
An vorderster Front koordiniert Magali diese Gewaltsaufgabe, ihre Arbeitstage bestehen zurzeit locker aus 15 Stunden und mehr…auch für sie wird der Start eine Befreiung sein! Dominique und Michèle ihrerseits jonglieren die gewaltige Nachfrage nach Interviews, nehmen an den letzten, von der Rennleitung organisierten Briefings teil und überwachen die letzten Arbeiten. „Wir sind nicht im Rückstand“, kommentiert Dominique, „aber wir liegen zeitlich auch nicht voraus. Die Uhr bis zum Start tickt, und wir müssen die Zeit so gut nutzen wie nur irgendwie möglich“.
Heute Nachmittag hat das technische Team der Mirabaud das Backbordruder herausgenommen, um ein kleines Vibrationsproblem zu beheben. Hier der Einsatz von Sandpapier, da ein bisschen Farbe und schon ist wieder alles in perfekter Harmonie. Auf dem Ponton türmen sich ausserdem Kisten und Seesäcke, dann kommt alles zum Steg, an welchem die Mirabaud liegt, wo dann jedes Stück seinen Platz findet, wie vorgängig minutiös geplant. Was für ein atemberaubender Kontrast zwischen dem gestrigen Tag, dem 26. Dezember, welcher in Spanien ein Feiertag war und dem heutigen Montag. Gestern war Barcelona eine schlafende Schönheit. Sowohl die technischen Teams als auch die Segler profitierten noch ein allerletztes Mal von einem freien Tag vor der stressigen Endphase.
Doch seit Montagvormittag brummt’s im Bienenhaus wieder. Es bleiben weniger als einhundert Stunden bis zum Start, ein fast lächerlich kurzer Zeitraum verglichen zum dreimonatigen Rennen. Doch wie wir ja alle wissen, liegt der Teufel bekanntlich im Detail.