Freitag, 3. April 2009

03.04.09: 33. AC - Statement der Société Nautique de Genève

Statement der Société Nautique de Genève (SNG), Defender des 33. America's Cup, betreffend die gestrigen Entscheidung des New Yorker Berufungsgerichts:

"Es war immer unsere Ansicht, dass auf dem Wasser um den America's Cup gekämpft werden soll. Gestern hat der Golden Gate Yacht Club vor den amerikanischen Gerichten das Recht zugesprochen erhalten, die SNG herauszufordern. Wir werden nun mit ihnen die Modalitäten des Wettkampfs diskutieren und uns darauf vorbereiten, den 33. America's Cup erfolgreich zu verteidigen."

Ich meinte immer, dass Russell Coutts ein fairer Segler ist. Aber jetzt will er einfach den nächsten AC am gründen Tisch gewinnen und so Valencia ein deutliche Absage erteilen! Schade um den Segelsport dieser Art! Schreibt alle an BMW Oracle Racing Team und sagt ihnen Eure Meinung >


Thurgauer Tagblatt von heute:

Alinghi verliert Rechtsstreit gegen Oracle
Nach mehr als 20 Monaten hat Alinghi den Rechtsstreit gegen BMW Oracle verloren. Damit kommt es 2010 im Kampf um den America's Cup wahrscheinlich zu einem Best-of-3-Vergleich zwischen den beiden Erzrivalen.

Das Urteil des New York State Court of Appeals in Albany ist endgültig. «Vielleicht würde es einen Weg geben, den Fall an eine nächste Instanz weiterzuziehen», sagte Alinghi-Rechtsberater Lucien Masmejan. «Wir werden aber nicht rekurrieren.» Die Unklarheiten sind aber nicht ausgeräumt – zum Beispiel bezüglich Austragungsdatum. Es gilt eine Frist von zehn Monaten nach dem Urteil, was heissen würde, dass das sogenannte Deed-of-Gift-Match am 2. Februar 2010 beginnen würde. In dieser Deed of Gift, der Stiftungsurkunde des America's Cup, ist jedoch verankert, dass auf der nördlichen Hemisphäre nur vom 1. Mai bis 31. Oktober und auf der südlichen nur vom 1. November bis 30. April um die älteste Sporttrophäe gesegelt werden kann.

Baustop nicht fahrlässig
Den Austragungsort darf Alinghi bestimmen. Im Vordergrund steht Valencia, wo das Syndikat von Ernesto Bertarelli den America's Cup vor zwei Jahren verteidigt hat. Bis jedoch gesegelt wird, gibt es für Alinghi noch viel zu tun. Der Bau des Bootes in der neuen Werft in Villeneuve am Genfersee ist seit August 2008 unterbrochen und wird nun abgeschlossen. BMW Oracle mit Skipper Russell Coutts testet seinen Trimaran dagegen schon seit Monaten. Dass sich der Baustop als fahrlässig erweisen könnte, lässt Masmejan nicht gelten. «Ein Boot zu bauen, das man vielleicht gar nie braucht, macht keinen Sinn.»

Teurer Rechtsfall
Die Mehrrumpf-Konstruktion ist mit Ausgaben von bis 20 Millionen Euro verbunden. Bei «Alinghi vs. BMW Oracle» dürfte es sich um einen der teuersten Rechtsfälle der Sportgeschichte handeln. Sollte sich BMW Oracle wider Erwarten doch noch mit Alinghi einigen, würde das Deed-of-Gift-Match hinfällig. Dazu müssten die Amerikaner das von Alinghi und 18 potenziellen Herausforderern ausgearbeitete Protokoll sowie die neue Klassenregel akzeptieren – was unwahrscheinlich ist. (si)