Sonntag, 31. Januar 2010

31.01.10: Weltcup in der Biscayne Bay vor Miami

Fette Beute - Österreichs Segler holen durch Nico Delle Karth und Niko Resch Weltcup-Silber und scheinen den Miami-Weltcup fest ins Herz geschlossen zu haben.

Die Biscayne Bay bleibt für die heimischen Olympiasegler ein gutes Revier, allen voran für Nico Delle Karth und Niko Resch, die 2009 vor der Skyline von Miami ihren ersten Weltcupsieg zelebrierten und diesmal lediglich den Franzosen Manu Dyen und Stephane Christidis den Vortritt lassen mussten. Im abschließenden Medal Race lag die Wiederholungstat kurzfristig in der Luft, auf der zweiten Runde hatten die Österreicher aber mit gravierenden Speedproblemen zu raufen. „Wir haben uns einen ordentlichen Batzen Seegras eingefangen, die Franzosen und zwei weitere Gegner passieren lassen müssen und uns dann auf unsere direkten Gegner konzentriert.“ Als sechstes Boot im Ziel, war der zweite Gesamtplatz nie in Gefahr, ein Erfolg, der nicht nur wertvolle Weltcuppunkte bringt, sondern vor allem dem Ego gut tut. „Der Ausgang der Weltmeisterschaft war extrem unbefriedigend. Wir haben in der Vorbereitung unsere versäumten Trainingstage trotz enormen Einsatz nicht wirklich aufholen können, das hat sich leider brutal gerächt.“ Das Thema ist endgültig abgehakt, denn vor allem im technischen Bereich war die Steigerung augenscheinlich. Die siegreichen Franzosen, Vierte der Bahamas-Titelkämpfe und aktuell die Nummer zwei der Welt, wurden bis zum Schluss voll gefordert. Lust sich auf den Miami-Lorbeeren auszuruhen verspüren die Österreicher keine, im Gegenteil, der Appetit auf weitere Beutezüge ist ungebrochen groß. „Der Container mit unseren Booten wird in vier bis sechs Wochen in Europa sein, bis dahin gilt es im konditionellen Bereich zu arbeiten“, legt Resch die weitere Marschrichtung fest, zudem wird OeSV Sportpsychologe Günter Amesberger der eine oder andere Besuch abgestattet. „Am Wasser entscheidet sich unglaublich viel im Kopf. Die Zusammenarbeit mit Günter ist extrem wichtig und darf nicht vernachlässigt werden.“

Andreas Geritzer kehrt ebenso wie Matthias Schmid und Interims-Vorschoter Ivan Bujala mit Rang zehn von Miami heim. Während Schmid aufgrund seiner Pleiten-Pech und Pannen Woche „mit zehn Weltcuppunkten mehr als gut leben kann“, zeigt sich Geritzer ein wenig enttäuscht. Der Neusiedler bekam im abschließenden Medal Race die zweite Verwarnung wegen Pumpens aufgebrummt und musste die Bahn den Regeln entsprechend verlassen. „Die Motorboote der Jury waren halbe Kreuzfahrtschiffe und haben für enorme Wellen gesorgt, die Entscheidung der Schiedsrichter ist nicht ganz nachvollziehbar“, so der Lasersegler, der auf Rang drei liegend als einer von drei Finalisten verwarnt wurde. „Die Serie so zu beenden ist schon bitter, ich bin sehr gut in den Wettkampf gestartet, ein Frühstart und zwei Penaltys waren aber letztendlich zuviel um in die Entscheidung eingreifen zu können.“ Geritzer, der im Vorjahr ausschließlich Top ten Ergebnisse ablieferte, bleibt seiner konstanten Erfolgsspur treu, will aber mehr. „Mit meinen beiden Wettfahrtsiegen habe ich gezeigt was möglich ist“, so der 32-Jährige, der nach einer Woche Heimaturlaub wieder nach Florida zurückkehrt und in einem zweiwöchigen Trainingsblock die entsprechenden Weichen für den Beginn der europäischen Saison stellt.

Mit der Trofeo SAR Princess Sofia findet der Weltcup ab 27. März seine Fortsetzung. Neben den Arrivierten werden vor Palma de Mallorca auch wieder die OeSV-Junioren im Einsatz sein. Nach dem gelungenen Debüt, sowohl Thomas Zajac und Thomas Czajka, als auch David Bargehr und Lukas Mähr wussten vor Miami voll zu überzeugen, ist der Tatendrang naturgemäß groß. Gleiches gilt für Florian Reichstädter, der Versäumtes so rasch wie möglich nachholen möchte. „Nach unserer guten Vorstellung bei der Nordamerikanischen Meisterschaft (Platz 4) war das Zuschauen für mich doppelt bitter. Wir waren in exzellenter Form, unser Set up hat definitiv gepasst und lässt für den weiteren Verlauf der Saison einiges erwarten“, so der 29-Jährige, der sein Comeback kaum erwarten kann. Zunächst muss der Vorschoter, der erstmals in zehn Jahren eine Regatta vorzeitig abbrechen musste, aber die Grippe loswerden und seine Sehnenscheidenentzündung vollständig ausheilen. (ÖSV).


MIAMI OCR Endergebnis:

49er
1. Manu Dyen/Stephane Christidis FRA 93
2. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 110 (3,5,4,15,11,8,3,5,7,14,(20),5,2,2,15,6)
3. Simon Karstoft/Jonathan Bay DEN 118
19. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 226 (18,14,19,23,32,25,23,8,17,(DNF),16,9,8,12,14)

Laser
1. Nick Thompson GBR 34
10. Andreas Geritzer AUT 126 (8,5,7,16,1,1,30,16,20,(BFD), DNF)

470er
1. Anton Dahlberg/Sebastian Östling SWE 63
10. Matthias Schmid/Florian ReichstädterAUT 110 (4,8,13,(22),2,12,6,3,22,24,9)
25. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 198 (17,(BFD),27,20,17,28, BFD,22,27,6)


Im Schweizer Lager hatte nur noch Nathalie Brugger die Möglichkeit, sich zu verbesseren. Mit einem 14. Platz im Medalrace verlor sie noch einen Platz und rangierte sich im ausgezeichneten 5. Schlussrang. (BN).

Laser Radial
5. Nathalie Brugger SUI 7 25 7 14 10 15 [27] 8 5 18 14 123.00

Laser
41. Christian Steiger SUI 5 33 44 17 17 10 45 [48] 3 29 - 203.00
64. Guillaume Girod SUI 33 45 [46] 37 27 26 7 16 4 25 - 220.00
78. Lucien Cujean SUI 38 22 43 39 33 40 20 20 [53/DNS] 20 - 275.00



Die Deutschen Segler belegten folgende Plätze:

470er Men

20. Daniel Reichart/Friedrich Gebert GER 22 17 11 15 18 20 11 [24] 14 15 - 143.00

49er

10. Lennart Briesenick-Pudenz/Julian Morten Massmann GER 9 8 13 4 1 10 18 2 15 [26] 24 8 10 19 7 10 158.00

Laser

14. Simon Grotelueschen GER 9 14 3 9 14 12 11 [46] 35 12 - 119.00
24. Malte Kamrath GER 30 21 11 4 13 25 25 15 19 [32] - 163.00

Laser Radial

23. Anke Helbig GER 33 4 20 22 22 34 14 16 15 [58/BFD] - 180.00 23
25. Franziska Goltz GER 36 19 34 20 36 [58/BFD] 7 15 22 30 - 219.00
38. Lisa Fasselt GER 28 22 53 43 29 22 23 [58/OCS] 58/BFD 23 - 301.00

Star

24. Jens Burmester/Markus Mehlen GER 21 19 23 [24] 19 24 16 17 22 24 - 185.00

Schlussranglisten: http://rmocr.ussailing.org/Results.htm

Samstag, 30. Januar 2010

30.01.10: Erneute Klage von BMW Oracle

Noch ein Gerichtsverfahren vom Challenger vor dem 33. America’s Cup. Nur Stunden nachdem Richterin Kornreich die Teams angewiesen hatte, um den America’s Cup zu segeln, reichte BMW Oracle bei der Internationalen America’s-Cup-Jury eine weitere Klage ein.


(Photo credit: George Johns / Alinghi)

Nur wenige Stunden nachdem es BMW Oracle in Newy York nicht gelungen ist, Alinghi vor dem America’s-Cup-Rennen zu disqualifizieren, haben Russell Coutts und sein BMW Oracle Team den Titelverteidiger von einer anderen Front attackiert, indem sie eine Klage bei der Internationalen America’s Cup Jury eingereicht haben.

Damit haben sie eine Woche vor dem Match bereits siebenmal die Jury angerufen. „Nachdem es ihnen nicht gelungen ist, uns in New York noch vor dem Match zu disqualifizieren, ist BMW Oracle nicht zufrieden mit den Entscheiden der New Yorker Gerichte und den Meinungen der Expertengremien. Die Jury wird sich diesen und anderen Eingaben zu gegebener Zeit annehmen, und wir freuen uns, das Rennen um den America’s Cup am 8. Februar zu starten“, sagte Alinghi-Designteamkoordinator Grant Simmer.

30.01.10: America's Cup startet am 8. Februar

Am 8., 10. und am 12. Februar wird Alinghi vor Valencia in einer Best-of-3-Serie um den America's Cup gegen BWM Oracle segeln. Dies dürfte aller Voraussicht nach aber unter Protest von BWM Oracle geschehen.

Sollte Alinghi den Titel erfolgreich verteidigen können, droht der Equipe von Ernesto Bertarelli die Verlängerung des bereits zweieinhalb Jahre dauernden Gerichtsprozesses.


(Photo credit: Alinghi)

30.01.2010: Weltcup in der Biscayne Bay vor Miami

Neben Nico Delle Karth und Niko Resch, die heute um den Sieg raufen, schaffen zwei weitere OeSV-Boote den Einzug ins Medal Race.

Nico Delle Karth und Niko Resch qualifizieren sich als zweitbestes Team für das Medal Race der 49er Klasse, wo zehn Mannschaften aus acht Nationen um den Sieg und die Plätze wetteifern. Die Ausgangsposition hat sich heute aufgrund von zwei zweiten Plätzen deutlich verbessert, einzig die dritte Wettfahrt des Tages verlief mit Rang 15 nicht ganz optimal. „Wir sind in dieser Woche trotz schwieriger Windverhältnisse zehnmal in die Top ten gefahren und mit unserer Serie absolut zufrieden“, so die Weltranglisten-Dritten, denen elf Punkte auf die Führenden Dyen/Christidis fehlen. Ein Rückstand, der aufgrund der doppelten Punkte, die im Medal Race vergeben werden, durchaus aufzuholen ist. Zumal die Franzosen heute mit ihrem zweiten Frühstart im Verlauf der Serie wieder Nerven zeigten. Hinter den Österreichern lauern fünf Mannschaften mit geringem Punkteabstand, eine feldtaktische Kontrolle ist demnach ausgeschlossen. „Zwischen Platz eins und sieben ist alles offen, wir werden unsere eigenen Wege gehen und überlassen die Rechenspiele lieber den anderen“, so die Devise des Duos.

Erfreulich auch der Auftritt von Thomas Zajac und Thomas Czajka, die ihr 49er Debüt auf Rang 19 beenden und somit ihre ersten beiden Weltcuppunkte einfahren konnten. „Wir haben uns sukzessive gesteigert, sind dreimal in die Top ten gesegelt und haben einige arrivierte Mannschaften hinter uns gelassen“, lautet die positive Bilanz der beiden Tornado-Umsteiger, die heute die Plätze 8, 12 und 14 ins Ziel brachten. „Der Miami-Ausflug hat sich für uns auf jeden Fall ausgezahlt. Es war eine wichtige Standortbestimmung, deren Ausgang definitiv Auftrieb gibt“, frohlockt Steuermann Zajac.

Nach ihrem gestrigen Traumdebüt lief es für Matthias Schmid und Neo-Vorschoter Ivan Bulaja heute mit den Plätzen 24 und 22 zwar nicht ganz nach Wunsch, der Einzug ins finale Medal Race (Platz 9) darf aber als echte Sensation gefeiert werden. „In Anbetracht der Umstände ist das ein kleines Wunder“, bestätigt Schmid, der zu Wochenbeginn grippegeschwächt im Cockpit saß und den Virus an Standardvorschoter Florian Reichstädter, mit einer Sehnenscheidenentzündung ebenfalls von Beginn weg gehandicapt, weiterreichte. Seit gestern mit OeSV-Coach Bulaja im Trapez, schaffte der 29-Jährige, was etlichen Favoriten verwehrt blieb. Neben den Weltranglistenführenden Sven und Kalle Coster, müssen morgen auch die Vize-Weltmeister Patience/Bithell (GBR), oder die Olympia-Fünften der China-Spiele, Barreiros/Sarmineto, (ESP) zuschauen.

Überaus versöhnlich der Abschluss von David Bargehr und Lukas Mähr, die die letzte 470er-Runde auf Rang sechs beendeten und damit ihr längst fälliges Erfolgserlebnis heim segelten. „Wir haben in dieser Woche viel gelernt und freuen uns, dass die Bemühungen mit diesem tollen Einzelergebnis belohnt wurden“, so die beiden Junioren, die ihr Weltcup-Debüt auf Platz 25 abschließen.

Andreas Geritzer zieht als zehnter in das abschließende Medal Race, der 32-Jährige ließ seine Möglichkeiten und somit eine bessere Ausgangsposition in beiden Wettfahrten am Start liegen. Zunächst verschuldete der Olympia-Zweite beim Wegfahren eine Bootsberührung, musste in der Nachstartphase die Ersatzstrafe leisten und das Feld von hinten aufrollen. Ein hart erkämpfter 20. Platz war das höchste der Gefühle. Im abschließenden Durchgang „haben meine Gegner in Lee beim Start zu früh angezogen, ich wollte mir zumindest eine Überlappung sichern, leider war das gesamte Paket zu früh dran.“ Die Disqualifikation wegen Frühstarts war die bittere Konsequenz, im morgigen Finale der besten zehn will der Neusiedler „noch einmal angreifen und mich von Miami mit einem Erfolgserlebnis verabschieden.“ (ÖSV)

MIAMI OCR Zwischenstand nach dem 5. Tag:

49er (15 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Manu Dyen/Stephane Christidis FRA 87
2. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 98 (3,5,4,15,11,8,3,5,7,14,(20),5,2,2,15)
3. Simon Karstoft/Jonathan Bay DEN 102
19. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 226 (18,14,19,23,32,25,23,8,17,(DNF),16,9,8,12,14)

Laser (10 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Nick Thompson GBR 28
10. Andreas Geritzer AUT 104 (8,5,7,16,1,1,30,16,20,(BFD)

470er (10 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Gideon Kliger/Eran Sela ISR 60
9. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 92 (4,8,13,(22),2,12,6,3)
25. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 198 (17,(BFD),27,20,17,28, BFD,22,27,6)


Die Schweizer Regatteure verbesserten sich weiter. Vor allem Nathalie Brugger konnte sich mit einem 8. und einem 12. Platz auf den 4. Rang vorschieben! Christian Steiger bei den Lasern mit einem 3. und einem 29. Platz auf den 41. Zwischenrang. (BN)

Laser Radial (10 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Paige Railey USA 1 1 4 10 3 9 3 1 [58/BFD] 1 33.00
4. Nathalie Brugger SUI 7 25 7 14 10 15 [27] 8 5 18 109.00

Laser Gold (10 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Nick Thompson GBR 1 6 1 1 [23] 13 1 1 1 3 28.00
41. Christian Steiger SUI 5 33 44 17 17 10 45 [48] 3 29 203.00

Laser Silber(10 Wettfahrten, 1 Streicher)
64. Guillaume Girod SUI 33 45 [46] 37 27 26 7 16 4 25 220.00
78. Lucien Cujean SUI 38 22 43 39 33 40 20 20 [53/DNS] 20 275.00

Detaillierte Resultate unter: http://rmocr.ussailing.org/Results.htm. Darunter finden Sie auch die Klassierungen der deutschen Teilnehmern.

Freitag, 29. Januar 2010

29.01.10: Richterin Kornreich schickt die Teams zum Segeln

Der New York Supreme Court bestätigt den America's-Cup-Match für den 8. Februar; keine Entscheidung oder Hearing vor dem Match.

Valencia - Richterin Korneich vom New York Supreme Court informierte heute bei einer Telefonkonferenz den titelverteidigenden Yacht-Club, die Société Nautique de Genève, und den herausfordernden Golden Gate Yacht Club, dass sie sich weigert, die Beschwerde des amerikanischen Challengers betreffend der 'Constructed in Country'-Erfordernis in der Deed of Gift vor dem America's Cup-Match anzuhören, dessen Beginn auf den 8. Februar angesetzt ist.

Dies bedeutet, dass der 33. America's Cup so ablaufen kann, wie dies die vorhergenden Urteile aus New York anordneten: am 8., 10. und 12. Februar in Valencia.

“Das sind hervorragende Neuigkeiten. Es freut uns, dass die Versuche von BMW Oracle, Alinghi zu disqualifizieren und den America's Cup vor Gericht zu gewinnen, abgewiesen worden sind. Wir freuen uns darauf, ihnen am 8. Februar in Valencia an der Startlinie gegenüberzustehen und um den Cup zu segeln; sie können nun nicht länger versuchen, dies zu vermeiden“, sagte der zweifache America's-Cup-Gewinner Ernesto Bertarelli, als er die Neuigkeit bei der Rückkehr an Land nach der heutigen Trainingseinheit vernahm.


Weitere News:

Die älteste Trophäe des Weltsports ist in der Alinghi-Basis, der Heimat des America's-Cup-Defenders, in Valencia angekommen.

Der ursprünglich als Royal Yacht Squadron £100 Cup bekannte Silberkrug, der America's Cup genannt wurde wegen der America, der Yacht aus dem selben Land, welche die britische Flotte 1851 um die Isle of Wight abwies, ist die prestigeträchtigste Trophäe im Segelsport.

Sie war nun seit 2003 am Sitz der Société Nautique de Genève (SNG) in der Schweiz, seit das sie vertretende Alinghi – damals das erste Mal dabei – sie dem zweifachen Sieger Team New Zealand entriss und sie zum ersten Mal seit dem allerersten Rennen nach Europa zurückbrachte.
Alinghi verteidigte den Titel für die SNG erfolgreich im Jahr 2007 und sicherte damit den Weiterverbleib der Trophäe in der Schweiz, bis heute, als der Auld Mug in der Basis des Defenders im Port America's Cup in Valencia ankam, wo er im Haus des America's Cup auf der Alinghi-Basis dem Publikum präsentiert wird.

Vor Ort, um die Trophäe zu begrüssen, waren Alinghis Team-Präsident Ernesto Bertarelli, der gerade einen Trainingstag auf Alinghi 5 beendet hatte, Rita Barberá, die Bürgermeisterin von Valencia, Ricardo Peralta, der Vertreter der spanischen Regierung und Vicente Rambla, der Vize-Präsident der Regionalregierung von Valencia.

“Es ist fantastisch, den Cup wieder in Valencia zu sehen und in seiner Heimat auf der Alinghi-Basis; ich hoffe sehr, dass die Besucher Freude an der America's Cup-Trophäe haben werden”, sagte Ernesto Bertarelli.

Rita Barbera lud die Bevölkerung dazu ein, den America's Cup auf der Alinghi-Basis zu besuchen und sagte: “Es berührt mich sehr, den Auld Mug wiederzusehen. Er ist wieder zu Hause! Dies wird eine einzigartige Austragung des Cups. Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt. Der America's Cup muss auf dem Wasser entschieden werden. Der 8. Februar ist nicht mehr weit entfernt und es wird ein Event stattfinden.“

Alinghi führt am Sonntag, 31. Januar von 09.00 bis 18.00 Uhr einen öffentlichen Publikumstag durch - alle Besucher sind willkommen! Besuchszeiten für den America's Cup: jeden Tag 11.00-18.00.

29.01.10: Roland Bosch übernimmt Steuer

Wechsel in der Projektleitung des Oldtimer-Events KLASSIKWELT BODENSEE und „the electric avenue”.

Friedrichshafen - Der eine geht, der andere übernimmt: „Wir vollziehen einen fließenden hausinternen Übergang“, ist Messechef Klaus Wellmann überzeugt. Berthold Porath, Projektleiter KLASSIKWELT BODENSEE, verlässt die Messe Friedrichshafen und wird zum 1. April 2010 Direktor des Dornier Museums in Friedrichshafen, das seit Juli 2009 in Betrieb ist. Roland Bosch (50), bisher Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung bei der Messe Friedrichshafen, sitzt künftig am Steuer der KLASSIKWELT BODENSEE und „the electric avenue“ als verantwortlicher Projektleiter.

„Berthold Porath hat eine tolle Aufbauarbeit geleistet und die KLASSIKWELT BODENSEE zu einer der führenden Oldtimermessen entwickelt“, stellt Roland Bosch fest, der vor drei Jahren das Konzept für den Oldtimer-Event entwickelt hatte.

Roland Bosch ist nicht nur ein fundierter Kenner der Oldtimerszene, sondern auch die treibende Kraft der Expo „the electric avenue“, die zeitgleich mit der KLASSIKWELT BODENSEE von 3. bis 6. Juni 2010 auf dem Messegelände in Friedrichshafen stattfindet. Die Kontinuität ist gewahrt, die Kontakte werden weiter intensiv gepflegt. Berthold Porath will das Messeprojekt „bestens geordnet“ übergeben und seine vielen Geschäftskontakte an den Nachfolger weitergeben, „schließlich gehe ich im ausgesprochen guten Einvernehmen und natürlich auch mit einem weinenden Auge“, gibt Berthold Porath gerne zu.

Er hat das Projekt KLASSIKWELT BODENSEE vor drei Jahren aus der Entwicklungsphase heraus realisiert und schnell zum Erfolg geführt. Nun hat er sich entschlossen, eine neue Herausforderung außerhalb der Messe Friedrichshafen anzunehmen. Roland Bosch übernimmt die Projektleitung zum 31. März 2010 und wird mit dem bewährten Team Alexandra Schüttler, Daniel Fieweger und Christine Garbe zusammenarbeiten.

Bis zu seinem Ausscheiden sind Berthold Porath und Roland Bosch gemeinsam auf Kunden- und Ausstellertour. Während des Events im Juni 2010 wird sich Berthold Porath von seinen Partnern und Kunden verabschieden und den Erfolg noch einmal richtig genießen.


von links nach rechts: Messe-Projektleiter Berthold Porath,
Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann und Messe-Projektleiter Roland Bosch.

29.01.10: Weltcup in der Biscayne Bay vor Miami

Österreichs Segler meistern krankheitsbedingte Hürden mit Teamwork und bleiben in Sachen Schadensbegrenzung eine Klasse für sich.

Unglaublich was sich heute in der Biscayne Bay vor Miami abgespielt hat. Die Verhältnisse waren vor allem am Vormittag launisch wie noch nie im Verlauf dieser Weltcup-Woche, was insofern einiges heißen mag, da bereits die vergangenen Tage taktische Kopfschmerzen verursachten. „Die Druckunterschiede waren unter Land gewaltig, aber dummerweise kaum vorhersehbar. Um als erster in den frischen Wind zu kommen, hast du gegen den Dreher segeln müssen, also gewaltige Umwege in Kauf genommen“, berichtet Nico Delle Karth, der mit Vorschoter Niko Resch auf die Plätze 14, 20 und 5 kam und nur leicht an Boden einbüßte. Punktegleich mit den Vierten auf Rang fünf, beträgt der Rückstand auf die Führenden Franzosen Dyen/Christidis neun Punkte. „Wir sind heute in der dritten Wettfahrt vom zwanzigsten auf den fünften Rang vorgesegelt, zuvor war es leider umgekehrt. Es ist alles völlig offen und wird bis zur letzten Wende spannend bleiben.“ Thomas Zajac und Thomas Czajka, denen unmittelbar vor der ersten Wettfahrt der Gennakerbaum gebrochen war, segelten mit Rang neun ein weiteres Spitzenergebnis ins Trockene.

„Was sich heute auf unserer Bahn abgespielt hat, ist einem Laien definitiv nicht zu erklären“, konnte auch Andreas Geritzer nach seinem Tageswerk nur den Kopf schütteln. In beiden Wettfahrten in der Spitzengruppe, blieb der Neusieder zweimal in Windlöchern liegen, was sich vor allem im ersten Durchgang fatal ausgewirkt hat. „Das wechselnde Licht und die unterschiedliche Wassertiefe kommen erschwerend hinzu, jedes Mal wenn ich dachte das Richtige zu tun, bin ich brutal durchgereicht worden.“ Trotz der Plätze 31 und 16 verlor der Olympia-Zweite in der Zwischenwertung lediglich einen Rang - der unmittelbaren Konkurrenz und restlichen Weltspitze erging es um keinen Deut besser.

Aufgrund der vielen Klassen wurde auf der 470er Bahn wie gestern später gestartet, die Verhältnisse normalisierten sich, im Unterschied zu den anderen Klassen blieben Überraschungen Mangelware. Für Florian Reichstädter, der seit Tagen mit einer Sehnenscheidenentzündung zu raufen hat, ist der Weltcup seit heute Früh leider zu Ende. Mit über 38 Grad Fieber definitiv nicht einsatzfähig, räumte der 29-Jährige enttäuscht das Cockpit, als Ersatzmann wurde OeSV-Coach Ivan Bujala nachnominiert. „Den Steuermann darf man nicht wechseln, den Vorschoter im Falle einer Verletzung oder Krankheit allerdings schon“, weiß Matthias Schmid, der am Vormittag von der Jury grünes Licht bekam und gemeinsam mit dem Kroaten die Plätze drei und sechs ins Ziel brachte. Der 32-Jährige aus Split, beim Segelverband seit 2009 unter Vertrag, segelte bei den Olympischen Spielen vor Sydney seine letzte Regatta. „Er war als Aktiver Weltklasse, ist körperlich nach wie vor bestens in Schuss und kennt meinen Stil von der bisherigen Zusammenarbeit“, erklärt Schmid die beiden Husarenritte, die auch Reichstädter ein wenig Trost spenden. „Selbst wenn ich gesund werden sollte, ein weiterer Wechsel ist untersagt. Wenn es mir morgen besser geht, werde ich vom Betreuerboot aus mithelfen, wenn nicht, kann ich nur die Daumen drücken“, so der Pechvogel, der in den sechs Wettfahrten zuvor mit Schmid den Grundstein für die nun günstige Ausgangsposition gelegt hat.

Morgen werden in den abschließenden Wettfahrten die begehrten Tickets für das finale Medal Race vergeben, die heimische Equipe könnte im Idealfall mit drei Booten in der Entscheidung dabei sein. Bericht ÖSV.


MIAMI OCR Zwischenstand nach dem 4. Tag:

49er (12 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Manu Dyen/Stephane Christidis FRA 70
5. Nico Delle Karth/Niko Resch AUT 79 (3,5,4,15,11,8,3,5,7,14,(20),5)
21. Thomas Zajac/Thomas Czajka AUT 202 (18,14,19,23,32,25,23,8,17,(DNF),16,9

Laser (8 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Nick Thompson GBR 24
4. Andreas Geritzer AUT 54 (8,5,7,16,1,1,(31),16)

470er (8 Wettfahrten, ein Streicher)
1. Anton Dahlberg/Sebastian Östling SWE 40
5. Matthias Schmid/Florian Reichstädter AUT 48 (4,8,13,(22),2,12,6,3)
28. David Bargehr/Lukas Mähr AUT 165 (17,(BFD),27,20,17,28, BFD,22)

Weitere Resultate unter: http://rmocr.ussailing.org/Results.htm


Die Schweizer Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlagen sich z.T. ausgezeichnet. An der Spitze im Laser Radial Nathalie Brugger auf dem ausgezeichneten 8. Zwischenrang.

Laser Radial (8 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Paige Railey USA 1 1 4 [10] 3 9 3 1 22.00
8. Nathalie Brugger SUI 7 25 7 14 10 15 [27] 8 86.00

Laser Gold (8 Wettfahrten, 1 Streicher)
1. Nick Thompson GBR 1 6 1 1 [23] 13 1 1 24.00
49. Christian Steiger SUI 5 33 44 17 17 10 45 [48] 171.00

Laser Silber(8 Wettfahrten, 1 Streicher)
69. Guillaume Girod SUI 33 45 [46] 37 27 26 7 16 191.00
74. Lucien Cujean SUI 39 22 [43] 39 33 40 20 20 213.00

29.01.10: Fred Meyer nimmt Stellung

Fred Meyer, Vice-Commodore der Société Nautique de Genève kommentiert die jüngste Tirade des GGYC:

„Der jüngste Schwall von juristischen Dokumenten und öffentlichen Aussagen von Larry Ellisons Golden Gate Yacht Club zeigt eindrücklich, dass sein Hauptziel darin liegt, den America’s Cup zu gewinnen, ohne auf dem Wasser darum zu segeln. BMW Oracle hat nicht nur seinen neunten Versuch lanciert, den Schweizer Defender mit einer fehlgeleiteten Interpretation der Deed of Gift von einem New Yorker Gericht disqualifizieren zu lassen, sondern sie haben ihre juristische Kampagne auch an einer weiteren Front intensiviert.

BMW Oracle ist entschlossen, den America’s-Cup-Wettbewerb zu ihren Gunsten zu drehen, dieses Mal mit einer Vierpunkte-Wiedergutmachungsklage vor der International America’s Cup Jury betreffend Regeln in der Notice of Race und den Sailing Instructions, welche die SNG für den 33. America’s-Cup-Match herausgegeben hat. Der Herausforderer hat immer noch nicht begriffen, dass das, was er erzwungen hat, ein ‚Deed of Gift’-Match ist. Es gibt kein Mutual Consent, kein gegenseitiges Einvernehmen. Sogar der New York Supreme Court hat ihnen gesagt, dass die Regeln jene des titelverteidigenden Yachtclubs sind, eine Tatsache, die im Übrigen auch in der Deed of Gift klar festgehalten ist.

Um auf die Attacken von Tom Ehman betreffend die Rechtmässigkeit der Segel von Alinghi zurückzukommen: Die Geschichte und Tatsachen stützen die ‚Deed of Gift’-Interpretation der SNG zu den ‚Constructed in Country’-Vorgaben, wie der amerikanische Historiker John Rousmaniere kürzlich erklärte: „Im Unterschied zu Rümpfen waren die Segel nie mit Nationalitätsrestriktionen belegt - weder durch die Segler, noch durch die Segelmacher, noch durch die Ausrichter oder den Treuhänder, den New York Yacht Club.“

Wir haben es klar gesagt: Wenn es BMW Oracle schafft, die Segel des Defenders zu disqualifizieren, dann wird es keinen Match geben. Russell Coutts wird den America’s Cup für Larry Ellison geholt haben ganz ohne zu segeln. Eine Ironie sondergleichen, wenn man weiss, dass Russell in jedem AC-Team, mit dem er seit 1995 gesegelt ist, 3DL-Segel gebraucht hat: mit Neuseeland, mit der Schweiz und jetzt mit der USA.

Ein weiteres Beispiel für ihre Doppelmoral ist die Tatsache, dass BMW Oracle versucht, die ‚Abfallbeseitigungs- und Umweltschutzregel’ in den Sailing Instructions zu umgehen, damit sie die Gewässer vor Valencia weiterhin mit dem Chemiecocktail verschmutzen können, den sie unter ihren Rümpfen versprühen, damit das Boot schneller läuft. Die SNG insistiert, dass beide Teams die spanischen Gewässer so respektieren wie ihre Heimgewässer.

Und wenn wir schon dabei sind: Ihre Aussage, es hätte eine ‚Singapur-Übereinkunft’ gegeben, ist reine Erfindung. Die Unterschriften, die Tom Ehman herumzeigt, waren jene auf einem ersten Entwurf, der verworfen und dann weiterentwickelt wurde, bevor BMW Oracle die Meetings abbrach, indem sie ihre neunte Rechtsklage einreichten.

Die SNG ist weiterhin entschlossen, dass der Gewinner des America’s Cup auf dem Rennkurs und nicht an Land bestimmt wird. Wir sehen euch am 8. Februar an der Startlinie.“

BN: Russell Coutts bzw. Larry Ellison und Team verhalten sich wie "Kindergärtler" zum Unterschied, dass bei diesem Streit ein Gericht entscheidet und nicht der normale Verstand der "Eltern"!!!

Donnerstag, 28. Januar 2010

28.01.10: BMW Oracle attackiert Alinghi hart

Zwölf Tage vor Beginn des 33. America's Cup in Valencia werfen die Amerikaner dem Schweizer Syndikat in einem Schreiben "Schneeblindheit" vor.

"Der 33. America's Cup ist keine normale Regatta, auch kein normaler America's Cup. Es ist ein 'Deed of Gift match', in welchem beide Teams die in der Stiftungsurkunde festgehaltenen Regeln genau einhalten müssen", liess der Golden Gate Yacht Club in einem Statement verlauten. Die Amerikaner sind weiterhin überzeugt, dass die Segel des Schweizer Bootes nicht reglementskonform sind, da sie nicht in der Schweiz gebaut wurden. Das Ziel der zuletzt eingereichten Klage sei weder die Verschiebung des für den 8. Februar geplanten Starts des America's Cup noch die Disqualifikation von Alinghi, betonte BMW Oracle.

BMW Oracle hatte Mitte Januar erneut eine Klage gegen Alinghi wegen angeblich illegaler Segel eingereicht. Daraufhin präsentierte Alinghi eine Gegenmotion und drohte ebenfalls mit einer Klage, falls Oracle vor Gericht Recht erhalten sollte.

28.01.10: Einladung Umwelt-Informationstag 2010

Einladung für den diesjährigen Umwelt-Informationstag, der aus Platzgründen in ein Lokal der Illwerke Bregenz verlegt worden ist.

Mit drei externen Fachreferaten können wir den Vertretern der Häfen und Vereine zweifellos interessante Informationen bieten. Ebenso erfreulich ist die Tatsache, dass uns der Direktor der sanu besucht. Hr. Peter Lehmann hat uns im Frühjahr 2003 die fachlichen Vorgaben für den BA formuliert. Nun wird er den Stand der Zielerreichung kommentieren und uns weitere Entwicklungs- und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. - Zwei Erfahrungsberichte von Umweltverantwortlichen sollen Wege aufzeigen, wie die Informations- und Kommunikationsaufgabe gelöst werden kann.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie Zeit hätten und an der Veranstaltung teilnehmen würden. Bitte anmelden (Formular ist im Programm enthalten). IWGB.

Einladung > / Anfahrtskizze >

28.01.10: Ergänzungskurs / Basiskurs Offizielle (BK-O)

Der Basiskurs Offizielle richtet sich an an regelkundige Segler, Regattasegler, Mitarbeiter in der Wettfahrtleiter, welche Interesse haben als Wettfahrtleiter oder Schiedsrichter tätig zu werden und Erfahrung zu sammeln.

Wer den Kurs erfolgreich absolviert hat erhält den "Pass der Offiziellen" von Swiss Sailing und kann darin seine praktische Erfahrung dokumentieren, welche zusammen mit dem entsprechenden Spezialkurs weiter zur nationalen Lizenz als Wettfahrtleiter oder Schiedsrichter führt.

Motto: Wir erleben einen Regatta-Anlass aus der Sicht des Veranstalters

Datum/Zeit: Mittwoch 17. und 24. Februar 2010 jeweils um 1830 Uhr

Kosten: 30 Franken

Ort: Clublokal der Seglervereinigung Kreuzlingen, Seegartenscheue am Yachthafen, Kreuzlingen
Ausschreibung > / Anmeldung >

Weitere Infos: unter http://kurse.sstb.ch

Mittwoch, 27. Januar 2010

27.01.10: Basiskurs "Regeln"

Der Swiss Sailing Basiskurs Regeln richtet sich an ALLE Segler, welche gelegentlich oder auch regelmässig an Regatten teilnehmen und an alle Mitarbeiter in Wettfahrtkomitees aber auch an die Jugendtrainer.

Motto: "Wir erleben einen Regatta-Anlass mit Blick auf die Regeln und den Ablauf einer Wettfahrt".

Als Kursleiter wird wiederum Hannes Gubler und ich tätig sein. Die Kurskosten inkl. Zwischenverpflegung und Unterlagen sind CHF 30.- . Mitbringen: Die aktuellen Wettfahrtregeln 2009-2012.

Wir bieten den Kurs in diesem Jahr 2x an:

Kurs 1:
Abendkurs im Clublokal des Salensteiner Yachtclubs in Schaffhausen
Mittwoch, 17. und 24. März um 1830 Uhr Ausschreibung > / Anmeldung >

Kurs 2: Samstagvormittag im Rahmen des SSTB Regionaltrainings in Altnau
Samstag, 20. und 27. März von 0900 bis 11:30 Uhr Ausschreibung > / Anmeldung >

Weiter Infos: auf http://kurse.sstb.ch

27.01.10: Wolf-Peter Niessen gewinnt in Antibes

Wolf-Peter Niessen vom Yachtclub Langenargen (YCL) gewinnt Laser Radial overall Wertung beim 1. EMS Lauf 2010 in Antibes.

Insgesamt 78 Laser Master Seglerinnen und Segler aus 9 Nationen kamen heuer nach Antibes an die Côte d’Azur, um zwischen 22. und 24. Januar die erste zur Laser Euro Masters Serie zählende Regatta zu segeln. 43 Laser Standard und 35 Laser Radial waren am Start. Die Wettervorhersage verhieß zumindest kaum Niederschlag, aber auch nicht viel Wind und Temperaturen nur im einstelligen Plusbereich. Das Regattagebiet lag wieder vor der traumhaft schönen Kulisse der Altstadt von Antibes und den schneebedeckten Bergen der Seealpen in der Bucht von Cap d’Antibes. 8 Wettfahrten standen in den drei Tagen auf dem Programm.

Aus Deutschland war nur W.-P. Niessen vom Yacht-Club Langenargen e.V. am Start. Er wollte seine erste Regatta als Great Grandmaster - Altersklasse über 65 - dort segeln, wo er auch 2004 seinen Wiedereinstieg in den Segelsport begonnen hatte. Wetter und Wind entsprachen am ersten Tag der Prognose. Anfänglich 2-3 Bft. aus 90° mit guter Welle ließen eine schöne erste Wettfahrt zu. Die WL nutzte die Bedingungen und zog zügig zwei weitere Rennen bei nachlassendem und weiter rechts drehendem Wind durch. Da die Sonne zeitweise durch kam, ließen sich die 6 - 8 Grad Lufttemperatur aushalten. Das Wasser hatte „angenehme“ 12 Grad!

Nach leichtem Nachtfrost und noch mit gefrorenen Schoten sowie Eis im Cockpit ging es Samstag um 11:00 Uhr aufs Wasser. Bei löchrigen und heftig drehenden 1 bis 1,5 Bft. war auch aufgrund mehrerer Gesamtrückrufe nur eine einzige Wettfahrt möglich. Nach 4 Wettfahrten lagen die ersten drei bei den Radials nur jeweils einen Punkt auseinander. Wolf-Peter Niessen führte vor Leichtwindspezialist Tomaso Ambrosi SUI und Henk Wittenberg NED. Bei den Laser Standard war es ebenfalls eng. Hier hatten vor dem 5. Rennen auch drei Segler Siegchancen. Charles Favre SUI, Xavier Leclair FRA und Fausto Vassalo ITA. Somit war Spannung für den letzten Lauf am Sonntag angesagt. Die Windvorhersage sah allerdings eher nicht nach einer weiteren Wettfahrt aus. Zu aller Überraschung baute sich am späten Sonntagvormittag doch ein leichter Ostwind auf, den die WL auch sofort nutzte, um die noch geplanten zwei Wettfahrten zu realisieren. Es wurde dann aber doch nur noch ein Rennen daraus, der Wind verabschiedete sich mit dem Zieldurchgang der Laser Standard. Für die Nachzügler im Fullrigg und die Radials wurde es noch eine Zitterpartie. Bei den Standard sicherte sich Leclair durch den Laufsieg auch den Gesamtsieg, vor Favre und Vassalo, der seine Chancen durch eine BFD vergab.

Im Radialfeld war es doch richtig spannend. Die Startkreuz erwischte Wittenberg am besten. Er rundete als Zweiter, W.-P. Niessen war zu lange mit Ambrosi auf die linke Seite gefahren. Er rundete als 11., Ambrosi als 16. Nach der zweiten Kreuz hatte sich Niessen schon auf 6 vorgearbeitet, Wittenberg war auf 3 zurückgefallen. Downwind konnte Niessen kurz vor der Leetonne in einem Überraschungsangriff zwei Konkurrenten überlaufen und sich die Innenposition sichern. Jetzt lag er direkt hinter Wittenberg und damit auf Siegkurs. Auf der kurzen Zielkreuz hat er schließlich auch noch Wittenberg abgefangen und so Rang 3 erkämpft. Ambrosi wurde 7. und fiel dadurch in der Schlusswertung hinter Wittenberg auf Platz 3 zurück.
Mit insgesamt 9 Punkten und einem 3 Punkte Vorsprung war dann nach 5 Wettfahrten der Gesamtsieg für Wolf-Peter Niessen klar. Ein guter Einstieg in die Saison 2010, in der - außer der Euro Masters Serie - mit der EM auf Cypern im April und der WM Anfang September in England zwei Großereignisse auf dem Plan stehen.

Alle Ergebnisse unter: www.laser-master.com/SPY/Antibes2010.htm

Dienstag, 26. Januar 2010

26.01.10: Abo-Aktion und Bodensee-Törnführer gratis dazu

Der Bodensee-Törnführer enthält neben einer Übersichtskarte unter anderem 11 Kartenausschnitte mit Infos zu Seeteilen und Uferbereichen.

Mit Ansteuerungsfotos von mehr als 100 Sportboothäfen mit GPS-Daten, kurzen Ortsbeschreibungen, lohnende Ausflugszielen und Besichtigungen, interessante Sehenswürdigkeiten. Enthält außerdem einen Restaurant- und Einkaufsführer mit lukrativen Insider-Tipps, wichtige Adressen rund um den Aufenthalt am See und vieles mehr. Zur Aktion >

26.01.10: Neu - IBN-Shop Online

Seit geraumer Zeit ist der IBN-Shop Online, wo Sie Bücher, Kalender, Karten, Software und Verschiedenes problemlos per Rechnung einkaufen können. Dabei finden Sie auch das Leg an, dass noch immer sehr beliebt ist. Ebenso die Bodensee-Navigationskarte 1:50 000, ein Muss für jenden Wassersportler.

26.01.10: Schwerer Seegang verunmöglicht Training

Es dauert nur noch zwei Wochen bis zum America's-Cup-Match; das Renntraining ist jetzt der Schlüssel. Es scheint aber, dass die Wettergötter in diesen Tagen mit dem Defender andere Pläne haben. Alinghi.com hat sich mit Jon Bilger vom Wetterteam darüber unterhalten (24.01.), was in den kommenden Tagen zu erwarten ist.

"Wir erwarten morgen (25.01.) sehr starke nordöstliche Winde und vielleicht geht das drei, vier Tage so weiter. Es ist unwahrscheinlich, dass wir in dieser Zeit segeln können. Das ist unglücklich, aber erwartet für diese Jahreszeit... Es ist ein interessanter Ort, um im Februar einen America's Cup auszutragen!"

Nordöstliche Bedingungen bedeuten normalerweise, dass die Wellen wahrscheinlich einen längeren Effekt auf das Segelprogramm haben als der Wind: "Die Wellen werden während dieser drei Tage konstant stärker werden; wahrscheinlich werden sich die Wellen etwa einen Tag nach den Winden beruhigen, es könnte also gut bis in den zweiten Teil der nächsten Woche dauern, ehe wieder gesegelt werden kann", sagte Bilger.

Die Notice of Race für den 33. America's Cup hat klar ein Wetterfenster mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 15 Knoten auf 60 Metern Höhe festgelegt und eine Wellenhöhe von einem Meter. Die Sicherheit ist der entscheidende Faktor, Alinghi 5 hat ein sehr spezifisches Wetterfenster, in dem es für die Yacht und die Crew sicher ist, zu segeln.

"Es sind hochtechnisierte Boote und ein Rumpf ist schon bei 8 bis 10 Knoten in der Luft. Wenn es 15 Knoten sind, muss die Crew versuchen, Druck wegzunehmen; die Lasten auf diesen Mehrrümpfern sind extrem", erklärte Bilger. Zum Vergleich: Beim letzten Cup waren fünf Knoten eine vernünftige Spanne, aber bei diesen Booten sind zwei oder drei Knoten kritisch; diese Boote sind dem Wetterbericht gegenüber noch sensibler.

Wie sieht der langfristige Ausblick auf den Cup aus? Im Winter gibt es in Europa zahlreiche Hoch- und Tiefdruckgebiete und bei tiefem Druck wird es zu windig, speziell im Mittelmeer, wo es ziemlich offen ist. Jack Katzfey, Meteorologe im Team, erklärt: "Es geht darum, diese Fenster zu erwischen, wenn der Wind nicht zu stark ist, weil ein Tiefdruckgebiet in der Nähe ist oder zu schwach, wenn ein starkes Hochdruckgebiet vorherrscht. Meistens ist es zu kalt, als dass die Meeresbrise helfen könnte, man versucht also diese kleinen Fenster zu finden, in denen die Bedingungen günstig für das Segeln sind; nicht zu stark und nicht zu schwach."

26.01.10: Sportlounge über den 33. America's Cup

Alinghi vs. Oracle: Kampf der Giganten auf Kosten des Segelsports.

Schaffen es zwei Milliardäre, der Schweizer Ernesto Bertarelli von Alinghi und der Amerikaner Larry Ellison von BMW Oracle, den America’s Cup zugrunde zu richten und damit dem gesamten Segelsport zu schaden? Seit über zwei Jahren duellieren sie sich nicht mehr auf dem Wasser, sondern zerfleischen sich auf dem juristischen Parkett.

Was sind die Gründe? Wer ist schuld an diesem Debakel? Wie gefährlich ist der Kampf zwischen den riesigen Hightech-Booten? Wird überhaupt noch einmal gesegelt? Und ist der America’s Cup noch zu retten? Das war die Ausgangslage von SF2!

Die Diskussion kam nie so recht in Gang, war doch Fred Meyer, Vizepräsident Société Nautique de Genève aus verständlichen Gründen äusserst gereizt. Und da wollte "Besserwisser" Blumi Scherrer im echt schweizerrisch unterschieben, ja wenn da... Dabei vergass er eigentlich, um was diskutiert wurde.

Die Recherchen von SF2 über den AC und die Fragen an Rusell Coutts gaben nicht gerade eine Klärung. Dagegen trug Tom Rüegge mit seinem Voten weit mehr zur Verständigung bei. Den 33. AC vergessen und sofort den 34. AC planen, BN hat das schon immer vertreten. Es kann doch nicht sein, dass der Sieger eines so tollen Cup von den Gerichten bestimmt wird.

Gesegelt wird am 8. Februar also so oder so - es wird einen sportlichen Sieger geben, aber wer das schlussendlich offiziell sein wird, bestimmen die Gerichte - irgendwann! Auf jeden Fall müssen diese alten Grundregeln weg und man soll, wie Rüegge erwähnte, ein unabhängiges Management mit neuen Reglen mit der Organisation beauftragen.

Montag, 25. Januar 2010

25.01.10: E U R O t ö r n 2 0 0 9

Einladung zum Vortrag.

Im Rahmen eines Clubtreffens der Yachtvereinigung Kormoran berichten wir über unseren
E U R O t ö r n 2 0 0 9. Fahrtgebiet Niederlande und Noorddüütschland:

am Samstag, den 30. Januar 2010, um 18.00 Uhr, im Bistro AHOI des Hotels im Yachthafen Ultramarin, in Kressbronn, Ortsteil Gohren. Essen á la carte möglich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bitten freundlich um Ihre Zusage, Tel. 0049 (0)8382 1281.
Sabine und Wolfgang Rösel, Yachtvereinigung Kormoran.

25.01.10: 2009: Sehr gute Windwarnungen für den Bodensee

Die Warndienste der Anrainerstaaten des Bodensees konnten die Qualität der Windwarnungen auf hohem Niveau halten. Das bestätigen auch die Dienststellen der See- und Wasserschutzpolizei sowie die Rettungsdienste. Von dieser hohen Qualität profitieren in erster Linie verantwortungsbewusste Seebenutzer, welche die Informationen der Warndienste regelmässig nutzen.

Die Arbeitsgruppe „Sturmwarndienst am Bodensee“ setzt sich aus Vertretern der nationalen Wetterdienste, d.h. dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, dem Deutschen Wetterdienst DWD sowie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Österreich), Vertretern der See- und Wasserschutzpolizei sowie weiterer Warndienste aus allen drei Anrainerstaaten zusammen. Jedes Jahr analysiert und beurteilt sie die Qualität der Windwarnungen für den Bodensee, um daraus Massnahmen für weitere Verbesserungen abzuleiten. Die Bilanz 2009 ist erneut positiv: Die Trefferrate für Windwarnungen ist weiterhin auf hohem Niveau.

Wetterablauf
Am 23. Januar zog das Orkantief „Joris“ über die Nordsee hinweg und brachte auch am Bodensee heftige Sturmwinde von 80-100 km/h. Am 10. Februar folgte das Orkantief „Quinten“ mit Böenspitzen in Steckborn von 116 km/h. April und Mai waren geprägt von ausserordentlich sonnigem und warmem Frühlingswetter. Vielerorts wurden neue Mai-Hitzerekorde registriert. Am 26. Mai überquerten heftige Gewitter mit Sturm und Hagel die Alpennordseite und brachten am Bodensee die höchsten Böenspitzen 2009 (100-120 km/h). Juni und Juli waren mit häufigen Störungsdurchgängen und mit teilweise heftigen Gewittern wechselhaft, August und September hingegen extrem warm, trocken und sehr sonnig. Der Winter kündigte sich am 12. Oktober mit einer Kaltfront an (Böenspitzen 60-80 km/h). Es folgte eine aussergewöhnlich milde zweite Novemberhälfte, bevor im Dezember arktische Luft auch in der Region Bodensee für Temperaturen von deutlich unter minus 10 Grad sorgte. Am 21. Dezember stiessen stürmische Föhnwinde bis ins östliche Seebecken vor. In Altenrhein wurden am Abend Böenspitzen von 85 km/h und eine Temperatur von 10 Grad gemessen.

Bestätigte hohe Zuverlässigkeit
Um die Qualität der Starkwind- und Sturmwarnungen zu beurteilen, erstellt die DWD-Regionalzentrale Stuttgart jährlich eine umfangreiche und detaillierte statistische Auswertung. Diese zeigt auch für die Warnperiode 2009 Trefferraten von rund 90 %. Gleichzeitig wurden konsequent und erfolgreich die Falschalarme weiter verringert. Grossereignisse wie die Winterstürme Joris und Quinten, der Gewittersturm am 26. Mai oder auch der Föhneinbruch kurz vor Weihnachten wurden richtig vorausgesagt und zeitgerecht gewarnt. Die lokalen Phänomene sind aber nach wie vor schwierig vorauszusagen. So ist etwa vom Ostteil des Sees bekannt, dass bei Gewittern oder Föhnstürmen die Windverhältnisse auf kleinen Distanzen stark variieren können. Solch lokale Ereignisse mit Sturmböen ohne Warnung machen zum einen deutlich, dass die Anstrengungen der Wetterdienste und der Schutz- und Rettungskräfte im Interesse der Öffentlichkeit nicht nachlassen dürfen, zum andern betonen sie aber auch die notwendige Eigenverantwortung der Seebenutzer.

Ausblick 2010
Die beteiligten Wetterdienste wollen im laufenden Jahr 2010 die sehr guten Trefferraten der
vergangenen Jahre im Starkwind- und Sturmbereich wie auch die sehr niedrige Falschalarmrate bestätigen. Auch die verminderten Unterschiede der Trefferraten auf den verschiedenen Seeteilen sollen aufrecht erhalten werden. Weiter setzen sich die Wetterdienste das hohe Ziel, den Anteil der Sturmereignisse, welche mit einer Vorwarnzeit von mindestens eine Stunde angekündigt werden, weiter auszubauen. Neben der ständigen Weiterentwicklung der Wettermodelle und der Überwachungstechnik zählen die Wetterdienste dabei auf die beispielhafte internationale Zusammenarbeit am Bodensee und den engen Kontakt mit den Polizeidiensten und den Seenutzern. MeteoSchweiz.

25.01.10: Karfreitag legt das erste Schiff an

Altnau - 34 Meter sind noch zu betonieren. Dann hat der neue Altnauer Anlegesteg seine stolze Länge von 270 Metern erreicht. Am Samstag war Baustellenbesichtigung, wie heute das Thurgauer Tagblatt (Daniela Ebinger) berichtet.

Ruhig und klar liegt das Wasser um die Stegbaustelle im neugestalteten Altnauer Hafen. Weit draussen lassen sich die Überreste des alten Winterlandestegs erkennen. "Der war früher hauptsächlich für Material- und Transportschiffe gedacht", erzählt Gemeindeammann Beat Pretali. Diese Reste seien bei stillem Wasser gut sichtbar.

Der neue, 270 Meter lange Steg führe an derselben Stelle vorbei. Samuel Herzog erläutert den Besuchern anhand einer extra offen gelassenen Stelle den Aufbau der Stegbrücke. Die letzte Etappe der Betonarbeiten soll bis Ende Februar fertig sein. "Es wurde jeweils in Etappen von 24 Metern betoniert. Jetzt fehlt nur noch der letzte Abschnitt und das zehn Meter lange Übergangsstück auf die Stahlrampe", sagt Herzog. Aus umwelttechnischen Gründen habe man den Beton mittels Schubkarren an den Verarbeitungsort transportiert. Die 15 Meter lange, höhenverstellbare Metallrampe wird anschliessend durch den Stahlbauer versetzt.

"Es läuft alles wunderbar nach Plan und ohne Zwischenfälle", so Pretali. Er freue sich auf den Karfreitag. Dann sei der grosse Tag, an dem das erste Kursschiff am neuen Steg anlege.

"Es ist ein sehr gefreutes Objekt", bestätigt Isabelle Walder vom Planungsteam. "Wir liegen sehr gut im vorgegebenen Kostenrahmen von 1,7 Millionen Franken», so Walder weiter. Der Altnauer Kurt Ehrat findet die ganze Hafenanlage grundsätzlich sehr gut. "Nur für Segler ohne Motor kann der Steg je nach Windverhältnissen ein Hindernis sein." Am Anfang war Franziska Holzach aus Altnau gar nicht begeistert. "Jetzt, wo er steht, ist es doch eine tolle Sache."


Interessante Konstruktion: Samuel Herzog (l.) zeigt Gemeindeammann Beat Pretali (4. v. l.)
und interessierten Besuchern den Stegaufbau. Bild: Daniela Ebinger

Sonntag, 24. Januar 2010

24.01.10: Trainingspause in Valencia

Infolge zu starken Windes musste das Training am Freitag abgesagt werden und wird auch für die kommenden Tagen schwierig werden. Die grossen Renner von Alinghi und BMW Oracle können bei zu viel Wind nicht segeln!

Am Montag in der Sportlounge um 22h20 in SF 2 können Sie eine interessante Diskussion mitverfolgen. Eingeladen ist Fred Meyer, Vize-Präsident der SNG, sowie Christian 'Bluni' Scherrer und Tom Rüegge.

Im Internet können Sie das unter www.wilmaa.com mitverfolgen.

24.01.10: Hauptversammlung der Lacustre

Neuer Präsident von Gunten. Die Hauptversammlung der Lacustre hat am Samstag, 23. Januar Thomas von Gunten zum neuen Präsidenten gewählt. Der 46 Jahre alte Unternehmensberater aus Olten (CH) ist vor elf Jahren zur Lacustre-Klasse gestoßen. Seinen nautischen Einstieg hatte er mit 16 als Windsurfer, später folgte eine rege Regattatätigkeit und die Ausbildung zum Segellehrer. Der bisherige Lacustre-Präsident Hans Bodmer gab das Amt nach zehn Jahren ab.


Neuer Lacustre-Präsident Thomas von Gunten, rechts sein Vorgänger Hans Bodmer

Heftig diskutiert wurden bei der Hauptversammlung in Rapperswil die neu gefassten technischen Vorschriften, die letztlich mit nur einer Gegenstimme angenommen wurden. Oberstes Ziel war die Einheit der Klasse, damit die älteren Schiffe weiter konkurrenzfähig gegen Neubauten regattieren können. Die wesentlichen Punkte: Restaurierte Schiffe brauchen keine Neuvermessung inklusive Pendeltest. Dieser Test gibt Aufschluß über die Gewichtsverteilung des Bootes, die sich stark aufs Geschwindigkeitspotential auswirken kann. Des weiteren dürfen Masten beim Spinaker-Segeln weiter aktiv nach vorn bis zur Senkrechten getrimmt werden. Mastpuller sind verboten.

Um das Aufrüsten der Segel zu begrenzen, sind künftig bei Regatten nur noch eine Genua und eine Fock erlaubt. Latten in der Genua bleiben wie bisher verboten. Im Mastbau will sich die Lacustre-Klasse künftig ganz auf Alu-Profile konzentrieren. Die Klasse will die Einheitsriggs bezahlbar und vergleichbar halten, Holzmasten sind nur nach dem alten Originalplan zugelassen.
Bei der Hauptversammlung wurden natürlich auch die besten Bodensee-Segler gewählt. Die Jahreswertung gewonnen hat Felix Somm vom Yachtclub Kreuzlingen, vor Jan Eckert vom Zürcher Segelclub und Günter Reisacher vom Seglerverein Staad. Vierter wurde Robert Montau (Konstanzer Yachtclub) vor Erich Buck (Yachtclub Langenargen).

Samstag, 23. Januar 2010

23.01.10: Viel Glück für Alinghi

Mitglieder der Société Nautique de Genève kamen heute (22.01.10) im Yachtclub des Titelverteidiger am Ufer des Genfersees zusammen, um Alinghi „viel Glück“ zu wünschen für die Verteidigung des America’s Cup, der ältesten Trophäe im Sport. Der Anlass soll am 8. Februar, also in 16 Tagen, in Valencia beginnen.


Fred Meyer, Vice Commodore der SNG, und Pierre-Yves Firmenich, SNG-Commodore (rechts) mit dem
America's Cup. (Photo credit: Schmid Chris / EYEMAGE MEDIA)

Der America’s Cup war seit 2003, als Alinghi die 31. Ausgabe des Cups in Neuseeland gewonnen hatte, im Clubhaus der Société Nautique de Genève. Die SNG-Mitglieder organisierten zu Ehren des Auld Mug eine Feier, bevor die Trophäe Genf verliess. Sie schickten den Cup auf den Weg in der Hoffnung, dass die Trennung nur vorübergehend ist und der Cup nach dem 33. Match wieder nach Genf zurückkehrt. Während den nächsten paar Wochen wird die Trophäe in der Public Area der Alinghi Basis in Port America’s Cup in Valencia zu bestaunen sein.

Alinghi-Teampräsident Ernesto Bertarelli, der in Valencia mit Alinghi 5 trainiert, schickte den Yachtclub-Mitgliedern eine Botschaft: „Liebe Mitglieder, Freunde und Supporter, ich spreche zu euch aus Valencia, wo wir hart trainieren. Wir entführen den America’s Cup, aber ihr könnt sicher sein, dass wir alles daran setzen, den Cup zurückzubringen. Danke für eure Unterstützung und wir hoffen, dass wir viele von euch am 8. Februar in Valencia sehen.“

Der Commodore der SNG, Pierre-Yves Firmenich, antwortete: „Wir wünschen Alinghi alles Gute für den nächsten America’s Cup und hoffen, den Cup schon bald wieder hier bei uns in der Société Nautique de Genève zu beherbergen. Die SNG-Mitglieder werden in grosser Zahl nach Valencia reisen, um dem Defender die Unterstützung zu geben, die er verdient.“


SNG-Mitglieder versammeln sich im Clubhaus des Titelverteidigers, um Alinghi "viel Glück" zu wünschen.
(Photo credit: Schmid Chris / EYEMAGE MEDIA)

23.01.10: Arbon - nach 100 Jahren verschwindet das Kies

Mit der Erweiterung der Hafenanlagen ist gleichzeitig eine sanfte Neugestaltung des Hafendamms vorgesehen. Dem Kiesumschlagplatz schlägt die letzte Stunde. Ein Rückblick, wie heute das Thurgauer Tagblatt berichtet (Hans Geisser).


Kiesumschlag am Hafenkopf: Nach 100 Jahren kommt der Platz weg. Bild: Max Eichenberger

Während Jahrhunderten findet der Güterverkehr rund um den Bodensee weitgehend auf dem Wasser statt. Zahlreiche Fuhrhalter sind Schiffsleute. Noch im 19. Jahrhundert verkehren 150 Lastschiffe, die 33 Meter langen Lädinen und die kleineren Segmer. Sie transportieren vor allem Salz, Getreide, Wein, Obst und Baumaterialien. Bis nach dem Ersten Weltkrieg haben die Bodenseekapitäne die unterschiedlichen Uhrzeiten von fünf Staaten zu berücksichtigen: In Konstanz (Baden) gilt die Karlsruher, in Friedrichshafen (Württemberg) die Stuttgarter, in Lindau (Bayern) die Münchner, in Bregenz (Österreich-Ungarn) die Prager und in der Schweiz die Berner Zeit. Vor allem für die um 1850 aufkommende fahrplanmässige Dampfschifffahrt ist dies eine recht komplizierte Angelegenheit; beträgt doch zum Beispiel der Zeitunterschied zwischen Konstanz und Bregenz 24 Minuten.

Gegen Ende des Jahrhunderts baut Saurer Petrol- und Benzinmotoren in die Segelschiffe ein - eine willkommene Neuerung für die Schiffsleute und für Saurer ein erfolgreicher Geschäftszweig. Mit der stürmischen Industrialisierung um 1900 und der damit verbundenen regen Bautätigkeit wächst der Bedarf an Baumaterial.

Hinzu kommt der Kies- und Sandabbau bei der Mündung der Argen (Langenargen/ Kressbronn) und im Rheindeltagebiet. Mächtige schwimmende Baggerwerke laden das laufend angeschwemmte Material auf die Kiesschiffe um. Problemlos arbeiten Österreicher, deutsche und Schweizer Unternehmen nebeneinander. Nach der Jahrhundertwende verschwindet der Gütertransport auf dem Wasser. Saurer-Lastwagen treten an die Stelle der langsamen Schiffe. Was bis in unsere Tage bleibt, sind die Kiesschiffe.

Nach der Jahrhundertwende beginnt der vielseitige Fuhrhalter Hans Kugler mit dem Kiesumschlag auf dem Hafendamm, und seither gehören die Kiesberge verschiedenster Körnung zum vertrauten Ortsbild am Ufer wie der Glockenturm zur Kirche. Zunächst sind es die Pferdefuhrwerke, die für den wachsenden Verkehr auf der Bahnhofstrasse und der 1898 gebauten St. Gallerstrasse hinaus auf die vielen Baustellen im Neuquartier sorgen. Der «Oberthurgauer» berichtet von zeitweise mehreren hundert Fuhrwerken täglich. Um die Bahnhofstrasse und das Nadelöhr der Schiffländestrasse zu entlasten, liegt 1910 das Projekt für eine neue Hafenstrasse vor (heute Adolph-Saurer-Quai). Die Textilkrise und der Erste Weltkrieg verhindern zunächst die Ausführung.

1922/23, inmitten der Wirtschaftskrise der Nachkriegsjahre, gelangt dann das um den Hafen und die Quaianlage erweiterte Projekt zur Ausführung. Bemerkenswert aus heutiger Sicht ist die Reihenfolge der Argumente in der Abstimmungsbotschaft der Ortsverwaltung; steht doch die neue Strasse an erster Stelle. Der Hafenbau und die Quaianlage mit dem Stadtpark sind als zusätzliche Notstandsarbeiten gedacht, können doch stets bis 150 der 600 Arbeitslosen beschäftigt werden - eine willkommene Erwerbsquelle für viele entlassene Fabrikarbeiter. Notstandsarbeiten lösen zudem kantonale Subventionen aus.

Der Rückblick zeigt, dass die Arboner nicht zuletzt dank Hans Kuglers Kiesumschlag auf dem Hafendamm ihre erste Uferanlage erhalten.

Freitag, 22. Januar 2010

22.01.10: Alinghi präsentiert Gegenargumente

Der America's-Cup-Defender reicht 'Constructed in Country'-Oppositionspapier und Gegenmotion ein.

Genf, Schweiz - Die Société Nautique de Genève (SNG), der titelverteidigende Yachtclub im 33. America's Cup präsentierte heute dem New York Supreme Court seine Gegenargumente in Antwort auf die neunte Rechtsklage des Golden Gate Yacht Club (GGYC), eine fehlgeleitete Interpretation der „Constructed in Country“-Anforderung (CIC) der Deed of Gift, dem bestimmenden Dokument des Anlasses. Die umfangreichen Unterlagen der SNG bekräftigen die Interpretation der SNG, dass nur „Yacht oder Boot“ im Land des Clubs, der den Cup hält, gebaut werden muss, nicht aber die Segel.

Die Ausführungen der SNG werden von historischen Präzedenzfällen gestützt, wie John Rousmaniere, ein führender America's-Cup-Historiker, in seinem Expertenbericht bestätigt: „Die Donatoren der ursprünglichen Deed of Gift haben nie Limitierungen betreffend ausländische Segel oder ausländische Segeltechnologie in Erwägung gezogen. Eben diese Ausrichter haben sogar britische Segel gehisst, als sie mit America das erste Mal gewannen. Als George Schuyler, der letzte überlebende Donator, 1882 die CIC-Bestimmung in der Deed ergänzte, wollte er damit sicherstellen, dass der Cup ein wahrhaft kompetitiver Anlass bleibt, und gleichzeitig internationalen Charakter des Cups wahren. Diese Balance erreichte er, indem er die CIC-Bestimmung nur auf den Rumpf eines teilnehmenden Bootes beschränkte, nicht aber auf dessen Segel.“

Zusätzliche Dokumente, die vor Gericht präsentiert wurden, bestätigen, dass die CIC-Behauptung des GGYC, faktisch falsch ist: Die Segel der SNG wurden in der Schweiz hergestellt und diese Tatsache wird durch eine eidesstattliche Erklärung von Tom Whidden, Präsident von North Sails, und ein offizielles Herkunfts-Zertifikat der Schweizer Handelskammer gestützt.

„Die SNG ist sich sicher, dass unsere Yacht den Bestimmungen der Deed of Gift entspricht, auch was die „Constructed in Country“-Vorgabe betrifft und unsere Interpretation wird durch das Wording der Deed, durch historische Präzedenzen und die Intention der Donatoren des Cups gestützt“, sagte Fred Meyer, Vice Commodore der SNG. „So oder so ist die CIC-Behauptung des GGYC faktisch falsch, und wir haben dem Gericht substanzielle Beweise eingereicht, die belegen, dass unsere Segel Swiss-made sind. Wir sind der Ansicht, dass wir am 8. Februar segeln sollten. Der GGYC sollte aufhören, den Cup mit juristischen Strategien zu verzögern im Versuch, sich Vorteile gegenüber dem Defender zu verschaffen und sich statt dessen auf den Wettbewerb auf dem Wasser konzentrieren. Falls sie aber dennoch an ihrer jüngsten Rechtsklage festhalten, dann sollte sich der Richter auch BMW Oracles Yacht ganz genau ansehen, die mit der eigenen Deed-Interpretation des GGYC nicht übereinstimmt“, sagte er abschliessend.

„Constructed in Country“-Gegenmotion
Zusammen mit den Oppositionspapieren hat die SNG eine Gegenmotion präsentiert, die besagt, dass, sollte die Interpretation der CIC-Regel des GGYC vom Gericht gestützt werden, auch deren eigenes Boot illegal wäre. Eidesstattliche Erklärungen mehrerer führender Experten auf dem Gebiet des Yachtdesigns, darunter Duncan MacLane und Nigel Irens, stützen die Tatsache, dass der Trimaran des GGYC in Wahrheit ein Boot nach französischem und nicht nach amerikanischem Design ist, was auch durch fotografische Beweise belegt ist. Das Boot umfasst auch einige Elemente, die nicht in Amerika gebaut wurden. Zudem ist die Yacht von BMW Oracle nicht einmal eine von Segeln angetriebene Schaluppe mit Grosssegel und Jib, wie es im Herausforderungszertifikat der Amerikaner beschrieben ist, sondern ein Flügelmast-Rig.

Die Dokumente der SNG zeigen auf, wie diese jüngste Motion des GGYC dem Geist der Deed of Gift zuwiderläuft und wie Larry Ellisons Yachtclub den Ruf nach freundschaftlichem Wettstreit zwischen Nationen vergessen hat.

Auszüge aus den eidesstattlichen Erklärungen

Auszug von der Aussage von John Rousmaniere (USA), America's-Cup-Historiker:

„In mehr als hundert Jahren America's Cup betraf die Frage der Nationalität nur die Yachtclubs und die Yachtrümpfe. Es gab beim ersten Rennen 1851 keine Nationalitätsrestriktionen für die Segel, als die amerikanischen Donatoren des America's Cups britische Segel benutzten. Erst nach der neunzehnten Cup-Regatta im Jahr 1962 gab es die erste formale Restriktion für den internationalen Austausch von Segel- und anderen Technologien. Da gab der damalige Treuhänder, der New York Yacht Club, eine wie er es nannte „interpretative Resolution“ heraus, die den Zugang zu Technologien über nationale Grenzen hinweg limitierte. Danach folgten weitere manchmal widersprüchliche Restriktionen, bis alle interpretativen Resolutionen vor den jüngsten Cup-Rennen im Jahr 2007 von der SNG und dem GGYC ausser Kraft gesetzt wurden.“

„Im Unterschied zu den Rümpfen wurden Segel nicht als unter Nationalitätsrestriktionen stehend betrachtet – weder von Seglern noch von Segelmachern und auch nicht von den Donatoren und dem Treuhänder New York Yacht Club.“

„Hätte es eine stringente „Constructed in Country“-Regel – wie die vom Golden Gate Yacht jetzt vorgeschlagene – gegeben und wäre diese durchgesetzt worden, wären der Challenger oder der Defender (und manchmal auch beide) wohl in den meisten dieser neunzehn Rennen disqualifiziert worden.“

„Da die Beschwerden über Atalanta davon handelten, dass ihr „Modell“ oder ihre Rumpfform identisch mit amerikanischen Yachten sei, kann „constructed“ nur geheissen haben „designt und gebaut“. In der „Second Deed“ wurde nichts gesagt oder auch nur angedeutet, was mit Segeln, Kanthölzern oder anderen Konstruktionsstandards zu tun hat.“

Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Tom Whidden (USA), Präsident von North Sails:
„Das Alinghi-Team hat in der Schweiz die Segel für Alinghi 5 hergestellt, indem sie (1) die 3DL-Teile/Sektionen für den Body der Segel zusammengefügt haben, (2) die Segel durch traditionelle Segelmachermethoden fertiggestellt haben und (3) die fertiggestellten Segel zum Standort von Alinghis Yacht transportiert haben.“

Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Nigel Irens (GBR), Mehrrümpfer-Designer bei Irens-Cabaret:
„Meiner Meinung nach, repräsentiert die BOR-Yacht eine Extrapolation und Adaption anderer heutiger Renndesigns der französischen Firma VPLP.“

Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Duncan MacLane (USA), Mehrrümpfer-Designer:
„In den letzten zehn Jahren passierte in den USA nicht viel in der Entwicklung von grossen Leistungsmehrrümpfern. Die grossen Rennmehrrümpfer waren in Europa und kamen von europäischen Designern. Der BOR 90 Fuss Trimaran stammt klar von europäischen Renntrimaranen ab, besonders von den ORMA 60ern und ihren Entwicklungsprogrammen.“

BN:
Der New York Supreme Court soll unverzüglich die Übung abbrechen und die beiden ohne wenn und aber gegeneinander segeln lassen oder sofort den 33. America's Cup für geschlossen erklären und die Austragung 34 in Angriff nehmen. Die Amis sollen dann aber bitte nur zuschauen dürfen!

21.01.10: Rettungsdienste tagten in Münsterlingen

Verantwortliche der luft-, boden- und wassergebundenen Rettungsdienste sowie der Polizei trafen sich am 20. Januar 2010 zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch an der 5. Konferenz der Rettungsdienste im Bodenseeraum in Münsterlingen im Kanton Thurgau. Das Treffen stand unter der Schirmherrschaft der Kommission Gesundheit und Soziales der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK). Ziel der Treffen ist es, die Zusammenarbeit im Rettungsbereich rund um den See kontinuierlich zu stärken und auszubauen.

"Die Idee der Zusammenarbeit der Rettungsdienste im Bodenseeraum soll weiter ausgebaut und gestärkt werden, um die Möglichkeit zu bieten, fachliche und aktuelle Themen im Rettungswesen gemeinsam und grenzüberschreitend diskutieren zu können", so Roman Wüst, Generalsekretär vom Gesundheitsdepartement St.Gallen und Vorsitzender der IBK-Kommission Gesundheit und Soziales an der 5. Konferenz der Rettungsdienste im Bodenseeraum, die am 20. Januar in Münsterlingen im Kanton Thurgau stattfand. "Die Rettungskräfte stehen oft vor besonderen Herausforderungen. Der Erfahrungsaustausch untereinander und der Blick über die Grenzen ist dabei von großem Nutzen", so Wüst weiter.

Der Thurgauer Regierungsrat Bernhard Koch, Chef vom Departement für Finanzen und Soziales verwies bei seiner Begrüßung unter anderem auf die enge Kooperation zwischen dem Kanton Thurgau und dem Landkreis Konstanz, wo im vergangenen Jahr 22 Einsätze in Konstanz vom Rettungsdienst aus dem Thurgau abgedeckt wurden und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gut funktioniere. Fritz Zweifel, Gemeindeammann von Münsterlingen dankte den Rettungsdiensten für ihre Einsätze zugunsten des Gemeinwohls.

Wie funktioniert der Alltag
Lernen von anderen ist das, was die rund 50 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewegte, um als Verantwortliche von luft-, boden- und wassergebundenen Rettungsdiensten bereits zum fünften Mal zu den Treffen, das in diesem Jahr in den Psychiatrischen Kliniken des Kantonspitals Münsterlingen stattfand, zu kommen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Harry Huber, Koordinator des Rettungswesens im Kanton Thurgau und Leiter der Sanitätsnotrufzentrale 144, der auch über den Aufbau und Organisation des Rettungswesens im Kanton Thurgau berichtete.

Über einen Master-Studiengang Rettungsdienstmanagement, der spezielle Kenntnisse über die Leitung und Organisation von Rettungsdiensten bietet und mit einem Master of Science abschließt, informierte der Betriebsleiter des Rettungsdienstes vom Kantonsspital St.Gallen Günter Bildstein.

Risiken im Alltag des Rettungsdienstes
Dr. Roland Albrecht von der schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) machte sich Gedanken und referierte zu "Risiken im Alltag des Rettungsdienstes" am Beispiel des tragischen Lawinenunglückes im Berner Oberland Anfang Januar, das einem Schweizer Rettungsarzt das Leben kostete. Das Beispiel warf die Frage auf, welches Risiko dürfen, können und sollen Retter auf sich nehmen in Bezug auf die Risikobereitschaft der Gesellschaft? Er unterstrich in seinen Ausführungen auch, wie wichtig es ist, ein Krisenkonzept bereit zu halten, um im Ernstfall darauf zurückgreifen zu können.

21.01.10: Große Automarken pflegen ihre Tradition auf dem Oldtimer-Event

AUDI, VW, BMW, MERCEDES, OPEL und PORSCHE sind auf der KLASSIKWELT BODENSEE mit einem Markenstand präsent.

Friedrichshafen - Die großen deutschen Automarken sind auf der dritten KLASSIKWELT BODENSEE dabei: AUDI, OPEL, PORSCHE, MERCEDES, BMW und VW werden auf dem Oldtimer-Event vom 3. bis 6. Juni 2010 in Friedrichshafen mit einem Marken oder einem Clubstand vertreten sein und interessante Fahrzeuge auf dem Rundkurs präsentieren: „Die Präsenz der Automobilfirmen zeigt deutlich, dass die Tradition ein immer wichtigeres Marketinginstrument darstellt und unsere Plattform am Bodensee für die Branche attraktiv und wichtig ist“, betont Messechef Klaus Wellmann. Zeitgleich stehen auch im Rahmen der "the electric avenue" Elektroautos im Rampenlicht.

Die Oldtimerfans und die Freunde von neuen Antrieben dürfen gespannt sein auf die Show-Elemente zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Von Flugschau bis Dampfbootrennen, von Rennautos bis Oldie-Shuttlebus – die KLASSIKWELT BODENSEE ist ein Erlebnis für alle Sinne.

Mit ihrem neuen Konzept bringt die KLASSIKWELT BODENSEE viel Schwung und Bewegung in die Szene. Im Fahrerlager in der Halle A6 wird an historischen Rennfahrzeugen und alten Renn-Motorrädern geschraubt und gefeilt, damit bei den täglichen Demonstrationsfahrten auf dem Dekra-Messerundkurs auch alles läuft. Mit dem Raketenwagen „RAK2“ bietet OPEL aus Rüsselsheim eine besondere Attraktion.

In der großen Clubwelt sind die Oldtimer-Verbänden DAVC und Deuvet sowie viele regionale Clubs wie die Renngemeinschaft Graf Zeppelin aus Friedrichshafen oder die Oldtimerfreunde aus Vorarlberg vertreten. Die großen Automobilhersteller wie AUDI, VW, BMW, MERCEDES, OPEL und PORSCHE unterstützen ihre Clubs und zeigen Präsenz mit einem Markenstand am Bodensee. Thomas Frank, Leiter Audi Tradition: „Wir freuen uns sehr auf die KLASSSIKWELT BODENSEE. Gerne präsentiert Audi Tradition auf Ihrem wunderschönen Flecken Erde die Audi Elektro-Geschichte mit Automobilen, welche bis in die 1920er Jahre zurückreichen."

Während heute Elektroantrieb und Hybridfahrzeuge ein Thema sind, gab es vor über 100 Jahren bereits ähnliche Entwicklungen. Dampfautos und Elektrofahrzeuge prägten die Entwicklung, bis sich der Verbrennungsmotor durchsetzte. Die Sonderschau im Foyer West bildet den Übergang zur "the electric avenue-expo“, die sich in der Rothaus Halle/A1 mit der nachhaltigen Mobilität beschäftigt.

„Monte Carlo-Feeling am Bodensee“ heißt es am Samstagabend. 140 Oldtimer fahren zur Freude der Oldtimer-Fans und des Publikums in einem Autocorso durch die von einigen zehntausend Zuschauern gesäumte Innenstadt.

Weitere Informationen im Internet unter www.klassikwelt-bodensee.de und www.tea-expo.de.

22.01.10: Marazzi/De Maria verpassten Wunder nur knapp

RIO DE JANEIRO (Brasilien) - Letzter Lauf der Starboot-WM in Rio: Rechnerisch hatten einzig noch Flavio Marazzi und Enrico De Maria die Chance, Olympiasieger Iain Percy/Andrew Simpson (Gb) die Goldmedaille streitig machen. Und beinahe hätten die Schweizer das fast Unmögliche möglich gemacht…

Die Ausgangslage war klar: Gold ist nur noch möglich, wenn Marazzi/De Maria gewinnen oder mindestens Platz zwei holen und die Leader Iain Percy/Andre schlechter als auf Position 11 klassiert sind. Eine Mission impossible? Schon in der zweiten Regatta holten sich Marazzi/De Maria den Laufsieg und das Duo Percy/Simpson landete auf Platz 11…

So wurde allgemein ein Rennen im Rennen erwartet. Ein Matchrace zwischen Marazzi, der aktuellen Nummer 1 der Welt, und Iain Percy, dem Olympiasieger von 2008. Doch es kam anders. Steuermann Flavio Marazzi und Vorschoter Enrico De Maria gaben mächtig Gas, Percy/Simpson hingegen waren relativ schnell weg vom Fenster, segelten so um Position 20 bis 25.

Bei Regatta-Halbzeit lagen Marazzi/De Maria auf Platz 2, waren damit theoretisch Weltmeister. Doch vorne lagen die Boote sehr eng beieinander und bei der dritten Mark erschienen die beiden nicht mehr in den Top 10. Jetzt galt es, die Silbermedaille zu sicher. Am Ende holten sich Marazzi/De Maria mit einem 12. Rang souverän die Silbermedaille. Wer hätte das gedacht, nach dem Fehlstart mit dem 30. Platz am ersten Tag? Die Bronzemedaille ging an Torben Grael/Marcelo Ferreira, die damit die Ehre der ansonsten geschlagenen Brasilianer halbwegs retten konnte.

Gewonnen wurde das 6. Race von den Amerikanern Mark Mendelblatt und John Von Schwarz, die am Ende Platz 22 belegten. Die weiteren Resultate der Schweizer, deutschen und österreichischen Teilnehmer entnehmen Sie der Ergebnisliste.

Endergebniss >

22.01.10: Mehr als 20 Millionen Franken Spendenzusagen

„Ein grosses Dankeschön an die Schweizer Bevölkerung, welche so grosszügig auf den Aufruf der Glückskette für die Erdbebenopfer auf Haiti reagiert hat. In achtzehn Stunden haben wir 20'828'008 Millionen an Spendenzusagen erhalten!“ Mit diesen Worten schloss Félix Bollmann, Direktor der Glückskette, den Sammeltag ab.

Zusammen mit den 4,4 Millionen Franken Spenden, welche bereits im Vorfeld des Sammeltages auf das Postkonto der Glückskette eingegangen sind, beträgt das provisorische Spendentotal 25'228’008 Millionen Franken. Die tatsächlich eingetroffenen Spenden nach dem Sammeltag waren in der Vergangenheit immer wieder höher als die Spendenzusagen. Deshalb ist der Betrag noch nicht definitiv.

Während des Sammeltags standen in der ganzen Schweiz 120 Telefonlinien zur Verfügung, welche von rund 730 freiwilligen Telefonistinnen und Telefonisten bedient wurden. In Bern haben die Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und die Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer während einer Stunde ebenfalls Spenden am Telefon entgegengenommen. Viele der Anrufenden haben ihrer tiefen Betroffenheit Ausdruck gegeben.

Die Spendenbeträge bewegten sich zwischen 5 Franken und 1 Million. Mehrere Unternehmen haben die Sammlung mit Beträgen von bis zu einer Million und mehr unterstützt.

Spenden sind weiterhin online oder auf das Postkonto 10-15 000-6 (Vermerk «Haiti») möglich - Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Poststelle auf. Für Postkontoinhaber gibt es die Möglichkeit per SMS zu spenden: Vermerk Haiti und Betrag an die Kurznummer 363 (0.20 CHF/SMS) senden. Beispiel: Haiti 50.

Donnerstag, 21. Januar 2010

21.01.10: Gründung der blu26 International Class Association

Am vergangenen Dienstag den 19.1.2010 gründeten begeisterte blu26 Segler die blu26 International Class Association im Yacht Club Zug.

Die Vereinigung setzt sich zum Ziel, die blu26 Klasse zu fördern, Regatten zu organisieren und Eigner sowie Segler zu verbinden. Der frisch gewählte Vorstand besteht aus Daniel Lucchini (Präsident), Joëlle Müller (Kassiererin) und Mark Griesmaier (Sekretär). Christian Bolinger und Christian Scherrer besetzen die technische Kommission.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage per Email auf info@blu26.org und bald auch auf der blu26 Klassen Webseite www.blu26.org.

21.01.10: Integra-Yachting mit einer Neuheit

Integra Yachting GmbH Romanshorn präsentiert unter Delphia Yachs ein neues Motorboot: Delphia 1050 Escape, dass vor allem Segelaussteiger begeisterten wird.

Auf der boot zeigt Ihnen Peter Lüthi, Inhaber der Integra Yachting GmbH auf dem Stand von Delphia Yachts in der Halle 04, Stand A58 das auch für den Bodensee sehr geeignete Motorboot.

Daneben zeigt Delphia Yachts auch das ganze Programm an Segelyachten.

21.01.10: Erste InWaterBoatShow am Bodensee

Am Schweizer Bodenseeufer, in Bottighofen, werden vom 20. bis 22.8.2010 erstmalig alle Neuheiten im Bereich Segelyachten und Motorboote sowie Segel und Zubehör im Rahmen einer InWaterBoatShow gezeigt. Der Besuch der innovativen Ausstellung ist kostenlos.

Der neu gegründete Verein IWBS InWaterBoatShow mit den Vorständen Eugen Munz, Rolf Müller und Willi Krüger hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Alle namhaften Segel- und Motorboot-Händler zeigen ihre Neuheiten im authentischen Umfeld, direkt im Wasser liegend. In einer eigens errichteten kleinen Zeltstatt informieren die Segelmachereien über das perfekte Tuch, die Anbieter von Bordelektronik und technischem Zubehör sind ebenso vertreten wie die Fachleute für Versicherungs- und Finanzierungs-Angelegenheiten.

„Von unserer Idee, die Neuheiten und Information in konzentrierter Form zu präsentieren, waren die Werften von Anbeginn an begeistert“, so die Aussage der Verantwortlichen Munz, Müller und Krüger. Dies bestätigen auch die spontanen Zusagen der verschiedenen Unternehmen.

Die Marina Bottighofen bietet durch die großzügige Anlage nicht nur das richtige mediterrane Flair, es gibt auch ausreichend Platz, die Ausstellungsstücke optimal zu präsentieren.

Auch für das leibliche Wohl sorgen Verpflegungsinseln. Und beim täglichen Sundowner mit Livemusik gibt es ausreichend Gelegenheit für ausführliche Fachsimpeleien mit Kollegen.

Das Hafengelände Bottighofen ist ideal gelegen - entweder für die Anfahrt mit dem eigenen Schiff direkt nach Bottighofen oder Kreuzlingen, vom deutschen Bodenseeufer mit den Linienschiffen der Bodenseeschifffahrt oder per Auto. Über Parkplätze und Zubringershuttle wird auf der Homepage rechtzeitig informiert.

InWaterBoatShow Hafengelände Bottighofen
20. - 22. August 2010
Öffnungszeiten:
Freitag: 11:00 - 20:00 Uhr
Samstag: 10:00 - 20:00 Uhr
Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

21.01.10: Marazzi/De Maria bereits auf Platz 2!

Die Schweizer Flavio Marazzi und Enrico De Maria liegen nach dem 5. Race (Platz 6) bereits auf dem 2. Platz mit 17 Punkten (mit Streicher)! Die führenden Briten Iain Percy und Andrew Simpson weisen einen Vorsprung von 8 Punkten auf die zweiten Marazzi/De Maria auf.

Gewonnen wurde das 5. Race von den Amerikanern Rick Merriman und Phil Trinter, die auf dem 17. Zwischenrang liegen. Die Resultate >


Merriman/Trinter (Photo: Marcelo Rhenius/Regattapix-ICRJ)

Bericht Homepage Marazzi
Die fünfte Regatta der Starboot-WM in Rio war die bisher am härtesten umkämpfte Entscheidung. Die zahlreichen Zuschauer auf und neben dem Wasser (in Rio war ein Feiertag) kamen in den Genuss von unzähligen Positionskämpfen und einem Herzschlagfinale.

Erneut waren Flavio Marazzi/Enrico De Maria nicht von Beginn an ganz vorne. Zwischenzeitlich auf Position 20, tauchte das Schweizer Starboot-Duo an der zweitletzten Mark erstmals in den Top 10 auf. Am Ende holten sich Marazzi/De Maria mit einem Super-Finish Platz 6. Die Regatta gewann Rick Merriman (USA), der damit einen brasilianischen Lauf-Doppelsieg durch Lars Grael und Torben Grael verhinderte.

Das Reglement sieht vor, dass nach der fünften Regatta das Streichresultat aktiviert wird. Mit dem gestrichenen 30. Platz vom ersten Tag und den vier darauf folgenden Top-10-Ergebnissen machen Marazzi/De Maria einen Sprung vom vierten auf den zweiten Platz im Gesamtklassement.

Vor dem letzten Tag ist die WM-Medaille damit zum Greifen nahe. Gold ist noch möglich, wenn Marazzi/De Maria in der letzten Regatta mindestens Platz zwei holen und die Olympiasieger Iain Percy/Andre schlechter als auf Position 11 klassiert sind. Im Kampf um die Silbermedaille liegen Marazzi/De Maria 14 Punkte vor den drittplatzierten Adler/Almeira.


Flavio Marazzi und Enrico De Maria

Mittwoch, 20. Januar 2010

21.01.10: Heute Sammeltag Glückskette für Haiti

In einer mehrstündigen Fernsehsendung hat am Dienstag das ZDF über 20 Mio. Euro gesammelt. Nun sind wir Schweizer dran!

Die Glückskette organisiert heute Donnerstag einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti. SF informiert aus diesem Anlass in einer Sondersendung über die Hintergründe der Erdbebenkatastrophe und die nun international angelaufene Hilfsaktion.

Der Sammelaufruf der Glückskette erfolgt in enger Zusammenarbeit mit 15 Partnerhilfswerken: Das Schweizerische Rote Kreuz, Terre des hommes - Kinderhilfe, HEKS, die Heilsarmee, Enfants du Monde, Médecins du Monde, Caritas Schweiz, Fastenopfer, Iamaneh, Nouvelle Planète, Helvetas, Terres des hommes Schweiz, Handicap International, ADRA und Ärzte ohne Grenzen Schweiz (MSF) sind zum Teil seit Jahren in Haiti aktiv und können nun mit ihren lokalen Partnern sehr schnell reagieren.

Spenden auf verschiedene Arten
Während dem Sammeltag heute können Sie von 6 Uhr früh bis Mitternacht 24 Uhr über die Gratis-Telefonnummer 0800 87 07 07 Spenden anmelden.

Spenden sind auch jederzeit online über http://www.glueckskette.ch/ möglich.

Per Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Haiti») möglich - Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Schweizer Poststelle auf.

Ausserdem können Spenden via SMS überwiesen werden: SMS mit dem Text «Haiti», gefolgt vom Betrag an die Kurznummer 363 senden (z.b. Beispiel: «Haiti 50» an 363.

Sondersendung von SF 1 um 20 Uhr mit Liveschaltungen
Die SF-Sondersendung «Erdbeben in Haiti» zum Glückskette-Sammeltag wird um 20 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt. Moderiert wird sie von Urs Leuthard.

20.01.10: Countdown zum 33. America's Cup

33. America's CupValencia, Spanien - Weniger als drei Wochen vor dem ersten Rennen des America's Cup organisierte Alinghi auf seiner Basis in Valencia einen „Open Day“ für Medien aus aller Welt. Hier erfuhren Medienvertreter alles über das Segeln und darüber, was sie in nur 19 Tagen erwarten wird. Leider konnte Alinghi 5 nicht segeln, weil der Wind zu stark war. Dies allerdings gab den Besuchern die Gelegenheit, das Boot aus der Nähe zu betrachten.

Alinghi-Teampräsident Ernesto Bertarelli und Teamskipper Brad Butterworth eröffneten den Tag mit einigen Worten zum Renntraining mit Alinghi 5 in Valencia: „Wir sind bereit, wir segeln, das Team steht und ist mit Freude bei der Sache. Gestern haben wir endlich auch unseren Mitbewerber segeln sehen und es scheint, dass sie auch bereit sind. Also lasst die Rennen beginnen und lasst uns am 8. Februar den Startschuss geben für einen grossartigen America's Cup. Wir sollten die Schwierigkeiten und Diskussionen der letzten zwei Jahre hinter uns lassen und schauen, wer das schnellste Boot hat“, erklärte Bertarelli.

Segeln und Sport waren die Themen des Tages mit den Workshops „AC33: Der Match“ von Ed Baird, einem der Alinghi-Steuermänner, und „Alinghi 5: Das Design und die technischen Herausforderungen“ von Rolf Vrolijk, Chefdesigner, und Silvio Arrivabene, Konstruktions- und Planning-Manager. Leider konnten, wie so oft während dieses 33. America's Cups, die jüngsten rechtlichen Manöver nicht ausgeblendet werden. Ernesto Bertarellis Antwort auf die jüngste Taktik des amerikanischen Teams war: „Ich bin hier wegen des Segelns dabei, nicht wegen des Rechtsstreitigkeiten. Schon im Jahr 2000 als wir das Team lancierten war unser Ziel das Segeln und daran hat sich nichts geändert. Jetzt sehen wir uns mit der neunten Rechtsklage von BMW Oracle konfrontiert: mit ihrer spezielle Interpretation der Regel ‚Im Land gebaut'. Unser Boot stimmt mit der Deed of Gift überein, aber falls BMW Oracle weiterhin unsere Segel anfechtet, sollten sie auch ihre eigenen Probleme nicht vergessen, angefangen mit der Tatsache, dass ‚USA' ein französisches Boot ist. Darüber hinaus haben sie die Jury heute Morgen um Schadenersatz ersucht. Offensichtlich zielt die Strategie von Ellison und seinem Team darauf ab, sich möglichst viele Vorteile über die New Yorker Gerichte zu verschaffen. Das haben sie bis jetzt ziemlich gut gemacht aber wie auch immer. Was zählt, ist wer am 8., 10. und 12. Februar gewinnt.

Nachdem die Sailing Instructions (SI) und die angepasste Notice of Race (NOR) kürzlich publiziert worden waren, ging Alinghi-Teamskipper Brad Butterworth kurz auf diesen Prozess ein: „Entwürfe der NOR und der SI gingen zwischen den Teams, der Jury und dem Hauptrennverantwortlichen Harold Bennett hin und her. Ich bin ein wenig enttäuscht darüber, dass wir uns vielleicht eine Schadenersatzforderung präsentiert wird wegen kleiner formaler Elemente der Sailing Instructions, die seit langem in der NOR waren. Wir sind in der gleichen Position wie viele Yachtclubs rund um die Welt: der SNG obliegt die Verantwortung, eine Regatta auszurichten. Wenn der GGYC der Defender wäre, hätten sie das Recht die Notice of Race und die Sailing Instructions herauszugeben, aber sie sind nicht der Defender. Es ist die Regatta der SNG. Wir haben versucht so offen wie möglich zu sein und haben sie um ihre Kommentare gebeten und viele davon auch in den verschiedenen Dokumenten implementiert, aber das reicht immer noch nicht, um sie davon zu überzeugen, dass die SNG die Regatta abhält und nicht sie. Wir freuen uns darauf, zu segeln; wir hatten hier manchmal gute Bedingungen, manchmal auch schwierige. Aber das Renntraining ist bisher gut verlaufen, deshalb freuen wir uns darauf, am 8. gegen sie zu segeln.“

Fotos >

20.01.10: Besichtigung Steg-Baustelle

Der Schiffsanlegesteg in Altnau wird ein ganz spezielles Bauwerk. Nicht nur der Arbeitsort ist aussergewöhnlich, auch das gewählte Bauverfahren stellt hohe Anforderungen an die beteiligten Unternehmen.

Am kommenden Samstag, den 23. Januar 2010, besteht die Möglichkeit, die Stegbaustelle unter fachkundiger Führung zu besichtigen. Nutzen Sie dieses Angebot, wissenswertes über Konstruktion und Bauweise zu erfahren. Bauleitung und Unternehmer sind anwesend und zeigen Ihnen gerne das entstehende Bauwerk.

Eine kleine Festwirtschaft wird durch Curdin Schenkel und die Stiftung Schmetterling geführt. Bei einem wärmenden Getränk können Sie Einblick nehmen in deren Engagement.

20.01.10: Überarbeitete Notice of Race für den 33. AC

Die Société Nautique de Genève hat die Sailing Instructions und eine überarbeitete Notice of Race für den 33. America's Cup herausgegeben (19.01.2010).

Um die Dokumente zu lesen, klicken Sie bitte hier:

> SNG letter issuing SIs and amended NOR
> 33rd America's Cup Sailing Instructions_100119
> Amended 33rd America's Cup Notice of Race_100119

20.01.10: Marazzi/De Maria immer nächer an der Spitze

Flavio Marazzi und Enrico De Maria belegten im Race vier den 4. Platz und totalisieren im Zwischenklassement 41 Punkte (noch ohne Streicher) und finden sich neue auf dem 4. Zwischenrang (30/1/6/4) mit guten Chancen auf das "Treppchen"!

Gewonnen wurde das Race 4 von den Briten Iain Percy und Andrew Simpson, die gleichzeitig auch die Gesamtführung mit 16 Punkten (2/11/2/1) übernommen haben. Wenn ihnen kein Lapsus passiert, werden sie die neuen Weltmeister! Die weiteren Klassierungen >


Sieger im Race 4 und führende im Zwischenklassement die Briten Iain Percy und Andrew Simpson (Photo: Marcelo Rhenius/Regattapix-ICRJ).

Dienstag, 19. Januar 2010

19.01.10: Alinghi - Rendezvous mit dem Segelteam

Der 45-jährige Franzose, der mehr als 100'000 Seemeilen auf Mehrrümpfern auf dem Buckel hat, bringt jahrzehntelange Mehrrumpf-Erfahrung ins Team; er hat die Transat Jacques Vabre zweimal gewonnen, ist vierfacher Sieger der Tour de'l Europe und hat „The Race“ an Bord des riesigen Katamarans „Club Med“ für sich entschieden. In jüngerer Vergangenheit hat er während der Saison 2007/08 – in der Saison, die alle Rekorde brach – an Bord von Groupama 3 viel Mehrrumpf-Erfahrung als Watch Leader und Steuermann gesammelt.

Profitt war hoch erfreut, als ihn Alinghi um Hilfe bei der Mehrrumpf-Kampagne anfragte: „Das ist eine grossartige Chance. Es ist aussergewöhnlich, Teil des Design- und des Segelteams zu sein. Es ist ein tolles Abenteuer und eine hervorragende Möglichkeit, all das Wissen und die Erfahrung anzuwenden, die ich in den letzten 25 Jahren auf Mehrrümpfern gesammelt habe. Im Prinzip besteht mein Job darin, das Boot so schnell wie möglich zu machen und zu schauen, wie wir weitere Fortschritte machen können.“

Seine Zeit an Bord des grossen Mehrrümpfers Groupama 3 hat ihm sicherlich geholfen, Profitt streicht aber auch einige grosse Unterschiede heraus: „Groupama 3 ist wie ein Rallye-Wagen und kann überall segeln, in der ganzen Welt, mit viel Wind und Wellen. Alinghi 5 ist mehr wie ein Formel-1-Bolide, für Rennen am Tag ausgerüstet, bei leichten bis mittleren Winden. In Frankreich sind wir es uns nicht gewohnt, über solche Budgets und Möglichkeiten zu verfügen und wir haben hier ein riesiges Designteam im Vergleich zu all den anderen Projekten, bei denen ich vorher engagiert war. Es sind also wirklich zwei völlig unterschiedliche Projekte."

Profitt rechnet nicht damit, dass er beim America's Cup selber an Bord sein wird. Dies stört ihn aber nicht, wie er selber sagt: „Das Aufregende ist, dieses Projekt mit dem Designteam und dem Segelteam zu teilen, weil ich eng mit beiden zusammengearbeitet habe. Ernesto steckt sehr viel Leidenschaft in dieses Projekt und alle Leute, die am Projekt beteiligt sind, erledigen ihren Job hervorragend. Es wird ein toller Moment, wenn Alinghi 5 erstmals die Startlinie überquert.“

Foto: Frank Profitt (Photo credit: Jose Delgado/Alinghi)

19.01.10: Alinghi wehrt sich gegen Oracle-Forderung

Alinghi hat sich geweigert, eine von Challenger BMW Oracle per sofort verlangte Einverständnis-Erklärung zu unterschreiben. Damit geht das juristische Seilziehen zwischen den zwei America's-Cup-Teams weiter.

BMW Oracle besteht darauf, dass Alinghi den letzte Woche in Singapur ausgehandelten Vertrag unterzeichnet, der die Modalitäten um die 33. Austragung der ältesten Segelregatta der Welt regelt. Im Gegenzug wollen die Amerikaner die Klage zurückziehen, die sie in New York eingereicht haben. Dabei geht es um die Segel von Alinghi, die nach Ansicht von BMW Oracle "illegal" in den USA hergestellt worden sind.

Am 8. Februar soll der Start zum 33. America's Cup erfolgen, der durch diesen erneuten Streit stark gefärdet ist.


Alinghi 5 vor Valencia (Photo credit: Luca Butto'/ Alinghi)

19.01.10: Konzerthaus soll ganz modern werden

Noch ist alles streng geheim, doch erste Details zu den Planungen für das Konzert- und Kongresshaus in Konstanz sickern durch. Auf Klein Venedig soll ein Architekturbüro aus Österreich zum Zug kommen, berichtet heute der Südkurier.

Diejenigen, die die Entwürfe des Bregenzer Büros Dietrich/Untertrifaller in einer Geheimsitzung bereits sehen durften, sind voll des Lobes. Zwar dringt nur wenig zu den Ergebnissen der letzten Sitzung der Beurteilungskommission nach aussen, doch klar scheint: Die Fachleute sowie die Politiker im Gremium haben einer modernen Architektur den Vorzug gegeben. Auch der andere Finalisten-Entwurf soll nächsten Donnerstag im Gemeinderat präsentiert werden: Ein ovaler, von Säulen umfangener Bau, der bereits als "Walhalla" oder "Mausoleum" tituliert wurde.

Das siegreiche Bregenzer Büro mit Niederlassungen in Wien und St. Gallen hat bereits eine grosse Bandbreite von privaten, öffentlichen und gewerblichen Bauten vorzuweisen. Unter anderem zeichneten Dietrich/Untertrifaller für die spektakuläre Erweiterung des Festspielhauses in Bregenz verantwortlich. Auch ein Teil der Wiener Stadthalle wurde von dem Büro geplant. Alle Architekten in dem Verfahren hatten einschlägige Erfahrung in ähnlichen Bauprojekten wie dem auf Klein Venedig vorweisen müssen.

19.01.10: bluboats an der Boot in Düsseldorf

Besuchen Sie uns vom 23. - 31. Januar 2010 an unserem Stand an der Boot in Düsseldorf. Gerne zeigen wir Ihnen in der Halle 17 am Stand 17C04 unsere blu26.

Nebst Christian Scherrer und Christian Bolinger vom Bluboats Team heissen Sie die deutschen Vertriebspartner Stephan Eder und Florian Hornsteiner vom Sailingcenter Tegernsee ganz herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. bluboats gmbh

Weitere Informationen zur Boot finden Sie hier.