Dienstag, 9. August 2011

09.08.11: Vorbereitung auf den Katastrophenfall

Südkurier / Land unter am Bodensee und dazu noch ein Erdbeben? Für ein solches Szenario wollen die Verantwortlichen im Dreiländereck gewappnet sein.
Welche Folgen ein extremer Hochwasserstand haben kann, erfuhren die Menschen am Bodensee zuletzt im Frühjahr des Jahres 1999. Der Pegel bei Konstanz kletterte auf 5,65 Meter, der Schiffsverkehr war eingeschränkt und die Reichenau vorübergehend wieder eine Insel. Dieser Tage nun haben zivile und militärische Einsatzkräfte das Szenario im Rahmen der trinationalen Katastrophenübung Terrex (Territorial Exercise) verschärft. Auch diesmal ist die Reichenau wieder eine Insel, aber die Bevölkerung muss evakuiert werden. Teile des Konstanzer Stadtgebiets stehen unter Wasser. Der Bahnhof muss gesichert werden. Treibholzfelder blockieren den Konstanzer Trichter.

Dazu kommen ein Stromausfall und ein Gas-Tankbrand in der größten Stadt am Bodensee. Der Flugplatz ist überschwemmt. So oder so ähnlich stellt sich bei dieser Annahme die Lage rund um den See dar. Und Hochwasser, Überschwemmungen und rutschende Hänge sind erst das Vorspiel für das folgende Erdbeben im deutsch-österreichischen Raum. Dass die Furcht vor einem Erdbeben durchaus begründet ist, hat das Militärkommando von Tirol im Vorfeld der Übung Terrex deutlich gemacht. Danach liegt Tirol, und hier vor allem der Bezirk Reutte und das Inntal rund um Innsbruck, in einer geologisch hochaktiven Erdbebenzone. Mittlere und stärkere Beben bis zu einem Wert von 6,5 auf der Richterskala sind gemäß des Tiroler Landesgeologen nicht auszuschließen. Lesen Sie weiter >