Freitag, 30. Oktober 2009

30.10.09: Hafenstreit beendet

(sda) Nach sechs Jahren ist der Hafenstreit zwischen Lindau und Konstanz beendet. Die Städte einigten sich darauf, dass Lindau seinen Hafen kauft und Konstanz Nutzungsrechte einräumt.


ausgetritten: Hafen Lindau (Foto: Stadt Lindau)

Lindau - Beide Seiten konnten laut Angaben der Stadt Lindau die Einigung erzielen, die von den jeweiligen Parlamenten einstimmig gebilligt wurde. Danach wird Lindau Eigentümerin des Hafens mit dem bayerischen Löwen bleiben, Konstanz erhält grosszügige und langfristige Nutzungsrechte der Anlage. Die Einigung habe Lindau rund 2 Millionen Euro gekostet, sagte ein Sprecher. Der rund 46 000 Quadratmeter grosse Lindauer Hafen gilt als eine der schönsten Hafenanlagen am Bodensee. Mit den Ausflugsschiffen kommen jährlich rund 350 000 Passagiere nach Lindau. Der Streit zwischen Konstanz und Lindau hatte mit dem Verkauf der deutschen Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft der Deutschen Bahn an die Konstanzer Stadtwerke begonnen.

Mit den Schiffen wechselte nämlich auch die Lindauer Hafenanlage in Konstanzer Besitz. Für eingefleischte Bayern fast ein Sakrileg: Der bayrische Wappenlöwe an der Lindauer Hafeneinfahrt wäre damit Baden-Württemberger beziehungsweise Badner geworden. Lindau ist der einzige Punkt, an dem der Freistaat Bayern bis an den Bodensee vorstösst. Für die Lindauer war der Handwechsel ihres Hafens aber keineswegs eine beschlossene Sache. Sie sahen dadurch ihr vertraglich garantiertes Vorkaufsrecht verletzt und stritten nun während mehrerer Jahre mit Konstanz um den Hafenbesitz. Konstanz seinerseits wollte den Hafen aber nicht zurückgeben, ohne dabei sichergestellt zu haben, dass die Schiffe dort weiterhin ohne zusätzliche Kosten anlegen können. Die nun erzielte Einigung lässt dies zu.

30.10.09: Tourismusunternehmer Klaus zieht sich zurück

Wie die Thurgauerzeitung heute berichtet, zieht sich Tourismusunternehmer Klaus aus dem Geschäftleben zurück. Weiter berichtet die TZ (Martin Knoepfel):

Der Vorarlberger Tourismus-Unternehmer Walter Klaus zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück. Nach einer Mitteilung der österreichischen Nachrichtenagentur APA sollen die Firmenanteile an den Geschäftsführer der Holding, Werner Netzer, gehen.

Dem 75-jährigen Klaus gehören unter anderem 25 Prozent der Aktien der Vorarlberg Lines, der österreichischen Bodenseeschifffahrt wie auch das Eventschiff «Sonnenkönigin“» das grösste Passagierschiff auf dem Bodensee. Ferner ist Klaus mit 49 Prozent grösster Einzelaktionär der Schweizerischen Bodenseeschifffahrtsbetriebe (SBS). Klaus und eine Gruppe Schweizer Investoren hatten 2006 im Übernahmekampf um die SBS gesiegt, nachdem die SBB beschlossen hatten, die Schifffahrt abstossen.

Für SBS keine Änderung
Der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess ist Verwaltungsratspräsident der SBS. Er vermutet, dass die Übergabe der Firmenanteile an Netzer eine Falschmeldung ist. Vielmehr habe Klaus die Geschäftsführung an Netzer, einen langjährigen Mitarbeiter, übertragen. So habe die Information an die Geschäftspartner in der SBS gelautet. Für die SBS ändere sich nichts. Schweizer Investoren besässen 51 Prozent der Aktien. Zudem gebe es einen Aktionärsbindungsvertrag, der verlange, dass Aktien bei einem Verkauf zuerst den anderen Aktionären angeboten werden müssten. Die SBS sind gemäss Hess auf gutem Weg. Man habe 2009 einen grossen Teil der Probleme, die man 2008 hatte, beseitigt. 2010 dürften die SBS in stabilem Fahrwasser unterwegs sein.

Falsch sei auch, dass die Schweizer Investoren an der «Sonnenkönigin» beteiligt seien. Klaus habe das seinen Schweizer Geschäftspartner zwar einmal angeboten, doch wurde nichts daraus. Die «Sonnenkönigin» hat sich im ersten Jahr des Betriebs als kommerzieller Misserfolg erwiesen, weil die Nachfrage nach hochklassigen Anlässen viel geringer blieb als erwartet.
(Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)

30.10.09: Umzug von OCEAN-Bootspersenninge nach Ermatingen

Der in der Region schon gut bekannte Peter Hohner mit seinem Geschäft OCEAN-Bootspersenninge zieht auf den 2. November 2009 von Tägerwilen nach Ermatingen an die Hauptstrasse 174 ins Haus der Firma Aldo Naegeli AG Tricotfabrik.

Hohner machte sich einen Namen mit den ultraleichten Persenninge wie auch mit Winterpersenninge.

Anfahrt >

Donnerstag, 29. Oktober 2009

29.10.09: Katamaran auf Winterroute

Von 1. November 2009 bis 31. März 2010 gilt beim Katamaran wieder der Winterfahrplan. Die wichtigste Änderung im Vergleich zum Sommerfahrplan betrifft die Fahrten am Wochenende.

Denn ab Sonntag, 1. November beginnen die Katamarane an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ihren Dienst später: Die Schnellschiffe fahren samstags dann ab 8.02 Uhr und sonn- und feiertags ab 9.02 Uhr. Die letzten Fahrten in der kalten Jahreszeit ab Friedrichshafen und Konstanz sind montags bis samstags um 19.02 Uhr und sonn- und feiertags um 18.02 Uhr.

Eine weitere Änderung beschert Katamaran-Fans mehr Zeit auf Constanze, Fridolin oder Ferdinand. Denn die Schiffe sind dann 50 Minuten (statt 46) unterwegs, weil sie im Winter vor Konstanz eine andere Route fahren müssen.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

28.10.09: sgbodensee.ch - "Das Info-Portal"

Auf sgbodensee.ch sind über 140 Städte und Gemeinden der Region Bodensee und Rhein verlinkt. Viele nützliche Links und natürlich auch News aus den Städten und Gemeinden sowie aus Feriendestinationen wie Pfänder, Säntis usw. ergänzen das Portal.

Dazu finden Sie auch einen Veranstaltungskalender, der jeder Gemeinde und auch Vereinen usw. offen steht. Informieren Sie die Region Bodensee und Rhein über Ihre eigenen Veranstaltungen und News und das völlig kostenlos.

sgbodensee.ch = Städte und Gemeinden in der Region Bodensee und Rhein!

Dienstag, 27. Oktober 2009

27.10.09: Niederlage für Alinghi vor Gericht

Der New York Supreme Court ordnet an, dass der 33. America's Cup die Deed erfüllen muss.

Der New York Supreme Court verfügte heute, dass der auf Februar 2010 angesetzte 33. America's Cup an einem Ort auf der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden muss, der genauen Auslegung des für den Wettkampf massgebenden Dokuments, der Deed of Gift, folgend. Einzige Ausnahme von dieser Regel ist Valencia.

"Das ist ein enttäuschendes Resultat, weil wir sicher waren, dass es das Urteil von Richter Cahn im Mai 2008 dem Defender erlaubte, Valencia oder "jeden anderen Ort" zu wählen", sagte Lucien Masmejan, der Rechtsberater der Société Nautique de Genève (SNG). "Ras al-Khaimah hat enorm viel Zeit und Aufwand in diesen 33. America's Cup gesteckt. Wir danken ihnen und sind enttäuscht über diese unerwartete Entscheidung des New Yorker Gerichts."

"Wir sind aber auch zufrieden, weil Richterin Kornreich bekräftigte, dass der Deed of Gift-Match nach den Regeln der SNG ausgetragen wird, so wie sie dies schon in einem vorhergehenden Gerichtsurteil getan hatte", fügte Lucien Masmejan hinzu.

In der Deed of Gift von 1887 ist zwar festgehalten, dass Rennen um den America's Cup zwischen dem 1. November und dem 1. Mai auf der südlichen Hemisphäre ausgetragen werden müssen, aber das Urteil von Richter Cahn vom New Yorker Supreme Court vom 12. Mai 2008, in dem stand, dass "der Austragungsort des Matchs Valencia oder jeder andere von der SNG gewählte Ort sein kann", führte den titelverteidigenden Yacht-Club des America's Cup, die Société Nautique de Genève, dazu, sich für Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu entscheiden.

27.10.09: Herbstwanderung 2009 des SVPK (Segler-Verein Purren Konstanz e.V.)

Das Wandern ist des Müllers und manchmal auch des Seglers Lust. In diesem Sinne machte sich am Herbstwandertag des SVPK, der am 17. Oktober um 14 Uhr am Sportplatz Litzelstetten startete, eine kleine Gruppe von 6 Mitgliedern zu Fuß auf in Richtung Schiffslände am Sportboothafen Staad.

Der Weg führte zunächst bei trockenem Wetter (es hatte erst um ca. 13 Uhr aufgehört zu regnen!) direkt am See auf der herbstlichen Allee entlang an der Mainau und am Wassersportgelände der Uni vorbei nach Egg. Dort ging es dann hinauf zum Otto Moericke Turm (ehemaliger Wasserturm bzw. heutige Jugendherberge). Von dort aus hat man einen traumhaften Ausblick auf die Insel Mainau umrahmt vom herbstlichen Seeufer. Da unser „Pfadfinder“ Dieter den Wanderweg im Vorfeld extra abgelaufen ist, gab es auch nur sehr wenige Situationen, in denen der Weg plötzlich zu Ende zu sein schien und die Wanderer in unwegsames Gelände (in unserem Fall war es ein Acker) ausweichen mussten!







Weiter führte uns unser schmaler Pfad entlang des Steilhanges oberhalb des Bojenfeldes nördlich der Fähre in Richtung Schiffstraße zum Sportboothafen Staad. Nur mit vereinten Kräften konnte der Höhenweg bezwungen werden, wie die Bilddokumentation eindeutig beweisen soll! Im Anschluss an die ca. eineinhalbstündige Wanderung saßen dann die Wanderer mit denen, die auf direktem Wege in die Schiffslände gekommen waren, beim wohlverdienten Bier bzw. Kaffe und Kuchen gemütlich bis zum Abendessen zusammen und ließen den schönen Herbsttag in einer größeren Gruppe von ca. 20 Mitgliedern langsam ausklingen.

Unser Nachbar im Bojenfeld Litzelstetten, der Yachtclub Litzelstetten Mainau (YLM) feiert heute sein 40 jähriges Jubiläum. Dazu gratulieren wir recht herzlich! Sven Seren.

(Fotos zur Vergrösserung anklicken)

27.10.09: Larry Ellison zum "achten"

Statement der Société Nautique de Genève zur Treuhänder-Challenge des GGYC.

„Indem sie gegen den Defender die achte Rechtsklage in zwei Jahren eingereicht haben, haben Larry Ellison und sein Golden Gate Yacht Club (GGYC) einmal mehr gezeigt, dass ihre wahre Absicht darin besteht, die prestigeträchtigste Trophäe im Segelsport vor Gericht anstatt auf dem Wasser zu gewinnen. Nachdem ihre Versuche gescheitert sind, die Bedingungen, die in der Deed of Gift definiert sind, zu unterlaufen, versucht Ellison nun in einer neuen Runde von haltlosen Anschuldigungen, der SNG den Cup wegzuschnappen“, sagte Fred Meyer, Vice-Commodore der Société Nautique de Genève.

„Als zweifacher Gewinner des America's Cup und Organisator des America's-Cup-Events in Valencia im Jahr 2007, der als erfolgreichste Austragung aller Zeiten gilt, werden die SNG und Alinghi weiterhin für die ihnen zustehenden Rechte kämpfen, um den Segelsport rund um die Welt zu fördern. Wir hoffen, dass der GGYC seine unfaire Haltung aufgibt und entweder den Wettkampf in den Gewässern vor Ras al-Khaimah im Februar mitsegelt oder aber andere Teams, die mitmachen wollen, als Herausforderer um den Cup kämpfen lässt“, ergänzte er.

Alinghi-Teamskipper Brad Butterworth sagte: „BMW Oracle sollte sich seine unsportliche Einstellung mit einer Dosis Salzwasser und Sonnenschein wegspülen und auf dem Wasser um den Cup kämpfen. Anderenfalls sollen sie Platz machen für andere Teams.“„Die Klage ist ein Affront gegenüber dem America's Cup, den VAE, gegenüber der Beziehung unseres Landes mit einem wichtigen Partner und gegenüber dem Rechtssystem. Dies ist ein PR-Gag.

Die Klage enthält nichts, was nicht schon in früheren oder laufenden Rechtsverfahren Thema war oder ist. Grundsätzlich will der GGYC einfach nicht auf dem Wasser gegen die SNG antreten, nachdem sie 19 anderen Clubs die Möglichkeit genommen haben, in einer Eliminationsserie anzutreten, und hunderte von Seglern und andere Exponenten in der Segelindustrie disloziert haben“, schloss der führende Rechtsberater der Société Nautique de Genève, Barry Ostrager von Simpson Thacher & Bartlett.

Montag, 26. Oktober 2009

26.10.09: Lehrbuchautor Rolf Dreyer veröffentlicht ein neues Segellexikon online

Buchautor Rolf Dreyer (Sportbootführerschein, SKS-Schein, UKW-Funkbetriebszeugnis) hat sein neuestes Werk nicht als Buch, sondern online im Internet veröffentlicht - ein Segellexikon mit über 1.100 Artikeln und 10.000 Hyperlinks zwischen den Beiträgen.

"Online lässt sich ein Lexikon viel besser auf dem neuesten Stand halten", sagt Dreyer und "Was mir als Autorenhonorar entgeht, gleiche ich durch Werbung aus." In seinem neuen Segellexikon erklärt der Buchautor nicht nur alle wichtigen Begriffe aus dem Segelsport, sondern gibt auch viele Hintergrundinformationen. So beschreibt Dreyer die Segeleigenschaften zahlreicher Bootstypen, gibt Einblick in die aktuellen Vermessungssysteme (ORC International und IRC) und zeigt, wie sie das Yachtdesign beeinflussen. Unter dem Stichwort Radar kann man eine grundlegende Radar-Einweisung bekommen. Nach seinen Angaben hat Dreyer das derzeit größte Segellexikon im deutschen Internet verfasst; unter www.segeln-lernen.de können Internet-User darauf zugreifen.

Allzeit gute Fahrt, gode Wind und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wünscht Rolf Dreyer.

26.10.09: Thurgauer Energie-Initiativen

Die Thurgauer Energie-Initiativen sollen die Fördergelder für die nächsten Jahre im Kanton Thurgau garantieren. Sie können also direkt davon profitieren.

Unterschreiben Sie (Thurgauer Bürgerinnen und Bürger) diese beide Bögen und senden diese an:

Energieinitiativen Thurgau
Josef Gemperle
Buhwil 3
8376 Fischingen

Verfassungs-Initiativbogen >

Gesetzes-Initiativbogen >

Der Kanton Thurgau hat für das Jahr 2009 die Fördergelder für Photovoltaikanlagen bereits wieder gestoppt. Ob und in welcher Form diese im 2010 wieder aufgenommen werden, ist bis heute nicht bekannt und dies obwohl der Kanton über genügend Finanzen verfügt. Diese entsprechend "kleinen Beträge" verhindern den weiteren Ausbau von grünem Strom aus der Sonne!

Man kann es drehen oder wenden wie man will, die Zukunft gehört einzig den erneuerbaren Energiesystemen. Nüchtern betrachtet ist diese Ausgangslage eigentlich nur positiv. Diese Herausforderung zu meistern, hält die Menschheit auf Trab, sie fordert die Hirnzellen unserer Ingenieure und Wissenschaftler und sichert unseren Leuten Arbeit und Einkommen. Also sofort unterschreiben!

26.10.09: "Hafenkoller - oder wovon man im Süden träumt"

Mit den erfolgreichen Reisebeschreibungen "Im Bann der Donau" (ISBN 3-8311-3049-3) und "Ein Goldfisch im Schwarzen Meer" (ISBN3-8334-2745-0) lässt Walter H. Edetsberger den Leser an seinem Lebenstraum einer nicht alltäglichen und äußerst intensiv erlebten Reise von Deutschland bis in die griechische Ägäis teilhaben und setzt eben dieser Reise mit dem Roman "Hafenkoller" ein äußerst humorvolles, fiktives Ende.

Das Buch: "Hafenkoller - oder wovon man im Süden träumt"
Dieses Mal erzählt der Autor in humorvoller Weise von einem kleinen, verschlafenen Dorf mitten in Griechenland, in dessen Hafen der Held der Geschichte mit seiner betagten Segelyacht vor Jahren festgemacht und sich dort mit deutscher Rente "angesiedelt" hat.

Da wo die Alten noch das Sagen haben und jeden Sonntag zur Messe gerufen wird, aber auch wo sich Aussteiger treffen, oder die die sich dafür halten. Auch von Schmarotzern und kleinen Betrügern erzählt er. Wie man am schnellsten die Neuigkeiten des Dorfes erfährt, von Touristenscharen, die für kurze Zeit alles überfluten und den tollen Ideen so mancher "Geschäftsleute". Und trotzdem scheint alles so zu bleiben wie es schon immer war...

Ein Roman für Alle, die sich mit einem Lächeln im Gesicht an ihren eigenen Griechenlandurlaub zurück erinnern möchten und das Eine oder Andere wieder erkennen aber auch für diejenigen, die eine Bestätigung dafür brauchen, einfach daheim zu bleiben.

Buch: 172 Seiten; kartoniert; SW-Fotos; 16,90 €
Das Buch ist ab November 2009 bei allen gutsortierten Buchhändlern und im Internet bei z.B. www.amazon.de, www.libri.de, www.buch.de u.s.w. erhältlich, oder mit persönlicher Widmung auf www.euro-tour2000.de.

26.10.09: IDM am Brombachsee: Müller/Janich Deutsche Meister - 29er wird U17 Klasse

Großer Brombachsee - Die 29er Saison geht nun langsam dem Ende zu, doch auch kühle Temperaturen konnten die TeilnehmerInnen der Internationalen Deutschen Meisterschaft im 29er nicht abschrecken, drei Tage lang auf dem Wasser um den begehrten Titel zu kämpfen.

Nachdem die 29er Klasse im letzten Jahr - als eine der wenigen in letzter Zeit - die allgemeine Meisterschaftswürdigkeit erreichte, fand nun dieses Jahr am Großen Brombachsee bei Nürnberg die zweite 29er IDM statt. Bei der TeilnehmerInnenzahl konnte eine ordentliche Steigerung beobachtet werden, so waren 41 Schiffe am Start.

Sieger und somit deutsche Meister wurden Philipp Müller (Herrschinger Segelclub) und Moritz Janich (Segelverein Wörthsee), vor Simon Winter/Kilian Holzapfel (beide Seebrucker Regattaverein) und Karin (Yacht Club am Tegernsee) und Tina Marchart (Schlierseer Segelclub) auf Platz 3.

Alle drei aus dem Süden stammenden Teams lieferten sich bis zum Ende ein spannendes Rennen, so waren nach der vorletzten Wettfahrt alle drei punktgleich, Müller/Janich konnten dann jedoch mit Platz 2 in der letzten Wettfahrt die Meisterschaft für sich entscheiden.

Die Vorjahresmeister aus Kiel, Justus Schmidt und Max Boehme mussten sich mit Platz 4zufrieden geben, auch die Vizemeister des letzten Jahres, Jens Thoma/Simon Woop vom gastgebenden Yacht Club Noris konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen und landeten auf Rang 7.

Insgesamt herrschte an den drei Tagen leichter bis mittelstarker Wind, was den eher an Leichtwind gewöhnten Teams aus dem Süden zu Gute kam. Am letzten Tag frischte es noch etwas auf, sodass die insgesamt 12 Wettfahrten problemlos durchgeführt werden konnten. Dies lag vor allem auch an dem perfekt funktionierendem Wettfahrtleitungsteam um „Regelpapst“ Uli Finckh, dem der rundum gelungene Ablauf auf dem Wasser zu verdanken war. So achtete er neben einer fairen Wettfahrtdurchführung auch darauf, dass die SeglerInnen bei dem teilweise sehr kaltem Regenwetter nicht überstrapaziert wurden.

Auch beim Rahmenprogramm waren die zahlreichen zumeist jugendlichen OrganisatorInnen des Yacht Club Noris, stellvertretend seien hier Jugendwart Günther Schlegel und Rolf Thoma genannt, sehr kreativ. So wurde es durch Wettbewerbe wie Bobbycar Rennen und ein Abendprogramm mit Band und DJs auch außerhalb der Segelzeiten nie langweilig.

Infolge dessen erhielt die aufwändig organisierte Veranstaltung auch durchwegs positive Resonanz. Schirmherr Jörg Spengler, ehemaliger Olympiateilnehmer im Tornado, zeigte sich ebenso begeistert wie der Vorsitzende der deutschen 29er KV, Christian Kramer, der feststellte, noch nie eine derartig perfekte Veranstaltung erlebt zu haben.

Und nicht zuletzt zeigten auch die SeglerInnen ihr sehr positives Fazit der Veranstaltung, indem sie sich mit anhaltendem Applaus bei allen HelferInnen bedankten.

Für alle Seglerinnen, die den kalten Temperaturen trotzen findet nun noch die Landesjugendmeisterschaft Berlin satt, dort sind als Folge der IDM im letzten Jahr nun 13 29er aktiv. Desweiteren findet am Gardasee der letzte Eurocup der Saison statt, bei dem neben den 29ern auch 29erXX am Start sind.

Außerdem haben sich nun eine sehr positive Entscheidung für die 29er Klasse ergeben. Das seit fünf Jahren angestrebte Ziel, U17 Klasse zu werden, ist nun erreicht. Somit ist der 29er bei der Fördermittelvergabe mit dem 420er gleichgestellt, was für Landesverbände, in denen der 29er bisher noch nicht so stark vertreten ist, sicherlich ein Anreiz ist, nun auch nachzuziehen und es Bayern und Schleswig Holstein gleichzutun, wo der 29er bereits jetzt schon eine sehr starke Verbreitung hat.

So kann die 29er Klasse optimistisch weiterem Wachstum entgegensehen und wird, wenn 2012 die Weltmeisterschaft in Travemünde stattfindet, sicherlich sehr gut aufgestellt sein. Maria Wöhr. Rangliste nach der IDM >


Die Sieger der Meisterschaft: vl. Kilian Holzapfel/Simon Winter,
Pilipp Müller/Moritz Janich, Karin/Tina Marchart


Deutsche Meister Philipp Müller/Moritz Janich


Auf dem Wasser

Zwei Beiträge des Bayrischen Fernsehns über die IDM:
www.youtube.com/watch?v=lJIDNJssMSY&feature=related
www.youtube.com/watch?v=mPsORRmjCXQ

Samstag, 24. Oktober 2009

24.10.09: Alinghi 5 segelt mit neuem, längerem Mast

Im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den 33. America’s Cup, testete Alinghi heute vor der Küste von Ras al-Khaimah, Austragungsort des nächsten Anlasses, seinen neuen Mast.


(Photo credit: Javier Salinas / Alinghi)

Das Team stellte den neuen Alinghi-Mast gestern in der Basis auf der America’s-Cup-Insel Al Hamra und war sehr gespannt darauf, zu sehen, wie er sich während der gestrigen Trainingssession halten würde. Als Murray Jones, Verantwortlicher im Designteam für das Mast- und Riggprogramm, am Ende eines langen Tages von Bord ging, sagte er: „Es lief sehr gut. Das Boot fühlte sich gut an und alles am Mast funktionierte tadellos. Wir fuhren früh raus bei einer Brise von rund fünf Knoten, die dann bis auf 14 Knoten anstieg – es war also ein richtiger Test für den Mast. Das Boot scheint gute Leistungen zu bringen und nach einigen Sessions mit beiden Masten werden wir die Segelfläche abschätzen können, die wir für die verschiedenen Bedingungen einsetzen sollten.“

Alinghi 5 steckt in einem kontinuierlichen Entwicklungsprogramm und alle Elemente werden kontinuierlich verbessert: „Mark Allanson, Kirst Feddersen und Bootsbauerteam haben grossartige Arbeit geleistet; wir sind restlos zufrieden. Auch der Einsatz von Andreas Winistörfer ist sehr wertvoll; alles wird mit jedem Entwicklungsschritt verfeinert und verbessert – wir haben alles erreicht, was wir uns für diesen Zeitpunkt vorgenommen haben. Und dies ist noch längst nicht das Ende des Entwicklungsprogramms...“

Heute Samstag hat das Team einen wohlverdienten Ruhetag auf dem Programm (alinghi.com).

24.10.09: Offener Brief von Brad Butterworth, siebenfacher America's-Cup-Teilnehmer und vierfacher Sieger

Es gab Stimmen, die nach einer Neuauflage der Stiftungsurkunde (Deed of Gift) des America’s Cup gerufen und dem Titelverteidiger ihre eigene Vision für den Segelwettbewerb unterbreitet haben. Aber diese lautstarken Forderungen sind in den letzten Jahren zur normalen Begleiterscheinung jedes Matchs geworden und kommen üblicherweise genau von jenen, die im Cup noch nie erfolgreich waren. Behauptungen, dass der America’s Cup kurz vor dem Aussterben steht, erwiesen sich stets als grosse Übertreibung.

Ein Plädoyer für Mr. Schuylers Deed of Gift.


Brad Butterworth, Alinghi-Teamskipper
(Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)

Zwei amerikanische Yachtclubs – der New York Yacht Club und der San Diego Yacht Club –gewannen 140 Jahre lang abwechselnd den Cup. Für sie war alles perfekt, man könnte auch sagen „sie hatten den Wind in ihrem Segel“. Damals gab es keinerlei Forderungen, dem Gewinner die Rolle als Verwahrer abzusprechen, dem Gewinner die Organisation der nächsten Regatta streitig zu machen oder auch das Management des America’s Cup einer unabhängigen Einheit zu übertragen (obwohl sie wahrscheinlich einige dieser Treuhänder-Interpretations-Beschlüsse herausgegeben haben, um die Herausforderer auf Distanz zu halten). Jetzt ist der Cup wieder in fremden Händen und nach neun missglückten Versuchen von amerikanischen Herausforderern, den Cup zurückzuerobern – sie alle schafften es nicht einmal bis in den Match – ist jetzt die Zeit gekommen (nach Meinung einiger Amerikaner und ihrem Gefolge) während ihrer zehnten Herausforderung die Deed of Gift neu zu schreiben, dem Gewinner die Früchte seines Sieges abzuerkennen, um es für den Challenger einfacher zu machen, den Cup zu gewinnen. Wenn die Deed und der Wettbewerb, den sie schuf, wirklich so schlecht sind, wo waren denn alle die Reformen, als der Cup in amerikanischen Händen war? Die Antwort ist offensichtlich: die Deed ist nicht schlecht. Vielmehr geht es darum, dass sich einige wenige schwer tun mit der Tatsache, dass sie den Cup verloren haben und es nun nicht schaffen, ihn wieder zurückzugewinnen.

Es ist wichtig, dass man den Wettbewerb nicht nur vor dem Hintergrund der aktuellen Schwierigkeiten, die bald vorbei sein werden, beurteilt und abschreibt. Vielmehr sollte man die 150-jährige Geschichte des Wettbewerbs in Betrachtung ziehen. Ja, es hat in unserer Zeit zwei „wilde“ Herausforderungen ohne gegenseitige Einvernahme gegeben und beide diese Herausforderer haben den Wettbewerb vor Gericht gezerrt. Über die 150-jährige Geschichte gesehen sind dies aber nur kleine Ausnahmen, obwohl wir alle übereinstimmen, dass es zwei zu viel sind. Wenn man etwas ändern will, um Streitigkeiten vor Gericht zu verhindern, muss man die Deed nur mit einer einfachen Schiedsgerichtsklausel ergänzen. So kann man Dispute schnell und innerhalb der Sportwelt lösen und der Wettbewerb bleibt auf dem Wasser. Keine Frage: Die Deed ist nicht perfekt, aber sie liegt nicht am Boden und benötigt weder einschneidende Eingriffe noch die totale Umkrempelung, die einige jetzt vorschlagen.

Die Klausel über das gegenseitige Einvernehmen (mutual consent clause) ist der Schlüssel der Deed – sie erlaubt dem Wettbewerb, sich zu entwickeln und auf veränderte Zeiten und Gegebenheiten zu reagieren. Denn was heute gut und richtig erscheint, sieht vielleicht in zehn, 50 oder 100 Jahren ganz anders aus. Das letzte, was irgendeine Generation tun sollte, ist, zukünftigen Generationen ihren Willen aufzuzwingen. Wenn jemand den Wettbewerb anders organisieren möchten, nur zu – gewinnt den Cup und werdet mit eurem Challenger of Record einig – mehr brauchts dazu gar nicht. Aber bitte, spielt nicht George Schuyler und hört auf, eure Vision dessen, was der America’s Cup sein sollte, über diese Deed zu stülpen. Niemand wird daran gehindert, einen Pokal zu kaufen und ganz einfach einen neuen, anderen Wettbewerb aus dem Boden zu stampfen. Versucht einfach nicht, Herrn Schuylers Wettbewerb zu klauen, um Glaubwürdigkeit für euren eigenen Wettbewerb zu bekommen.

Der America’s Cup ist ein harter herausfordernder Wettbewerb. Er ist, um es mit den Worten meines Freundes und Moderators P.J. Montgomery zu sagen, „der Everest des Segelns“. Aber heutzutage kann sich – gegen entsprechendes Entgelt – jede Grossmutter auf den Everest schleppen lassen. Der Cup, um P.J.s Kletteranalogie weiterzuziehen, ist eher wie der K2 – schwierig, technisch und gnadenlos – und er muss so bleiben. Die alte Redensart „es gibt keinen Zweitplatzierten“ beschreibt trefflich den herausfordernden und rücksichtslosen Spirit des Wettkampfs. Den Titelverteidiger mit all seinen Vorteilen zu schlagen ist ein grundlegender Teil der Geschichte und der Essenz des Cups. Für alle, die in einem absolut ausgeglichenen Rennen segeln wollen, gibt es genügend andere Wettbewerbe auf der Welt. Was natürlich oft passiert ist, dass gerade jene, die erfolgreich sind, am Schluss im America’s Cup landen, weil er die ultimative Segelherausforderung und der ultimative Test ist und die Siegreichen wirklich belohnt. Diese Messlatte zu senken bringt niemandem etwas.

Wenn ich an Larry Ellisons prozessfreudige Herausforderung denke, kommt mir ein Kommentar in den Sinn, den mein alter Freund Dennis Conner in seinem grossartigen Buch von 1998, „The America’s Cup: The History of Sailing’s Greatest Competition in the Twentieth Century“, gemacht hat. Er sagte über den ausbleibenden Erfolg unserer frühen Kiwi-Herausforderungen um den Cup:

„Sir Michael (Fay) würde dazu verdammt werden, die Vergangenheit zu wiederholen: Dieser „Hintertür-Mann“, der 1986/87 mit einem zwölfmetrigen Plastikboot nach Perth und 1988 mit einer Superyacht nach San Diego kam, kehrte 1992 nach San Diego zurück, wie wir sehen werden, mit einem ungewöhnlich designten Boot, das seinen Spi sehr unorthodox segelte und halste. Als die Kiwis dann 1995 durch die Vordertür kamen, gingen sie mit dem America’s Cup.“

Grosse Athleten suchen den Sieg auf dem Spielfeld oder, in unserem Fall, auf hoher See. Sportler, die versuchen, über die Gerichte zu gewinnen, was Dennis als „Hintertür“ bezeichnete, erniedrigen sich und geben jedem Sieg ebenso wie dem ganzen Sport einen fahlen Beigeschmack.

Ich war im America’s Cup mehrmals Herausforderer und Verteidiger und habe stets gesehen, dass die Trophäe von denen gewonnen wurde, die das schnellste Boot designt und gebaut haben und dieses mit dem besten Team segelten. Es ist schwierig, zu gewinnen – aber genau so soll es bei einer solchen Trophäe auch sein. Wenn man die Herausforderung reduziert, wird der Sieg zwar einfacher, aber die Anziehungskraft und der Triumph sind weg.

Wenn man die Deed verändert, um den Herausforderern den Sieg zu erleichtern, verkommt der America’s Cup zur billigen Farce, und George Schuylers grosse Herausforderung für Generationen von Seglerinnen und Seglern – Amerikas Sieg von 1851 nachzueifern – verliert jeglichen Zauber (alinghi.com).

Donnerstag, 22. Oktober 2009

22.10.09: Bei Stromboli kochte das Mittelmeer

Die Hochseesegler haben die letzte große Herausforderung der europäischen Saison 2009, das 30. Rolex Middle Sea Race, mit großen Hürden gemeistert. Bei unbeständigem Wetter mit stürmischen Winden erreichten nur 45 von 70 gestarteten Crews nach dem 606 Seemeilen langen Rundkurs das Ziel in Malta.

Der 30-Meter-Supermaxi "ICAP Leopard" von Mike Slade aus Großbritannien war schnellste Yacht, verfehlte aber den Streckenrekord um eine gute halbe Stunde. Der Sieg nach berechneter Zeit ging an seinen Landsmann Andres Sorriano auf der 21 Meter langen "Alegre". Als einziges deutsches Schiff erreichte die "BOV Kerisma" des Hamburgers Sönke Stein das Ziel. In der Gesamtwertung blieb das 11,30-Meter-Boot als eines der kleinsten im Feld allerdings unter ferner liefen. Die Crews der Mehrrumpfboote "High Q1" (Hans Nagel/Hamburg) und "Silver Chiller" (Richard Müller/München) gaben auf, die "Dralion" (Pit Finis/Düsseldorf) hatte zurückgezogen.

Der Kurs von Valletta aus entgegen dem Uhrzeigersinn rund um Sizilien, vorbei am Vulkan Stromboli, wo es dieses Mal besonders hart zur Sache ging, zur Insel Lampedusa und von dort zurück nach Malta hatte es wieder in sich. Frontensysteme mit heftigen Windböen beutelten das Feld. Auf der US-amerikanischen Mini-Maxi "Rosebud" brach der Mast, andere erlitten Materialschäden wie zerrissene Segel. Erschöpft, aber zufrieden kam die deutsch-maltesische Crew der "BOV Kerisma" nach gut vier Tagen ins Ziel, die den Unbilden des Wetters getrotzt hatte. Auf der Ker 11.3 des südafrikanischen Designers Jason Ker gab es nach der Ankunft im Hafen erst einmal eine riesige Portion Burger. "Ein wahres Festessen, nachdem wir unterwegs fast ausschließlich von Müsli-Riegeln gelebt haben", freute sich Eigner Stein, für den das Rennen mit seinem Bruder Jan und sieben guten Freunden so etwas wie ein Heimspiel war, denn für ein paar Jahre hatte er auf Malta gelebt. Seit 2002 nimmt er mit dieser Crew a uf verschiedenen Schiffen am Rolex Middle Sea Race teil und durfte dabei schon zwei Klassen-Siege feiern.

Diesmal wurde er mit der eher für Kurzrennen an der Küste gebauten Yacht aber bis an die Grenze des Belastbaren geführt. "Das Wetter war sehr instabil und bot ständig unliebsame Überraschungen. Wir sind froh, dass wir ohne Bruch im Hafen angekommen sind", erklärte Stein. Nur auf dem ersten Schlag von Malta nach Sizilien unter Spinnaker herrschten noch "Kerisma-Bedingungen", danach musste die Crew in den Schwerwetterfronten einige Male die Köpfe einziehen und die Segel runternehmen. "Bei solchen Bedingungen hatten wir mit unserem 36-Fuß-Schiff natürlich keine Chance gegen die Konkurrenz." Zufrieden war der Skipper trotz Rang zehn in der Klasse drei dennoch: "Wir sind immer wieder gern dabei. Das Rennen wird immer populärer und die Konkurrenz immer hochkarätiger."

Auf der Jagd nach dem Titel als erstes Schiff im Ziel demonstrierte die "ICAP Leopard" einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der internationalen Regattaszene. Wie schon beim Rolex Fastnet Race im August war sie schnellste Yacht, jedoch mit einer gesegelten Zeit von zwei Tagen, 29 Minuten und 33 Sekunden knapp 35 Minuten langsamer als die "Rambler" (USA) in 2007, die keine 48 Stunden gebraucht hatte. Die "Alegre", ein Mills-Design, kreuzte sechseinhalb Stunden nach der "ICAP Leopard" die Ziellinie vor dem königlich-maltesischen Yachtclub (RMYC), lag damit berechnet aber deutlich vor der neun Meter längeren Konkurrentin und hatte auch so prominente Yachten wie die "Beau Geste" (Hongkong), "Luna Rossa" (Italien) und "Rán" (Großbritannien) auf die Plätze zwei bis vier verwiesen.

Nach der Ankunft an Land suchte Mike Slade nicht nach Ausflüchten, warum es nicht zur Rekordfahrt gereicht hätte. Er befand, dass die Crew alles getan hatte, was sie konnte, und daher sparte der "Leopard"-Eigner auch nicht mit Lob: "Es ist fantastisch, dieses harte Rennen beendet zu haben. Der Rekord war aufreizend nah, aber das wichtigste ist, dass wir als erste Yacht angekommen sind und das Schiff als Ganzes nach Hause gebracht haben. Die Crew war fantastisch und unser Empfang in Malta wunderbar - was für ein großartiger Event."

Auch wenn das Potenzial des Schiffes voll zur Entfaltung kommt und kein Schaden auftritt, hängt der Erfolg eben immer noch vom Wetter ab. Die 606 Seemeilen des Rolex Middle Sea Race in rund zwei Tagen zu beenden, ist nur möglich mit einem Schwenkkiel und Wasserballast sowie einer Crew, die mit den besten See-Segelexperten besetzt ist. Auf der "Leopard" waren mit Brad Jackson, Jules und Guy Salter drei aus dem aktuellen Siegerteam des Volvo Ocean Race (VOR). Rob Greenhalgh segelte auf dem zweitplatzierten Schiff, während Justin Slattery beim vorigen VOR auf der Siegeryacht an Bord war. Zudem hat Jason Carrington schon viele Siegeryachten gebaut. Segelmacher Jeremy Elliott ist ein weiterer Weltumsegler und America's-Cup-Akteur. Hugh Agnew navigierte die Siegeryacht beim Rolex Sydney Hobart Race 2004, und nicht zuletzt Mike Slade selbst hat seit den frühen 1990er Jahren Teams um sich herum geformt, die auf höchstem Grand-Prix-Level und mit modernsten Maxiyachten Rennen gesegelt sind, ausnahmslos geführt durch die ruhige Hand von Chris Sherlock. Erfahrung und Können gab es in Fülle auf der "Leopard", was die Yacht von der Rekordfahrt abgehalten hat, war die Laune des Windes.

Slade erklärte, wie sich das Rennen entwickelte: "Es gibt eine Menge Tücken auf dem Kurs. Er verläuft die ganze Zeit in Landnähe und hat die entsprechenden, leidvollen Einflüsse. Es gibt den Spruch, dass der Ätna den Wind ansaugt in der Straße von Messina. Und das hat sich für uns bewahrheitet. Wir saßen fest in seinem Schatten und haben uns bis zum Stromboli durchgeschlagen, und dort fingen die Probleme erst richtig an." Tatsächlich mussten hier neben zwanzig anderen Yachten die beiden US-amerikanischen Mini-Maxis "Rosebud" und "Bella Mente" das Rennen aufgeben, als ein stürmischer, böiger Wind anderthalb Tage um die nordöstliche Ecke von Sizilien peitschte.

"Nach Stromboli wurde es hart", berichtete Slade. "Fünf oder sechs Stunden lang zogen Wetterfronten über uns hinweg. Aber wir haben ein starkes Boot und können damit umgehen. Tatsächlich hätten wir uns mehr dieser Bedingungen gewünscht." Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Rund um Lampedusa blieb der Wind aus. Die "Leopard" mag eine starke Brise von über 20 Knoten, aber es wehte nur mit 12 bis 18 Knoten auf dem Weg zurück nach Malta. "Es war ein zähes Ringen, um in den Hafen zu kommen", sagte Slade. "Der Wind von hinten war komplett eingeschlafen." Am Ende stellte Slade angesichts der verpassten Rekordzeit fest: "Das ist eben Segeln, wir müssen es erneut versuchen."

Geradezu euphorische Stimmung herrschte dagegen nach dem Zieldurchgang auf der "Alegre". Andres Soriano war überwältigt von den Emotionen, als er sich des Sieges über alles nach berechneter Zeit bewusst wurde: "Es ist ein großartiges Gefühl. Als wir die Ziellinie nach diesem großartigen Wettkampf kreuzten, hatte ich Tränen in den Augen, während ich der Crew gedankt habe. Die Nachricht, dass wir gewonnen haben, war einfach überwältigend. Es ist eine Bestätigung für alle, die daran beteiligt waren - die Crew auf dem Boot und diejenigen, die an Land und in der Vorbereitung geholfen haben."

Als erfahrener Hochsee-Segler war sich Soriano auch bewusst, dass der Wind auf seiner Seite war. Das Frontensystem, das über den Kurs hinweg gezogen ist, brachte zwei Drittel des Feldes aus dem Gleichgewicht. Aber die "Alegre" hatte die Bedingungen besser gemeistert als die hochkarätig besetzten "Luna Rossa" mit dem mehrmaligen Olympiamedaillen-Gewinnern Robert Scheidt und Torben Grael sowie Karl Kwoks "Beau Geste" und Niklas Zennströms "Rán", der Siegerin über alles beim Rolex Fastnet Race. So ging dann auch ein großes Lob von Steuermann Scheidt an die Adresse der "Alegre": "Sie haben einen großartigen Job gemacht und das Boot sehr gut gepusht. Sie haben das Material im Sturm geschont, und wenn sie Entscheidungen zu treffen hatten, dann trafen sie die richtigen." Für Soriano erfüllte sich nach dem Sieg nach gesegelter Zeit im vergangenen Jahr nun ein Traum, denn dieser Sieg ist noch um einiges süßer, schließlich zählt er über alles.

Mit dem Abschluss des Rolex Middle Sea Race sind die Langstreckenrennen in Europa für diese Saison beendet und die Eigner können nun ihre Yachten Richtung Australien verschiffen, wo am 2. Weihnachtstag mit dem Rolex Sydney Hobart Race der letzte Höhepunkt des Jahres 2009 und der erste für die kommende Saison gestartet wird. Resultate >

Mittwoch, 21. Oktober 2009

21.10.09: Boote am Seerhein aufgebrochen

Zwischen Freitagabend und Montagmorgen haben Unbekannte mehrere Boote am Seerhein bei Konstanz aufgebrochen.

In der Zeit von Freitag, 20 Uhr, bis Montag, 8 Uhr, haben noch unbekannte Täter mehrere an den Bootsliegeplätzen im Bereich des Webersteiges in Höhe der Fachhochschule liegende Boote aufgebrochen und diese durchsucht. Dabei wurden Angeln und verschiedene Werkzeuge entwendet, wie die Polizeidirektion Konstanz mitteilte.

Von einem Solarboot wurde ein schwarzer Werkzeugkoffer entwendet, dieser wurde jedoch zwischenzeitlich in der Alfred-Wachtel-Strasse wieder aufgefunden. Vermutlich waren mindestens zwei Täter beteiligt. Hinweise sind erbeten an die Wasserschutzpolizeistation Konstanz, Telefon 0049 (0)7531/59020.

21.10.09: Wettfahrtregeln in der Praxis

Neuerscheinung - Wettfahrtregeln in der Praxis von Bryan Willis - Bearbeitung Willii Gohl.

Ein neues Buch, natürlich nicht nur für Wintertage, ist bei Sailing Media erschienen.

Die Regattaregeln werden ausführlich mit Hilfe von Grafiken und Texterläuterungen dargestellt und erklärt. In Boot zu Boot Situationen werden immer die jeweiligen Rechte und Pflichten jedes Bootes in der dargestellten Situation untersucht und erläutert. Dabei werden alle Bereiche einer Wettfahrt, vom Start bis zum Zieldurchgang, beleuchtet. Das Besondere an diesem Buch ist der Umstand, dass die Regeln nicht abstrakt erklärt werden, sondern dem Leser in ganz konkreten Situationen mit fast neunzig Beispielen vor Augen geführt werden und dabei immer die entsprechende Regelnummer genannt werden. So wird der Leser ganz nebenbei auch noch ermutigt, den dazugehörigen Regeltext nachzulesen. Durch die Beispiele wird der manchmal schwer verständliche Text der Wettfahrtregeln klar und eindeutig. Weitere Kapitel über die Grundlagen der Regeln, das Protestieren und das Annehmen von Strafen ergänzen das Buch.

Regattasport. Er war langjähriger Vorsitzender der Regelkommission des Weltseglerverbandes und hat die Schiedsgerichte vieler großer Ereignisse, von olympischen Spielen bis hin zum Americas Cup geleitet. Willii Gohl, ein ebenfalls international hoch angesehener Regattaschiedsrichter, hat die deutsche Ausgabe besorgt. Ihm ist es gelungen, für die Übersetzung eine eingängige Sprache zu finden und durch viele Anmerkungen und Bearbeitungen das Buch gerade für Regattasegler aus dem deutschsprachigen Raum interessant zu machen. Im Anhang des Buches ist nicht nur der komplette deutsche Regeltext abgedruckt, sondern auch der wichtige Teil der Regeln in Englisch. So ist es für den Leser möglich, immer auch den verbindlichen englischen Regeltext nachzuschlagen, denn sprachlich bedingt, gibt es in jeder Übersetzung der Regeln manche Unschärfe, die erst beim Vergleich mit dem Originaltext deutlich wird.

Bryan Willis, Wettfahrtregeln in der Praxis, Sailing Media Verlag, Lindau
175 Seiten, 22,90 €, ISBN 978-3-9811584-6-5
erhältlich unter www.sailing-media.com und im Buchhandel

Montag, 19. Oktober 2009

19.10.09: Internationale Deutsche Meisterschaft der Laser am Alpsee

Michael Zittlau vom Segel- und Motorbootclub Überlingen auf Platz 5.

Mit einem 3. Platz im Finalrace der besten Zehn sicherte sich Michael Zittlau GER 192350 bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Laser 2009 den 5. Platz. Zwei Tage warteten die 51 Männer im Laser-Standard und 23 Frauen im Laser-Radial auf den Wind, dann am 3.Wettfahrtag einsetzte - Westwind von zunächst 3, bald auffrischend auf 4-5 und in Böen bis 6 Beaufort. Gleich vier Wettfahrten lässt Wettfahrtleiter Seltmann an diesem Tag segeln, damit hatte er die erforderliche Anzahl von Läufen für eine Deutsche Meisterschaft erreicht.

Insgesamt wurden am Ende sieben Qualifikationswettfahrten bis zum Sonntag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gesegelt, das brachte viele Segler an ihre Leistungsgrenze „Die Meisterschaften gehen wohl als einer der kältesten in der Geschichte der DLAS ein.“ so Bernd Buchert, Vorsitzender der Klassenvereinigung „Deutsche Laser Association“ (DLAS).

Deutscher Meister im Laser Standard (Herren) wurde Tobias Schadewaldt (Norddeutscher Regattaverein) vor Lokalfavorit Philipp Buhl (Segelclub Alpsee-Immenstadt) und Frithjof Schwerdt (Potsdamer Yachtclub), 4. Platz Malte Kamrath (Verein Seglerhaus am Wannsee Berlin, 5. Platz Michael Zittlau (Segel- und Motorbootclub Überlingen). Deutsche Meisterin im Laser Radial (Damen) ist Lisa Fasselt (Yachtclub Ruhrland Essen) vor Franziska Goltz (Schweriner Segler Verein) und Christiane de Nijs (Segel-Club Neumünster). Beatrix Zittlau.


Bild: "Segelclub Alpsee-Immenstadt (SCAI)"

19.10.09: Roland Begré - Der Bootbauer

Roland Begré wurde 1942 am Bielersee geboren. Nach Wanderjahren an den Jura-Seen kam er 1966 an den Bodensee wo er in verschiedenen Werften Holzyachten baute. 1974 gründete er seine eigene Firma und führt diese als 1-Mannbetrieb bis heute.

Seit 1970 segelt Begré erfolgreich im Folkeboot und lässt seine Erfahrungen überall dort einfliessen wo diese im Bau möglich sind. Homepage >


Foto: R. Begré Altnau

Sonntag, 18. Oktober 2009

18.10.09: Sieg und Meister-Titel geht nach Frankreich

Das Team „Lufthansa“ mit Skipper Luc Gellusseau aus Frankreich holte sich am Wochenende vor Bottighofen den Sieg beim Bodenseecup der Klasse Longtze-Premier und damit gleichzeitig auch noch den Meistertitel im diesjährigen Europacup der aufstrebenden Sportboote.

Es blieb bis zum Ende spannend: Insgesamt vier Teams hatten vor dem Schlusstag noch theoretischen Chancen auf den Sieg beim Bodenseecup vor Bottighofen. Luc Gellusseau und sein Team ließen sich ihr schmales Punktepolster vom Vortag allerdings nicht mehr nehmen und gewannen die Serie knapp, mit nur einem Wertungspunkt Vorsprung vor ihrem Landsmann Erwan Tabarly und dem Schweizer Team um den Berner Andreas Bienz.

Weniger gut lief es für die Bodensee-Segler des Teams „Wet Feet“ um Steuermann Eckhard Kaller aus Langenargen. Nachdem sie die Zwischenwertung noch am Freitagabend angeführt und damit auch die virtuelle Führung im Europacup übernommen hatten, mussten sie am Samstag bei böigen und stark drehenden Winden einbüssen und erreichten schließlich nur den 5. Schlussrang. Damit waren für Kaller auch die Chancen für den Titelgewinn in der European Tour weit abgerückt. Er landete in der Jahreswertung schließlich auf Platz drei. Wenig Fortune hatte auch das Team „Kone“ des Franzosen Nicolas Berenger. Mit einem denkbar knappen Punkterückstand kamen sie vor Bottighofen auf den undankbaren vierten Schlussrang und mussten damit auch ihre bisherige Führung im Europacup an Luc Gellusseau abgeben. Immerhin reisen die Franzosen mit dem Vize-Titel nach Hause.

Doch nicht nur die Segler wurden bei den unregelmäßigen Bedingungen auf dem herbstlichen Bodensee gefordert. Auch die Wettfahrtleitung der Seglervereinigung Bottighofen (SVB) hatte alle Hände voll zu tun um den 13 Mannschaften aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz gute und faire Wettfahrten zu bieten. Trotz schwieriger Umstände brachten die Organisatoren in drei Tagen acht Wettfahrten über die Bühne.

Organisator und Longtze-Vertriebspartner Markus Graf von GrafYachting in Kreuzlingen zeigte sich nach Abschluss der spannenden Regattaserie vor Bottighofen sehr zufrieden. „Wir hatten sehr interessante und hoch dotierte Wettkämpfe über das ganze Jahr hinweg. Das gute Niveau und die hohe Professionalität sorgen stets für spannende und packende Zweikämpfe – für die Segler wie auch für die Zuschauer.“

Die Klasse Longtze Premier hat sich in kurzer Zeit stark entwickelt, auch auf internationalem Parkett. Die schnellen, bunten Sportboote werden in China gebaut und erfreuen sich mittlerweile auch in Europe starkem Zulauf. Für 2010 wird jedenfalls erneut eine European Tour ausgeschrieben. Zudem soll nun auch in der Schweiz eine Klassenvereinigung aufgebaut und dazu eine Regattaserie an verschiedene Schweizer Seen etabliert werden.

Ergebnis >

Samstag, 17. Oktober 2009

17.10.09: Alinghi beginnt Training in Ras al-Khaimah

Ras al-Khaimah, UAE - Alinghi, Titelverteidiger des 33. America's Cup, legte diesen Morgen von der America's-Cup-Insel Al Hamra ab und hisste die Segel für den ersten Trainingstag in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

„Die Bedingungen hier sind ideal für diese Boote“, sagte Alinghis Teamskipper Brad Butterworth, „es herrscht genau die auffrischende Seebrise, die wir uns erhofft haben und das bedeutet, dass wir sechs Tage in der Woche segeln können; das könnte für unser Vorhaben nicht besser sein.“ Der gigantische Katamaran kam am 30. September nach einer zwölftägigen Reise über 4400 Seemeilen von Europa her in den Emiraten an. Seither ist auch das Team umgezogen, hat das Boot wieder zusammengebaut und auf die viermonatige Trainingssession vor dem ersten Rennen des 33. America's Cup im Februar 2010 vorbereitet.

„Ich möchte nebst vielen anderen Ras al-Khaimah, den Vereinigten Arabischen Emiraten, seiner königlichen Hoheit Scheich Saud, seiner Hoheit Scheich Omar und Dr. Masaad danken. Dies ist ein fantastischer Austragungsort für den America's Cup. Die Arbeiten dauern noch an, aber was bisher erreicht wurde, ist einzigartig. Es ist eine Ehre und ein Vergnügen, hier zu sein und ich kann es nicht erwarten, zu segeln“, sagte Alinghis-Teampräsident Ernesto Bertarelli am Samstag an einer Medienkonferenz im Al Hamra Village. „Einige der Dinge, die ich von BMW Oracle sehe, tönen wie ein Trailer von einem Hollywood-Film. Denken sie wirklich, dass wir und der Rest der Welt nicht wissen, dass 40 Prozent des Ölhandels auf der Welt durch die Strasse von Hormuz gehen und ebensoviele Güter importiert werden und es deshalb in den letzten zehn Jahren die am schnellsten wachsende Gegend der Welt war? Wenn es in dieser Strasse oder im ganzen Gebiet Sicherheitsprobleme geben würde, dann wüssten wir davon. Ich sage also: Come on, BMW Oracle, Larry Ellison, Russell Coutts und Tom Ehman: lasst uns zur Sache kommen und mit dem Segeln beginnen. Hört auf, einfach so irgendwelche Dinge zu erfinden.“

Die Vorbereitungen für den America's Cup sind in vollem Gange – sowohl auf Al Hamra Island, wo die Team-Bases beheimatet sind als auch im Al Hamra Village, wo die Teams und die Besucher über die nächsten Monate untergebracht sein werden. Die Infrastruktur ist perfekt auf den Anlass zugeschnitten – dies ist Ras al-Khaimah und Dr. Khater Massaad, Berater seiner Hoheit Scheich Saud bin Saqr Al Qasimi, Kronprinz und Vizeregent von Ras al-Khaimah, zu verdanken, deren Unterstützung enorm wertvoll ist. „Wir sind stolz, Gastgeber für einen Sportanlass von solch weltweiter Bedeutung zu sein, und heissen Alinghi mit offenen Armen willkommen“, sagte Dr. Massaad, „wir hoffen nur, das wir bald den Herausforderer BMW Oracle willkommen heissen dürfen, um die Vorbereitungen für ihre Basis auf Al Hamra America's Cup Island zu beginnen. Die Regierung von Ras al-Khaimah und die Vereinigten Arabischen Emirate garantieren die Sicherheit beider Teams im Vorfeld und während dem Cup“, erklärte er.

Grant Simmer, Designteam-Koordinator von Alinghi, war während der ersten Vorbereitungen vor Ort. Er ist begeistert von der Geschwindigkeit, mit der die Arbeiten vorangegangen sind: „Der Unterschied vom Zeitpunkt, als wir hier angekommen sind, zum jetzigen Stand der Dinge ist unglaublich. Die Unterstützung aller Parteien, die hier in Ras al-Khaimah involviert sind, ist beispiellos und wir freuen uns auf einen erfolgreichen America's-Cup-Match 2010.“Alinghi widrsich nun für den Rest des Jahres ganz dem Trainingsplan widmen zur Vorbereitung auf den Match im Februar 2010.


Ras Al Khaimah - Alinghi 5 in Ras Al Khaimah, Ertes Training in RAKGuido, Trombetta/Alinghi

Freitag, 16. Oktober 2009

16.10.09: Ende des Lindauer Hafenstreits in Sicht

Der steinerne Löwe an der Hafeneinfahrt von Lindau könnte bayerisch bleiben: Der jahrelange Streit zwischen dem baden-württembergischen Konstanz und dem bayerischen Lindau um Eigentum und Nutzung des Lindauer Hafens geht wohl bald zu Ende.


Hafen Lindau (Foto: langenargen-tourismus.de)

"Es sieht so aus", sagte der Konstanzer Stadtsprecher Walter Rügert am Donnerstag gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Einzelheiten wollte er jedoch nicht nennen. Medienberichten zufolge sieht eine aussergerichtliche Einigung vor, dass Lindau den Hafen kauft und Konstanz Nutzungsrechte für die Bodenseeflotte einräumt. Eine mögliche Vereinbarung müsse noch in den Stadtparlamenten sowie in entsprechenden Gremien beraten werden, erläuterte Rügert.

Flotte samt Hafen verkauft
Der Streit hatte 2003 begonnen, als die Konstanzer Stadtwerke von der Deutschen Bahn (DB) die Bodensee-Schaffsbetriebe (BSB) kauften. Denn zu den BSB gehörten auch eine Werft und die Lindauer Hafenanlagen. Die Stadt Lindau sah in dem Verkauf des Hafens einen Verstoss gegen ihr Vorkaufsrecht.

Lindaus Oberbürgermeisterin Petra Seidl drohte damit, Ansprüche auf das historische Ensemble mit dem städtischen Wahrzeichen - ein sechs Meter hoher bayerischer Löwe - notfalls juristisch durchzusetzen. Konstanz' Oberbürgermeister Horst Frank hatte vorgeschlagen, eine Hafenbetriebsgesellschaft zu gründen. Daran wollte Konstanz eine Minderheitsbeteiligung erwerben. Das scheiterte aber an den finanziellen Forderungen der Lindauer.

16.10.09: Alinghi unterstützt das Swiss Sailing Team Talentcamp 2009

Das Talentcamp von 2009, das vom Swiss Sailing Team organisiert wird, um junge Segler in der Schweiz zu finden und fördern, wird die Unterstützung von Alinghi erhalten, dem Defender des 33. America's Cup.


(Photo credit: Alinghi)

Das Alinghi Swiss Sailing Talentcamp ist der Höhepunkt der Alinghi Swiss Sailing Clinics 2009, welche während des Jahres im ganzen Land ausgetragen wurden und ist Teil des grösseren Alinghi-Performance-Programms, das in Zusammenarbeit mit dem nationalen Segelverband, Swiss Sailing,stattfindet. Alinghis Beitrag beinhaltet technische und finanzielle Unterstützung.

36 Nachwuchssegler wurden für diesen Anlass entweder durch Talentscouts von Swiss Sailing ausgewählt oder aufgrund ihrer Segelresultate im Jahr 2009. Die jungen Segler, im Alter von 13 bis 19 Jahren, werden in zwei 18-er-Gruppen aufgeteilt. Das erste Talentcamp fand vom 10. bis 14. Oktober statt und richtete sich an Optimist- und Laser-Segler. Das zweite Camp dauert vom 17. bis zum 21. Oktober und ist auf die 420-er und 470-er massgeschneidert. Beide werden in der Swiss-Olympic-Wasserbasis in Ipsach in der Nähe von Biel stattfinden und zum Programm gehören Coaching auf dem Wasser mit Trainern vom Swiss Sailing Team, Theorielektionen an Land, Konditionstraining und Tests, Team-Building sowie die Gelegenheit, Mitglieder des derzeitigen Schweizer Olympiateams sowie von Alinghi zu treffen.

Nils Frei, Trimmer beim America's-Cup-Segelteam von Alinghi, war diesen Sommer in die Alinghi Swiss Clinics involviert und hatte einst als junger Segler auch an einem Trainingsprogramm von Swiss Sailing teilgenommen. Er äussert sich zum Konzept: "Ich denke, es ist eine grossartige Initiative und eine gute Idee, um die jungen Segler motiviert zu erhalten und ihnen mehr Chancen zu geben, um zu lernen. Ich hatte die Möglichkeit, in meiner Jugend an einem ähnlichen Programm mitzumachen und es hat meiner Karriere eindeutig geholfen. Ich hoffe, dass diese jungen Leute viel Spass haben werden."

Nebst weiteren Aktivitäten für die jungen Segler werden Alinghi-Designer Tom Schnackenberg, ein elffacher America'-s-Cupper und die französische Seglerin Coraline Jonet, regelmässig im Einsatz auf dem D35 von Alinghi und ehemalige 420-er-Weltmeisterin, das Talentcamp 2009 besuchen, um Vorträge darüber zu halten, wie man ein professioneller Segler wird und über Design.

Das Ziel dieser Camps ist es, junge Segler, welche noch nicht zum Olympiateam gehören, zu ermutigen, weiter zu trainieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern, wie Rainer Staub, der CEO der Swiss Sailing Team AG, unterstreicht: "Das Swiss Sailing Team betreibt beträchtlichen Aufwand, um das Nachwuchssegeln mittels einer professionellen Struktur zu fördern und diese Talentcamps in Ipsach werden der ganzen Gruppe perfekte Bedingungen bringen. Ich denke, es ist ein toller Ansatz von Alinghi, sich nicht nur auf den 33. America's Cup zu fokussieren, sondern auch das Swiss Sailing Team zu unterstützen bei dessen Bemühungen, die vielversprechendsten Talente der nächsten Segelgeneration zu entdecken."

Donnerstag, 15. Oktober 2009

15.10.09: Wettfahrtregeln in der Praxis

(BN/Mufti Kling) Das Buch Wettfahrtregeln in der Praxis beschreibt die Regattaregeln aus der Sicht von Boot "A" und Boot "B"!

Alle Situationen die in einer Regattaserie vorkommen können werden ausführlich und mit Bildern / Grafiken erklärt. Ebenfalls enthalten sind die vollständigen Wettfahrtregeln in Deutscher Übersetzung des Deutschen Segler Verbandes. So kann dieses Buch auch idealer ersatz oder ergänzung des "kleinen blauen" Regelbuches angesehen werden.
Mehr Infos sowie Bilder finden Sie auf: www.sailing-media.com.


Voile de Saint-Tropez
Das Team von regattabook.com und Sailing Media waren zusammen in St. Tropez! In nur einer Woche ist ein 140 Seiten starker Bildband entstanden. Die Fotografen "Jürg Kaufmann" und Daniel Forster" haben die einzigartigen Momente der Voile de St. Tropez eingefangen. Lynn Fitzpatrick sorgte, wie schon beim Bildband über die Louis Vuitton Pacific Series, für spannende Informationen rund um das Event, die Boote und die kleine Küstenstadt St. Tropez. Ein Blick auf www.regattabook.com wird sich also Lohnen!

15.10.09: Heute IBN-Magazin neu!

Mit einem interessanten Begleitartikel eröffnet Chefredaktor Hans-Dieter Möhlhenrich die Ausgabe 10/2009 des Wasserportmagazins IBN, die heute 15. Oktober neu aufliegt. Zudem finden Sie auch neue Anzeigen über Segel- und Motorboote Online.



Uferabstand dient der Umwelt und der Sicherheit
hdm/IBN/Zu Recht beschweren sich Berufs- und auch Freizeitkapitäne seit Jahren über leichtsinnige Schwimmer, Gummibootfahrer und Kanuten auf der Rheinstrecke unterhalb von Stein am Rhein, die die gesamte Flussstrecke als offenen Badeplatz nutzen. In dem engen Fahrwasser mit viel Strömung ist es dann häufig nicht leicht, ohne gefährliche Situationen aneinander vorbei zu kommen.

Solche und ähnliche Probleme gibt es jedoch nicht nur auf der Rheinstrecke. Denn für manchen ist der Bodensee längst zum unbeschränkten Freizeitpark und kostenlosen Abenteuercamp geworden. Wem ist es z. B. noch nicht passiert, dass plötzlich wenige Meter vor dem eigenen Bootsbug die graue Badekappe eines Schwimmers auftauchte? Nicht etwa in Ufernähe, sondern irgendwo im See - etliche hundert Meter vom Ufer.

Einen Glanzpunkt mit besonderem Überraschungseffekt setzte ein Schwimmer, der unweit der Wendemarke bei einer Regatta unvermittelt vor den Booten auftauchte, als rund 40 Einhandsegler gerade mit Spinnakermanövern beschäftigt waren und es erst mit manch haarigem Manöver vermeiden konnten, dass er unter ihre Kiele geriet. Entsprechende lautstarke Kommentare zu seinem Badeausflug bekam er dabei postwendend geliefert. Die markante gelbe Regattatonne war wahrscheinlich auch sein persönliches Schwimmziel.

Stimmt das Wetter und ist das Wasser entsprechend warm, wird längst überall gebadet. Die teuer eingerichteten und unterhaltenen Freibäder scheinen überflüssig geworden zu sein. An manchen Wochenenden sind alle Wiesen und Feldwege z. B. entlang des Überlinger Sees oder Untersees längst ein riesiger Parkplatz, wo Tausende ihre Autos oder Motorräder abstellen, um dann jeden zugänglichen Uferstreifen zum beim Baden zu nutzen.

Dieses unkontrollierte Freizeitverhalten trifft auf eine Unart mancher Bootsfahrer, die die Sache gefährlich machen kann. Denn ausreichend "Uferabstand" ist anscheinend für manchen motorisierten Freizeitkapitän ein Fremdwort und aus Sicht der Redaktion eines der auffälligsten und häufigsten Fehlverhalten.

Der von der BSO vorgeschriebene Abstand von 300 Metern zum Ufer und die Vorschrift, dieses nur in einem rechten Winkel mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h anzufahren, war bei der Erarbeitung der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung in erster Linie dazu gedacht, das Bodenseeufer zu schützen und Fahrten im Uferbereich zu minimieren. Ausgenommen von dieser Regelung für motorisierte Boote und Schiffe sind lediglich die Berufsfischer, für die aber ebenfalls die Geschwindigkeitsbeschränkung gilt und die Berufsschifffahrt in dem Sinne, dass sie den Uferbereich, z.B. zum An- und Ablegen, auch in einem anderen Winkel anfahren darf. Eine Sonderregelung gilt auch für Elektroantriebe bis zwei kW.

Wer im Uferbereich fährt, muss mit Schwimmern, Schnorchlern oder badenden Kindern rechnen. Der richtige Uferabstand von 300 Meter dient also heute nicht nur dem Umweltschutz, sondern auch immer mehr der Sicherheit.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

14.10.09: Brüder Heßberger aus Überlingen erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft im 470er

B.Z. / Die Brüder Steffen(17) und Sven (15) Heßberger vom Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) nahmen an der Internationalen Deutschen Meisterschaften im 470er im Mecklenburgischen Plau am See teil und erreichten dort einen hervorragenden 16. Platz.

Acht Wettfahrten wurden gesegelt, dabei war ihre beste Platzierung ein 6. Platz. Bei anspruchsvollen Windbedingungen, d.h. Windstärken zwischen 15 und 25 Knoten, konnten sie mit der Spitzengruppe mitfahren und waren die beste baden-württembergische Crew. Im August sind sie erst in die olympische Bootsklasse 470er umgestiegen. Bei ihrer letzten großen Regatta in der Jugendbootsklasse 420er, bei der WM am Gardasee, erreichten sie das Goldfleet und belegten bei einem Teilnehmerfeld von 210 Booten aus 40 Ländern den 33. Platz.

Gesamtergebnis >

Montag, 12. Oktober 2009

12.10.09: Im Zeichen des Drachen

Die European Tour 2009 der innovativen Sportbootklasse Longtze Premier macht Halt am Bodensee. Zum Saisonende trifft sich die internationale Segelsportelite in Bottighofen. Vom Freitag, 16. Oktober bis zum Sonntag, 18. Oktober wird der Konstanzer Trichter zur attraktiven Bühne für spannenden Segelsport auf höchstem Niveau!

Fünf Regattaevents in Monaco, Frankreich, Belgien und der Schweiz wurden für die Tour 2009 in der noch jungen, aufregenden Klasse Longtze Premier ausgeschrieben. Als Titelsponsor konnte dafür die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gewonnen werden. Zahlreiche Teams mit namhaften und erfolgreichen Crewmitgliedern vor allem aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz haben dieses Jahr daran teilgenommen. Den Abschluss der Tour 2009 macht jetzt der Internationale Longtze Bodenseecup am Bodensee. Die Segelvereinigung Bottighofen (SVB) hat die Organisation und Durchführung der Sportveranstaltung übernommen.

Dabei kommt es unter Anderem auch zum spannenden Showdown um den Titelgewinn. Zwei Teams kämpfen noch um den Gesamtsieg in der Tour. Das erfolgreiche Profi-Team Kone Sailing mit Skipper Nicolas Bérenger aus Frankreich hat die Tour bisher als Leader angeführt. Mit dem Sieg beim letzten Event im Belgischen Zeebrugge ist das Team „Wet Feet“ um den Bodenseesegler und Segelmacher Eckhard Kaller aus Langenargen allerdings bis um nur einen Wertungspunkt an die führenden Franzosen aufgerückt. Zwischen den beiden Mannschaften kommt es vor Bottighofen also zur Entscheidung um den Meistertitel. Insgesamt werden gegen 20 Mannschaften zum Abschluss der Tour am Bodensee erwartet, darunter auch einige lokale Teams.

Markus Graf von GrafYachting in Kreuzlingen hat vor zwei Jahren den Vertrieb der auffällig bunten Longtze-Racern übernommen. Die attraktiven Sportboote werden in China gebaut und wurde von den Designern des Team China, Teilnehmer am America’s Cup 2007, entwickelt. Idee war es ursprünglich, das Boot als Trainingsyacht für das Team einzusetzen. Bald erkannten die Initianten aber auch das hohe Leistungsvermögen und lancierten den attraktiven Racer kurzerhand als neue Sportbootklasse. Mittlerweile hat sich die Longtze Premier vor allem in Frankreich, aber zunehmend auch in Deutschland und der Schweiz als stark wachsende Sportbootklasse einen Namen gemacht. Für 2010 ist wiederum eine European Tour vorgesehen.

Foto: Michael Good

Freitag, 9. Oktober 2009

09.10.09: Absegeln nach Meersburg

Der Yachtclub Ludwigshafen (YLB) beendete seine diesjährige Segelsaison am letzten Wochenende mit einer Ausfahrt nach Meersburg.

Bei sommerlichen Temperaturen und dazu noch gutem Wind machten sich 21 Boote nach dem Einholen des Clubstanders auf den Weg. Dabei war zunächst bei sehr leichten und stark drehenden Winden viel Geduld angesagt.

Auf der Höhe Überlingen wurde der Wind dann aber konstanter und legte so zu, dass einige Vorsegel weggenommen wurden. So kamen die Schiffe schon früh in Meersburg an, wo der Hafenmeister schon für jedes Schiff einen Platz reserviert hatte. Nach gegenseitigen Besuchen auf den Schiffen und einem Hock vor dem Clubgebäude konnte Präsident Bühler zum Aperitif dann über 90 Segler des YLB in Meersburg begrüßen.

Zum Abendessen im Pavillon der Haltnau war ein reichhaltiges Büfett und ein traumhafter Sonnenuntergang vorbereitet. Bei einem guten Glas Wein saßen viele Segler bis in die frühen Morgenstunden zusammen.

Am Sonntagvormittag trafen sich dann noch einige Unermüdliche zum Konzert der "Shanty-Men", Suser und Zwiebelkuchen bei der Haltnau, bevor sie sich bei schönstem Herbstwetter und sehr wenig Wind auf den Weg zum Heimathafen nach Ludwigshafen machten.

Dienstag, 6. Oktober 2009

06.10.09: TG - Fördergelder 2009 für PV-Anlagen aufgebraucht

Heute berichtet die Thurgauerzeitung, dass der Kanton TG die Förderung für PV-Anlagen per sofort einstellt! Eine Förderung könne erst im 2010 wieder aufgenommen werden. Es ist auch zu befürchten, dass die Förderungen gekürzt wird.

Um so mehr ist es jetzt wichtig, dass alle Thurgauerinnen und Thurgauer die TG-Energieinitiativen unterstützen, damit Sie persönlich auch nach 2010 von Fördergeldern für Photovoltaikanlagen profitieren können. Thurgauer Energieinitiativen >.

Verfassungsinitiativbogen > / Gesetzesinitiativbogen >

Die negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt sind schon heute deutlich spürbar. „Unsere Enkelkinder werden weitgehend ohne fossile Energieträger auskommen müssen“, dies bestätigt auch der Direktor des BfE Walter Steinmann und sagt weiter: "Angesagt ist deshalb der Umbau unseres Energiesystems – technisch, wirtschaftlich und politisch eine gewaltige Herausforderung. Doch er ist machbar!"

Als Folge der schwindenden Ölreserven wird eine Umstellung im Mobilitätsbereich von fossiler auf elektrische Energie nötig sein. Trotz aller Sparanstrengungen wird deshalb der Anteil der Elektrizität am Gesamtenergieverbrauch steigen. Bei den heutigen Klimarealitäten kann importierter Kohlestrom keine Lösung sein.

Auch für die Kernkraftwerke geht der Rohstoff Uran langsam aber sicher zur Neige, so dass diese Technologie aus vernünftigen Gründen keine zukunftsweisende Rolle spielen kann. Der Thurgau deckt seinen Strombedarf heute zu weit über 80% mit Atomstrom.

Die fast vollständige Abhängigkeit von Atomstrom ist deshalb ein weiteres Klumpenrisiko der Thurgauer Energiepolitik und damit das zweite grosse Problem.

Photovoltaik
Solarzellen auf den Dächern sind in der Schweiz noch zu selten. Bei uns wird gerade mal 1% des elektrischen Stromes so produziert; in Deutschland sind es bereits 10%, in Österreich gar 15% - dank griffiger Fördermassnahmen. Weitere Argumente >

Montag, 5. Oktober 2009

05.10.09: BAVARIA Yachtbau GmbH - Kreditgeber einigen sich

BN / Kreditgeber einigen sich über die finanzielle Umstrukturierung der BAVARIA Yachtbau GmbH.

Giebelstadt. Die BAVARIA Yachtbau GmbH ("BAVARIA") hat heute bekannt gegeben, dass Anchorage Advisors, L.L.C. ("Anchorage") und Oaktree Capital Management ("Oaktree"), die gemeinsam rund 95 Prozent der €960 Millionen Schulden von BAVARIA besitzen, eine verbindliche Vereinbarung zur Umstrukturierung der Bilanz unterzeichnet haben.

Diese Umstrukturierung beinhaltet eine Kapitalspritze in Höhe von €55 Millionen sowie die Abschreibung von über 90 Prozent des vorrangig besicherten Fremdkapitals und der nachrangigen und ungesicherten Kredittranchen. Anchorage und Oaktree haben die Vereinbarung zusammen mit Bain Capital ("Bain") erarbeitet und freuen sich über das weitere Engagement von Bain im Rahmen der Umstrukturierung, die noch steuer- und kartellrechtlichen genehmigt werden muss. weiter >

05.10.09: «Nun warten wir auf den Wind»

ROMANSHORN. Bei einer Segelregatta liegt die Hauptverantwortung beim Wettfahrtsleiter. «Es ist wichtig, sich in die Situation des Seglers hineinversetzen zu können», sagt Jack Frei, der diese Rolle bei der Romanshorner Herbstregatta übernahm.


Wettfahrtsleiter Jack Frei und Organisator Ralph Müntener mit Sandra Müntener
und Barbara Frei auf dem Startschiff (v. r.). Bild: Andrea Kern

Andrea Kern
«Bojenleger von Startschiff antworten», spricht Jack Frei in sein Funkgerät, während er prüfend über den Bodensee blickt. Der Wettfahrtsleiter der Herbstregatta steht im Schiff, das sich neben der soeben gesetzten orangen Startboje, der Lee-Boje, befindet, rund 1,5 Kilometer vom Romanshorner Ufer entfernt... weiter >

05.10.09: Segler verunfallt

KREUZLINGEN (kapo) Die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau rettete am Sonntag einen Segler. Er kenterte bei Kreuzlingen und geriet dadurch unter Wasser!

Nach 15 Uhr wurde eine Patrouille der Seepolizei durch verschiedene Personen auf ein gekentertes Segelschiff auf dem Bodensee im Konstanzer Trichter aufmerksam gemacht. Vor Ort gelang es ihnen zusammen mit den drei Seglern das Schiff wieder aufzurichten.

Kurz danach kenterte das Segelschiff erneut. Dabei verfing sich ein 29-jähriger Schweizer am Auslieger und wurde unter Wasser gedrückt. Wenige später gelang es den Helfern, ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien. Der bewusstlose Mann konnte wiederbelebt werden. An Land wurde er dem Rettungsdienst übergeben und ins Spital gebracht.

Unter Mithilfe der Wasserschutzpolizeien Konstanz und Überlingen sowie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft wurde das Segelschiff geborgen und nach Kreuzlingen gebracht.

Sonntag, 4. Oktober 2009

04.10.09: Zum Abschluss noch ein Rock and Roll

ds / Norbert Hermann aus Kressbronn gewann Folkeboot-Regatta.

Sieger beim „Schlusslicht der Folkeboot“, der letzten diesjährigen Regatta des Konstanzer Yacht Club, wurde Norbert Hermann von den Kressbronner Seglern vor Abonnementssieger Rainer Willibald vom YC Gaienhofen. Auf dem dritten Platz landete Hinnerk Blenckner aus Eckenförde.
Was sich für die Folkeboote am Samstag noch wie ein Foxtrott anliess, wurde am Sonntag – der letzten Wettfahrt – noch zu einem richtigen Rock and Roll. Denn während bei den ersten Wettfahrten mit 2-3 Windstärken teilweise stark drehende Winde den Seglern zu schaffen machten, blies es am Sonntag mit 4-5 Beaufort, also Wind, wie man es an der Kiste gewöhnt ist. Das machte auch den Seglern sichtlich Laune, sind ihre Schiffe doch geradezu an Wind und Welle gewöhnt.

Die beiden Wettfahrtleiter – Stefan Schneider und Bernd Stoll hatten mit den Seglern keinerlei Problem. Man hatte eher den Eindruck, dass sich hier grosse Familie zum Wettkampf getroffen hatte. Der Dank ging an die beiden Wettfahrtleitern, ihre Helfer, sowie die gastronomische Infrastruktur des KYC. Alles funktionierte hervorragend – und das im Sonnenschein eines „goldenen Oktobers“:

Ergebnisse:
1. Norbert Hermann (Kressbronner Segler)
2. Rainer Willibald (YC Gaienhofen)
3. Hinnerk Blenckner (YC Eckernförde)
4. Peter Häusler (YC Radolfzell)
5. Martin Graf (YC Radolfzell)
6. Roland Graf (SC Immenstaad)
7. Uli Ober (SV Purren Konstanz); .

04.10.09: LSC - Wunderschönes Wetter zum Absegeln

Bei warmem Wetter und strahlendem Sonnenschein hat der Lindauer Segler-Club am Wochenende (Samstag, 3. Oktober) die Saison beendet. Beeindruckende 38 Boote sind zur Absegelregatta gestartet!

„Wir wollen es bitte nicht tierisch ernst haben“, erklärte Organisator und Wettfahrtleiter Axel Diederich bei der Steuermannsbesprechung. Damit die Veranstaltung den Spaßfaktor behalten hat, gab es in diesem Jahr eine Neuerung: alle sind gemeinsam vor dem Club gestartet und mussten in Richtung Schachen fahren, dort ein Schlauchboot runden, das dem Feld entgegentuckerte – und eine Flasche Prosecco in Empfang nehmen. „Ob ihr links oder rechtsrum um das Boot fahrt, ist egal. Hauptsache ihr fahrt rum, aber wahrscheinlich gewinnen doch wieder die gleichen“, erklärte Axel Diederich im Vorfeld.

Die Premiere hat funktioniert, und auch das Chaos beim Boot umrunden ist ausgeblieben. Wenn zu viele Schiffe gleichzeitig unterwegs waren, durfte auch so umgedreht und in Richtung Ziel gefahren werden. Der Prosecco wurde dann hinterhergebracht. „Wollt ihr die Flasche schon geöffnet oder noch geschlossen“ war die einzige Frage bei der Übergabe. Daß die Segelsaison jetzt zuende geht, bemerkten auch einige Skipper am herbstlich niedrigen Wasserstand. Sie wollten möglichst direkt ins Ziel, und sind im halben Dutzend im Schlick am Läutwerk aufgesessen – und kamen nach einer mehr oder weniger längeren Wartezeit ohne größeren Schaden wieder frei.

Die Mannschaft des Clubschiffs Alwind hatte sich noch einen besonderen Gag ausgedacht: damit sich die vielen Kindern nicht langweilten, wurde das Clubboot zum Piratenschiff erklärt. Die Kinder bekamen Kostüme – und große Wasserspritzpistolen, mit denen sie jedes vorbeifahrende Schiff in Reichweite nassspritzen durften. „Wir hatten eine sehr schöne, windreiche Saison“, fasste die LSC-Vorsitzende Christine Holz den Sommer beim Absegel-Clubfest zusammen.

„Nach der RUND UM die Schweizermeisterschaft der Lacustre und die Opti-Woche zur Ausbildung des Nachwuchses, dafür werden wir rund um den See gelobt und beneidet“. Die Segler diskutieren daraufhin noch jedes gelungene oder schief gegangene Manöver der abgelaufenen Saison. Drum ist der Abend dann auch erst frühmorgens zu Ende gegangen.
Gewonnen hat die nicht ganz so ernste Absegelregatta Stefan Rausch vor Rainer Niemann und Andreas Lochbrunner. Stephan Frank, Presse LSC.


Das Piratenschiff BU B35 (Foto Christa Diederich)


Die ersten drei beim Start (Foto Christa Diederich)

04.10.09: Gerhard Fuchs mit Team vom BYÜ gewinnen Herbstregatta

Wenig Wind am Samstag dafür am Sonntag sehr gute Windverhältnisse bei der letzten Regatta dieses Jahres beim Yacht-Club Romanshorn.

Am Samstag konnten bei leichten Winden zwei Wettfahrten gesegelt werden und am Sonntag 4. Dies bei wunderschönem Herbstwetter und Windstärken von 3 – 4 Baufort. Bei beiden Bootsklassen H-Boote und Fireball blieb es bis am Schluss sehr spannend, lagen doch am Schluss die ersten drei respektive vier nur einen bzw. zwei Rangpunkte auseinander.

Bei relativ schwachen Windverhältnissen wurde die traditionelle Herbstregatta des Yacht-Club Romanshorn am Samstag gestartet. Wettfahrtleiter Jack Frei konnte nach der Begrüssung der Seglerinnen und Segler die erste Wettfahrt starten. Der zweite Lauf musste dann aber wegen einschlafendem Winden verkürzt werden.

Am Abend trafen sich die Seglerinnen, Segler und Helfer in der Mole und wurden vom Team von Uschi Bolt verwöhnt. Bis auf den letzten Stuhl war das Clubrestaurant Mole belegt und die Teilnehmenden genossen den Abend bei angeregten Gesprächen über die zu Ende gehende Saison.

Am Sonntag wurden die Boote mit einem Schuss kurz nach 9 Uhr wieder aufs Wasser geschickt. Bei ausgezeichneten Windverhältnissen und Sonnenschein konnten vier weitere Wettfahrten ausgetragen werden. Somit konnte das schlechteste Ergebnis gestrichen werden und die fünf besseren Resultate flossen in die Endabrechnung ein.

Nach der Rangverkündigung und der Vergabe der Preise traten die Regattateilnehmer die Heimreise an, nachdem die Boote über den Hafenkran auf die Trailer verladen wurden. Mit diesem gelungenen sportlichen Anlass ist auch die Regattasaison 2009 des aktiven Yacht-Club Romanshorn zu Ende gegangen.

Die Ranglisten (im Detail > ):

H-Boote:
1. Gerhard Fuchs, Bodensee-Yacht-Club Überlingen
2. Sven Holzer, Regatta-Crew-Organisation, Landsberg
3. Adi Gerlach, Yacht-Club Romanshorn

Fireball:
1. Kurt Venhoda/Sonja Zaugg, Segel-Club oberer Walensee
2. ClaudeMermod/Ruedi Moser, Regatta-Club Oberhofen
3. Adrian Huber/Brigitte Mauchle, Yacht-Club Romanshorn


Fireball nach dem Start (Foto: Jürg Bollier)


H-Boote am Start (Foto Jürg Bollier)

04.10.09: Sponsoren lassen Alinghi im Stich

Das Segel von Ernesto Bertarellis Alinghi 5 ist vier Monate vor dem America’s Cup noch fast werbefrei.

Krise und Rechtshändel vergraulen die Sponsoren der Alinghi. Offenbar war die Privatbank Julius Bär in Verhandlungen, hat dann aber aus diesen Gründen von einem Engagement abgesehen, wie die "SonntagsZeitung" berichtet.

Kommunikationsberater Chris­tian König, Chef von Farner PR in Zürich sagt zur Zeitung: "Die anhaltende Unsicherheit ist Gift, da ein Sponsor weder richtig planen noch abwägen kann, welche Chancen welchen Risiken gegenüberstehen." Nur die Uhrenmarke Hublot ist an Bord - sie überweist dem Vernehmen nach knapp 5 Millionen Franken ans Alinghi-Team - als einmaligen Beitrag.

Freitag, 2. Oktober 2009

02.10.09: Landesjugendmeisterschaften in Bayern, Baden Württemberg und Schleswig Holstein

In drei Bundesländern fanden im September die Landesjugendmeisterschaften statt, bei denen der 29er mittlerweile fester Bestandteil ist.

Den Anfang machte Bayern, dort segelten die Jugendlichen wie gewohnt auf dem Starnberger See, die 29er wie jedes Jahr im Bayrischen Yacht Club. Landesjugendmeister wurden Philipp Müller (HSC) und Moritz Janich (SVW) vom Ammersee. Auf Platz 2 folgten Philipp und Thilo Kramer vom SVOS, vor Simon Winter und Kilian Holzapfel (SRV). Die 23 teilnehmenden Teams kamen leider nur den ersten Tag zum Segeln – am Montag fanden bei 2-3 Windstärken vier Wettfahrten statt – die anderen beiden Tage konnten mangels Wind nicht für Wettkämpfe genutzt werden.

Die Landesjugendmeisterschaft Schleswig Holstein fand in Flensburg statt, hier nahmen 20 Teams teil. Hier gewannen Justus Schmidt und Max Boehme (KYC) klar vor Lukas Stemmler/Max Monheim (SSVL) und Paul Kohlhoff/Tim Krämer (KYC).

Zur LJM Baden Württemberg fanden sich ebenfalls 23 Boote ein – und somit mehr als bei den 420ern – um am Bodensee um den Titel des Landesmeisters zu kämpfen. Für die 29er war der SVGA zuständig. Hier siegten Stefan Gieser (WHW) und Felix Meggendorfer (SRV), Platz 2 belegten Tatjana Reygers (YCaT) und Moritz Janich, 3. wurden Philipp und Thilo Kramer.
Hier konnten die fünf ausgeschriebenen Wettfahrten schon in zwei, statt wie geplant drei Tagen stattfinden, sodass die SiegerInnen schon am Freitag feststanden. Auch hier war Leichtwind vorherrschend, die Wettfahrten fanden bei 1-3 Beaufort statt.

Ebenso fand mit der Tegernseer Skiff Regatta Mitte September die größte 29er Regatta im Süddeutschen Raum statt, hier nahmen 27 Schiffe teil, die bei schönem Wetter und 2-4 Windstärken acht Wettfahrten zustande brachten. Hier gewannen die Lokalfavoritinnen Karin Marchart/Kathi Baur vom ausrichtenden YCaT die sich mit fünf ersten Plätzen einen klaren Vorsprung vor den zweitplatzierten Kristin Geißler (HSC)/Andrea Fuchs (SCIA) sichern konnten. Auf Platz 3 folgten Felix Ewald (SVS) und Flo Ender (YCSS)

Für die Süddeutschen Teams gings danach zum Seeshaupter Rüssel an den Stranberger See, dort waren 21 Boote am Start, nach 3 Wettfahrten am Samstag bei wunderschönem Wetter und einem abgebrochenem Versuch am Sonntag standen als SiegerInnen fest: Platz 1: Jakob Meggendorfer/Tobias Spranger (SRV), Platz 2: Vera und Bärbel Maag (WVF), Platz 3: Johannes und Stefan Munk (SGS).

So kann man beobachten, dass die Felder bei den 29ern kontinuierlich anwachsen, und der 29er bei den Landesjugendmeisterschaften bei weitem nicht mehr zu den schwächeren Klassen gehört, sondern teilweise mehr Boote am Start hat als die schon länger etablierte Konkurrenz.


Die Sieger der Bayrischen Meisterschaft, vl. Thilo und Philipp Kramer, Moritz Janich und Philipp Müller, Simon Winter und Kilian Holzapfel (Foto: Maria Wöhr)


Regatta am Tegernsee (Foto: Maria Wöhr)

02.10.09: Larry Ellison's siebter Gang vor Gericht

Ras al-Khaimah, UAE - Statement von Brad Butterworth, vierfacher America's-Cup-Gewinner und Skipper des titelverteidigenden Teams im America's Cup, Alinghi, nach einer weiteren Rechtsklage des amerikanischen Challengers BMW Oracle:

„Larry Ellison, Russell Coutts und ihr Yachtclub, der Golden Gate Yacht Club, scheinen zu glauben, dass der 33. America's Cup vor Gericht gewonnen werden kann – wie ihr mittlerweile siebter Gang vor Gericht zeigt. Unser Team ist bereit, in Ras al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten anzutreten, dem offiziellen Austragungsort des 33. America's Cup. Wir werden uns dort mit einem viermonatigen Intensivtraining auf den Start des America's-Cup-Match am 8. Februar 2010 vorbereiten.

BMW Oracles jüngste Klage ist ein weiterer Beweis für ihr unsportliches Verhalten. Wir werden nur vor Gericht zurückkehren, um zu zeigen, dass man mit Sportlichkeit und Segelstrategie Rennen gewinnt und nicht mit Rechtsklagen. In der Zwischenzeit werden wir unsere Vorbereitungen auf den Cup und unser Training in Ras al-Khaimah weiterführen und hoffen, dass sie geruhen, uns dort für den America's-Cup-Match zu treffen.

Als Verwalter des America's Cup sind wir überzeugt, dass Ras al-Khaimah der perfekte und legitime Austragungsort für die 33. Austragung der ältesten Sporttrophäe der Welt ist. Die Anordnung von Richter Cahn vom New York Supreme Court aus dem Jahr 2008 besagt, dass der Austragungsort „Valencia oder irgend ein anderer von der SNG gewählter Ort“ sein soll. Was die Sicherheitsbedenken von BMW Oracle betrifft: Tiger Woods spielt jedes Jahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ebenso Roger Federer und sogar Russell Coutts segelt dort jedes Jahr.

Ihre Behauptungen, dass die Deed of Gift Vorrang hat über die Anordnung des Gerichts stehen im Widerspruch mit früheren Einreichungen betreffend die Daten des Matchs. Ihre Sicherheitsbedenken sind nicht echt; dies zeigt die Tatsache, dass sie bereits Personal nach Ras al-Khaimah geschickt haben und dort auch Equipment lagern in Vorbereitung auf den Match.Wir glauben, dass diese Rechtsklage ein weiteres taktisches Manöver von Larry Ellison und BMW Oracle ist, damit sie mit uns nicht auf dem Wasser um den Cup segeln müssen.“

BN: Ich komme nicht umhin, nochmals meinen Kommentar dazu abzugeben: Brad, schenkt Larry den Cup und fangt nochmals von vorne an - sportlich mit vielen Teams und erschwinglichen Booten in Valencia - dass auch wir Bodenseesegler wieder Freude am America's Cup bekommen!

Donnerstag, 1. Oktober 2009

01.10.09: Alinghi kommt in Ras al-Khaimah an

Der Schweizer Titelverteidiger im 33. America’s Cup legte am Mittwochmorgen nach einer zwölftägigen Reise über 4400 Seemeilen an Bord des „Rickmers Singapore“-Frachters im Emirat Ras al-Khaimah an.


(Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)

Das 193 Meter lange Schiff lief in Genua am 18. September aus. An Bord waren der gigantische Katamaran Alinghi 5, zwei Masten, sieben Supportboote und gegen 20 Container. Die Reise führte übers Mittelmeer, durch den Suezkanal und den Golf von Suez sowie über das Rote und das Arabische Meer. Am Mittwoch, 30. September, um 6.30 MEZ legte das Schiff in Saqr Port in Ras al-Khaimah im Arabischen Golf an.

„Wir sind sehr froh, dass die Fracht, inklusive Alinghi 5, heil in Ras al-Khaimah angekommen ist“, sagte Designteam-Koordinator Grant Simmer. „Das gesamte Equipment, das wir in Genua verwendeten, war an Bord; nun können wir hier unsere Basis und die Werkstätten aufbauen und loslegen. Wir werden in den nächsten Tagen einige Modifikationen an der Yacht vornehmen und die Teammitglieder werden nach und nach eintreffen und sich einquartieren. Wir haben also einige arbeitsreiche Wochen vor uns. Wir hoffen, dass wir so bald wie möglich segeln können. Wir schätzen die Unterstützung, welche wir von der lokalen Gemeinde und der Regierung von Ras al Khaimah erhalten, enorm“, fügte er hinzu.

Dr. Khater Massaad, CEO der RAK Investment Authority, teilte die Freude über die Ankunft des Teams: „Wir begrüssen die Ankunft von Alinghi in Ras al-Khaimah für die Vorbereitung des 33. America’s Cup und wir freuen uns auch auf BMW Oracle.“ Der Katamaran von Alinghi wird in den nächsten Tagen mit der ganzen Entourage zur America’s-Cup-Insel Al Hamra reisen, wo sich das Team in den nächsten vier Monaten voll auf das Training konzentriert. Das erste Rennen des Matchs um den America’s Cup wird am 8. Februar 2010 gesegelt.

Weitere Neuigkeiten
Die Société Nautique de Genève (SNG) bestätigt, dass sie das moderne Pendant des Custom House-Zertifikats enthalten hat, welches das Boot USA näher bestimmt, mit dem BMW Oracle die Herausforderung um den 33. America's Cup bestreitet. Die SNG hat die Vermessungsvorschriften im August dieses Jahres veröffentlicht. Diese Vorschriften werden von den Vermessern benützt, um die Dimensionen der Yachten von Defender und Herausforderer zu bestätigen; sie werden sich vergewissern, dass die Dimensionen der Yachten mit der Deed of Gift übereinstimmen und, im Falle des Challengers, mit den Dimensionen ihres Boots-Zertifikats, das sie zusammen mit ihrer Herausforderung eingereicht haben. Der Defender stellt sich weiter zu einem Rennen auf den America's Cup ein, das am 8. Februar 2010 beginnt und freut sich darauf, BMW Oracle am Austragungsort in Ras al Khaimah zu begrüssen.


(Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)