Alle reden über Windkraft, das Match Race Germany nutzt sie: Zum 14. Mal kämpfen
vom 24. bis 29. Mai 2011 die besten Match Racer der Welt um den Großen Preis von
Deutschland, rund 50.000 US-Dollar Preisgeld und wertvolle Punkte für die
Saisonwertung der World Match Racing Tour (WMRT), an deren Ende nach acht
WM-Läufen und dem Finale beim Monsoon Cup in Malaysien noch einmal 500.000 Euro
an die besten neun Skipper ausgeschüttet werden.
14 Jahre nach der
Premiere des Match Race Germany – damals noch unter dem Namen „MM + M Match
Race“ – ist Deutschlands wichtigste Match-Race-Regatta zum Klassiker gereift.
1997 mit wenig Geld, aber viel Mut und noch mehr Leidenschaft von Segler,
Yachtkonstrukteur und Manager Eberhard Magg, seinem Vater Rudi Magg und vielen
Mitstreitern in der Region aus der Taufe gehoben, wird das Segelfest am Bodensee
heute von einem Trio und seinem engagierten Team organisiert: Eberhard Magg,
Harald Thierer und Bernd Buck zeichnen seit 2008 gemeinsam für den Erfolg des
einzigen deutschen Stopps der World Match Racing Tour und gleichzeitig auch für
das Wassersportzentrum Match Center Germany in Langenargen/Kressbronn
verantwortlich.
Längst hat sich das Match Race Germany zu einem
populären Zugpferd der Bodenseeregion mit einer Umwegrentabilität von mehr als
einer Million Euro entwickelt. Die Segelparty lockt jedes Jahr bis zu 40.000
Zuschauer ins Regattadorf am Gondelhafen und ans schöne Seeufer von Langenargen
mit seiner prächtigen Kulisse vor Schloss Montfort. Die Mischung aus packenden
Segelduellen, der Live-Moderation von ZDF-Sportreporter Nils Kaben und dem
abwechslungsreichen Kulturprogramm an Land hat das Image dieser internationalen
Regatta nachhaltig geprägt und für Sponsoren attraktiv gemacht.
Neue
Bootsflotte, starke Partner
Die renommierten Agenturen Meltwater,
CSION/Argus und Boulder Creek haben für das Match Race Germany einen
Gesamtmedienwert von rund 31 Millionen US-Dollar ermittelt. Erst vor wenigen
Wochen ist die Flotte werftneuer Yachten vom Typ Bavaria 40 S in der Meichle +
Mohr Marina Ultramarin in Kressbronn/Gohren eingelaufen. Damit haben die
Organisatoren sich mit Blick auf ihr Bootsmaterial an die Spitze der Tour-Events
katapultiert. „Mit einem solchen Investment“, so
WMRT-CEO Jim O’Toole, „wird das Match Race Germany international eine
Schlüsselrolle spielen.“
Das wissen auch die langjährigen Partner
in Deutschland zu schätzen. Für die Übernahme eines direkten Boot-Sponsorings
ist schon jetzt nur noch eines der insgesamt sieben „Bootspakete“ zu haben.
„Dafür bekommt ein neuer Partner neben vielen anderen Leistungen mehr als den
zehnfachen Gegenwert an Medialeistung (ROI) zurück“, erklärt Marketing-Stratege
Harald Thierer. Einer dieser Partner ist das Unternehmen STIHL, das sich seit
2009 als Bootspartner engagiert. Der Hersteller von motorbetriebene Geräten für
die Forstwirtschaft, Garten- und Landschaftspflege sowie die Bauwirtschaft
stellt den Veranstaltern als „Outdoor Power Equipment Partner“ unter anderem
auch Reiniger sowie Nass- und Trockensauger zur Pflege der Rennyachten zur
Verfügung. „Für uns ist das eine perfekte Partnerschaft“, so Jürgen Steinhauser,
Vorstand Marketing und Vertrieb, „wir können unsere Produkte in einem sehr
anspruchsvollen Umfeld demonstrieren und glaubwürdig zeigen, dass sich mit ihrer
Hilfe bei kleinem Aufwand sehr große Wirkung erzielen lässt. Beispielsweise mit
unseren Stihl Hochdruckreinigern. Ein glatter sauberer Rumpf segelt schließlich
schneller als ein verunreinigter.“
Gestiegen ist das Sponsoreninteresse
an den VIP-Tickets. Schon zwei Monate von dem ersten Startschuss waren rund 500
VIP-Tickets verkauft. Auf dem Gelände stehen 2000 Quadratmeter Sponsoren- und
Interaktionsflächen sowie Hospitality-Angebote zu Verfügung. Mehr als 100 Helfer
und Mitarbeiter vom gastgebenden Yacht-Club Langenargen (YCL) und dem Match
Center Germany bereiten sich auf ihren Saisonhöhepunkt im Mai vor.
1
Amateur fordert 11 Profis
Dem fiebert auch Stefan Meister entgegen.
Der Berliner hat im vergangenen Jahr seinen Namen zum Programm gemacht und die
Deutsche Match Race Meisterschaft gewonnen. Damit verdiente sich der taktisch
versierte Steuermann vom Yachtclub Berlin-Grünau (YCBG) eine der beiden Wild
Cards für das Match Race Germany 2011. Als einzige Amateure fordern der Berliner
und sein Team (Thosi Stemmer, Urs Wihlfahrt, Lars Bähr, Martin Meting und der
olympische Silbermedaillengewinner Ingo Borkowski) elf Profis zum Duell.
Schüchtern ist Stefan Meister deshalb nicht: „Wir wollen die Profis schon
ordentlich ärgern“. Der Binnensee-Spezialist aus der Hauptstadt sagt: „Wir
wünschen uns leichte Winde. Insofern ist der Bodensee genau
richtig.“
Der viermalige Match-Race-Weltmeister Peter Gilmour ist mit
einem echten Hattrick - drei Siegen zwischen 2004 und 2006 - Rekordhalter der
deutschen Regatta. Der Australier strebt in diesem Jahr einen weiteren Triumph
an. Verhindern wollen das seine Konkurrenten in der World Match Racing Tour,
darunter der dynamische Däne Jesper Radich, der das Match Race Germany 2002 und
2003 gewann und in Langenargen regelmäßig zu den Publikumslieblingen
zählt.
Wieser-Comeback vertagt
Lokalmatador Markus Wieser
dagegen musste sein geplantes Comeback vertagen. Der Profi aus Starnberg startet
in diesem Jahr erstmals als Steuermann auf der TP 52 „Container“ von Udo Schütz
aus Selters im Audi MedCup. Geplant war „Containers“ erster Auftritt für die
zweite Regatta des internationalen Circuits im Juni, doch das neue Boot wurde
schneller fertig als gedacht und seine Mannschaft kann nun schon im Mai vor
Cascais (Portugal) angreifen. Wieser bleibt damit zu wenig Zeit zur Vorbereitung
auf das Match Race Germany. „Ich muss meine Teilnahme leider absagen“, schrieb
Wieser den Veranstaltern, „ich möchte nicht unvorbereitet zu Deutschlands Top
Match Race anreisen – nur dabei zu sein, das entspricht nicht meinem
Anspruch.“
Die deutschen Farben vertreten bei der 14. Auflage Stefan
Meister und voraussichtlich auch der furiose deutsch-polnische America’s
Cup-Steuermann und mehrfache Eissegel-Weltmeister Karol Jablonsi - bei Fans
beliebt wegen seines forschen Angriffsstils. Jablonski bewirbt sich bei der
World Match Racing Tour um eine der Wild Cards der Tour.
Der charmante
französische Vize-Weltmeister Mathieu Richard steuert Langenargen ebenso an wie
der Italiener Francesco Bruni, der gerade beim US-Klassiker Congressional Cup
zweiter wurde und sich nach makelloser Serie erst im Finale dem britischen
Doppel-Weltmeister Ian Williams geschlagen geben musste. Zurück an die Stätte
seines ersten Tour-Sieges kehrt auch der Franzose Damien Iehl, dessen
Match-Race-Karriere 2008 mit dem Sieg bei Grand Prix von Deutschland einen
Senkrechtstart erlebte.
Die Tour-Saison beginnt im
Mai
Ihren Auftakt zur World Match
Racing Tour feiern die Profis vom 10. bis 15. Mai vor Marseille, bevor sie Kurs
auf Langenargen nehmen. Das Finale der Weltserie findet Ende November beim
Monsoon Cup in Malaysia statt. Dort wird traditionell die WM-Krone vergeben.
2011 besteht die World Match Racing Tour aus neun
Wettfahrten.
Sponsoren 2011 des Match Race
Germany
Bavaria Yachtbau, Ultramarin, Stihl, Württembergische
Versicherung, MHP, Match Center Germany, Carl Zeiss, Carthago, Rolf Benz
Nautisattler, Nagel Baumaschinen, Marinepool, Selden Masts AB, HHP, Layer
Grosshandel, Liros Ropes, Pfeiffer Marine, Uwe Schriever Yachttransporte,
Elvström Sails, Yachten Meltl, Garmin, Webasto, Schwäbische Zeitung,
Seglerzeitung, Regio TV Euro 3; Interboot, Messe Friedrichshafen,
Versicherungsbüro Riedle&Zartl, Holstein Media, Gemeinde Langenargen,
Gerolsteiner, Winterhalter Gastronom, Weber Motor, Meckatzer Löwenbräu,
Intersky, Stream 5, Kaenon, Kosta Boda