Samstag, 12. Februar 2011

12.02.11: Ein Segen für die Nerven

Boris Herrmann / Dunkle Nacht. Außerhalb des Schiffes kann ich weder Sterne sehen, noch den Horizont ausmachen, ich kann nicht einmal den Bug erkennen. Ich gehe also unbekümmert und verschwenderisch mit elektrischem Licht um. Wir haben unseren Hydrogenerator im Wasser, der fleißig Strom produziert, den ich sogleich im Mast und in der Kabine mit unseren Lichtern wieder abfackeln kann.

Der Ozean präsentiert sich ausnahmsweise mal mit einer glatten Haut. Flaches Wasser ist immer ein Genuss, verleiht dem Segeln etwas von höherer Präzision, welche es bei rauer See nicht geben kann. Gemäßigte Ozeandünung hebt und senkt uns alle paar Minuten, wie ein ganz ruhiger Atem. Am höchsten Punkt ist auch jedesmal der Wind am stärksten, in den Tälern zwischen den Dünungswogen geht er etwas zurück. Lesen Sie weiter >