Mittwoch, 30. September 2009

30.09.09: Bagger ersetzt Fischerboote

Heute berichtet Andrea Kern im Thurgauer Tagblatt über den Ausbau des Arboner Hafens: Seit wenigen Tagen ist das alte Hafenbecken leergeräumt. Bis Ende Oktober steht den Sportfischern jedoch ein Notsteg zur Verfügung. Daneben ragt bereits eine Wand aus dem Wasser, die den neuen Steg für die Bevölkerung andeutet.

Weiter berichtet Andrea Kern:
Wo sich sonst farbige Schiffe aneinanderreihen, wühlt ein grosser gelber Bagger in der Tiefe des Arboner Hafenbeckens. Das Wasser ist trüb, aufgewirbelt durch den Dreck, den die Schaufel auf das bereitstehende Lastschiff lädt. Kein einziges Boot mehr schwimmt im alten Hafenbecken. Denn vor wenigen Tagen mussten sie ihren Platz aufgeben. Einzig an einem Notsteg schaukeln rund zwei Dutzend Boote. Es sind jene der Sportfischer.

18 Tonnen schwere Elemente
«Momentan wird das alte Hafenbecken ausgebaggert», sagt Jan-Thilo Hippmann der Firma Gautschi AG. «Ungefähr 30 Zentimeter des Seegrundes im inneren Teil des bestehenden Hafenbeckens werden dabei entfernt und über Land in eine Deponie entsorgt. Danach können die Überreste des alten Steges abgebrochen werden.» Dieser wird nur noch durch eine Reihe von abgerissenen Pfählen, aus denen Eisendrähte ragen, sowie der Spundwand, einer wellenförmigen Tragewand, angedeutet. Darauf zu spazieren gliche einem Balanceakt.

Die neue Spundwand grenzt bereits das erweiterte Hafenbecken ein, mit einer Dimension von 4100 Quadratmetern. «Die Einmessung der Spundwand erfolgte mit Hilfe von GPS und über einen Theodoliten», führt Jan-Thilo Hippmann aus. «Eine Überraschung war der Findling, auf den wir 30 Meter vom Ufer entfernt gestossen sind.» Der grosse Felsbrocken konnte nicht gesprengt und entfernt werden. Deshalb wurde die Spundwand um ihn herum fixiert.

Rund 100 Betonelemente mit einem Gewicht von 18 Tonnen werden nun als nächstes darauf befestigt, damit der Steg für die Bevölkerung begehbar wird. In den Elementen bereits integriert ist laut Jan-Thilo Hippmann die Beleuchtung, die danach nur noch angeschlossen werden muss.

Archäologen an Bord
Insgesamt wurden bereits 18 000 Kubikmeter Material ausgegraben, die meiste Zeit in Begleitung eines Archäologen. «Wir vermuteten, dass wir auf Objekte aus der Römerzeit stossen werden, aber wir haben nichts gefunden», sagt Jan-Thilo Hippmann. Der Aushub wurde von den Lastschiffen an einen vom Amt für Umwelt bestimmten Ort vor Altenrhein gebracht, wo der See eine genügende Tiefe aufweist, um das Material zu entladen. Bis Ende Oktober muss nun der Rest ausgebaggert werden. Danach beginnt die Schonzeit für die Fische, da sie zu laichen beginnen.

In der Entsorgung im See sieht Jan-Thilo Hippmann auch einen ökologischen Nutzen: «Eine Schifffahrt entspricht zehn Fahrten mit dem Lastwagen.» Trotzdem wird ein Teil des momentanen Aushubs über Land entsorgt. «In der obersten Schicht des Seegrundes ist das Material leicht belastet, vorwiegend aufgrund von alten Unterwasseranstrichen.» Durch diese Entsorgung gewinne der Bodensee an Qualität, sagt Hippmann, während der Lastwagen daherrollt, um neues Material wegzutransportieren, und der Hals des Krans sich erneut in die Tiefe beugt und im Dreck wühlt.


Ein Notsteg dient Sportfischern im erweiterten Hafenareal (links), während der Bagger das alte Hafenbecken aushebt (rechts). Bilder: Andrea Kern

30.09.09: Heute durchbricht der Pegelstand die 3m-Grenze

Am letzten Tag des Septembers 2009 (durchschnittlich 1 1/2° zu warm) durchbricht der Pegel Konstanz die Grenze von 3.00 m. Tendenz: kein Regen in Sicht und Pegel weiter sinkend. Leider heisst das auch für viele Wassersportler: Auswassern oder Abschied vom Heimathafen! Schade eigentlich, da der "Altweibersommer" ja noch dauert.



Das Wetter heute Mittwoch 30. September 2009 von Jürg Kachelmann:

Sonniges und mildes Herbstwetter
Am Mittwoch gibt es einen weiteren sonnigen und tagsüber angenehm warmen Herbsttag. Die Nebel- und Hochnebelfelder am Untersee, im Thurgau und in Teilen des Hegaus lösen sich im Laufe des Vormittags auf. Ausserhalb der Nebelgebiete ist es von der Früh weg sonnig. Es bleibt trocken und es wird 18 bis 23 Grad warm. Auf dem Säntis werden knapp 10 Grad erreicht.
Am Donnerstag noch recht sonnig, im Tagesverlauf allerdings einige dichtere Wolkenfelder und in den Bergen Richtung Oberallgäu vereinzelte Schauer. Sonst weiter trocken.
Am Freitag leichte Abkühlung und teils sonnig, teils bewölkt, örtlich im Laufe des Tages etwas Regen. Viel Nass ist aber nicht zu befürchten.
Am Samstag wieder freundlicher.

Dienstag, 29. September 2009

29.09.09: Fischereiartikelbörse Güttingen am 8. November

Bereits zum 11. Mal führt der örtliche Sportfischer-Verein die Fischereiartikelbörse durch. Zum ersten Mal in der neuen Mehrzweckanlage Rotewis, wo sich die Platzverhältnisse geradezu luxeriös gegenüber der alten Turnhalle anbieten. Bis zu 3 Tische können Anbieter mieten und eine Festwirtschaft steht den Besuchern zur Verfügung. Anmeldeschluss ist der 30. September 2009.

Auch Sponsoren haben Gelegenheit, Ihren Firmenbanner (Blache) für wenig Geld an dieser landesweit bekannten Börse zu präsentieren. Kurzentschlossene können sich gleich Online anmelden. weiter >

Von Punkt 9 - 14 Uhr ist die Börse am Sonntag 8. November 2009 offen und die Festwirtschaft bis... Der Sportfischer-Verein Güttingen freut sich schon heute auf Ihren Besuch.


Börse in der alten Turnhalle




Internet-Sponsoring

Montag, 28. September 2009

28.09.09: Zähe Oldtimerregatta beim SMCF

Friedrichshafen - (st) Der Beginn war ja spritzig: Punkt 8:00 Uhr am Samstag, den 19. Oktober wurden die Teilnehmer der Oldtimerregatta des Segel-Motorboot-Club Friedrichshafen (SMCF) mit acht Glockenschlägen und dem Lied „I am Sailing“ geweckt. Die Regatta selbst lief jedoch wegen des fehlenden Windes eher zäh und die meisten Segler waren zufrieden, wenigstens die verkürzte Strecke nach Langenargen und zurück hinter sich gebracht zu haben.

Die Oldtimersegler und den SMCF verbindet eine lange Tradition, denn schon zum 29. Mal wurde in diesem Jahr die Oldtimerregatta im hinteren Bundesbahnhafen ausgerichtet. Seit vielen Jahren findet diese Regatta im Rahmen der Interboot statt und so fanden die auslaufenden Regattasegler ein interessiertes Publikum. Viele der alten Schönheiten haben bis heute keinen Motor eingebaut und wurden von den anderen Teilnehmern aus dem Hafen geschleppt – für Segler ist das kameradschaftliche Zusammenarbeiten eine Selbstverständlichkeit, vor allem bei denen, die mit einem immensen Zeitaufwand diese alten Holzschiffe am Leben und in Schuss halten.

Punkt 10:45 Uhr ertönte der Startschuss und die Segler machten sich bei sehr wechselhaftem und schwachem Wind auf die Reise nach Langenargen. Vor allem für die mit weniger Segelfläche und hohem Gewicht „gesegneten“ Schiffe war es eine lange Regatta, fast sechs Stunden benötigte der Marinekutter der WSG Hagnau für die Strecke vom Start vor Friedrichshafen nach Langenargen und zurück. Wettfahrtleiter Chris Schmidt hatte die zweite Hälfte der eigentlich geplanten Strecke gestrichen und so konnten die Segler vor Friedrichshafen direkt ins Ziel abbiegen, statt sich noch nach Immenstaad kämpfen zu müssen.

Auch der schnellste Segler, Jörg Kadgiehn (KS) auf seiner „Antje“, benötigte über drei Stunden für die Strecke. Er sicherte sich damit den Sieg in der Yardstickklasse I vor Karl-Heinz Kaiser (SMCF) auf der „HOC“ und Peter Pfister (OSB) auf dem L-Boot „Gazelle VI“. In der Yardstickklasse II siegte Karl-Heinz Scherer auf „Argo“ vor Eckhard Tennigkeit (YCM) auf „Weichsel“ und dem „Tümmler“ von Klaus Steinlein (WVF).

Die Siegerehrung fand im Rahmen der Interboot im Messehafen statt, wo bis in den Abend gefeiert wurde. Die Oldtimerboote waren dann noch die gesamte Messewoche im hinteren Bundesbahnhafen zu besichtigen. Ergebnis >


Am Start der Regatta sorgten wechselhafte Winde für etwas Durcheinander (Foto: SMCF)


Die Teilnehmerschiffe konnten während der Interboot besichtigt werden (Foto: SMCF)

28.09.09: INTERBOOT 2009 - Ausstellerstimmen

Clemens Meichle, Geschäftsführer des Verbandes der Bodenseewerften in Baden-Württemberg und Geschäftsführer von Ultramarin, Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren: „Wir kamen mit gemischen Gefühlen hier her, da wir nicht wussten, was uns erwartet. Nun können wir sagen, dass der Geschäftsverlauf auf Vorjahresniveau lag, so dass wir sehr zufrieden sind mit der Messe. Wir hatten interessante Besucher und gute Umsätze. Ich möchte behaupten, dass gut zwei Drittel der Aussteller positiv überrascht ist.“

Patric Polch, Geschäftsführer Boote Polch KG: „Wir haben den Eindruck, dass viel mehr Besucher auf unseren Stand kamen, als im vergangenen Jahr. Auch unter der Woche hatten wir einen kontinuierlichen Fluss an qualitativ hochwertigen Gesprächen mit rund 80 Prozent Bootsbesitzern, was ein Traum für jeden Verkäufer ist.“

Sebastian Schmidt, Geschäftsführer Segeln Sport Resch und Bénéteau-Händler: „Die Interboot 2009 lief super – wir sind happy! Unsere 54er Bénéteau war ein absoluter Publikumsmagnet am Stand und wir hatten speziell für dieses Modell starkes Kaufinteresse. Überhaupt liegt der Trend bei uns am Stand bei Schiffen mit 46 Fuß aufwärts.“

Reiner Rossmann, Verkaufsleiter Süd Hanse Group/Dehler: „Der treue Dehler-Kunde freut sich sehr, dass Dehler sich wieder präsentieren kann. Unsere Weltpremiere, die Dehler 35, fand großen Zuspruch. Es gab auch bereits konkrete Kaufabschlüsse. Aber auch Klassiker wie die 29er sind stark gefragt, wir erwarten ein gutes Nachmessegeschäft.“

Stephan Bayerle, Sales Director South Bavaria Yachtbau GmbH: “Wir sind mit dem diesjährigen Auftritt voll zufrieden. Mit unseren beiden Premieren, der 32er und 55er Cruiser, hatten wir zwei Eyecatcher am Stand. Der Verlauf der Messe zeigt, dass sich die allgemeine Situation verbessert. Wir nutzten die Krise dazu, uns auf den Aufschwung vorzubereiten und neue Modelle zu präsentieren. Das spiegelt sich im Erfolg unserer 32er wider und beschert uns volle Auftragsbücher.“

Elke Kagerer, Geschäftsführerin Segelzentrum Kagerer: „Unsere Erwartungen – neue Kundschaft zu generieren – wurden voll erfüllt. Wir haben dieses Jahr den Eindruck, dass die Kunden viel konkreter und gezielter mit Kaufabsichten zu uns kommen. Unsere Messepremiere, die Dufour 405, die auch als Yacht des Jahres nominiert ist, fand großen Zuspruch.“

Hans Joachim Haala, Gesellschafter Azzurro Yachten GmbH: „Ich bin durch die gute Stimmung, die ich bereits in Southampton gespürt habe, mit großen Erwartungen auf die INTERBOOT gekommen und diese haben sich voll erfüllt, was diverse Kaufabschlüsse bezeugen. Wir konnten ausgesprochen gute Kundenkontakte zu fachkundigem Publikum knüpfen und erwarten noch positive Geschäfte im Anschluss. Die Messe, das Ambiente und das komplette Rahmenprogramm sind perfekt organisiert, wir fühlen uns wohl und sind 2010 wieder hier.“

Markus Boesch, Geschäftsführer Boesch Bootsbau AG: „Wir eröffnen jede Saison mit der INTERBOOT und sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe. Für uns ist der INTERBOOT-Hafen ein äußerst wichtiger Bestandteil. Wir kämpfen mit dem Image, Boote herzustellen, die nur schön anzuschauen sind. Das zu widerlegen gelingt uns mit dem Testhafen. Die Hamburger Messe bietet diesen Service zwar auch, aber am Bodensee ist es einfach schöner, als zwischen den großen Container-Schiffen herum zu fahren.“

Bruno Hausammann, Geschäftsführer Hausammann Caravans & Boote AG, Jeanneau-Importeur für die Schweiz: „Wir sind mit gemischten Erwartungen auf die INTERBOOT gekommen und konnten nicht einschätzen, wie unser neues Produkt, die Seaway Greenline 33 Hybrid Solar, angenommen wird. Das Interesse für dieses Boot war enorm und wurde ab morgens 10 bis abends 18 Uhr regelrecht bestürmt. Vor Ort haben wir bereits zwei Verkaufsabschlüsse getätigt und erwarten ein reges Nachmessegeschäft. Was die wirtschaftliche Situation der Bootsbranche betrifft, so meine ich, dass die Talsohle schon überwunden ist und wir uns wieder im Aufwärtstrend befinden. Die INTERBOOT ist seit Anbeginn für uns die Hausmesse und unser Auftritt in diesem Jahr ein voller Erfolg.“

Siegfried Schnur, Geschäftsführer Schnur Bootsservice und Braunswick-Händler: „Der Testhafen ist für uns sehr wertvoll. Von unseren Kunden wird er sehr gerne angenommen, weil er ist für die Kaufentscheidung vorteilhaft ist.“

Hartmut Holtmann, Geschäftsführer und Inhaber KH+P Yachtcharter: „Wir sind zufrieden mit dem Verlauf der INTERBOOT und konnten eine Reihe von neuen Kontakten knüpfen. Sehr gelungen finde ich auf der INTERBOOT die Reisemarkt-Atmosphäre mit der Kombination aus reinen gewerblichen Anbietern und den Tourist Boards. Hier kommt richtig Urlaubslaune auf.“

Manfred Rassweiler, Geschäftsführer Kajak Hütte: „Wir zeigen unser Kajak mit Tretantrieb nicht nur auf dem Stand sondern bieten es auch auf dem Messe-See zum Testen an. Ich finde diese Kombination sehr gut. Da braucht man nicht lange mit dem Besucher zu diskutieren, denn das Boot überzeugt durch das Ausprobieren.“

Michael Ruoß, 1. Vorsitzender des Württembergischen Landesverbands für Tauchsport: „Das Schnuppertauchen war wie immer sehr beliebt und auch unser neues Angebot für Schulklassen unter der Woche kam sehr gut an. In den neun Tagen konnten wir allein mit über 1.000 Kindern untertauchen, mehr ist aus Kapazitätsgründen gar nicht mehr machbar.“

David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes: „Die Stimmung bei uns ist gut, unser neues Standkonzept mit dem Dienstleistungsbereich ist sehr gut angenommen worden. Wir sind der Auffassung, dass es eine erfolglreiche Messe war. Das Interesse am Bootssport ist nach wie vor groß. Ich habe auch das Gefühl, dass der Altersdurchschnitt der Besucher gefallen ist, wir haben hier viele interessierte Leute im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auf den Ständen.“

Walter Thoma, Geschäftsführer Thoma Boote und Präsident für die zuständige Komission für Ausstellungen des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes: „Wenn ich die Besucher beobachte, die durch die Hallen laufen, finde ich, dass das Bestreben der Messe, jüngeres Publikum für den Wassersport zu begeistern, Früchte trägt und langsam ankommt.“

Bernd Flügel, Geschäftsführer Sport Roth, Water-Colors, Ripzone und choc: „Die Trendsportarten Wakeboarden, Surfen, Kite- und Snowboarden sowie Mode ziehen hier in Halle A5 natürlich vor allem junges Publikum an. Beide Wochenenden liefen super! Die Kunden sind zwar besonders auf Schnäppchenjagd, aber die Kombination von guter Beratung und gutem Angebot führen bei uns an den Ständen zum Erfolg.“

Harald Thierer vom Match Center Germany, Mitorganisator des INTERBOOT-Hafens: „Wir waren in der glücklichen Lage, neun Tage gutes Wetter zu haben und sind alle sehr zufrieden am Hafen. Der Besucherandrang an den Wochenenden war super. Die Liquid Quarter Mile hat sich wieder als Besuchermagnet erwiesen, aber auch die Show-Vorführungen der Thundercats und der Wakeboarder verfolgten viele Zuschauer.“

Peter Grimm, Mitglied der Geschäftsleitung und Mitinhaber Brunnert-Grimm: „Obwohl die wirtschaftliche Situation nicht so rosig ist, hat sich bestätigt, dass die INTERBOOT eine gute Messe ist. Wir beobachten ein fach- und sachkundiges Publikum, das ernsthaft an einem Kauf interessiert ist. Die Messe in Friedrichshafen ist vom Zeitpunkt her optimal, weil sie am Ende der Saison liegt und der Kunde sich im Herbst orientieren kann, welches Boot er im nächsten Frühjahr erwerben möchte.“

Antonio Nobilio, Verkaufsleiter Boote Pfister GmbH: „Wir haben zwar Verkaufsabschlüsse getätigt, aber eher verhalten. Wir beobachten, dass Messen mehr zu Informationsausstellungen werden und der Kunde erst im Nachhinein mit konkreten Kaufabsichten zum Händler geht. Unser Boot im Testhafen, das von der Redaktion ‚Boote’ für die Bootsfahrschule nur für Frauen genutzt wird, ist grundsätzlich ausgebucht und für uns natürlich ein gutes Marketing-Tool. Trotz Krisenstimmung sind wir im Jahr 2010 wieder vor Ort, da wir die INTERBOOT durch die Präsentation von Neuheiten als eine der wichtigsten Messen erachten.“

Hans Olbermann, Geschäftsführer Marine Olbermann: „Wir sind mit der Absicht auf die INTERBOOT gekommen, Kundenkontakte im süddeutschen Raum zu knüpfen, was uns auch gelungen ist. Wir haben eine gewisse Kaufzurückhaltung gespürt, aber es kam zu einigen Verkaufsabschlüssen. Die Betreuung durch das Messeteam ist sehr freundlich und aufmerksam.“

Gerhard Euchenhofer, Geschäftsführer Futura Yachtsystems: „Wir sind mit unserem Auftritt mehr als zufrieden. Die Nachfrage und das Interesse für unseren breitenveränderbaren Futura-Katamaran war enorm und es gab konkrete Anfragen. Verkaufsabschlüsse werden wir allerdings erst tätigen, wenn wir den segelfähigen Prototypen im nächsten Sommer fertiggestellt haben werden.“

28.09.09: INTERBOOT 2009 weckt Lust auf pures Wassersportvergnügen

Besucherplus auf der Wassersport-Ausstellung in Friedrichshafen: 93.800 Wassersportfans auf dem Messegelände - Zehntausende Zuschauer an der Uferpromenade.

Friedrichshafen. Wassersport macht Spaß - und das bei jeder Wetterlage. Viele der 510 Aussteller vermeldeten in Gesprächen einen erfolgreichen Geschäftsverlauf. Damit steuert die Wassersport-Ausstellung trotz rauem Seegang auf stabilem Kurs und sendet positive Signale. Die INTERBOOT begrüßte auf ihrer neuntägigen Reise 93.800 Besucher an Bord (2008: 92.700). 35.000 Menschen strömten bei schönstem Wetter in den INTERBOOT-Hafen, weitere zehntausende Zuschauer verfolgten an der Uferpromenade die Sport- und Show-Veranstaltungen auf dem Bodensee.

„Wir sind mit dem Ziel gestartet, in wirtschaftlich schwieriger Lage Vergnügen am Wassersport zu wecken und positive Stimmung zu verbreiten. Dies ist aus unserer Sicht voll gelungen: Wir können sogar einen leichten Besucheranstieg im Vergleich zum Vorjahr vermelden“, freut sich Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann. „Vor allem die Testmöglichkeiten am INTERBOOT-Hafen sind wieder auf großes Interesse gestoßen“, ergänzt Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Dies bestätigt auch Brunswick-Händler Siegfried Schnur: „Der Testhafen am Bodensee ist für uns sehr wertvoll. Von unseren Kunden wird er gerne angenommen, weil er für die Kaufentscheidung vorteilhaft ist.“

Für die ausstellenden Firmen ist die INTERBOOT eine wichtige Kontakt- und Verkaufsplattform: So berichtet Sebastian Schmidt, Geschäftsführer Segeln Sport Resch und Bénéteau-Händler: „Die INTERBOOT 2009 lief super – wir sind happy! Unsere 54er Bénéteau war einen absoluter Publikumsmagnet am Stand und wir hatten speziell für dieses Modell ein starkes Kaufinteresse.“ Auch Stephan Bayerle, Sales Director der South Bavaria Yachtbau GmbH zeigt sich sehr zufrieden: „Mit unseren beiden Premieren, der 32er und 55er Cruiser, hatten wir zwei Eyecatcher am Stand. Der Verlauf der Messe zeigt, dass sich die allgemeine Situation verbessert. Wir nutzen die Krise dazu, uns auf den Aufschwung vorzubereiten und neue Modelle zu präsentieren. Das spiegelt sich im Erfolg unserer 32er wider und beschert uns volle Auftragsbücher.“

Besondere Aufmerksamkeit schenkten Medien und Besucher in diesem Jahr Booten mit alternativen Antrieben: Bruno Hausammann, Geschäftsführer Hausammann Caravans & Boote AG und Jeanneau-Importeur für die Schweiz, präsentierte die Weltpremiere Seaway Greenline 33 Hybrid Solar: „Das Interesse für dieses Boot war enorm und wurde ab morgens 10 bis abends 18 Uhr regelrecht bestürmt. Vor Ort haben wir bereits zwei Verkaufsabschlüsse getätigt.“

Große Besucherströme verzeichnete der INTERBOOT-Hafen mit rund 35.000 Wassersport-Fans. Den Motorboot-Wettbewerb Liquid Quarter Mile und auch die Show-Vorführungen der Thundercats sowie der Wakeboarder verfolgten weitere Zehntausende Zuschauer entlang der Uferpromenade. „Unser Konzept, den Nachwuchs für den Wassersport zu begeistern, ist voll aufgegangen. Das Jugendlager war so schnell ausgebucht wie noch nie, am Tauchbecken wurde der 1.000 Schnuppertaucher begrüßt. Die neue Wakeboardanlage auf dem Messe-See war der Knaller – bis weit nach Messeschluss zogen die Wakeboarder alle Blicke auf sich“, berichtet Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Auch in den Hallen trägt dieses Konzept erste Früchte, wie David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, beobachtet hat: „Ich habe das Gefühl, dass der Altersdurchschnitt der Besucher gefallen ist. Wir haben hier viele interessierte Leute im Alter zwischen 30 und 50 Jahren auf den Ständen.“

Die nächste INTERBOOT findet vom 18. bis 26. September 2010 in Friedrichshafen statt.




Fotos: INTERBOOT

28.09.09: Imperia Cup 2009 - tolle Fotos

Leichte Winde beim Imperia Cup 2009 vor Konstanz. Die Bilder entstanden am Samstagmittag, ich selber konnte nicht segeln habe aber einige Bilder geschossen. Peter Nitsch.

Ergenbisse >






Sonntag, 27. September 2009

27.09.09: Int. Herbstregatta Romanshorn 3./4. Oktober

Melden Sie sich sofort zur Herbstregatta der H-Boote ein. Wer möchte nicht zu Weisswürsten und Brezel von Adi begrüsst werden - also sofort melden.

Diese letzte Regatte soll zu einem H-Boot - Treffen werden, wo man wieder einmal fachsimpeln und sich bei einer Regatta mit den Besten messen kann. Der Yachtclub Romanshorn ist für die perfekte Organisation bekannt und lädt am Abend zu einem feinen Essen in der Mohle ein! Also sofort melden - H-Boote nach Romanshorn!

Und wenn Sie danach am Sonntag gleich Auswassern möchten, erfolgt dies kostenlos (ohne Bootswäsche, ginge zu lange!).

Wir haben Euch eine vereinfachtes Meldeformular.
Ausschreibung YCRo > / Meldung an Adi Gerlach >

27.09.09: Heute ist der letzte Tag

Friedrichshafen - "Rein ins pure Wassersportvergnügen" heißt es auf der 48. INTERBOOT in Friedrichshafen. Bis heute Abend können die Besucher auf dem Messegelände und im INTERBOOT-Hafen die Neuheiten der kommenden Saison sehen und testen.

Wassersport in all seinen Facetten zeigen 510 Aussteller aus 25 Ländern in acht Hallen. Im INTERBOOT-Hafen am Bodensee können die Neuheiten zudem nicht nur betrachtet, sondern auch gefahren werden. "Gerade in wirtschaftlich schwieriger Lage ist es wichtig, als Messeveranstalter in die Branche zu investieren, mit den Ausstellern an einem Strang zu ziehen und den Wassersport erlebbar zu machen", betont Messegeschäftsführer Klaus Wellmann. "Daher beziehen wir den nahe gelegenen Bodensee wieder mit ein und verwandeln ihn in ein Testgelände.

Im INTERBOOT-Hafen stellen zahlreiche Aussteller rund 100 Boote für eine Probefahrt bereit, was bei den Besuchern immer größeren Zuspruch findet." Mit ihrem Standort im kaufkräftigen Dreiländereck Schweiz, Österreich und Deutschland ist die Wassersport-Ausstellung nicht nur das Mekka für die Sportbinnenschifffahrt sondern auch zudem eine wichtige internationale Plattform für den Verkauf von Schiffen und Booten ans Mittelmeer.


Foto: INTERBOOT

Samstag, 26. September 2009

26.09.09: Wasserspaß am Wochenende

Friedrichshafen - Am Wochenende dreht die INTERBOOT nochmals richtig auf: Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Modenschau, Schnuppertauchen, Liquid Quarter Mile und Vorträgen auf der IBN-Aktionsfläche erwartet die Besucher. Bei der Wakeboard-Show am Samstag und Sonntag präsentiert Siegrid Bächler, sechsfache Deutsche Meisterin im Wakeboarden, ihre Sportart auf dem Bodensee entlang der Uferpromenade. 510 Aussteller zeigen noch bis Sonntag ihre Produkte - vom Schlauchboot bis hin zur edlen Yacht.

Maritime Modenschau:
Die anziehende Seite des Wassersports zeigen drei Mal täglich Models beim Schaulaufen im Foyer West. Alle vorgestellten Produkte wie beispielsweise Segelbekleidung oder verführerische Bademoden können direkt an den Messeständen der jeweiligen Firmen erworben werden.


Schnuppertauchen:
Abtauchen macht Spaß. Im Tauchbecken in Halle A4 können alle Interessierten unter fachkundiger Anleitung das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben. Tauchvereine zeigen Demonstrationen im Tauchturm. Ansprechpartner von Tauchbasen und -schulen, Reiseanbieter, Tauchgeräte, Bekleidung und Zubehör sind ebenfalls vor Ort.


Schweizer Tag mit Stars und Sternchen:
Paola und Kurt Felix verstehen was von Wasserspaß. Die beiden Schweizer Moderatoren haben sich, wie auch schon im vergangenen Jahr, auf der INTERBOOT über die neuesten Bootstrends informiert und gehen in ihrer Freizeit gerne aufs Wasser. Auch die amtierende Miss Schweiz Whitney Toyloy warf am Schweizer Tag einen Blick in die Bootswelt.



Der Mann und das Meer:
Der Hamburger Peter Schweer, Trimmspezialist und freier Mitarbeiter der IBN, verrät engagierten Seglern in seinen Vorträgen Tipps und Tricks zum Thema Segel- und Riggtrimm sowie blitzschnelles Reffen. In den vergangenen 30 Jahren hat er tausende Wassersportler auf der INTERBOOT begeistert, nun packt der 66jährige den Segelsack für den wohlverdienten Ruhestand, und wird sich am Wochenende von seinen vielen Fans verabschieden.


Liquid Quarter Mile:
Die Spannung steigt: Wer wird am Samstag den Siegerpokal der Liquid Quarter Mile in Empfang nehmen? Um Chancengleichheit zu gewähren, sind die Boote je nach Motorleistung in neun Klassen von 20 bis 900 PS eingeteilt. Am Finaltag treten die schnellsten jeder Klasse gegeneinander an. Die INTERBOOT ist noch bis Sonntag, 27. September 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Messehafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro; Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen nur 5 Euro. Die Familienkarte gibt es zu 22 Euro.


Fotos: INTERBOOT 2009

Donnerstag, 24. September 2009

24.09.09: Heißer Wellenritt: Mit dem Wakeboard über den Messe-See

INTERBOOT mit Wakeboard-Show auf dem Bodensee - Surfhalle mit Ausrüstung und Zubehör - Sonderausstellung Kite-Area - Wakeboardanlage für Besucher.

Friedrichshafen - Surfen, Kiten, Wakeboarden: bei den Funsportarten geht es um den Spaß an der eigenen Körperbeherrschung im Spiel mit Wind, Wasser und Wellen. Auf der INTERBOOT präsentieren sich die Trendsportarten in den Hallen, auf dem Messe-See und am INTERBOOT-Hafen. Die Wassersport-Ausstellung läuft noch bis Sonntag, 27. September 2009.

Rauf aufs Wasser heißt es am Wochenende für die INTERBOOT-Besucher am Messe-See: Hier können alle Interessierten selbst aktiv werden und sich mit dem Wakeboard über den Messe-See ziehen lassen. Erstmals steht dafür eine Wakeboard-Liftanlage zur Verfügung, die das Fahren ohne Stopps ermöglicht. Boards und Schwimmwesten werden vor Ort gestellt, Badebekleidung und Handtuch müssen mitgebracht werden. Anschauungsunterricht geben einige Talente beim mehrmals täglich stattfindenden Wakeboard Jam. Erstmals finden in diesem Jahr auch Wakeboard-Sessions im INTERBOOT-Hafen direkt vor der Friedrichshafener Uferpromenade statt. Am 26. und 27. September werden bei Showevents einige talentierte Rider in direkter Nähe zum Publikum fahren und - von einem Boot gezogen - einen heißen Ritt über die Wellen riskieren.

Ebenfalls am Wochenende gibt die Sonderausstellung „Kite Area“ einen Überblick über das Thema Kitesurfen. Von 25. bis 27. September können alle Interessierten Kontakte zu Kitern wie Yannick Schwickert und Oliver Büchi knüpfen. Die Sportler sind schon seit Jahren in der Szene aktiv, erzählen was für sie den Reiz dieser Sportart ausmacht und stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Im Durchgang Ost zwischen den Hallen A5 und B3 können sich die Besucher bei Herstellern, Kiteschulen und Kite-Destinationen informieren und sich mit Kites, Bekleidung und Zubehör eindecken. Live-Demonstrationen und Videos zeigen den Kite-Sport in Aktion. Die Schweizer Boardsport Company „RoDwY“ bringt zur INTERBOOT als Weltpremiere die von ihr entwickelte Kitesocke, die das Barfuß-Gefühl beim Boardsport erhält und zugleich vor Schnittverletzungen schützt.

Die Surfer-Szene trifft sich wie gewohnt in Halle A5. Hier gibt es eine große Auswahl an Boards sowie Wasserski und Zubehör. Im Coca-Cola Beach-Club können sich alle Besucher bei einem Drink über die besten Surfspots austauschen.Die INTERBOOT ist noch bis Sonntag, 27. September 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Messehafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro; Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen nur 5 Euro. Die Familienkarte gibt es zu 22 Euro.




Heißer Wellenritt: Mit dem Wakeboard über den Messe-See (Fotos: INTERBOOT)

24.09.09: Weitere Niederlage Alinghis vor Gericht

NEW YORK. Mit einer Niederlage für beide Parteien beendet der New Yorker Supreme Court den neusten Gerichtsfall zwischen Alinghi und Oracle um den America's Cup. Das Obergericht wies den Antrag des Schweizer Syndikats ab, Oracle zu disqualifizieren.

Das Gericht begründete dies damit, dass die Amerikaner noch kein Zertifikat des Trimaran eingereicht hätten. Allerdings wurde verfügt, Oracle müsse das beglaubigte Zertifikat mit den exakten Massen erst zwei Wochen vor Beginn des America's Cup (geplant ab 8. Februar 2010 in Ras al-Khaimah) einreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt darf Oracle weiter Anpassungen am Boot vornehmen.


Alinghi 5 auf dem Genfersee (Photo credit: Carlo Borlenghi/Alinghi)

24.09.09: Auf leisen Sohlen - elektrischer Fahrspass auf der INTERBOOT

Friedrichshafen - Geschwindigkeit und Verbrennungsmotoren schienen bei Motorbooten lange Zeit untrennbar zu sein. Doch ähnlich wie im Automobil-Umfeld macht der technische Fortschritt dieses Bündnis auch im Bootsbereich mehr und mehr überflüssig. Aussteller wie Boesch, Rapp, Pro Nautik und Thoma zeigen auf der INTERBOOT, dass der Fahrspaß bei Booten mit alternativen Antrieben durch ihre Kombination aus Kraft, Schnelligkeit und Ruhe entsteht. Auf der Wassersport-Ausstellung zeigen noch bis zum Sonntag, 27. September 2009, 510 Aussteller ihre Neuheiten.

Eine Weltpremiere feiert die „Greenline 33 Hybrid Solar“ am Stand von Pro Nautik. Das Boot der slowenischen Werft Seaway ist als Reiseboot für Binnen- und Küstengewässer ausgelegt und besitzt einen Drei-Funktionen-Hybridantrieb: Es kann sowohl mit einem Diesel- wie auch mit einem Elektromotor betrieben werden, das Solardach erzeugt Strom. Eine weitere Weltpremiere zeigt die Bootswerft Rapp aus Thal mit dem offenen Sportboot „Blue Sky E-Power“, das einen 60-KW-Elektroantrieb mit neuester Batterietechnologie besitzt.

Elektrogetriebenes Fahrgefühl können alle Besucher im INTERBOOT-Hafen erleben: Dort liegt die „620 Acapulco Electric Power“ von Boesch für eine Probefahrt bereit. Mit einem 80-KW-Antrieb erreicht das Sportboot lautlos eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Rechtsanwalt Dr. Josef Goja, der dieses Boot bereits besitzt, schwärmt: „Vor allem beim Start haben die anderen Motorbootfahrer gegen mich keine Chance, weil der Elektromotor einen enormen Durchzug hat.“

Schon seit gut 13 Jahren tüfteln Klaus und sein Bruder Urs Boesch vom Zürichsee zusammen mit dem österreichischen Werftbesitzer Wolfgang Schmalzl an Elektroantrieben. Auslöser für die Entwicklung der Technik war laut Schmalzl, dass es immer weniger Lizenzen am Wörthersee und den übrigen österreichischen Gewässern für von Verbrennungsmotoren betriebene Boote gab. Kein Wunder also, dass eine wachsende Zahl von Eignern auf E-Motoren umsteigt – und das nicht nur aufgrund von Lizenzen oder Verboten. Immer mehr Wassersportler schätzen Elektro-Boote aufgrund ihrer Fahrleistungen, so wie beispielsweise VW-Boss Ferdinand Piech, der mit Elektro-Anrieb über den Wörthersee schippert.

Damit das „Betanken“ des Motors an der Steckdose durch und durch umweltfreundlich ist, hat sich die Boesch Motorboot AG ein innovatives Konzept einfallen lassen: Der Hersteller lässt derzeit auf seinen Produktionshallen eine Photovoltaik-Anlage errichten, um die Energie für seine Boote mit Elektroantrieb selbst zu produzieren. Ab kommendem Jahr bietet er seinen Kunden für 800 Euro ein Zertifikat an, welches den Motorbootbesitzern versichert, ausschließlich sauberen Strom zu verbrauchen.


"Greenline 33 Hybrid Solar" am Stand von Pro Nautik


"Blue Sky E-Power" der Bootswerft Rapp


"620 Acapulco Electric Power" von Boesch

Dienstag, 22. September 2009

22.09.09: Das New Yorker Gericht beurteilt das Verhalten des Golden Gate Yacht Club als "unsportlich"

SNG-Statement zur Anordnung des New Yorker Gerichts vom 18. September 2009-09-22.

In ihrem Urteil im Zusammenhang mit einer Anhörung vom 10. August unterstreicht Richterin Shirley Kornreich vom New York Supreme Court „... das unsportliche Verhalten des Golden Gate Yacht Clubs, das zu einer substanziellen Verminderung des Vorteils der SNG (Société Nautique de Genève) geführt hat, der ursprünglich in der Stiftungsurkunde vorgesehen ist.“

Die SNG, Titelverteidigerin des 33. America's Cup, hatte eine Order to Show Cause bei Richterin Kornreich eingereicht. Kornreich ist, trotz einer solch beispiellosen Beschreibung der Vorgehensweise des GGYC, der Meinung, dass „eine solche Vorgehensweise dem Gesetz nicht widerspricht“ und hat keine andere Wahl als die Motion abzulehnen.

Die Anordnung von Richterin Kornreich wiederholt ebenfalls, dass das Rennen nach den Regeln und Bestimmungen der SNG gesegelt werden soll.

Die SNG und ihr Team Alinghi engagieren sich nach wie vor für einen 33. America's Cup, der im Februar 2010 in Ras al-Khaimah auf dem Wasser ausgetragen wird.

22.09.09: INTERBOOT 2009 - Branchengespräch

(BN) Verband der Bodenseewerften und schweizerische Bootsbauer optimistisch - Bundesverband Wassersportwirtschaft erwartet steigende Umsatzzahlen.

Frische Brise für den Wassersport: Bootsbranche im Aufwind

Friedrichshafen - „Die Krise ist bei uns nicht angekommen, die Betriebe sind alle gut ausgelastet“, berichtete Clemens Meichle, Geschäftsführer der Bodenseewerften, am Dienstag im Rahmen des Branchengesprächs auf der INTERBOOT, die noch bis zum Sonntag, 27. September läuft. Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) ist überzeugt: „Die Talsohle ist erreicht, es geht wieder aufwärts in der Bootsbranche.“ Auch die Schweizer Bootsbranche zeigt sich mit dem laufenden Jahr zufrieden, wie David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes erklärt.

Die Mitglieder der Bodenseewerften sind vornehmlich Spezialisten, welche Einzelanfertigungen für Kunden bauen, die längerfristig planen. „Die Mentalität ist eher konservativ, da bläst einen nicht jeder Wind um“, erklärt Clemens Meichle den guten Geschäftsverlauf der Bodenseewerften und blickt positiv in die Zukunft: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Wirtschaftskrise ohne große Dellen überstehen, die Stimmung an den Ständen der INTERBOOT ist gut.“ Mit 32 Mitgliedsunternehmen ist der Verband am baden-württembergischen Ufer ein Netzwerk von renommierten Wassersportfirmen, die sich auf fachmännische Beratung, Serviceleistungen und die traditionelle Bootsbaukunst aber auch auf die Herstellung sportlicher Kunststoffschiffe spezialisiert haben.

„Vielleicht sollte ich mal einen Ortswechsel vornehmen, denn über dem Bodensee scheint die Sonne“, erwägt Jürgen Tracht. Für das Wirtschaftsjahr 2008/2009 rechnen die europäischen Werften mit Absatzrückgängen von bis zu 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der deutsche Markt hat sich laut BVWW in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation besser behauptet als die übrigen europäischen Wassersportmärkte. Für das Kalenderjahr 2009 erwartet die Bootsbranche einen Umsatzrückgang von rund 30 Prozent. Segel- und Motorboote sowie die verschiedenen Bootsgrößen sind gleichermaßen betroffen. Deutlich konjunkturstabiler zeigen sich die Bereiche Ausrüstung/Zubehör, Reparatur/Service und Wassertourismus. Die rund 490.000 deutschen Bootseigner investieren auch weiterhin in den Werterhalt ihrer Boote und Yachten.

Der Blick in die Zukunft fällt bei Jürgen Tracht positiv aus: „Die letzten sechs Wochen haben gezeigt, dass die Umsatzzahlen wieder aufwärts gehen. Die Auslandsmessen sind gut verlaufen.“ Für die Zukunft gewinnen laut Tracht besonders Boote unter sechs Metern Länge an Bedeutung: „Führende Werften nehmen sich dem Markt an, der eine Klientel anspricht, die kleinere Boote von bis zu acht Metern sucht. Diese werden aus meiner Sicht erfolgreich sein, denn wir müssen darauf achten, junge Wassersportler zu generieren.“

Den Nachwuchs für den Wassersport zu begeistern ist auch das Anliegen der Messe Friedrichshafen: „Wir haben für uns beschlossen, an der Krise nicht teilzunehmen und ihr entgegen zu treten, in dem wir Spaß am Wassersport verbreiten“, erklärt Messegeschäftsführer Klaus Welllmann. „Der bisherige Verlauf der INTERBOOT hat gezeigt, dass sich unser Motto ‚Das pure Vergnügen’ einmal mehr bestätigt hat - am ersten Wochenende kamen über 34.000 Besucher auf das Messegelände.“Die Internationale Wassersport-Ausstellung INTERBOOT ist noch bis Sonntag, 27. September 2009 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


Foto von links nach rechts: David Clavadetscher, Geschäftsführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes, Jürgen Tracht, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft, Köln, Clemens Meichle, Geschäftsführer des Verbandes der Bodenseewerften in Baden-Württemberg und Geschäftsführer von Ultramarin, Meichle + Mohr Marina in Kressbronn-Gohren, Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen und Wolfgang Köhle, Pressesprecher der Messe Friedrichshafen (Foto zur Vergrösserung anklicken).

22.09.09: Doppelerfolg für Wolf-Peter Niessen vom YCL

(BN) Doppelerfolg für Wolf-Peter Niessen vom Yacht Club Langenargen e.V. (YCL) in der Laser Euro Masters Serie 2009. Platz 1 im Laser Radial, Platz 3 im Laser Standard.

Anfang der Saison hatte W.-P. Niessen noch die Vision: „bei der EMS 2009 in zwei Bootsklassen eine Top 3 Platzierung erreichen“. Daraus ist jetzt Realität geworden. Nach 10 von 11 Läufen zur European Laser Masters Serie 2009 stehen in allen Klassen die Gewinner schon so gut wie fest. In der Altersklasse der Grandmaster (55-64 Jahre), in der Wolf-Peter Niessen seine letzte Saison segelt, ist die EMS aber entschieden.

Nach sieben Starts in der EMS 2009, sind die Ziele erreicht. Er hat in beiden Bootsklassen, Laser Radial und Laser Standard, einen Podestplatz geschafft. Im Laser Radial belegt Niessen Platz 1 unter 43 Teilnehmern. Er ist punktgleich mit dem mehrfachen Europameister Henk Wittenberg aus Holland, der 2009 sechs Läufe absolviert hat und bereits seit 5 Jahren die EMS im Laser Radial beherrscht. Mit drei Siegen aus 4 Regatten hat Niessen optimal gepunktet.

Im Laser Standard hat sich W.-P. Niessen Rang 3 der EMS Jahreswertung 2009 gesichert. Mit zwei Siegen und einem fünften Platz (7 Punkte), musste er sich aber dem in überragender Form befindlichen - und gerade in Halifax CAN frisch gekürtem Weltmeister 2009 - Wolfgang Gerz und dem Vizeweltmeister von 2007 Michael Nissen geschlagen geben. Der Rückstand war mit 2 bzw. 1 Punkt nur sehr knapp. Nachdem er nur 3 Regatten im Laser Standard segelte und somit kein Streichresultat hat, ist er mit dem Ergebnis im letzten Jahr als Grandmaster sehr zufrieden.
Auch bei „normalen“ Ranglisten Regatten unter Seniors und Jugendlichen Teilnehmern, wie z. B. Europacup, Travemünder Woche war W.-P. Niessen recht gut dabei. An den entsprechenden Platzierungen im Ranking der Deutschen Laser Association ist das abzulesen. In der laufenden Laser Radial Gesamtrangliste 2009 belegt er derzeit Platz 20 von 282 Teilnehmern. In der Masters Gesamtrangliste aller Altersstufen liegt er auf dem zweiten Platz. Das Radial Rigg scheint ihm auf den Leib geschnitten zu sein und entspricht viel besser seiner Statur. 2009 steht im Oktober noch die Teilnahme an der Int. Deutschen Meisterschaft im Laser Standard am Alpsee bzw. der Deutschen Laser Radial Bestenermittlung an. Für die Saison 2010 - dann mit Konzentration auf den Laser Radial - hat W.-P. Niessen bereits neue, nicht weniger ehrgeizige Ziele. Er strebt bei der Masters WM in England eine Top 10 Platzierung in der Great Grandmaster Klasse (> 65 Jahre) an und will auch bei der Euro Masters Serie wieder auf einen Podestplatz segeln.