
(Photo credit: Gilles Martin-Raget)
Alinghis Ed Baird gewann den ersten Match des Best-of-five-Viertelfinal. Minoprio entschied das zweite Rennen für sich und sorgte damit für den Ausgleich. Im dritten Rennen führte Alinghi von der Linie weg und rundete die obere Marke vor dem Gegner, an der Leetonne wurden sie überholt, doch Minoprio kassierte eine Strafe. Auf der Amwind-Strecke konnte der junge Neuseeländer die Strafe aussegeln und auf der Vorwindstrecke konnten Ed und sein Team die Führung zurückerobern und passierten die Ziellinie mit einigen Sekunden Vorsprung. Zwei zu eins. Im vierten Rennen waren beide Teams zu früh über der Linie und mussten zurück, um die Linie nochmals zu queren. Minoprio kassierte kurz nach dem Start erneut eine Strafe, aber es gelang ihm wiederum, die Strafe auf dem Amwindkurs „abzusitzen“. Er verteidigte seine Führung bis ins Ziel und gewann das Match. Zwei beide. Im letzten und entscheidenden Match des Tages führte Minoprio von der Startlinie weg und rettete diese Führung bis ins Ziel. Damit zog er mit Torvar Mirski, Damien Iehl und Mathieu Richard in die Halbfinals ein.
In der ersten Runde des kleinen Finals schlug Alinghi Paolo Cian und Sebastien Col setzte sich gegen Ian Williams durch. Die letzte Begegnung im kleinen Final wird morgen früh stattfinden.
Alinghi scheidet in den Viertelfinals aus – was ist passiert?
Ed Baird: „Wir hatten ein gutes Match gegen Adam und seine Jungs, sie segelten sehr gut. Die Rennen wurden jedes Mal beim Start entschieden. Man musste die linke Seite für sich haben, wenn man links startete, war es wirklich schwierig, das Rennen nicht zu gewinnen. In zwei der drei Rennen, die sie gegen uns gewannen, kämpften wir um die linke Seite, hatten eine starke Position, segelten gut, doch entweder flaute die Brise ab oder drehte nach links, just als wir unsere finale Position erreicht hatten – oder beides zugleich. So konnten wir nichts mehr ausrichten und waren gefangen, wir waren sofort im Rückstand und mussten versuchen, diesen aufzuholen."
„Im letzen Rennen, das sie gegen uns gewannen, waren wir beide an der Pin-Seite zu früh über der Linie. Wir mussten beide zurück und wir attackierten sie von Steuerbord. Sie rundeten den Pin, um die Startlinie ohne Foul zu kreuzen. Sie schafften ihre Wende ganz knapp, es fehlte etwa ein Meter zur Marke und die Schiedsrichter zeigten die grüne Flagge. Sie eroberten die linke Seite und gewannen damit das Rennen. Entscheidend waren immer die letzten paar Sekunden beim Start. Leider lief es heute nicht für uns."
Wie setzt ihr diese Erfahrung nun auf dem grossen Boot um, und nutzt sie als Lehrstück für das Cup-Team?
„Nun, der heutige Tag zeigte deutlich, weshalb es so wichtig ist, dass wir auf der Tour segeln. Wir müssen zurückkommen, diese Fehler hier machen und mit den Konsequenzen leben. Wir hatten in dieser Woche so viele Rennen, so viele Starts, so viele Wenden und Halsen – einfach grossartig. Genau das müssen wir tun. Tatsache ist: Wir sind nicht bereit für eine Sieg in einem Event wie diesem. Es ist schon einige Jahre her und wir müssen uns wieder an das Ganze gewöhnen. Dass wir die Round Robin gewonnen haben ist schön und einzigartig – und es war auch etwas Glück dabei. Heute hatten wir dieses Glück nicht und wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Aber alles in allem war es eine tolle Erfahrung, in diesem Event zu segeln.“