Insgesamt 53 Yachten und 8 Jollen deren Ursprung vor 1940 zu finden ist, gingen mit über 200 Seglern an den Start. Das größte Feld boten die Drachen.
16 Yachten gingen an den Start von denen die GER 413 mit Skipper Jochen Twiehaus und seiner Crew Carolin Wiedig / Michael Maib mit einem Punkt Vorsprung vor den Zweitplazierten GER 392 mit Skipper Christoph Jung und Crew Birgit Dopatka / Rainer Nothhelfer den ersten Gesamtrang ersegelte. Auf dem dritten Platz, wiederum mit nur einem Punkt Abstand zum Zweitplazierten folgt die GER 499 mit Skipper Dr. Stephan Reckhenrich und Crew Pia Brodwurm / Michael Matscheroth.
Ein ansehnliches Feld boten die 40 qm Schärenkreuzer mit insgesamt 10 Yachten. Ein spannendes Kopf an Kopf Rennen boten sich die GER 54 Helmut Fischer mit seiner Crew, Juliane Fischer, Andreas Hermann, Andreas Bulang und Kai Michels und die GER 55 Josef Thallmair mit Crew Bodo Weissmann, Michael Lohner und Thomas Abt. Mit zwei Laufsiegen hatte die „Aphrodite“ die Nase vorn und konnte sich dadurch souverän vor ihre direkte Verfolgerin „Tarantella“ setzten, die, wie auch die drittplazierte Yacht GER 45 „Andrine“ mit ihrem Skipper Dr. Peter Bauer und Crew Dr. Michael Gschrei, Dr. Robert Schwager und Ed Wammetsberger einen Laufsieg ersegelte. Mit den beiden Laufsiegen konnte sich die Aphrodite-Crew den ersten Gesamtrang sichern.
Am kleinsten fiel das Teilnehmerfeld bei den 30er Schärenkreuzern aus, nur drei Yachten nahmen an dem Jubiläum der Münchner Woche teil. So ist es kaum verwunderlich, dass die ersten beiden Plätze punktgleich vergeben werden mussten. Die Yacht GER 162 „Miandra“ mit ihrem Skipper Thomas Bauerfeind und seiner Crew Tobias Veit / Holger Vogt konnte aufgrund der Abfolge ihrer Laufsiege die GER 165 „Ella“ mit Skipper Thilo Durach und Crew Markus Frees / Nicolai Marstander auf den zweiten Gesamtrang verweisen.
Am buntesten die Gruppe der historischen Yachten und Jollen. 34 dieser Boote gingen in zwei Gruppen an den Start. In der ersten Startgruppe konnte mit drei Laufsiegen die 22er Rennjolle (J 5) mit der Segellegende Norbert Wagner an der Pinne und seiner Crew Heribert Aichele / Volker Reeh souveränst den ersten Gesamtrang ersegeln. Dicht hinter ihnen, die Crew des Lacustre (SUI 122) mit Skipper Sammy Smits und Crew Stefan Rüegger / Patrick Ruf, die sich einmal mit einem Laufsieg vor Norbert Wagner setzen konnten und einen verdienten zweiten Gesamtrang erkämpften. Der dritte Gesamtrang geht an die zweite 22er Rennjolle (J 500) mit Skipper Willi Polte und Crew Robert Huber / Markus Sprik.
In der zweiten Startgruppe waren die ersten drei Ränge hart umkämpft. Nur einen bzw. einen halben Punkt trennte die drei Yachten im Endergebnis. Auf dem Siegertreppchen ganz oben, die 5,5m R-Yacht „Subbnboana“ mit ihrem Skipper Dr. Herbert Reich und seiner Crew Dr. Wolfgang Öhler und Patrik Reich. Der besondere Augenschmaus dieser Regatta, die kleine Herreshoff –Yacht mit Skipper Ingo Hopfgartner und seiner Crew ersegelte sich den zweiten Gesamtrang. Auf dem dritten Gesamtrang folgt die Familie Nebel verstärkt von Klaus Kristen auf ihrem 30er Jollenkreuzer.
Ausgesegelt wird die Münchner Woche mit drei Up-and-Downs und einer Langstreckenwettfahrt, wobei bei erfolgreicher Durchführung aller angesetzten Wettfahrten das schlechteste Ergebnis gestrichen wird. Alle angesetzten Wettfahrten konnten von den insgesamt vier Wettfahrtleitern erfolgreich umgesetzt werden. Um die vielen Yachten zu managen wurden zwei Bahnen ausgelegt und in jeweils zwei Gruppen mit 5 min. Zeitabstand gestartet. Die Bahn A teilten sich die Drachen und die Schärenkreuzer und die Bahn B die Traditionsklassen und Jollen. Teilnehmende Yachten müssen vor dem Baujahr 1940 ihren Ursprung bekunden und dürfen nur in geplankter Ausführung ausgestattet sein. Die formverleimten Verwandten und Kunststoffrümpfe sind nicht erlaubt, ebenso wenig sind Nachrüstungen mit Carbonmasten zulässig. Doch ein Zugeständnis an die modernere Zeit des Yachtsports ist gegeben, ein Foliensegel darf gesetzt werden.
Am ersten Regattatag wurde pünktlich ausgelaufen und kurz nach 15:00 Uhr konnte die erste Wettfahrt angeschossen werden und die zweite folgte kurz vor 17:00 Uhr, da der Wind sich von 1 bft konstant auf drei steigerte. Am Samstag konnte die dritte Wettfahrt erst gegen 16:00 Uhr angeschossen jedoch erfolgreich umsetzt werden. Somit waren die Up-and-Down Wettfahrten sicher „im Kasten“.
Nicht zu beneiden war Stefan Fischer, der Wettfahrtleiter des Sonntags und damit der Langstreckenwettfahrt. Nicht nur, dass ihn sein Startschiff im Stich lies und er im Motorbootschlepp den See nach günstigeren Startmöglichkeiten absuchen musste, sondern auch jeder Versuch dem Wind entgegenzufahren wurde von diesem mit Missachtung gestraft. Beherzt startete er um 13:30 Uhr die Langstreckenregatta und wurde dann doch belohnt. Während schon über eine Bahnabkürzung nachgedacht wurde setzte der Wind von Norden her ein, flugs wurde das Ziel wie geplant vor den DTYC gelegt und die Segler konnten mit frischem Wind die letzte Hälfte der Kursstrecke absegeln und wurden von einem begeisterten Publikum, welche nicht das Zuschauerboot nutzten, empfangen.
Und natürlich wurde an Land standesgemäß gefeiert. Am Freitag eine Stegparty bei der ein Goggie-Woggie Duo kräftig einheizte, die traditionellen Weißwurstfrühstücke mit Brezeln nebst Weißbier verwöhnten ebenso, wie das Galadiner mit Livemusik und abschließendem Feuerwerk am Samstagabend.
Alle siegreichen Teams wurden nicht nur am Sonntag mit vielen Preisen überhäuft. Sonderpreise gab es für die weitangereistete Yacht, diese kam diesjährig aus Kärnten und ist die wunderschöne und liebevoll restaurierte Herreshof Yacht „Annie“ (Bj 1895) aus dem Yachtclub Velden am Wörthersee, für die beste Steuerfrau, Stephanie Breitenstein die den 45er nationalen Kreuzer „Windhund“ bändigte, etliche Wanderpreise und „last but not least“ wurden auch „day to day“ alle Tagessieger geehrt. Bericht Petra Gregor, Überlingen.
Ergebnisse DTYC > / Fotos Petra Gregor >