Sonntag, 31. Juli 2011

31.07.11: Schwierig, aber erfolgreich

TRAVEMÜNDE. Die 122. Auflage der Travemünder Woche endete wie sie begonnen hatte: mit schwierigen Wind- und Wetterbedingungen. Waren es am ersten Wochenende der TW allerdings stürmische Böen, die das Regattaprogramm auf ein Minimum reduziert hatten, so baute sich zum Finale keine segelbare Brise im Schmuddelwetter auf. Die Yachten mussten somit auf eine Fortsetzung ihrer Up-and-Down-Wettfahrten verzichten, und die 49er beendeten die Junioren-Weltmeisterschaft ohne das angesetzte Medaillenrennen mit dem Sieg der Dänen Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen. Immerhin riss die Wolkendecke nach Absage der Wettfahrten noch auf und bescherte Besuchern wie Teilnehmern sonnige Siegerehrungen sowie einen stimmungsvollen Abend, der von einem atemberaubenden Höhenfeuerwerk gekrönt werden sollte. Insgesamt kamen rund 800.000 Menschen aus Nah und Fern zur schönsten Segelregatta der Welt, für die der Lübecker Yacht-Club (LYC) verantwortlich zeichnet.

Insgesamt trübte vor allem das schlechte Wetter am ersten Veranstaltungswochenende zwar die Bilanz des Regatta- und Festivalgeschehens. In den Tagen dazwischen gab es aber auch beste Segelbedingungen und ein Gefühl von Sommer für die Feierlaunigen. Durch Improvisationskunst der Wettfahrtleitungen wurden Probleme aufgefangen und in 228 Wettfahrten insgesamt 1469 Teilnehmer in 740 Booten über den Kurs geschickt. „Damit erzielte die 122. Travemünder Woche sogar ein leichtes Teilnehmerplus im Vergleich zum Vorjahr“, freute sich Jens Kath als neuer stellvertretender LYC-Vorsitzender, der im Verein für die Travemünder Woche und den Regattasport zuständig ist.

Die Besucherzahl konnte nicht an 2010 anknüpfen, als die Schallmauer von einer Million durchbrochen wurde. „Aber die Qualität der Gäste gemessen an Verweildauer und Spendierfreudigkeit war wieder sehr hoch“, betonte Uwe Bergmann als Chef der beauftragten Hamburger Eventagentur uba. Sie genossen die beiden Höhenfeuerwerke, die Classic-Night am Strand, 28 Konzerte auf der Festivalbühne, weitere zahlreiche Auftritte auf den anderen sieben kleineren Bühnen sowie die abwechslungsreichen Programmpunkte entlang der Travepromenade und Strandallee.

Ein neuer TW-Siegrekord, eine Wettfahrtpremiere auf der Pötenitzer Wiek, allerdings auch ein kompletter Regattaausfall für eine Klasse und nicht zuletzt die Vergabe von drei Deutschen, sechs Europa- und vier Weltmeisterschaftstiteln waren die sportlichen Schlagzeilen vom 22. bis 31. Juli auf den zehn Bahnen in der Lübecker Bucht.

Den letzten Titel 2011 im Rahmen der Travemünder Woche sicherten sich die 49er-Segler Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen. Die Dänen haben mit dem Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaft Segelgeschichte geschrieben, denn erstmals wurde in der olympischen Klasse eine U23-WM ausgesegelt. Der Abschlusstag wurde für die jungen Akteure auf den schnellen Skiffs allerdings noch einmal zur Geduldsprobe, denn fünf Stunden harrten sie an Land aus, bevor schließlich klar war, dass kein segelbarer Wind mehr aufkommen würde. Damit hatte das Resultat vom Vortag Gültigkeit.

Die Dänen mussten sich in der Gesamtwertung zwar den Kielern Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann geschlagen geben, die allerdings altersbedingt außerhalb der Junioren-Wertung fuhren, indes ihren ersten Travemünder Woche-Sieg feierten. Für Schadewaldt/Baumann war die TW die letzte Vorbereitung auf die Pre-Olympics in Weymouth, zu denen sie bereits am Dienstag abreisen. „Wir wollen in Weymouth eine gute Leistung abrufen. Ob es dann dazu reicht, um ins Medal Race zu fahren, werden wir sehen. Noch sind die Jungs an der Spitze einen Tick besser, aber wir arbeiten uns heran“, sagte Schadewaldt.

Ohne weitere Rennen wurde auch auf der Seebahn das Geschehen beendet. Damit konnten die Yacht-Crews insgesamt nur an zwei der vier vorgesehenen Wettfahrttage segeln. Bei den Up-and-Down-Wettfahrten sicherten sich die Yachten „Picaro“ (Georg Westphal/Lübeck) in der Wertungsgruppe OSC I, „na und“ (Stefan Meining/Lübeck) in OSC II, „Scylla“ (Harald Schöppener/Triwalk) in OSC III, „Ratz-Fatz“ (Lennart Stegmann/Lübeck) in OSC IV und die „patent³“ (Jürgen Klinghardt/Bremen) in OSC V die Siegerpreise.

Insgesamt fielen zur Travemünder Woche in 40 Disziplinen Entscheidungen. Nur die Musto Skiffs mussten aufgrund der zu starken Winde an ihren einzigen beiden Regattatagen ganz ohne Wettfahrt wieder aus Travemünde abreisen – ein Novum zur TW, ebenso wie der Regattatag in der Travebucht Pötenitzer Wiek. Die Kielzugvögel zogen am ersten TW-Wochenende hierhin um, um den heftigen Bedingungen auf der Ostsee auszuweichen.

Im Mittelpunkt des sportlichen Interesses standen naturgemäß die internationalen Titelentscheidungen. Und die deutschen Athleten setzten sich dabei gekonnt in Szene. Jeweils WM-Gold ging im Folkeboot an die Crew des Berliners Stefan Schneider und im Laser 2 an Lisa Buddemeier/Matthias Düwel (Kiel/Norderstedt). Dazu holten die Brüder Jens und Jan Schlittenhard aus Braunschweig in der Javelin den EM-Titel. Damit waren die Gastgeber erfolgreichste Nation. Die weiteren WM-Titel gingen in die USA an Chris Maas im International Canoe und bei den 49er-Junioren eben an Gormsen/Thomsen (Dänemark).

Bei den Europameisterschaften trugen sich vier weitere Nationen in die Siegerlisten ein. Doppel-Gold gab es in der Europe für Schweden. Emil Bengtson bei den Jungen und Julia Carlsson bei den Mädchen sicherten sich die Jugendtitel. Aus Dänemark kamen die 29erXX-Siegerinnen (Jeanine Olrik/Frederikke Graversen), aus Großbritannien „die dominierende Motte“ (Moth-Klasse), Chris Rashley, sowie aus den Niederlanden die neuen Titelträger in der J/22 (Ronald Veraar und Crew).

Für eine weitere Steigerung ihres Siegrekordes zur TW sorgten die Brüder Helge und Christian Sach aus dem ostholsteinischen Zarnekau, die mit ihrem Erfolg bei den Formula 18-Katamaranen nunmehr 17 Mal auf die oberste Stufe des Siegertreppchens steigen durften.

Durch die sommerlichen Tage zur Mitte der Travemünder Woche durfte das Gros der 160 Standbetreiber aus dem In- und Ausland zumindest eine befriedigende Bilanz ziehen. Die emotionalen Höhepunkte waren die Pyro- und Musikshow zur Classic-Night am Dienstag und das Höhenfeuerwerk auf Musik am Mittwoch. Die milden Temperaturen hatten zur Classic-Night rund 30.000 Menschen am Strand zusammengeführt, dreimal so viele Besucher wie bei der Premiere im Vorjahr, und der Mittwoch wurde mit rund 100.000 Besuchern über den ganzen Tag zum stärksten Mittwoch in der Geschichte der Travemünder Woche.

Zum schon traditionell begeisternden Ereignis gerieten die beiden Auftritte der Oldenburger Band „United Four“, die jeweils 4000 bis 5000 Menschen vor der Bühne versammelten und damit selbst Topstars wie Fools Garden, G.G. Anderson und Gunter Gabriel den Rang abliefen. Die Livemusik ist dennoch zunehmend auf das reifere Publikum zugeschnitten, während die Jüngeren gern zur Diskomusik in den Beachclubs am Strand feiern. Dabei zeigte sich, dass trotz vereinzelter Exzesse die Alkoholprävention wirkt. An diesem Projekt soll weiter gearbeitet werden. So ist für 2012 ein speziell auf die Jugend zwischen 13 und 18 Jahren abgestimmter Aktionsbereich geplant, der selbstverständlich alkoholfrei sein soll.

Ganz ohne medizinische Vorfälle an Land und auf dem Wasser kam die Travemünder Woche nicht aus. Die etwa 100 Helfer von THW und DRK-Wasserwacht leisteten rund 30 Erste-Hilfe-Einsätze, davon 20 auf dem Wasser. Die Liste reichte vom Wespenstich bis hin zu einer leichten Kopfverletzung einer Seglerin, die einen Baum an den Kopf bekommen hatte.

An der Hälfte der geplanten acht Tage wurden die Trave Races, Segel-Showrennen mitten in der Trave, schmerzlich vermisst. Die schwierigen Windbedingungen ließen das Spektakel in der Arena nur viermal zu. Dabei aber zeigte sich, welch hohes Potenzial in diesem Format steckt. Eine fachkundige Moderation kann den flanierenden Besuchern den Segelsport näher bringen. Insgesamt ließen sich mehrere Zehntausend Zuschauer von dem Wind- und Wellensport faszinieren.

Nach zehn wetterbedingt teils schwierigen Tagen, aber zahlreichen Segel- und Festivalhöhepunkten durften die Organisatoren zufrieden Bilanz ziehen und mit Volldampf auf das 125-jährige Jubiläum der TW in 2014 zusteuern. „Unser ganz besonderer Dank gilt den rund 300 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie unseren Sponsoren und Ausstattern mit den drei Hauptpartnern boot, Lübzer und VW an der Spitze“, so der neue Vorsitzende des Lübecker Yacht-Clubs, Dierk Faust, „ohne sie bekämen Teilnehmer und Besucher keine so hochklassige Travemünder Woche geboten.“ Nun heißt es, die 123. Travemünder Woche vorzubereiten, die vom 20. bis 29. Juli 2012 stattfindet. Ein sportlicher Höhepunkt wird die Weltmeisterschaft der 29er-Gleitjollen sein, zu der rund 200 Boote erwartet werden.

Endergebnisse vom letzten Wettfahrttag der 122. Travemünder Woche Sonntag, 31. Juli 2011
Keine weiteren Wettfahrten mehr!

49er-Juniorenweltmeisterschaft
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen (Dänemark) 41; 2. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 43; 3. Vincent Berthez/Marc Mallaret (Frankreich) 54; 4.Max Richardson/Nick Redding (Großbritannien) 71; 5. Erik Heil/Thomas Plößel (Kiel) 74; 6.Roggero Tita/Lorenzo Franceschini (Italien) 80.

49er
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel) 34 Punkte; 2. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen (Dänemark) 45; 3. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 48; 4. Vincent Berthez/Marc Mallaret (Frankreich) 60; 5. Erik Heil/Thomas Plößel (Kiel) 77; 6. Max Richardson/Nick Redding (Großbritannien) 79.


Seebahn

OSC I
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 3 Punkte; 2. Tabaluga (Uwe Wulf/Lübeck) 10; 3. Team Xive (Martin Christiansen/Buxtehude) 14; 4. made in sweden (Matthias Renner/Lübeck) 15; 5. Noodles (Ulrich Martens/Grevesmühlen) 15; 6. Fru Hansen (Frank Haßler/Sereetz) 17.

OSC II Endstand nach drei Wettfahrten: 1. na und (Stefan Meining/Lübeck) 4 Punkte; 2. Caelestia (Olaf Höhn/Lütjenburg) 10; 3. Per4mens (Dirk Meiburg/Lübeck) 10; 4. TSUNAMI (Lutz Pouplier/Geesthacht) 13; 5. NiC 3 (Clemens Reichert/Neustadt i.H.) 13; 6. SISQUA (Armin Balser/Frankfurt am Main) nicht gestartet.

OSC III
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Scylla (Harald Schöppener/Dorf Triwalk) 5 Punkte; 2. Celestine (Andreas Peschlow/Berlin) 5; 3. Blaue Maus (Christian Satz/Hamburg) 9; 4. OHLALA (Katja Schmütsch/Heiligenhafen) 14; 5. MAKATEA (Gerd Schneider/Lübeck) 16; 6. Inmaris (Uwe Koch/Hamburg) 21.

OSC IV
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Ratz-Fatz (Lennart Stegmann/Lübeck) 3 Punkte; 2. Happy Hour (Stefan Bertram/Lübeck) 6; 3. Snabelskoen (Bjoern Carstensen/Scharbeutz) 12.

OSC V
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 5 Punkte; 2. Inschallah VI (Volker Andreae/Goernestr. 27) 8; 3. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 9; 4. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 12; 5. Penta (Uli Amann/Schleswig) 17; 6. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 18.

ORC
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 5 Punkte; 2. Inschallah VI (Volker Andreae/Hamburg) 8; 3. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 9; 4. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 12; 5. Penta (Uli Amann/Schleswig) 17; 6. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 18

ORC I
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Inschallah VI (Volker Andreae/Hamburg) 4 Punkte; 2. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 5; 3. Flossy (Christian Förster/Hamburg) 9; 4. POGO 2 (Oliver Lorenz/Mönchengladbach) 18; 5. TUTIMA (Kirsten Harmstorf/Hamburg) 21; 6. Zephyr (Steffen Müller/Wrist) 21.

ORC II
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 3 Punkte; 2. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 8; 3. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 12; 4. Penta (Uli Amann/Schleswig) 13; 5. Elfe of New York (Jan Heinritz/Heiligenhafen) 17; 6. nightfever (Jan Gröpper/Lübeck) 18.

Yardstick
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 3 Punkte; 2. Bodenaturkost.de (Frank Bode/Hamburg) 11; 3. Tabaluga (Uwe Wulf/Lübeck) 12; 4. Team Xive (Martin Christiansen/Buxtehude) 16; 5. made in sweden (Matthias Renner/Lübeck) 17; 6. Noodles (Ulrich Martens/Grevesmühlen) 17.

SuperCup der Stadtwerke Lübeck

OSC I
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 4 Punkte.

OSC II
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. na und (Stefan Meining/Lübeck) 4 Punkte.

OSC III
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. Scylla (Harald Schöppener/Dorf Triwalk) 4 Punkte.

OSC V
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 7 Punkte.

ORC
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 7 Punkte.

Yardstick
Sieger nach vier Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 4 Punkte.

31.07.11: TeamGaebler gewinnt Int. Deutsche Meisterschaft

Traum-Serie vor Travemünde mit 9 Rennsiegen.

Erneut zeigte sich die Lübecker Bucht vor Travemünde von Ihrer besten Seite. Wir hatten alles was man sich so als Segler wünsche kann. Sehr leichte Winde bis Hammerböen. Die Serie fing soft an und wurde am 3 Tag so richtig wild mit Böen bis 6 und einer sehr ruppigen Welle.

Die 12 Rennen über 4 Tage haben uns alles abverlangt. Zum einen war es taktisch sehr anspruchsvoll und Mental sehr anstrengend, zum anderen forderte der starke Wind uns ganze Kondition und Technik. Einige beinahe Kenterungen und Stecker sorgten dann für den extra Adrenalin Kick. Es war Tornado Segeln vom allerfeinsten in Travemünde.

Und in der „Segelarena Trave“ konnten wir unser Tornadosegeln erneut vor 10.000 Zuschauer live und spektakulär präsentieren. Es war leider etwas wenig Wind, doch der reichte aus um mit einem Rumpf vor großem Publikum über die Trave zu fliegen. Das Team des NDR begleitete uns die Tage und stellte unser Olympia Projekt im Mixed Sailing und das der 29er Damen zur besten Sendezeit am Samstag vor. Das ist sicher die beste Werbung für unseren faszinierenden Sport.

18 Segel-Teams waren am Start bei der Int. Deutschen Meisterschaften der ultraschnellen Tornados. Einige Segler kamen allerdings nicht so heile durch die Serie wie wir. Bei dem starken Winden gab es ein paar Verletzungen und die Segler konnten die Serie nicht weiter segeln, obwohl sie zu der Zeit unter den Top 5 lagen. Besonders schade, weil am letzten Tag uns schönste Sonne und bester Wind ein tolles Finale schenkte mit 3 spannenden Finalrennen.

Dass wir 9 von den 12 Rennen bei den sehr unterschiedlichen Windbedingen gewinnen konnten, hat uns am Ende selber gewundert. Und das wir da so heile durch die Serie gekommen sind, hat uns besonders gefreut. Es war einfach eine Traumserie vor Travemünde mit einem tollen Sieg. Zugleich auch ein exzellentes Training für die kommende WM, die am 21. August auf dem Bieler See in der Schweiz startet.

Dort erwarten wir viele internationale Teams und die gesamte Elite der europäischen Segler. Der Bieler See ist ebenfalls taktisch sehr anspruchsvoll und es wird sehr schwer die Schweizer Top Teams auf ihrem Heimatrevier zu schlagen.

Vorher machen wir noch einen kleinen Abstecher nach Cowes zur Extreme Sailing Series. Dort werden wir mit dem Extreme40 vom 6.-12. August während der Cowes Week unser Bestes geben. Viele Grüße, Euer TeamGaebler.

Bericht NDR TV > | Ergebnis >

31.07.11: Alpen Pokal geht an Dirk Stadler

Dirk Stadler GER-1656 holt sich den Alpen Pokal der H-Boote am Gardasee.

Erfolgreich waren auch die Schweizerboote SUI-530 Conny Zech (RVB) auf dem 6., SUI-529 mit Adi Gerlach, Marco Bühler und Jan Gerlach (YCRo) auf dem 10. und Georg Kugler SUI-513 (RVB) auf dem 23. Platz. Sehr erfreulich die grosse Teilnehmerzahl von 29 Booten!

Resultate >

31.07.11: Sachs im LYC und Glück: 17. TW-Sieg!

TRAVEMÜNDE. Die Brüder Helge und Christian Sach aus Zarnekau in Ostholstein sind bei der Travemünder Woche weiterhin auf Rekordjagd. In der 122. Auflage der schönsten Segelregatta der Welt landeten sie am Sonnabend (30. Juli) im Formula 18-Katamaran ihren inzwischen 17. Gesamtsieg – so viele, wie niemand anderes zuvor feiern durfte. Sie waren bei ihrem Erfolg ebenso souverän wie die Katamaran-Kollegen Roland und Nahid Gäbler (Tinglev), die bei den Tornados die Internationale Deutsche Meisterschaft für sich entschieden.

Auch in den anderen Klassen gab es keine Zweifel an den Siegern. Die 505er-Asse Meike Schomäker/Holger Jess (Kiel) brillierten, indem sie die Konkurrenz in sämtlichen Wettfahrten in die Schranken verwiesen: neun Tagessiege! Diese Bilanz ist zur TW 2011 zwar einmalig, aber auch Laser-Segler Marco Grasse (Berlin) und Contender-Akteur Jan von der Bank (Eutin) sorgten für klare deutsche Gesamterfolge. Nach Spanien für Carlos Robles/Florian Trittel gingen indes die größten Pokale bei den 29ern, und die Europameisterschaft der aufstrebenden 29erXX-Klasse gewannen die Däninnen Jeanine Olrik/Frederikke Graversen vor den Kieler Zwillingsschwestern Jule und Lotta Görge.

„Dieser Rekord bedeutet uns sehr viel. Das ist unser Heimatrevier, und da wollen wir auch noch einige Jahre lang vorn dabei sein, nach Möglichkeit die Serie von 20 Siegen vervollständigen“, sagte Helge Sach (54), der seit dieser Woche mit seinem Bruder Christian (52) Mitglied im Lübecker Yacht-Club ist, um die Heimatverbundenheit auch durch die Vereinszugehörigkeit zu dokumentieren.

Mit etwas Wehmut blickt Helge Sach noch auf die Zeit zurück, zu der das Team die TW als Bauern nur von Ferne beobachten konnten. „Wenn wir das Feld bestellt haben, konnten wir auf die Regattabahn blicken und die anderen über das Wasser fliegen sehen. Das hat schon geschmerzt.“ Diesmal waren sie aber bei den F18 mittendrin, das heißt eigentlich vorn weg, denn von den zwölf Rennen gewannen sie neun und hätten rechnerisch schon zum vorletzten gar nicht mehr anzutreten brauchen. Das taten sie dennoch, wurden noch ein zweites Mal Zweite und verzichteten schließlich auf die letzte Wettfahrt. Dennoch betrug der Vorsprung in der Endabrechnung vor Jörg Gosche und Hannes Pegel aus Bremen 32 satte Punkte.

Fast schon zur Routine wird der Titelgewinn bei einer Meisterschaft auch für Roland Gäbler. „Ich weiß wirklich nicht, wie viele deutsche Titel es inzwischen sind“, sagte er, gestand aber auch ein, dass in diesem Jahr bei den Tornados nach der WM im Vorjahr etwas die Konkurrenz fehlte: „Wir hätten uns Helge und Christian als Gegner gewünscht. So war es schon sehr deutlich, was aber auch daran lag, dass wir dieses Revier bestens kennen. Woanders hätte es sicherlich anders ausgesehen“, so Gäbler, der mit seiner Ehefrau ebenfalls neun von zwölf Rennen gewann.

So klar wie Meike Schomäker und Holger Jess gestaltete kein Team den Travemünder Woche-Sieg. Die WM-Fünften des Vorjahres hatten die Konkurrenz zu jeder Zeit im Griff und legten eine makellose Serie hin. Meike Schomäker hatte vor allem den Freitag auf der Bahn genossen, als bei anspruchsvollsten Bedingungen vier Rennen über die Bahn gebracht wurden: „Das war ein perfekter Segeltag. Wir hatten richtig Spaß.“

Etwas mehr Spaß auf dem Wasser hätte Contender-Sieger Jan von der Bank erfreut. Der Ex-Weltmeister wäre gern mehr Wettfahrten gefahren. „Durch verschiedene Umstände hat das aber nicht geklappt, das war ein bisschen schade“, so von der Bank, der nach vier Wochen Segel-Urlaub in der Türkei immer noch nicht genug von Wind und Wellen hatte.

Reichlich mit Preisen dekoriert verließ Marco Grasse die Travemünder Woche. In Abwesenheit der deutschen Elite sammelte der 23-Jährige aus Berlin die Siegertrophäen in der olympischen Laser-Klasse ein, die er nun wieder an ihren angestammten Platz stellen kann. Denn vor zwei Jahren hat sein Mitbewohner in der Studenten-WG in Kiel, Frithjof Schwerdt, die Preise gewonnen, nun kommen sie wieder in die gleiche Vitrine. „Durch das Fehlen der absoluten Spitze war die Atmosphäre sehr angenehm – sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Das war purer Spaß an der Freud“, sagte Grasse.

Auf der strandnahen Bahn Golf testeten die 29er in diesem Jahr das Revier für 2012, denn dann wird die Klasse vor Travemünde ihre Weltmeister ermitteln. Die Generalprobe für die WM beendeten die Spanier Carlos Robles/Florian Trittel auf der Topposition und schnappten damit den jungen LYC-Seglern Ole Kuck/Niclas Kath den Heimsieg weg.

Für die Großversion des Skiffs, den 29erXX, war die TW jetzt schon Meisterschaftsrevier. Bei der inoffiziellen Europameisterschaft mussten sich die heimischen Teams aber auch hier geschlagen geben. Jule und Lotta Görge aus Kiel konnten die Däninnen Jeanine Olrik/Frederikke Graversen in elf Rennen nur viermal hinter sich lassen, waren aber dennoch glücklich: „Das war unsere erste Regatta auf dem 29erXX und jetzt sind wir Vize-Europameister, das ist doch super, auch wenn das Feld sehr klein war“, sagte Lotta Görge, die gerade erst eine Ellenbogen-Verletzung auskuriert hat. Die dänische Crew hatte vor allem bei Starkwind das bessere Bootshandling, segelt aber auch bereits seit eineinhalb Jahren auf dem Skiff. Der dritte Platz ging an Paul Kohlhoff/Carolina Werner aus Kiel, die sonst 29er segeln, für die EM aber ihr Boot auf die Großversion umgerüstet haben.

Am Sonntag gibt es vor Travemünde nun noch eine weitere WM-Entscheidung. Die 49er ermitteln ihre Junioren-Weltmeister. Ganz an der Spitze des Rankings, aber wegen des zu hohen Alters außer Konkurrenz stehen hier die deutschen Olympia-Aspiranten Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel), die gleich nach Beendigung der TW nach Weymouth zu den Pre-Olympics abreisen. „Die TW war für uns eine gute Vorbereitung auf die Pre-Olympics. Wir haben für uns festgestellt, dass Regatten das beste Training sind, und es war hier richtig schön eng an der Linie“, sagte Tobias Schadewaldt. Am Sonntag wollen sie nun gern den TW-Sieg einfahren, in der Junioren-WM-Wertung liegen dagegen die Dänen Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen in Führung.

Einen Sieg zur TW durften Schadewaldt/Baumann am Sonnabend schon feiern. Im Trave-Race vor Tausenden Zuschauern lieferten sie sich einen packenden Fight mit Tim und Tom Lange aus Kiel. Auf den Millimeter genau schoben die beiden Skiffs im zweiten Rennen ihren Gennaker-Baum über die Linie, und lediglich aufgrund des besseren ersten Laufes durften die Olympia-Aspiranten den Erfolg in dieser Show-Veranstaltung feiern.

Daneben beenden am Sonntag auch die Seesegler in fünf Wertungsklassen nach der Ostsee-Cup-Wertung (OSC) ihre Travemünder Woche. Dafür sind noch zwei Up-and-Down-Wettfahrten geplant. Die ersten drei absolvierten die Yacht-Crews bereits am Sonnabend, bei taktisch schwierigen Bedingungen, da der Wind mit Drehern von 20 bis 30 Grad pendelte. Bei zunehmenden Winden mit bis zu 20 Knoten in der dritten Wettfahrt und Sonnenschein konnte Wettfahrtleiter Jens Kath ein rundes Programm anbieten. Einige Crews waren indes nicht vom Glück verfolgt. Auf der „Tutima“ musste noch vor dem ersten Start eine verletzte Seglerin abgeborgen und von der DRK-Wasserwacht ins Krankenhaus gebracht werden. Auch auf der „Makatea“ gab es einen Leichtverletzten – nach einem Crash in der zweiten Wettfahrt mit der „Ohlala“, die zudem in der letzten Tageswettfahrt noch ein „Frau über Bord“-Manöver fahren musste.

Mit dem Abschluss der Up-and-Down-Wettfahrten werden auf der Seebahn zudem die Sieger des Supercups der Statdwerke Lübeck gekürt. Dieser Cup ist in den OSC-Wertungen die Gesamtwertung aus dem Mittelstrecken-Rennen des ersten TW-Wochenendes und der Kurzwettfahrten. Ab zirka 14 Uhr sollte das finale Medaillenrennen der olympischen 49er je nach Windrichtung nahe der Nordermole für einen packenden Regattaabschluss der 122. Travemünder Woche sorgen.

Ergebnisse gesamt >

Ergebnisse vom achten Wettfahrttag der 122. Travemünder Woche Sonnabend, 30. Juli 2011

Endergebnisse 29erXX-Europameisterschaft
Endstand nach elf Wettfahrten: 1. Jeanine Olrik/Frederikke Graversen (Dänemark) 16 Punkte; 2. Jule und Lotta Görge (Kiel) 24; 3. Paul Kohlhoff/Carolin Werner (Musterstadt) 30; 4. Sara Engström/Hanna Klinga (Schweden) 35; 5. Patricia Coro/Cristina Rodes (Spanien) 59; 6. Laura und Marta Capdevila (Spanien) 67.

Tornado-Internationale Deutsche Meisterschaft
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Roland und Nahid Gäbler (Tinglev) 13 Punkte; 2. Heiko Söhle/Thomas Noll (Lehrte) 41; 3. David Krizek/Adam Zdenek (Tschechien) 52; 4. Markus und Andreas Betz (Überlingen) 53; 5. Lutz Stadtmüller/Fabian Neun (Ahrensburg) 56; 6. Thilo Keller/Maren Odefey (Berlin) 70.

Laser
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Marco Grasse (Berlin) 14 Punkte; 2. Michael Zittlau (Kiel) 24; 3. Christoph Froh (Schwerin) 45; 4. Alexander Andersen (Den) 53; 5. Thomas W. Mueller (Köln) 54; 6. Ralf Marten (Großhansdorf) 66.

505er
Endstand nach neun Wettfahrten: 1. Meike Schomäker/Holger Jess (Kiel) 8 Punkte; 2. Sophie Heyer/Sebastian Salein (Berlin) 27; 3. Norbert Dasenbrook/Sven Meier (Düsseldorf) 38; 4. Martin Kittsteiner/Oliver Stieglitz (Hamburg) 42; 5. Hartwig Friederichs/Antje Gosch (Hamburg) 47; 6. Christian Niefert/Sven Dömges (Beidenfleth) 56.

29er
Endstand nach zehn Wettfahrten: 1. Carlos Robles/Florian Trittel (Spanien) 12 Punkte; 2. Ole Kuck/Niclas Kath (Lübeck) 17; 3. Lea Galsgaard/Magnus Dahl (Dänemark) 24; 4. Hanna und Lisa Schälke (Kiel) 42; 5. Till Dittmers/Lukas Schäper (Wentorf) 47; 6. Clara Weimer/Anabel Plieth (Westerau) 82.

Contender
Endstand nach fünf Wettfahrten: 1. Jan von der Bank (Eutin) 5 Punkte; 2. Hannes Seidel (Potsdam) 12; 3. Andreas Voigt (Potsdam) 12; 4. Christian Krupp (Hamburg) 13; 5. Volker Niediek (Braunschweig) 13; 6. Michael Starck (Idstein) 28.

Formula 18
Endstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 13 Punkte; 2. Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) 45; 3. Wolfgang Godderis/Christoph Richter (Gmund) 60; 4. Martin Friedrichsen/Finn Heeg (Flensburg) 61; 5. Christoph Bock/Jens Piepke (Bad Schwartau) 67; 6. Musab Al Habi/Ra'ad Al Hadi (Oman) 85.

49er-Juniorenweltmeisterschaft
Gesamtstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen (Dänemark) 41; 2. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 43; 3. Vincent Berthez/Marc Mallaret (Frankreich) 54; 4.Max Richardson/Nick Redding (Großbritannien) 71; 5. Erik Heil/Thomas Plößel (Kiel) 74; 6.Roggero Tita/Lorenzo Franceschini (Italien) 80.

Internationale und Nationale Klassen

49er
Gesamtstand nach zwölf Wettfahrten: 1. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel) 34 Punkte; 2. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen (Dänemark) 45; 3. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 48; 4. Vincent Berthez/Marc Mallaret (Frankreich) 60; 5. Erik Heil/Thomas Plößel (Kiel) 77; 6. Max Richardson/Nick Redding (Großbritannien) 79.

Seebahn

OSC I
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 3 Punkte; 2. Tabaluga (Uwe Wulf/Lübeck) 10; 3. Team Xive (Martin Christiansen/Buxtehude) 14; 4. made in sweden (Matthias Renner/Lübeck) 15; 5. Noodles (Ulrich Martens/Grevesmühlen) 15; 6. Fru Hansen (Frank Haßler/Sereetz) 17.

OSC II
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. na und (Stefan Meining/Lübeck) 4 Punkte; 2. Caelestia (Olaf Höhn/Lütjenburg) 10; 3. Per4mens (Dirk Meiburg/Lübeck) 10; 4. TSUNAMI (Lutz Pouplier/Geesthacht) 13; 5. NiC 3 (Clemens Reichert/Neustadt i.H.) 13; 6. SISQUA (Armin Balser/Frankfurt am Main) nicht gestartet.
OSC III
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Scylla (Harald Schöppener/Dorf Triwalk) 5 Punkte; 2. Celestine (Andreas Peschlow/Berlin) 5; 3. Blaue Maus (Christian Satz/Hamburg) 9; 4. OHLALA (Katja Schmütsch/Heiligenhafen) 14; 5. MAKATEA (Gerd Schneider/Lübeck) 16; 6. Inmaris (Uwe Koch/Hamburg) 21.

OSC IV
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Ratz-Fatz (Lennart Stegmann/Lübeck) 3 Punkte; 2. Happy Hour (Stefan Bertram/Lübeck) 6; 3. Snabelskoen (Bjoern Carstensen/Scharbeutz) 12.

OSC V
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 5 Punkte; 2. Inschallah VI (Volker Andreae/Goernestr. 27) 8; 3. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 9; 4. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 12; 5. Penta (Uli Amann/Schleswig) 17; 6. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 18.

ORC
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 5 Punkte; 2. Inschallah VI (Volker Andreae/Hamburg) 8; 3. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 9; 4. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 12; 5. Penta (Uli Amann/Schleswig) 17; 6. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 18

ORC I
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Inschallah VI (Volker Andreae/Hamburg) 4 Punkte; 2. Adamas (Jan Peters/Bad Malente) 5; 3. Flossy (Christian Förster/Hamburg) 9; 4. POGO 2 (Oliver Lorenz/Mönchengladbach) 18; 5. TUTIMA (Kirsten Harmstorf/Hamburg) 21; 6. Zephyr (Steffen Müller/Wrist) 21.

ORC II
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. patent3 (Jürgen Klinghardt/Bremen) 3 Punkte; 2. Nordsail MOJO (Holger Reppin/Lübeck) 8; 3. Kühnezug Goldkatze (Manfred Böttcher/Weddelbrook) 12; 4. Penta (Uli Amann/Schleswig) 13; 5. Elfe of New York (Jan Heinritz/Heiligenhafen) 17; 6. nightfever (Jan Gröpper/Lübeck) 18.

Yardstick
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Picaro (Georg Westphal/Lübeck) 3 Punkte; 2. Bodenaturkost.de (Frank Bode/Hamburg) 11; 3. Tabaluga (Uwe Wulf/Lübeck) 12; 4. Team Xive (Martin Christiansen/Buxtehude) 16; 5. made in sweden (Matthias Renner/Lübeck) 17; 6. Noodles (Ulrich Martens/Grevesmühlen) 17.

Samstag, 30. Juli 2011

30.07.11: Holy Smoke mit Albert Schiess als erste im Ziel

Bereits um 11:04:00 durchsegelte Albert Schiess mit seiner Holy Smoke das Ziel vor Bregenz mit einem Vorsprung von über einer halben Stunde vor Sonnenkönig mit Simon Koster. Einlaufliste >  | Resultate >
Foto: Jürg Kaufmann (Rund Um)

30.07.11: Erste Bilder vom Start West-Ost

Peter Nietsch schoss die ersten Bilder vom Flauten-Start heute Morgen zur Regatta West-Ost vom Jakobsteg.
Link >

30.07.11: Alpen Pokal Gardasee

Bereits konnten 4 Wettfahrten am Alpen Pokal Gardasee beim FRAGLIA VELA MALCESINE gesegelt werden. Es führt GER 1656 Dirk Stadler vor 1455 Miki Liebl und Schweizer Meister GER 1458 Walter Pulz. Bereits auf dem 4. Rang liegt SUI 530 Conny Zech. Adi Gerlach SUI 529 liegt auf dem 17. und Kugler Georg SUI 513 auf dem 24. Rang von 29 Teilnehmern. Ergebnisse >

30.07.11: Hörgenuss auf dem See

Südkurier / Die MS Sonnenkönigin wird beim Festival Kammermusik Bodensee zum schwimmenden Konzertsaal.

„Begonnen hat es als Geburtstagsfestival zum zehnjährigen Bestehen des Schweizer Klaviertrios“, erzählt Martin Lucas Staub, Pianist dieses Ensembles und Künstlerischer Leiter von Kammermusik Bodensee. Schon ein Jahr später, 2009, fanden dann erstmals Konzerte auf dem Bodensee statt, wobei mit der MS Sonnenkönigin eine spektakuläre Spielstätte gefunden wurde. „Während der Fahrt hinaus auf den See gibt es Zeit für einen gemütlichen Apéro auf dem Sonnendeck oder Oberdeck. Mit der hochgefahrenen Rampe zum Oberdeck und mit der Konzertbestuhlung wandelt sich das Schiff zu einem schwimmenden Konzertsaal. Während die MS Sonnenkönigin sanft in den Wellen treibt, sorgen Musiker von internationalem Renommee für musikalische Leckerbissen. Anschließend hat das Publikum Zeit, das kulinarische Angebot zu genießen und kann so den Anlass gemeinsam mit den Künstlern gediegen ausklingen lassen. Wir ermöglichen damit ‚Stars zum Anfassen' und möchten den Besuchern ein unvergessliches Konzerterlebnis vermitteln“, so Staub. Lesen Sei weiter >

30.07.11: Grosse Suchaktion im Bodensee

Südkurier/Am Freitagmorgen versetzte ein Anruf die Wasserschutzpolizei in Angst und Schrecken: Bootsführer wollen beobachtet haben, wie eine Person im Zeller See ertrunken ist.

Von einem Fehlalarm geht die Wasserschutzpolizei bei einer Meldung über eine angeblich zwischen dem Radolfzeller Konzertsegel und Gundholzen ertrunkenen Person aus. DLRG, Feuerwehr, Taucher und die Wasserschutzpolizei suchten am Vormittag den fraglichen Bereich ab, fanden aber niemanden. Da auch keine Vermisstenmeldung vorliegt und es sich bei der fraglichen Person nach Zeugenaussagen um einen Taucher gehandelt haben könnte, gehen die Helfer von keinem Unglücksfall aus. Die Aktion war von etliche Personen vom Radolfzeller Seeufer beobachtet worden und hatte zu Spekulationen geführt.

30.07.11: WEST - OST Regatta gestartet

Schon bald werden die ersten Boote auf der Webcam Altnau www.bodensee-news.ch/webcams.html zu sehen sein. Eine weitere Webcam ist diejenige beim Pier Uttwil (auf meiner ersten Seite rechts oben). Aber auch dem deutschen Ufer werden Segelboote zu sehen sein, hat es doch Teilnehmer, die bei diesen Flautentagen immer auf diese Seite ausweichen. Bereits am Abend werden die ersten Resultate bekannt sein.

Freitag, 29. Juli 2011

29.07.11: Fortuna ist eine launische Diva

Deutsches Freud und Leid bei den TW-Titelentscheidungen.

TRAVEMÜNDE. Ein Tiefdruck-Ausläufer über der Lübecker Bucht hat am Freitag (29. Juli) für ein rasantes Finale in sieben internationalen Meisterschaften zur 122. Travemünder Woche gesorgt. Mit Winden zwischen vier und fünf Beaufort, in Spitzen auch darüber, kamen die Starkwind-Experten auf ihre Kosten – mit Glück und Pech für die deutschen Athleten. Während Motten-Segler Markus Steeg (Budenheim) wegen Materialbruchs eine fast sichere Medaille bei der Nordea Moth-EM an ein britisches Trio verlor, verteidigte der Oldenburger Peter Ullmann bei der WM der International Canoe trotz eines Pinnenbruchs seinen zweiten Platz hinter Chris Maas (USA). Bei den Javelins schüttelten die Braunschweiger Jens und Jan Schlittenhard ihre hartnäckigsten Konkurrenten aus Großbritannien ab und gewannen EM-Gold. Ein rein deutsches Podium gab es bei den Laser 2, mit Lisa Buddemeier/Matthias Düwel an der WM-Spitze.

Auch die Folkeboot-Trophäen blieben im Land des Ausrichters. Der bereits als Goldcup-Sieger feststehende Stefan Schneider (Berlin) konnte auf das Rennen verzichten. Dahinter jagte Titelverteidiger Christoph Nielsen (Berlin) dem Strander Walther Furthmann noch die Silbermedaille ab. Ohne deutsche Medaillengewinner gingen dagegen die Jugend-Europameisterschaften der Europes zu Ende. Sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen wurden die Titel nach Schweden vergeben. Emil Bengtson siegte vor Marcus Höglander und Albin Gipperth. Bei den Mädchen mogelte sich die Dänin Christina Andersen zwischen die schwedische Siegerin Julia Carlsson und deren Landsfrau Julia Gross auf Platz drei.

Am letzten Tag ihrer Meisterschaft wurden die Segler der filigranen Klassen International Canoe und Moth noch einmal auf ein harte Bewährungsprobe gestellt. „Zum Ende hin war das Gros der Boote und Segler überfordert, nur eine Handvoll der Teilnehmer hatten Spaß. Die Sicherungsboote waren voll beschäftigt, daher haben wir das Geschehen nach zwei Wettfahrten beendet, denn die Sicherheit geht vor“, sagte Canoe-Wettfahrtleiter Meno Bülow. Rundum glücklich trotz Materialbruchs war Silbermedaillengewinner Peter Ullmann: „Ich habe mir vor drei Jahren beim neuen Weltmeister und Bootsbauer Chris Maas ein neues Boot bestellt und segele das nun zwei Jahre. Es hat jetzt wirklich alles gepasst. Platz zwei ist mehr, als ich erwartet habe. So weit vorn war wohl noch nie ein Deutscher in dieser Klasse“, sagte Ullmann, der auf einen Popularitätsschub des „exotischen“ Bootstyps mit den charakteristischen Auslegern hofft. Im letzten WM-Rennen musste er aber dem Defekt-Teufel Tribut zollen und trieb nach einem Bruch der Pinne manövrierunfähig an den Strand. Das hatte aber keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis, so dass Ullmann voll des Lobes war: „Das war eine Top-Veranstaltung mit sehr professioneller Wettfahrtleitung.“

Eine konträre Gefühlslage gab es aus deutscher Sicht bei den Motten. Im gesamten Meisterschaftsverlauf lag Markus Steeg trotz der eher ungeliebten Schwachwind-Bedingungen auf Medaillenkurs. Aber ausgerechnet im starken Wind des letzten Tages verlor er alle seine Chancen. „Im letzten Rennen hatte ich eine starke Startkreuz erwischt, lag deutlich vor dem Feld, als mir auf dem Vorwind-Kurs die Mechanik am Schwert brach. Damit hatte ich keinen Auftrieb mehr und war nur noch ein so genannter ,low-rider‘. Ich bin nach dem Rennen noch schnell an den Strand gefahren, um es zu reparieren, aber leider gab es keine weitere Wettfahrt mehr“, berichtete Steeg. Als Gesamt-Vierter hinter einem britischen Podium mit dem überlegenen Chris Rashley an der Spitze hatte er dennoch seine eigene Vorgabe von einer Top-Sechs-Platzierung erfüllt. „Das Podium wäre natürlich ein Traum gewesen, und ich bin auch gut gesegelt. Schade, dass es nicht geklappt hat.“

Glücklich, endlich ganz oben in einer Weltmeisterschaft-Liste zu stehen, waren die Laser-2-Segler Lisa Buddemeier/Matthias Düwel, die im vergangenen Jahr bereits die EM-Krone eroberten. „Zweimal waren wir Zweite bei einer WM, jetzt hat es geklappt. Das ist natürlich ein tolles Gefühl“, sagte Steuerfrau Lisa Buddemeier aus Kiel. Obwohl die beiden nur sporadisch in Kiel trainieren können, haben sie sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. „Man versucht ja immer, etwas zu optimieren“, sagte der in Norderstedt lebende Matthias Düwel. „Und vor der WM haben wir drei Tage vor Lübeck trainiert.“ Die mittleren Windbedingungen passten dem Mixed-Team zudem ins Konzept.

Ein wahres Nervenspiel war die Europameisterschaft der Javelins. Die Brüder Jens und Jan Schlittenhard (Braunschweig) lieferten sich mit Brian und David Earl (Großbritannien) ein Millimeter-Rennen bis zum Schluss. „Wir dachten schon, es geht wie im vergangenen Jahr aus, als uns die Briten in der letzten Wettfahrt den Titel weggeschnappt haben“, berichtete das deutsche Erfolgsduo, das zwischen 1999 und 2002 stets top war, seitdem aber auf einen Titel wartete. Am Finaltag nahmen sie die Briten in persönliche Deckung und durften am Ende mit einem Vorsprung von drei Punkten doppelt feiern. Denn Vorschoter Jan beging zudem seinen 42. Geburtstag mit einem Ständchen der Konkurrenten auf dem Siegerpodest und wurde anschließend von den Zweitplatzierten gemeinsam mit seinem Bruder ins Wasser der Trave befördert.

Im Kielwasser der internationalen Meisterschaften beendeten auch die Taifun-Klassen ihre deutschen Titelkämpfe. Bei den Erwachsenen siegte Torben Kossel aus Braunschweig. Die Cousins Leif Niklas Junge/Viktor Kopp (Schellhorn) wurden schon am Vortag Deutsche Jugendmeister. Das Geschehen der International Canoes mit Gennaker (AC) beendete der Brite Dave Timson an der Spitze. In der Spezialwertung der One-Design-Canoes lag dessen Landsmann Allen Simon ganz vorn.

Am Sonnabend beenden sieben weiteren Klassen ihre Travemünder Woche, darunter auch die 29erXX mit ihrer Europameisterschaft und die Tornados mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Bei den 29erXX scheint die Titelvergabe nur über die Däninnen Jeanine Olrik/Frederikke Graversen zu gehen, die deutlich vor Jule und Lotta Görge aus Kiel führen. Fest gebucht für die Tornado-IDM sind Roland und Nahid Gäbler (Tinglev).

Außerdem erweisen sich die Brüder Helge und Christian Sach (Zarnekau) im Formula 18-Katamaran als unschlagbar. Neun Starts, neun Siege ist ihre Bilanz, die auch Laser-Segler Marco Grasse (Berlin) nicht erreichen konnte. Er hat in seiner Klasse „nur“ sechs Tagessiege in den neun Rennen in der Liste stehen. Bei den Contendern geht Ex-Weltmeister Jan von der Bank (Eutin) als Führender in den Abschlusstag, bei den 505ern sind es die überlegenen Meike Schomäker/Holger Jess (Kiel).

Gar bis zum Sonntag kosten die 49er ihre Juniorenweltmeisterschaft zur Travemünder Woche aus. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen aus Dänemark sind nach aktuellem Stand auf dem besten Wege, sich diesen erstmals ausgetragenen Titel zu sichern. In der offenen Gesamtwertung liegen sie allerdings hinter den Kielern Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann, die für die Junioren-WM allerdings zu alt sind. Ergebnisse >

Donnerstag, 28. Juli 2011

28.07.11: Schneider vorzeitig Goldcup-Sieger der Folkeboote

TRAVEMÜNDE. Der Tag vor den großen Meisterschaftsentscheidungen wurde zu einem Tag der Gegensätze bei der 122. Travemünder Woche. Während in den verschiedenen Windzonen auf der Lübecker Bucht einige Klassen ein prall gefülltes Programm absolvierten, warteten 49er, 29er, 29erXX, Contender und Motten auf ihren Bahnen vergeblich auf segelbare Bedingungen. Eine Crew durfte dagegen vorzeitig die Sektkorken knallen lassen. Stefan Schneider, Günter Dörband und Frank Thieme aus Berlin sind vor dem Abschlussrennen am Freitag (29. Juli) nicht mehr von Platz eins des Goldcups der Folkeboote zu verdrängen.


Auch bei den Weltmeisterschaften der International Canoe und Laser 2 sowie der Nordea Motten-EM sind die Weichen für die Siegerehrungen schon gestellt. Während bei den Laser 2 Lisa Buddemeier/Matthias Düwel den Welttitel wohl nach Kiel holen dürften, ist mit Chris Maas (USA) ein Mann aus Übersee das Maß aller Dinge der International Canoe. Und der Überflieger der Motten ist Chris Rashley aus Großbritannien. Heftig umkämpft sind dagegen noch die Meisterschaftsentscheidungen der Javelin- und Europe-EM.

Bei einer gemeinsamen Zusammenkunft an Bord nach der Rückkehr in den Hafen gratulierte der entthronte Goldcup-Titelverteidiger Christoph Nielsen (Berlin) schon mal seinem Nachfolger: „Das hat Stefan sehr souverän gemacht und verdient den Titel gewonnen. Wir haben unsere Chancen mit einem ersten schwachen Tag verspielt“, sagte Nielsen, der in den vergangenen beiden Jahren die inoffizielle Folkeboot-WM gewonnen hat und nun am Abschlusstag mit dem Strander Walther Furthmann um die Silbermedaille kämpft.

Am Abend legten die Folkeboote zudem noch eine besondere Showeinlage hin und wandelten ihre tonnenschweren Yachten in Paddelboote um. Jeweils zwei Crews auf einem Boot paddelten an der Passat entlang. Am Ende setzte sich die Schleswig-Kieler Kombination mit Anna Grieger, Thomas Kruse, Eric Wüstenhagen, Ulf und Dieter Kipcke sowie Gero Martens durch. „Das war wirklich eine tolle Einlage, bei der alle Crews ihren Spaß hatten. Ein großes Lob an die Lübecker Folkeboot-Flotte mit Heino Haase an der Spitze, die den Goldcup wirklich toll organisiert hat“, sagte Paddel-Sieger Ulf Kipcke.

Ein großes Fest ist die Travemünder Woche auch für die Familie Junge aus Schellhorn, die sich den segelnden Kanus verschrieben hat. Während Vater Claudius bei den Erwachsenen in der Taifun-Klasse segelt, sitzt Sohn Leif Niklas mit seinem Cousin aus Salzgitter, Viktor Kopp, bei den Jugend-Taifuns im Boot, und Marei Charlotte Junge hat bereits den Schritt in die IC-Klasse gewagt, um bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. „In der Jugend bin ich schon mal Taifun gesegelt und habe mir vor ein paar Jahren wieder solch ein Schiff zugelegt. Die Kinder sind dann mitgesegelt und haben sich davon begeistern lassen“, berichtete Claudius Junge, der seine Teilnahme an der TW allerdings wegen einer Fußverletzung vorzeitig beenden musste. Damit kann er nicht mehr in die DM-Wertung eingreifen, die Torben Kossel aus Braunschweig anführt.

Dagegen sind die Junge-Kinder sehr erfolgreich dabei. Tochter Marei (18 Jahre) behauptet sich als 19. im Mittelfeld der IC-WM. „Manchmal läuft es schon ganz gut“, gab sie sich nach einem Jahr in der Klasse noch sehr bescheiden. „Wenn man mit Geschwindigkeit über das Wasser fliegt, ist das schon sehr cool. Aber es dauert eine Weile, bis man das Boot im Griff hat, und noch ist bei mir nicht alles ausgereizt.“ Im Taifun war sie indes vor zwei Jahren schon nationale Jugendmeisterin. Jetzt scheint ihr Bruder ihr nachzufolgen. Er führt in der Wertung der Deutschen Jugendmeisterschaft klar. „An den Titel will ich noch nicht zu sehr denken, auch wenn natürlich die Hoffnung besteht“, sagte der 15-Jährige.

Am Freitag wird sich die 122. Travemünder Woche noch einmal in einem bunten Outfit auf dem Wasser präsentieren. 944 Teilnehmern in 580 Booten und 17 Disziplinen gehen an den Start, bevor am Abend in neun Disziplinen die Preise vergeben werden. Mit dem bereits gebuchten Sieg von Stefan Schneider (Folkeboot) und den guten Aussichten von Buddemeier/Düwel (Laser 2) haben auch noch Jens und Jan Schlittenhard (Braunschweig) die Hand am Gold. Bei der Javelin-EM sind sie weiterhin mit David und Brian Earl (Großbritannien) gleichauf an der Spitze. Auf Silberkurs liegt Peter Ullmann (Oldenburg) bei den IC, und Markus Steeg (Budenheim) hat bei den Motten Bronze im Visier.

Wohl ohne deutsche Beteiligung auf dem Siegertreppchen werden die beiden Jugend-Europameisterschaften in der Europe zu Ende gehen. Der Bremer Sverre Reinke hat bei den Jungs mit zwei mäßigen Rennen am Donnerstag den Kontakt zur schwedisch dominierten Spitze verloren, und mit der dänischen Übermacht bei den Mädchen können die deutschen Talente ebenfalls nicht ganz mithalten.

Noch bis Sonnabend geht die TW für Laser, 505er und die Katamarane weiter. In der olympischen Laser-Klasse gibt sich Marco Grasse (Berlin) weiterhin keine Blöße und hat nach fünf Wettfahrten eine blütenweiße Weste. Im 505er muss sich die versammelte Konkurrenz von Meike Schomäker und Holger Jess (Kiel) das Heck zeigen lassen. Das Mixed-Duo gewann beide Rennen des Donnerstag. Und nach sechs Siegen in sechs Rennen wird die Entscheidung bei den Formula 18 nur über die TW-Rekordsieger Helge und Christian Sach (Zarnekau) gehen, die dann ihren 17. Erfolg auf der Lübecker Bucht eingefahren hätten. Bestens auf Kurs liegen auch Roland und Nahid Gäbler im Tornado, für die der TW-Erfolg gleichbedeutend mit dem Gewinn der IDM wäre. Im Showrennen auf der Segel Arena Trave mussten sich die Weltmeister von 2010 allerdings geschlagen geben. Markus Betz, in der IDM-Wertung nur auf Platz sieben, setzte sich hier vor Publikum durch.

Einen bitteren Zwischenfall gab es allerdings auch auf der Trave. Beim Einlaufen in den Hafen fühlten sich einige Laser-Segler derart von einem laut hupenden, einlaufenden Fahrgastschiff bedrängt, dass sich ein Segler nur noch durch einen Sprung über Bord zu helfen wusste. Die Polizei hat dazu die Ermittlungen aufgenommen.


Ergebnisse vom sechsten Wettfahrttag der 122. Travemünder Woche Donnerstag, 28. Juli 2011
Meisterschaften

49er-Juniorenweltmeisterschaft
Keine Rennen am Donnerstag, nur Änderungen im Punktestand!
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Niels Joachim Gormsen/Anders Thomsen (Dänemark) 17 Punkte; 2. Max Richardson/Nick Redding (Großbritannien) 17; 3. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 21; 4. Vincent Berthez/Marc Mallaret (Frankreich) 26; 5. Jacopo Plazzi/Umberto Molineris (Italien) 35,80; 6. Ruggero Tita/Lorenzo Franceschini (Italien) 36.

Folkeboot-Weltmeisterschaft (Goldpokal)
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Schneider/Dörband/Thieme (Berlin) 12 Punkte; 2. Furthmann/Mrowka/Mühe (Kiel) 21; 3. Nielsen/Dehn/Felsberg (Berlin) 22; 4. Kæstel/Løppenthin/Nielsen (Dänemark) 27; 5. Durst/Ehler/Friedrichs (Mönkeberg) 28; 6. Kruse/Grieger/Wüstenhagen (Ammersbek) 31.

Laser 2-Weltmeisterschaft
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Lisa Buddemeier/Matthias Düwel (Kiel) 12 Punkte; 2. Niels Krenz/Christian Gerdum (Hamburg) 27; 3. Peter Kruse/Arne Wittemer (Bochum) 48; 4. Marian Christopher Scheer/Daniel Scheer (Hattingen) 48; 5. Jaap Smolders/Claas Willem Visser (Niederlande) 48; 6. Meike Flatau/Sebastian Heine (Osnabrück) 56.

Int. Canoe-Weltmeisterschaft
Gesamtstand nach neun Wettfahrten: 1. Chris Maas (USA) 10 Punkte; 2. Peter Ullmann (Oldenburg) 20; 3. Alistair Warren (Großbritannien) 36; 4. David Clark (USA) 39; 5. Phil Robin (Großbritannien) 42; 6. Colin Brown (Großbritannien) 58.

Javelin-Europameisterschaft
Gesamtstand nach zehn Wettfahrten: 1. Brian und David Earl (Großbritannien) 16 Punkte; 2. Jens und Jan Schlittenhard (Braunschweig) 16; 3. Mike Pickles/Richard Fisher (Großbritannien) 29; 4. Malte Riesner/Volkmar Prehn (Kiel) 36; 5. Richard und Kathryn Smith (Großbritannien) 44; 6. Gavin und Rosie Johnson (Großbritannien) 53.

Europe-Jugendeuropameisterschaft Mädchen
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Julia Carlsson (Schweden) 29 Punkte; 2. Josephine Frederiksen (Dänemark) 38; 3. Christina Andersen (Dänemark) 39; 4. Trine Bentzen (Dänemark) 39; 5. Julia Gross (Schweden) 43; 6. Anne-Line Lyngsoe Thomsen (Dänemark) 50.

Europe-Jugendeuropameisterschaft Jungen
Gesamtstand nach sieben Wettfahrten: 1. Emil Bengtson (Schweden) 21 Punkte; 2. Marcus Höglander (Schweden) 24; 3. Albin Gipperth (Schweden) 24; 4. Lars Johan Brodtkorb (Norwegen) 40; 5. Frederik Rask (Dänemark) 41; 6. Sverre Reinke (Bremen) 52.

Tornado-Internationale Deutsche Meisterschaft
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Roland Gäbler/Nahid Gäbler (Tinglev) 6 Punkte; 2. Günter Mörtl/Fabian Syring (Breitbrunn) 16; 3. Lutz Stadtmüller/Fabian Neun (Ahrensburg) 20; 4. Heiko Söhle/Thomas Noll (Lehrte) 24; 5. David Krizek/Adam Zdenek (Tschechien) 24; 6. Andreas und Katharina Behem (Hamburg) 28.

Taifun-Deutsche Meisterschaft
Gesamtstand nach neun Wettfahrten: 1. Torben Kossel (Braunschweig) 25 Punkte; 2. Christopher Ossenkopp (Hannover) 32; 3. Johannes Meyer (Bremen) 37; 4. Peter Gillen (Hamburg) 38; 5. Dirk Heitmann (Bremen) 44; 6. Julia Gillen (Hamburg) 46.

Taifun-Deutsche Jugendmeisterschaft
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Leif Niklas Junge/Viktor Kopp (Schellhorn) 8 Punkte; 2. Thorge von Bosse/Moritz Jäger (Preetz) 18; 3. Anton und Emma Grigull (Preetz) 24; 4. Söntke Blindow/Miriam Hille (Rostock) 28; 5. Yannik Praetz/Hao Ling Pang (Bonn) 36; 6. Tim Mixdorf/Marit Praetz (Lindow) 36.


Olympische Klassen

Laser Standard
Gesamtstand nach fünf Wettfahrten: 1. Marco Grasse (Berlin) 4 Punkte; 2. Michael Zittlau (Kiel) 11; 3. Thomas W. Mueller (Köln) 17; 4. Alexander Andersen (Dänemark) 17; 5. Ahmed Al Wahaibi (Oman) 18; 6. Christoph Froh (Schwerin) 20.


Internationale und nationale Klassen

505er
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Meike Schomäker/Holger Jess (Kiel) 2 Punkte; 2. Sophie Heyer/Sebastian Salein (Berlin) 4; 3. Jens Olbrysch/Johannes Buitenhuis (Starnberg) 9; 4. Hartwig Friederichs/Antje Gosch (Hamburg) 11; 5. Martin Kittsteiner/Oliver Stieglitz (Hamburg) 14; 6. Sophie Soellner/Pia Matscheroth-Brodwurm (München) 14.

Int. Canoe AC
Gesamtstand nach neun Wettfahrten: 1. Dave Timson (Großbritannien) 11 Punkte; 2. Arne Stahl (Braunschweig) 23; 3. Rob Bell (Großbritannien) 24; 4. Stephen Bowen (Großbritannien) 25; 5. Philip Allen (Großbritannien) 29; 6. Peter McLaren (Großbritannien) 44 .

Formula 18
Gesamtstand nach sechs Wettfahrten: 1. Helge Sach/Christian Sach (Zarnekau) 5 Punkte; 2. Jörg Gosche/Hannes Pegel (Bremen) 16; 3. Wolfgang Godderis/Christoph Richter (Gmund) 17; 4. Jens Uwe Tonne/Maximilian Said (Aldenhoven) 21; 5. Musab Al Habi/Ra'ad Al Hadi (Oman) 23; 6. Martin Friedrichsen/Finn Heeg (Flensburg) 35.

Mittwoch, 27. Juli 2011

27.07.11: Saxe - Albig 2:0 / Rotspon bleibt an der Trave

TRAVEMÜNDE. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe hat am Mittwoch (27. Juli) sein Heimspiel gegen Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig gewonnen. Mit 2:0 siegte der Verwaltungschef der Hansestadt beim Rotspon Cup der 122. Travemünder Woche. Der Zweikampf auf den klassischen 12mR-Segelyachten „Evaine“ und „Trivia“ sah den Steuermann der Landeshauptstadt bei leichtem Nordostwind und herrlich warmen Sonnenschein in beiden Rennen auf der Trave zu spät an der Startlinie. Damit blieb die Sechs-Liter-Flasche des berühmten Lübecker Rotspons, ein Bordeaux-Rotwein, nach drei Niederlagen in Folge diesmal beim Gastgeber.

„Das war ja ein fairer Wettstreit, und es sollte vor allem Spaß machen. Da ist es ganz egal, wer der Sieger ist“, wollte Saxe seinen Widersacher nicht auch noch mit Worten düpieren. Die Wettfahrten hatte er am Steuerrad der „Evaine“ unter Skipper Andreas Krause vom Start bis zum Ziel eindeutig dominiert. Auch Albig hatte – zumindest persönlich – gewonnen: „Für meine erste Regattateilnahme war das doch gar nicht so schlecht. Ich habe niemanden gerammt, den Baum nicht an den Kopf bekommen und bin nicht über Bord gefallen. Und am Ende hat ein Kieler Boot gewonnen.“ – Beide Yachten segeln unter dem Stander des Kieler Yacht-Clubs… Immerhin steuerte Albig die „Trivia“ während der Kurzrennen und verkürzte sogar den Rückstand. Sein Skipper, der Hamburger Internetpionier und Eigner beider Schiffe, Zwölfer-Vizeweltmeister Wilfried Beeck, nahm die Niederlagen auf seine Kappe: „Ich habe die Zeit unterschätzt, die wir bis zur Startlinie brauchten.“

Und von der alten, andauernden Fehde zwischen der Förde- und der Travestadt wollen die Parteifreunde gar nichts wissen. Die werde eh nicht auf dem Wasser ausgetragen, so Saxe, sondern in politischen Gesprächen. „Außerdem bemühen wir uns ja um ein Miteinander, um aus dem Konflikt heraus zu kommen“, sagte der Lübecker. Sein Pendant versprühte gegenseitiges Lob: „Es sind die beiden stärksten Städte Schleswig-Holsteins, auch im Segelsport“. Und seine Sympathien für die Travemünder Woche verhehlte Albig nicht: „Ein wunderschönes Revier, und inzwischen ist sogar das Wetter noch besser als bei der Kieler Woche.“

So wurde der Wettkampf eine ausgesprochen harmonische Auseinandersetzung, zu der Dierk Faust als neuer Vorsitzender des TW-Hauptveranstalters Lübecker Yacht-Club (LYC) den „Lübschen“ Part in Albigs Crew übernahm. Die Mitveranstalter Norddeutscher Regatta Verein und Hamburger Segel-Club verstärkten das Saxe-Team mit Kommodore Gunter Persiehl (NRV) und dem HSC-Vorsitzenden Rüdiger Schach. Zur Siegermannschaft gehörte auch Fritz Tourneden, Vertreter von „manroland“, der nicht nur den Rotspon Cup, sondern auch die Travemünder Woche partnerschaftlich unterstützt.

Im achten Jahr der Neuauflage des Rotspon Cups, vor 122 Jahren einmal Grundstein der Travemünder Woche, als Hamburger Kaufleute um eine Flasche Rotwein um die Wette segelten und damit die Regatta aus der Taufe hoben, brach Bernd Saxe den Bann. Dreimal nacheinander hatte er verloren, zuletzt gegen Lübecks Uni-Präsidenten Prof. Peter Dominiak, davor gleich zweimal gegen Hamburgs vormaligen Ersten Bürgermeister Ole von Beust. „Ich glaube, es steht jetzt 4:4 in der Statistik“, meinte der Urheber der Spaßregatta, der bei der Premiere zur 115. Travemünder Woche im Jahr 2004 ausgerechnet gegen Kiels Bürgermeister Ronald Klein-Knott den Kürzeren gezogen hatte.

Damals wurde sich auf kleineren 5.5mR-Yachten duelliert, diesmal auf zwei legendären Zwölfern, die majestätische 21,50 Meter lang sind, denn die Zahl 12mR hat nichts mit der Schiffslänge zu tun, sondern steht für einen Rennwert (R), der sich aus metrischen (m) Messdaten ergibt. Mit ihrer klassischen Schönheit sorgten die beiden „alten Damen“ „Trivia“ (74) und „Evaine“ (77) für ein staunendes Publikum, das am Mittag in großer Zahl die Travepromenade säumte.

Sein Applaus galt dem Sieger und dem Unterlegenen gleichermaßen, die nicht ohne die Frage nach der Revanche in ihre Amtsgeschäfte entlassen wurden. „Ich hoffe, dass er 2012 nach der Landtagswahl als Ministerpräsident wiederkommt“, öffnete Bernd Saxe das Tor zur 123. Travemünder Woche. „Versprochen!“, antwortete Torsten Albig, „und dann gewinne ich auch noch den Rotspon Cup.“

27.07.11: IDM der 29er auf dem Walchensee

Eine echt internationale Deutsche! - internationaler Besuch ganz vorne mit dabei.

Walchensee/Bayern. Der Walchensee in Bayern war Austragungsort einer „richtigen“ internationalen deutschen Meisterschaft. Sogar Teams aus Australien, Großbritannien und aus den USA waren hier am Start. Insgesamt eine wunderschöne Deutsche an einem tollen See!
Der Walchensee in Bayern: Wenn hier die Sonne scheint, entsteht Thermik mit bis zu 5 Windstärken. Und die Sonne war da! Jeden Tag bescherte sie der 29er Flotte tollen Wind. Unterbrochen wurde die tolle Stimmung im Sonnenschein nur von heftigen Gewittern, die jeden Tag auf die heiße Sonne folgten. Dies auch der Grund, dass an einem Tag nur ein Rennen gesegelt werden konnte. Gerade rechtzeitig kamen alle Teams mit gegenseitiger Hilfe an Land an, bevor das Unwetter hereinbrach.

Dennoch konnten die ausgeschriebenen 12 Wettfahrten gesegelt werden und am Ende stand ein Sieger fest: Internationale deutsche Meister wurden Paris Henken/Hans Henken aus den USA, gefolgt von James Sly/Thomas Dwyer (Australien) und Jule Görge/Lotta Görge (Deutschland). Demnach wurden Jule und Lotta Görge erneut deutscher Meister, auf dem 2. Platz in der deutschen Wertung folgen Kim Holste/Niclas Holste, sowie auf dem 3. Platz Philipp Kramer/Thilo Kramer.

Die diesjährige deutsche Meisterschaft - ein tolles Event mit leckerer, bayrischer Versorgung, total netten Menschen und einer guten Wettfahrtleitung. Ein Event an einem - man muss es einfach noch einmal sagen, wunderschönen See! Vera Maag.

Ergebnisse >

Dienstag, 26. Juli 2011

26.07.11: Die ersten Europameister der TW stehen fest

Niederländer gewinnen marinepool J/22-EM – Bronze für Menzner aus Stein.

TRAVEMÜNDE. Die ersten Titelträger der 122. Travemünder Woche kommen aus den Niederlanden. Ronald Veraar und seine Crew wurden überlegen marinepool J/22-Europameister – und zwar ohne weitere Wettfahrt. Wegen einer morgendlichen Flaute wurde am Dienstagmittag (26. Juli) nicht nur deren EM, sondern auch die Regatta der olympischen Finn-Dingis und der Kielzugvögel vorzeitig abgebrochen. So fuhren Finn-Segler Uli Breuer aus Simmerath sowie die Mülheimer Torsten Schiffer und Heinz Lenz (Kielzugvogel) als Sieger nach Hause. Die Bronzemedaille der J/22 blieb überraschend bei der Gastgebernation. Mit lediglich einem einmaligen Training fuhren Martin Menzner (Stein), Christian Drews und Frank Lichte (beide Kiel) bei ihrem spontanen EM-Start hinter dem zweiten Niederländer Wouter Kollmann auf Platz drei.

Der Sieg der holländischen Crew von war ohne Diskussion, denn in den gesegelten sieben Wettfahrten hatte Veraar ein derart großes Punktepolster angelegt, dass er nicht mehr von der obersten Stufe des Siegertreppchens zu verdrängen gewesen wäre. Vor der Titelvergabe war allerdings noch eine längere Zitterpartie angesagt. Wegen des schwachen Windes und der Hoffnung auf eine thermische Brise wurde der geplante Start zu einem möglichen Rennen zweimal verschoben. Um 12 Uhr fiel schließlich die Entscheidung, dass die EM beendet ist – mit Zustimmung des Großteils der Teilnehmer. Zwar waren die Segler dadurch nur zwei Tage auf dem Wasser, hatten dabei aber mit einem Starkwind- und einem Schwachwind-Tag das komplette Wetterprogramm. Und mit insgesamt sieben Rennen wurde zudem eine ausreichende Anzahl an Wettfahrten gesegelt, um als Euro gewertet zu wertet.

„Wir sind natürlich rundum glücklich. Das hätten wir vorher nicht erwartet, aber nehmen das jetzt gern mit“, sagte Martin Menzner, der zwar aus früheren Jahren auf eine intensive Erfahrung auf der J/22 zurückblickt, inzwischen aber in der J/80 aktiv ist und darin gerade Platz zehn bei der WM belegte. Die Vorbereitung auf die marinepool J/22-Euro fiel daher sehr spärlich aus. Für zwei Stunden hatte die Crew auf dem Schiff von Eigner Christian Drews vor Kiel trainiert, das Schiff dann noch einmal gründlich abgeschliffen und war nach Travemünde gereist. Im Starkwind der ersten drei Wettfahrten hatten sich die drei Leichtgewichte zwar noch eingewöhnen müssen, liefen dann aber mit drei zweiten Plätzen zum Abschluss zu großer Form auf.

„Nachdem die Abstände nach vorn zunächst noch eklatant waren, war es zum Abschluss unser Wind und sehr eng mit dem Ersten“, sagte Menzner. Die Crew hat wieder richtig Gefallen an der Klasse gefunden. „Es ist ein optimales Regattaboot, sehr agil und einfach zu handhaben. Schade, dass es bei uns im Norden nur wenig verbreitet ist“, so Martin Menzner. Ganz im Gegensatz zu den Niederlanden, wo die J/22 intensiv und mit großem Erfolg gesegelt wird. So gingen bei der WM 2010 alle Medaillen an Crews aus dem Nachbarland.

Endergebnisse von der 122. Travemünder Woche

marinepool J/22-Europameisterschaft
Endstand nach sieben Wettfahrten: 1. Ronald Veraar (Die Niederlande) 9 Punkte; 2. Wouter Kollmann (Die Niederlande) 16; 3. Martin Menzner (Stein) 25; 4. Ivo Kok (Die Niederlande) 29; 5. Marieke Poulie (Die Niederlande) 36; 6. Rens van Arkel (Die Niederlande) 36.

Finn Dingi
Endstand nach drei Wettfahrten: 1. Uli Breuer (Simmerath) 4 Punkte; 2. Philipe Fischer (Berlin) 7; 3. Matthias Wolff (Kiel) 19; 4. Hartmut Duisberg (Hoisdorf) 20; 5. Fabian Lemmel (Berlin) 21; 6. Dirk Meid (Mendig) 26.

Kielzugvögel
Endstand nach fünf Wettfahrten: 1. Thomas Schiffer/Lenz Heinz (Mülheim) 9 Punkte; 2. Hans-Günter Besche/Alexander Kost (Attendorn) 13; 3. Alexander Antrecht/Niels Henschel (Neustadt) 14; 4. Joerg Friedlein/Annette Diehl (Bochum) 14; 5. Axel Fischer/Carsten Stubenrauch (Traben-Trarbach) 19; 6. Jürgen Reichardt/Gerd Stejskal (Essen) 22.

26.07.11: Dominic Fritze SMCÜ Platz 65 bei Opti-EM

Dominic Fritze segelte bei der Europameisterschaft der Optimisten in Tavira/Portugal mit Platz 65 in die erste Hälfte aller Teilnehmer.

Es war eine fantastische Veranstaltung, für die Segler aber nicht immer leicht zu segeln, da der Wind für die Strömungsverhältnisse hätte stärker sein dürfen.

Dominic ist super in diese EM mit einem 15, 9 und wieder 15 Wettfahrtplatz gestartet, konnte diese Platzierung aber leider nicht halten. Am Ende wurde er 65. und gehört damit immerhin zur ersten Hälfte. Der Spanier Luis Cabrera, der drei der insgesamt zwölf Rennen gewinnen konnte, wurde Europameister. Bester deutscher Teilnehmer war Hannes Brückner auf Rang 49. Beatrix Zittlau.
Bilder des offiziellen EM Fotograf Matias Capizzano

26.07.11: Konstanzer Weinfest beginnt am Mittwoch

Die beiden Konstanzer Gastronomen Stefan Müller und Uwe Baumann, die für das Konstanzer Weinfest verantwortlich zeichnen, freuen sich, dass sich diese Festivität sehr positiv entwickelt hat. „Wir sind vom Niveau der Gäste begeistert.


Das Weinfestglas-Motiv ist dieses Mal unspektakulär. Die Grube vor dem Konzil hätte nicht auf das Glas gepasst, sagen die Weinfest-Veranstalter Uwe Baumann (links) und Stefan Müller (rechts). Bild: Scherrer

Sie haben wirklich Wein-Interesse“, sagt Stefan Müller. Gerade auch hochwertige Weine werden gerne verkostet. „Auch Barolo wird gerne getrunken, das ist enorm für so ein Fest“, so Müller anerkennend.

Das Konstanzer Weinfest, das dieses Jahr vom 27. bis 30. Juli auf dem Stephansplatz stattfindet, hat sich einen guten Ruf erarbeitet. „Es ist eine feste Größe geworden“, so Stefan Müller. Alle Standbetreiber des Vorjahres sind wieder mit von der Partie. Anfragen weiterer Interessenten konnten die Organisatoren nicht berücksichtigen.

Am morgigen Mittwoch, 27. Juli, sind die Stände bereits um 16 Uhr geöffnet. Um 17 Uhr wird das Weinfest offiziell von Landrat Frank Hämmerle, dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und der Bodensee-Weinprinzessin Christina Schellinger eröffnet. Die junge Weinhoheit, so berichtet Uwe Baumann, arbeitet in der Spitalkellerei Konstanz. „Die Kellerei präsentiert sogar einen Weinprinzessinnenwein“, erzählt Uwe Baumann und ergänzt: „Mit entsprechendem Etikett.“ Bei der Frage nach dem Inhalt kommt er ins Grübeln, antwortet dann aber schließlich: „Weißburgunder“. Lesen Sie weiter >

26.07.11: Unfall im Seerhein: Mann in Lebensgefahr

Ein 58-jähriger Mann wurde am Rheinstrandbad aus dem Wasser gezogen. Er trieb eine halbe Stunde lang im Seerhein. Laut Polizei schwebt der Mann in Lebensgefahr.

Ein Bootsführer hat laut Polizei versucht, den im Wasser treibenden Mann an Bord zu holen. Dies gelang ihm aber nicht. Nachdem die Rettungskräfte verständigt waren, wurde der 58-Jährige am gestrigen Montag gegen 15 Uhr auf dem Steg am Rheinstrandbad reanimiert.

Da er noch Lebenszeichen zeigte, wurde der Mann ins Konstanzer Klinikum gebracht. Laut Polizei schwebt er in Lebensgefahr. Im Einsatz waren ein Rettungshubschrauber mit Notarzt, Polizei, Feuerwehr und DLRG. Quelle: Südkurier.

26.07.11: "Tiefenentspannung" im Medaillenkampf

Prallgefülltes Wettfahrtprogramm am dritten Regattatag der 122. TW.

TRAVEMÜNDE. Im abnehmenden Wind des dritten Wettkampftages nahmen die Regatten der Travemünder Woche Montag (25. Juli) Fahrt auf. Gleichwohl blieb das Geschehen auf den Bahnen bei durchziehenden Wolkenfronten schwierig. So pendelten die „Motten“ zum Auftakt ihrer Nordea Moth-Europameisterschaft zwischen Strand und Regattagebiet hin und her auf der Suche nach ausreichendem Wind, der sie schließlich für immerhin ein Rennen zum Fliegen brachte und ein britisches Quartett mit Chris Rashley ganz vorn an die Spitze führte. In den anderen 13 Klassen auf acht Bahnen gelangen den Wettfahrtleitungen bis zu vier Wettfahrten. Damit bauten sie schon den vorhergesagten, sehr schwachen Winden am Dienstag vor.

Während die Folkeboote, Laser 2 und International Canoe in ihre Weltmeisterschaften starteten und die Javelin, Europe-Jugend und Motten in ihre europäischen Titelkämpfe, steuern die J/22 bereits auf das EM-Finale zu. Hier machte die Kieler Crew um Martin Menzner mit drei zweiten Rängen in den vier Rennen des vorletzten Tags einen großen Sprung auf Platz drei und hat nun im Kampf mit der niederländischen Übermacht beste Chancen auf eine EM-Medaille.

Nach zwei Tagen Warten haben auch die Segler der olympischen Finn-Klasse ihre ersten drei Rennen über die Bahn gebracht. Uli Breuer aus Simmerath setzte sich dabei mit einem zweiten Platz und zwei Siegen vor dem Berliner Philipe Fischer an die Spitze des ausschließlich mit nationalen Seglern besetzten Feldes.

Die Topposition bei den marinepool J/22-Europameisterschaften scheint der übermächtigen niederländischen Crew von Ronald Veraar nicht mehr zu nehmen zu sein. Der WM-Vierte von 2010 hat ausschließlich Top-Drei-Platzierungen in der Wertung und damit auch seinen nationalen Konkurrenten und direkten Verfolger Wouter Kollmann fest im Griff. Dahinter folgt aber schon Menzner mit seinen Vorschiffsmännern Christian Drews und Frank Lichte. Nach der spontanen Entscheidung, an der EM teilzunehmen, findet sich die Mannschaft immer besser mit dem Boot zurecht, profitierte aufgrund des niedrigen Crewgewichts von den bevorzugten Leichtwindbedingungen und segelte sich von Platz sechs bis ins Spitzentrio.

„Dass es so weit nach vorn ging, hätten wir gar nicht gedacht. Wir hatten insgesamt auf ein Top-5-Resultat gehofft“, freute sich Menzner, nachdem er nach der langen Rückfahrt von der Bahn an Land von den Ergebnissen erfahren hatte. „Wir waren taktisch meist gut unterwegs und sind vor allem am Start selbstbewusst aufgetreten. Und auch das Boot läuft gut, was wir gar nicht einzuschätzen wussten, da wir vorher nur einmal trainiert hatten.“ Vor dem Abschlusstag wollte sich Menzner für den Medaillenkampf nicht unter Druck setzen lassen: „Wir bleiben tiefenentspannt.“

Eine unerwartete Gesamtführung gibt es beim Goldcup der Folkeboote. Im schwachen Wind setzte sich nach zwei Wettfahrten mit wechselnden Ergebnissen aller Teilnehmer die Berliner Crew um Peter Schuhmann an die Spitze und führt damit vor Stefan Schneider (ebenfalls aus Berlin), der als Erster der deutschen Rangliste und mit dem gerade erst auf dem Möhnesee gewonnenen Titel eines Deutschen Meisters angereist ist. Der Titelverteidiger Christoph Nielsen (Berlin), der im vergangenen Jahr eigentlich seinen Rücktritt aus der Klasse erklärt hatte, muss sich nach seiner Rückkehr ins Folkeboot-Geschehen zunächst mit WM-Rang zehn begnügen.

Nielsen erwartet auch, in den kommenden Tagen nicht mehr ganz nach vorn rücken zu können: „Da sind schon gute Jungs an der Spitze, vor allem Stefan Schneider ist sehr erfahren und erfolgreich. Aber das ist auch okay. Wir haben den Goldcup zweimal in Folge gewonnen, jetzt ist mal jemand anderes dran“, so Nielsen, der mit den Einzelrängen 13 und 18 noch nicht richtig in Fahrt kam. Die schwierigen Bedingungen mit den wechselnden Winden wollte der noch amtierende Champion dafür aber nicht verantwortlich machen: „Die Verhältnisse waren ohne Frage schwierig, aber für alle gleich. Damit muss jeder zurechtkommen.“ Als beste Crew aus der Lübecker Bucht rangiert Stefan Rosehr aus Neustadt auf dem vierten Platz hinter dem Tarper Friedrich Mahrt. Bestes ausländisches Team sind die Schweden um Lars-Gunnar Lindberg als Fünfte.

Entsprechend der Vorhersagen verläuft die Weltmeisterschaft der International Canoe. Hier haben die hoch eingeschätzten Segler aus dem englischsprachigen Raum die Rümpfe vorn. Bei den IC-Akteuren ohne Spinnaker liegen der US-Amerikaner Chris Maas und der Brite Colin Brown punktgleich an der Spitze der WM-Wertung. Dave Timson (Großbritannien) behauptet sich bei den Gennaker-Canoes (AC) gegen Arne Stahl (Braunschweig). In den ebenfalls zu den Canoes zählenden Taifuns segeln bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Leif Niklas Junge/Viktor Kopp (Preetz) vorweg, und bei der Deutschen Meisterschaft der Erwachsenen führt der Bremer Dirk Heitmann. „Das war ein guter erster Wettfahrttag, auch wenn wir gern eine Windstärke mehr gehabt hätten. Aber die Klasse ist sehr gut zu handhaben, allerdings ist das Leistungsgefälle sehr groß“, berichtete Wettfahrtleiter Meeno Bülow von der Bahn.

Den Erfolgskurs des Vorjahres haben Lisa Buddemeier/Matthias Düwel (Kiel) bei den Laser 2 beibehalten. Nach dem Sieg bei der EM steuert das Duo nun auch bei der WM auf Titelkurs und liegt nach drei Rennen an der Spitze vor den EM-Sechsten Niels Krenz/Christian Gerdum aus Hamburg. Zu einem deutsch-britischen Zweikampf entwickeln sich die Europameisterschaften der Javelin. Nach drei Wettfahrten liegt der Vorteil bei den Seglern von der Insel. Brian und David Earl führen vor Jens und Jan Schlittenhard (Braunschweig) und den nächsten Briten Richard und Kathryn Smith.

Für eine Schweizer Führung in der nationalen Klasse der Dyas sorgen Peter Brandt/Regula Bärlocher. Standesgemäß fällt die Führung bei den Kielzugvögeln aus. Hier haben die amtierenden Deutschen Meister Thomas Schiffer/Heinz Lenz (Mülheim) nach Platz zwei am Vortag zurückgeschlagen und die Führung übernommen.

Besonders fleißig bei der Nacharbeit der vergangenen Tage waren die Int.14, die vier Rennen auf der landnahen Bahn Golf absolvierten. Die Kieler Bettina Möller/Jens Kuhlenkampff legten dabei mit drei ersten Plätzen und einem zweiten Platz eine fast makellose Serie hin. „Erst einmal war es schön, dass wir endlich segeln konnten“, sagte der Vorschoter. „Die Windbedingungen mit vielen Drehern und Schwankungen in der Stärke auf Bahn Golf waren zwar nicht ganz einfach, aber wir haben das mit hoher Bootsgeschwindigkeit und den richtigen Schlägen gut gemeistert.“

Zahlreiche Zuschauer bestaunten entlang der Festivalpromenade die ersten Rennen in der Segelarena Trave. Dort zeigten die kippeligen 18-Footer, eine pfeilschnelle Gleitjolle für drei Personen, ein Actionmenü der Extra-Klasse. Kaum hatte die Schwedenfähre „Nils Holgersson“ die Regattastation der Travemünder Woche um kurz nach 17 Uhr passiert, startete der oberste Wettfahrtleiter Walter Mielke das erste Halbfinale. Dreimal ging es hoch her, und die jeweils acht Skiffs kämpften in den böigen, stark wechselhaften Winden um jeden Meter. Der Brite James Mears, mit seiner Crew Zweiter des Europa-Grand-Prixs draußen auf Bahn Golf, war zu voreilig. Der Sieger auf der Ziellinie war längst wegen Frühstarts disqualifiziert.

„Yes, good eyes („gut gesehen“), gab er bei Mielke zu und gratulierte seinem Landsmann Jack Grogan, der im Grand Prix Vierter ist. Der dort führende Jarrod Sempson wurde in der Trave nur Sechster. „Eine phantastische Demonstration für unsere Klasse“, lobte der deutsche „18-Footer-Motor“ und Grand-Prix-Sechste Norbert Peter aus Berlin, der mit Felix Weidling (Kiel) und Marco Schürmann (ebenfalls Berlin) „Bronze“ holte. „Das war Adrenalin pur. Wir sind völlig durchgeschwitzt. Ein Wahnsinnsspaß. Es gibt schon Stimmen in der internationalen Szene, dass wir nur da segeln sollen.“

Ergebnisse vom dritten Wettfahrttag der 122. Travemünder Woche Montag, 25. Juli
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Montag, 25. Juli 2011

25.07.11: TW-Musik zaubert Sommer in den Norden

TRAVEMÜNDE. Der Dauerregen und die stürmischen Böen mögen den erhofften Andrang auf die Festivalmeile am ersten Wochenende der 122. Travemünder Woche ausgebremst haben, diejenigen, die da waren, ließen sich die gute Stimmung beim Landprogramm aber nicht verderben. Gut bestückt mit Regenschirm und Ostfriesen-Nerz pilgerten etliche Besucher und Travemünder tagsüber über das Feierareal und nutzten dabei den ungewohnten Platz bei der fünften Lübecker Jahreszeit aus. Und schließlich sind auch etliche Bereiche auf dem Eventgelände überdacht: Von der Festivalbühne im Brügmanngarten über den Sailor’s Beach Club am Strand bis zur Lübzer Sailor’s Bar im Seglervillage an der Travepromenade.

Unverdrossen bieten die Schausteller ihre Angebote feil: Kulinarisches, Kleinkunst und Musik gibt es von der Travepromenade bis zum Brügmanngarten. Und trotz Sturmböen und Dauerregen war der Sommer dabei zu spüren. Mit einer Caipirinha in der Hand, gestärkt durch indische Kost und zu lateinamerikanischen Klängen steigen zumindest die inneren Temperaturen. Und unter den Schirmen der Stände, in den großen Zelten der Lübzer Beach Area, vor allem aber unter der riesigen Überdachung vor der Festivalbühne im Brügmanngarten lassen sich viele trockene Plätze finden.

Und so findet sich zu den abendlichen Veranstaltungen und Konzerten stets eine stattliche Feiergemeinde ein, die bis in die späten Nachtstunden ihrer Partylaune freien Lauf lässt. Zu Top-Acts wie den Rubettes feat. Bill Hurd, die mit ihrem 70er-Jahre-Superhit „Sugar Baby Love“ auch heute noch weithin bekannt sind und am Sonnabend auf der Bühne aufspielten, wird es dann regelmäßig eng und kuschelig warm unter der Überdachung vor der Konzertmuschel.

In den kommenden Tagen wird den Besucher ein breit gefächertes Kulturprogramm angeboten, dessen Top-Stars stets auf der Festivalbühne im Brügmanngarten auftreten werden. So lassen am Montag (25. Juli) ab 21 Uhr Fools Garden „Zitronenbäume“ in den Travemünder Himmel wachsen. Mit ihrem Mega-Hit „Lemon Tree“ im Gepäck brachen Fools Garden sämtliche Verkaufsrekorde – auch außerhalb Deutschlands. Von Norwegen über Irland bis hin zu Singapur und Malaysia – die Schwaben und ihre Musik gingen um die Welt. Es folgte das volle Programm: jede Menge Gold- und Platinauszeichnungen, der Bambi, der Echo. Bis heute gibt die Band auf der ganzen Welt Konzerte. 2008/2009 trat Fools Garden unter anderem in England, Litauen, Russland, Singapur, Südafrika und China auf und nahm als einzige deutsche Band an einem international besetzten Benefizkonzert für die Erdbebenopfer in China teil. 2011 feiert Fools Garden – nicht zuletzt beim Auftritt auf der Travemünder Woche – das 20-jährige Bandjubiläum!

Ganz im Zeichen der Schlagermusik steht der Dienstag (26. Juli) auf der Festivalbühne. Um 18 Uhr wird G. G. Anderson bei einem Kurzkonzert zeigen, dass er zu Recht als der Meister des Schlagers gilt. Bis 18.30 Uhr wird er auftreten und anschließend noch für eine Autogrammstunde bereitstehen. Mit seinen Hits wie „Sommernacht in Rom“ und „Am weißen Strand von St. Angelo“ wird er bei den Schlagerfans sicherlich für Begeisterung sorgen. Gerade erst ist sein neues Album „Eine Insel für uns beide“ erschienen. Und es erfüllt die Erwartungen der Anderson-Fans. Der etablierte Musiker nimmt den Zuhörer mit auf seine Reise in den sonnigen Süden und lässt mit seinen Titeln jedes Herz schmelzen und höher schlagen.

Im Anschluss dürfen die Festivalbesucher weiter im Rhythmus deutscher Musik weiterfeiern. Das Roland Bless Duo vom Pur-Gründungsmitglied bringt ab 19.30 Uhr besten Pop-Rock mit deutschen Texten vom aktuellen Album „Zurück zu euch“. Und die Cappuccinos, die um 20.45 Uhr das Zepter auf der Bühne übernehmen, werden bereits als die neuen Sterne am deutschen Schlager-Himmel gefeiert. Norman Langen schließt das deutsche Programm schließlich ab. Sein Debütalbum „Pures Gold“ dürfte wohl bald zur gefeierten Scheibe in den Party-Hochburgen von Ibiza und Mallorca werden.

Am Mittwoch (27. Juli) und Freitag (29. Juli) bringt dann United Four ab 18 bzw. 19 Uhr die Kuh zum Fliegen. Die Kult-Partyband schreckt vor keinem Musik-Genre zurück und liefert so eine Bandbreite bester Cover-Musik wie es wohl kaum eine zweite Band kann. Unverwechselbar in dem kultigen Kuh-Outfit bieten United Four eine Show, die jede Party zum Konzert werden lässt. Die vier Ausnahme-Musiker drücken der Musikwelt ihren ganz persönlichen rockigen Stempel auf. Das liegt nicht nur am Charisma, sondern auch am Stage-Acting. Da wird gesprungen, gerannt und die Haare wehen auf der Bühne. United Four verstehen es, ein Gemeinschaftsgefühl mit dem Publikum zu erzeugen, so dass 16- bis 60-Jährige begeistert mitsingen. Aufgrund der 20-jährigen Bandgeschichte wird mit einem so umfangreichen Repertoire jongliert, dazu kommt, dass der Truppe nichts heilig ist: So wird schon mal Andrea Berg mit AC/DC konfrontiert, auch Nena kommt an Rammstein nicht vorbei und Udo Jürgens trifft auf Frank Sinatra und Metallica.

Zwischen den beiden United Four-Auftritten gibt es am Donnerstag (28. Juli) Pop und Reggae. Brandau&Schmidt sorgen ab 19 Uhr für eine kunterbunte Mischung bekannter Pop-Cover und um 21 Uhr liefern I-Fire Hamburgs Antwort auf Seeed. Neun Leute, ein Sound, eine Stadt: Hamburg. Dafür stehen I-Fire! Die Sonne im Blick prägt den typischen I-Fire-Sound! Originär, international und kraftvoll! Ska-lastige Bläsersätze vermischen sich mit Dancehall-Tunes. Reggae-Flows treffen auf stilsichere Riddims’n’ Rhymes und HipHop-Beats. Provokante Texte und positive Vibes voller Energie. Das ist I-Fire!

Einen Querschnitt der gängigsten Rhythmen gibt es am Sonnabend (30. Juli). Um 19 Uhr locken The Life Between mit Songs im Stile von Coldplay und Keane zur Festivalbühne. Die Magie zwischen den Dingen gibt der Band nicht nur den Namen, sondern scheint verlässlicher Kompass für die Stücke des Erstlings zu sein: „Colours Of Your Choice“ versammelt großartige Popsongs in einem Spannungsfeld aus starken Melodien mit beiden Füßen auf dem Gaspedal („Take A Photograph“) auf der einen, und fragilen Arrangements („How Little“) auf der anderen Seite. The Life Between bedienen sich virtuos und dabei doch behutsam einem riesigen Arsenal an Klang und Ideen. Die Lieder entwickeln sich vor den atmosphärischen Folien, die beinahe kulissenhaft mal sehnsüchtig, mal humorvoll oder auch einfach cool klingen. Dass Zlanabitnig sich für diese Lieder nicht als beauftragter Songwriter ans Klavier gesetzt hat, sondern sich selbst in die eigene Musik entlässt, erfährt man als Zuhörer schon beim eindrücklichen Opener „Holy & Devilish“. „Ein Hilfeschrei“, wie er selbst überlegt.

Anschließend covert Cosmopauli ab 21 Uhr alles, was die Charts zu bieten haben, von Rock, Pop, R 'n' B und Dance-Hits.

Dem grandiosen Abschluss der Travemünder Woche blicken die Musikfans dann durch die berühmte Brille von Buddy Holly entgegen. Der Rock 'n' Roll stirbt nie: Buddy Holly Reloaded heißt es am letzten Abend der TW, präsentiert von den Originalstars der Hamburger Musical-Produktion „Buddy – Das Musical“. Buddy Holly Reloaded bringt die Hits des wohl bekanntesten Brillenträgers aller Zeiten in neuem Gewand zurück auf die Bühne. Sieben Jahre ist es her, da fiel im Hamburger Freihafen der letzte Vorhang für das Musical. Jetzt haben sich vier Original-Darsteller der Erfolgsproduktion wieder zusammengefunden, um ihrem Idol noch einmal die Ehre zu erweisen. Als prominente Verstärkung mit dabei ist Fabian Harloff, der vielen aus Serien wie „Notruf Hafenkante“, „Unser Charly“ und „Küstenwache“ bekannt sein dürfte. Doch neben der Schauspielerei ist Fabian Harloff, der Klavier, Gitarre und Schlagzeug spielt, auch als Musiker aktiv und hat mit seiner Band bereits mehrere Singles aufgenommen. Ein schwungvoller Abschluss der 122. Travemünder Woche ist damit garantiert.

25.07.11: Stadtmeisterschaft der Yachten und Jollen Überlingen 2011

Stadtmeister von Überlingen Thomas Wenk vom BYCÜ - Clubmeister der SGÜ Eckehard Michaelis - Clubmeister des SMCÜ Veit Lochner.

Am Samstag fand die erste Überlinger Stadtmeisterschaft der Überlinger Yachten und Jollen statt. Gleichzeitig ermittelten die Vereine Seglergemeinschaft Überlingen (SGÜ) und der Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) ihre Clubmeister.

Wettfahrtleiter Uli König vom ausrichtenden Club SMCÜ versuchte anfangs vergeblich, einen Lauf durchzuführen. Der Wind drehte und wehte aus fast allen Richtungen. Erst gegen 15 Uhr stabilisierte sich die Wetterlage und dann konnten  doch zwei faire Wettfahrten gesegelt werden.

Erster Stadtmeister wurde Thomas Wenk mit seiner Mannschaft vom Bodenseeyachtclub Überlingen. Er konnte den neuen großen Wanderpokal des Stadtmeisters, gestiftet von Rena Mayer, in Empfang nehmen. Clubmeister der Seglergemeinschaft Überlingen wurde Eckehard Michaelis und Clubmeister des Segel- und Motorbootclub Überlingen  Veit Lochner. 
Beatrix Zittlau.
von links: SMCÜ Präsident Hans Herold, die Meister mit Pokalen Veit Lochner Clubmeister SMCÜ, Thomas Wenk mit Mannschaft 1. Überlinger Stadtmeister, Eckehard Michaelis Clubmeister SGÜ, Regattaleiter SMCÜ Uli König

25.07.11: 5 Wettfahrten zur Landemeisterschaft der OK Jollen vor Staad

Keine leichte Aufgabe hatte Regattaleiter Thomas Drexler und sein Team am vergangenen Wochenende.  So drehende Winde hatten wir schon lange nicht mehr, einen optimalen Kurs auszulegen war am frühen Nachmittag fast nicht möglich so T. Drexler (SVS).

Dennoch konnten am Samstag 4 und am Sonntag noch die 5 Wettfahrt  gesegelt werden. Nicht zu schlagen war an diesem Wochenende Stefan Haage vom Württembergischer Yacht Club der die Regatta mit 4 Laufsiegen für sich entscheiden konnte und somit auch Landesmeister Baden Württemberg wurde. Auf Rang zwei Stefan Bleich gefolgt von Hanns Lattner beide vom gastgebenden Segler Verein Staad.

1.            GER 761               Stefan Haage
2.            GER 559               Stefan Bleich
3.            GER 627               Hanns Lattner
4.            GER 264               Klaus König
5.            GER 706               Reimar Minde
6.            GER 732               Klaus Hotz
7.            GER 580               Alexander Hirsch
8.            GER 007               Ortwin Zimmer
9             GER 270               Eberhart Voigt
10.          GER 439               Marcel Knappmeier
11.          GER 607               Christain Heinze

25.07.11: Pegel steigt und steigt

Etwas Gutes hat das "miese" Wetter: Der Pegel Konstanz ist inzwischen bei 4,09 (Tendenz steigend) angelangt. Die Natur hat sich von der Trockenheit erholt und für uns Böötler reicht das Wasser alleweil. Nur etwas wärmer dürfte das Wasser es sein - die kommenden Tage soll es etwas angenehmer werden.
Foto: http://verbalkanone.blog.de/2009/06/22/frei-6361651/

Sonntag, 24. Juli 2011

24.07.11: J/22 trotzen zur EM den Sturmböen

Kielzugvögel sorgen für TW-Novum - Auch am zweiten Tag nur stark reduziertes Regattaprogramm

TRAVEMÜNDE. Ein nahezu festsitzendes Tiefdruckgebiet über Sylt wirbelt das Regattaprogramm der 122. Travemünder Woche weiterhin kräftig durcheinander. Auch am zweiten Regattatag mussten zahlreiche Rennen abgesagt werden. Durch einen Bahnwechsel konnten am Sonntag (24. Juli) aber zumindest die ersten drei Wettfahrten der marinepool J/22-Europameisterschaft absolviert werden. Dort zeigten die niederländischen Favoriten in eindrucksvoller Weise ihre Stärke. Auch die Kielzugvögel erwiesen sich als sehr flexibel und verlegten ihr Regattagebiet von der Ostsee in die Trave-Bucht der Pötenitzer Wiek – ein absolutes Novum bei der Travemünder Woche. Für die seegehenden Yachten endete die Mittelstrecke dagegen nach der „Hinfahrt“ vom Vortag in Grömitz. Auch die Skiff-Klassen, darunter die 18-Footer ebenfalls für die Trave-Races, mussten für einen Regattastart passen. Damit reisten die Musto Skiffs ohne ein einziges Rennen aus Travemünde ab.

Am Morgen hatten die J/22-Segler in einem Meeting mit Bahnchef Svend Hartog noch darüber diskutiert, wie lange sie auf segelbare Bedingungen warten wollten, und sich darauf geeinigt, dass sie im Notfall auch ab 18 Uhr auf die Bahn gehen würden, um die ersten Läufe für die bis Dienstag (26. Juli) laufenden EM-Titelkämpfe einzufahren. Doch dann ging alles schneller als erwartet. Nach einer Umverteilung der Bahnen beorderte der oberste Regattaleiter Walter Mielke die Kielboote von der seewärtigen Bahn India auf den landnahen Kurs Hotel vor der mecklenburgischen Küste. Um 13.10 Uhr fiel der erste Startschuss.

Von Beginn an zeigten die niederländischen Crews, dass die Bootsklasse auf ihren Revieren höchste Popularität genießt und selbst Profisegler anlockt, die im vergangenen Jahr sogar die Weltmeisterschaft komplett beherrschten. Der WM-Vierte von 2010, Ronald Veraar, setzte sich mit der Serie 1, 2, 1 an die Spitze des EM-Feldes vor weiteren vier niederländischen Crews. Beste deutsche Mannschaft ist auf Platz sechs das Team um Martin Menzner. Die Kieler sind gerade erst bei der WM der J/80 auf Platz zehn gesegelt und haben spontan für die marinepool J22-EM gemeldet. Allerdings hatten sie dabei wegen des geringen Crewgewichts auf weniger Wind gehofft. Dennoch legten sie mit den Platzierungen 8, 5, 8 einen guten Start hin und hoffen nun in den kommenden beiden Tagen auf Leichtwind-Bedingungen. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden, allerdings hatten wir im ersten Rennen gedacht, wir wären zu früh gestartet und sind umgedreht, um dann festzustellen, dass es ein Holländer war. Und im dritten Rennen haben wir uns einen Penalty (360-Grad-Strafkringel, d. Red.) eingefangen. Dafür waren wir dann noch gut dabei. Nach ganz vorn fehlt aber ein gutes Stück. Da sind die Abstände schon eklatant“, berichtete Menzner.

Sehr glücklich mit ihrer ungewollten „TW-Premiere“ waren die Kielzugvögel. Selbst alterfahrene Verantwortliche der Travemünder Woche konnten sich nicht erinnern, dass jemals auf der Pötenitzer Wiek eine TW-Regatta gesegelt worden ist. Der Umzug wegen der heftigen Böen auf der Ostsee machte sich aber voll bezahlt. Zwei saubere Rennen brachte die Wettfahrtleitung über den Kurs. „Das war genau die richtige Entscheidung, hierher auszuweichen. Alle waren damit zufrieden. Wir hatten zwei Spitzenläufe mit nicht zu viel Wind aus konstanter Richtung“, sagte der Deutsche Meister Thomas Schiffer (Mülheim).

„Auch wenn wir zur Travemünder Woche natürlich auf See segeln wollen, waren wir doch froh, den Tag nicht an Land verbringen zu müssen. Und das Revier war allemal groß genug. Im Binnenland wären wir froh über solch eine Wasserfläche“, so Schiffer, der nach den beiden Rennen mit seinem Vorschoter Heinz Lenz in Lauerposition auf Rang zwei hinter Alexander Antrecht/Niels Henschel (Neustadt) liegt. „Wir haben ja noch zwei Tage, noch ist alles offen.“ Die Finn- und Dyas-Segler schlugen dagegen die Möglichkeit aus, von der Bahn Bravo umzuziehen und im Schutz des Festlandes und der Priwall-Halbinsel segeln zu können.

Für ein weniger angenehmes TW-Novum sorgten die Musto Skiffs. Nur zwei Tage hatten die Segler für ihren Travemünder Woche-Auftritt eingeplant, zwei Tage flog ihnen der Regen waagerecht um die Ohren. Zwei Tage konnten sie daher nur abwarten und mussten so schließlich am Sonntagabend unverrichteter Dinge wieder abreisen. „Das war natürlich sehr ärgerlich, denn einige Teilnehmer sind extra aus dem Süden Deutschlands nach Travemünde angereist. Aber die Bedingungen waren einfach zu heftig, um eine Rennen zu segeln. Da unser Regattaschwerpunkt in diesem Jahr woanders lag als 2010 mit der German Open in Travemünde, hatten wir für die TW nur zwei Tage eingeplant, um den Seglern auch die Regattaplanung zu erleichtern“, berichtete Iver Ahlmann, der internationale Klassenpräsident und German-Open-Sieger.

Gleichwohl nutzten einige von den Musto Skiffs die Möglichkeit, um sich bei einem Trainingsschlag das richtige Stehvermögen für Starkwind-Bedingungen zu verschaffen. „Da wir schon hier waren, wollten wir auch etwas draus machen. Und die Musto Skiffs können schon etwas mehr ab als andere Skiffklassen. Das war aber nur aus Spaß an der Freud. Und lediglich ein bisschen hin und her zu fahren, ist schon etwas anderes, als Regatta zu segeln. Von Land sah es dazu alles ein bisschen harmloser aus, als es auf dem Wasser tatsächlich war. Die Entscheidung von der Wettfahrtleitung, nicht zu starten, war sicherlich die richtige“, sagte Ahlmann.

Ergebnisse vom zweiten Wettfahrttag der 122. Travemünder Sonntag, 24. Juli

J/22-Europameisterschaft
Gesamtstand nach drei Wettfahrten: 1. Ronald Veraar (Die Niederlande) 4 Punkte; 2. Ivo Kok (Die Niederlande) 6; 3. Wouter Kollmann (Die Niederlande) 11; 4. Rens van Arkel (Die Niederlande) 12; 5. Marieke Poulie (Die Niederlande) 15; 6. Martin Menzner (Laboe) 21.

Kielzugvögel
Gesamtstand nach zwei Wettfahrten: 1. Alexander Antrecht/Niels Henschel (Neustadt) 3 Punkte; 2. Thomas Schiffer/Heinz Lenz (Mülheim) 4; 3. Axel Fischer/Carsten Stubenrauch (Traben-Trarbach) 5; 4. Joerg Friedlein/Annette Diehl (Bochum) 10; 5. Hans-Günter Besche/Alexander Kost (Attendorn) 11; 6. Frank Schumacher/Hildegard Lax (Neuss) 13.