Als Alinghi heute die Ziellinie überquerte und so den Challenger-Final gegen BMW Oracle Racing gewann, hisste das Team eine rote Flagge.
Das Schweizer Team protestierte so gegen das Format des LVPS-Finals gegen Emirates Team New Zealand, das vorsieht, das beide Teams ein Rennboot ziehen und dieses dann für die gesamte Dauer der Serie behalten, im Gegensatz zu den bisherigen Rennen. Alinghi versuchte die Angelegenheit mittels Diskussionen zu klären, ehe sie den Protest einreichten und hoffte, dass die Organisatoren nach normalen Gepflogenheiten für internationale Matchraces vorgehen würden, bei denen die Teams in Booten segeln, die zur Verfügung gestellt werden, die aber während einer Serie gewechselt werden.
Hamish Ross, der Rechtsberater von Alinghi, erklärt die Argumentation: "Alinghi glaubt, dass zwischen den Booten ein gewisses Ungleichgewicht besteht und das hat sich durch die Erfahrungen von unserem Team und von anderen Teams gezeigt. Das Team forderte eine Änderung, weil die Organisatoren, was sehr unüblich ist, nicht erlauben, dass die Boote während des Finals zwischen den beiden Teams getauscht werden. Bis jetzt wurden an diesem Anlass die Boote zwischen den Teams gewechselt, was fair ist und den Gewohnheiten bei internationalen Matchraces entspricht und auch den generellen Gepflogenheiten der RNZYS bei Matchracing-Regatten. Die Jury hat ihre Entscheidung bis nach der Auslosung aufgeschoben.
Alinghi hat die Wahl gewonnen und die NZL92 gewählt, das bevorzugte Boot und Team New Zealand hatte die Wahl der Einfahrt in die Start-Box und sich für die Steuerbord-Seite entschieden. Die Angelegenheit wurde nun fallengelassen und wir freuen uns sehr auf die Rennen und den Wettkampf auf dem Wasser gegen einen sehr starken Gegner."