Mittwoch, 15. Juni 2011

15.06.11: Bodensee geht das Wasser nicht aus

Entgegen der von Kantonsräten in einer Interpellation geäusserten Befürchtungen ist die Trinkwasserversorgung aus dem See trotz anhaltend tiefer Wasserstände nicht gefährdet. Im Gegenteil; mehrere Fachstellen sprechen sogar von einer langfristigen Versorgungssicherheit.
Der Goldacher Kantonsrat Felix Gemperle (SP) und zwanzig mitunterzeichnende Kantonsräte äussern in ihrer Interpellation (Fragen im Kasten unten) ihre Sorge um die Wasserbalance des Bodensees. Nach ihrer Einschätzung dürfte dem Bodensee immer häufiger nicht mehr gleich viel Wasser zufliessen, wie aus ihm abfliesst und wie ihm zusätzlich für alle möglichen Bedürfnisse des Menschen entnommen wird. Max von Tilzer, Professor für Aquatische Ökologie an der Universität Konstanz, bestätigt zwar, dass die Wasserstände im Bodensee in den vergangenen Jahren abnormal tief waren, wofür er geringe winterliche Schneedecken als Hauptursache bezeichnet, trotzdem sieht er diesbezüglich keine Auswirkungen auf die Wasserversorgung.

Verdunstung ist grösser
«Der Bodensee stellt mit einem Volumen von fast 50 Kubikkilometern ein enormes Wasserreservoir dar», beruhigt er. Es bestünden zudem strenge Auflagen bezüglich der Wasserentnahme zu Trinkwasserzwecken. Lesen sie weiter >