Die Fähre „Konstanz“ ist von oben bis unten überholt worden. Die Stadtwerke Konstanz haben rund 750 000 Euro investiert.
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| Fähre-Mitarbeiter Wolfgang Pomrenke, Projektleiter Dieter Ehinger und der technische Leiter Hans-Dieter May (von links) am neuen Motor der Fähre „Konstanz“. Die Stadtwerke haben sie saniert. Bild: Hanser |
Für den absoluten Notfall liegen Holz und Säge bereit: In der Schifffahrt vertrauen die Fachleute immer noch auf bewährte Hilfsmittel. Sollte eine der Fähren zwischen Konstanz und Meersburg in echte Seenot geraten und Wasser ins Schiff gelangen, stehen Keile und Sandsäcke bereit, um ein Leck abzudichten. „Das Holz ist nach wie vor am einfachsten“, sagt Dieter Ehinger von den BSB (Bodensee-Schiffsbetriebe), der als Leiter der BSB-Werkstätten auch bei der Sanierung der Fähre „Konstanz“ federführend war. Holz und Säge sind aber noch nie zum Einsatz gekommen: „Ich weiß von keinem Fall, in dem wir sie gebraucht hätten.“ Und damit es nicht soweit kommt, wird die komplette Technik stets geprüft und bei Bedarf erneuert.
Die Stadtwerke haben eben die „Konstanz“ aufwändig saniert und rund 750 000 Euro in das Schiff gesteckt. Neues Glanzstück ist ein MTU-Motor. Der alte hat seine Schuldigkeit getan nach rund 130 000 Betriebsstunden seit dem Jahr 1985 – etwa 500 000 Überfahrten waren es oder 63 Erd-Umrundungen, wie Technik-Chef Hans-Dieter May vorrechnet. Der Einbau eines neuen Motorentyps sei immer sehr aufwändig. Doch er garantiere geringe Schadstoff-Ausstöße. Hinzu kommen moderne Rußpartikelfilter, die elektronisch gesteuert sind. Da alle Fähren mit MTU-Modellen ausgestattet sind, ist der Austausch von Ersatzteilen insgesamt einfacher und günstiger, erläutert Projektleiter Dieter Ehinger.
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