus den anderen drei Halbfinalisten wählen. Er entschied sich für seinen Landsmann Damien Iehl und sagte: „Es wird ein französischer Kampf um den Einzug ins Finale. Ich hätte nicht gerne gegen Peter Gilmour gesegelt, aber zwischen Damien und Ben sehe ich keine großen Unterschiede.“ Damit treffen im zweiten Semifinale Peter Gilmour und Ben Ainslie aufeinander. Die Halbfinal-Duelle sowie das Match um die Plätze fünf und sechs zwischen den Teams von Ian Williams und Francesco Bruni begannen am Sonntag Nachmittag. Bleiben Sie dran!

31.05.09: BATTLE OF BRITAIN:DER BODENSEE BRENNT!

Die Viertelfinal-Begegnungen haben begonnen. Während das Duell zwischen dem Italiener Francesco Bruni und Titelverteidiger Damien Iehl beim Stand von 1:1 am Samstag zunächst ausgeglichen verlief, kam es in der zweiten Paarung zum erwarteten “Battle of Britain”: Die beiden Auftaktrennen im Aufeinandertreffen der britischen Segelschwergewichte Ben Ainslie und Ian Williams boten spektakuläre Szenen, einen Mann über Bord (Olympiasieger Iain Percy), fünf Penaltys, eine Schwarze Flagge für Ainslies America´s Cup Team Origin nach einem unfreiwilligen Sonnenschuss und am Abend noch eine Dreiviertel-Punktstrafe für Ian Williams. Im Prestige-Duell zwischen dem dreimaligen Olympiasieger Ainslie und dem amtierenden Matchrace-Weltmeister Williams steht es am Samstag Morgen 1.25 :0. Die Fortsetzung am heutigen Sonntag dürfte ähnlich spannend verlaufen.

Samstag, 30. Mai 2009

30.05.09: VOR - PUMA Ocean Race gewinnt IN-PORT-RACE

Erstmals gewinnt PUMA Ocean Race ein IN-PORT-RACE und kann den Rückstand um einen halben Punkt auf Telefonica Blue, die zweite wurden, veringern. Dritte im Fleet Race wurden Telefonica Black. Die Führenden Ericsson 4 landeten auf dem 5. Platz!

Ergebnis:
1. PUMA Ocean Race 4 Pte
2. Telefonica Blue 3.5 Pte
3. Telefonica Black 3 Pte
4. Ericsson 3 2.5 Pte
5. Ericsson 4 2 Pte
6. Delta Lloyd 1.5 Pte
7. Green Dragon 1 Pt
8. Team Russia DNS


PUMA liegt vor Ericsson 4 (Rick Tomlinson/Volvo Ocean Race)

30.05.09: Richard und Gilmour katapultieren sich ins Halbfinale

Ben Ainslie nach furiosem Comeback im Viertelfinale.

Das Traumwetter am Bodensee hält an, die dreitägige Vorrunde im 12. Match Race Germany ist abgeschlossen. Der viermalige Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (Australien) und der Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard (Frankreich) haben sich mit jeweils acht von elf möglichen Siegen direkt für die Halbfinalläufe am Sonntag qualifiziert. Vier weitere Mannschaften kämpfen seit Samstag Nachmittag um die verbleibenden Plätze im Semifinale.

Zwölf Teams aus sieben Nationen waren am Donnerstag in Deutschlands einzigen Matchrace Grand Prix gestartet. Sechs kamen durch die erste Runde, sechs schieden nach den ersten 66 Duellen am Samstag bei Winden bis zu fünf Beaufort aus. Darunter auch der einzige deutsche Steuermann Carsten Kemmling aus Hamburg. Der zog nach elf Niederlagen ohne einen einzigen Sieg nüchtern Bilanz: „Wir haben uns ordentlich präsentiert, mussten aber erkennen, dass wir in diesem Feld chancenlos sind. Deutschland kann im Matchrace schon seit einigen Jahren nicht mehr vorne mitspielen.“ Kemmling zollte auch dem hohen Niveau der Veranstaltung Respekt: „Was Harald Thierer und Eberhard Magg an Land sowie Rudi Magg auf dem Wasser aufgebaut haben, hat Weltklasseformat. Deswegen kommen die internationalen Profis auch gerne hierher. Kein anderer Stop der World Match Racing Tour ist so gut organisiert wie dieser. Die Segelbedingungen waren manchmal anderswo besser, doch auch das gilt in diesem Jahr nicht: Das Wetter war 2009 der Hammer!“

Auch der einzige Schweizer Steuermann Eric Monnin musste mit zwei Siegen und neun Niederlagen als Elfter der Vorrunde die Segel streichen und sagte: „Wir hatten heute einen guten Lauf, sind aber mit unseren Leistungen insgesamt nicht ganz zufrieden. Das Niveau im internationalen Matchracing ist enorm gestiegen. Früher durften wir nicht davon träumen, einen Mann wie den vierfachen Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour zu schlagen. Wir kamen trotzdem weit nach vorne. Heute gewinnen wir sogar ein Match gegen ihn, haben aber keine Chance auf den Einzug in die nächste Runde. Viele Teams haben sich radikal professionalisiert, reisen mit Trainer an...“ Ausgeschieden sind auch die jungen Mannschaften um Adam Minoprio (Neuseeland), Torvar Mirsky (Australien) und Routinier Björn Hansen aus Schweden. Der erfahrene Skandinavier sagte: „Wir haben zwei Rennen auf der Ziellinie verloren, zwei auf der Ziellinie gewonnen. Es war alles sehr knapp.“ Für die größte Überraschung sorgte am Samstag das frühe Aus des Weltranglisten-Ersten Seb Col aus Frankreich, dem als Achter der Vorrunde ein Drittelpunkt zum Überstehen des Cuts fehlte.

In der Viertelfinalrunde treffen seit dem späten Samstag Nachmittag der Italiener Francesco Bruni und Titelverteidiger Damien Iehl aus Frankreich aufeinander. Die zweite Begegnung ist rein britisch: Der amtierende Matchrace-Weltmeister Ian Williams fordert den dreimaligen Olympiasieger Ben Ainslie zum Prestige-Duell. Ainslie und sein America´s Cup-Team Origin standen nach mäßigem Auftakt noch am Freitag vor dem Aus, überstanden jedoch den Cut am Samstag nach furiosem Comeback und drei Siegen in Serie.

Während die Profis ihrem Publikum auf dem Wasser spektakulären Segelsport boten, strömten an Land so viele Gäste wie noch nie in der Geschichte des Match Race Germany in die kleine Zeltstadt im Langenargener Gondelhafen. Für Begeisterung und schöne Fotomotive sorgte zum Wochenend-Auftakt auch das erste Optimisten Team Race mit Segelnachwuchs aus der Bodensee-Region direkt vor den Zuschauertribünen im Hafen. Die Veranstalter rechnen bis zur Siegerehrung am frühen Pfingstmontag Nachmittag mit einem neuen Besucherrekord von bis zu 50.000 Fans und Urlaubern.

Ergebnisse >

30.05.09: Jugendregatta des YCL "Montfort Junior Trophy" ein voller Erfolg

Die attraktiven Preise, das Rahmenprogramm und nicht zuletzt das tolle Revier sowie die bekannt gute Organisation des YCL veranlassten insgesamt 66 Seglerinnen und Segler mit ihren Optis (30 Opti A, 36 Opti B) zur MJT 2009 vom 21. – 23. Mai nach Langenargen zu kommen.

Jugendleiter Christian Zartl begrüßten die Teilnehmer sehr herzlich, bevor Wettfahrtleiter Knut Kämpfert in der Steuermannsbesprechung die wichtigsten Dinge erläuterte. Nach längerem Warten hieß es dann doch noch „Auslaufen“. Die Hoffnung eine leichte Brise nutzen zu können wurde nicht erfüllt. Zwei Startversuche mussten abgebrochen werden und so ging der erste Tag ohne Race vorbei. So, wie auch bei anderen Regatten am Bodensee - kein brauchbarer Wind für eine Wettfahrt.

Am Freitag aber ging es schon früh zur Sache. Der WL hatte bereits auf 8:00 Uhr die Steuermannsbesprechung angesetzt und schickte anschließend die Segler bei einem lauen Lüftchen auf die Bahn, um doch jede sich bietende Chance zu nutzen.

Er ließ die Wettfahrt durchlaufen, wenngleich eine kapitale Winddrehung dazu führte, dass der Zieleinlauf Vorwind erfolgte. Aber es war mal ein Race „im Kasten“. Der Wind stabilisierte sich, so dass am Vormittag noch eine 2. Wettfahrt bei ordentlichen Bedingungen beendet werden konnte. Nach einer Mittagspause, der Wind legte inzwischen weiter auf gute 3 Bft. zu, folgten nachmittags zwei Wettfahrten bei Super Windbedingungen, einschließlich der bekannt schönen Welle vor Langenargen.

Im Opti A Feld war nach dem ersten Tag noch alles ziemlich offen. Es hatte recht kräftig bei den Ergebnissen gewürfelt, so dass sich die Favoriten noch nicht so klar absetzen konnten. Bei den Opti B war das etwas anders. Leon Zartl, 9-jähriger Sohn des YCL Jugendleiters Christian Zartl, hat zwei der vier Wettfahrten am 1 Regattatag gewonnen und damit schon mal signalisiert, dass er im Heimatrevier und vor heimischem Publikum eine gute Vorstellung abgeben möchte.

Am Samstag meinte es der Wettergott noch mal gut mit dem YCL, wieder Wind mit 2-3 Bft. So konnten bis zum frühen Nachmittag weitere drei, ganz reelle Läufe durchgezogen werden.

Im Opti A konnte Andreas Mutter zwei der drei Wettfahrten für sich entscheiden, die andere gewann Andreas Bäurle. Damit war die Entscheidung um den Gesamtsieg gefallen.
1. Andreas Mutter YCRA mit nur 8 Punkten
2. Andreas Bäurle SCLA 19 Punkten
3. Sebastian Uecker YCI 25 Punkte

An der Spitze der Opti B kämpften drei Jungs um den Gesamtsieg. Leon Zartl - sein Boot trägt den Namen „Teufelskerl“ („Nomen est Omen“) - hatte mit einem weiteren Sieg die Sache zu seinen Gunsten entschieden und mit 4 Punkten vor Tobias Bauer vom WYC gewonnen. Florian Mortier vom SCOE belegte den 3. Rang.

Noch zwei weitere YCL Opti B Segler waren unter die Top Ten gesegelt. Paul Wiessner gewann 2 der 7 Wettfahrten und sicherte sich dadurch Rang 6 im Endklassement. Sein Bruder Max wurde 7.

Dass 10 Teilnehmer im Opti B Feld aus dem YCL kommen, aber noch kein Starter im Opti A, zeigt den Kurswechsel in jüngster Vergangenheit, lässt aber für die Zukunft auch in dieser Kategorie Einiges erwarten. Eine Bestätigung guter Jugendarbeit im YCL.

Die „Montfort Junior Trophy“ erhielt allerseits höchstes Lob. Von Seglern, Eltern und Zuschauern. Alle Beteiligten, ob in der Organisation zu Wasser oder an Land, ebenso die vielen Helfer hatten großen Spaß daran gefunden, den jungen Seglern eine nahezu perfekte Regatta zu bieten. Die Premiere einer großen Jugendregatta des YCL ist ganz offensichtlich gelungen, und sie macht „Lust auf Mehr“! Wolf-Peter Niessen.





Fotos: Wolf-Peter Niessen, YCL

30.05.09: Crash-Tag bei Traumwetter auf dem Bodensee - Richard führt Vorrunde an, Ainslie vor dem Aus

Crashtag bei Traumwetter: Im Match Race Germany stellten zwölf Teams aus sieben Nationen am Freitag ihr Können unter Beweis. Spitzenreiter ist nach 48 von 66 Duellen der Vorrunde die Mannschaft um den französischen Weltranglisten-Zweiten Mathieu Richard mit sieben Siegen bei einer Niederlage. Knapp dahinter lauert das italienische Team von Francesco Bruni, das nach den ersten beiden Wettfahrttagen die gleiche Bilanz vorzuweisen hat, nach einem Crash mit Mathieu Richard jedoch den Abzug eines halben Punktes hinnehmen musste.

Der zweite Zusammenstoß des Tages endete mit einer Punktstrafe für beide beteiligte Teams: Dem viermaligen Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour wurde ein Drittel Punkt abgezogen, sein französischer Kontrahent Damien Iehl wurde für seine Unachtsamkeit mit zwei Drittel Punktabzug bestraft. Trotzdem zog Gilmour, der das Match Race Germany in der Vergangenheit schon drei Mal gewinnen konnte, positiv Bilanz: "Es war da draußen heute wunderbar: Toller Wind, tolles Segeln! So habe ich den Bodensee selten erlebt." Mit einer Bilanz von 6:2 darf sich der fünfmalige America's Cup-Teilnehmer Hoffnungen auf den Einzug in die nächste Runde machen. Gleiches gilt für den amtierenden Weltmeister Ian Williams, der mit fünf Siegen und drei Niederlagen auf Erfolgskurs segelt.


Crash beim Match Race Germany: Peter Gilmour und Damien Iehl
wurden beide mit einer Punktstrafe belegt.
Quelle: Heinrich/Schwäbische Zeitung

Wettfahrtleiter Rudi Magg sagte am Abend bei der öffentlichen Pressekonferenz vor dem großen Festzelt im Gondelhafen von Langenargen: "Ich hatte zu Beginn der Woche befürchtet, dass wir mit Flaute rechnen müssen. Nun bin ich mehr als erstaunt. Der Wind weht mit konstanter Stärke, dreht allerdings bis zu 90 Grad." Dieses Szenario stellte an die Crews bei strahlendem Sonnenschein und fünf bis zehn Knoten Wind den ganzen Tag über höchste Anforderungen.

Der Weltranglisten-Erste Seb Col aus Frankreich, der mit vier Siegen und vier Niederlagen am Freitag noch um seinen Einzug in die Zwischenrunde kämpfen muss, bestätigte: "Es ist sehr hart, diesen Wind korrekt zu lesen. Es gibt Segler, die dafür ein besonders gutes Gefühl haben. Mit Glück allerdings hat das wenig zu tun." Francesco Bruni sagte: "Ein gelungener Start und die richtige Positionierung auf dem Kurs sind hier die Schlüssel zum Sieg." Den schien der dreimalige Olympiasieger Ben Ainslie auf dem Bodensee verloren zu haben: Mit fünf Niederlagen und nur drei Siegen wird es für den Skipper der britischen America's Cup-Kampagne TeamOrigin am Samstag ganz schwer, die nächste Runde noch zu erreichen.

Das 12. Match Race Germany wird am Samstag mit den letzten 18 Duellen der Vorrunde und den ersten Läufen der Zwischenrunde fortgesetzt. Bis zum Finale und der großen Siegerehrung am Pfingstmontag absolvieren die Profis insgesamt rund 150 Matches.

Ergebnisse nach dem 2. Tag >, Fotostrecke >

30.05.09: Match Race Germany auf Erfolgskurs

Im Kampf gegen Wirtschaftsrise und America's Cup-Stillstand:Veranstalter halten Match Race Germany auf Erfolgskurs.

Das Traumwetter hält an, die Vorrunde ist fast beendet, das Match Race Germany läuft auf Hochtouren. Eberhard Magg und Harald Thierer, die Deutschlands einzigen Matchrace Grand Prix zum 12. Mal vor Langenargen auf dem Bodensee veranstalten, haben allen Grund zur Freude. Mit ihrer neu gegründeten Match Race Germany GmbH halten die beiden Schwaben auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten Kurs. Die Zwangspause im America's Cup betrachten sie mit einem weinenden und einem lachendem Auge. Im Interview erklärt Eberhard Magg, Yachtdesigner und Mitbegründer der ersten deutschen America's Cup-Kampagne, warum er auch in schwierigen Zeiten an eine erfolgreiche Zukunft von Deutschlands hochkarätigstem Matchrace glaubt.

Die 12. Auflage des Match Race Germany läuft. Werden Sie eigentlich als Veranstalter reich mit Organisation dieser sportlichen Großveranstaltung?
Eberhard Magg: Reich werden wir leider nicht. Wir zählen aber aktuell zu den wenigen, die eine solche Riesenschau nach kommerziellen Gesichtpunkten zumindest plus minus null stemmen können. Natürlich wollen wir mit dem Matchrace irgendwann auch Geld verdienen. Dazu haben wir in diesem Jahr die Match Race GmbH gegründet. Aber noch sind wir vor allem Enthusiasten, die etwas im und für den Segelsport und seinen Nachwuchs bewegen wollen. Wenn ich heute raus aufs Wasser schaue, dann fühle ich mich belohnt und denke: Gott muss doch ein Segler sein.

Am Vorabend der Regatta ist ein Orkan durch den Hafen von Langenargen gefegt. War das Match Race Germany gefährdet?
Eberhard Magg: Unser ganzes Team hat in der Nacht zum Mittwoch unter unwirklichen Bedingungen Schwerstarbeit geleistet, um den pünktlichen Start zu sichern. So einen Sturm mit zwölf Windstärken und Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern haben wir am Bodensee seit zehn Jahren nicht erlebt. Der Himmel war schwarz, gelb und grün. Es flogen Boote durch die Luft, unsere Büros standen unter Wasser, Zelte haben sich wie Scharniere um Bäume gewickelt. Trotzdem haben wir es geschafft und sogar noch eine extra Portion Motivation daraus gezogen.

Sie dürfen sich in diesem Jahr über eines der stärksten Teilnehmerfelder in der Geschichte des Match Race Germany freuen...
Eberhard Magg: Darauf sind wir sehr stolz. Sieben der besten zehn Teams der Weltrangliste sind hier. Der dreifache Olympiasieger Ben Ainslie. Und der vierfache Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour, der hier schon drei Mal gewinnen konnte. Der amtierende Weltmeister Ian Williams aus England und der französische Weltranglisten-Erste Seb Col. Ich glaube die internationalen Segler kommen immer wieder gerne hierher, weil die Mischung aus professioneller Veranstaltung und familiärer Atmosphäre stimmt.

Warum sind prominenten deutsche Starter wie Jochen Schümann oder Markus Wieser nicht dabei?
Eberhard Magg: Wer auf der Tour erfolgreich sein will, der muss regelmäßig teilnehmen und diese Disziplin mit großer Nachhaltigkeit betreiben. Das tun derzeit weder Jochen Schümann noch Markus Wieser, weil sie sich auf andere Projekte konzentrieren. Vor allem für die jüngeren Teams gilt: Auf der Tour schärft man sich die Krallen für ein späteres America's Cup-Engagement. Ein Schümann muss natürlich nichts mehr beweisen...

Wie wirken sich die Gerichtsstreitigkeiten und der sportliche Stillstand im America´s Cup auf das Match Race Germany aus?
Eberhard Magg: Wir betrachten die Lage mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Natürlich ist es für jeden Segler traurig anzusehen, wie tief der Cup gesunken ist. In Deutschland hatte sich nach dem letzten Cup gerade eine neue tolle Bewegung etabliert, die nun vorerst gestorben ist. Das schmerzt. Die betroffenen Segler müssen kreativ überlegen wie sie bis zum Neustart beruflich über die Runden kommen. Auf der anderen Seite profitieren wir als Veranstalter vom Zulauf der besten America's Cup-Steuerleute, die wir in Cup-Hochzeiten nicht immer alle an den Bodensee locken können. Wir haben gerade unsere neue Match Race GmbH gegründet. Wir wollen es in den kommenden Jahren schaffen, 60.000 oder 70.000 Zuschauer an den See zu holen.

Geht denn die Wirtschaftskrise spurlos an Ihnen vorbei?
Eberhard Magg: Spurlos sicher nicht. Aber wir Schwaben sind ja Weltmeister im Gürtel enger schnallen. Wir haben sehr wohl dieses Jahr noch ein weiteres Loch in den Gürtel schlagen müssen. Aber wir bleiben auf Kurs und optimistisch für die kommenden Jahre. Zu dieser Grundhaltung tragen die Segler und unsere sehr treuen Partner bei.

Freitag, 29. Mai 2009

29.05.09: Zunehmend sonnig

Im Laufe des Freitags lösen sich die tief hängenden Restwolken auf. In der Folge scheint die Sonne bei lockeren Quellwolken. Im Rheintal und am Bodensee steigen die Temperaturen auf 20 Grad. Es weht teils böige Bise.

Am Samstag bilden sich nach sonnigem Start einige Quellwolken, es bleibt aber verbreitet trocken. Zu Pfingsten gibt es sonnige Abschnitte, das Risiko für Schauer und Gewitter steigt jedoch. An den Temperaturen ändert sich nur wenig (© copyright by meteomedia).


Aufgenommen ca. 16 Uhr (26.05.09) an der Seestraße in Konstanz (Foto: Marcel Indlekofer )

Donnerstag, 28. Mai 2009

28.05.09: Match Race Germany startet bei Traumwetter

Perfekter Auftakt für das Match Race Germany: Bei Traumbedingungen, Winden um zwei bis drei Beaufort und Sonnenschein starteten zwölf internationale Teams am Donnerstag in die zwölfte Auflage des Deutschen Segel Grand Prix auf dem Bodensee vor Langenargen.

Ein Blitzstart gelang dem italienischen Team um Francesco Bruni. Nach 24 von 66 Duellen in der Vorrunde stand Brunis Crew am Donnerstag Abend mit 3:0 Siegen als einzige mit weißer Weste da. Mehr Siege, aber auch eine Niederlage hatte nur die französische Mannschaft um den Weltranglisten-Zweiten Mathieu Richard verbucht. Mit positiver Bilanz beendeten auch Doppel-Weltmeister Ian Williams (3:2) aus Großbritannien, der vierfache Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour (3:2) aus Australien sowie der französische Weltranglisten-Erste Sebastien Col (2:1) und Australiens Shooting Star Torvar Mirsky (2:1) ihren ersten Einsatz beim einzigen deutschen Stop der World Match Racing Tour.

Bruni blieb zunächst bescheiden: „Wir sind natürlich glücklich über den gelungenen Start, werden aber definitiv fest mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.“ America´s Cup-Steuermann Seb Col erklärte eine der Stärken der Azzurri: „Im Duell gegen Bruni gab es eine sehr enge Situation. Er hat uns mit einer vorgetäuschten Wende in die Falle gelockt und wir sind hinein getappt.“ Es war der Tag der cleveren Italiener, aber auch ein Tag ohne viele Direktstrafen der Schiedsrichter auf dem Wasser. Nur sechs Mal mussten sie nach Regelverletzungen einen so genannten „Penalty“ verhängen, der die betroffenen Mannschaften zu einem Strafkringel auf dem Wasser zwingt.

Auch Ian Williams war mit seinem Auftaktergebnis zufrieden. Der Anwalt und Matchrace-Profi berichtete: „Da draußen auf dem Bodensee herrschten heute Vormittag wunderbare Segelbedingungen. Es war wirklich schön. Wir haben sehr harte Gegner gehabt und deshalb empfinde ich unser Zwischenergebnis als gut.“ Weniger zufrieden war der schwedische Skipper Björn Hansen, der den Regattatag mit einer Bilanz von 1:2 abschloss. „Wir haben vier von fünf Starts gewonnen. Da ist es natürlich unbefriedigend, am Abend mit einer Bilanz von 2:3 da zu stehen. Wir haben unsere Rennen vor allem auf den Vorwind-Abschnitten verloren und müssen morgen einfach konzentrierter ans Werk gehen.“

Einen schwarzen Tag erwischten die einzigen Amateure im erfahrenen internationalen Profifeld. Matthias Adamczewski, Olympiateilnehmer von 1988 und Crew-Mitglied des Hamburger Matchrace-Steuermanns Carsten Kemmling, erklärte: „Es fehlen uns im Vergleich zu den sehr eingespielten Matchrace-Teams einfach Erfahrung, Sicherheit und Beständigkeit.“ Das deutsche Team kam zum Auftakt über ein 0:3 nicht hinaus. Die Enttäuschung darüber aber teilen sie mit dem erfolgreichsten Olympiasegler unserer Zeit: Die Mannschaft des dreifachen Goldmedaillengewinners Ben Ainslie aus Großbritannien musste heftig Federn lassen und beim Stand von 1:4 auf ein gelungenes Comeback am Freitag hoffen, um den Cut nach der Vorrunde noch zu überstehen. Für die Schweiz ersegelte das Team von Skipper Eric Monnin eine Zwischenbilanz von 1:2.

Grund zur Freude dagegen hatten die Veranstalter, die sich zum Auftakt bei strahlendem Sonnenschein über deutlich mehr Publikumsinteresse als in den Vorjahren freuen durften. „Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden wir unseren Zuschauerrekord von rund 40.000 Besuchern deutlich knacken können. Für uns und die Segler wäre das eine wunderbare Belohnung für viel Herzblut, Beharrlichkeit und Engagement“, freute sich Veranstalter Harald Thierer.

28.05.09: Match Race Germany - heutige Resultate

Die bisherigen Ergebnisse vom ersten Tag können Sie unter http://www.matchrace.de/de/ergebnisse.php?page=15 ersehen. Heute gab es im Round Robin A2 folgende Ergebnisse:

Flight 9
B. Hansen vs. I. Williams 1:0
P. Gillmour vs. B. Ainslie 1:0
M. Richard vs. A. Minoprio 1:0

Flight 10
P. Gillmour vs. B. Hansen 1:0
A. Minoprio vs. B. Ainslie 1:0
I. Williams vs. M. Richard 1:0

In Kürze starten in Round Robin A1 der Flight 4, sofern Wind vorhanden. Webcam Langenargen Stadt >

Mittwoch, 27. Mai 2009

27.05.09: Christan Scherrer am Match Race Germany

Christian "Blumi" Scherrer schliesst sich wieder dem Team des französischen Skippers und aktuellen Welt Nr. 1 Sebastien Col an und segelt an der World Match Racing Tour. Nach dem Vizeweltmeistertitel der letzten Saison, ist nun der Weltmeistertitel das Ziel des Teams.

Vor dem Start in die World Match Racing Tour hat Christian Scherrer zusammen mit Sebastien Col die Louis Vuitton Pacific Series in Auckland und den Congressional Cup in Long Beach gesegelt. Danach stand die TP52 Regatta in Alicante auf dem Programm, allerdings nicht mit Col, sondern mit dem Schweizer Olympia-Segler Flavio Marazzi und dem ehemaligen Alinghi-Sportdirektor Jochen Schümann.

Nun kehrte Scherrer als einziger „Nicht-Franzose" wieder zu seiner Stammcrew von Sebastien Col zurück, das Mitglied der aus fünf Teams bestehenden Equipe de France de Match Racing ist. Nach Trainings in Valencia und St. Quay in der Bretagne, stehen bis Ende Juni vier Match Races der World Match Racing Tour auf dem Programm. Gestartet wird am 27. Mai am Bodensee mit dem Match Race Germany direkt gefolgt vom Korea Match Cup. „An beide Events habe ich gute Erinnerungen", so Christian Scherrer. „Bei meinen letzten Teilnahmen konnte ich beide dieser Events gewinnen. Germany im 2006 mit Peter Gilmour und Korea im vergangenen Jahr mit Sebastien Col". Danach folgen der Portugal Match Cup und der Match Cup Sweden.

Das Ziel des französischen Teams ist klar: nach dem Vize-Weltmeistertitel der letzten Saison, will man ganz an die Spitze. Der Auftakt ist gelungen; Sebastien Col führt die aktuelle Weltrangliste zurzeit an und will diese Position an den nächsten Events verteidigen.

World Match Racing Tour Termine:
27.05.-01.06.09 Match Race Germany, Langenargen Deutschland
02.-07.06.09 Korea Match Cup, Gyeonggi Korea
16.-21.06.09 Portugal Match Cup, Troia Portugal
29.06.-05.07.09 Match Cup Sweden, Marstrand Sweden
01.-06.09.09 St. Moritz Match Race, St. Moritz Schweiz
09.-13.09.09 Danish Open, Aarhus Denmark
22.-27.09.09 Brasil Sailing Cup, Brazil
05.-11.10.09 King Edward VII Gold Cup, Hamilton Bermuda
01.-06.12.09 Monsoon Cup, Kuala Terengganu Malaysia

Weitere Informationen unter: www.worldmatchracingtour.com

27.05.09: Vorschau RUND UM 2009

Das Teilnehmerfeld der RUND UM 2009 scheint in diesem Jahr von der Wirtschaftskrise nicht betroffen, die erwarteten gut 400 Schiffe mit über 2.000 Seglern entsprechen in etwa den Teilnehmerzahlen früherer Jahre.

„Das bedeutet, dass die RUND UM im Terminkalender der Bodenseesegler einen festen Platz hat,“ erklärte die Vorsitzende des Lindauer Segler-Clubs, Christine Holz. Eine Besonderheit in diesem Jahr: „speziell für die RUND UM wird ein Katamaran gebaut.“ Sven Ackermann von der Werft YSA in Wasserburg kommt zur größten Regatta am Bodensee mit einem extrem leichten Katamaran, der bei 12 Metern Gesamtlänge und 140 Quadratmetern Segelfläche nur 600 Kilo wiegt (www.ysa-10.com), weiter unter Produkte). Das Schiff ist momentan noch im Bau, das Geschwindigkeitspotential kann nicht abgeschätzt werden.

Das Gleiche gilt auch für die „Tognum“, ein 53 Fuß (16,25 Meter) langer Hochseerenner, der erst am Montag in Kressbronn getauft worden ist. Bei schwerem Wetter kann das Schiff durchaus vorn mitfahren. Und natürlich kommen in diesem Jahr wieder die anderen Schiffe mit Siegchancen: die Psaros40 mit Wasserballast und Schwenkkiel, in der gleichen Gruppe die Wilke 49 von Wolfgang Palm, die America’s Cupper und die Katamarane vom Typ Volvo extreme40 mit Vorjahressieger Jonny Hutchcroft. Und nicht zu vergessen: zwei Liberas, eine vom Typ Classico von Achim Salcher und eine Libera A mit Sammy Smits. „Wir freuen uns, dass sie alle wieder dabei sind“ sagte die LSC-Vorsitzende Christl Holz.

Im Rahmenprogramm zu den Lindauer Seglertagen werden in diesem Jahr die Handicapsegler vom SC Prien (Chiemsee) zu Gast am Bodensee sein. Mit vier Mini-Zwölfern (2,4 m-R) wollen sie schon am Donnerstag vor Lindau Match-Race segeln, für ihren Sport werben und schon für die nächsten Paralympics 2012 trainieren. „Sie werden für unseren Sport werben“, freut sich Wettfahrtleiter Hubert Henzler.

Nicht zu vergessen: der maritime Flohmarkt an Fronleichnam am Lindauer Hafen beim alten Leuchtturm. Von dort berichtet auch unser Medienpartner B5 aktuell ständig über die 59. RUND UM. Der Start wird am Freitag, 12. Juni Punkt 19.30 Uhr sein. Stephan Frank.

27.05.09: Match Race Germany wettert Orkan ab

Langenargen - Stürmischer Auftakt zum Deutschen Segel Grand Prix. Internationale Segelstars in Langenargen eingetroffen.

In Langenargen ist nach dem schweren Sturm am Dienstag Abend wieder Ruhe eingekehrt: Einen Tag vor Beginn des deutschen Segel Grand Prix mussten die Veranstalter des zwölften Match Race Germany einen Orkan abwettern. Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern, heftige Hagelschauer und bis zu zweieinhalb Meter hohe Wellen sorgten am sonst so friedlichen Bodenseeufer für fliegende Zelte, gestrandete Boote und Büros unter Wasser.

„Es ist mindestens zehn Jahre her, dass wir einen solchen Sturm am Bodensee erlebt haben“, sagt Veranstalter Harald Thierer, dessen Team die Nacht durch arbeiten musste, um die Zeltstadt wieder aufzubauen und zu sichern. Thierers Partner Eberhard Magg sagte: „Wir wollten vor allem unsere Boote schützen. Das war vorrangig und ist uns gut gelungen.“ Dank Großeinsatz Dutzender Helfer waren die sieben Yachten vom Typ Bavaria 35 Match am Mittwoch zum Training für die Teilnehmer bereit.

Zwölf Mannschaften aus sieben Nationen kämpfen ab Donnerstag unter der Regie von Wettfahrtleiter Rudi Magg um entscheidende Punkte für die Welt- und Tourrangliste, rund 50.000 Dollar Preisgeld, wertvolle Sachpreise und viel Prestige. Gastgebender Verein ist zu seinem 60. Geburtstag der Yacht-Club Langenargen e.V..

Am Mittwoch absolvierten die weltbesten Matchracer ihre Trainingseinheiten bei leichten und drehenden Winden. “Es war wundervoll und sonnig. Die Boote sind gut in Schuss“, sagte Doppel-Weltmeister Ian Williams aus Großbritannien gut gelaunt. „Wir hatten es heute mit den typischen leichten und anspruchsvollen Winden auf dem Bodensee zu tun“, berichtete America´s Cup-Steuermann Seb Col aus Frankreich. Sein Crew-Kamerad Philippe Mourniac, Navigator der ersten deutschen America´s Cup-Herausforderung, sagte am Nachmittag vor dem ersten Startschuss am Donnerstag früh um 9 Uhr: „Die Bedingungen sind wie üblich tricky. Auf dem Bodensee kann immer alles passieren. In einem Duell kannst Du Dir auch bei einer deutlichen Führung bis zum Ende nie sicher sein, ob du wirklich gewinnst. Du musst dich bis ins Ziel hundertprozentig konzentrieren.“

Zu den Favoriten zählen beim einzigen deutschen Stop der World Match Racing Tour der viermalige australische Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour aus Australien, Ian Williams und der dreimalige Olympiasieger Ben Ainslie aus Großbritannien, Titelverteidiger Damien Iehl aus Frankreich sowie seine Landsleute Seb Col und Mathieu Richard als Nummer eins und zwei der Weltrangliste.

Einzige deutsche Mannschaft am Start ist das Team um Steuermann Carsten Kemmling. Der Hamburger Journalist sagte: „Für uns ist es eine große Ehre und Herausforderung dabei sein zu dürfen. Jeder Sieg wäre für uns ein Erfolg. Wir haben aber Bodensee-Spezialisten an Bord und hoffen natürlich auch auf die Unterstützung der Fans.“

Die Veranstalter rechnen zu ihrem seglerischen Pfingstfest mit 30.000 bis 40.000 Zuschauern und präsentieren neben spannenden Bootsduellen direkt vor dem Langenargener Ufer auch an Land ein umfangreiches Familienprogramm und Live-Bands am Abend im großen Festzelt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Festzelt ist kostenlos. Match Race Germany GmbH.

27.05.09: Unwetter im Bodenseekreis

Trotz der angekündigten schweren Gewitter mit Starkregen und Hagel sind viele vom Sturm überrascht worden, der kurz nach 16.00 Uhr über das Kreisgebiet hereinbrach. Innerhalb weniger Minuten gingen bei der Polizei über 200 Notrufe aus der Bevölkerung über umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, in Seenot befindliche Bootsbesatzungen, losgerissene und treibende Boote ein.

Nach den bisherigen Feststellungen ist jedoch nur eine Person leicht verletzt worden. Diese hatte sich bei der Havarie ihres Segelbootes eine Kopfplatzwunde zugezogen. Die Besatzung des Bootes war im Sturm vor Meersburg gegen die Ufermauer in Höhe der Therme geprallt und gesunken. Die zwei an Bord befindlichen Personen konnten jedoch gerettet werden.

Ein weiteres Segelboot wurde in die Flachwasserzone an der Einmündung der Seefelder Aach gedrückt, wo es keine Möglichkeit gab, die beiden an Bord befindlichen Personen in Sicherheit zu bringen. Sie wurden von Wasserschutzpolizei angewiesen, sich in der Flachwasserzone in Richtung Pfahlbauten zu begeben. Die Bergung des Bootes kann erst später erfolgen.

Die Besatzung eines Segelbootes, die vor Langenargen Seenotzeichen gab, konnte sich letztendlich selbst mit dem Boot in den Hafen Meichle und Mohr retten. Weniger Glück hatten zwei Männer auf einem Segelboot, die vor Immenstaad in Seenot gerieten. Ihr Boot kenterte und die Besatzung musste von der Wasserschutzpolizei gerettet und in den Hafen Friedrichshafen gebracht werden, wo sie vom Deutschen Roten Kreuz mit Kleidung versorgt und betreut wurden. Das gekenterte Segelboot strandete an der Dornier-Mole.

Die Besatzung eines weiteren Segelbootes, dessen Segel vor Fischbach zerfetzt wurden, konnte vom Feuerlöschboot Friedrichshafen in den Hafen Friedrichshafen geschleppt werden.

Vor allem der westliche Bodenseekreis im Bereich Immenstaad, Hagnau, Meersburg, Markdorf, Uhldingen sowie der Raum Salem war von dem Unwetter betroffen. Dort sind nach wie vor die meisten Straßen durch umgestürzte Bäume versperrt. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien haben alle Hände voll zu tun, den Fahrzeugverkehr wieder zu ermöglichen.

Auch auf die Bahngleise zwischen Überlingen und Maurach sind einige Bäume gestürzt.
In Markdorf war die Kreuzstraße blockiert, nachdem durch die starken Regenfälle einige Gullideckel herausgehoben wurden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

27.05.09: Bodenseepegel steigt stark an

Die unwetterartigen Regenfälle brachten dem Bodensee eine grosse Wassermenge. Der Pegel Konstanz stieg innert 24 Stunden um 9 cm. Das ist kein Rekordwert, aber der Wasserstand ist um rund 25 cm höhe als letztes Jahr.

Das Wetter heute von Jürg Kachelmann:

Zunehmend sonnig, kühler als zuletzt
Heute Mittwochvormittag ziehen letzte Schauer nach Südosten ab. In der Folge scheint zeitweise die Sonne. Im Rheintal und am Bodensee werden maximal 19 Grad gemessen. Auf dem Säntis herrscht leichter Dauerfrost. Bis zum Wochenende wechseln sich Sonne und Wolken ab. Einzelne leichte Regenschauer sind möglich. Die Höchstwerte liegen bei 20 Grad (BN: gar nicht so schlecht nach diesem Sturm).


TTB: Unwetter am Hafen Arbon (Foto: Michel Kolb)

27.05.09: Gewitter forderte ein Todesopfer im Thurgau

FRAUENFELD (kapo). Während eines heftigen Gewitters ist ein 31-jähriger Mann am Dienstag in Romanshorn im Auto von einem umstürzenden Baum erdrückt worden. Für den Mann kam jede ärztliche Hilfe zu spät. Er war alleine im Auto unterwegs, als während der Fahrt um 16 Uhr beim Gemeindehafen Romanshorn ein umstürzender Baum auf das Fahrzeug fiel. Meldungen über weitere geschädigte Personen waren vorerst nicht bekannt.

Von 15.40 bis 18.00 Uhr gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale (KNZ) im Polizeikommando Thurgau in Frauenfeld rund 200 Unwettermeldungen ein. Im ganzen Kanton stürzten Bäume auf Strassen, Fahrzeuge und Gebäude. Keller liefen voll, Strassen und Unterführungen wurden überflutet und Dächer abgedeckt. Am Untersee setzte das Gewitter mehrere Bahnschranken ausser Betrieb. Der Girsberg-Autobahntunnel auf der A7 musste kurzzeitig gesperrt werden.

Teilweise gingen die massiven Regenfälle auch in Hagel über, so in der Region Kreuzlingen. Die Feuerwehren und die Kantonspolizei Thurgau standen im Dauereinsatz. Die Kantonale Notrufzentrale verdoppelte während des Gewitters die Anzahl ihrer Einsatzdisponenten.

Während der Aufräumarbeiten mussten Strassen vorübergehend ganz oder teilweise gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Der vom Gewitter verursachte Sachschaden dürfte beträchtlich sein, konnte zunächst aber nicht genauer beziffert werden.


Ein umgestürzter Baum forderte in Romanshorn ein Todesopfer (Bild: Daniel Meili/Kapo TG)


Chaos nach Hagel-Inferno im Kreis Konstanz
Starke Gewitter, heftigen Böen und dicke Hagelkörner - gestern Nachmittag zog ein grosses Unwetter über den Kreis Konstanz. In Konstanz ist der gesamte Verkehr zusammengebrochen. Der Schiffsverkehr auf dem Bodensee wurde gänzlich eingestellt. Hagel-Inferno in Konstanz >


suedkurier.de Foto: Peter Allgaier

Dienstag, 26. Mai 2009

26.05.09: VOR - so geht es weiter

Am Samstag 30. Mai folgt das IN-PORT RACE von Galway mit Start um 13 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ). Bis dann haben Ericsson 3 noch einiges zu reparieren - haben sie doch während der 7. Etappe von Boston nach Galway den Kiel beschädigt.


Ericsson 3 mit beschädigtem Kiel (Oskar Kihlborg / Ericsson Racing Team / Volvo Ocean Race)

Eine Woche später am Samstag 6. Juni um 14.30 Uhr Ortszeit (15.30 Uhr MESZ) ist dann der Start zur 8. Etappe von Galway nach Göteborg über 950 sm. Dieser "Sprint" könnte bei gutem Wind in 3 Tagen vorbei sein.


6. Juni 2009: Startzeit: 14.30 Uhr (Lokalzeit - 15.30 Uhr MESZ)

26.05.09: 12. Match Race Germany 2009 - 27.05.-01.06.

Langenargen fast ausgebucht, der Countdown läuft: Das 12. Match Race Germany beginnt am Donnerstag - ein Dutzend Teams auf Titeljagd.

Langenargen. Ein dynamisches Dutzend geht ab Mittwoch beim 12. Match Race Germany auf Titeljagd. Unter den weltbesten Steuerleuten in der Duell-Disziplin Matchrace am Bodensee: Der viermalige Matchrace-Weltmeister Peter Gilmour aus Australien, der sein Comeback in Langenargen feiert. Zu den Favoriten zählen auch der Weltranglisten-Erste Seb Col aus Frankreich sowie Doppel-Weltmeister Ian Williams aus Großbritannien. Der dreimalige Olympiasieger und America´s Cup-Steuermann Ben Ainslie verleiht dem deutschen Grand Prix goldenen Glanz.


Foto: Match Race Germany 2008 / Richard Walch

Die Veranstalter erwarten zum sportlichen Jahreshöhepunkt der Bodensee-Region 30.000 bis 40.000 Zuschauer. Die Profis steigen bereits am Mittwoch ab 9.30 Uhr mit ihren Trainingseinheiten in das Geschehen ein. Die Vorrunde des Match Race Germany beginnt am Donnerstag ab 9 Uhr. Fans und Besucher dürfen sich auf rund 150 Duelle auf Weltklasseniveau freuen, die von Donnerstag bis Pfingstmontag direkt vor dem Langenargener Bilderbuchufer und Schloss Montfort ausgetragen werden.

Gesegelt wird nach den Anweisungen von Wettfahrtleiter Rudi Magg und seinem Team vom ausrichtenden Yacht Club Langenargen auf sportlich großen Yachten vom Typ Bavaria 35 Match um entscheidende Punkte für die Welt- und Tourrangliste, rund 50.000 Dollar Preisgeld, wertvolle Sachpreise und viel Prestige. Gastgebender Verein ist zu seinem 60. Geburtstag der YCL e.V. mit Präsident Michael Nöltge und seinem Team.

„Die Vorfreude steigt trotz langer Arbeitstage und –nächte täglich“, sagt Veranstalter Eberhard Magg, „wir haben unsere Hausaufgaben erledigt, die meisten Zelte stehen und das Match Race Germany kann beginnen.“ Sein Team arbeitet aktuell auf Hochtouren in der Zeltstadt und an den Booten, die in der Disziplin Matchrace alle perfekt vorbereitet und gleich ausgestattet sein müssen.

In der Tourist-Information Langenargen herrscht ähnlicher Hochbetrieb. Leiter Frank Jost bestätigt: „Wir sind nahezu ausgebucht, aber es gibt noch einige Restkapazitäten. Da hilft die Tourist-Information Langenargen gerne weiter. Besonders beliebt sind natürlich die Häuser in bester Lage mit Blick auf das Matchrace.“ Dazu hat Frank Jost noch einen Tip: „Am neuen Gastliegesteg im Hafen von Langenargen finden Bootseigner, die über Pfingsten auf dem Bodensee unterwegs sind, noch Liegeplätze in der ersten Reihe.“

Das Segel-Pfingstfest am Bodensee fasziniert seine Besucher aber auch an Land mit Familienunterhaltung, Schnuppersegeln für junge Seeleute, einer kleinen Festmeile, dem Mini Match Race Germany mit originalgetreu nach gebauten und ferngesteuerten America´s Cup-Yachten, regionalen Spezialitäten und einem mitreißenden Abendprogramm bei freiem Eintritt. Live Bands sorgen ab Donnerstag jeden Abend für Partystimmung im großen Veranstaltungszelt.

Am Freitag tritt „SirPriceXXL“ ab 19 Uhr auf, am Samstag kommen die „Rock Sox“ mit ihrem Kultprogramm aus den 70ern und 80ern. Höhepunkt ist traditionell der Auftritt von Jürgen Waidele´s Conversation & Elisa K., die ihr Publikum mit Jazz, Funk und Soul begeistern und am Pfingstmontag ab 10.30 Uhr noch einmal ihr Programm „Take a Dance“ zum Frühschoppen servieren und zeitgleich ihr 10 jähriges Bühnenjubiläum beim Match Race Germany feiern.

Basisinformationen
Das Match Race Germany ist der einzige deutsche Tour-Stop der World Match Racing Tour und findet 2009 zum zwölften Mal statt.

Die Sponsoren des Match Race Germany: Ultramarin, Bavaria Yachtbau; UBS, Stihl, Audi, IHK, Carl Zeiss Sports Optics, MTU-Friedrichshafen, Moet Hennessy, Glenmorangie Single Malt Whiskey, Württembergische Versicherung, Olymp, Intersky, Romberg Bau, United Internet, Schwäbische Zeitung, Segler Zeitung, Elvström, Selden, Layer Grosshandel, HHP, Keanon, Liros Rope, Harken, Meckatzer, Marinepool, DHL Global Mail EuropeBoats 24, Yacht Club Langenargen e.V. , Match Center Germany, Speedwave Rudi Magg & Co. Gmbh, Holstein Media, Gemeinde Langenargen und viele mehr.

Über die World Match Racing Tour:
* Führende professionelle Segeltour mit 10 Events weltweit
* Vom Weltsegler-Verband (ISAF) als Special Event anerkannt
* Krönt den Matchrace-Weltmeister
* Schüttet insgesamt über 1,5 Million US-Dollar Preisgeld aus
* Vergibt WM-Punkte über das Jahr und ermittelt am Ende den Matchrace-Weltmeister
* Wird wie der America´s Cup in der Duell-Disziplin Matchrace ausgetragen
* Teamwork entscheidet bei vom Veranstalter gestellten gleichwertigen Bootsmaterial
* Regatten werden ufernah und publikumswirksam ausgesegelt
* Medien und Fernsehberichterstattung erreichen über 500 Millionen Haushalte in 190 Ländern weltweit
* Die Sponsoren der Tour sind: Line 7, Pindar, Custom House, Travel Places, Wedgewood, 1080media und Sail.TV


Kontakte Team Match Race GermanySegelsport:
Match Race Germany GmbH
Obere-Seestraße 11
D-88085 Langenargen
TEL +49(0)7543-9311-150
FAX +49(0)7543-9
MAIL PRESSE@MATCH-CENTER.DE

Sponsoring/Hospitality:
Match Race Germany GmbH
Obere-Seestraße 11
D-88085 Langenargen
TEL +49(0)7543-9311-150
FAX +49(0)7543-9
MAIL INFO@MATCH-CENTER.DE

Web-Adressen:
www.matchrace.de
www.match-center.de
www.speedwave.de
www.worldmatchracingtour.com
www.ycla.de
www.sailing.org

Montag, 25. Mai 2009

25.05.09: VG - nächster Start am Sonntag 21. Oktober 2012 - 13h02

Mit einer grandiosen Show fand die Weltumseglung der "Einhänder" mit dem überlegen Sieger Michel Desjoyeaux auf Foncia gestern mit der offiziellen Preisverteilung vor über 120'000 Personen in Les Sable d'Olonne den Abschluss. Ranking >

Der nächste Start folgt im 2012 am 21. Oktober um 13.02 Uhr MESZ.


(Foto: © Jean-Marie Liot / DPPI / Vendée Globe)

25.05.09: Karibische Klänge bei der traditionellen Saisonanfahrt des DSMC

ru - Was vor über dreißig Jahren im Kieshafen in Güttingen begann lockte auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Mitgliedern und Freunden des Deutsch-Schweizerischen Motorbootclubs Konstanz (DSMC) in die benachbarte Bodenseegemeinde.

Beim Anfahren des DSMC ging es traditionell kulinarisch zu.
Clubkoch Heinz Jenne und seinem Team wurden beim frittieren von über siebzig Kilogramm Forellen- und Eglifilets unter sommerlicher Sonne Höchstleistungen abverlangt, während sich die Vereinsmitglieder im Schatten spendenden Zelt genüsslich Gaumenfreuden hingaben.
Helmut Lang vom Wassersportverein Güttingen erinnerte an die lange Tradition des grenzüberschreitenden Zusammenseins und lud auch für das kommende Jahr wieder in den Güttinger Hafen ein.


Fred Schmid ehrt Nelli Baltensperger (WVG)

Für die Gastfreundschaft dankte DSMC-Präsident Fred Schmid in seiner launigen Rede und überreichte Blumengrüße sowohl an die Gastgeber, als auch an die Vertreter der im Konstanzer Hafen benachbarten Wassersportvereine.

Dabei erinnerte er an die bevorstehende Internationale Bodenseewoche und sprach eine herzliche Einladung aus an dieser, durch deutsche und schweizerische Yachtclubs initiierten Wiedererweckung der einst bedeutendsten Wassersportveranstaltung Europas, vom 4. - 7. Juni teilzunehmen www.bodenseewoche.com.



Fred Schmid freut sich über die Darbietungen der "Womenfield" (Fotos: DSMC)

Den abschließenden Höhepunkt setzte die aus Frauenfeld angereiste Steelband "Womenfield", die den mitgebrachten Steel-Pans karibische Caypso Klänge entlockte und die angereisten Wassersportfreunde zu standing ovations hinriss.

Sonntag, 24. Mai 2009

24.05.09: Marinho siegt im Harder Match Race Cup

Flaute ließ keinen Finallauf zu. Nachdem die beiden ausstehenden Flights der Round Robin am Morgen bei schönem Wind absolviert waren, mussten die Segler zur Auslosung der Boote für die Finalläufe zurück an Land.

Wieder am Wasser wurde der erste Semifinallauf gestartet. Mads Ebler, der führende aus der Round Robin führte von Anfang an gegen Marinho, hatte sich aber einen Penalty eingehandelt, für den er noch einen Strafkringel drehen musste. Obwohl der Däne den ganzen Lauf vorne lag, konnte er den Portugiesen nicht weit genug abschütteln, um ungestört seine 360-Grad-Drehung auszuführen. das brachte Mrinho den Sieg über Ebler im ersten Duell des Semifinales.

Im zweiten, gleichzeitig ausgetragenen Lauf trafen der Südafrikaner Ian Ainslie und der Schweizer Eric Monnin aufeinander. Schon beim Start gelang es Ainslie, Monnin in einen schweren Regelverstoß zu drängen, der von den Schiedsrichtern sofort mit zwei Penaltys bestraft wurde. Beim Ausführen seiner zwei Kringel handelte er sich noch einen dritten Penalty ein. Damit konnte Ainslie beruhigt seinem Laufsieg entgegensegeln.

Nachdem die Boote für den nächsten Lauf getauscht waren, setzte schlagartig der Wind aus und die zermürbende Zeit des Wartens begann. Bleierne Flaute lag über dem Harder Binnenbecken. Bis 16:00, bis zum Ende der Startbereitschaft, hofften die Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer auf eine Fortsetzung der Finalläufe, aber kein Hauch regte sich.

Das Endergebnis war für viele überraschend: Der Semifinallauf zählt zum Ergebnis. Daher liegen die Sieger der Semifinalläufe gleichauf, die beiden sind auch aus der Round Robin punktegleich bei 8 Siegen aus 11 Matches hervorgegangen. Der direkte Vergleich in der Round Robin entscheidet. Und dort konnte Marinho Ainslie eine seiner drei Niederlagen beifügen. Daher ist Marinho Erster und Ainslie bleibt der zweite Platz, wie im Vorjahr.

Die Entscheidung über den dritten und vierten Platz war einfacher. Ebler hatte aus der Round Robin 9 Matchsiege mitgebracht, Monnin nur sieben. Also geht der dritte Platz an den Dänen, der sich als eindeutiger Sieger der Vorläufe große Chancen auf den Gesamtsieg ausgerechnet hatte. Die beiden Österreicher im internationalen Starterfeld, Hans Spitzauer und Roman Hagara, landeten am achten beziehungsweise elften Rang. Wolfgang M. Beck.

Offizielles Endergebnis Harder Match Race Cup
1. Alvaro Marinho, Portugal
2. Ian Ainslie, Südafrika
3. Mads Ebler, Dänemark
4. Eric Monnin, Schweiz
5. Marek Stanczyk, Polen
6. Jan Eike Andresen, Deutschland
7. Jure Orel, Slowenien
8. Hans Spitzauer, Österreich
9. Jacopo Pasini, Italien
10. Alexis Litoz, Frankreich
11. Roman Hagara, Österreich
12. Jonas Warrer, Dänemark


Marinho hinter Ebler beim Semifinallauf


Marinho bei der Preisverteilung (Fotos: YCH)

24.05.09: Hafen Arbon - Verbrennungen zugezogen

ARBON (kapo) Beim Brand eines Motorschiffes zogen sich am Sonntag im Arboner Hafen drei Personen Verbrennungen zu. Die Brandursache ist noch unklar.

Der Brand brach nach 16 Uhr beim Starten des Motors nach der Betankung des Schiffes aus. Ein achtjähriger Knabe, eine 32-jährige Frau sowie ein 40-jähriger Mann zogen sich dabei Verbrennungen unbestimmten Schweregrades zu. Der Rettungsdienst überführte sie ins Kantonsspital Münsterlingen.

Zur Klärung der Brandursache wurde ein Sachverständiger der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau beigezogen. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

24.05.09: Schlussbericht Piraten Europa Meisterschaft in Arbon

Am Sonntag kam der angesagte Südwestwind nicht durch, sodass der ausgezeichnete Wettfahrtleiter Hans Fatzer die Meisterschaft um 12.30 Uhr abschoss. Mit den sechs gülitgen Läufen, wovon einer als Streichresultat gewertet wird, ist die Meisterschaft erfolgreich beendigt worden. Dank den vier Läufen am windreichen Freitagnachmittag konnte über die Auffahrtstage trotz nicht vielversprechender Wetterlage eine allseits befriedigende Meisterschaft durchgeführt werden.

Der Yacht Club Arbon unter Präsident Rolf Niederer und OK Präsident Karl Lenz bot mit seinen Helfern eine tadellose Organisation. Helfer standen beim Ein- und Auswassern zur Seite und die die Segler wurden auch im Clubhaus an den Abenden bestens betreut. Zu loben ist auch die Zusammenarbeit mit Helfern des Yacht Clubs Romanshorn und des St. Gallischen Yacht Clubs.

Wie erwartet siegte eine Mannschaft aus Deutschland, beste Schweizer wurden die Tübacher Segelmacher Stephan Felsl und Timo Naef. Die Gebrüder Nicolas und Pascal Maire aus Basel landeten auf Platz 12, sie waren für ein einmaliges Schweizer Erfolgserlebnis verantwortlich: Erstmals gelang es einer Schweizer Mannschaft an einer Piraten Europa Meisterschaft einen Laufsieg zu erringen. Endergebnis >

24.05.09: Harder Match Race Cup

In Führung liegt im Zwischenklassement der Däne Mads Ebler (Platz 11 der Weltrangliste im Match Race) mit 9Siegen aus 10 Matches vor Ian Ainslie aus Südafrika (Rang 12) mit 7 Siegen aus 9 Matches und dem Schweizer Monnin (Rang 22) und Alvaro Marinho (Rang 20) aus Portugal, die je 7 von 10 Matches für sich entscheiden konnten.

Recht gut hielt sich der Österreicher Hans Spitzauer in diesem internationalen Spitzenfeld, der nach 11 Läufen 4 Siege für sich verbuchen konnte. Roman Hagara konnte aus 10 Läufen bisher 3 gewinnen, obwohl er von allen Teilnehmern die wenigste Matchrace-Erfahrung mitbringt.

Die letzten zwei Läufe der Round Robin mussten wegen Windmangels auf Sonntag verschoben werden. Sie werden ab 9:00 Uhr abgewickelt. Anschließend finden ab 10:00 Uhr die Halbfinal- und Finalläufe statt. Die Wetterprognosen versprechen den entsprechenden Wind, um die Spannung bis zuletzt aufrechtzuerhalten. Wolfgang M. Beck.

Ergebnisse >


Der österreicher Hans Spitzauer (Boot Nummer 6) im Duell
mit Eric Monnin aus der Schweiz. Foto: YCH

24.05.09: VOR - Ericsson 4 gewinnt die 7. Etappe

Ericsson 4 gewinnt auch die 7. Etappe des VOR von Boston nach Galway in 7 Tagen, 7 Stunden, 34 Minuten und 22 Sekunden vor PUMA Ocean Race und Green Dragon. Im Gesamtklassement gab es keine Veränderungen - PUMA nur noch 1.5 Punkte hinter Telefonica Blue zurück!

Am 30. Mai folgt das IN-PORT-RACE in Galway und am 6. Juni die 8. Etapppe von Galway nach Göteborg (950 sm) - eine 3-Tage Sprint!

Ergebnis:
1. Ericsson 4 7:07:34:22
2. PUMA Ocean Racing 7:08:59:56
3. Green Dragon 7:09:11:18
4. Telefonica Blue 7:09:22:25
5. Delta Lloyd 7:10:19:58
6. Telefonica Black 7:10:38:02
7. Ericsson 3 7:12:38:59


Ericsson 4 mit Skipper Torben Grael (BRA) als erste in Galway (Rick Tomlinson/Volvo Ocean Race)


Green Dragon, mit Skipper Ian Walker (GBR) als 7. im Ziel (Rick Tomlinson/Volvo Ocean Race)

24.05.09: euro09 Piraten - Tagesbericht

Am dritten Wettfahrtstag, Samstag 23. Mai, konnte nur eine Regatta gesegelt werden. Die Mannschaften liefen zwar um 0900 Uhr aus, doch der leichte Nordwestwind schlief ein. Die Boote wurden dann bis etwa zwei Seemeilen vor Langenargen geschleppt, wo bei ca. Westwind von 1-2 Windstärken zum einzigen Lauf des Tages gestartet wurde. Dieser musste allerdings abgekürzt werden.

Gestern Abend fand im Clubzelt Arbon und im Freien der Piraten-Nationenabend statt, welcher traditionell zu jeder Euro Meisterschaft gehört.

Zu den letzten Läufen der Meisterschaft soll am Sonntagmorgen gestartet werden. Die Aussichten auf Wind sind hingegen nicht sehr verheissungsvoll. Letzte Startmöglichkeit 14.00 Uhr. Sollte kein Lauf mehr zustande kommen, wäre aber die Meisterschaft mit sechs gesegelten Läufen gültig.

Neu in Führung liegen Jörg Saeger und Andreas Gluschke vom BTB. Stephan Fels mit Timo Naef vom Yacht Club Arbon verbesserten sich auf den 6. Platz!

Ergebnisse 3. Tag >

Samstag, 23. Mai 2009

23.05.09: Gestern war beim Harder Match Race Cup Warten angesagt

Nach nur 4 Flights (ein Flight ist jeweils ein Set von drei Duellen) zog eine Gewitterfront mit Hagel über den Bodensee, von der das Harder Binnenbecken gestreift wurde. Um Materialschäden zu vermeiden, mussten die Rennen unterbrochen werden.

Das Gewitter war aber schnell vorbeigezogen, allerdings dauerte es einige Zeit, bis die Windverhältnisse sich wieder stabilisiert hatten. Unzählige Richtungswechsel kosteten die Regattaleitung und die Bojenleger Kraft und Nerven.

Die Bilanz am Abend sah den Dänen Mads Ebler und den Schweizer Eric Monnin mit jeweils vier Siegen in fünf Läufen in Führung. Nach dem Wechsel konnten Ian Ainslie aus Südafrika und Jacopo Pasini aus Italien beide ausgetragenen Läufe für sich entscheiden. Die beiden Österreicher, Roman Hagara und Hans Spitzauer, konnten gestern je einen Sieg für sich verbuchen.

Am Abend gab es einen Vortrag zum Thema Doping. Anschließend sorgten die Big Band Hard und ein sensationeller Sonnenuntergang für Stimmung im Festzelt. (Wolfgang M. Beck)


Hagara treibt Elber in Penalty (Foto: YCH)

23.05.09: euro09 Piraten - Vier Regatten am zweiten Meisterschaftstag

Am Auffahrtsmorgen waren 76 Piraten zum Auslaufen zur ersten Regatta bereit. Die Hochdruckwetterlage verhinderte leider einen Bilderbuchstart der Meisterschaft. Es herrschte Flaute, bis in den späten Nachmittag. Gestern Freitag wurde die Meisterschaft so richtig lanciert - gleich vier Läufe konnten bei sehr guten Winden gestartet werden.

In Führung liegen GER 4372 Detlef Hegert und Oliver Bajon. Bester Schweizer ist mit SUI 533 Stefan Fels mit Timo Naef vom einheimischen Yacht Club Arbon auf dem 8. Platz!

Ergebnisse 1. Tag >; Ergebnisse 2. Tag >








Fotos: Jürg Bollier

23.05.09: VOR - 7. Etappe kennt morgen Sonntag den Sieger

Mit Winden von über 40 kn segeln die Crews in den nächsten 24 Stunden Richtung Galway. Schon am Sonntag früh könnte der Sieger feststehen. Leider sind zur Zeit 3 der 7 Crews im Funkschatten (dürfen sie einmal pro Etappe). Dadurch ist es nicht möglich festzustellen, wer zur Zeit in Führung liegt. Ericsson 4 liegt 24 sm vor PUMA Ocean Racing und hat "nur" noch 435 sm zurück zu legen. Ericsson 3 folgen mit einem Rückstand von 66 sm und Telefonica Black mit einem von 71 sm. Im laufe vom Tag wird die Übersicht wieder besser!


Telefonica Black in stürmischer See! (Anton Paz/Telefonica Black/Volvo Ocean Race)

Freitag, 22. Mai 2009

22.05.09: Meisterschaftswürdige Verhältnisse

Vier Läufe zwischen zwei und vier Beaufort konnte am zweiten Tag der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Contender von Radolfzell ausgesegelt werden.

Nach den eher dürftigen Windbedingungen am ersten Tag, an dem erst spät abends ein Rennen auf dem See vor Radolfzell gestartet werden konnte, waren das endlich meisterschaftswürdige Verhältnisse.

Der Tagessieger vom Vortag, Gernot Götz aus Unteruhldingen, musste die Führungsposition an den Hamburger Jörg Dannemann abgeben und rangiert derzeit mit sechs Punkten Abstand auf der zweiten Position. Dritter nach fünf Rennen ist Jörg Schlienkamp vom Segelclub Westfalen.

Die weiteren Platzierungen der Segler vom Bodensee sind:
8. Jürgen Greis (JS Reichenau)
10. Christian Leonards ( JS Reichenau)
21. Holger Stengele ( SC Unteruhldingen)
25. Andreas Hohner ( YC Radolfzell)
26. Jürg Rudolf ( Altnauer SC)
28.Stefan Bärthele ( JS Reichenau)
30. Alfred Sulger (SV Dingelsdorf)
36. Patrick Ehinger ( YC Radolfzell)
52. Helgard Fischer (SV Dingelsdorf)
55. Martin Schnez (SV Dingelsdorf)
Ergebnisliste nach dem 2. Tag >


Foto: YCRa