Dem See selbst schadet der niedrige Wasserstand nicht, stellte die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee an ihrer Tagung in Weinfelden fest.Der Wasserstand im Bodensee nähert sich einem historischen Tiefstand im Frühjahr. Normalerweise steigt jetzt der Seespiegel nach dem Tiefstand im Winter wieder an. Doch da es seit Januar nicht mehr richtig geregnet hat, kann die ohnehin geringe Schneeschmelze das Wasserdefizit nicht ausgleichen. Daher liegen derzeit weite Uferteile trocken. Der Hafen in Langenargen ist für die Schiffe der Weissen Flotte nicht mehr erreichbar, in Romanshorn hat die Fähre Schwierigkeiten beim Anlegen.
Probleme für Schifffahrt
Dem See selbst schadet der niedrige Wasserstand allerdings nicht, wie die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) berichtet. Bei ihrer 57. Kommissionstagung, die in diesem Jahr in Weinfelden stattfindet, wurden auch mögliche Auswirkungen des Wasserdefizits diskutiert. Wie Gerd Schröder vom Seenforschungsinstitut in Langenargen berichtete, kämen die Lebensgemeinschaften an dem über weite Strecken recht breiten Ufersaum gut mit den derzeitigen Verhältnissen zurecht – langfristige Auswirkungen seien nicht zu erwarten. Auch die Bodensee-Wasserversorgung hält die Lage nicht für kritisch. Für die Schifffahrt drohen jedoch weitere Einschränkungen, sollte die derzeitige Trockenheit anhalten. Lesen Sie weiter >