Montag, 28. Februar 2011

28.02.11: Nur noch etwa zehn Tage bis zum Kap

Neutrogena / Die ganz an der Spitze des Feldes liegenden “Virbac Paprec 3″ und “Mapfre” haben gestern das letzte Gate des Pazifiks, “Pacific-East”, passiert.

Damit besitzen sie jetzt freie Fahrt bis zum Kap Hoorn und erstmalig die Möglichkeit, persönliche Taktiken ins Spiel zu bringen. Nicht mehr weiter von Gate zu Gate, sondern so segeln, wie es ihnen am sinnigsten erschein. Los geht’s: Während “Virbac Paprec 3″ ganz an der Spitze einen Ostnordöstlichen Kurs wählt, nimmt “Mapfre” die etwas südlichere Route. Kurzzeitig war das Schiff gestern Nachmittag vollkommen vom Tracker verschwunden. Offenbar muss es einen Fehler mit dem Sender an Bord gegeben haben. Jetzt sind Martinez und Fernandez aber wieder “on air”, meldeten bei der letzten Aktualisierung des Trackers einen Rückstand von 26 Meilen.

Etwas weiter westlich positioniert und mit über 1.300 Meilen im Rückstand hat “Renault” in den letzten 24 Stunden einige Meilen Vorsprung auf Boris und Ryan auf “Neutrogena” verloren. Nur noch 80 Meilen müssen die Jungs auf das grüne Schiff aufholen. “Mirabaud” kommt allerdings auch näher - im Schnitt lief das Schiff der Schweizer zuletzt 3 Knoten schneller als “Neutrogena”. Noch liegen sie aber 155 Meilen zurück. Lesen Sie weiter >

Spitze diese Woche am Kap, Wetter heute >
BN-05:00 / Dick/Peyron (Virbac-Paprec 3) führen heute morgen mit 21,9 Meilen vor Martínez & Fernández (MAPFRE) und 1393,1 Meilen vor Rivero/Piris (Renault Z.E. Sailing Team). Herrmann/Breymaier (Neutrogena) sind bis auf 63,5 Meilen zu Rivero/Piris aufgeschlossen und Wavre/Paret (Mirabaud) auf Platz 5 trennen immer noch über 140 Meilen von den Vierten Herrmann/Breymaier. Eventseite >

Sonntag, 27. Februar 2011

27.02.11: 91 Menschen im Bodensee vermisst!

Südkurier / Was passiert, wenn ein Körper im See versinkt? Warum tauchen so viele Menschen nie wieder auf? SÜDKURIER-Redakteur Franz Domgörgen hat Antworten gesucht - in der Pathologie, bei Seenforscher und bei Skelett-Forschern!

Der 21. Juli 2010 ist ein heißer Sommertag. Der Überlinger See liegt träge da, als vier Segler etwa in der Seemitte zwischen Sipplingen und der Marienschlucht ihr Boot stoppen. Sie wollen ein Bad nehmen. Der 76-jährige Senior im Quartett steigt ins Wasser - und geht unter. Erst halten die Begleiter selbst Ausschau, dann setzen sie einen Notruf ab. Stunden später, mit Einbruch der Dunkelheit, brechen die Schiffsbesatzungen von DLRG und Wasserschutzpolizei die Suche nach dem Vermissten vorläufig ab. Auch der Einsatz eines Hubschraubers brachte keinen Erfolg. Bis heute ist der Körper des Seglers nicht wieder aufgetaucht.

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27.02.11: Keine Konfusion, es ist "Transfusion"

Andreas Kling / Was für ein Tag, was für ein Finale der Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft 2011. Die Hochspannung entlud sich am Sonnabend (26. Februar) um 16 Uhr in Sydney/Australien, als die italienische Yacht „Nerone“ die Ziellinie drei Boote hinter der einheimischen „Transfusion“ passierte. Dieser Abstand reichte Lokalmatador Guido Belgiorno-Nettis zur Revanche fürs Vorjahr, als er Massimo Mezzaroma und Antonio Sodo Migliori in letzter Minute unterlegen war. So gewann der überglückliche Australier seinen ersten WM-Titel. Die Lüneburger Wolfgang und Angela Schäfer belegten mit der „Struntje Light“ Rang neun!


Die Sieger 'Transfusion' AUS (Photo credit: Rolex / Kurt Arrigo)

Eine dreijährige Vorbereitung erfolgreich gekrönt: Für Belgiorno-Nettis wurde ein Traum wahr, „es war phantastisch, was für ein Kampf. Bis zum allerletzten Moment haben wir nie aufgegeben. Der Finaltag war ein guter Tag für uns. Wir hatten das Glück der Tüchtigen, denn wir haben hart gearbeitet und so gut wie alles richtig gemacht.“ Auf der Preisverteilung erhielt Belgiorno-Nettis für seine und die glänzende Leistung seiner Crew die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaftstrophäe und ein Rolex Yacht-Master Chronometer.

Auch die Schäfers haben ihr ausgegebenes WM-Ziel, mit einstelligem Platz in der oberen Tabellenhälfte zu landen, letztlich knapp erreicht. „Es wäre aber mehr drin gewesen, denn unsere Bootsgeschwindigkeit war sehr gut“, bilanzierte der Eigner und Steuermann die vier Tage von Sydney. Allein eine umstrittene Disqualifikation im ersten Rennen des zweiten Tages hat der „Struntje Light“ in der Endabrechnung mindestens den sechsten Platz gekostet, so eng liegen die Gegner direkt vor den einzigen deutschen Teilnehmern.

Die Bedingungen waren zum Abschluss der Rolex Farr 40-WM alles andere als einfach. Im ersten der beiden Tagesrennen wehte der leichte Nordostwind nur mit Stärke zwei bis drei, im zweiten mit bis zu vier Beaufort. Dabei kam es besonders auf die Taktik an und darauf, Ruhe zu bewahren. Mühsam erkämpfte Vorteile waren schwierig zu verteidigen; in beiden Wettfahrten gab es etliche Überholspuren. Die „Nerone“ gewann das erste Rennen mit der „Transfusion“ direkt im Kielwasser hinter ihr. Das ist aber nur die erste Hälfte der Geschichte.

Die zweite und entscheidende Wettfahrt gewann Jim Richardsons „Barking Mad“ (USA) ebenfalls mit der „Transfusion“ knapp dahinter. Die „Nerone“ wurde nur Sechste. Das reichte nicht zur Titelverteidigung, die „Transfusion“ war am Ende zwei Punkte besser. Ex-Weltmeister und Klassenpräsident Richardson kletterte durch die Leistung am Schluss noch aufs Podium vor Helmut und Evan Jahn mit der „Flash Gordon“ (ebenfalls USA) sowie Lisa und Martin Hill mit der „Estate Master“ (Australien).

Auf dem Kurs
Das neunte Rennen war ein echter Klassiker. Schon in der Vorstartphase wurden die Karten gemischt. Die „Nerone“ wählte als einziges Team eine Position am Startschiff, niemand anderes überhaupt schien auch dort loszuwollen. Beim Start war das Boot zwar nicht besonders schnell, aber die Crew sich der eigenen Taktik sicher, und Überzeugung gewinnt oft. Die „Transfusion“ lag irgendwo in der Mitte. An der Luvtonne schien das Spiel schon entschieden zu sein. Die Italiener rundeten die Marke als Erste mit einem deutlichen Vorsprung vor der „Flash Gordon“ des in Deutschland geborenen Stararchitekten Jahn.

Die „Transfusion“ dagegen war in der Mitte des Felds in Positionskämpfe verstrickt. Aber ihr Taktiker John Kostecki hat seine Olympiamedaille, den America’s Cup und das Volvo Ocean Race 2002 auf der deutschen Yacht „illbruck“ nicht per Zufall gewonnen. Taktisch gewieft und selbstbewusst gibt er ein Rennen nie vorzeitig verloren und ließ die Crew unerhört oft wenden.

Während die „Nerone“ ihre Führung verteidigte, halste die „Transfusion“ nach der Rundung der ersten Tonne sofort. Dadurch kletterte sie am Leetor schon auf den fünften Platz. Doch damit nicht genug. An der zweiten Luvtonne war sie schon Zweite. Kostecki & Co. kamen den Italienern zwar niemals so nahe, um deren Wettfahrtsieg noch zu gefährden, aber sie hielten die Spannung in der Gesamtwertung aufrecht. In früheren Rolex Farr 40-Weltmeistschaften war es oft „Nerones“ Taktiker Vasco Vascotto gewesen, der aus der Verfolgerrolle im letzten Moment zuschlug. Doch der US-Amerikaner zeigte dem Europäer, dass auch er Nerven wie Drahtseile hat und am Schluss noch hoch pokern kann.

Im zehnten und letzten Rennen trennten zwei Zähler die Hauptprotagonisten, mit Vorteil für Italien. Die drittplatzierte „Flash Gordon“ hatte 22 Punkte dahinter nicht einmal mehr eine theoretische Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Jeder, der auf ein Matchrace, also einen Zweikampf der Gladiatoren gehofft hatte, wurde jedoch enttäuscht. Die „Transfusion“-Crew hatte schlicht und ergreifend ihr bestes Rennen zu segeln und zu hoffen, dass genau dies dem Gegner nicht gelingen werde. Sie brauchten für einen Gesamtsieg im Ziel zwei Boote zwischen sich und der „Nerone“.

Bereits am Start sah es gut für die Australier aus. Diesmal war die „Nerone“ in Abwinden gefangen. Segeln in Mitten des Felds schadet der Bootsgeschwindigkeit, weil dort nicht frei agiert werden kann. So war die „Transfusion“ an der ersten Tonne Zweite hinter der „Barking Mad“, Mezzaromas Mannschaft aber nur Achte. Würde die „Nerone“ ein ähnliches Comeback schaffen können wie im Rennen zuvor die „Transfusion“? Nicht auf der ersten Vorwindstrecke. Im Gegenteil. Die Italiener fielen noch weiter zurück und waren als Zwölfte in noch größerer Not.

Der Druck lastete auf den Titelverteidigern. Die „Transfusion“ hatte genug Distanz zwischen sich und den Verfolgern aufgebaut. Ihr blieb nur die Hoffnung, dass die anderen Teilnehmer genug Kampfgeist mitbrachten, um ihre Positionen gegen die Vorjahressieger zu behaupten. Dreien von ihnen gelang es.

Geschichtliches
Diese Rolex Farr 40-WM war ein Event von höchstem Kaliber. Einige der Topnamen im Segeln waren bei einigen der konkurrenzfähigsten Amateureignern an Bord, die ihre Boote selbst steuern müssen. Die Grenzen zwischen Profis und Amateuren zerflossen in punkto Einsatzwillen sowie segeltechnischen Fähig- und Fertigkeiten.

Mit Ihresgleichen wie James Spithill, John Kostecki, Adrian Stead, Grant Simmer, Tom Slingsby, Hamish Pepper, Tom King und Vasco Vascotto unter den Taktikern war es klar, dass es schnell und packend werden würde. Mit dem Titelverteidiger und zwei vormaligen Weltmeistern im Feld waren die Spekulationen über potentielle Gewinner breit gestreut. Die „Nerone“ kam als Favorit in Topform, nachdem sie im Dezember die Rolex Trophy gewonnen hatte und kurz vor der WM auch noch die Australische Meisterschaft. Aber Geschichte ist Geschichte, nur was bei der WM selbst passiert, zählt am Ende.

Die Australier hatten zuletzt bei den Rolex Farr 40-WM 2005 einen Heimsieg gefeiert. Würde das wieder gelingen? Es sah nach dem Auftakt ganz danach aus, als die „Estate Master“ und dann die „Transfusion“ im Zwischenklassement führten. Aber am dritten Tag zeigten die einzigen Italiener, dass sie nicht hergekommen waren, um unter ferner liefen zu landen, und übernahmen die WM-Führung.

Durch ständig wechselndes Glück und Unglück durfte jedermann bis zuletzt nur vermuten, wer am Ende den Bug vorne haben würde. Das Niveau im letzten Rennen ließ den Puls bei allen Zuschauern höher schlagen. Niemand von außen weiß, wie das an Bord der beiden führenden Yachten aussah.

Fünf verschiedene Boote haben während der Serie Tagessiege eingefahren. Überraschenderweise hat die „Nerone“ insgesamt fünf der zehn Wettfahrten gewonnen, während die „Transfusion“ nur einmal siegte. Aber bei den Rolex Farr 40-Weltmeisterschaften ging es schon immer um Konstanz und Schadensbegrenzung, da es kein Streichresultat gibt. Die „Transfusion“ war kein einziges Mal schlechter als Platz sieben, neunmal sogar unter den Top fünf. Die Italiener hatten einen Zehnten als schlechtesten Rang, aber noch drei andere Rennen nicht unter den Top fünf gelandet. Trotzdem war es von beiden Teams unter 20 Booten eine außergewöhnliche Leistung, im Durchschnitt besser als Platz vier gesegelt zu sein. Die „Barking Mad“ als Dritte war im Schnitt nur Sechster.

Randnotizen
Auf die Frage wie ihm die Aufholjagd im vorletzten Rennen gelungen sei, lachte Kostecki und meinte „wir sind einfach nur in die richtige Richtung gesegelt“, indem sie auf dem ersten Vorwindgang früh halsten. „Das war wirklich ein gutes Rennen für uns, von so weit hinten noch nach vorne zu kommen.“ Die Reaktion von Eigner Belgiorno-Nettis betonte die mentale Stärke: „Regattasegeln ist eine großartige Sache. Du kannst dir nie sicher sein, was passiert. Wir sind tief abgetaucht und haben weitergemacht.“

Von seinem Sieg war Belgiorno-Nettis verständlicherweise elektrisiert. „Es war ein Privileg, ein Teil diese Felds gewesen zu sein. Ich möchte den Organisatoren danken, der Farr 40-Vereinigung und allen Eignern, besonders aber der ‚Nerone‘, die ein außergewöhnlich guter Gegner waren und auch nach der Niederlage respektvoll.“

Der unterlegene Taktiker Vascotto erklärte einen Fehler vor dem Start des letzten Rennens: „Wir lagen dicht und dicht mit anderen an der Startlinie und dachten, wir hätten noch zehn Sekunden totzuschlagen. Plötzlich merkten wir, dass es nur noch fünf Sekunden waren, wodurch wir die Kontrolle über den Start verloren.“

Und weiter: „Dann war es mein Ziel, möglichst dicht bei der ‚Transfusion‘ zu bleiben. Zwischendurch waren wir nur anderthalb Bootslängen dahinter. Unglücklicherweise lagen an der Tonne in den ein oder zwei Bootslängen sieben oder acht Boote.“

Auch wenn er geschlagen ist, beweist Vascotto Humor. Seine Abschlussbemerkung sagt viel über den Sportsgeist aus, in dem die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft ausgetragen wird: „Sydney ist ein phantastischer Ort. Es war am vorletzten Tag phantastisch als wir noch führten. Und er ist immer noch phantastisch, nachdem wir Zweiter geworden sind.“

Abseits des Winds
Der nächste bedeutende Event auf dem Rolex Segelkalender ist die Premiere des Rolex Volcano Race, das am 24. Mai gestartet wird. Der Kurs des 400 Seemeilen langen Hochseerennens führt von Gaeta in Italien nach Süden rund um die Vulkaninsel Stromboli wieder nach Norden ins Ziel vor Capri. Die Regatta ist für alle Maxi-Klassen ausgeschrieben und wird von der internationalen Klassenvereinigung der Maxi-Yachten in Zusammenarbeit mit der Comitato Vela nel Golfo di Gaeta und dem Yacht Club Capri organisiert. Das Rennen ist ein Bestandteil der Rolex Capri Sailing Week.

Die nächste Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft wird im Sommer 2012 in Chicago in den USA stattfinden.

ENDSTAND Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft 2011
Platz. Bootsname, Eigner-Steuermann (Herkunft), R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8-R9-R10, Gesamtpunktzahl
1. Transfusion, Guido Belgiorno-Nettis (Australien), 4-4-2-1-7-4-4-5-2-2, 35 Punkte
2. Nerone , Antonio Sodo Migliori & Massimo Mezzaroma (Italien), 2-1-10-8-1-1-6-1-1-6, 37
3. Barking Mad, Jim Richardson (USA), 15-10-5-9-2-3-10-2-5-1, 62
4. Flash Gordon, Helmut & Evan Jahn (USA), 11-2-9-2-8-5-11-3-4-9, 64
5. Estate Master, Lisa & Martin Hill (Australien), 1-8-1-5-9-10-12-12-8-4, 70
6. Goombay Smash, William Douglass (USA), 9-6-17-10-11-16-1-63-3, 82
7. Kokomo, Lang Walker (Australien), 19-5-4-7-5-9-3-7-9-14, 82
8. Hooligan, Marcus Blackmore (Australien), 13-3-6-4-16-14-8-4-6-8, 82
9. Struntje Light, Wolfgang & Angela Schaefer (Lüneburg), 3-13-3-21-4-13-2-8-11-7, 85
10. Voodoo Chile, Andrew Hunn & Lloyd Clark (Australien), 5-9-8-15-3-2-15-16-12-5, 90

27.02.11: Wir hatten viel Glück

Heute (27.02.-01:00) keine Neuigkeiten von Boris, deshalb ein Text, den Ryan vor zwei Tagen verfasst hat:

“Seit Neuseeland hatten Boris und ich sehr viel Glück. Es war eine einfache Passage zwischen den Inseln hindurch, mit Wind von achtern. Dann gelang es mit einem guten Wind in die Nacht hinein zu segeln, bis eine kleine Front über uns hinweg zog, bis wir auf ein Hoch trafen. Wir sind auch dort hindurch gesegelt, ohne zu stoppen und sind jetzt zurück auf dem Schnellzug, der flott dahin fährt. Wieder haben wir Glück, denn laut den Vorhersagen wird der Wind bis zum Western-Pacific-Gate so durchhalten, wahrscheinlich sogar bis zum mittleren Pacific Gate, 1.800 Meilen weit entfernt! Das ist eigentlich kaum zu glauben - aber wir träumen, dass es wahr wird.

Doch wir hatten auch mit ein paar anderen Sachen Glück:
1. Wir brauchten keinen Stopp in Neuseeland einzulegen und hatten ein gelungenes Treffen mit dem Helikopter
2. Wir konnten dem schlimmsten Teil des Tiefs und Ex-Zyklons “Atu” entkommen
3. Unser Wetter war weder zu regnerisch oder zu kalt.

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Spitze
BN-05:00 / 27,6 Meilen trennen die Führenden Dick/Peyron (Virbac-Paprec 3) und Martínez/Fernández (MAPFRE). Die Spanier schaffen es einfach nicht ganz, an die Franzosen ran zu kommen. Die Vierten Herrmann/Breymaier (Neutrogena) kommen den Dritten Rivero/Piris (Renault Z.E. Sailing Team) immer näher und Wavre/Paret (Mirabaud) sitzen auf ihrem 5. Platz fest. Die weiteren Klassierungen >

Samstag, 26. Februar 2011

26.02.11: Der dritte Mann (3)

Die Lösung dieses Falles, wie in der "Der dritte Mann (Teil 2)" ausgeführt, hat Ihnen gar nicht gefallen? Es kann doch nicht sein, dass ein Boot so in eine Falle tappen kann, nur weil die Regeln sich nicht um Fairness kümmern? Wie gefällt Ihnen die nachfolgende Lösung?

Alles, was wir zu der Gültigkeit des Protestes bereits gesagt haben, bleibt bestehen. Uns beschäftigt aber immer noch die Frage, ob Blau seiner Verpflichtung, sich freizuhalten, nachgekommen ist. Dies ist der Schlüssel in diesem Fall. Wir wollen hier noch einmal die Definition von "Freihalten" zitieren:

"Ein Boot hält sich frei von einem anderen, wenn das andere Boot seinen Kurs segeln kann, ohne Ausweichmaßnahmen ergreifen zu müssen, und wenn bei überlappenden Booten mit Wind von der gleichen Seite das Leeboot den Kurs in beide Richtungen ändern kann, ohne sofort das Luvboot zu berühren." Lesen Sie weiter >

26.02.11: Momentaufnahme

Neutrogena 03:00 / Ryan schläft. Er hat Freiwache. Es ist hier morgens, bei euch abends. Draußen grau und windig, drinnen in der Kajüte trübes Licht. 14 Grad. Gute Stimmung, zumindest bei mir. Völlig an die Bedingungen gewöhnt: Dahinbrettern mit 22 Knoten, in dieser Höhle leben, der ohrenbetäubende Lärm, die Zweisamkeit, der Rhythmus von zweimal drei Stunden Schlaf nachts und ansonsten unser normales Wachleben. Es ist jetzt 9.30 Uhr und Zeit, Ryan zu wecken. Wir sind übereingekommen, die Zeiten rigoros einzuhalten, damit immer 4 Augen das Vorankommen überwachen. Doch gerade jetzt geht der Wind etwas runter.

Ich werde also gleich noch mal auf den Histographen im Navigationsprogramm schauen, ob es eine signifikante Tendenz ist (Signifikanzniveau mehr als 3 Prozent). Werde mir meine Ölhose überziehen, barfuss in meine neoprengefütterten Stiefel steigen, die Manschetten ignorieren, weil ich nicht vor habe aufs Vordeck zu gehen. Dann stülpe ich mir die schwere, nasse Öljacke über, Armbändchen, Kapuze. Nachts käme dann noch die Stirnlampe hinzu. Der Wind nimmt in der Tat ab. Ich muss ein Reff „ausschütten“, wie man ja so sagt. Also das Großsegel vergrößern.

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BN 05:00 / Die "Frontrenner" Dick & Peyron (Virbac Paprec 3) und Martínez & Fernández (Mapfre) setzen sich immer weiter ab. Wenn ihnen am Boot nichts passiert oder sie in einer tagelangen Flaute versauern, werden sie den Sieg unter sich ausmachen! Die Dritten Rivero & Piris (Renault Z.E. Sailing Team) werden von Herrmann & Breymaier (Neutrogena) hart bedrängt!

Freitag, 25. Februar 2011

25.02.11: Der Marktplatz wird vermisst!

Der Marktplatz, der auf vielen Seiten von Clubs und Vereinen aufgeschaltet ist, stammt vom SMCÜ. Der SMCÜ hat eine neue Homepage und Webmaster Ralph hat mir versichert, dass der Marktplatz bald wieder aufgeschaltet wird. Einfach noch etwas Geduld.

25.02.11: Fischerboot in Seenot (Südkurier)

Südkurier / Ein 43-jähriger Fischer löste am Donnerstagabend einen Seenotfall aus, weil er sein Fischerboot im Uferbereich von Konstanz-Egg nicht richtig gesichert hatte und es davontrieb. Die Polizei suchte zwei Stunden nach dem angeblich verschollenen Fischer, der nur in einer Gaststätte war, um Fisch auszuliefern.

Nach Angaben der Polizei hatte der Fischer sein Boot nach erfolgreichem Fischfang ans Ufer gezogen und war anschließend in verschiedene Gaststätten gegangen, um seinen frisch gefangenen Fisch auszuliefern. Währenddessen trieb sein Boot zurück in den See. Zeugen bemerkten das Boot und verständigten die Wasserschutzpolizei. Diese löste einen Seenotfall aus. Als der Fischer zwei Stunden später wieder zurück zu seinem Boot kam, war es bereits wieder im Hafen gesichert. Im Boot hatte der Fischer seine Thermoskanne, Handschuhe, Fischereidokumente sowie seine Anglertasche hinterlassen.

25.02.11: Eine Neuauflage des Starts wie im 2010

Mirabau / Das Passieren der Cookstrasse hat die Flotte wieder zueinander geführt und die Abstände verringert. Daraus ist beinahe nochmals eine neue Startphase entstanden. Mit Ausnahme der beiden führenden Boote, die auf ihre Verfolger doch einen Abstand von etwas mehr als 1’000 Seemeilen aufweisen, trägt das Feld der Verfolger der übrigen Jachten praktisch auf der Fläche eines Taschentuchs (immerhin über 600 Seemeilen) einen erbitterten Kampf um die weiteren Plätze aus. „Für uns ändert sich nicht viel“, erzählt Dominique. „Wir schlagen uns mit den momentanen Bedingungen herum“.

Michèle Paret hat sich von ihren gesundheitlichen Beschwerden, mit welchen sie im Indischen Ozean gekämpft hat, gut erholt. „Völlig unüblich, sitze ich für einmal vor der Tastatur ohne meine Stirnlampe, denn es ist helllichter Tag“, erzählt sie uns. „Ich weiss nicht, vielleicht hat es mit Überqueren des Längengrades zu tun, dass meine kleinen Gewohnheiten ins Wanken geraten! Wir haben eine Zeitzone überquert, was immer zu tiefgreifenden Überlegungen und auch zu ein bisschen Unordnung an Bord führt, da wir unsere diversen Uhren an Bord sowie unser Logbuch präzis auf dem aktuellen Stand halten müssen, was nun einmal dazu gehört, wenn man vom Rest der Menschheit abgeschieden ist!“ Lesen Sie weiter >

25.02.11: Auf des Messers Schneide

Andreas Kling / Ein neuer faszinierender Tag im Kampf jeder gegen jeden bei der 14. Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft: Zwei Rennen, faszinierende Geschichten und Gedränge an der Spitze, das waren die Kennzeichen des dritten Regattatags am Freitag (25. Februar) in Sydney/Australien. Gibt es ein besseres Drehbuch vor dem finalen Tag einer Weltmeisterschaft? Auch Alfred Hitchcock, der Meister der Spannung, könnte es nicht besser inszenieren. Die Titelverteidiger Massimo Mezzaroma und Antonio Sodo Migliori (Italien) halten mit ihrer „Nerone“ einen Ein-Punkt-Vorsprung auf die australischen Lokalmatadore um Guido Belgiorno-Nettis auf der „Transfusion“. Und kein weiteres Boot ist in Sicht! Unterdessen haben sich Wolfgang und Angela Schäfer (Lüneburg) von ihrer Disqualifikation am Vortag erholt und am dritten Wettfahrttag mit zwei Top-Ten-Platzierungen wieder etwas Boden gut gemacht.


Photo credit: Rolex / Kurt Arrigo

Rückblende WM 2010: „Nerone“ musste zum Finale einen Zwei-Punkte-Rückstand auf die „Transfusion“ aufholen, schaffte das und gewann den Titel. Wird „Transfusion“ diesmal die Enttäuschung des Vorjahres wiedergutmachen und die scheinbar Unaufhaltsamen stoppen? „Transfusion“ hatte dazu bereits am vorletzten Wettfahrttag eine gute Chance. Im Rennen sieben führte sie bis zur Hälfte, musste dann aber bis zum Ziel noch drei Boote passieren lassen, während Vasco Vascottos unerbittlichen taktischen Bemühungen die „Nerone“ noch drei Ränge nach vorn auf Platz sechs brachten.

Eine letztlich unbedeutende Niederlage für die Italiener, denn im achten Rennen jagte die „Nerone“ durch das Feld und erkämpfte sich auf dem ersten Vorwind-Gang einen uneinholbaren Vorsprung. Die „Transfusion“ stolperte dagegen im Windschatten als Fünfte ins Ziel. Wird dieses Comeback der „Nerone“-Mannschaft den entscheidenden psychologischen Vorteil bringen? Immerhin hat die „Transfusion“-Crew noch einen Renntag mit zwei geplanten Wettfahrten, um die Niederlage wieder wettzumachen und ihre erste Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft zu gewinnen.

Während die Führenden ihr eigenes Spiel spielten, wurde dahinter das Feld ordentlich durchgemischt. William Douglass (USA) mit der Allzweckwaffe James Spithill, aktueller America’s Cup-Sieger, erwischte mit der „Goombay Smash“ seinen besten Tag mit zwei Ausreißern nach oben. Dem Sieg im siebten Rennen ließen sie einen sechsten Rang folgen. Wolfgang und Angelika Schäfer schüttelten mit ihrer Crew auf der „Struntje Light“ die Disqualifikation von Rennen vier an Vortag ab und landeten einen zweiten und einen achten Rang. „Wir haben uns gesagt, von der Disqualifikation lässt sich eine gute Crew nicht erschüttern, und sind auf Angriff gefahren“, berichtete Wolfgang Schäfer.

Dabei waren sie sogar dicht davor, ein Rennen zu gewinnen, wurden aber auf der Ziellinie noch abgefangen, als „Goombay Smash“ den Spinnaker 20 Zentimeter vor der „Struntje Light“ ins Ziel schob. „Insgesamt war es aber ein sehr guter Tag. Wir waren schnell unterwegs und im zweiten Rennen trotz eines schlechten Starts noch auf Rang acht vorgefahren. Natürlich schmerzt die Disqualifikation sehr, denn ohne lägen wir auf Rang drei. Aber mit einem ,Wenn und Aber‘ gewinnt man keine Rennen“, so Schäfer, der auch am Finaltag noch auf Angriff fahren will. „Den Sieg in der Amateur-Wertung wollen wir auf jeden Fall einfahren und auch Platz fünf haben wir noch im Blick, denn dort liegt die ,Estate Master‘, die uns die Disqualifikation eingebrockt hat.“

Auch Helmut und Evan Jahn auf der „Flash Gordon“ (USA) arbeiteten hart unter der Führung von Bill Hardesty und nutzten einen unterdurchschnittlichen Tag von Martin und Lisa Hill auf der „Estate Master“ (Australien), um auf den dritten Gesamtrang vorzurücken. Außerdem musste die ehemalige Führende „Estate Master“ auch noch die „Barking Mad“ von Jim Richardson (USA) auf Rang vier passieren lassen.

Tag 3 –Zwischenergebnis der Top 10
Platz, Bootsname, Land, Eigner-Steuermann, R1-R2-R3-R4-R5-R6-R7-R8, Gesamtpunkte
1. Nerone, Italien, Antonio Sodo Migliori & Massimo Mezzaroma, 2-1-10-8-1-1-6-1, 30 Punkte
2. Transfusion, Australien, Guido Belgiorno-Nettis, 4-4-2-1-7-4-4-5, 31
3. Flash Gordon, USA, Helmut & Evan Jahn, 11-2-9-2-8-5-11-3, 51
4. Barking Mad, USA, Jim Richardson, 15-10-5-9-2-3-10-2, 56
5. Estate Master, Australien, Lisa & Martin Hill, 1-8-1-5-9-10-12-12, 58
6. Kokomo, Australien, Lang Walker, 19-5-4-7-5-9-3-7, 59
7. Struntje Light, Lüneburg, Wolfgang & Angela Schäfer, 3-13-3-21-4-13-2-8, 67
8. Hooligan, Australien, Marcus Blackmore, 13-3-6-4-16-14-8-4, 68
9. Voodoo Chile, Australien, Andrew Hunn & Lloyd Clark, 5-9-8-15-3-2-16-16, 74
10. Goombay Smash, USA, William Douglass, 9-6-17-10-11-16-1-6, 76

Die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft 2011 wird vom Royal Sydney Yacht Squadron und der internationalen Farr 40-Klassenvereinigung organisiert. Die Wettfahrten werden vom 23. bis 26. Februar gesegelt.

25.02.11: Yachtwerft Wirz AG neuer Partner

Die renomierte Yachtwerft Wirz AG Steinach ist neuer Partner von Bodensee-News. Nebst Neubauten von Holzyachten, Pflege und Winterlager bietet die Werft neu die Faurby 325 in Bodensee-Vertretung an. Schauen Sie mal bei der Yachtwerft Wirz AG mit Klick auf das Logo rechts vorbei, Sie werden überrascht sein.

Die neusten Infos:
Als Weltpremiere wird die neue FAURBY 325 zusammen mit der legendären FAURBY 360 vom 2. April bis 10. April 2011 der Fachpresse und dem interessierten Publikum im Hafen Steinach am Bodensee vorgestellt. Ausgiebige Testfahrten und Probeschläge sind vorgesehen. Lesen Sie weiter >

25.02.11: 'Mapfre' bald an der Spitze?

Die Spanier Martínez & Fernández (Mapfre) sind beim Barcelona World Race heute Freitag 5 Uhr (55. Tag) bis auf 8,2 Meilen zu den führenden Franzosen Dick & Peyron (Virbac Paprec 3) aufgeschlossen. Diese beiden sind zurzeit mit 18,6 bzw. 17,3 Knoten unterwegs und segeln in einer eigenen Liga. Alle anderen Crews verlieren weiter an Boden. Weiterhin auf dem 4. bzw. 5. Platz liegen Herrmann & Breymaier (Neutrogena) und Wavre & Paret (Mirabaud), die 96 Meilen voneinander getrennt Richtung Kap Hoorn mit 11,3 bzw. 7,9 Knoten voran kommen. Dazwischen liegen die Spanier Rivero & Piris (Renault Z.E. Sailing Team) mit einem Rückstand von 1173,6 Meilen auf dem 4. Platz. Schauen Sie Fotos, Videos und Berichte auf der Eventseite an!

Donnerstag, 24. Februar 2011

24.02.11: Top Plätze am Finaltag vor Muscat

Spannendes Finale und gute Einzelplätze beim ersten Act der Extreme Sailing Series vor Muscat.

So haben wir uns das vorgestellt. Die besten Plätze am Schlusstag des Events von Muscat zu fahren. Mit den Einzelrängen 3-5-5-8-10-3-9 konnten wir noch mal eine deutliche Steigerung hinlegen und es fehlte nicht viel, da hätten auch noch einen der Favoriten aus dem Oman geschlagen.

Viel besser hätte für uns eigentlich nicht starten können mit der neuen globalen Extreme Sailing Series und dem ersten Act im Oman. Sonne satt. Wind perfekt. Spannende Rennen. Action nonstop. Live TV und ein leidenschaftliches Publikum. Die Bilder (Video und Fotos) sprechen für sich. Niemals im Traum hätten wir gedacht, dass die Segelbedingungen hier so gut sind. Eigentlich das perfekte Trainingsrevier, wenn wir noch mehr Zeit hätten.

Und genau das hat uns gefehlt. Die anderen sind und Meilen voraus. Wir sind ein „Last Minute Projekt“ und sind froh, dass wir es mit unseren Partnern überhaupt an den Start geschafft haben. Und ein paar glanzvolle Momente konnten wir ja auch schon setzen. Wir sind durchaus Stolz auf die vielen guten Einzelplätze.

Zum Schluss fuhren wir auch einen besseren Amwind Speed, nachdem wir das Großsegel noch mal am Mast verstellt haben. In ganz kleinen Schritten haben wir uns nach vorne gearbeitet und durch die Serie eine Steigerung erlebt. So weit war am Ende das Mittelfeld mit einigen Spitzenteams nicht entfernt. Bei einigen Rennen haben wir auch Alinghi, Artemis, Luna Rossa und andere Top Teams geschlagen. Genau so haben wir es uns erträumt.

Euch Heute waren die leichten Winde vorherrschend und die Rennen wurden wieder mal extreme kurz gelegt. Ein Rennen hat gerade mal 10 Minuten gedauert. Aber diese Minuten haben schon gereicht, dass der Puls auf 180 war. Während der Steuermann mit der leichten Karbon Pinne steuern muss, gibt die Crew absolut alles. Praktisch im Minutentakt reihen sich die Manöver aneinander. Und bei solch einem Extreme 40 Multihull sind Tonnenlasten auf den Schoten durch die hohe Geschwindigkeit.

Jetzt sind wir total platt. Akku leer. Nichts geht mehr. Wir haben alles gegeben und tolle Tage hier im Oman gehabt. Das Schiff wird gerade abgebaut und dann nach Qingdao/China verschifft, wo Mitte April der nächste Event stattfindet.

Wir freuen uns als Team sehr, das wir es überhaupt an den Start geschafft haben. Dank unserer Partner Wirsol Solar AG, Yingli Solar, PowerOne und Marinepool konnten wir in diesen spannende Serie starten.

Ergebnisse, Videos, Fotos und Texte sind zu finden auf www.extremesailingseries.com und www.teamgaebler.de.



24.02.11: Schadensbegrenzung schwierig auch für Schäfer

Andreas Kling / Konstanz und Schadensbegrenzung ist bei den Rolex Farr 40-Weltmeisterschaften schon immer die Losung gewesen. Und so ist es auch in diesem Jahr, nachdem über die Hälfte der 14. Welttitelkämpfe gesegelt ist. Keines der drei führenden Teams hat eine komplett saubere Serie und kassierte mehr Punkte als erhofft. Das deutsche Boot, die „Struntje Light“ von Wolfgang Schäfer (Lüneburg) musste am Donnerstag (24. Februar) sogar eine Disqualifikation verkraften.


Photo credit: Rolex / Kurt Arrigo

An der Spitze des Feldes steht nach insgesamt sechs Rennen Guido Belgiorno-Nettis (Australien) mit der „Transfusion“. Nach den Platzierungen 1, 7 und 4 am zweiten Tag hat er allerdings nur einen Vorsprung von drei Punkten vor der „Nerone“ von Massimo Mezzaroma und Antonio Sodo Migliori (Italien), die nach einem schlechten Start in den zweiten Tag den Nachbrenner eingeschaltet und eine Serie von 9, 1, 1 ans Ergebnisbrett genagelt haben. Lisa und Martin Hill (Australien) sind mit der „Estate Master“ und einer etwas enttäuschenden Serie von 6, 9, 10 auf den dritten Gesamtrang zurückgefallen.

Die „Estate Master“ führt ein Verfolgerduo an, das um den Anschluss an die Spitze kämpft. Der Abstand ist zwar etwas größer geworden, aber bei vier noch ausstehenden Rennen ist er durchaus aufzuholen, wenn sich die Verfolger keine weiteren Fehler mehr erlauben. Die Boote des Tages waren sicherlich „Transfusion“ und „Nerone“, aber auch Helmut und Evan Jahn haben sich mit der „Flash Gordon“ (USA) ein Lob verdient. Das Vater/Sohn-Team des in Deutschland geborenen Stararchitekten hat, unterstützt von Taktiker Bill Hardesty, mit drei Top-Ten-Platzierungen die vierte Gesamtposition erobert.

Dahinter schienen sich Wolfgang und Angela Schäfer (Lüneburg) mit der „Struntje Light“ zu etablieren. Mit einem dritten und vierten Platz bewiesen sie ihre gute Performance bevor ein 13. Platz für den ersten Dämpfer des Tages sorgte. Am Abend kam dann aber noch der Niederschlag. Ausgerechnet der dritte Rang wurde nach einem Protest in eine Disqualifikation umgewandelt. „Es war eine Situation an der Luvtonne. Wir mussten ausweichen, konnten aber nicht, da uns ein anderes ausweichpflichtiges Boot keinen Platz gemacht hat. Am Ende sind wir beide rausgeflogen. Uns wurde vorgeworfen, wir hätten unseren Anspruch auf Wegerecht zu spät geltend gemacht“, ärgerte sich Wolfgang Schäfer.

„Das wirft natürlich einen Schatten auf unser gesamtes Ergebnis, denn wir sind mit der jungen Amateur-Crew gut im Feld der Profis dabei, fahren sehr gute Starts.“ Zwar führt die „Struntje Light“ weiterhin die Corinthian-Wertung der Amateure an, das Podium in der Gesamtwertung ist allerdings von Platz acht aus erst einmal in weite Ferne gerückt, da es bei den Rolex Farr 40-Weltmeisterschaften kein Streichergebnis gibt. „Wir werden dennoch in den nächsten beiden Tagen voll angreifen und versuchen noch ein wenig vorzurücken“, so Schäfer.

Am Kurs
Wenn dieser Donnerstag auch ein langer Tag für die Segler war, dann war es ebenso ein Test für die Ausdauer und das Geschick von Wettfahrtleiter Peter „Luigi“ Reggio, der bei den Rolex Farr 40-Weltmeisterschaften 2011 auf der Regattabahn die Kurse setzen muss. Reggio ist ein gesuchter Manager für die besten Grand-Prix-Events im Segelsport und damit seit 2004 auch ein Muss für diese Meisterschaften.

Üblicherweise startet sein Tag sehr früh. Besonders wenn der Wind nur schwach weht, kommt schnell eine Entscheidungsfindung auf ihn zu. „Ich bin etwa um 8 Uhr im Regattabüro und denke darüber nach, was wir machen wollen und wie wir die Sache angehen. Diesen Morgen haben wir uns mit den Wetterexperten besprochen und entschieden, dass wir eine Stunde warten, da die Rennsituation dann besser werden würde.“ Eine sehr gute Entscheidung, wie sich zeigte. Zwar war das Rennen nicht perfekt, aber es wäre um einiges schlechter gewesen, wenn Reggio nicht gewartet hätte.

Wegen des nordöstlichen Windes, der sich bei acht bis zehn Knoten stabilisierte, und einer starken Strömung aus Süden wurde das Regattagebiet im Vergleich zum Vortag nach Norden vor den Manly Strand verschoben, was Zuschauern und Crews eine außerordentliche Kulisse bescherte. Zum letzten Rennen des Tages hatte der Wind auf zwölf bis 15 Knoten zugenommen, und durch eine kabbelige Welle wurden alle auf Trab gehalten.

Entgegen der landläufigen Meinung behauptet Reggio, dass er nach dem Start härter arbeitet als zuvor. Aktives Management der Regattabahn ist aus seiner Sicht wichtig: „Ich muss an der Spitze des Feldes sein, um den Winkel der Boote zum Wind zu sehen. Dadurch sehe ich die Winddreher, bevor die Tonnenboote sie bemerken. Da der Wind am Nachmittag in der Richtung zwischen 70 Grad und 35 Grad schwankte, waren Reggio und sein Team mehr als einmal gezwungen, den Kurs zu verkürzen oder die Bahnmarken zu verlegen.

Das Resultat dieser Anstrengungen waren zwar einige müde Segler, aber so konnten drei Rennen über die Bahn gebracht werden. Es ist ein Job, der in dem Bewusstsein getan werden muss, dass die Eigner und Crews es einen lediglich wissen lassen, wenn sie nicht zufrieden sind. Aber am Ende des Tages wurden keine Beschwerden notiert, als die Crews an Land kamen. Allerdings waren einige Proteste bis in den späten Abend zu verhandeln.

Geschichtliches
Auf zwei Booten sind bei dieser WM Taktiker aktiv, die mit der Klasse seit ihren ersten Tagen verbunden sind. Adrian Stead ist dreimaliger Rolex Farr 40-Weltmeister. Seine beiden vorigen Titel gewann er mit der „Mascalzone Latino“ 2006 und 2007. Seinen ersten Erfolg aber feierte er bei der allerersten WM im Jahr 1998 mit Jim Richardsons „Barking Mad“ (USA). John Kostecki ist zweimaliger WM-Gewinner. 2008 folgte er Stead auf der „Mascalzone Latino“, als der wegen der Geburt seines ersten Kindes nach Hause zurückkehrte. Kosteckis erster Erfolg war aber auch schon deutlich früher. 1999 siegte er in San Francisco mit Jim Kilroys „Samba Pa Ti“ (ebenfalls USA). Beide haben dann die Entwicklung der Farr 40-Klasse aus erster Hand miterlebt, und beide haben ähnliche Ansichten über die Art der Veränderung.

„Es ist eine wesentlich größere Konkurrenz heutzutage. Wenn du in das Feld zurückfällst, ist es schwer, von dort wieder nach vorn zu kommen. Der Level der Segler ist sehr hoch“, sagt Kostecki. Stead sieht es ähnlich: „Das seglerische Niveau ist außerordentlich. Das Können der Eigner und damit der Steuerleute, die Fertigkeiten der Amateure und der Level der Profis sind wirklich sehr, sehr gut.“

Beide genießen die Rennen enorm – aus identischen Gründen. Stead empfindet es als „einen großen Spielplatz“. „Die Klasse belohnt Teamwork. Ich habe eine Menge sehr gute Mannschaften in meiner Zeit gesehen, und sie waren immer da oben, weil sie sich durchgekämpft haben. Leute, die die Zeit opfern, wie wir auf der ,Barking Mad‘, der ,Flash Gordon‘, der ,Transfusion‘ oder der ,Nerone‘ ernten irgendwann die Früchte.“ Kostecki bestätigt diese Ansicht: „Es ist alles sehr eng und sehr gut organisiert. Am Ende gewinnt das beste Team, und das erfordert viel Teamwork. Es ist immer viel Action, und das ergibt eine großartige Regatta.“

Rückblick
2007, kurz nach dem Gewinn seiner zweiten Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft, bemerkte Vincenzo Onorato im typisch neapolitanischen Stil: „Ich fühle mich wunderbar. ,Mascalzone‘ Erster und ,Alinghi' Zweiter! Das ist mein Traum. Ein weiterer Traum ist es, das auch beim America’s Cup zu wiederholen.“

Onorato war darauf erpicht, die Gründe für seinen Erfolg preiszugeben: „Das Geheimnis: sich einfach zu entspannen. Es ist nur ein Segel-Rennen, und man muss einfach die ganze Zeit entspannt bleiben. Wenn die Dinge gut laufen, darf man nicht euphorisch werden. Und wenn sie falsch laufen, darf man nicht unglücklich werden. Das ist das Geheimnis, um am Ende erfolgreich zu sein.“

„Barking Mad“-Eigner Jim Richardson ordnete Onoratos Sieg 2007 folgendermaßen ein: „Die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft zu gewinnen, ist immer eine sehr, sehr schwierige Aufgabe. Sie zweimal in Folge zu gewinnen ist fantastisch. Wir ziehen unsere Hüte vor Vincenzo Onorato und seinem Team. Es ist wirklich eine großartige Leistung.“ Danach gewann der Italiener noch ein drittes Mal.

Tag 2 –Zwischenergebnis der Top 10
Platz, Bootsname, Land, Eigner-Steuermann, R1-R2-R3-R4-R5-R6, Gesamtpunkte
1. Transfusion, Australien, Guido Belgiorno-Nettis, 4-4-2-1-7-4, 22
2. Nerone , Italien, Antonio Sodo Migliori & Massimo Mezzaroma, 2-1-10-9-1-1, 24
3. Estate Master, Australien, Lisa & Martin Hill, 1-8-1-6-9-10, 35
4. Flash Gordon, USA, Helmut & Evan Jahn, 11-2-9-2-8-5, 37
5. Voodoo Chile, Australien, Andrew Hunn & Lloyd Clark, 5-9-8-16-3-2, 43
6. Barking Mad, USA, Jim Richardson, 15-10-5-10-2-3, 45
7. Kokomo, Australien, Lang Walker, 19-5-4-8-5-9, 56
8. Struntje Light, Deutschland, Wolfgang & Angela Schaefer, 3-13-3-DSQ-4-13, 56
9. Hooligan, Australien, Marcus Blackmore, 13-3-6-4-16-14, 56
10. Plenty, USA, Alex Roepers, 10-7-13-3-13-11, 57

Die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft 2011 wird vom Royal Sydney Yacht Squadron und der internationalen Farr 40-Klassenvereinigung organisiert. Die Wettfahrten werden vom 23. bis 26. Februar gesegelt.

24.02.11: FAURBY 325 Weltpremiere am Bodensee

Ab sofort hat die Yachtwerft Wirz AG in Steinach am Bodensee offiziell die Gebietsvertretung der exklusiven FAURBY‐Yachten für die Schweiz, Österreich und den Bodensee übernommen. Mit dieser Zusammenarbeit ist der bekannten dänischen Bootswerft ein grosser Schritt in eine erfolgreiche Vermarktung ihrer Qualitätsprodukte an diesem Binnenrevieren gelungen. Gerade ideal fügen sich diese skandinavischen Segelyachten in das Programm der Yachtweft Wirz AG ein, wo Qualität, Perfektion und edles Design schon seit über 50 Jahren an der Tagesordnung stehen.

Mit der brandneuen FAURBY 325 wartet die Werft auch gleich mit einem Highlight für die kommende Saison auf. Basierend auf der beliebten FAURBY 330 und nicht zuletzt auch auf den Erfahrungen des weltbekannten Seglers Jesper Bank wurde die FAURBY 325 entwickelt. Die FAURBY 325 bekommt als Option einen entsprechenden T‐Kiel bzw. ein entsprechendes Ruderblatt welche für die Jesper Bank Edition entwickelt wurden. Das bedeutet, dass der Wasserwiederstand des Schwerts und des Ruderblatts im Vergleich zu früher um 42% reduziert wurde. Ausserdem wurde die Gewichtsverteilung im Boot optimiert, was zu einem noch besseren Fahrerlebnis führt.

Auch unter Deck unterscheidet sich die FAURBY 325 von früheren Modellen von FAURBY. Das Boot ist sehr geräumig, die doppelte Vorkoje bietet jede Menge Schrankplatz und ein 2,10 Meter langes Bett. Auch die Heckkoje ist mit einer Länge von 2,00 Metern überaus komfortabel eingerichtet. Darüber hinaus gibt es eine Nasszelle mit Dusche. Alternativ wird diese Segelyacht auch mit der Möglichkeit eines Elektromotors geliefert. Mit Elektromotor und Batteriepackung fährt das Boot bei einer Geschwindigkeit von 5‐6 Knoten ca. 6 Stunden. Der Ladevorgang erfolgt wie üblich in den Häfen.

Der Salon kann entweder als Dinette oder mit einem L‐Sofa ausgeführt werden. Das Einzige, woran keine Änderungen vorgenommen wurden, sind die erstklassigen Materialien und die schlanken Linien. Eine hohe Qualität, schöne Linien und gute Segeleigenschaften haben eben den höchsten Stellenwert.

Als Weltpremiere wird die neue FAURBY 325 zusammen mit der legendären FAURBY 360 vom 2. April bis 10. April 2011 der Fachpresse und dem interessierten Publikum im Hafen Steinach am Bodensee vorgestellt. Ausgiebige Testfahrten und Probeschläge sind vorgesehen. Weitere Einzelheiten für diesen Event können unter www.faurby.dk/?q=de oder www.yachtwerft-wirz.ch erfahren werden. Technische Daten > / Galerie >

Yachtwerft Wirz AG, Werftstrasse 15, CH-9323 Steinach, Tel. +41 71 446 12 42

24.02.11: Taucher engagieren sich vorbildlich

Südkurier / Kressbronn - Gut besucht war die Mitgliederversammlung des Tauchsport-Clubs (TSC) Kressbronn. Ein Höhepunkt war die Ehrung für herausragende Leistungen um den Tauchsport am Bodensee, zu der Richard Breiter, stellvertretender Vorsitzender des Württembergischen Landesverband (WLT) für Tauchsport, mit seiner Frau nach Kressbronn gekommen war.

Ludwig Prantl bekam die silberne Ehrennadel des WLT. André Pfau, Marcus Voigt und Ralf Boss durften für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement die Ehrennadeln des WLT in Gold entgegennehmen. Anschließend gab der TSC-Vorsitzende Alexander Gottwald einen umfassenden Rückblick auf das Jahr 2010 mit seinen zahlreichen Aktivitäten: Grundtauchscheinkurs für Anfänger, Weiterbildungsmaßnahmen für bereits qualifizierte Taucher, Teilnahmen am Kressbronner Straßenfest und am Weihnachtsmarkt und zahlreiche Bodensee-Tauchgänge. Kassierer André Pfau erhielt für die Finanzführung die Anerkennung der Kassenprüfer. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

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24.02.11: Gut unterwegs

Neutrogena / Perfekte Raumwindbedingungen lassen “Virbac Paprec 3″ und “Mapfre” mit Geschwindigkeiten von im Schnitt 14,8 und 17,5 Knoten nach Osten davon jagen. Nur 16 Meilen liegen die Schiffe auseinander.

Erst 935 Seemeilen dahinter folgt dann “Renault”, weitere 124 Meilen später kommt “Neutrogena”. Beide befinden sich gerade in einer Zone mit schwächeren Winden von nur etwa 15-20 Knoten, kommen aber mit etwa 10 Knoten Fahrt ganz gut voran. “Mirabaud” macht vier Knoten mehr Fahrt, liegt 100 Meilen hinter Boris und Ryan. “Estrella Damm” und “Groupe Bel” haben die Verfolgung aufgenommen, dürften aber erstmal noch keine Gefahr bilden. Die schwarzen Ritter auf “Hugo Boss” haben sich von den Mädels auf “Gaes” einholen lassen. Beiden haben mit nur acht Meilen Abstand den Pazifik erreicht (Meilenangeben von heute morgen 05:00). Lesen Sie weiter >

Mittwoch, 23. Februar 2011

23.02.11: Platz 4-4-6

Platz 4-4-6 und ein paar Rennen ordentlich daneben. Fast gekentert bei 2 Bft unter Gennacker.

Auch Heute meinte es der Wind vor Muscat nicht allzu gut mit uns. Maximal 6-7 Knoten brachten auch die Extreme40 Multihulls nur auf den spitzen Gennacker Kursen zum Fliegen. Doch da ging es dann richtig zur Sache.

Die Kurse wurden vor der neuen Marina des Resorts THE WAVE (Muscat) so geschickt gelegt, dass wir auch bei so wenig Wind mit dem Gennacker fast kenterten. Zumindest schafften wir es so, auch bei dem wenigen Wind den gewissen Adrenalin Kick zu bekommen, der einfach zu diesen Booten gehört.

Heute wurden mal eben 8 Rennen gesegelt. Und zeitweise sah es für uns auch richtig gut aus. Mit den Plätzen 4-4-6 gingen wir in Tag. Doch was dann folge, war nicht allzu rühmlich. Auch wenn wir mal wieder ein paar exzellente Startpositionen hatten, so konnten wir unser Boot nicht so richtig in Fahrt bekommen und waren an der ersten Luvmarke schon wieder im Gemenge gefangen.

Da müssen wir noch intensiv bei den anderen Teams an den Booten spionieren, um deren Einstellungen zu bekommen. Wir hängen den anderen Teams enorm hinterher. Die haben Monate und Jahre an Training und Rennen hinter sich. Da kann man vorerst nur abgucken.

Morgen ist der letzte Renntag hier vor Muscat und erneut scheinen leichte Winde wahrscheinlich. Vorne ist noch alles offen. Wir versuchen noch mal alles zu geben um vielleicht noch besser raus zu kommen. Doch Ansatzweise haben wir schon jetzt gezeigt, dass es einige glanzvolle Momente gibt.

25 Rennen wurden bis jetzt an 4 Tagen gesegelt. Alle dicht am Publikum. Zwischen 14.00 und 17.00. Gestartet wird hier pünktlich auf die Minute. Die Rennen werden live im Oman TV gezeigt. Nur so geht es, wenn segeln ein Publikums- und Mediensport werden will.

Segeln muss 100% verlässlich werden. Sonst ziehen die Medien da nicht richtig mit. Und die Extreme Sailing Series sowie das Tornado Speedsailing hat eine große Zukunft um vor großem Publikum und den Medien zu bestehen. Hier im Oman ist die Resonanz enorm. Die Medien und das heimische Publikum sind sehr emotional dabei und fiebern leidenschaftlich mit, wenn Ihr Team vorne liegt.

Dabei sprechen sie auch die Jugend an, die davon träumt einmal so ein guter Segler zu werden wir Ihre Stars auf den Extreme40s.

Morgen ist das große Finale und das Wasser wird sicher kochen…

Videos, Fotos und Texte sind zu finden auf www.extremesailingseries.com und www.teamgaebler.de.

23.02.11: Punktgleiche Spitze, Schäfer Vierter

Andreas Kling / Nach dem Auftakt der Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft in Sydney/Australien liegt der Lüneburger Wolfgang Schäfer mit der „Struntje Light“ auf Rang vier. Der Ex-Europameister segelte am Mittwoch (23. Februar) die Einzelplätze drei, 13 und nochmals drei, was sechs Punkte Rückstand auf den italienischen Titelverteidiger Massimo Mezzaroma auf der „Nerone“ bedeutet, der Dritter ist. Weitere drei Zähler voraus liegen die einheimischen Top-Favoriten „Estate Master“ von Martin und Lisa Hill punktgleich vor Guido Belgiorno-Nettis’ „Transfusion“ an der Spitze.


Rolex Farr World Championship (Photo credit: Rolex / Kurt Arrigo)

„Im zweiten Tagesrennen hat die ausweichpflichtige ‚Southern Star‘ in unseren Weg hinein gewendet, was uns einige Plätze gekostet hat“, berichtete Schäfer von einzigen Ausrutscher zum Auftakt, „wir haben aber auf einen Protest verzichtet.“ Dank guter Grundgeschwindigkeit habe sein Team mit den besten der Welt mitgehalten und die eigenen Erwartungen mehr als erfüllt. „Speed ist der beste Freund des Taktikers“, so Schäfer weiter, oder anders ausgedrückt, wer schnell segelt, hat es auch leichter, sich einen günstigen Weg zu suchen und zu finden.

Bei mäßiger, zunehmender Brise bei der Landzunge Sydney Heads war die Intensität der Wettfahrten von Beginn an zu spüren. Niemand wollte auch nur einen Meter preis geben, und es kam zu engen Manövern und Tonnenrundungen. Nach einem fabelhaften Auftakt als Zweite und Erste meinten es die Vorjahressieger auf der „Nerone“ beim dritten Start zu gut und überquerten die Linie etwas zu früh. Die Aufholjagd nach dem Re-Start führte nur noch auf Rang zehn. Die konstanteste Serie sicherte der America’s Cup-Sieger John Kostecki (USA) als Taktiker der „Transfusion“. Ohne einen Tagessieg zweimal Vierter und einmal Zweiter musste er nur aufgrund deren zwei Tagesiege der „Estate Master“ die Gesamtführung überlassen.

Am Kurs
Die Beziehung zwischen dem Eigner/Steuermann und dem Taktiker bestimmt das Leistungsniveau der einzelnen Crews, die bei der Rolex Farr 40-WM an den Start gehen. Der Eigner als Steuermann muss sich denjenigen Charakter aussuchen, mit dem seine Crew bestens auskommt. Der Taktiker muss das nötige Fingerspitzengefühl für seine Kommandos mitbringen, damit diese den Fähigkeiten der Mannschaft entsprechen, die sie umsetzen soll. Die Beziehung zwischen dem Eigner, häufig ein Titan aus der Geschäftswelt, und seinem Taktiker muss auf unterschiedlichen Ebenen gut funktionieren: Berater, Coach, Freund und Chef.

Einige neue Partnerschaften sind in diesem Jahr dabei. Der America’s Cup-Sieger James Spithill – im AC hat er gesteuert – segelt erst seit wenigen Wochen mit Doug Douglass auf dessen „Goombay Smash“ (USA). Douglass hat das klare Ziel, bei diesem Wettbewerb unter die Top fünf zu kommen. Spithill hat er ausgewählt, weil er jemanden suchte, der „ruhig und besonnen ist und weiß, wo es auf dem Kurs lang geht“. Für beides ist Spithill bekannt, obwohl die „Goombay Smash“ zum Auftakt nur Zwölfte der Gesamtwertung blieb.

Der Australier Ivan Wheen und Olympiasieger Tom King segeln schon seit 2006 gemeinsam auf der „Sputnik“. Wheen hatte nach jemandem gesucht, der „mit der Crew arbeitet und sich als Teil der Familie fühlt“. King wiederum findet, dass er mit einer guten Crew zusammenarbeitet, die zwar auf dem Papier mehrheitlich aus Amateuren besteht, aber dennoch einen durch und durch professionellen Ansatz verfolgt. Doch unter diesen Voraussetzungen dauert es King zufolge „gut ein Jahr, um ein gutes System zu erarbeiten, und je öfter zusammen gesegelt wird, desto einfacher ist das.“ Die nach drei Wettfahrten auf Platz neun liegende „Sputnik“ deutet an, dass sie über ein solch gutes System verfügt.

Bill Hardesty ist seit rund fünf Jahren auf der „Flash Gordon“ von Helmut und Evan Jahn (USA) mit dabei. Laut den Jahns sei die direkte und ehrliche Art einer von Hardestys Pluspunkten. Keiner der drei hält mit seiner Meinung hinter dem Berg. Wie der in Deutschland geborene Stararchitekt Helmut Jahn einmal lachend bemerkte: „Bill sagt mir Dinge, die mir sonst niemand sagt, weder meine Kollegen im Büro, noch meine Kunden. Aber im Eifer des Gefechts nehme ich es an, weil ich weiß, dass er Recht hat.“ Die „Flash Gordon“ -Crew lag zu WM-Beginn oft richtig und nahm den fünften Platz ein.

Vascotto und Sodo Migliori segeln schon seit 15 Jahren zusammen auf der „Nerone“. Ihre Eigner hatten nach jemandem gesucht, der auf lange Sicht mit ihnen zusammen bleiben wollte, und anscheinend hatten sie bei ihrer Wahl ein glückliches Händchen. Ihre Crew ist im Laufe der Zeit so eng zusammen gewachsen, dass Vascotto auch wenn er es dürfte, „keinen der Amateursegler an Bord gegen Profis austauschen würde.“ Er ist zufrieden mit dem Team und freut sich darüber, dass sich nach den Rennen nicht Kollegen, sondern Freunde miteinander freuen und auch Kritik üben.

Abseits des Winds
Als Taktiker auf der „Estate Master“ von Martin und Lisa Hill segelt die olympische Hoffnung Tom Slingsby. Als dreifacher Weltmeister im Laser ist Slingsby eher für seine Qualitäten als Jollensegler bekannt. In 2010 allerdings begann er, seine Erfahrungsspektrum bei den Rolex Farr 40-WM in der Dominikanischen Republik als Taktiker auf Guido Belgiorno-Nettis’ „Tranfusion“ zu erweitern, und kam dabei seinem Traum von einem Gesamtsieg sehr nahe. Die Kombination dieser Leistung mit seinem Können im Laser und dem Sieg bei der Etchell-WM trugen ihm die Nominierung und schließlich den Gewinn der höchsten Auszeichnung des Segelsports ein: Slingsby wurde ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2010.

Rolex unterstützt die Auszeichnungen zu den Weltseglern des Jahres seit 2001, zufälligerweise das Jahr, indem auch die Partnerschaft mit den Rolex Farr 40-Weltmeisterschaften ihren Anfang nahm. Obwohl Slingsby bei dieser Farr 40-WM der einzige Segler ist, der diese Auszeichnung bereits gewonnen hat, sind noch viele andere große Namen dabei. Slingsby erinnert ein wenig an ein Kind im Süßwarenladen, wenn er seine Helden aufzählt, gegen die er nun antreten darf: „Ich habe immer aufgeschaut zu James Spithill, der ein großartiger Botschafter unseres Sports ist; Hamish Pepper, Vasco Vascotto, John Kostecki… all die großen Namen sind hier vertreten. Denen würde ich gern nachahmen, was sie in ihren Karrieren erreicht haben.”

Rückblick
Rolex war bei der Weltmeisterschaft 2001 zum ersten Mal in der Farr 40-Klasse engagiert. In dem Jahr wurde das Event vom Royal Yacht Squadron in Cowes/Großbritannien ausgerichtet, einem Yachtclub, mit dem Rolex eine spezielle Verbindung genießt. Die Meisterschaft 2001 war nicht weniger hart umkämpft als alle anderen zuvor und seitdem, abgesehen davon, dass sie in den Nachwirkungen der fürchterlichen Terroranschläge vom 11. September in den USA stattfand.

22 Farr 40-Boote segelten auf dem Solent um den Sieg. Ernesto Bertarellis „Alinghi“ (Schweiz) gewann mit drei Punkten vor Titelverteidiger John Calvert-Jones auf der „Southern Star“ (Australien). Besonders beeindruckend am Sieg war die Art, in der sich das „Alinghi“-Team oft von schlechten Platzierungen an der ersten Wendemarke erholte. Es war als konnten sie einfach einen anderen Gang runter schalten, beschleunigen und ihren Weg durch das Feld bis zur Spitze machen. Ihre Plätze an der ersten Tonne waren 5-7-13-9-19-7-3-8-2 und im Ziel waren sie 5-7-1-1-2-5-1-6-2. Unterm Strich verbesserten sie sich um 40 Plätze und verloren kein einziges Mal an Boden.

Randnotiz
Nach Aussage von Bertarelli, dessen Team wenige Wochen vor der Rolex Farr 40-WM 2001 schon die 12mR-WM gewonnen hatte, war „dieser Farr 40-Sieg schöner als der bei den Zwölfern, weil ich gesteuert habe!“ Aber es lag nicht nur an seinem Steuern, gab er zu, „ich habe nur den Bug geradeaus gehalten, und Simon [Daubney] und Warwick [Fleury] haben das Boot durch ihren Trimm für mich gesteuert.” Er versäumte es zu erwähnen, dass er Russell Coutts als Taktiker hatte.

Tag 1 –Zwischenergebnis der Top 10
Platz, Bootsname, Land, Eigner-Steuermann, R1-R2-R3, Gesamtpunkte
1. Estate Master, Australien, Lisa & Martin Hill, 1-8-1, 10
2. Transfusion, Australien, Guido Belgiorno-Nettis, 4-4-2, 10
3. Nerone, Italien, Antonio Sodo Migliori & Massimo Mezzaroma, 2-1-10, 13
4. Struntje Light, Deutschland, Wolfgang & Angela Schäfer, 3-13-3, 19
5. Flash Gordon, USA, Helmut & Evan Jahn, 11-2-9, 22
6. Hooligan, Australien, Marcus Blackmore, 13-3-6, 22
7. Voodoo Chile, Australien, Andrew Hunn & Lloyd Clark, 5-9-8, 22
8. Kokomo, Australien, Lang Walker, 19-5-4, 28
9. Sputnik, Australien, Ivan Wheen, 6-12-11, 29
10. Barking Mad, USA, Jim Richardson, 15-10-5, 30

Die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft 2011 wird vom Royal Sydney Yacht Squadron und der internationalen Farr 40-Klassenvereinigung organisiert. Die Wettfahrten werden vom 23. bis 26. Februar gesegelt.

23.02.11: Ausbildung zur Segelprüfung + Matchrace-Training

Noch gibt es vom Jugend Regatta Förderverein weitere Termine zur Ausbildung Segelprüfung am 7. Mai und 8. Juli und Matchrace-Training am 5. Mai und 28. Juli. Melden Sie sich mit den untenstehenden Links direkt an. Allfällige Auskunft erteilt Felix Somm Tel. 079 700 02 92 oder E-Mail felix.somm@regattajugend.com.

Anmeldung zur Ausbidlung Segelprüfung >

Anmeldung zum Matchrace-Training >

23.02.11: Boxenstopps sind vorbei

BN / Für 'Groupe Bel' (De Pavant/Audigane) und 'Estrella Damm Sailing Team' (Pella/Ribes) sind die Reparturaufenthalte in Wellington von 48 Stunden vorbei und sie haben das Rennen an 6. bzw. 7. Stelle wieder aufgenommen. Nach wie vor an der Spitze segelt 'Virbac-Paprec 3' (Dick/Peyron) hart bedrängt (+30,5) von 'MAPFRE' (Martínez/Fernández). Die weiteren Klassierungen >

'Neutrogena' (Herrmann/Breymaier) und 'Mirabau' (Wavre/Paret) liegen weiter auf den Plätzen 4 und 5. 'Mirabeau' 126,3 Meilen zurück. Auf der Eventseite erhalten Sie noch mehr Infos zur laufenden Regatta.

23.02.11: Wenig Wind, chaotische Starts und ein Highlight mit Platz 3.

Das ist ganz einfach. Wenn der Wind weniger wird, werden die Kurse eben extrem klein gemacht und komprimiert. So holt man auch bei wenig Wind extrem viele Emotionen aus den Segelteams.

Die Kurse waren so eng gesteckt, dass die Zuschauer praktisch von Land aus an Deck springen konnten. Die brauchten nicht mal einen Kommentator, da die Teams bei dem wenigen Wind immer noch sehr laut mit einander geredet bzw. geschimpft haben. Denn zeitweise war es so eng, das die boote sich erneut verkeilten und es sehr stressig an Bord wurde.

Wir haben uns aus dem Trouble raus gehalten und mit einem 3. Platz mal ein großes Highlight. Es wären auch noch mehr Top Plätze drinnen gewesen, wenn wir das Boot besser unter kontrolle gehabt hätten. Es ist eben doch ein Big Boat und kein Tornado, der viel schneller reagiert. So haben wir leider ein paar top Positionen an der Startlinie sausen lassen. Ansonsten haben wir erneut Plätze zwischen 9 und 7 gefahren und halten uns insgesamt auf dem 9. Platz. Das ist im Grunde soweit OK, wenn man berücksichtig woher wir kommen.

Unser Matchrace gegen das Team New Zealand war dann das absolute Highlight des Tages. Klassisch haben wir sie beim Startschiff abgestreift und laden an der ersten Marke nur Zentimeter vor denen. Doch irgendwie haben sie es dann doch geschafft und bei der Wende um die Luvmarke einen Protest anzuhängen und vorbei war das Rennen. Da kam schon großer Frust auf, hatten wir doch den Start und die Startkreuz gegen das legendäre America´s Cup Team gewonnen. Doch aus solchen Situation lernen wir aktuell sehr viel.

Insgesamt wieder ein toller Tag vor Muscat mit herrlichen Wetterbedingungen. Ergebnisse, Videos und Fotos bei www.extremesailingseries.com und TeamGaebler www.teamgaebler.de.

23.02.11: Der erste Tag im Pazifik

Boris Herrman / Unser erster Tag im großen Pazifik ist geschafft: 270 Seemeilen oder 500 Kilometer, ca. 100 Kilometer unter unserem Durchschnitt. Dennoch können wir zufrieden sein, denn acht Stunden lang hatten wir fast totale Flaute. Ich bin mir nicht sicher, ob die Flaute vom Windschatten der Nordinsel oder dem Tiefdruckgebiet nahe Christchurch ausging. Jedenfalls hatte “Mirabaud” die gleiche Flaute zu durchqueren und nach vorübergehenden Verlusten hat sich unser Abstand jetzt wieder auf 127 Seemeilen “normalisiert”. Zum letzten Update sind wir in unserer kleinen Gruppe schnellstes Schiff. Wir segeln mit einer schönen Briese bei angenehmer See unter Genua und Großsegel mit 15 bis 18 Knoten Speed.

Nächstes Ereignis: Passage der Datumslinie und dem Meridian auf 180 Grad Ost, bzw. West. Das wird gegen 23 Uhr (22. Feb.) passieren. Dahinter zählen wir dann wieder runter: 175 Grad West, 170 Grad West usw. Wir kommen danach bald der Position nahe, an der wir geographisch genau auf der anderen Erdseite von Hamburg stehen.

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Dienstag, 22. Februar 2011

22.02.11: Alles, was Rang und Namen hat, am Start

Andreas Kling / Die Top-Segler der Welt im engen Wettkampf vor der Kulisse einer der aufregendsten Städte der Erde: Kein Zweifel, die Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft vor Sydney von Mittwoch, dem 23. Februar, bis Sonnabend (26. Februar) wird selbst in dieser Klasse, die stets die cleversten Geschäftsleute und erfolgreichsten Segler zusammen bringt, einen außerordentlichen Moment darstellen!

20 Eigner, die während der Wettfahrten auf dem australischen Revier selbst am Ruder stehen müssen, haben zu den 14. Welttitelkämpfen der Farr 40-Klasse gemeldet. Für die weiteren Schlüsselpositionen an Bord wurden die weltbesten Profis verpflichtet. Yachten aus fünf Nationen sind am Start, darunter auch der Lüneburger Arzt Wolfgang Schäfer. Er segelt mit einer jungen Crew unter den Standern des Kieler Yacht-Clubs sowie des Norddeutschen Regatta Vereins Hamburg und strebt einen Platz in den Top-Ten an.

Schäfer wird mit seiner Mannschaft gegen Teams bestehen müssen, die mit America’s Cup- und Volvo Ocean Race-Siegern, Weltmeistern und Olympia-Medaillengewinnern nur so gespickt sind. An der Spitze der Favoritenliste steht die Titelverteidigerin „Nerone“ von Massimo Mezzaroma (Italien), die mit Vasco Vascotto einen gewieften und erfahrenen Farr 40-Taktiker an Bord hat. Wie gut die Italiener bereits in Fahrt sind, bewiesen sie am vergangenen Wochenende mit dem Gewinn der Australischen Meisterschaft vor dem dreimaligen Farr 40-Weltmeister Jim Richardson auf der „Barking Mad“. Der US-Amerikaner hat sich zu dieser WM den ehemaligen Weltmeister sowohl in dieser Klasse, als auch im Starboot, Hamish Pepper aus Neuseeland, an Bord geholt, der im weiteren Verlauf dieses Jahres auch auf der neuen deutschen TP 52 „Container“ im Audi MedCup die Position des Taktikers übernehmen wird.

Auf eine Garde junger, australischer Olympia-Aspiranten setzt die „Estate Master“. Eigner Martin Hill vertraut auf seinem Heimatrevier in Sachen Taktik, Trimm und Strategie dem Laser-Weltmeister und ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2010, Tom Slingsby, sowie Malcolm Page, 470er-Olympiasieger von 2008, und Nathan Outteridge, 49er- und Moth-Weltmeister. Sie dürften sich ein heiß umkämpftes nationales Duell mit der Vize-Weltmeisterin des Vorjahres, der „Transfusion“, liefern. Die Australier wollen in diesem Jahr den 2010 knapp verpassten Titel ergattern. Dafür hat Eigner Guido Belgiorno-Nettis den US-Amerikaner John Kostecki engagiert, der in Deutschland noch besten bekannt ist, da er 2002 beim Zieleinlauf des Volvo Ocean Race rund um die Welt vor Kiel mit der „illbruck“ als Gesamtsieger einen triumphalen Erfolg feierte.

Aber auch die Amerikaner schicken mit der „Goombay Smash“ von William A. Douglass einen weiteren heißen Titelanwärter ins Rennen. Hier wird der siegreiche America’s Cup-Steuermann von 2010, James Spithill (Australien), das taktische Sagen an Bord haben.

Wolfgang Schäfer weiß um die Klasse dieser Konkurrenten, ist aber zuversichtlich: „Wir sind seit einer Woche in Sydney, und das Boot läuft gut. Wir haben auch gegen die ,Nerone‘ schon gut ausgesehen, aber die Stärke der Favoriten ist immens. Einige Crews sind seit Monaten hier und haben jeden zweiten Tag trainiert“, berichtet der europäische Klassenpräsident, der als einziger Eigner die deutschen Farben vertritt. Nachdem er sich zur WM 2010 noch mit der Pinnensteuerung seines neuen Schiffes anfreunden musste, bewies er im weiteren Saisonverlauf mit dem Gewinn des Sardinia’s Cup und der Bronzemedaille bei der Farr 40-EM, dass er im Feld der starken Crews bestehen kann.

Als Taktiker hat Schäfer den 22-jährigen David Chapman verpflichtet, der als Sohn eines Club-Offiziellen des ausrichtenden Royal Sydney Yacht Squadron beste Revierkenntnisse einbringt. Das wird auch nötig sein, denn die meist steile Welle vor Sydney, die durch gegeneinander arbeitende Winde und Strömung entsteht, macht das Segeln zu einer schwierigen Angelegenheit. „Wir sind trotzdem guter Dinge und peilen einen einstelligen Platz an. Auf jeden Fall macht es einen unglaublichen Spaß, hier zu segeln. In den vergangenen Tagen haben wir mit 24 Knoten einen neuen persönlichen Geschwindigkeitsrekord unser Farr 40 aufgestellt“, freut sich der Lüneburger auf die Titelkämpfe.

Geoff Staff vom internationalen Farr 40-Management ist sich auf jeden Fall sicher, dass die zehn geplanten Wettfahrten eine außerordentliche WM abbilden werden: „Ich habe noch nie solch ein starkes Feld bei den Weltmeisterschaften der Farr 40 gesehen. In diesem Jahr kann wirklich jeder jeden schlagen.“

22.02.11: Umsturz im Klassement

sailing-news / Die Passage der Cook Street mit den Reparatur-Stops einiger Teams haben nun das Klassement massiv veraendert:

An der Spitze konnte 'Mapfre' (Martinez/Fernandez ESP) gestern wieder einige Meilen aufholen, die Spanier lagen heute Morgen nur noch 90 Meilen hinter 'Virbac-Paprec 3' (Dick/Peyron FRA) zurück. Als 3. hat 'Renault' (Rivero/Piris ESP) die Cook Street mit einem Rückstand von 719 Meilen passiert. Auf Rang 4 vorgestossen sind Boris Herrman/Ryan Breymaier GER/USA mit ihrer 'Neutrogena', sie liegen rund 150 Meilen hinter 'Renault' und nur noch 59 Meilen vor 'Mirabaud'. Lesen Sie weiter >

22.02.11: Es soll nun endlich losgehen

Südkurier / Nach langem Hin und Her soll es nun endlich losgehen: Der Bau des geplanten Kompetenzzentrum soll in der nächsten Woche beginnen. Inzwischen haben sich die meisten Stadträte damit abgefunden, dass die großen Hoffnungen, die sich mit dem Bau verbunden hatten, nicht erfüllen werden.

In der kommenden Woche könnte eine fast neunjährige Planungszeit für ein Prestigeprojekt zu ihrem Abschluss kommen: Mit dem Spatenstich für das so genannte Kompetenzzentrum und die benachbarte Wohnbebauung am Seerhein endet vorerst auch die Debatte um das Projekt. "Es gab verschiedene, unvorhersehbare Hemmnisse, aber jetzt sind wir im Fluss und freuen uns auf den Baubeginn", sagt Markus Pfeiffer, Vorstand der Cosmopolitan-Gruppe. Der Investor hatte das Projekt im vergangenen Jahr von dem bisherigen Planer Euroland übernommen. Für 40 Millionen Euro werden neben dem Firmenzentrum auch exklusive Eigentumswohnungen entstehen. Bereits im Januar 2012 soll der erste Mieter in das Kompetenzzentrum einziehen, erklärt Pfeiffer. Das wäre dann endgültig der Startschuss für den Betrieb des geplanten Innovationszentrums für Hightechfirmen am Seerhein. Zuletzt hatten sich einige Stadträte besorgt über den verspäteten Baubeginn gezeigt. Nach jahrelangen Debatten fürchteten sie einen erneuten Rückschritt. Dazu werde es nicht kommen, gab Pfeiffer jetzt Entwarnung.

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So soll es künftig am Seerhein aussehen: Ansicht der geplanten Wohnbebauung "Seerhein-Sinfonie" mit Blick Richtung Seerhein aus dem Innenhof der Gebäude. Die Stadt fürchtet neue Konflikte zwischen Anwohnern und Besuchern (Modell: tecARCHITECTURE swiss AG)

22.02.11: Nächster Wegpunkt Kap Hoorn

Boris Herrman / Langsam nimmt der Wind ab. Es wird immer wärmer, die See ruhiger und flacher. Was erst nur eine Wolkenbank war, entpuppt sich nach und nach als Bergkette mit Wolken.

Zum ersten Mal seit dem Südatlantik, seit einem Monat, sehen wir Land. Zum ersten Mal seit einem Monat ist es warm genug, um sich mit Seewasser abzuduschen. Wir nutzen den ruhigen Moment und ziehen Ryan für einen Riggcheck in den Mast und ich tauche zur Inspektion zum Kiel. Keine Probleme. Wir sind bereit für die Passage der Cookstrasse. Es dämmert, in leichtem Wind geht es in die Nacht. Ich sehe Leuchtfeuer, AIS Signale am Computer, wir hören den Wetterbericht im Küstenfunk auf UKW. Wir sind eindeutig in Landnähe. Was für ein aufregendes Gefühl. Ich rufe meine Neuseeländische Gastfamilie aus Portimão Race Zeiten an. Mit mehreren Halsen mogeln wir uns unter einem atemberaubenden Sternhimmel bei Vollmond über die Spiegelglatte See. So glatte See hatten wir seit Gibraltar nicht mehr. Lesen Sie weiter >

Montag, 21. Februar 2011

21.02.11: Kurs auf die Cookstrasse

Dominique Wavre und Michèle Paret werden morgen Dienstag mit 'Mirabaud' die Cookstrasse passieren, welche die nördlichen und südlichen Inseln Neuseelands voneinander trennt. Sie werden diese Nähe zu Land nutzen, um mit der Rennorganisation einen kurzen Materialaustausch vorzunehmen. Wie schon ihre Mitkonkurrenten, werden auch Dominique und Michèle einen Sack voll mit Videobändern und Fotoaufnahmen übergeben, welcher Aufzeichnungen seit dem Starttag hütet. Zudem werden die Segler einen Behälter an Bord nehmen, der Medikamente für Michèle Paret enthält.

"In den vergangenen Wochen ist mein Erythrozytenwert massiv gesunken, was die verschiedensten Symptome zur Folge hatte wie Atemnot, Müdigkeit und Appetitverlust", erklärte Michèle. "Dr. Jean-Yves Chauve, der sich schon seit Jahren per Ferndiagnose um unser Wohlergehen kümmert, hat mir eine Therapie verschrieben, die sehr gut anschlägt. Mitunter nehme ich auch Eisentabletten. Diese Behandlung muss regelmässig und über längere Zeit fortgesetzt werden, um Erfolg und nachhaltige Wirkung zu zeigen. Aus diesem Grund werden wir vorsichtshalber Nachschub an Bord nehmen, um gewährleisten zu können, dass nicht plötzlich die Medikamente ausgehen". Lesen Sie weiter >

21.02.11: Mehr Stunts… es geht auch bei uns voran

Wenn es nur nach den Starts gehen würde, wären wir ganz vorne. Doch die Rennen dauern nun mal etwas länger und nach der Beschleunigungsphase sollte man den Speed eigentlich halten können. Doch genau da tun wir uns sehr schwer. Doch die Highlights mehren sich langsam. Wir segeln des öfteren schon ins Mittelfeld hinein und dürfen mal am Heck von Alinghi + Co. Kratzen.

Heute hatten wir mal etwas mehr Wind mit Böen bis 20 Knoten. Zum Teil mussten wir mit einem Reff segeln. Und den ersten kleinen Stecker haben wir auch hinter uns. Das wir dabei fast das TV Kamera Team versengt hätten, haben wir nebenbei wahrgenommen. Mehr als einen Schrei haben wir nicht gehört. Jetzt filmen die wohl unter Wasser weiter…

Bei jedem Abfall-Manöver an der Luvmarke, bleibt einem schon fast das Herz stehen. Mit einem 40-Fuss Multihull mal eben so in einer Welle stecken zu bleiben, ist immer wieder ein großes Erlebnis. Nach den Rennen wird mehr über die Stunts diskutiert, als über das Rennen selber.

Und wenn man so die Superstars der AC Szene hört, dann macht es Ihnen extrem viel Spass auf diesen Extreme40s. Manche fragen sich, ob sie vielleicht in den letzten Jahren etwas falsch gemacht haben mit all dem Blei unter den Schiffen. Am Ende sind doch alle gleich… Segeln und Fliegen auf Multihulls…..da kommt sogar bei den Konservativen richtig Freude auf.

Resultate interessieren hier erst mal keinen. Hauptsache heile über die Runden kommen ohne dabei einen anderen versengt zu haben. Zum Glück hat Marström die Boote sehr stabil gebaut. Trotzdem müssen hier und da die Mechaniker die Nacht durch arbeiten, um die Schiffe wieder flott zu bekommen.

Wir sind jetzt auf Platz 9. hinter Prada und Team NZL. Mehr Infos unter www.extremesailingseries.com, Roland + Nahid Gaebler.




Fotos von Mark Lloyd www.lloydimages.com

21.02.11: Segeln - ein stiller Sport?

klar voraus / Unser Freund Dick Rose (USA) hat für das Magazin Sailing World einen Artikel mit dem Titel Five Important Hails geschrieben. Über dieses Thema möchten auch wir Ihnen Berichten.

Auf Regatten, gerade dann, wenn viele Hobby-Regattasegler an der Startlinie stehen, geht es oft sehr laut zu. Vor dem Start, aber vor allem an den Bojen sind viele und laute Rufe zu hören. Dies ist, was die Regeln angeht, meist nicht notwendig, denn es gibt in den Wettfahrtregeln lediglich zwei, die ausdrücklich einen Zuruf verlangen. Welche dies sind und wann es außerdem doch sinnvoll sein kann, ein oder mehrere andere Boote anzurufen lesen Sie in diesem Artikel. Lesen Sie weiter >



Argen-Cup 2002 (Foto: StSG)

21.02.11: Boxen-Stop für 'GroupeBel' + 'Estrella Damm'

sailing-news / Innerhalb von nur wenigen Stunden erreichten Kito De Pavant/Paul Audigane FRA ('Groupe Bel') und Alex Pella/Pepe Ribes ESP ('Estrella Damm') den Hafen von Wellington wo sie ihren 48-Stunden-Reparatur-Stop einlegen. Erst wenige hundert Meilen zuvor hatten die Spanier einen Vorstag-Bruch zu beklagen, der sie doch noch zwang, in Neuseeland anzuhalten. Lesen Sie weiter >

21.02.11: Partner von BN bestätigen

Alle Partner von BODENSEE-NEWS haben ihr Zusammenarbeit z.T. bis ins Jahr 2012 bestätigt. Das freut uns natürlich ausserordentlich, ist dies doch ein Zeichen von Vertrauen in unsere seriöse Arbeit. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken und Sie bitten, bei Gelegenheit einmal bei unseren Partnern vorbei zu schauen.

Sofern Sie sich auch bei BN eine Partnerschaft eingehen möchten, finden Sie unsere Bedingungen unter www.bodensee-news.ch/werbung.html.

21.02.11: 6 Rennen am ersten Tag vor Muscat

Wilder Start in die Extreme Sailing Series vor Muscat für TeamGaebler.
Man könnte die Uhr danach stellen. Auf den Punkt setzt die Thermik ein und konstante 10-12 Knoten Wind brachten ideale Windbedingungen für die ersten Rennen der Extreme Sailing Series.

Wir legten sehr gute Starts hin, hatten dann allerding noch einige Aussetzer bei der Geschwindigkeit am Wind. Und spätestes an der ersten Luvmarke haben sie uns dann platt gemacht. So kamen am ersten Tag keine tollen Plätze heraus.

Und genau in dem Rennen, wo wir mal vorne waren, kam es zu einer etwas größeren Massenkarambolage an der ersten Luvmarke, wo wir den kürzeren zogen. Mit 4 Booten lagen wir verkeilt und es hat Minuten gedauert, bis wir wieder frei kamen. Da waren die anderen weg.

Auch ich muss mich an die Aggressivität einiger Teams erst gewöhnen. Aber wir lernen bei jedem Rennen in großen Stücken. Zum Ende des Tages hatten wir auch eine deutlich besser Amwind Geschwindigkeit, mit der wir hoffentlich morgen noch weiter nach vorne fahren können.

Es hat jedenfalls viel Spass gemacht, diese Serie mit solch tollen Segelbedingungen zu beginnen. Der Anfang ist gemacht und wir erwarten noch viele spannenden Rennen. TeamGaebler www.teamgaebler.de. Ergebnisse und Videos auf www.extremesailingseries.com.

21.02.11: Kurz vor der Cookstraße

Es läuft hervorragend. Boris und Ryan liegen 112 Seemeilen vor “Mirabaud”. Die ist zwar derzeit etwa 2 Knoten schneller und wieder einmal wartet vor dem Bug der “Neutrogena” ein Feld mit leichten Winden - doch dürfte der vierte Platz bereits sicher sein. Wenn “Renault” stoppt, sogar der Dritte! “Groupe Bel” und “Estrella Damm” sind bereits - nur Minuten auseinander - in Wellingston an die Pier gegangen. Lesen Sie weiter >

Sonntag, 20. Februar 2011

20.02.11: 'Mapfre' nimmt Verfolgung auf

sailing-news / Gestern passierte die spanische 'Mapfre' mit den 49er-Olympia-Medallisten Iker Martinez/Javi Fernandez ESP die neuseeländische Hauptstadt Wellington, ohne einen Reparatur-Stop einzulegen. Mit heute Morgen 130 Meilen Rückstand und der höchsten Geschwindigkeit im Feld gelang ihnen eine rasche Passage der Cook-Street - sie sind der führenden 'Virbac-Paprec' (Dick/Peyron FRA) nun auf den Fersen. Zurückgefallen dagegen die weiteren Verfolger... Lesen Sie weiter >

20.02.11: Wer träumt nicht von Neuseeland?

Boris Herrman / Je weiter entfernt ein Land ist, desto mehr vermag es unser Fernweh zu nähren und unsere Reisefantasie zu inspirieren. Alaska, Feuerland, Neuseeland … Ich wette, jeder träumt von einer Reise nach Neuseeland, diesem Inbegriff von Ferne und erstrebenswertem Ziel.

Mir geht es so: Je weiter ein Ziel entfernt ist, desto faszinierender finde ich es. Aber es gibt ja auch andere Ziele, die nicht geografisch festgelegt sind. Was ist das größte Ziel im Segelsport? Eine Olympia-Teilnahme, der America’s Cup - oder Nonstop um die Welt zu segeln?

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Samstag, 19. Februar 2011

19.02.11: Virbac Paprec 3 immmer noch in Front!

bwrsailing-news / Bei nicht allzu starken Winden haben Jean-Pierre Dick/Loïck Peyron FRA mit 'Virbac-Paprec' das Rennen gestern wieder aufgenommen und die Cook-Street zwischen den neuseeländischen Hauptinseln bereits verlassen. Die zweitklassierte 'Mapfre' (Martinez/Fernandez ESP) rückte bis auf 140 Meilen heran, in den nächsten Stunden wird sich entscheiden, ob die Spanier ebenfalls einen 48-Stunden-Stop in Wellington NZL einlegen werden. Lesen Sie weiter >

19.02.11: Das “Neutrogena”-Musical

Nachdem ich gestern das Video von Thorsten Mewes auf der Seite verlinkt habe, scheint die FNOB (“fundacio per la navegacio oceanica de barcelona”) nun zurück zu schießen. Heute lag dieses Video auf dem Medienserver in Barcelona. Viel Spaß dabei: Hören und sehen Sie rein >

Donnerstag, 17. Februar 2011

17.02.11: 'Neutrogena' zieht an 'Mirabau' vorbei

Nach dem Update um 09:00 liegen Boris Herrman und Ryan Breymaier mit der 'Neutrogena' 3,7 Meilen vor Dominique Wavre und Michèle Paret mit der 'Mirabaud'. Dies zeichnete sich schon Tage zuvor ab, konnten doch Herrmann/Breymaier ein höheres Tempo segeln. Auf dem Wege nach Neuseeland durch die Cook-Strasse wird sich aber noch einiges erreignen. Mit dem Reparaturstop von 'Virbac Paprec 3' mit Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron sorgen die beiden für Hochspannung!

17.02.11: bwr - Die Spannung steigt

sailing-news / Seit bald 24 Stunden weilen Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron FRA anlässlich ihres Reparatur-Stops in Wellington und nutzen die Zeit, um sich auszuruhen. Voraussichtlich werden sie morgen das Rennen weiterhin als Leader wieder aufnehmen. Die in der Anfahrt auf die Cook-Street mit besserer Strategie nun eindeutig auf Rang 2 segelnde 'Mapfre' (Martinez/Fernandez ESP) wies heute Morgen einen Rückstand von 382 Meilen auf, angesichts der unkonstanten Winde, der die Teams nun zum Aufkreuzen zwingt dürften sie Wellington erst morgen Nachmittag passieren. Lesen Sie weiter >

17.02.11: Nur noch 9 Meilen hinter 'Mirabaud'

Boris Herrmann / Heute Nacht könnte für die Crew der “Neutrogena” DIE große Nacht sein. In den vergangenen 24 Stunden ist es Boris und Ryan gelungen, sich langsam immer näher an das Heck der hellblauen “Mirabaud” heran zu schieben.

Ihrem Rivalen, mit dem sie schon seit über einer Woche um den sechsten Platz ringen. Der Wind kommt mit 20-25 Knoten von achtern. Eigentlich perfekte Bedingungen, um einen Angriff auf Dominique Wavre und seine Co-Skipperin Michele Paret zu starten. Derzeit segeln Boris und Ryan im Schnitt 13,2 Knoten, die Schweizer sind einen Knoten langsamer. Es wird sich lohnen, heute früh nach dem Aufwachen als erstes des Racetracker zu checken. Ich persönlich werde mir gegen vier Uhr den Wecker stellen und einen kurzen Zwischenstand abrufen. Ich kann es kaum abwarten :-) (BN/Gemässs Viewer heute morgen 05:00 sind es gerade noch 3,8 Meilen!). Lesen Sie weiter >

Mittwoch, 16. Februar 2011

16.02.11: Schatzsuche am Bodensee

Südkurier / Ein britisches Unternehmen erkundet Erdgasvorkommen in der Region. Deutliche Kritik gibt es an der Informationspolitik der Behörden.

Die Erkundung von Bodenschätzen hat seit den 1950er Jahren Tradition. 1960 wurde unter Beteiligung des Energieunternehmens Wintershall im kleinen Konstanzer Vorort Dingelsdorf eine Bohrung bis in 2700 Meter Tiefe angebracht. Es ging um mögliche Kohlenwasserstoff-Lagerstätten. Doch weder Erdgas noch Erdöl wurden gefunden, ebenso wenig wie bei anderen Bohrungen in Hohenfels-Liggersdorf und Owingen-Billafingen. In einem letzten Versuch war 1993/94 Meersburg Ort einer Erkundung. Statt auf Erdöl oder Erdgas trafen die Schatzsucher auf Thermalwasser. Das war Meersburgs Glück. Denn Wintershall überließ das Bohrloch kostenlos der Stadt. Die baute später ein Thermalbad und pumpt seither das Quellwasser von Riedetsweiler zur Therme am See. Lesen Sie weiter >