Donnerstag, 14. Juli 2011

14.04.11: Schiffe sollen bald elektrisch fahren

Bei der Konstanzer Fähre soll Pionierarbeit geleistet werden: Ein Schiff soll probeweise mit Strom aus riesigen Akkus fahren und so zum Klimaschutz beitragen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan zeigte sich höchst interessiert an dem millionenschweren Projekt.

Hunderte Passagiere und bis zu 60 Autos emissionsfrei über den Bodensee zu bringen: Das ist die Vision eines technisch anspruchsvollen Projekts, das am Mittwoch in Konstanz auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan ausgesprochen spannend fand. Die Stadtwerke Konstanz und der überregionale Versorger EnBW haben offenbar schon sehr konkrete Pläne, die Fähre „Kreuzlingen“ zum Erprobungsträger für moderne Antriebstechnologien umzubauen. Ziel ist es, Elektromobilität auf Wasser in bisher nicht dagewesener Größenordnung auszuprobieren. Am Ende könnte ein neues Fahrgastschiff für bis zu 300 Passagiere stehen, das von Anfang an als Elektroschiff gebaut wird.

Die Voraussetzungen, sagten dazu der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung und Stadtwerke-Geschäftsführer Konrad Frommer, sind gut. Frommer hatte Michael Sautter mit einer Sondierung der technischen Möglichkeiten betraut. Am Ende zeigte sich, dass es auf eine Lösung mit Akkus hinausläuft, die sogar während der kurzen Liegezeiten der Fähren in den Häfen Staad und Meersburg wieder aufgeladen werden können. Alternativ könnte es auch selbstfahrende Akkus geben: Auf einen Elektro-Lieferwagen montiert, könnten immer zwei an Bord sein, während der dritte aufgeladen wird. lesen Sie weiter >