Freitag, 30. Oktober 2009

30.10.09: Tourismusunternehmer Klaus zieht sich zurück

Wie die Thurgauerzeitung heute berichtet, zieht sich Tourismusunternehmer Klaus aus dem Geschäftleben zurück. Weiter berichtet die TZ (Martin Knoepfel):

Der Vorarlberger Tourismus-Unternehmer Walter Klaus zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück. Nach einer Mitteilung der österreichischen Nachrichtenagentur APA sollen die Firmenanteile an den Geschäftsführer der Holding, Werner Netzer, gehen.

Dem 75-jährigen Klaus gehören unter anderem 25 Prozent der Aktien der Vorarlberg Lines, der österreichischen Bodenseeschifffahrt wie auch das Eventschiff «Sonnenkönigin“» das grösste Passagierschiff auf dem Bodensee. Ferner ist Klaus mit 49 Prozent grösster Einzelaktionär der Schweizerischen Bodenseeschifffahrtsbetriebe (SBS). Klaus und eine Gruppe Schweizer Investoren hatten 2006 im Übernahmekampf um die SBS gesiegt, nachdem die SBB beschlossen hatten, die Schifffahrt abstossen.

Für SBS keine Änderung
Der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess ist Verwaltungsratspräsident der SBS. Er vermutet, dass die Übergabe der Firmenanteile an Netzer eine Falschmeldung ist. Vielmehr habe Klaus die Geschäftsführung an Netzer, einen langjährigen Mitarbeiter, übertragen. So habe die Information an die Geschäftspartner in der SBS gelautet. Für die SBS ändere sich nichts. Schweizer Investoren besässen 51 Prozent der Aktien. Zudem gebe es einen Aktionärsbindungsvertrag, der verlange, dass Aktien bei einem Verkauf zuerst den anderen Aktionären angeboten werden müssten. Die SBS sind gemäss Hess auf gutem Weg. Man habe 2009 einen grossen Teil der Probleme, die man 2008 hatte, beseitigt. 2010 dürften die SBS in stabilem Fahrwasser unterwegs sein.

Falsch sei auch, dass die Schweizer Investoren an der «Sonnenkönigin» beteiligt seien. Klaus habe das seinen Schweizer Geschäftspartner zwar einmal angeboten, doch wurde nichts daraus. Die «Sonnenkönigin» hat sich im ersten Jahr des Betriebs als kommerzieller Misserfolg erwiesen, weil die Nachfrage nach hochklassigen Anlässen viel geringer blieb als erwartet.
(Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)