Montag, 30. November 2009

30.11.09: Alinghi 5 - eintägige Pause nach kleinem Schaden

Alinghi 5 wird heute Abend in Ras al-Khaimah aus dem Wasser gezogen, nachdem das Boot einen kleinen Bruchschaden erlitten hat, während es bei unüblich rauer See im Arabischen Golf segelte. Der riesige Katamaran wird nun einer Kontrolle unterzogen und repariert und ist dann wieder bereit für mehr Trainings in den kommenden Tagen.


Alinghi 5 in Ras Al Khaimah, UAE (Photo credit: Jose Delgado / Alinghi)

Alinghi.com spricht mit Brad Butterworth, dem Team-Skipper von Alinghi:

Wie waren die Bedingungen heute?
Brad Butterworth: In den letzten Tagen hat der Wind unserer Meinung nach die maximale Stärke für diese Boote erreicht und das Meer wurde jeden tag noch aufgewühlter. Heute war es für uns ein wenig zu viel und wir hatten einen Zusammenbruch mit dem Boot, der uns einen Tag kosten wird. Es zeigt einfach, dass man mit diesen Booten an Grenzen stösst und wir sollten sicher sein und uns an diese Grenzen halten.

Wann wird auf dem Boot voraussichtlich wieder gesegelt?
BB: Wir könnten bis am Mittwoch wieder im Wasser sein, aber es ist zu viel Wind vorausgesagt; im Moment geht hier eine richtige Front durch...Hoffentlich können wir am Donnerstag wieder segeln.

Kannst Du mehr über den Bruch sagen?
BB: Wir hatten einen kleinen Bruchschaden im Boot, aber es hatte nichts zu tun mit den Modifikationen, welche wir vorgenommen hatten. Es war etwas, das wohl auch sonst gebrochen wäre und es ist nur ein Teil des Entwicklungsprozesses, den wir gegenwärtig durchlaufen.

30.11.09: Regatten 2010 Online

Kurz nach der letzten Regatta sind auch schon die neuen Daten für das kommende Jahr 2010 unter IBN-Online abrufbar.

Vereine können auf BN ihre speziellen Regatten - Programme ausschreiben lassen. Melden Sie sich einfach unter webmaster@br-net.ch mit den nötigen Unterlagen an.

Denken Sie auch daran, unter BN Ihre Vereinsnachrichten einer breiten Öffentlichkeit anzubieten. Dies ist für Clubs völlig kostenlos.

30.11.09: Alinghi mit neuem Teamsponsor

Alinghi gibt WISeKey als Teamsponsor für den 33. America's Cup bekannt.

Ras al-Khaimah - Alinghi, Defender des 33. America's Cup, ist stolz, das Schweizer Digital Security Unternehmen WISeKey als Team-Sponsor für seine Verteidigung der ältesten Sport-Trophäe 2010 bekannt zu geben. Dies ist der zweite Hauptpartner des Teams seit der Lancierung von Alinghi 5 im Juli 2009.

WISeKey unterstützte den Schweizer Defender bereits während der 32. Kampagne und erneuert diese siegreiche Partnerschaft für die nächsten Monate. Sie werden dazu beitragen, dass wichtige Wettkampfdaten, die den Schlüssel zu einer erfolgreichen Titelverteidigung bilden, geschützt sind.

„Wir freuen uns sehr, WISeKey als Sponsor von Alinghi für den 33. America's Cup zu begrüssen. Als Team müssen wir auf vertrauliche Informationen wie beispielsweise Designdaten zugreifen und diese weitergeben, deshalb ist Sicherheit in unserer Kampagne um den erneuten Sieg im America's Cup eine absolute Priorität. Unsere Partnerschaft mit WISeKey gewährleistet, dass wir den optimalen Schutz haben”, sagte Alinghis Team-Präsident Ernesto Bertarelli.

Carlos Moreira, Gründer und Vorsitzender von WISeKey, äussert sich ebenfalls zur heutigen Ankündigung: „Wir sind stolz, dass wir der einzige Provider für Alinghis elektronische Sicherheitslösungen sind. WISeKey hat mit Alinghi viele Werte gemeinsam. Wir glauben beide an Integrität, an Exzellenz und vor allem an erstklassige Technologie. Wir wissen zudem, wie man in der Schweiz Siegerorganisationen aufbaut.”

Während diesem 33. America's Cup wird WISeKey eine neue Generation von e-Security-Produkten lancieren. Zum Beispiel eKey+, das auf die Organisation und die Sicherheit von grossen Events ausgerichtet ist.

Alinghi trainiert und testet seinen riesigen Katamaran zurzeit von der Teambasis in Ras al-Khaimah, VAE, aus.

WISeKey ist neben dem Schweizer Uhrenfabrikanten Hublot Teamsponsor.

30.11.09: Flottes Tempo bei der "Eisernen"

Heute berichtet der Südkurier Konstanz im Regionalsport über die "Eiserne" vom Samstag 29. November. "Den Gesamtsieg bei der Regatta der Eisernen vor Konstanz errangen mit tollen Leistung von 32 gesegelten Minuten und einer Yardstickverrechnung auf 38:23 Minuten die beiden Konstanzer Jungs Tim und Tom Lange!"


Schöner Wind an der "Eisernen 2009" - Foto: DSMC

Bereits nach 28:14 Minuten ging das erste Boot, eine RC 27, über die Ziellinie bei der „Eisernen“, am Steuer der Schweizer Claas van der Linde. Nach Yardstickkorrektur segelte er jedoch mit einer berechneten Zeit von 44:07 in der Klasse der Mehrrumpfboote auf Platz zwei und musste Markus Enzensperger mit einer korrigierten Zeit von 40:29 Minuten (bei 31:10 gesegelter Zeit) den Vortritt lassen. Tim und Tom Lange, die beiden 18- und 19-jährigen Nachwuchstalente des DSMC, die 2007 bei der WM in Australien starteten und inzwischen an der Sportschule Kiel im Kader trainieren, sind samt ihrem 49er extra aus Kiel angereist, um hier bei der „Eisernen“ mitzusegeln. Sie wollten ein bisschen Bodenseeluft schnuppern, Freunde treffen und natürlich in ihrem „alten“ Club zeigen, was sie dazugelernt haben. Zwölf Stunden mit dem Bootsanhänger über die Autobahn, 800 Kilometer für eine Segelregatta mit einem einzigen Lauf - das nennt man Sportsgeist. Inzwischen an das rauere Klima und die kabbeligen Wellen der Ostsee gewöhnt, hatten sie am Samstag hoch in Luv eine sehr gute Startplatzierung und konnten sich schon nach wenigen Metern vom Feld absetzen, während hinter ihnen in der Menge ziemliche Hektik ausbrach.

Da gab es bei drei bis vier Beaufort und heftigen Böen aus West-Südwest unkalkulierte Frühstarts, Raumrufe und Kollisionen, die Kringel nach sich zogen. Eine Longtze verfing sich, zum Glück ohne größeren Schaden, im Backstag einer X 99, wodurch beide Boote ihre gute Position verloren. Während die zweite Startgruppe noch auf ihren Signalschuss wartete, zogen die Spitzenreiter an der Wendetonne vor Konstanz in Folge des „traumhaften Windes“ schon den Spi und brachten damit das Fernsehteam auf dem Begleitschiff in Zugzwang. Sollten sie nun das Wendemanöver oder den zweiten Start filmen, oder ihre Objektive lieber ob des rasanten Segeltempos schon auf die Ziellinie richten?

Auf der Bahn selbst war durchgehend Konzentration gefragt. Ganz offensichtlich hatten einige Steuermänner Probleme damit, das Geschwindigkeitspotenzial der unterschiedlichen Schiffstypen richtig einzuschätzen, weshalb viele Wendemanöver des letzten Augenblicks beobachtet wurden. Spritzende Gischt, in Böen flatternde Spinnaker, das Konzil hinter einem Wald von Segelmasten verschwunden, 29er, die mit einer 8m-Rennyacht gemeinsam um die Tonne wenden und dahinter ein Zweimaster mit zwei Klüver-, Besanstag – und zwei Großsegeln, Mannschaften mit Nikolausmützen - oder im Engelskostüm; jede Menge Fotomotive und Gesprächsstoff für die Beobachter auf dem vollbesetzten Zuschauerboot.

Besonders lustig die Crew vom „Schnokenwiible“ (WYC) um Skipper Alexander Ulmer, die auch den Preis für die schönste Yacht erhielt. Sie war komplett in Nikolauskostüme gekleidet, hatte ein Tannenbäumchen samt Kugelschmuck an der Reling und unter ihrer Saling schaukelte eine übergroße Nikolauspuppe.

Nach 1:34,23 Stunden ging als letztes Boot die Nina, eine Sailart 18, über die Ziellinie. So konnten schon gegen 14.30 Uhr die Bojen wieder eingeholt werden. Das war seit Jahren die schnellste Eiserne, denn meist lagen die Sieger im Bereich von eineinhalb Stunden, die letzten Boote schafften es in drei bis vier Stunden gerade zum Sonnenuntergang zurück in den Hafen. „Gegen die Flautenschieberei und den Nebel in den letzten Jahren wettertechnisch eine Idealregatta“, bilanzierte Ralph Uebelen vom DSMC.

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Samstag, 28. November 2009

28.11.09: Ein verlängerter Bugsprit für Alinghi 5

Nach einigen langen Tagen und Nachtschichten für die Landcrew und einige Segler und Designer ist Alinghi 5, der riesige Katamaran des Defenders, am Freitag wieder aus der Bootshalle in der Team-Basis in Ras al-Khaimah, VAE, hervorgekommen. Wenn man genau hinschaut, sieht man den Unterschied!

Und für den Fall, dass Ihr die Unterschiede nicht seht, hat sich Alinghi.com mit Grant Simmer unterhalten, dem Koordinator des Design-Teams:

Was ist in der Bootshalle in den letzten Tagen passiert?
Grant Simmer: Seit wir das Segeltraining in Ras al-Khaimah vor sechs Wochen aufgenommen haben, sind wir fast jeden Tag auf dem Wasser gewesen und daraus hat sich logischerweise eine lange Liste von Sachen ergeben, die wir entwickeln, respektive verbessern müssen. In den letzten Tagen haben nun die Landcrew und die Segler sehr hart gearbeitet, um diese Sachen zu erledigen. Die grösste Aufgabe war das Ersetzen der vorderen "Spine": jetzt haben wir eine längere "Forward Spine" und das ganze Rigging, das damit verbunden ist. Die neue Spine anzupassen und sicherzustellen dass das Rigging die richtige Spannung hat, ist ein grosser Teil der heutigen Arbeit. Es brauchte rund 4000 Mannstunden, um die Spine in Villeneuve zu bauen und sie ist am letzten Wochenende in Ras al-Khaimah eingetroffen. Das Boot ist heute früh aus der Halle gekommen und wir nehmen nun einige strukturelle Tests vor, ehe wir am Wochenende wieder segeln.

Welchen Einfluss wird dieser verlängerte Bugspriet auf die Leistung von Alinghi 5 haben?
Grant Simmer: Der verlängerte Bugspriet gibt uns die Möglichkeit, mehr Segelfläche hinzuzufügen, und wird das Gleichgewicht auf dem Vorwind-Kurs beeinflussen. Auf der Amwind-Strecke ändert sich nichts; nur bei der Vorwind-Leistung des Bootes.

Wie geht ein solcher Entwicklungsschritt logistisch vonstatten?
Grant Simmer: Diese Projekte beginnen alle damit, dass die Segler und Designer die Entwicklungsbereiche definieren, dann geht es zu den Ingenieuren, welche die Komponenten zeichnen; danach ist die Reihe an der Landcrew und an den Bootsbauern in Villeneuve, wo die Teile gebaut werden, und schliesslich kommt es hierher, unter der Aufsicht von Leuten wie Tom Gurr, der die Landcrew hier in Ras al-Khaimah anführt. Nachdem es hier angekommen ist, hat Boots-Captain Piet van Nieuwenhuijzen die Installation organisiert, stets unter den aufmerksamen Augen der Ingenieure, welche sicherstellen, dass alles korrekt abläuft, so, dass wir über das Wochenende wieder sicher segeln können.

Alinghi 5 in der Halle (Photo credit: Javier Salinas / Alinghi)

Mittwoch, 25. November 2009

25.11.09: Alinghi heute vor der Berufungskammer

Der America's-Cup-Titelverteidiger hofft, dass Tradition und Rechte von der Berufungskammer bewahrt werden.

Der America's-Cup-Titelverteidiger, die Société Nautique de Genève (SNG), argumentierte heute vor der Berufungskammer des New York Supreme Court zur Verteidigung von zwei grundlegenden Rechten, die dem Titelverteidiger gemäss Deed of Gift zustehen: Das Recht, den Austragungsort zu wählen, und das Recht, gegen einen Challenger anzutreten, der sich an die Vermessungsbestimmungen der Deed of Gift hält.

„Der Defender hofft, dass die fünf Richter der Berufungskammer sein „Deed of Gift“-Recht stützt, das ihm erlaubt, den Austragungsort zu wählen und die Regeln zu bestimmen, wie es seit 158 Jahren und 32 Austragungen des America's Cup Tradition war. Wenn Richter Kornreichs Entscheid bestätigt wird, wäre dies das erste Mal in der Geschichte des Cups, dass der Titelverteidiger seines grundlegenden Rechts, den Austragungsort zu wählen, beraubt würde. Wir erwarten eine rasche Entscheidung vom Gericht, damit wir mit dem 33. America's Cup weitermachen und ihn endlich wieder aufs Wasser verlegen können“, sagte der Vice-Commodore der SNG Fred Meyer.

Hinweis an die Medien:Betreffend die Auswahl eines Austragungsorts und punkto Regeln des America's Cup hält die Deed of Gift klar fest: „Diese Meereskurse sollen […] vom Club, der den Cup innehält, gewählt werden; und diese Rennen sollen nach dessen Regeln und Segelbestimmungen gesegelt werden […]“

Die Deed of Gift besagt, dass die Rennen um den America's Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai auf der südlichen Hemisphäre gesegelt werden müssen, aber Richter Cahns „New York Supreme Court“-Verfügung vom 12. Mai 2008 dass „der Austragungsort Valencia, Spanien, sein soll oder irgendein anderer von der SNG gewählter Ort“ führte den titelverteidigenden Yachtclub, Société Nautique de Genève, dazu, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wählen.

Der Austragungsort in den Emiraten war aus verschiedenen Gründen gewählt worden: Wegen der günstigen Wetterbedingungen für einen „Deed of Gift“-Match im Februar, der Infrastruktur, die vom Land zur Verfügung gestellt wird, und wegen der grossen Erfahrung, welche die VAE in der Organisation von Weltklasse-Sportevents haben.

Dienstag, 24. November 2009

24.11.09: Die Varianta ist wieder da - Morgen ist die Präsentation in Berlin

Dehler baut wieder eine Varianta. Premiere bei der Boot und Fun: VA18. Berlin (SP) Bei der Messe Boot und Fun vom 25. bis zum 29. November 2009 in Berlin stellt die HanseYachts AG aus Greifswald erstmals die neue Varianta vor: Der trailerbare Klein-Kreuzer heißt nun VA18 und soll eine Legende wieder aufleben lassen, so hofft man bei HanseYachts. Der Segelkreuzer, der unter 10.000 Euro kosten soll, stammt diesmal aus der Feder des erfolgreichen Konstruktionsbüros Judel/Vrolijk & Co und wird in der Yachtwerft Dehler im sauerländischen Freienohl gebaut, die mittlerweile ebenfalls zur HanseYachts AG gehört!


Die Varianta (hier die Varianta 65) ist eine in Deutschland teilweise sehr verbreitete Segelbootsklasse. Es handelt sich um einen Kielschwerter, der von E. G. van de Stadt konstruiert und von der Bootswerft Dehler in den Jahren 1967 bis 1982 fast 4.000 Mal gebaut wurde. Foto: Manfred E. Fritsche, mef-presseservice

"Vor mehr als 40 Jahren hat die Varianta den Menschen Seebeine gemacht, sie zu echten Seglern werden lassen. Jetzt ist sie wieder da", heißt es bei HanseYachts. In Halle 25 werde man bei der Gala-Nacht der Boote am Mittwoch, 25. November 2009, ab 18 Uhr, einen "neuen, modernen Segelkreuzer mit Wurzeln in der Vergangenheit, aber mit Kurs Zukunft" präsentieren.

Jörn Bock, Marketing-Chef der HanseGroup: „Die Auseinandersetzung mit dem Wissen um Hintergründe, die Geschichte des Designs und der Bootsbautechniken sowie die Kenntnis der gegenwärtigen Möglichkeiten, sind die Voraussetzung für ein anspruchsvolles Produkt auf hohem Niveau. Wir studierten nicht, was Willi Dehler machte, sondern was er suchte. Die neue Varianta ist keine Reproduktion. Wir versuchen mit der VA 18 die Geschichte in die Gegenwart zu holen.“

Mit der Varianta 18 soll gleichzeitig ein neuer Vertriebsweg eingeschlagen werden: Die VA18 soll vor allem übers Internet verkauft werden.

Die Varianta hat Segelsport-Geschichte geschieben
Rückblick: Die Varianta war Ende der 60-er Jahre eigentlich nicht mehr als ein kleines Segelboot. Und sie wäre sicher nur eins unter vielen geblieben, hätte sie nicht zur richtigen Stunde ihren Stapellauf gehabt. Sie wurde ein Boot, das als "Rotkäppchen" Segelsport-Geschichte geschrieben hat. 1967 hat Willi Dehler die Varianta erfunden und dann fast 5000-mal gebaut. Sie war preiswert, segelte toll und war sicher. Die Varianta wurde zum Volksboot, das viele Menschen zu Seglern gemacht hat, viele davon sind es bis heute geblieben. Die Varianta eröffnete Menschen eine ganz neue Welt. Manche blieben ihrer Varianta treu, manche wurden erfolgreiche Regattasegler mit Meisterehren, einige sogar Weltumsegler. Variantas von damals segeln heute noch. Als Familien-, Freizeit- und sogar als Regattaboot.

Die Varianta war schnell. Ihr Riss stammt von E.G. van de Stadt, zur damaligen Zeit einem der besten Yachtkonstrukteure der Welt. Durch einlaminierte Auftriebskörper war die Varianta unsinkbar. Unkenterbar machte sie der hohe Ballastanteil. Zur Sicherheit auf dem Wasser gehörte ein starker Rumpf, der allen Beanspruchungen standhielt, ein solides Rigg und robuste Beschläge und gute Segeleigenschaften. Bequeme Sitzhöhe, Platz für vier Personen, eine praktische Pantry, viel Stauraum, Ablagen und gute Isolierung waren in einer Varianta serienmäßig. Die speziellen Slipptrailer ermöglichten ein besonders leichtes Trailern.

An all das knüpfen will man bei Dehler nun anknüpfen: "Aufgrund kluger Ideen, moderner Materialien und technischen Umsetzungmöglichkeiten wird die Varianta 18 so sein, wie Willi Dehler sie gerne gebaut hätte: Günstig aber hochwertig, pflegeleicht und dennoch state-of-the-art, robust und leicht zugleich, wohnlich und schnell. Hanseyachts bezeichnet sie als "Eier legende Wollmilchsau".

Schon Willi Dehler habe es als Herausforderung empfunden, einen anspruchsvollen Klein-Kreuzer wirtschaftlich in Serienbauweise zu produzieren. Angestrebte Preisobergrenze waren damals 20.000 DM. Unter 10.000 Euro kostet sie heute.

Mehr dazu unter http://www.dehler.com/ und bald auch unter http://www.varianta.info/.

Technische Daten der Varianta VA18
LüA: 5,50m
Breite: 2,40 m
Tiefgang: 1,15 m
Gewicht: 750 kg
Ballast: 2,40 kg;
Segelfläche: 19,5 m2;

Montag, 23. November 2009

23.11.09: Bootsmotoren gestohlen - Verdächtiger in Slowakei verhaftet

In den vergangenen 15 Monaten sind im Hafen von Steckborn mehrere Dutzend Bootsmotoren gestohlen worden. Nun scheint die Diebstahlserie aufgeklärt: In der Slowakei ist ein Mann verhaftet worden!

Dies teilte das Bezirksamt Steckborn am Montag mit.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober sind in Steckborn 14 Bootsmotoren entwendet worden. Eine Spur der Thurgauer Kantonspolizei führte via Schaffhausen in die Slowakei. In der Tatnacht war von einer Patrouille des Grenzwachtkorps in Schaffhausen ein Mann mit diversen Bootsmotoren in seinem Fahrzeug kontrolliert worden. Statthalter Roger Forrer vom Bezirksamt Steckborn hat inzwischen gegen den Verdächtigen einen Haftbefehl erlassen. An dessen Wohnort in der Slowakei wurde bereits eine Hausdurchsuchung durchgeführt, wobei einige Motoren aus Steckborn sichergestellt werden konnten.

Nun soll geklärt werden, ob der Mann auch an weiteren Diebstählen beteiligt war. In den vergangenen 15 Monaten waren im Steckborner Hafen mehrmals Bootsmotoren entwendet worden. Insgesamt wurden rund 30 Motoren gestohlen, sagt Forrer auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er rechnet mit mehreren Tätern.

Eine Auslieferung des Angeschuldigten in die Schweiz ist laut Forrer nicht möglich. Er prüft aber, ob er in die Slowakei reist, um den Mann vor Ort zu befragen und allenfalls die Bootsmotoren zu beschlagnahmen.

23.11.09: Jahresversammlung der Laserflotte Bodensee

Am Freitag den 20,11,2009 fand im Clubhaus der SG Überlingen die Meisterschaftsfeier und Jahresversammlung der Laserflotte statt.

Bodenseeobmann Peter Nietsch berichtete umfangreich über die abgelaufene Saison .

Bodenseemeister im Laser Standard wurde Christian Wetzel, Ruder und Kanu Club Wörth. Platz 2. belegte Peter Nietsch MRV Konstanz und Platz 3. Mattias Rebholz vom Württembergischen Yachtclub.

Bodenseemeister im Laser Radial wurde Conrad Rebholz. Platz 2 ging an Mathias Bock, beide vom Württembergischen Yachtclub. Dritter wurde Franz Egenhofer, Jollensegler Reichenau.

Die Masterwertung (über 35 ) gewann Peter Nietsch MRV Konstanz.Die Masterwertung (über 50) im Standard Wolf–Peter Niessen Yacht Club Langenargen und im Radial Werner Winter WSV Fischbach.

Beste Masterin wurde Petra Kiehn von der Seglergemeinschft Überlingen.



Für Internationale Erfolge wurden ausgezeichnet:
Michael Zittlau 5. Deutsche Meisterschaft Laser Standard.
Conrad Rebholz 6. Deutsche Jugendmeisterschaft Laser Radial.
Mastersegler Wolf-Peter Niessen ersegelte Rang 5 bei der Master EM in Calella. Außerdem ist er Gewinner der EMS (Euro Masters Serie) 2009 im Laser Radial und 3. im Laser Standard in der Altersgruppe der Grandmaster.

Der neue Bereichssprecher für Baden-Württemberg Mathias Rebholz informierte über die neuen Meisterschaftsmodi, wodurch die Regatten für die Segler attraktiver werden und zu größeren Teilnehmerfeldern führen sollen.

Ab 2010 wird aus der Bodenseemeisterschaft die Flottenmeisterschaft BW.
Zusätzlich ist neben den bereits existierenden Landesjugendmeisterschaften wurde eine Landesmeisterschaft beim Seglerverband beantragt. Neu ist eine Distriktmeisterschaft in der die Bereiche Baden-Württemberg und Bayern zusammengefasst sind und die 2010 erstmals Ende April vor Friedrichshafen ausgesegelt wird.

Wolf Peter Niessen berichte über das Neueste von der DALS Sitzung in Berlin.

Besonderer Dank galt den Sponsoren: Segelsport Frick in Überlingen; Foto Optik Hepp in Konstanz und der Firma ROTWEISS Produkte aus Wasserburg.

Dank auch an das Küchenteam um Petra Kiehn die uns kulinarisch verwöhnten!

Samstag, 21. November 2009

21.11.09: Neue Vereine im BSVB

Anlässlich des Bodensee-Seglertagse vom vergangenen Samstag (15.11.) wurden zwei neue Vereine in den BSVB aufgenommen: Als 101er und 102er Verein wurde von der Versammlung der Deutsch-Schweizerische Motorboot-Club in Konstanz (DSMC) und die Seglergemeinschaft Radolfzell (SGRA).

Bodensee-News bietet Vereinen ohne eigene Homepage kostenlos eine kleine Seite an (siehe am Beispiel des Segelclub Steckborn SCS). Einfach an info@bodensee-news.ch melden.

Freitag, 20. November 2009

20.11.09: Richter sagen JA zu Valencia

In der Auseinandersetzung um den Austragungsort des 33. America's Cup ist es einen Schritt vorwärts gegangen. Die New Yorker Richterin Shirley Kornreich erklärte nach Konsultationen einer Expertengruppe, dass ein America's Cup im Februar 2010 in Valencia mit 100-prozentiger Sicherheit rechtens wäre.

die beiden Kontrahenten Alinghi und Oracle hatten Kornreich vorn zehn Tagen nach erzwungenen Einigungsgesprächen erklärt, dass sie zu einer Austragung im Februar in Valencia bereit wären.

Alinghi hatte zuvor Ras al-Khaimah in VAE vorgeschlagen.

Donnerstag, 19. November 2009

19.11.09: Grant Simmer über Alinghi 5

Nach sechs Segelwochen in beinahe perfekten Bedingungen in Ras al-Khaimah spricht Alinghi.com mit Designteam-Koordinator Grant Simmer über die Fortschritte, die gemacht wurden.


Grant Simmer beobachtet Alinghi 5 bei den Tests in Ras al-Khaimah, VAE
(Photo credit: George Johns / Alinghi)

Der America's-Cup-Defender Alinghi beendet heute in Ras al-Khaimah die aktuelle Phase des Entwicklungs-Programms von Alinghi 5 und wird in den nächsten Tagen am riesigen Katamaran einige Änderungen vornehmen. In der nächsten Phase wird das Team viel zu tun haben, ehe dann die Verschiffung nach Valencia erfolgt, wo die Entwicklung hinsichtlich des am 8. Februar 2010 beginnenden America's-Cup-Matchs weitergeht.

Alinghi.com spricht mit Grant Simmer, dem Koordinator des Designteams, über die bisher gemachten Anpassungen und die Entwicklung:

Das Team hat in den letzten sechs Wochen in Ras al-Khaimah trainiert und getestet. Auf welche Bereiche habt ihr euch hauptsächlich konzentriert und welches waren die Ziele?
Grant Simmer: Kurz, nachdem wir hier angekommen sind, haben wir auf das neue, grössere Rig gewechselt und wir haben an den Segel-Crossovern gearbeitet und viel über die besten Winkel gelernt; im Prinzip haben wir uns vor allem darauf konzentriert, zu lernen, wie man das Boot segeln muss und wie wir die Leistung optimieren können.

Waren die Bedingungen in Ras al-Khaimah für Training und Entwicklung förderlich?
Grant Simmer: Einer der Gründe, weshalb wir ursprünglich nach Ras al-Khaimah gekommen sind, war, dass man hier in den Wintermonaten sehr gute Segelbedingungen antrifft und das war dann auch so. Zum Glück haben wir in den sechs Wochen, die wir hier verbracht haben, nur einige Tage verloren und das war hauptsächlich wegen zu viel Wind. Die Bedingungen hier waren grossartig und sehr konstant und wir denken nicht, dass es grosse Veränderungen geben wird.

Kannst du uns einige Hinweise auf die Veränderungen geben, die in den kommenden Tagen an Alinghi 5 vorgenommen werden?
Grant Simmer: Die werdet ihr Ende Woche sehen! Das Spezielle an diesem Boot ist, dass alles so massiv ist, dass man Monate vorher planen muss, wenn man eine Komponente am Boot verändern will. Wir haben diese Teile in der Schweiz in Villeneuve gefertigt, wo wir immer noch eine Fabrik haben, die gleiche übrigens, in der das Boot gebaut wurde. Die Jungs haben gute Arbeit geleistet und die Teile rechtzeitig geliefert, so dass wir sie in der nächsten Woche installieren können.

Denkt ihr gegenwärtig daran, das Boot für die Bedingungen anzupassen, welche im Februar in Valencia herrschen?
Grant Simmer: Seit der Entscheidung für Valencia als Ersatzort haben wir das Boot angepasst, wegen der grösseren Veränderlichkeit dort zur Zeit des Matchs. Im Hintergrund denken wir aber immer noch an die Berufung des Entscheids gegen Ras al-Khaimah, die uns sehr am Herzen liegt, weil Ras al-Khaimah ein viel besserer Ort ist, um im Februar auf diesen Booten zu segeln. Das haben wir mehrfach betont.

Hast du Pläne für die wenigen freien Tage?
Grant Simmer: Ich möchte am Wochenende nach Dubai und freue mich sehr darauf!


Alinghi 5 testet in Ras al-Khaimah, VAE (Photo credit: Alinghi)

19.11.09: Regatta der XXXIV. Eisernen beim DSMC

176 Boote sind bisher gemeldet zur 34. Regatta der Eisernen am 28.11.2008. Startzeit ist um 12 Uhr, die Regattabahn ist Konstanzer Trichter, Münsterlinger Bucht, Eichhorn.

Auch in diesem Jahr wird wieder die kostenlose Zuschauerfähre die Regatta begleiten, Start um 11.30 Uhr im Bundesbahnhafen, Fahrt zum Regattafeld, Dauer ca. 2 Stunden - ein besonderes Live-Erlebnis um hautnah bei der Regatta dabei zu sein.

Es werden Wanderpreise verliehen in allen Klassen, der Interboot - Wanderpreis für das schnellste DSMC -Boot sowie ein Wanderpreis für die originellste Crew. Nikoläuse werden mitsegeln, die Boote teilweise dekoriert sein - doch es handelt sich hier nicht um eine Juxregatta sondern um eine 'richtige' Regatta und einige Teilnehmer scheuen nicht den langen Weg von Hamburg oder Kiel nach Konstanz, das Boot auf dem Hänger, das Ein- und Auskranen um bei dieser Regatta dabei zu sein.

Warm-up Party im Steg 4 am Freitag 27.11. ab 20 Uhr, Seglerparty ab 20 Uhr im Steg 4, Siegerehrung am Sonntag um 10 Uhr im Konzil. Oskar Ruess (Fotos: DSMC 2008).

Mittwoch, 18. November 2009

18.11.09: Hafenmeister des Jahres 2009

Erstmals haben BSVB, IBMV und IBN gemeinsam eine Wahl zum Hafenmeister des Jahres ausgeschrieben. Die Aktion, bei der alle Wassersportler schriftlich oder per Internet abstimmen konnten, wurde ausgesprochen positiv bewertet.

Mehr als 300 Stimmen wurden abgegeben. In die Bewertung flossen sowohl die Anzahl der Stimmen sowie qualitative Bewertungen mit ein. Bester Hafenmeister wurde danach mit knappem Vorsprung der Hafenmeister in Walhausen Ralf Kaufmann, den die Wassersportler für Freundlichkeit, Umsicht und Professionalität lobten.


Ralf Kaufmann Walhausen Hafenmeister des Jahres
umrahmt von Ruedi Schellenberg (BSVB) und Michael Sautter (IBMV)

Montag, 16. November 2009

16.11.09: Captain‘s Dinner 2009 beim Segler-Verein Purren Konstanz e.V.

Den Saisonabschluss feiert der SVPK traditionsgemäß mit dem Captain’s Dinner, einem gemeinsamen gepflegten Abendessen in schöner Atmosphäre. So trafen sich am Samstag, den 7. November auch dieses Jahr wieder im Restaurant Seerhein im Festsaal in der für den Verein reservierten oberen Etage Mitglieder, Gastmitglieder und Gäste des SVPK nebst deren Begleitung ein, um einen schönen Abend miteinander zu verbringen und auch um die vergangene Saison zumindest verbal Revue passieren zu lassen.

Der Verein lud die Geladenen zu einem Begrüßungs-Sekt ein, der im Foyer gereicht wurde und von der Band „Gentleman Six“ musikalisch untermalt wurde. „Gentleman Six“ waren an diesem Abend allerdings zu fünft, daher stellten sie sich selbst nun auch als „Gentleman Five“ vor. Unser ehemaliger Pressewart Bernd Falkner spielt übrigens in der Gruppe, die die Gesellschaft den ganzen Abend musikalisch vorzüglich unterhalten hat, selbst mit.

Guido Weber, unser Präsident, begrüßte im Anschluss die Gesellschaft, hieß die in der Saison 2009 neu aufgenommenen Mitglieder sowie Gastmitglieder im Verein willkommen und betonte insbesondere den Wert solcher Vereinsveranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Pflege des Vereinslebens.

Eberhard Roletschek, unser Festwart, hat bereits im Vorfeld Bestellungen für das selektierte Dinner entgegengenommen und weiterhin für eine maritime Tischdekoration gesorgt. Zum Dinner begleitete neben den „Gentleman Five“ auch eine Diashow mit den Bildern der Saison 2009.

Nach dem Dinner saß man noch lange beisammen, es wurde noch das ein oder andere Glas zusammen getrunken und selbst das Tanzbein schwang man. Mit über 50 Mitgliedern und Gästen war das diesjährige Captain’s Dinner des SVPK nicht nur gut besucht sondern auch ein kulinarischer und musikalischer Genuss. Sven Seren.

16.11.09: Alois Kern neuer BSVB-Präsident

Zum neuen Präsidenten wurde von den Deligierten des Bodensee-Seglertags am Samstag (15.11.) der KonstanzerAlois Kern gewählt. Kern ist Mitglied im Konstanzer YC und war bisher bereits Vizepräsident.

Er wird dem Verbandmit jetzt 102 Segelvereinen rund um den See mit mehr als 21000 Mitgliedern für drei Jahre leiten, bevor tournusgemäß dann im Länderwechsel ein Österreicher das Präsidentenamt des Segelverbandes für drei Jahre übernimmt. Einer von Kerns Aufgabenschwerpunkte in den kommenden Monaten wird die Vorbereitung des Jubiläums zum 100jährigen Bestehen des Bodensee-Segler-Verbandes sein. Der BSVB war am 28. April 1911 gegründet worden. Seit dieser Zeit setzten die Segler am Bodensee auf internationale Zusammenarbeit, selbst in Zeiten als dies politischschwierig war, um den Segel- und Regattasport auf dem Bodensee zu organisieren. Der Verband dürfte damit europaweit einer der ältesten internationalen Sportverbände sein.

Als Segler des Jahres Jahres wählte die Jury das Überlinger Ehepaar Michael und Hanni Albert vom SMC Überlingen. Das Segelehepaar erhielt in Konstanz im Restaurant Seerhein die Silberne Lädine, ein silbernes Modell der bodenseetypischen Lastensegler, für ihre anspruchsvollen Langstreckenreisen mit dem eigenen Boot auf der Nord und Ostsee. Diese Reisen, für die sie ihr Segelboot vom Bodensee an die Küste transportieren, führte sie zuletzt über Polen, Litauen, Lettland und Estland bis nach Finnland. Der wertvolle Preis wurde von der Kreuzerabteilung des Deutschen Segler-Verbandes gestiftet und von ihr gefördert. Auf den zweiten Rang kam Wolfgang Boorberg von der Yacht Vereinigung Koormoran Lindau. Boorberg ist erfolgreicher Regattasegler auf dem Bodensee, war aber auch bei Mittelmeer- und Altantikregatten erfolgreich. So gewann er eine Regatta von Venedig nach Umag und nahm mehrmals an der ARC-Regatta teil, der teilnehmerstärksten Regatta, die über den Atlantik führt.

Dritter wurde Wolf-Peter Niessen vom YC Langenargen. Niessen ist mit 64 einer der erfolgreichsten Laser-Segler Europas und gewann zuletzt als älterster Teilnehmer zweimal die europäische Laser Grandmaster Serie in der olympischen Bootsklasse. Mit großem Engagement gibt er sein Seglerwissen zudem an die Jugend des YCL weiter. Mit dem Preis "Jugend will segeln" zeichnet der Verband vorbildliche Jugendarbeit und Jugendprojekt aus. Dieser Preis ging an die Klassenvereinigung der Lacustre. Engagierte Lacustre Segler hatten 2007 den Jugend-Regatta-Förderverein gegründet und mit Hilfe von Sponsoren zwei Yacht gekauft, die ausschließlich und mit großem Erfolgfür Nachwuchsarbeit gedacht sind. Auf ihnen haben die Projektleiter Felix Somm und Daniel Oes mit Jugendlichenintensive Yachtausbildung gemacht und sie so für den Regattasport begeistert. Eigenverantwortlich können die Jugendlichen dann mit den klasssischen Booten bei Regatten starten.

Bei der Regattaterminkonferenz wurde der Regattakalender für 2009 verabschiedet. 2009 werden 127 Regatteninternational für den Bodensee ausgeschrieben. Regattaauftakt ist am 10. April mit dem Konstanter Auftakt, einer Regatta für 470er und FD. Höhepunkte sind die Rund um am 4.-6. Juni, bei der erfahrungsgemäß bis zu 500 Bootean den Start gehen sowie mehrere Internationale Meisterschaften wie die Schweizermeisterschaft der 5,5 IC, derEuropa-Cup der 30er Schärenkreuzer, die Schweizer Meisterschaft der 470er (9.9) oder die Weltmeisterschaft der X-99 vor Langenargen, Veranstaltungen zu denen Spitzensegler aus insbesondere aus Europa erwartet werden. Den Festvortrag hielt in diesem Jahr Dr. Roland Schick vom Zweckverband Bodensee Wasserversorgung Sipplingender über das Informationssystem "Bodensee Online ­ ein Informationssystem zur Vorhersage der Hydrologie und derWasserqualität von Seen" referierte, ein System, von dem auch Wassersportler profitieren können.

Die Gesamtwertung des Obersee-Yardstick-Pokals gewann Berndt Kupprion mit Fleur amie vom SCBo, Zweiterwurde Mike Ewart (YCRhd), Dritter August Hamm (MYCUE).

Den Untersee Yardstickpokal gewann bei den Jollen Christian Kuhrau (SVSH), bei den Yachten siegten WolfgangMohr (YCIR), Lothar Baron (YCIR) sowie Felix Ertel (YCH/U). Beide Pokale werden an die Besten aus einer Serievon sechs Regatten vergeben.

Zum erstenmal schrieben BSVB, Internationaler Motorboot Verband IBMV und die Wassersportzeitschrift IBN gemeinsam einen Preis für den besten Hafenmeister des Jahres am Bodensee aus. Abstimmen konnten alle Wassersportler. Sie konnten das schriftlich tun, über einen Fragebogen, der der IBN beigelegt war oder auf elektronischem Wege per Internet. Die Resonanz war gut. Mehrere hundert Zuschriften gingen ein. In die Bewertung flossensowohl die Anzahl der Stimmen sowie qualitative Bewertungen mit ein.

Bester Hafenmeister wurde danach mit knappem Vorsprung der Hafenmeister in Walhausen Ralf Kaufmann, den die Wassersportler für Freundlichkeit, Umsichtund Professionalität lobten.

Als 101er und 102er Verein wurde von der Versammlung der Deutsch-Schweizerische Motorboot-Club in Konstanz und die SG Radolfzell aufgenommen.

16.11.09: Heute IBN neu !

Mit einem äusserst intressanten Artikel über die leidige Geschichte von Gebührenerhöhungen eröffnet Redaktor Michael Hässler die neuste Ausgabe der IBN von heute.

Keine richterliche Entscheidung
Kann es sein, dass das Landratsamt Konstanz eine gerichtliche Entscheidung zur Gebührenhöhe für die wasserrechtliche Genehmigung von Bootsliegeplätzen fürchtet "wie der Teufel das Weihwasser"? Dieser Überzeugung ist jedenfalls Reinhard Heinl, Vorsitzender des Landesseglerverbands Baden-Württemberg.

Bei der Gebührenberechnung fällt neben der reinen Verwaltungsgebühr von ein paar hundert Euro, seit Anfang der neunziger Jahre auch eine zusätzliche Gebühr für den "wirtschaftlichen Vorteil" an. Zunächst betrug diese zwischen 25 und 50 Mark pro Liegeplatz und Jahr. Mittlerweile liegt sie für eine Boje bei 50 und für einen Hafenplatz bei 75 Euro. Vor der Euro-Einführung galt eine Gebühren-Obergrenze von 30.000 Mark im Landesgebührengesetz. Diese Zahl wurde mit der Euro-Einfühung eins zu eins übernommen und somit praktisch verdoppelt. 2004 wurde die Deckelung dann ganz fallen gelassen. Das führte insbesondere beim Konstanzer Landratsamt auch in anderen Bereichen zu exorbitanten Preissteigerungen, weiss Heinl zu berichten. weiter >


IBN-Ausgabe 11/2009

Sonntag, 15. November 2009

15.11.09: Auszeichnung "Jugend will Segeln" durch den BSVb

Der Jahrespreis „Jugend will segeln“ des Bodensee Seglerverbands geht 2009 der an die Klassenvereinigung Lacustre Bodensee in Anerkennung der Jugendarbeit im Jugend Regatta Förderverein (JRFV). Die Auszeichnung wurde am 14. November in Konstanz verliehen.

Zusätzlich zeichnete der Swiss Sailing Regionalverband Bodensee/Rhein die diesjährige Yachtausbildung von JRFV gemeinsam mit dem Junioren Seglerpool der Region Kreuzlingen als „innovativstes Jugendprojekt“ aus. „Nicht nur das Interesse der Nachwuchssegler ist groß, auch die Anerkennung unsers Angebots zieht Kreise“, freut sich Felix Somm, der die Aktivitäten koordiniert und selbstoft zusammen mit vielen ehrenamtlichen Segelprofis das Training leitet.

„Der Jugend Regatta Förderverein hat mit dieser Initiative die bisher bestandene Lücke der Jollenausbildung zum Schifferpatent und damit zum Yachtsegeln geschlossen.“ – Mit diesen Worten gratulierte Ruedi Schellenberg, Präsident des Bodensee Seglerverbands, bei der Preisübergabe.13 Nachwuchssegler haben in der vergangenen Saison an der Yachtausbildung teilgenommen; sieben davon ihre Seglerprüfung – den Schweizer D-Schein, bzw. das Bodenseeschifferpatent (Segeln) – erfolgreich abgelegt. Zusätzlich trainierten 17 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 29 Jahren regelmäßig unter Anleitung von Segelprofis der Lacustre im Regattapool für Wettfahrtteilnahmen. Damit waren insgesamt 30 Nachwuchssegler mit Unterstützung des JRFV aktiv.

Zum Saisonstart am ersten Mai in Horgen am Zürichsee konnte der erfahrene Olympiasieger Simon Brügger zum Training gewonnen werden.Die weitere Segelausbildung des JRFV fand regelmäßig in Kreuzlingen oft bis zum Sonnenuntergang statt. Ein Ausbildungstörn nach Langenargen und Lindau stand ebenfalls auf dem Programm. „Dank Internet hatunser Angebot schnell die Runde gemacht“ meint Daniel Oes, der die Einteilung der Jugendlichen in dem gemeinnützigen Verein koordiniert.

Auch an Regatten auf dem Zürichsee und dem Bodensee waren die Jung-Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreiche Teilnehmer. Beginnendmit Wettfahrten auf dem Zürichsee (Regatta Horgen, Langstrecke Zürich-Rapperswil, Pfingstregatta Rapperswil) folgten Bodensee-Ragatten (Ashanti Goldpokal, RV6 Cup, Harder Cup, Schweizer Meisterschaft, Onkel Ernst, Überlinger Herbstpokal) undschließlich wieder zurück am Zürichsee der Zürcher Herbstpreis. An allen Wettfahrten starteten die vereinseigene Jugend-Lacustre „jeunesse“ (135) und die Dank Sponsoren für zwei Jahre angemietete „gilberte III“ (177). Oft konnten die Nachwuchssegler zusätzlich zur Verfügung gestellte Lacustre benutzen und belegten durchwegs sehr gute bis gute mittlere Platzierungen. In der Jahresgesamtwertung auf dem Bodensee erreichte die „jeunesse“von insgesamt 53 Schiffen den 24. Platz, die„gilberte III“den 13. Rang – „nach zwei Jahren Jugendarbeit im JRFV ein tolles Ergebnis“, resümiert Ernst Zollinger, Präsident der Bodensee-Lacustre, der anlässlich der Preisübergabe meinte: „Wir sind zuversichtlich, auf diese Weise interessante Wettkämpfe und Rahmenveranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene anbieten zu können.“

Fürs Fahrtensegeln sind die Jugendschiffe des JRFV ebenfalls beliebt; ob zur jährlichen Far Niente oder zu eigenen Ferientörns: Die beiden Jugendschiffe waren gut gebucht.Damit, so Dr. Rolf Reinhardt, Vorsitzender des JRFV, sei es gelungen, das Yachtsegeln bei Jugendlichen populär zu machen und ein Angebot zu entwickeln, das den Nachwuchs über die Jollenprogramme hinaus beim Segelsport hält.

Auch nach Saisonende sind die jungen Segler aktiv; die „jeunesse“ wurde bereits in der Werkstatt des Junioren Segler Pools Kreuzlingen in Eigenleistung überholt und für die kommende Saison fit gemacht. Bewährt hat sich die Teilung in Yachtausbildung mit dem Ziel, den Segelschein zu machen und das Regattatraining; beides wird der JRFV dank den Sponsoren (LGT Bank, Vetter Pharma, Bootswerft Heinrich, bauen.ch, innotio, betosan, Engert) auch im nächsten Jahr wieder anbieten. Zur besseren Koordination der Teilnahme ist geplant, die Anmeldung zum Training via facebook einzuführen. Claudia Somm.


Preisübergabe 'Jungend will Segeln' von links:
Ernst Zollinger, Daniel Oes, Felix Somm, Ruedi Schellenberg


Jugendteam JRFV


Jugend auf Lacustre beim Regattieren

Samstag, 14. November 2009

14.11.09: H-Boot-Flotte Bodensee tagte in Konstanz

Am Freitag (13.11.) hielt die Bodensee-Flotte der H-Boot-Vereinigung Bodensee im Brauereigasthaus Hohenegg in Konstanz die Jahresversammlung ab.

Der deutsche Obmann Gerhard Fuchs unterstrich in seinem Jahresbericht, dass die Flotte weiter mit den Teilnehmerzahlen zu kämpfen habe. Nichts desto trotz konnte er dem vergangen Jahr fast nur positives abgewinnen, ersegelte er doch selbst mit seiner Crew den ersten Preis im Jahresklassement. Die genauen Resultate werden bald auf der Homepage (www.hboot-bodensee.com) aufgschaltet. Gerhard reist am Samstag nach Düsseldorf zur Jahresversammlung der deutschen H-Boot Vereinigung.

Der abtretende Schweizer Obmann Jürg Bollier erwähnte in seinem Bericht, dass leider auch die Schweizer Regattateilnehmer am Bodensee rahr geworden sind. Trotzdem will der designierte nee Obmann Marco Bühler weiter zur Erhaltung der H-Boot-Flotte Bodensee seine Teil beitragen. Ruth Bollier wurde von gege mit einem schönen Blumenstrauss bedacht und Jürg durfte einen Weingutschein entgegen nehmen. Für seine 20-jährige Tätigkeit als Flottenobmann wird er noch an der GV der SHA am 28. November in Zürich speziell geehrt werden, wo auch die Wahl von Marco Bühler bestätigt wird.

Grüsse wurden von der Präsidentin Eliane Menzi der SHA überbracht und sie machte gleich Eigenwerbung für die Herbstregatta vom 9.10. Oktober mit tollen Angeboten.

Die Schwerpunktregatten am Bodensee 2010:
30. April - 2. Mai: Int. Bodenseepokal Überlingen (1.40)
8./9. Mai: 28. Eichhornregatta (1.15)
15./16. Mai: Pokalregatta Friedrichshafen (1.15)
2./3. Oktober: Romanshorner Herbstregatta (1.25)

Dabei wurde auf die Austragung für das Jahr 2010 der Bodenseewoche/Seegartenregatta verzichtet. Neu erhält die Romanshorner Herbstregatta vom YCRo den Faktor 1.25 anstelle der Eichhornregatta des SVS. Mit diesem Wechsel soll die jahrelange Arbeit von Adi Gerlach zur Erhaltung der Herbstregatta verdankt werden. Der genau Regattakalender wird ebenfalls demnächst aufgeschaltet.

Donnerstag, 12. November 2009

12.11.09: Torben Grael und Anna Tunnicliffe Weltsegler des Jahres

Der Brasilianer Torben Grael und die US-Amerikanerin Anna Tunnicliffe wurden in der Nacht zum Mittwoch (11. November) im Kreis der besten Seglerinnen und Segler aufgenommen. Während einer spektakulären Feierstunde in Pusan/Südkorea wurde beide zu den ISAF Rolex Weltseglern des Jahres 2009 ausgezeichnet.


Torben Grael, Skipper von Ericsson 4, mit Siegerpokal (Rick Tomlinson / Volvo Ocean Race)

Aktive Segler, Funktionäre und geladene Gäste versammeln sich jedes Jahr im November zur Jahrestagung des Weltsegelverbandes (ISAF) und zur Verleihung des Titels ISAF Rolex Weltsegler des Jahres. Diese Auszeichnung ist die höchste Ehre, die eine Seglerin oder ein Segler für seine außergewöhnlichen Leistungen erhalten kann. Dieses Mal wurde die Verleihung im Pusan Yacht Club in Haeundae-gu gefeiert. Viele außergewöhnliche Segler waren zur Zeremonie angereist, um live mitzuerleben, welche zwei der neun Nominierten den prestigeträchtigen Titel als ISAF Rolex Weltsegler des Jahres bekommen sollten.

Der Erfolg scheint Torben Grael in den langen Jahren seiner Segelkarriere geradezu zu verfolgen. Geboren in Sao Paulo/Brasilien und versehen mit dem Spitznamen "Turbine" für seine seglerischen Leistungen hat Torben Grael fünf Olympische Medaillen gewonnen, mehr als jeder andere Segler in der Geschichte. Außerdem kann er auf eine Vielzahl von Weltmeistertiteln verweisen, ebenso wie den Sieg im Louis Vuitton Cup mit der "Luna Rossa" 2000.

Seine aktuellste Leistung beim Volvo Ocean Race 2008-09, bei dem er die "Ericsson 4" zu einem spektakulären Sieg steuerte, ist diejenige, für die er nun ausgezeichnet wurde. Es war zwar erst sein zweites Volvo Ocean Race. Aber Grael und sein Team waren in fünf Etappen das erste Schiff im Ziel, acht der insgesamt zehn Teilstücke beendeten sie auf dem Podium. Das Team der "Ericsson 4" war zudem unter den Top-Drei bei allen sieben Offshore-Wertungs-Toren und auf dem Podium in drei der sieben In-Port-Rennen. Damit sammelte die Crew 84 Prozent (114,5 Punkte) der maximal erreichbaren Punktzahl.

Als wenn das noch nicht genug wäre, schaffte die "Ericsson 4" auch noch den Sprung in die Rekordbücher, als sie während des Rennens am 29. Oktober 2008 einen 24-Stunden-Weltrekord für Einrumpf-Boote setzte. Mit der phänomenalen Tagesstrecke von 596,6 Seemeilen erreichte sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,85 Knoten. Nach neun Monaten und rund 40.000 Seemeilen Rennstrecke war die "Ericsson 4" die ungefährdete Siegerin des Volvo Ocean Races 2008-09, und die Crew kreuzte die Ziellinie in St. Petersburg mit einem unglaublichen Vorsprung von neun Punkten.

Auf die Frage, wie schwierig es gewesen sei, über das gesamte Rennen eine derart konstante Leistung zu bringen, sagte Grael: "Ich denke, das Team zusammenzuhalten, war einer der Schlüssel zu unserem Erfolg. Es gibt keinen einzelnen Grund, warum wir Erfolg hatten. Ich würde sage, es war eine Kombination verschiedener Dinge. Wir starteten in einer sehr guten Verfassung und waren gut vorbereitet. Wir hatten Zeit, ein gutes Boot, einen großen Sponsor... Als wir in das Rennen gingen, dachte ich schon, dass wir eine gute Chance haben könnten. Nach den beiden ersten Etappen standen wir schon oben auf der Liste und hatten so viele Punkte eingesammelt, wie wir konnten, da die anderen Fehler gemacht hatten. Ich denke, wir hatten eine gute Strategie. Wir haben Druck gemacht, wenn wir es mussten, und wir waren zurückhaltend, wenn wir der Meinung waren, dass es so besser war. Ich Rückblick auf die Resultate denke ich, hätten wir noch mehr Druck machen können. Aber das hätte keinen Untersc hied in unserer Endposition gemacht, auf die wir sehr stolz sind. Ich bin sehr glücklich."

Grael hat sicherlich einen herausragenden Job gemacht, indem er sein Team beim Rennen um die Welt an die Spitze führte, aber seine Leistungen in der Nominierungsperiode 2008-09 sind nicht nur durch das Volvo Ocean Race bestimmt. Direkt nach dem Ende des VOR nahm Grael an der Rolex Ilhabela Sailing Week teil und beendete die Woche als Zweitplatzierter der Gesamtwertung. Und nach diesem Kraftakt ging er nur ein paar Wochen später als Taktiker auf der "Luna Rossa" bei der Cowes Week und dem legendären Rolex Fastnet Race an den Start.

"Es war ein sehr außergewöhnliches Jahr für mich", sagte Grael, der in seiner Karriere bereits fünfmal für den Titel als Weltsegler des Jahres nominiert worden war. Aber in der vergangenen Nacht gewann er die Auszeichnung das erste Mal. "Die Auszeichnung zum Rolex Weltsegler des Jahres zu gewinnen, ist ein fantastisches Erlebnis. Ich bin stolz, nicht nur darauf, was ich erreicht habe, sondern auch darauf, was meine Kinder geschafft haben. Daher kann ich ehrlich sagen, es war ein großes Jahr. Es ist wirklich schwer, diesen Titel zu gewinnen, denn Segeln ist so variantenreich, und es waren wieder so viele starke Leute nominiert. Deshalb bin ich wirklich glücklich."

Der 49-jährige Torben Grael hat wieder und wieder gezeigt, dass er in der Lage ist, jede Herausforderung zu bewältigen, und er hat eine sehr komplette Segelkarriere hingelegt, indem er sowohl olympische Aufgaben als auch Hochseerennen und Matchraces gemeistert hat. Er bringt eine beständige Leistung in jeder Form einer Regatta, unabhängig von den Umständen. In seiner ersten VOR-Kampagne (2005-06), triumphierte sein Team "Brasil 1" über die Budgetprobleme und die niedrigen Erwartungen und beendete das Rennen als Drittplatzierter der Gesamtwertung, wahrlich eine kleine Heldentat.

Die Frage nach den drei größten Highlights seiner Karriere musste Torben Grael daher lachend beantworten: "Das ist nicht einfach! Allerdings, die drei Olympischen Goldmedaillen, der Sieg im Louis Vuitton Cup und nun das Volvo ... ich würde sagen, das sind schon sehr gute Leistungen."

Neben den Rennen hat Torben Grael zudem mit seinen Brüdern Lars und Axel Grael daran gearbeitet, das Instituto Rumo Náutico aufzubauen, in Brasilien bekannt als das "Grael-Projekt". Das Projekt bietet weniger privilegierten Kindern neue soziale Aussichten und Bildungsmöglichkeiten durch den Wassersport. Es bietet einen besseren Zugang zum Segeln, Rudern und Kanufahren und entwickelt so eine maritime Kultur.

Zu seinen Zukunftsplänen sagte Grael: "Ich denke, das hängt davon ab, welche Möglichkeiten sich mir bieten. Das ist das Schöne am Segeln: Es bewegen sich so viele Dinge. Es gibt es immer noch etwas Neues, das Spaß zu machen scheint. Meine aktuellen Pläne sind auf die Starboot-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro ausgerichtet. Ich bin den Star so lange gesegelt, da darf ich diesen Event einfach nicht verpassen. Danach werde ich schauen, was kommt."

Alles in allem hat Torben Grael es mehr als verdient, den prestigeträchtigen Titel des ISAF Rolex Weltsegler des Jahres 2009 zu tragen. Und von seiner weiteren Karriere dürften sicherlich noch mehr großartige Leistungen zu erwarten sein.

Aber Grael war nicht der einzige Segler, der die Zeremonie in der vergangenen Nacht mit einer silbernen Trophäe für den Weltsegler und einem repräsentativen Rolex Chronometer verließ. Anna Tunnicliffe wurde als weibliche Siegerin ausgezeichnet.


Anna Tunnicliffe USA gewinnt die Golmedaille im Laser Radial (Photo credit: Xinhua)

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich Anna Tunnicliffe auf eine große Bandbreite von Wettkämpfen, Booten und Disziplinen verlegt. Tunnicliffe hat in Qingdao die Goldmedaille für die USA im Laser Radial bei den Olympischen Spielen von China 2008 gewonnen, die erste Olympische Segelmedaille für eine US-Amerikanerin in den vergangenen 20 Jahren. Aber sie war nicht nur damit beschäftigt, die Einhand-Jolle Laser Radial zu segeln, sondern widmete sich auch dem Matchracing.

Tunnicliffe wurde in Doncaster/England geboren, lebt aber seit ihrem zwölften Lebensjahr in den USA. Sie begann schon in jungen Jahren mit dem Segeln und investierte viel Zeit in das Training und in Wettkämpfe in verschiedenen Disziplinen. "Ich liebe es, verschiedene Klassen zu segeln", sagte Tunnicliffe in ihrem Interview während der Verleihungszeremonie. "Meine beiden Disziplinen sind wirklich sehr unterschiedlich. Ich mag es wirklich, für mich zu segeln, und es ist eine sehr physische Angelegenheit im Laser. Um dich ständig in die richtige Position zu bringen, musst du hart arbeiten."

"In einer Mannschaft muss ebenso hart gearbeitet werden, aber zusammen mit den Teammitgliedern. Am Anfang war es schon hart, denn ich musste auf einiges verzichten, was ich sonst selbst erledigt hatte. Ich musste es an meine Teammitglieder abgeben, um das Boot schnell zu segeln. Aber im Team zu segeln, gibt dir die Chance, mit jemanden zu sprechen und gemeinsam zu entscheiden, welcher Kurs gesegelt wird. Daher ist es ein bisschen entspannter, da draußen die Entscheidungen nicht allein treffen zu müssen", sagte Tunnicliffe mit einem Lächeln.

"Ich würde sagen, eines meiner persönlichen Höhepunkte des Jahres war, in beiden Disziplinen erfolgreich zu sein: im Matchracing und im Laser Radial. Ich bin wirklich gespannt darauf, was im nächsten Jahr kommt." Anna Tunnicliffe sagte, dass Matchracing "wegen des intensiven Drucks vor, während und nach dem Start" sehr verlockend sei. "Seine eigene Taktik zu entwerfen und das gegen ein anderes Boot, viel enger als im Fleetrace, dazu noch im Team zu arbeiten auf einem Boot, das wesentlich größer ist als ein Laser, das ist sehr aufregend."

Sie ist das beste Beispiel, um zu verdeutlichen, dass Segeln in verschiedenen Klassen sehr unterschiedliche Eigenschaften verlangt, und dass die Vielfalt über die verschiedenen Disziplinen einen Segler in der ganzen Bandbreite der Erfordernisse und Kenntnisse formt. Diese Fähigkeit, zwischen den Disziplinen zu wechseln, könnte der Schlüssel zu Tunnicliffes zahlreichen Erfolgen in der vergangenen Zeit sein, die sie zu der Nominierung und schließlich der Auszeichnung führten.

Im Anschluss an die Olympischen Spiele wurde sie Erste in der US Frauen Match-Race-Meisterschaft im September, und im gleichen Monat wurde sie Zweite in der Snipe Frauen-WM in Roquetas al Mar/Spanien. Zurück im Matchracing brachte sie einen weiteren Sieg vom ISAF Nationen Cup Regional-Finale (Nord-Amerika und Karibik) im November nach Hause, und einen weiteren Monat später sammelte sie Gold bei der internationalen Sail Melbourne-Regatta im Laser Radial ein. Am Ende dieses phänomenalen Jahres, im Schein ihrer überwältigenden Zielstrebigkeit und Leistung wurde Anna Tunnicliffe zur Rolex US-Seglerin des Jahres 2008 ernannt.

Im Januar 2009 wurde sie Erste bei der Rolex Miami ORC und fuhr einen Monat später den Titel bei der Nordamerikanischen Meisterschaft der Frauen im Laser Radial ein. Im Februar gewann Tunnicliffe Silber bei den Laser Midwinters East und war dann im März zurück auf der Match-Racing-Tour - mit dem Gewinn der Bronzemedaille beim ISAF Nations Cup Grand Finale in Porte Alegre/Brasilien, bevor sie erneut ganz oben stand bei der NYYC Women's Match Racing Regatta.

Erneut zurück im Laser Radial, setzte Tunnicliffe ihren Fokus auf den neugeschaffenen ISAF Sailing World Cup. Mit dem Erfolg bei der Semaine Olympique Française in Hyères/Frankreich hatte sie bereits dreimal Gold bei dieser siebenteiligen Serie eingesammelt. Ein dritter Platz bei der Kieler Woche und kein Resultat schlechter als Rang sechs garantierten ihr die Krone beim ISAF Sailing World Cup im Laser Radial.

"Ich denke der Schlüssel zu meinem Erfolg könnte sein, dass ich aus einer wettbewerbsorientierten Familie komme", sagte Tunnicliffe. "Nicht nur im Segeln. Wir haben einfach eine wettbewerbsorientierte Ausrichtung, daher wollte ich immer besser sein, immer etwas dazu lernen. Es ist nicht nur das Gewinnen, sondern es ist das Lernen und der Spaß, während du es tust."

Anna Tunncliffe wurde zwar für ihren Leistungen im Zeitraum vom 1. September 2008 bis zum 21. August 2009 ausgezeichnet, allerdings macht sie derzeit keinerlei Anstalten, ein Gang herunter zu schalten. Gerade im Oktober gewann sie die Rolex Internationale Kielboot-Meisterschaft in Rochester/New York (USA).

"Es ist so eine große Ehre, nur nominiert zu sein", sagte Tunnicliffe. "Aber als mein Name vorgelesen wurde, war es einfach überwältigend. Es gibt all der harten Arbeit, die du hinein gesteckt hast, erst einen Wert. Das vergangene Jahr war hart, und es gab Zeitpunkte, als ich eine Pause wollte, aber ich liebe diesen Sport und ich liebe, was ich tue. Und nun mit dieser Ehre ausgezeichnet zu sein, ist wirklich fantastisch."

Was also kommt als nächstes? Für Anna Tunnicliffe ist das sehr klar: "Die Olympischen Spiele 2012 in London", sagte sie und bestätigte, dass sie erneut eine Goldmedaille als Ziel hat, diesmal allerdings im Matchracing. Mit einer klar definierten Mission und bereits gut auf dem Weg für Erfolge in der Zukunft wurde Anna Tunnicliffe durch die internationale Segelwelt für das bisher Erreichte ausgezeichnet und zur weiblichen ISAF Rolex Weltseglerin des Jahres 2009 ernannt.

Seine königliche Hoheit Prinz Frederik von Dänemark, ein begeisterter Segler und Teilnehmer in der Farr 40-Szene, verkündete die Sieger der Auszeichnung 2009. Der Kronprinz und Lionel Schurch von Rolex SA übergaben beiden Gewinnern einen Rolex Yacht-Master Chronometer und die Weltsegler-Trophäe - eine marmorne Kugel gekrönt von fünf silbernen Spinnakern, die die Welt und ihre Kontinente symbolisieren.

Neben den beiden Siegern runden die weiteren Nominierten die 2009er-Liste der ISAF Rolex-Weltsegler-Auszeichnung ab. Nominiert waren:

Weibliche Segler:
Sam Davies (Großbritannien)
Hilary Lister (Großbritannien)
Blanca Manchón (Spanien)

Männliche Segler:
Pascal Bidégorry (Frankreich)
Michel Desjoyeaux (Frankreich)
Paul Goodison (Großbritannien)
Nathan Outteridge (Australien)

Fünf der neun Nominierten waren bei der Zeremonie vergangene Nacht im Pusan Yacht Club in Haeundae-gu zugegen. Sam Davies und Michel Desjoyeaux segeln gerade bei der Transat Jacques Vabre, während Pascal Bidégorry sich auf einen Jules-Verne-Rekord-Versuch vorbereitet. Blanca Manchón war krank und konnte die Reise nach Korea daher nicht auf sich nehmen.

Rund 400 internationale Gäste besuchten die Ehrungszeremonie, die von der dänischen Segellegende Jesper Bank moderiert wurde. Der dreimalige Olympia-Medaillen-Gewinner gewann in seiner Karriere unter anderem Bronze 1988 bei den Olympischen Spielen von Seoul, deren Segelwettbewerbe vor Pusan ausgesegelt wurden. Bank war zudem auch ein Sieger der ISAF Matchracing-WM und selbst einstmals ein Nominierter für die Auszeichnung zum Weltsegler. Alle, die bei der Feierlichkeit dabei waren, fühlten sich geehrt inmitten des Kreises derart talentierter Segler.

"Dies ist eine Nacht im Jahr, in der wir staunen, feiern und die Helden unseres Sports ehren können", sagte Jesper Bank während der Zeremonie. "Wir haben ein stolze Segelgeschichte und eine starke Segelzukunft." Alle sollten stolz sein auf ihre Leistungen im vergangenen Jahr, und alle freuten sich bereits auf die nächste Ausgabe der ISAF Rolex Weltsegler-Ehrung. Sie findet im November 2010 in Griechenlands Hauptstadt Athen statt.

Die Auszeichnung zum ISAF Rolex Weltsegler des Jahres ist die höchste Ehre, die eine Seglerin oder ein Segler für seine außergewöhnlichen Leistungen erhalten kann. Sie wird jedes Jahr vergeben und basiert auf einem weltweiten Auswahlprozess, zu dem offene Vorschläge für den Kreis der Nominierten gehören, die dann von den mehr als 130 Delegierten der ISAF-Mitgliedsländer gewählt werden.

Die Auszeichnungen werden seit 1994 jedes Jahr vergeben. Zu den vergangenen Gewinnern gehörten Sir Peter Blake (?/Neuseeland), Ellen MacArthur (Großbritannien), Robert Scheidt (Brasilien) und Russell Coutts (Schweiz). 2008 wurden die Auszeichnungen an die mehrmaligen Olympiamedaillengewinner Ben Ainslie (Großbritannien) und Alessandra Sensini (Italien) vergeben.

Mittwoch, 11. November 2009

11.11.09: Öl im friedrichshafener Hafenbecken

(IBN) Etwa ein halber Liter eines Öl-/Wassergemisches gelangte am Dienstagnachmittag, gegen 15.20 Uhr in den BSB-Hafen in Friedrichshafen und breitete sich auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern aus.

Wie die Ermittlungen der Wasserschutzpolizeistation Friedrichshafen ergaben, war von einem Arbeiter die Bilge eines Fahrgastschiffes mit einem Ölsauger ausgesaugt und anschließend der abgezogene Schlauch in der Ablaufrinne der Zustiegsöffnung abgelegt worden. Reste des Öl-/Wassergemisches, die sich noch im Schlauch befanden, gelangten auf diese Weise über den Ablauf ins Hafenbecken. Von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen, die mit 14 Mann im Einsatz war, wurden rund 100 Meter Ölsperren ausgelegt und mit einem ins Wasser eingebrachten Spezialvlies ein Teil des Öls aufgesaugt.

Bei einer erneuten Inaugenscheinnahme am Mittwochmorgen mit Vertretern der Wasserschutzpolizei und des Amts für Wasser- und Bodenschutz wird geprüft, ob noch weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Dienstag, 10. November 2009

10.09.09: Segelt Alinghi den 33. America's Cup in Valencia?

Alinghi ist bereit für 33. America's Cup in Valencia im Februar 2010.

Genf, Schweiz - In einem Brief, den der America's-Cup-Titelverteidiger Société Nautique de Genève (SNG) nach den erfolglosen Diskussionen mit dem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heute an Richterin Kornreich vom New York Supreme schrieb, hat die SNG bestätigt, dass sie einen „Deed of Gift“-Match mit dem GGYC im Februar 2010 in Valencia austragen wird. Dies ist das Datum und der Austragungsort, welche der GGYC wiederholt gefordert hat und der vom Gericht schon früher angeordnet worden ist.

Als die erste Wahl der SNG, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, vom New York Supreme Court für ungültig erklärt wurde, schlug der Schweizer Titelverteidiger zwei alternative Austragungsorte auf der südlichen Hemisphäre vor: Proserpine/Airlie Beach und Townsville in Australien, wo die Wetterbedingungen im Februar günstig sind.
Darauf reagierte der GGYC mit dem Versuch, den Cup zu verzögern und sie versuchten weiter, sich einen Vorteil zu verschaffen, während die SNG an den Treffen mit guter Absicht teilnahm und eine Einigung finden wollte.

Während die SNG Valencia als Austragungsort für den 33. America's Cup im Februar 2010 bestätigt, bleibt das Angebot an den GGYC für einen australischen Austragungsort am gleichen Datum bis am 13. November 2009 gültig, vorausgesetzt der GGYC sieht von allen seinen rechtlichen Schritten ab.

Alinghi-Skipper Brad Butterworth, der an den Diskussionen in New York teilnahm, verlieh seiner Enttäuschung über das Ergebnis Ausdruck: „Wir haben an den Gesprächen mit gutem Willen teilgenommen, bereit Zugeständnisse zu machen, um sicherzustellen, dass der Cup aufs Wasser zurückgebracht werden kann für ein Duell im Februar zwischen zwei Top-Mehrrümpfern. Aber leider hat BMW Oracle einmal mehr nur versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen. Dieses Mal ging es ihnen vor allem darum, das Rennen zu verzögern, weil sie nicht bereit sind. Als es noch zu ihrem Vorteil war, haben sie auf ein Rennen im Februar gedrängt. Jetzt müssen sie mit dem von ihnen selbst erzwungenen Datum leben. Ich denke, ich spreche für die gesamte Segelgemeinschaft, wenn ich sage, dass wir den Cup so schnell wie möglich auf dem Wasser austragen wollen.“

Auszug aus dem Brief an Richterin Kornreich vom 10. November:
„Zum jetzigen Zeitpunkt, nachdem wir dem GGYC verschiedene Austragungsorte vorgeschlagen haben, glaubt die SNG, dass der 33. America's Cup im Februar 2010 auf dem Wasser ausgetragen werden muss anstatt vor den Gerichten des Staates New York. Mit der Ausgabe seiner Notice of Race für Rennen in Valencia im Februar 2010 hält sich die SNG (a) an die Anweisung dieses Gerichts, die von der Berufungskammer im Urteil vom 2. April 2009 wieder eingesetzt wurde und besagt, dass die Parteien im Februar 2010 segeln sollen und Valencia als zulässigen Austragungsort für den 33. Cup autorisiert; und (b) hält sich die SNG damit an Ihre Anordnung, dass „die SNG das Rennen gemäss den Anweisungen der Berufungskammer und von Richter Cahn im Februar abhalten soll.“

10.11.09: Erste Gespräche ohne Ergebnisse

Ergebnislos sind erste Gespräche zwischen America's-Cup-Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer Oracle über einen neuen Veranstaltungsort für den 33. America's Cup verlaufen.

Dennoch wird von einer leichten Annäherung berichtet. Die entsprechenden Verhandlungen in New York übers Wochenende seien "freundschaftlich" verlaufen. Die Einstufung der Diskussionen erhielt die französische Nachrichtenagentur AFP von einem Alinghi-Vertreter.

Montag, 9. November 2009

09.11.09: Voiles Gautier verteidigt Titel

Für den diesjährigen Bluboats Cup, welcher wiederum in Hilterfingen am Thunersee stattfand, schrieben sich 10 Teams ein. Entgegen der schlechten Wetterprognosen zeigte sich der Thunersee von seiner besten Seite und es konnten insgesamt zehn Läufe bei westlichen Winden gesegelt werden.

In den zuteils sehr engen Rennen vom Samstag wurde im ganzen Feld fair und intensiv gesegelt. Dabei setzten sich die Titelverteidiger vom Team Voiles Gautier und das Team blunote punktegleich an die Spitze, gefolgt von Markus Bohren auf der SUI 02. Viele Positionswechsel im Feld und geringe Punktunterschiede versprachen weitere Spannung für den Sonntag.

Nach einem gemütlichen Beisammensein am Samstagabend wurden am Sonntag weitere vier Läufe ausgetragen. Dabei konnte sich das Team von Voiles Gautier mit Christophe Péclard mit zwei weiteren Laufsiegen behaupten und den Bluboats Cup 2009 vor dem Team blunote SUI 03 und Markus Bohren mit der SUI 02 erneut gewinnen.

Nach zehn gesegelten Läufen mit zwei Streichresultaten ergab sich sodann folgende Rangliste:
1. SUI 05 ‚cinque blu’ Christophe Péclard 11pts
2. SUI 03 ,blunote’ Matthias Keller 15 pts
3. SUI 02 ,blutwo’ Markus Bohren 27pts
4. SUI 04 ,betty blu’ Ueli Guggenbühl 30 pts
5. SUI 09 ‚Eloise’ Lukas Erni 38pts
6. GER 11 , Sailingcenter Tegernsee’ Flori Hornsteiner 41pts
7. SUI 07 ,Blu Star’ Urs Oldani 44pts
8. SUI 10 ‚Romano&Christen’ Markus Sigrist 51pts
9. SUI 01 ,bluone’ Dominik Peikert 56pts
10. SUI 06 ‚blu six’ Wicki Apholt 72 pts

Nach einer kurzen Preisverteilung und bedankte sich das bluboats Team nochmals bei seinen Eventpartnern Archimedes Bootbau und der Segelschule Berner Oberland und wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimreise.





bluboats wurde im Frühjahr 2006 durch Profisegler und Yachtdesigner Christian Bolinger gegründet. bluboats ist eine Beratungs- und Vertriebsfirma, die zusammen mit einem breiten Netzwerk von Partnerfirmen elegante Semi-Custom und One-Design Yachten für das sportliche Binnensegeln auf's Wasser bringt. Mit der blu30 wurde die erste Semi-Custom Yacht entwickelt, mit der blu26 folgte die erste One-Design Yacht. bluboats steht für schöne und sportliche Yachten im zeitgemässen Design.

Samstag, 7. November 2009

07.11.09: Jetzt kommt das Wrack unter die Lupe

Heute Samstag berichtet der Südkurier Konstanz über das bei der Insel Reichenau entdeckte und geborgene Schiffswrack:
Nach der Bergung des über 600 Jahre alten Wracks vor der Insel Reichenau beginnt für die Archäologen nun die Analyse: Wie alt ist das Schiff genau und wozu diente es? Der Schiffsarchäologe Dietrich Hakelberg freut sich auf die Untersuchung des Wracks im Labor.

Film von der Bergung des Schiffswrachs >

Weiter berichtet der Südkurir:
Konstanz/Reichenau - Dietrich Hakelberg weiß ungefähr, was ihn erwartet. Zwar hat er das mittelalterliche Wrack, das am Donnerstag vor der Insel Reichenau aus dem Bodensee geborgen wurde, noch nicht im Original gesehen – aber Pläne und Bilder von den Teilen geben ihm erste Anhaltspunkte. In der kommenden Woche beginnt der 40-jährige Schiffsarchäologe mit der genauen Untersuchung des seltenen Fundes in Hemmenhofen bei Gaienhofen. Dort hat das Landesamt für Denkmalpflege eine Fachabteilung für Unterwasserarchäologie.

Dietrich Hakelberg muss vorsichtig sein: Das alte Holz ist ziemlich anfällig und darf so wenig wie möglich mit Sauerstoff in Berührung kommen. Die Taucharchäologen haben die Teile gleich nach der Bergung in Folie eingewickelt, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Hakelberg wird das Holz nun auswickeln, reinigen und zeichnerisch rekonstruieren, wie die Planken zusammengesetzt waren und wo Holznägel saßen. So viel steht bislang fest: Das Schiff ist etwa neun Meter lang und 1,8 Meter breit. Es besaß Mast und Segel. Die Bauweise ähnelt den großen hölzernen Fischerschiffen, die am Untersee bis ins 20. Jahrhundert verwendet wurden. Eine zentrale Frage für den Schiffsarchäologen ist nun das genaue Alter des Reichenauer Wracks. „Es stammt aus dem späten Mittelalter“, sagt Dietrich Hakelberg. „Wenn wir Holzproben nehmen, können wir anhand der Jahresringe das Schlagjahr der Bäume feststellen.“ Überhaupt ist die Holzoberfläche besonders interessant: „Menschen haben darauf ihre Spuren hinterlassen. Das Holz gibt mir Hinweise auf die Nutzung des Schiffs“, so Hakelberg.

Sein nächster Schritt ist dann der Vergleich des neuen Fundes mit dem bislang ältesten Schiff, das im Bodensee entdeckt wurde. Der Lastensegler von 1340 ist im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz ausgestellt (siehe Infokasten). Dietrich Hakelberg hat dieses Schiff, das er selbst zufällig am Kippenhorn bei Immenstaad gefunden hat, ein Jahr lang „nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.“ Besonders spannend ist für ihn nun die Frage, wie sehr sich das 20 Meter lange Schiff und das viel kleinere Reichenauer Wrack in der Bauweise ähneln. Hakelberg will durch einen Vergleich mit Fischerschiffen aus dem 20. Jahrhundert die Frage klären, ob es am Bodensee eine Schiffsbautradition gibt, die bis ins Mittelalter zurückreicht. „Noch heute sind im Schweizerischen Ermatingen Schiffe zu sehen, die erst 50 bis 70 Jahre alt sind und in Teilen den mittelalterlichen Fahrzeugen ähneln“, sagt der Archäologe.

Nach all diesen Untersuchungen wird das Wrack in ein paar Wochen wieder im Bodensee versenkt, um es zu schützen. „Holzkonservierung ist ein Riesenproblem“, sagt Hakelberg. Das Schiff aus Immenstaad wurde in eine Zuckerlösung getaucht. „Aber das funktioniert nicht richtig“, sagt der Archäologe. „Die Hölzer sind geschrumpft und haben sich verzogen.“

Für Dietrich Hakelberg ist die Untersuchung des neuen Fundes auch nach vielen Berufsjahren keine Routine. „Jedes Wrack gibt uns mutmaßlich neue Erkenntnisse zur mittelalterlichen Bauweise und zum Bodensee als Verkehrsdrehscheibe“, sagt er und fügt begeistert hinzu: „Schiffe sind ja immer auch was Emotionales.“


Gerd Knebel, Archäologischer Forschungstaucher, birgt ein Wrackteil eines über 600 Jahre alten Schiffs vor der Insel Reichenau. Die Auskerbung in der Mitte war für einen Masten bestimmt. Bild: Hanser/Südkurier

07.11.09: Einigt sich Alinghi mit BMW Oracle?

Titelverteidiger Alinghi ist offen für Gespräche über einen 33. America's Cup im Februar 2010.

New York, USA - (2009-11-06)
Lucien Masmejan, Rechtsberater der Société Nautique de Genève, kommentiert die heutige Anhörung vor Richterin Kornreich vom New York Supreme Court wie folgt:„Die heutige Anhörung vor Richterin Kornreich war produktiv. Unser Yachtclub, die Société Nautique de Genève, der Titelverteidiger des America's Cup und der Herausforderer, der Golden Gate Yachtclub, sind übereingekommen, sich übers Wochenende in New York zu treffen, um den Austragungsort für den 33. America's Cup zu diskutieren. Wir müssen uns am Montag bei Richterin Kornreich wieder melden und hoffen, dass wir bis dahin eine Einigung erzielen können.“

Freitag, 6. November 2009

06.11.09: Zeit der Versammlungen

Herbstzeit - Versammlungszeit! Damit auch andere Personen über Ihren Verein/Club orientiert sind, können Sie Ihre Berichte mit Fotos auch an BODENSEE-NEWS zustellen (info@bodensee-news.ch). Bitte fügen Sie den Fotos jeweils einen Text bei und setzen Sie das Urheberrecht dazu, damit die Geehrten/Gewählten usw. nicht "noname" dastehen und die Fotos nicht "geklaut" werden!

Ich wünsche allen Wassersportlerinnen und Wassersportler eine ruhige Winterzeit, bleiben Sie gesund und Thurgauerinnen und Thurgauer unterschreiben Sie die Energieinitiativen (Link auf der ersten Seite rechts)! Sie tun sich damit selbst einen Gefallen.

Donnerstag, 5. November 2009

05.11.09: Seglertag wählt neuen Präsidenten

Am Samstag, den 14.11.09 findet in Konstanz der alljährliche Bodensee-Seglertag statt. Zu dieser Tagung werden die Deligierten von rund 100 Segelvereinen aus allen drei Anrainerstaaten mit mehr als 22'000 Mitgliedern erwartet. Tagungsort ist das Restaurant Seerhein im Konstanzer Stadtteil Petershausen.

Die Versammlung beginnt am Morgen mit der Tagung der Wettfahrtleiter und Regattareferenten. Sie werden den Regattakalender für 2010 präsentieren. Jährlich werden rund 130 Regatten auf dem Bodensee ausgetragen, die es zu koordinieren gilt, um Terminüberschneidungen und Regattaanhäufungen in bestimmten Seeteilen zu vermeiden. Höhepunkte der kommenden Regattasaison werden u.a. die Weltmeisterschaft der X-99 in Langenargen, die Schweizer Meisterschaft der klassischen 5,5er Rennyachten in Romanshorn oder der Europacup der 30 Quadratmeter Schärenkreuzer in Langenargen sein. Die Internationale Segelelite wird sich wieder beim Match Race ein Stelldichein geben. Ein weiterer Höhepunkt soll die Bodenseewoche im Konstanzer Trichter sein. Neu ist das Race of Racers 2010, das die schnellsten Rennyachten an den Start locken soll.

Programmschwerpunkt am Nachmittag mit Beginn um 14 Uhr ist die Neuwahl des Präsidenten. Nach dreijähriger Amtszeit übergibt der Schweizer Ruedi Schellenberg vom YCRo turnusgemäß an einen deutschen Präsidenten, der von den deutschen Segelclub der Versammlung vorgeschlagen wird.

Bei den Jahrespreisen steht die Vergabe der Silbernen Lädine an erster Stelle. Mit diesem hochkarätigen Preis, einem silbernen Modell einer alten Lädine werden besondere seglerische Leistungen gewürdigt. Das können Regattaerfolge oder besonders anspruchsvolle Segelreisen sein. Preisträger im letzten Jahr waren die Bronzemedaillengewinner Jan und Hannes Peckolt.
Der Preis wird auch von der Kreuzerabteilung des Deutschen Seglerverbandes gefördert.

Erstmals haben Segler, Motorbootfahrer und Ihre Verbände BSVB und Internationaler Motorbootverband IBMV in Zusammenarbeit mit der Wassersportzeitung IBN Internationale Bodensee + Boots Nachrichten einen Hafenmeister des Jahres gewählt. Abgestimmt werden konnte mit Fragebogen und per Internet.

In Konstanz soll zudem eine Rahmenplanung für das 100jährige Jubiläum des internationalen Verbandes verabschiedet werden. Dies steht für 2011 an. Der Verband will dieses Ereignis entsprechend würdigen und dafür auch die notwendigen finanziellen Mittel bereit stellen. Europaweit dürfte es nur wenige internationale Verbände geben, die auch eine so lange Tradition zurück blicken können.

Den Gastvortrag wir Dr. Roland Schick vom Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung in Sipplingen zum Thema "Bodensee-Online ­ ein Informationssystem zur Vorhersage der Hydrologie und der Wasserqualität von See" halten. Auch die Wassersportverbände sind bei der Gestaltung dieses modernen Informationssystemes über den Bodensee integriert und können sich am Seglertag über den Stand der Dinge informieren.

05.11.09: 33. America's Cup in Australien?

Alinghi schlägt Austragungsort in Australien vor, um den 33. America's Cup aus dem Gerichtssaal aufs Wasser zu bringen.

Die Société Nautique de Genève (SNG), titelverteidigender Yachtclub im 33. America's Cup, hat dem amerikanischen Challenger einen alternativen Austragungsort vorgeschlagen im Bestreben, dessen kontinuierliche Rechtsklagen zu beenden und den Cup zurück aufs Wasser zu bringen

Vor der morgigen Anhörung vor dem Supreme Court in New York hat der Schweizer Titelverteidiger eine Lösung vorgeschlagen für die festgefahrene rechtliche Situation, die der Golden Gate Yacht Club herbeigeführt hat. Für den Titelverteidiger ist Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten der bevorzugte Austragungsort für diesen „Deed of Gift“-Match“, doch um einen Match im Februar zu ermöglichen, schlägt die SNG vor, den 33. America's Cup an der Ostküste von Australien auszutragen, also in der südlichen Hemisphäre und in Übereinstimmung mit der Deed of Gift. Dies ist ein Austragungsort, der für beide Teams akzeptabel sein sollte, falls BMW Oracle, wie sie behaupten, wirklich die Absicht hat, auf dem Wasser um den America's Cup zu kämpfen.

Ein spezifischer Rennkurs im Pazifik vor der Ostküste von Australien mit Wetterbedingungen, die für das Segeln im Februar geeignet sind, wird prompt bekannt gegeben, falls der GGYC dieses Angebot akzeptiert und seine juristische Strategie beendet. Die Ostküste von Australien bietet verschiedene Orte mit idealen Segelbedingungen für den Best-of-Three-Match nächsten Februar. Ein Austragungsort in dieser Region wäre von BMW Oracles Basis in San Diego auf dem Wasserweg in etwa zweieinhalb Wochen erreichbar, während die Reise für Alinghi von Ras al-Khaimah etwa drei Wochen dauern würde.

Die SNG hofft, dass das Angebot angenommen wird und dass der Wettkampf auf dem Wasser fortgeführt wird statt im Gerichtssaal.

Hinweis
Die Deed of Gift (Stiftungsurkunde) legt fest, dass Rennen um den America's Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai in der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen. Doch das Urteil von Richter Cahn vom New York Supreme Court vom 12. Mai 2008, das besagt „dass der Austragungsort des Matchs in Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort ist“ bewegte den titelverteidigenden Yachtclub im America's Cup, die Société Nautique de Genève dazu, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wählen.

Dem Antrag der SNG auf beschleunigte Berufung betreffend Richterin Kornreichs Entscheid vom 30. Oktober, mit dem die VAE als Austragungsort abgelehnt wurden, wurde gestern stattgegeben. Der Ort in den Emiraten wurde vom Titelverteidiger aus verschiedenen Gründen ausgesucht: passende Wetterbedingungen für einen „Deed of Gift“-Match im Februar, die Infrastruktur, die vom Land geboten wird, und die Erfahrung der Vereinigten Arabischen Emirate in der Ausrichtung von erstklassigen Sportanlässen.

NB: Dieser Lösungsvorschlag wurde heute auch an Richterin Kornreich gesandt.

05.11.09: Alinghi wird alles unternehmen, um zu gewinnen

Ernesto Bertarelli hat sich zum Rechtsstreit mit Oracle geäussert. Der 44-jährige Schweizer gibt sich kämpferisch in Sachen Alinghi und patriotisch in seinen Gefühlen, so berichtet gestern Mittwoch die Thurgauerzeitung.

Von Florian A. Lehmann, Thurgauerzeitung
Gegenüber der welschen Tageszeitung "Le Matin" zeigt sich der Chef der Alinghi verärgert über den ewigen Streit in den Gerichtssälen gegen Herausforderer BMW Oracle. Auch dass Ras-Al Khaimal vom New Yorker Gericht nicht als Austragungsort des nächsten America’s Cup akzeptiert wurde, sei enttäuschend. "Es ist ein wunderbarer Ort mit ausgezeichneten Wetterverhältnissen. Ras-Al Khaimal ist so etwas wie der Kaviar des Meeres." In Valencia dagegen kämen die thermischen Bedingungen im Februar einer Lotterie gleich.

Bertarelli hat gegen den jüngsten, für ihn negativen Entscheid der Richterin Shirley Korneich rekurriert. Der passionierte Segler glaubt, dass die Amerikaner mit ihrem wenig kooperativen Verhalten auf juristischem Parkett Zeit schinden wollen. "Als sie unser Boot entdeckt haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie im Rückstand liegen."

Den Bettel einfach hinschmeissen, obwohl der Herausforderer so viele Hindernisse für die nächste Austragung des America’s Cup in den Weg legt, käme aber für ihn nicht in Frage. "Wir haben dieses Team und dieses wunderbare Boot kreiert. Und wir haben die Unterstützung von vielen Menschen." Das sei ihm am letzten 1. August bewusst geworden, als die neue Alinghi im Lac Léman ihre Jungfernfahrt erlebte.

Und das sehr grosse Boot habe die Bevölkerung nicht brüskiert. "Die Schweiz braucht Träume", erklärt Bertarelli, der sich als grosser Patriot outet. "Die Alinghi wird alles unternehmen, um zu gewinnen", zeigt sich der in Rom geborene Patron des Katamarans kämpferisch. "Man darf nach solchen Enttäuschungen nicht aufgeben oder die Hoffnung verlieren."

Mittwoch, 4. November 2009

04.11.09: Mast von Alinghi-Konkurrent bricht

BMW Oracle musste zurück in den Hafen: Der Zehnmillionen-Mast des Trimarans ist in der Nacht zersplittert.

Der gut 60 Meter hohe Mast auf dem Schiff, mit dem BMW Oracle im America's Cup antreten will, ist zerbrochen. Der Mast krachte auf das Hinterteil des Trimarans und zersplitterte in zwei Teile, wie die Nachrichtenagentur AP schreibt. Der Carbon-Mast ist 10 Millionen Dollar wert.

Bei dem Vorfall gut 20 Kilometer vor Point Loma sei niemand verletzt worden, wie BMW-Oracle-Chef Jimmy Spithill sagte. Der Trimaran wurde danach an Land gezogen. "Wir hatten offensichtlich grosses Glück", wird Spithall zitiert. "Das Boot selber ist in relativ guter Verfassung." Das Wichtigste sei, dass die ganze Mannschaft heil an Land gekommen sei.

Die Mannschaft werde nun die Aufzeichnungen der Bordkamera sichten und versuchen herauszufinden, was passiert sei. Noch sei unklar, wann das Schiff wieder in See stechen könne. Laut eigenen Angaben verfügt BMW Oracle noch über zwei Ersatzmasten - an die ist die Mannschaft jedoch nicht gewöhnt. "Es wird eine wirkliche Herausforderung für das Team", wird Spithill zitiert. "Ich denke jedoch, dass wir bis im Februar bereit sind."

BMW Oracle Racing trifft im Februar im America's Cup auf seine grösste Konkurrentin, die Schweizer Alinghi. Die beiden Mannschaften streiten seit zwei Jahren vor Gericht über Regeln und Austragungsort des Rennens. Erst letzte Woche hatte ein New Yorker Gericht entschieden, dass Alinghis bevorzugter Austragungsort Ras al-Khaimah nicht berücksichtigt werden kann.

Dienstag, 3. November 2009

03.11.09: Alinghi geht in die Berufung

Société Nautique de Genève legt Berufung ein gegen Entscheid betreffend Ras al-Khaimah.

Der Titelverteidiger des 33. America’s Cup, die Société Nautique de Genève (SNG), wird gegen den Entscheid von Richterin Kornreich vom New York Supreme Court vom 30. Oktober Berufung einlegen; Kornreich lehnte Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Austragungsort für den 33. America’s Cup ab. Die SNG hat um ein beschleunigtes Berufungsverfahren ersucht, um jegliche Verzögerung des „Deed of Gift“-Matchs im Februar 2010 zu vermeiden.

Die Wahl fiel auf Ras al-Khaimah gestützt auf die unmissverständliche Sprache von Richter Cahns (Kornreichs Vorgänger) Gerichtsbeschluss vom Mai 2008, der festlegte, dass der Austragungsort des 33. America’s Cup in „Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort“ sein könne.

Der Ort in den Emiraten wurde vom Titelverteidiger aus verschiedenen Gründen ausgesucht: passenden Wetterbedingungen für einen „Deed of Gift“-Match im Februar, die Infrastruktur, die vom Land geboten wird, und die Erfahrung der Vereinigten Arabischen Emirate in der Ausrichtung von erstklassigen Sportanlässen.

Hinweis:
Die Deed of Gift (Stiftungsurkunde) legt fest, dass Rennen um den America’s Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai in der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen. Doch das Urteil von Richter Cahn vom New York Supreme Court vom 12. Mai 2008, das besagt „dass der Austragungsort des Matchs in Valencia oder an irgendeinem anderen von der SNG gewählten Ort ist“ bewegte den titelverteidigenden Yachtclub im America’s Cup, die Société Nautique de Genève dazu, Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu wählen.

Montag, 2. November 2009

02.11.09: Graham McKenzie, Mitglied der AC-Jury

Graham McKenzie ist SNG-Expertenzeuge für die Anhörung vor dem New York Supreme Court.

Die Société Nautique de Genève hat Graham McKenzie (NZL) als Expertenzeuge für die Anhörung vom Mittwoch, 4. November 2009 vor dem New York Supreme Court nominiert.

McKenzie war ein Mitglied der Jury des 32. America’s Cup und ist in Neuseeland sowohl in Regatten als auch in seiner Freizeit auf vielen verschiedenen Yachten gesegelt.

Er war bis 2006 Partner bei Bell Gully, einer neuseeländischen Anwaltskanzlei, und ist als Notar tätig. McKenzie ist Rechtsanwalt und Jurist in Neuseeland und Queensland, Australien, sowie Direktor bei verschiedenen Aktiengesellschaften. Er ist zudem Vizevorsitzender des Saint Kentigern Trust Boards und ein Treuhänder des Bruce McLaren Trusts.

McKenzie und der vom Golden Gate Yacht Club nominierte Experte werden einen dritten Experten wählen, um Richterin Kornreich bei den technischen Angelegenheiten, die für den 33. America’s Cup noch nicht geklärt sind, zu assistieren.

Sonntag, 1. November 2009

01.11.09: SwissSailing ehrt die Jugendarbeit des Junioren Seglerpool der Region Kreuzlingen

Als "innovativstes Jugendprojekt" zeichnete der Swiss Sailing Regionalverband Bodensee/Rhein die diesjährige Yachtausbildung auf den Lacustre Booten des Yacht Club Kreuzlingen aus.

"Jugend will Lacustre Segeln", so lautet das Motto der Yachtausbildung, die gemeinsam mit dem Junioren Segler Pool der Region Kreuzlingen und dem Jugend Regatta Fördervereins (JRFV) durchgeführt wurde. "Nicht nur das Interesse der Nachwuchssegler am Yachtsegeln ist gross, auch die Anerkennung unsers Angebots zieht Kreise", freut sich YCK Mitglied und Lacustre-Segler Felix Somm, der dieses Projekt ins Leben gerufen hat, die Ausbildungsaktivitäten koordiniert und zusammen mit vielen ehrenamtlichen Segelprofis das Training leitet.


Übergabe Innovationspreis Theo Naef von Swiss Sailing (rechts im Bild)
übergibt den Innovationspreis an Felix Somm

Sieben Nachwuchssegler im Alter zwischen 16 und 21 Jahren haben in der vergangenen Saison ihre Seglerprüfung - den Schweizer D-Schein, bzw. das Bodenseeschifferpatent (Segeln) - erfolgreich abgelegt. Insgesamt 13 Jugendliche trainierten regelmässig unter Anleitung von Segelprofis auf Lacustre Yachten, die von Lacustre Eigner und dem Jugend Regatta Förderverein (JRFV) zur Verfügung gestellt wurden. Auch an Regatten auf dem Bodensee und dem Zürichsee waren die Jung-Mannschaften erfolgreiche Teilnehmer. So steuerte die während der Yachtausbildung entstandene Crew eigenständig die Jugend-Lacustre „jeunesse“ des Jugend Regatta Förderverein beim Züricher Herbstpreis auf den sechsten Platz. Damit, so Felix Somm, sei es gelungen, das Yachtsegeln bei Jugendlichen populär zu machen und ein Angebot zu entwickeln, das den Nachwuchs über die Jollenprogramme hinaus beim Segelsport hält.

Die Yachtausbildung fand nach einem Einführungstraining und einer Sicherheitslektion im Yacht Club Kreuzlingen regelmäßig am Mittwoch oft bis zum Sonnenuntergang in der Konstanzer Bucht statt. Als Trainer waren erfahrene Lacustre Segler verteilt auf drei Lacustre im Einsatz. Geübt wurden prüfungsrelevante Manöver - Mann über Bord, Aufschiesser, Tellerwende, Segelwechsel, Hafenmanöver, sowie Spinnaker-Segeln mit Setzen, Halsen und Bergen. Die Abende ohne Wind wurden mit Lektionen in Navigation, Erste Hilfe, Knoten und Theorie ausgefüllt. Auch ein Ausbildungstörn von Kreuzlingen nach Langenargen und Lindau stand auf dem Programm. Regatta-Erfahrung sammelten die Nachwuchs-Segler beim Aschanti-Goldpokal, beim RV6 Cup auf dem die "jeunesse" einen hervorragenden zweiten Platz belegte, sowie bei der Kreuzlinger Lacustre Regatta.


Yachtausbildung auf Lacustre

Auch in der kommenden Segel-Saison findet wieder die Yachtausbildung des JRFV statt. Zur besseren Koordination der Teilnahme ist geplant, die Anmeldung zum Training via facebook einzuführen. Bericht und Fotos: Claudia Somm.

01.11.09: Fred Meyer von der SNG kommentiert das jüngste Urteil des New Yorker Gerichts

Statement von Fred Meyer, Vice-Commodore der Société Nautique de Genève, zum gestrigen Urteil des New York Supreme Court:

„Die Société Nautique de Genève evaluiert weiterhin ihre Möglichkeiten vor der Anhörung von nächstem Mittwoch. Wir hoffen, dass die hängigen Angelegenheiten geklärt werden können und dass wir über den 33. America’s Cup Klarheit haben werden.

Es ist enttäuschend, dass Richterin Kornreich einen weiteren präzedenzlosen Entscheid gefällt hat, der die Rechte des Titelverteidigers unter der Deed of Gift schmälert, indem die Ruder als nicht zur Wasserlinienlänge gehörig beurteilt werden“, sagte Fred Meyer und ergänzte, „ Der Deed of Gift Match, den der Golden Gate Yacht Club gewählt hat, ist kein Match in gegenseitigem Einvernehmen und ist deshalb nach den strikten Bestimmungen der Deed geregelt, die besagen: ‚Diese Meereskurse […] sollen vom Club ausgewählt werden, der den Cup hält; und diese Rennen sollen nach seinen Regeln und Segelbestimmungen gesegelt werden […]’. Wir erwarten von Richterin Kornreich, dass sie diese Rechte anerkennt und den Standpunkt des Titelverteidigers respektiert.“

01.11.09: Alinghi am kommmenden Mittwoch wieder vor Gericht

Ernesto Bertarellis Alinghi und BMW Oracle haben am koomenden Mittwoch ihren nächsten Gerichtstermin. Im Zentrum der Anhörung steht die Frage, ob ein America's Cup im Februar 2010 in Valencia möglich ist.

Der New York Supreme Court hatte am Dienstag das von Alinghi ausgewählte Ras al-Khaimah für illegal erklärt, weshalb ein neuer Austragungsort bestimmt werden muss.

In Frage kommen gemäss Richterspruch Valencia oder eine Destination in der südlichen Hemisphäre. BMW Oracle hat sich bereits klar für Valencia ausgesprochen.