Olympiasieger Ben Ainslie hat sich seinen Platz im Halbfinale erkämpft. Im rein britischen Duell gegen den amtierenden Matchrace-Weltmeister Ian Williams bewies der 32-jährige dreimalige Goldmedaillengewinner Ainslie bessere Nerven als sein Gegner und gewann das spektakuläre Duell am Samstag Vormittag mit 3:2.25 Punkten.Der „Battle of Britain“ bot auf dem Bodensee im Viertelfinale alles, was ein hochkarätiges Matchrace bieten kann: Die Schiedsrichter vergaben allein in den sechs leidenschaftlich umkämpften Begegnungen der beiden Briten ein halbes Dutzend Penalties. Von Ainslies Boot ging nach einem verunglückten Manöver am Freitag Nachmittag Olympiasieger Ian Percy unfreiwillig baden. In einer Kollision rasierte Ainslies Mast das Achterstag von Williams Mast ab. Doch auch Williams musste den Abzug von einem Dreiviertelpunkt verkraften. Die beiden smarten Engländer schenkten sich nichts: Enge Manöver, Proteste und viel Geschrei beim Runden der Tonnen prägten das Prestige-Duell der beiden Segelschwergewichte.
Die zweite Viertelfinalbegegnung zwischen dem italienischen Team von Francesco Bruni und dem französischen Titelverteidiger Damien Iehl verlief ruhiger. Iehls Crew segelte mit 3:1 Siegen souverän ins Halbfinale, für das sich der Weltranglisten-Zweite Mathieu Richard und der viermalige Weltmeister Peter Gilmour (Australien) am Vortag bereits direkt qualifiziert hatten.
Dem Reglement entsprechend durfte sich Richard als Spitzenreiter der Vorrunde seinen Gegner aus den anderen drei Halbfinalisten wählen. Er entschied sich für seinen Landsmann Damien Iehl und sagte: „Es wird ein französischer Kampf um den Einzug ins Finale. Ich hätte nicht gerne gegen Peter Gilmour gesegelt, aber zwischen Damien und Ben sehe ich keine großen Unterschiede.“ Damit treffen im zweiten Semifinale Peter Gilmour und Ben Ainslie aufeinander. Die Halbfinal-Duelle sowie das Match um die Plätze fünf und sechs zwischen den Teams von Ian Williams und Francesco Bruni begannen am Sonntag Nachmittag. Bleiben Sie dran!