Geld für Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein. Die in finanzielle Schieflage geratene Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) erhält frisches Geld vom Kanton Schaffhausen.
Der Schaffhauser Kantonsrat hat am Montag einen Kredit über 575'000 Franken für eine Kapitalerhöhung einstimmig bewilligt. In finanzielle Schwierigkeiten war die URh durch die Pensionskasse ASCOOP geraten. Die beiden Standortkantone Thurgau und Schaffhausen stimmten im vergangenen Jahr unter anderem einem Schuldenerlass von je 1,125 Millionen Franken zu, das Aktienkapital wurde um die Hälfte gesenkt.
Die Beseitigung der Altlasten ist inzwischen weitgehend gelungen und der Wechsel zur Pensionskasse Thurgau auf Ende 2010 beschlossen. Nun benötigt das Unternehmen jedoch zusätzliches Kapital, um liquide zu bleiben, unter anderem für die Sanierung eines Motorschiffs.
Die finanzielle Unterstützung der URh war im Kantonsrat unumstritten. Allerdings bemängelte bereits die vorberatenden Kommission, dass die öffentliche Hand, die bislang 44 Prozent der Anteile inne hat, nun die Mehrheit übernimmt.
Das Unternehmen hat zugesagt, sich um weitere private Aktionäre zu bemühen. Einen ersten Schritt dahin unternahm die URh bereits am Montag, indem sie an der Kantonsratssitzung Zeichnungsscheine verteilte.