Samstag, 19. Dezember 2009

19.12.09: Alinghi zum Jahresende

Zusammenfassung am Jahresende mit Murray Jones. Während für Alinghi 5, den gigantischen Katamaran des Titelverteidigers, die letzte Trainingswoche in Ras al-Khaimah zu Ende geht und das Packen in hohem Tempo voranschreitet, hat Alinghi.com bei Murray Jones, der das gesamte Segelprogramm überwacht hat, ein Update eingeholt.


Murray Jones, Alinghi 5 skipper
(Photo credit: George Johns/Alinghi)

Was hat das Team in den letzten paar Wochen in Ras al-Khaimah erreicht?
Murray Jones: Das Wetter hier war fantastisch und hat es uns erlaubt, fast jeden Tag zu segeln. Wir haben praktisch alles von der Liste streichen können, was wir wollten. Natürlich wäre es grossartig, mehr Zeit zu haben, aber wir sind ziemlich zufrieden mit dem Erreichten. Wir müssen auch in den nächsten paar Wochen viel machen, wenn wir endlich nach Valencia kommen, aber alle wichtigen Entscheidungen sind getroffen worden.

Welche Pläne hat das Team in den nächsten Wochen?
MJ: Zum Glück kommen wir dank dem Verschiffen des Materials zu einer Pause während der Weihnachtszeit und ich denke, alle freuen sich darauf. Das Team hat sehr hart gearbeitet und braucht nun einige Wochen Pause. Es ist gut, wenn wir im Januar frisch zurückkommen, weil es bis am Schluss ein Sprint sein wird, wenn wir endlich in Valencia ankommen.

Zum ersten Mal nach langer Zeit besteht eine Gewissheit: Valencia im Februar: Wie passt sich das Team diesem Plan an?
MJ: In Valencia wird es anders sein, weil die Windbedingungen unvorhersehbar sind. Sogar während eines Rennens werden die Bedingungen punkto Stärke und Richtung stark ändern. Die Winterzeit in Valencia ist ziemlich schwierig, wir müssen anpassungsfähig sein und wechseln können und die richtigen Segel benützen, je nach Windwinkel und -Stärke. Wir werden das Boot auch stärker an die Grenzen führen als vorher - dies gilt für beide Teams. Unsere Grenzen zu kennen, wenn wir gegen ein anderes Boot segeln, könnte der Faktor sein, der letztlich das Resultat bestimmt.

Ein Wort zum 33. America’s Cup?
MJ: Es ist hart, den Leuten zu erklären, wie es ist, auf der Alinghi 5 zu segeln; es ist eine andere Welt draussen auf diesen Booten. Ich denke, sie werden das Vorstellungsvermögen des Publikums in Beschlag nehmen.