Samstag, 26. Februar 2011

26.02.11: Momentaufnahme

Neutrogena 03:00 / Ryan schläft. Er hat Freiwache. Es ist hier morgens, bei euch abends. Draußen grau und windig, drinnen in der Kajüte trübes Licht. 14 Grad. Gute Stimmung, zumindest bei mir. Völlig an die Bedingungen gewöhnt: Dahinbrettern mit 22 Knoten, in dieser Höhle leben, der ohrenbetäubende Lärm, die Zweisamkeit, der Rhythmus von zweimal drei Stunden Schlaf nachts und ansonsten unser normales Wachleben. Es ist jetzt 9.30 Uhr und Zeit, Ryan zu wecken. Wir sind übereingekommen, die Zeiten rigoros einzuhalten, damit immer 4 Augen das Vorankommen überwachen. Doch gerade jetzt geht der Wind etwas runter.

Ich werde also gleich noch mal auf den Histographen im Navigationsprogramm schauen, ob es eine signifikante Tendenz ist (Signifikanzniveau mehr als 3 Prozent). Werde mir meine Ölhose überziehen, barfuss in meine neoprengefütterten Stiefel steigen, die Manschetten ignorieren, weil ich nicht vor habe aufs Vordeck zu gehen. Dann stülpe ich mir die schwere, nasse Öljacke über, Armbändchen, Kapuze. Nachts käme dann noch die Stirnlampe hinzu. Der Wind nimmt in der Tat ab. Ich muss ein Reff „ausschütten“, wie man ja so sagt. Also das Großsegel vergrößern.

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BN 05:00 / Die "Frontrenner" Dick & Peyron (Virbac Paprec 3) und Martínez & Fernández (Mapfre) setzen sich immer weiter ab. Wenn ihnen am Boot nichts passiert oder sie in einer tagelangen Flaute versauern, werden sie den Sieg unter sich ausmachen! Die Dritten Rivero & Piris (Renault Z.E. Sailing Team) werden von Herrmann & Breymaier (Neutrogena) hart bedrängt!